• #1

Schwieriges Verhältnis zu Großmüttern seit Geburt des Kindes. Wie damit umgehen?

Hallo in die Runde,

ich schreibe tatsächlich das erste Mal in ein Forum und wäre sehr dankbar über eine Stellungnahme zu meinerProblematik.
Mein Mann und ich haben im vergangenen Sommer eine entzückende Tochter bekommen und sind überglücklich mit ihr.
Leider hat sich sehr schnell nach der Geburt mein Verhältnis sowohl zu meiner eigenen Mutter als auch zur Schwiegermutter verschlechtert. Beide Großmütter hatten große Erwartungen (sie ist das erste Enkelkind für beide Seiten) und ich merkte von Anfang an, dass sie sich alleinige Zeit mit der Kleinen wünschen. So fragte meine Mutter beispielsweise, ob unsere Tochter nicht für ein paar Tage bei Ihnen schlafen könne. Zu dem Zeitpunkt war unsere Tochter 6 Monate alt und wurde noch von mir gestillt...ich habe die Bitte ausgeschlagen. Meine Schwiegermutter kaufte im Gegenzug, während mein Mann, die Tochter und ich verreist waren, ein Haus in unmittelbarer Nachbarschaft. Ich war darüber derart erbost, dass mein Mann und ich ein weiteres Einfamilienhaus kauften und wegziehen werden. Das Verhältnis zu meiner Schwiegermutter ist seitdem sehr verkühlt. Sie behauptet, sie hätte schon immer in diese Gegend ziehen wollen und nie mit einer derartigen Reaktion meinerseits gerechnet hätte. Natürlich belastet dieser Konflikt auch die Beziehung zwischen meinem Mann und mir, da er ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter pflegt. Ich spüre, dass ich eine Blockade aufgebaut habe und ich Gänsehaut bei dem Gedanken bekomme, meine Tochter alleine mit den Großmüttern zu lassen...ich habe mir das vor der Geburt nicht so vorgestellt.
hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ist meine Reaktion hinsichtlich des Hauskaufes der Schwiegermutter nicht angemessen?
 
  • #2
Ja, das hab ich... leider.
Hatte das Problem mit meiner eigenen Mutter, die sich immer extrem aufgedrängt hat.

Ich bin bereits mit 19 Mutter geworden und bin aber eigentlich schon immer ein sehr verantwortungsvoller Mensch ... da meinte meine Mutter ständig uneingeladen vorbeikommen zu müssen, weil sie "nach dem Rechten schauen wolle", das Kind sehen wollte.

Sie drängte sich immer auf, erpresste mich emotional und versuchte mir in alles einzureden. Total übergriffig.
Ich habe sehr lange gebraucht um mich davor zu schützen und viel Streit mit ihr gehabt. Ein Einsehen ihrerseits war nicht zu erreichen.
Es gab Zeiten wo sie mich täglich abends anrufen wollte, das hat sie erst unterlassen, als ich nicht mehr rangegangen bin, das Telefon über Tage hinweg rausgezogen habe, die Tür nicht geöffnet habe, wenn sie nicht eingeladen war und wieder unangemeldet davorstand (mehrmals wöchentlich).
Ich könnte dir Episoden erzählen.... meine Tochter ist mittlerweile 26.

Ich finde es sehr richtig, was du machst und dass ihr umzieht.

Ich kann dir nur raten, diese Übergriffigkeit konsequent abzuwehren. Ich hab das viel zu lange erduldet.

Die Omas müssen begreifen, dass es dein Kind ist. Und nicht das neue Spielzeug ihres Kindes, über das sie verfügen können.

Tut mir leid für Dich, wenn beide Omas betroffen sind, ich hatte wenigstens eine tolle Schwiegermutter.

W, 47
 
  • #3
Hallo Elisa,
es tut mir leid, dass du solche Erfahrungen machst. Leider kommt das nicht selten vor, dass Großeltern meinen, sie hätten "Ansprüche". Da hilft nur, konsequent zu bleiben. Vielleicht gelingt es dir ja, mit deiner Mutter einmal ganz in Ruhe darüber zu sprechen?
Das mit dem Haus der Schwiegermutter ist ja noch heftiger. Sehr übergriffig! Wichtig ist, dass dein Mann und du auf einem gemeinsamen Kurs bleibt.
Ich finde es richtig, sich abzugrenzen.
Es gibt leider keinen Anspruch auf Harmonie.

Liebe Grüße Vielfalt
 
  • #4
Meine Liebe,

welches Problem hast Du bitte?

Ich gehe davon aus, dass keine der beiden älteren Damen raucht, trinkt oder psychisch erkrankt ist. Wo soll denn bitteschön das Problem sein, wenn die Kleine - beginnend mit ein paar Stunden - Zeit mit ihren Omas verbringt?

Während der Stillzeit ist Dein Zögern ja noch verständlich, aber später? Meine Kinder haben trotz einer Entfernung von mehr als 600 km viel Zeit mit meinen Eltern verbracht und sie haben sehr davon profitiert.

In Bezug auf Deine Reaktion auf den Hauskauf Deiner Schwiegermutter denke ich, dass Du viel Porzellan zerschlagen hast. Sie ist traurig und enttäuscht, Dein Mann auch - und das nur, weil Du 100 % jeden Tages wie eine Glucke auf Deinem Baby sitzen musst? Wie willst Du lernen sie loszulassen, wenn sie in die Kita geht, Freunde treffen will, bei ihnen übernachten will?

Meine Kinder hatten ein paar Spielkameraden mit solchen Müttern, vor 25 Jahren waren in gutbürgerlichen Gegenden solche Vollzeitmütter nicht selten. Die Kinder waren a) völlig verängstigt und unselbständig oder b) haben sobald sie konnten ihre Mütter ausgetrickst und sind heimlich ihrer Wege gegangen. Beides nicht gut aus meiner Sicht.

Bitte denk mal gründlich darüber nach, weshalb Du solche Ängste hast und versuche sie vor Allem im Interesse eures Kindes zu überwinden. Bitte.
 
  • #5
Beide Großmütter hatten große Erwartungen (sie ist das erste Enkelkind für beide Seiten) und ich merkte von Anfang an, dass sie sich alleinige Zeit mit der Kleinen wünschen.
Weißt du was? Mir tun die beiden Damen leid. Das erste Enkelkind. Es ist doch verständlich, dass die stolz wie Oskar sind und natürlich das Kleine sehen möchten.

Warum musste sich deshalb euer Verhältnis verschlechtern? Ganz traurig finde ich das. Und sicher nicht nur ich.

Ich spüre, dass ich eine Blockade aufgebaut habe und ich Gänsehaut bei dem Gedanken bekomme, meine Tochter alleine mit den Großmüttern zu lassen.
Warum? Gehst du nicht davon aus, dass die beiden ihr Enkelchen lieben und nur das Beste für die Kleine wollen? Gänsehaut bekommt man aus Angst. Hast du dafür einen Grund?

Meine Schwiegermutter kaufte im Gegenzug, während mein Mann, die Tochter und ich verreist waren, ein Haus in unmittelbarer Nachbarschaft.
Das hat sie sicher nicht gemacht, um dich zu ärgern. Sie möchte ihr Enkelkind heranwachsen sehen. Kinder wachsen so schnell heran. Jetzt wollt ihr extra wegziehen. Wegen ihr? Ach menno ....

Ist der Wunsch der beiden stolzen Omis wirklich der einzige Grund, warum sich dein (!) Verhältnis zu ihnen so abgekühlt hat? Das kann doch nicht alles sein. Falls doch - traurig.
 
  • #6
Liebe FS,
Dieses Phänomen habe ich zu genüge im Freundeskreis erlebt.
Teils so heftig, das einige Mütter einen regelrechten Hass auf die Schwiegermutter hatten oder Episoden in denen der Kontakt zur eigenen Mutter unterbrochen wurde.
Es ist extrem schwierig und sehr schmerzhaft für alle Beteiligten.
Oma zu werden ist ein neuer Lebensabschnitt und die Omas sind voller Stolz und ja leider auch uebergriffig...
Sie wollen zu jedem Thema einen Tipp geben, wissen es ja besser immerhin haben sie eigene Kinder groß gezogen.
Es werden Klamotten und anderer Kram gekauft und am besten so früh wie möglich nach Übernachtung gefragt.
Die Mutter fühlt sich in dem Moment wie ein Trottel, nicht als Erwachsene mit Eigenverantwortung.
Ich habe Geschichten gehört über die 'tollen' Ratschläge, da kräuseln sich mir die Zehnägel, das geht beim Essen los übers wickeln, schlafen usw zu allem wird ein Kommentar abgegeben, unaufgefordert und leider auch unangemessen...
Natürlich meinen sie es nur gut, aber umso mehr gesagt und gekauft und besucht wird umso schlimmer wird es..
Ich weiss keinen expliziten Rat, nur lass es nicht zu einem Drama kommen.
Wenn eine der Omas einen Ratschlag gibt, bedanke dich und sage : Danke, ich werde mal drüber nachdenken.
Wenn irgendwas gekauft wird bedanke dich und lege es fort, wenn sie weg ist.
Umso mehr man blockt umso aufdringlicher werden sie, weil sie es spüren und noch mehr Angst kommt als Oma zu kurz zu kommen.
Ich vermute es wird besser, wenn man gelassener reagiert, wie ich oben als Beispiel schrieb.
Alles Gute für dich
 
  • #7
Dass die Schwiegermutter ohne Vorankündigung und Hals über Kopf, während ihr im Urlaub wart, ein Haus in unmittelbarer Nachbarschaft gekauft hat, finde ich merkwürdig. Darüber spricht man doch vorher. Außer, sie hat schon geahnt, dass euch das zuviel Nähe und zuwenig Privatsphäre und daher nicht recht sein könnte... so wirkt es auf jeden Fall sehr "überfallartig" und übergriffig. Natürlich hätte sie nicht mit so einer Reaktion gerechnet und ist entsprechend sauer. Es ist eine extreme Reaktion auf eine aber auch von ihr extreme Aktion.

Unter normalen Umständen hättest du ihr den Kontakt zu deiner Enkeltochter doch nicht verwehrt, oder? Ich verstehe aber, dass du nach so einer Aktion Bedenken hast. Sie wirkt wie ein Vorgeschmack darauf, was für ein enges Verhältnis sie sich wünscht und wie rabiat sie diesen Wunsch (ohne vorherige Absprachen) durchsetzen will. Vielleicht findet ihr aber, um des bisher guten (?) Verhältnisses willen, eine Möglichkeit der Aussprache, statt passiv-aggressiv neue Häuser zum Umziehen zu kaufen. :)

Und deine leibliche Mutter wäre doch für den Anfang sicher auch erst einmal für ein paar Stunden Enkeltochter-Betreuung zufrieden? Dass es gleich ein paar Tage sein müssen während der Stillzeit, wundert mich sehr.

Eine eigene, wenn auch bei weitem nicht so gravierende Erfahrung: Meine Schwiegermutter-in-spe ist einmal, während wir im Urlaub waren, mit Zweitschlüssel in unsere Wohnung und hat unsere ganze Schmutzwäsche mitgenommen, gewaschen und wieder einsortiert. Obwohl offensichtlich gut gemeint, habe auch ich mich dadurch sehr in meiner Privat-, sogar Intimsphäre, verletzt gefühlt. Allein die Vorstellung, wie sie die Dessous aufhängt, mit denen ich ihren Sohn verführe...

Mein Partner war zum Glück ganz auf meiner Seite und hat ein deutliches Gespräch mit seiner Mutter geführt, woraufhin sie sehr betroffen war und sich aufrichtig bei mir entschuldigt hat. So etwas kommt sicher nicht noch einmal vor. Ich glaube, gerade Müttern von Einzelkindern richten gerne ihr ganzes Leben nach ihnen aus, wollen sie mit Liebe und Fürsorge überschütten und merken dabei manchmal nicht mehr, wann sie zu weit gehen. Wenn dann liebevoll, aber bestimmt Grenzen aufgezeigt und eingehalten werden können, muss das Verhältnis aber nicht zwangsläufig verschlechtern.

W, 27
 
  • #8
Was ist bei Euch los?

Verstehe ich das richtig, Deine Mutter ist böse, weil sie stundenweise die Betreuung vom Baby angeboten hat und Deine Schwiegermutter ist böse, weil sie in ein Haus in Eure Nähe gezogen ist... da stimmt doch irgendwas überhaupt nicht.

Wie kommt ihr sonst in der Familie miteinander zurecht? Können andere Dein Baby richtig versorgen?

Normalerweise überlässt eine Mutter die stundenweise Betreuung ihrer Kinder lieber einer vertrauenswürdigen bekannten Person, wie z.B der Oma, als einem Fremden.
Da scheint es große Probleme bei Euch zu geben...
 
  • #9
So fragte meine Mutter beispielsweise, ob unsere Tochter nicht für ein paar Tage bei Ihnen schlafen könne.
Nanana, übertreibs Du da nicht ein wenig? Da reicht doch die freundliche antwort, Du stillst noch und möchtest nicht unbedingt an die Melkmaschine.

Bei Dir würde ich es eher so sehen wie beim Autofahrer auf der Autobahn, im Radio kommt die Meldung über einen Falschfahrer. Das denkt er: Nicht einer, hunderte.

Für Dich dreht sich jetzt alles um Deinen Mikrokosmos. Du stößt Menschen vor den Kopf, die eigentlich wichtig für Dich sind und Die Euch auch in der Kinderbetreuung helfen könnten.

Natürlich belastet dieser Konflikt auch die Beziehung zwischen meinem Mann und mir, da er ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter pflegt.
Und da streust Du Zwietracht, kann ich nicht verstehen. Versuche mal Dich nicht so wichtig zu nehmen und freue Dich an zwei Großeltern, Die Dich gern unterstützen.

Wenn Du Dich nicht abgrenzen kannst zu Menschen die in Deiner Nachbarschaft wohnen, suche Dir ein Haus in der Pampa oder auf einer Hallig oder sowas.
 
  • #10
Lass dich nicht einengen oder irgend etwas vorschreiben. Ich finde es gut, dass du offen sagst was dich stört.

Mein Sohn ist Ende August 2019 geboren und sowohl meine Mutter, als auch meine Schwiegermutter meinten zu Beginn auch alles besser zu wissen..
Argument Nr. 1 (hab selber Kinder großgezogen bla bla)

Unser Baby hatte die 3 Monats-Schreikoliken (Regulationsstörungen) diese dauerten 4-5 Monate an, es graute mir vor 19 Uhr abends... alles ausprobiert, weil meine Schwiegermutter meinte, mein Baby verträgt die Muttermilch nicht hab ich zeitweise abgepumpt und eingefroren (ich habe ihr und meinem Mann gesagt, dass es so so selten ist, dass das Baby die auf ihn abgestimmte Muttermilch nicht verträgt, selbst der Kinderarzt sagte es seien Regulationsstörungen (er, Vater von 5 Kindern hatte das selbe Phänomen bei seinem ältesten Sohn, Durchhaltevermögen ist die Lösung) dank meines Mannes und seiner Mutter hatte ich einen unschönen Milchstau, aber auf mich wollte keiner hören... lass dich nicht beeinflussen oder irgendwas aufdrängen. DU bist die Mutter und weißt am besten was richtig ist und wenn du keinen Besuch empfangen magst, sag es höflich und schließ die Tür.
Rede mit deinem Partner über das was du fühlst, vielleicht versteht er dich besser.

Tierisch nervig, wenn sich andere aufdrängen und alles besser wissen.... kenne ich ... 👎

Finde es ein Ding der Unmöglichkeit, dass deine Schwiegermutter näher zu euch gezogen sind.

Meine Schwiegereltern sind wirklich toll und ich komme gut mit ihnen klar, sie sind lockerer geworden, weil wir ihnen deutlich gemacht haben, dass wir unser Kind alleine großziehen und nur Tipps haben wollen, wenn wir danach fragen. Die beiden wohnen 2 h Autofahrt entfernt und sind sehr traurig, dass wir uns selten sehen (ist der einzige Enkel) von meinen Eltern auch, da ich Einzelkind bin.

Mein Mann meint mir auch immer Tipps geben zu müssen, obwohl er kaum im Geschehen ist, wenn er dann doch mal ein paar Stunden mit dem Baby (und Hilfe von Eltern/Schwiegereltern) ist, dann wird ihm wieder bewusst, dass das nicht mal eben so ist. Nein, ganz alleine traut er sich nicht zu (nur spazieren gehen). Unser braucht sehr viel Aufmerksamkeit, ist ungern alleine, krabbelt überall hin, räumt alles aus, kippt den Wassertrog des Hundes aus und überflutet alles, zieht alle Kabel lang, geht an Steckdosen/ Ofen (alles was gefährlich ist), geht an den Hund 🐕 oder Uromas Katzen und rupft...

Mein Mann unterstützt mich wo er kann (Windel, macht nachts Flaschen fertig), er liebt den kleinen sehr, ist unglaublich stolz, allerdings auch übervorsichtig und macht mir Vorschriften...

Lass dir nicht reinreden und lehne freundlich die „Hilfe“ ab. Du bist big-mama😉

Noch was: meine Mutter war traurig, dass sie bei der Geburt nicht dabei sein durfte und wir keinen was erzählt haben (ihr Freund meinte ja ich hätte keine Wehen, hatte ich aber)
 
  • #11
Ein sechsmonatiger Säugling hat bei einer dritten Person nichts verloren, auch wenn es die Großmütter sind. Die beiden Seniorinnen haben offenbar keinen Lebensinhalt. Wer derart gut situiert ist, sich standepede ein Einfamilienhaus kaufen zu können, mag mal auf Weltreise gehen.

Ich würde die Großmütter auf Distanz halten. So haben wir das seinerzeit mit meiner Mutter gemacht, die auch zur Begluckung neigte. In diesem Punkt waren meine Haupt-Ex und ich uns einig. Ihre Mutter war nicht das Problem gewesen.
 
  • #12
Du hast völlig recht, dich abzugrenzen. Anderweitige Posts hier im Forum sagen mehr über die Ersteller aus als über sonst etwas. Besonders die Sache mit dem Haus ist ungeheuerlich, ich reg mich richtig mit dir auf. Erfahrungsgemäß hilft nur strengste Abgrenzung - bis die Großmütter verstanden haben dass du die Richtung vorgibst. Erst dann würde ich mehr Kontakt zulassen. Alles Gute dir!
 
  • #13
Nun ja, es gibt schlimmere Probleme, als Omas, die auf Enkelkinder aufpassen wollen. Du beschwerst dich, dass "deine" Mütter am liebsten ganz für sich das Baby haben wollen, benimmt dich selber aber genauso, indem du ihnen das Baby nicht gönnst. Merkst du was?
Sowohl deine Mutter als auch deine Schwiegermutter haben euch großgezogen und da ihr eine Familie gründen könntet und sogar mal schnell ein Haus kaufen, soo viel verkehrt haben sie da nicht gemacht.
Ich bin kein besonderer Familienmensch, aber sogar mir ist bewusst, dass man nicht nur einen Partner bekommt, sondern auch seine Familie, ob man will oder nicht. Deine Schwiegermutter hat dafür gesorgt, dass du einen wunderbaren Mann an deiner Seite hast und mit ihm einen Baby.
Also, ganz ehrlich, wenn deine Verwandtschaft nicht so ein krasser Fall ist wie von Joggerin, wo genau ist dein Problem??
 
  • #14
Wie war denn euer Verhältnis davor? Irgendwas muss doch bei euch im Argen liegen. Man kauft sich doch auch nicht einfach so ein neues EFH und zieht um.
Ihr müsst miteinander reden! Du musst klare Grenzen setzen, aber darfst beide Omas nicht ganz dem Kind entziehen.
Als ich meine Tochter bekommen habe, hat meine Mutter mich erstmal in Ruhe gelassen und mir Zeit gegeben mich an alles zu gewöhnen. Mein Ex war praktisch nie anwesend und immer mit der Arbeit unterwegs, so das ich verheiratet aber alleinerziehend war. Später habe ich es dann so gehandhabt, das meine Mutter 1x die Woche zu uns kam und sich um ihre Enkelin kümmerte. Das half mir ungemein und ich war immer in Reichweite.
Wie gesagt, Du musst mit beiden reden. Setze klare Regeln wie ein Zusammensein aussehen könnte. Oder willst Du sie nicht in deinem Leben? Wenn ja, warum? Hast Du Angst, das dir einer was wegnehmen könnte? Ich kann dir aus Erfahrung sagen, mach das nicht. Kinder brauchen auch Omas und Opas. Und ja, die dürfen die Kinder auch verwöhnen. Da solltest Du auch Regeln aufstellen. Kinder wissen schnell, was bei Oma anders ist als bei Mama.
 
  • #15
Also bitte, FS. Du hast zwei Großmütter (Wo sind die Großväter?), die sich um ihr Enkelkind kümmern wollen. Bitte schätze das nicht gering, es ist wunderbar.
Meine Mutter war als Mutter, gelinde gesagt, eine Katastrophe, als Großmutter war sie aber toll, auch wenn sie vieles anders gemacht hat als ich. Dinge, die gar nicht gehen, habe ich im Vorfeld abgeklärt. Der Rest war mir wurscht, die Kids haben gelernt, dass es liebe Menschen gibt, bei denen es anders zugeht als bei uns. Das hat sie bereichert, nicht geschädigt.
Ich kann dir nur raten, nutze das Potenzial. Es verschafft dir Freiheit und deinem Kind einen offenen Horizont.

w, 53
 
  • #16
Dass du deine Tochter mit 6 Monaten noch nicht auswärts übernachten lassen wolltest, kann ich verstehen. Erstmal wäre es vermutlich ein ziemlicher Aufwand gewesen (du hättest wohl für mehrere Mahlzeiten abpumpen müssen). Und dann sind für so kleine Kinder ja auch Routinen und Rituale sehr wichtig, gerade wenn es ums Schlafen geht. Also, auch wenn @saepe_inscia sicher recht damit hat, dass man Kinder nicht in Watte packen sollte, verstehe ich, dass dir das zu früh war.

Andererseits, vielleicht wollte deine Mutter dich auch entlasten? Dir mal 8 Stunden ungestörten Schlaf gönnen? Und nur weil sie einen Vorschlag macht, der dir nicht gefällt, muss man sich darüber ja nicht gleich entzweien. Du schreibst leider nicht, wie ihre Reaktion auf deine Ablehnung war. Hat sie dies so akzeptiert (dann ist doch alles gut), oder war sie beleidigt und hat versucht, dir ein schlechtes Gewissen zu machen?

Dass deine Schwiegermutter unangekündigt ein Haus in eurer Nähe kauft, ist schon ziemlich heftig. Allerdings ist es ihr gutes Recht, und mit deiner Reaktion wirst du sie sehr verletzt haben. Du schreibst leider nicht, wie euer Verhältnis vorher war. Wäre dir die Vorstellung, deine Schwiegermutter gleich um die Ecke wohnen zu haben, schon immer ein Graus gewesen? Oder regt dich hauptsächlich auf, dass sie es wegen dem Kind getan hat (was ja nur deine Interpretation ist) bzw. dass es so plötzlich kam? Dann wäre eine sofortige Entscheidung zum Umzug schon eine SEHR extreme Reaktion. Ich nehme an, ihr seid sehr wohlhabend, dass ihr euch das einfach mal so leisten könnt. Interessant auch, dass dein Mann da mitmacht, obwohl er seiner Mutter nahesteht.

Es ist in jedem Fall schon auffällig, dass du gleich mit BEIDEN Omas solche Probleme hast. Kann es sein, dass da bei dir so ein kindlich-trotziges „Ich kann das aber alleine!!!“ mitschwingt und du hinter jedem Ratschlag, jedem Angebot zum Aushelfen gleich eine Bevormundung witterst?
 
  • #17
Ich wäre eher erbost über dieses Muttersöhnchen. Warum hat dein Mann es versäumt, seine Mutter zurechtzuweisen, was sich gehört? Meine Mutter würde sich das niemals erlauben.

Andererseits würde ich die paar Tage Auszeit bevorzugen, um auch mal wieder Sex mit meinem Mann haben zu können. Man muss die Gelegenheiten nutzen wie sie kommen.

Wenn die Schwiegermutter da ist, reitet sie sich damit selbst ins Elend, sie wird dann eben immer kochen müssen und ihr könnt an Wochenenden wieder in die Disko gehen, weil ja ein Babysitter da ist. Ich würde nur aufpassen, mich von ihrem lästigen Geschwätz nicht beeinflussen zu lassen.
Vorhänge zuziehen und dafür sorgen, dass es keine Zweitschlüssel für die Türen gibt.
 
  • #18
Ein sechsmonatiger Säugling hat bei einer dritten Person nichts verloren, auch wenn es die Großmütter sind.
Ach, genau deshalb haben reiche Menschen eine Nanny! Ironie off
Diese weltfremde Vorstellung, nur die Mutter muss sich 24 h täglich 7 Tage die Woche um ein Kleinkind kümmern, lädt nur mehr Druck und Last auf Mütter

Es ist eine sehr neue Erscheinung, dass 1 Mutter mit 1 Kleinkinder 24 h täglich in einer Wohnung isoliert wird.

Normalerweise und komfortabler für Mutter und Kind ist es, wenn vertrauenswürdige Personen im Umfeld fürs Babysitten in der Nähe greifbar sind, damit die eingespannte Mutter einfach mal in Ruhe aufs Klo oder entspannt in die Dusche gehen kann.

Deshalb ist eine babysittende Oma in greifbare Nähe ein Komfort, den viele Eltern gerne annehmen.
Scheinbar hat die Fs so schlechte Erfahrungen mit den Omas gemacht.
 
  • #19
Liebe FS,
als unser Sohn ein Baby war, wollte ich ihn auch am liebsten für mich und meinen Mann allein. Allerdings habe ich die Omas mit Treffen zumindest einmal im Monat bei Laune gehalten, weil ich irgendwie angesichts gestresster Mütter vermutete, dass man sich irgendwann über Hilfe freut und selbst habe ich so besondere Großeltern-Erinnerungen, die ich meinem Kind nicht verwehren will. Tja, und was soll ich sagen: Mittlerweile ist er fast vier und wir sind gottfroh, dass er Oma und Opa beiderseits so liebt und immer glücklich und ausgeglichen zurückkommt. Schwiegermutter und ich halten uns zwar wechselseitig für etwas schräg, respektieren uns aber und ich bin froh, ihr die Chance gegeben zu haben, Oma sein zu dürfen. Sie macht das wunderbar. Wenn du jetzt noch nicht so weit bist, vertröste sie doch ein bisschen, ich kann dir versichern, wenn das erste Kitajahr kommt mit einem Infekt pro Monat, bist du mehr als froh, wenn die Großeltern einspringen, wenn du nur 10 Krankheitstage jährlich hast, Unser Sohn konnte sich so immer noch ein bisschen auskurieren, und jetzt, wegen Corona, ist die Trennung von Oma und Opa teils so bitter für ihn, dass wir schon nur zum Winken und Sich-vom-Balkon-aus-Sehen anfahren mussten. Zerschlag nicht zu viel Porzellan, irgendwann freust du dich für etwas Zeit für dich allein, für die Arbeit oder mit deinem Partner, während dein Kind glücklich bei Oma und Opa seine Selbständigkeit erprobt! Das können ja auch nur ein paar Stunden oder ein Tag sein, unser Sohn will z.B. abends auch immer noch nach Hause, und das machen wir ganz von ihm abhängig. Trotzdem fiebert er schon dem Tag entgegen, wo er zum ersten Mal bei den Großeltern schläft... und mein Mann und ich auch :)
 
  • #20
Irgendwie würde ich denken, hier liegt die Wahrheit in der Mitte.
Erstmal: Gab es vorher wirklich GAR KEINE anderen Konflikte? Das Baby war der einzige Auslöser? Meist schwelt da schon Jahre was vor sich hin und dann in der konkreten Situation zeigt sich der Konflikt mit aller Kraft.
Ich wäre froh, wenn ich ein Kind hätte und Großeltern in der Nähe sind, ganz ehrlich. Meine Freunde sind es oder bedauern es, wenn es nicht so ist. Später das Kind mal abgeben zu können (nicht schon mit sechs Monaten, das erscheint mir auch etwas zu früh), um was zu erledigen, oder Hilfe zu bekommen wenn man krank ist, ist ein Segen. Einige von denen mussten auch erstmal die Fronten klären - dass die Großeltern übergriffig wurden vor lauter Hormonnebel vor Freude übers Enkelkind, ist häufiger der Fall. Nicht aus bösen Gründen. Da muss man resolut gegenhalten. Aber gleich solche krassen Gefühle entwickeln..? Da tippe ich drauf, dass das auch ein wenig deinem Hormonhaushalt momentan geschuldet ist.
Ich kenn aber auch niemanden, der mal so eben ein neues Haus kauft, ohne das abzusprechen, ohne Vorbereitung. Ich kenn aber auch keinen, der dann sofort seins verkaufen würde und wegziehen. Erscheint mir beides sehr extrem..

w, 36
 
  • #21
Komische Situation bei euch. Bist du sicher, dass du nicht einiges zu eng siehst?

Unsere Tochter ist 6 Monate alt und natürlich gibt es Einmischungen seitens der Großeltern, besonders von meinen, bei denen es das erste Enkelkind ist. Ich habe meiner Mutter am Anfang mal die Meinung gegeigt, als sie meinte, das wäre doch alles so easy während ich völlig übermüdet am Ende meiner Kräfte war. Das war's im Großen und Ganzen. Den Rest der Ratschläge überhöre ich einfach. Hier rein, da raus. Im Februar waren wir mit der gesamten Familie im Urlaub. Da war ich froh, wenn meine Eltern die Kleine mal für ein paar Stunden nahmen und mein Mann und ich Zeit zu zweit hatten. Diesen Luxus habe ich im Alltag sonst nicht, denn beide Großeltern wohnen mehrere Autostunden entfernt. Ich wäre also froh, wenn meine Eltern die Kleine ab und zu nehmen könnten. Gerade in Zeiten von Corona und der völligen Isolation, geht dieser 24/7-Job enorm an die Substanz. Auch gegen eine Nacht Durchschlafen hätte ich nichts einzuwenden gehabt, hätte es aber mit einem mehrtägigen Besuch verknüpft.

Du musst lockerer werden und mehr auf Durchzug schalten. DU bestimmst, was mit deiner Tochter passiert. Das kann man den Großeltern klarmachen, ohne alle Bande zu zerstören. Es war falsch, dass sie, ohne euch zu fragen, ein Haus in eurer Nähe gekauft haben. Deine Reaktion finde ich jedoch ebenfalls pupertär. Ist doch klar, dass du damit die Situation erst Recht zur Eskalation getrieben hast. Was habt ihr euch denn dabei gedacht? Ihr wischt ihr eins aus und dann beruhigt sie sich wieder? Deine Schwiegermutter hat jetzt ein Haus an der Backe, dass sie ohne euch nie haben wollte! Wunderst du dich wirklich über ihre Reaktion?

Ich denke, damit hast du eurer vielleicht mal gutes Verhältnis komplett zerstört. Du wirst es nie wieder völlig kitten können. Schade, dass es sich so entwickelt hat. Eure Eltern haben sich das Familienleben mit den Enkeln sicher auch anders vorgestellt.

Ich würde an deiner Stelle versuchen, zu reparieren, was noch zu reparieren ist. Das Leben zwischen den drei Generationen kann so super verlaufen. Ehrlich gesagt, vermute ich einen großen Anteil bei dir. Es kommt mir komisch vor, dass außer nur die anderen Schuld haben sollen. Dass einer mal komische Ansichten hat, klar. Aber alle vier? Kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht bist du zu gluckenhaft, oder wieso bekommst du eine Gänsehaut bei dem Gedanken? Was soll denn aus deiner Sicht schlimmes bei den Großeltern passieren, dass du dermaßen Angst davor hast? Man kann ja mit ein paar Stunden anfangen und weitet es langsam aus. Genehmigt euch z.B. einen Kinobesuch und lasst in der Zeit die Großeltern aufpassen. Du wirst sehen, es ist alles gar nicht schlimm.

W34
 
  • #22
Liebe Elisa

Ich bin mehrfache Tante. Meine Mutter liess für das erste Enkelkind den ganzen Garten zu einem Spielplatz umbauen und ja, es gab hie und da Krach, weil sie es sich nicht verkneifen konnte, sich einzubringen. Aber das legte sich nach einigen Monaten.
Was ich öfter beobachte ist eine enorme Liebe der Grosseltern zu ihren Enkelkindern, die das Leben der Enkelkinder auch sehr bereichert und der Familie insgesamt Halt gibt.
In der Nähe zu wohnen wäre eigentlich ein grosser Vorteil, um Unterstützung zu erhalten. Klar, das mit dem Hauskauf ist eine ziemliche Nummer.. das mit dem demonstrativen Wegzug scheint mir jedoch beinahe ebenso dramatisch (und teuer). Vielleicht müsste ich deinen Lebensweg erst besser verstehen, um mir vorzustellen, was dich nun derart ängstigt.
Beide Großmütter hatten große Erwartungen (sie ist das erste Enkelkind für beide Seiten) und ich merkte von Anfang an, dass sie sich alleinige Zeit mit der Kleinen wünschen.
Das wollen alle Grosseltern. Aber warum misstraust du ihnen so sehr, dass du Gänsehaut bekommst, wenn du daran denkst, deine Tochter bei ihnen zu lassen? Hattest du eine schwierige Kindheit und daher Gründe, deiner Mutter zu misstrauen? Hatte dein Ehemann eine schwierige Kindheit und daher Gründe, dass du deiner Schwiegermutter misstraust?
Also, ich möchte dir einfach raten, in dich zu gehen. Bist du der Überzeugung, dass das ganz böse Menschen sind, von denen man sich fernhalten muss? Wenn nicht, dann wäre es wichtig, den Dialog zu suchen, statt sich zu entziehen. Man kann auch einen liebevollen und begrenzten Umgang miteinander finden, ohne gleich weg zu ziehen oder das Kind für immer vorzuenthalten. Interessant wäre auch, mehr über die Haltung des Ehemannes zu erfahren.
 
  • #23
Liebe FS,
es ist vollkommen in Ordnung, dass Du ein 6 Monate altes Baby welches noch gestillt wird, nicht für mehrere Tage zu Deiner Mutter gibst. Die Frau hat doch wohl eine Schraube locker, so eine Idee überhaupt vorzutragen.
Du allein entscheidest, ob, wann und wie lange Du Deiner Mutter oder Schwiegermutter das Kind allein überlassen willst und ob das eine Ent- oder Belastung für Dich ist.
Euer Kind ist kein Jahr alt. Ich würde es zu keinem fordernden und uebergriffigen Menschen geben.

Deine Schwiegermutter ist in die Gegend gezogen, in der sie immer schon Leben wollte. Ihr zieht da jetzt weg. Worüber beschwert sie sich jetzt, wenn sie dort wohnt, wo sie angeblich immer schon wohnen wollte? Sie ist sauer, weil igr Versuch, in eurem Leben dauerpraesent zu sein gescheitert ist.

Zieh so weit wie möglich weg, damit Du die Kontakte steuern kannst und Einmischungen in euer Familienleben erschwert werden. Aber achte darauf, dass Deine Ehe nicht darunter leidet. Dein Mann scheint ein Muttersoehnchen zu sein, d.h. er ist die Sollbruchstelle in eurer Ehe. Da braucht es von Deiner Seite Geschick, Deine Interessen durchzusetzen. Ich würde nicht viel reden, sondern Fakten schaffen - Urlaube so buchen, dass Mutter und Schwiegermutter sich nicht einfach andocken können, Dinge lange im Vagen lassen.

Grundsätzlich ist es für ihre Entwicklung gut, wenn Kinder Erfahrungen mit anderen Menschen sammeln können. Das gilt aber nur für den Umgang mit psychisch stabilen Menschen, was ich bei Deiner Mutter schon mal anzweifele, wenn sie ein Baby für mehrere Tage haben will.
Diese Kontakte müssen nicht dominante Großmütter sein, sondern die Rolle können auch Geschwister oder Freunde übernehmen.
Verlass Dich einfach auf Dein Gefühl, wann Du wem euer Kind anverteauen willst. Und wenn Du kein Vertrauen in die sich aufdraengenden Personen hast, dann warte ab, bis Dein Kind alt genug ist, um sich auszudrücken, ob es dorthin will oder nicht.
 
  • #24
Die beiden verstehen nicht, dass es nicht ihr Kind ist und ihr Verhalten übergriffig ist. Um Gottes Willen, gib das Baby nicht mit 6 Monaten mehrere Tage weg!!!
Ich würde mein Kind (6) nie allein zu der Oma väterlicherseits geben,
weil ich zu ihr kein Vertrauen habe aufgrund ihres Verhaltens.
Da mir die Beziehung zwischen Oma und Enkel jedoch wichtig ist, habe ich sie regelmäßig zu uns nach Hause eingeladen, wenn ich oder der Papa da waren. Man kann mit gutem Willen Kompromisse finden, wenn man das möchte.
 
  • #25
Wo soll denn bitteschön das Problem sein, wenn die Kleine - beginnend mit ein paar Stunden - Zeit mit ihren Omas verbringt?
Habe selber zwei kleine Kinder und bin froh und dankbar, dass die Großeltern sich auch viel kümmern.
Im Moment gehr es ja leider nicht so richtig.

Ich finde, dass die Tochter mit 6 mon auch mal bei den Großeltern schlafen kann, wenn diese im Ungang mit dem Kind soweit vertraut sind und die Stillzeit mehr oder weniger vorbei ist.

Du wirdst bald lernen dass alles externe Engagement Dir Dich von Vorteil ist.
 
  • #26
Deshalb ist eine babysittende Oma in greifbare Nähe ein Komfort, den viele Eltern gerne annehmen.
Scheinbar hat die Fs so schlechte Erfahrungen mit den Omas gemacht.
Es geht nicht ums Babysitten, es geht darum, dass erwartet wurde, einen 6-monatigen Säugling über Nacht von seiner Mutter zu entfernen. Das ist definitiv zu früh. Oma Besuche kann man im Kleinkindalter mal anfangen, mit 3 oder 4, aber nicht als Säugling, und schon gar nicht nachts, ohne Anwesenheit der Mutter. Das widerspricht doch jeglicher frühkindlicher Pädagogik, wenn man dies tun würde, und kann (muss nicht) beim Kind prägende Angstzustände auslösen. Im ersten Jahr geht es um die Bindung der Kernfamilie (zu der die Oma nun mal nicht gehört) und darum, dem Baby ein sicheres Gefühl zu vermitteln. Es gibt ja sogar nicht wenige Familien, in denen die Kinder täglich mit im Bett der Eltern schlafen. Das alles ist gut fürs Kind und die Bindung.

Das andere Thema ist aber das Problem Schwiegermutter.

1. Diese ständige Budenkriecherei meiner Schwiegereltern würde ich mir auch verbitten. Die können wie alle anderen auch fragen, ob sie zu Besuch kommen dürfen, und wenn nicht, dann haben sie das zu akzeptieren. Ist ja nicht so, als ob man denen das Kind vorenthalten würde, aber man bestimmt schließlich selbst, wen man wie oft sehen will.

2. Ich hab mich köstlich amüsiert über die Sache mit dem Haus. Sowas liest man echt nur bei Elitepartner. Die Oma zieht gefährlich nah ran, na gut, dann kaufen wir eben kurzerhand mal eben schnell ein Haus und ziehen woanders hin. :D Was für ein herrlicher Luxus!

Ich hätte es genauso gemacht. Die einengenden, bevormundenden (Schwieger) Eltern auf Abstand halten. Ist ja furchtbar, wer will schon dauernd seine Schwiegereltern sehen, und seien sie noch so nett. Würde mich wahnsinnig machen. Es ist doch nicht schön, wenn man als junge Mutter andauernd mit Baby zwischen den alten glucken muss. Und dann wissen die auch noch alles besser.

Man ist nicht mehr zwingend auf deren Hilfe angewiesen heutzutage. Zur Not passt auch mal die gute Freundin aufs Kind auf.
Ich hatte selber sehr liebe Omas beiderseits, bei denen ich als Kind gerne mal die ein oder andere Woche zu Besuch war. Allerdings waren die auch nicht andauernd im Alltag bei uns zu Hause. Omas, je weiter weg die sind, fährt man besuchen, da freut man sich als Kind richtig drauf, von denen will man sich verwöhnen lassen, bei denen darf man lange aufbleiben, und Dinge tun, die man zu Hause nicht darf. Aber Omas will man nicht den ganzen Tag im sich rum haben, Omas dürfen nicht zum Alltag gehören.
 
  • #27
Ich spüre, dass ich eine Blockade aufgebaut habe und ich Gänsehaut bei dem Gedanken bekomme, meine Tochter alleine mit den Großmüttern zu lassen...ich habe mir das vor der Geburt nicht so vorgestellt.
Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich lese Du bekommst dabei eine Gänsehaut.

Du schreibst das Verhältnis hat sich sehr schnell nach der Geburt verschlechtert. Das naheliegenste würde für mich in dem Fall sein, Du hast Wochenbettdepressionen und reagierst daher so extrem.


Es kann auch sein, dass ganz massive Dinge vorgefallen sind, auch schon vor dem Eltern werden, die die FS dazubringen könnten, den Kontakt einzuschränken. Aber ihre gebrachten Beispiele sind für mich unschlüssig und nicht schwerwiegend.
Wie entlastet Dich Dein Mann?
 
  • #28
Tja, ist halt die Frage, ob es das Wert ist, die ganze Familie dadurch so auseinanderzubringen.
Schon mal überlegt, dass Du irgendwann mal froh sein könntest, wenn Du Hilfe bei der Betreuung haben würdest??
Mit einer Oma kann es immer Probleme geben. Mit beiden deutet eher darauf hin, dass hier nicht nur die alten Damen falsch reagieren. Was ist Dein Problem?
Endgültig entlarvend ist ja wirklich der Satz, Du kriegst Gänsehaut wenn Du Dein Kind bei Deinen Omas alleine wüßtest. Geht´s noch??? Sind das böse Hexen, die kleine Kinder fressen?? Sorry, aber das ist wirklich auch den Damen gegenüber eine absolute Unverschämtheit!! Findest Du das wirlich noch korrekt und normal?? Ich würde mal vor der eigenen Tür kehren bei dem jetzigen Konflikt. Da sind sicher nicht nur die übereifrigen Oma Schuld!! Du solltest auch mal darüber nahdenken, ob sich das Porzellan, das Du jetzt zerschlägst, irgendwann überhaupt nochmal kitten läßt. Auch Deinem Mann gegenüber. Ist doch klar, dass der den Zirkus auch nicht mehr nachvollziehen kann. Ich bin auch erstaunt, wie schnell ihr alle mal so umzieht. Wie geht das?? So schnell hat man dann auch mal eben eine neue Wohnung, neues Haus oder was auch immer.....
 
  • #29
. Ich spüre, dass ich eine Blockade aufgebaut habe und ich Gänsehaut bei dem Gedanken bekomme, meine Tochter alleine mit den Großmüttern zu lassen...ich
Wie war denn Dein Verhältnis zu den beiden Damen vor der Geburt Deiner Tochter? Angespannt?
Natürlich kann man ein 6 monatiges Kind, welches noch gestillt wird, nicht tagelang bei den Großeltern lassen, aber hättest Du nicht einfach sagen können: " Nein, geht nicht.Baby wird noch gestillt. " Und gut ist.
Nachdem ich ca. eine Woche nach der Geburt aus dem KH kam, lag ich mit Tochter auf dem Bauch auf dem Sofa. Zu dem Zeitpunkt rief meine Mutter an und fragte wie es uns ginge. Ich antwortete gut und erzählte, dass Töchterchen gerade auf meinem Bauch liege. Die Antwort meiner Mutter war ( ist 15 Jahre her, aber ich werde es nie vergessen): " Du verwöhnst das Baby zu stark". Wohlgemerkt wir sprachen über ein 6, 7 Tage altes Baby, welches in dem Alter gar nicht zu stark verwöhnt werden kann. Ich dachte mir nur: "Wow, Silly, das wird noch lustig mit der 60 iger Jahre Pädagogik Deiner Mutter." Und damit meine ich nicht die 68iger Pädagogik.

Aber - dies blieb tatsächlich der einzige Spruch über den ich mich bezgl. der Erziehung meiner Tochter aufgeregt habe. Meine Eltern waren vorbildliche Großeltern. Leider lebten sie auch knapp 2 Stunden Autofahrt entfernt. Sie waren bei allen ihren Enkeln sehr tiefenentspannt, haben viel mit ihnen gespielt, vorgelesen, Zoobesuche, Kurzurlaube etc. Ab dem Alter von 11 Monaten war meine Tochter ca. zweimal jährlich bis zu 6 Tagen alleine bei ihnen, damit wir ein paar Tage ausspannen können. Meine Tochter ist 15 und fährt bis heute noch gerne zu ihrem Großvater.
Ich hatte immer ein kontroväres Verhältnis zu meiner Mutter, auch was ihre Erziehung bei meiner Schwester und mir betraf. Aber als Grosseltern? Absolute Topliga, beide mein Vater und meine Mutter. Für Enkel sind Grosseltern ein absolutes Plus. Zumindest meine Erfahrung Meine Tochter und auch ihr Cousin und ihre Cousine möchten ihre Großeltern niemals missen und waren alle drei zutiefst verstört als meine Mutter vor einigen Jahren verstarb.
Steiger Dich da nicht rein Eliza. Wäre mein Vorschlag. Grenz Dich ab und gut ist. Alles andere kostet nur Nerven, Geld und raubt unnötige Energie. Und das mit den Häusern kaufen und verkaufen? Also ich finde es absurd.
Dein armer Mann, hängt da irgendwo zwischen den Stühlen.
W,55
 
  • #30
Ich bin mit 20 jährigen Söhnen, sicher schon eine Generation weiter und war mit Zwillingen, bei dem Thema wahrscheinlich lockerer.
Nachdem ich 4 Monate vor der Geburt im Krankenhaus lag und bei Frühchen, von vorne herein, "Fremde" mit versorgten.
War ich froh, als meine Zwillinge fit waren, auch mal Stundenweise "raus" zu können.
Ich habe sowieso auch immer noch gepumpt, damit erstmal der Papa zumindest abends, ein Fläschchen geben konnte....und auch eine Oma.

Das hat mich auf jeden Fall auch sehr entspannt und entspannt sein, schien sich auf meine Jungs zu übertragen...

Aber vielleicht ist es mit Zwillingen auch anders und natürlich solltest Du/ihr als Eltern, selbst bestimmen wie ihr es wollt.

Grosseltern direkt in der Nachbarschaft, wäre auch nicht mein Traum und auch meine Mutter neigt dazu, alles ein bisschen kontrollieren zu wollen.
Nur direkt ein neues Haus kaufen, mit kleinem Baby und einen Thread aufzumachen, weil Deine Mutter Baby mal zur Übernachtung wünscht, dass liest sich für mich nicht entspannt.
Das liest sich eher als empfindest Du es so sehr als Bedrohung, dass Du mit Baby fliehen möchtest.
Und das macht mir grade ein bisschen Sorgen.
Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass man, wenn man die 24/7 alleinige Betreuung geniesst, so heftig reagiert.
Klare ruhige Abgrenzung: so lange gestillt wird, gibt es nichts....

Du steigerst Dich aber bis in ein Feindbild

Deshalb denke zumindest mal darüber nach, ob nur die Omas Schuld sind an deiner kleinen Panikattacke.
Manchmal ist es auch ein Teil perfektionismus, alles nach Plan und unbedingt alleine machen zu müssen...
der stresst