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Gast

  • #1

Schwierige Fernbeziehung seit 2 Jahren und kein Fortschritt?

Hallo zusammen,

meine Fernbeziehung macht mir echt zu schaffen – daher schreibe ich hier.

Ich (Anfang 30) führe seit ca. 2 Jahren mit meinem Freund (33) eine Fernbeziehung über ca. 180 km. Wir haben uns an meinem Wohnort kennengelernt; er ist dann weggezogen und erst dann sind wir zusammengekommen. In der Anfangszeit lief es aus meiner Sicht „zäh“. Wir haben uns nur alle 2-3 Wochen gesehen; selten telefoniert (er telefoniert nicht gern), seine Familie habe ich nach einem ¾ Jahr erst kennengelernt usw.

Ich wollte nie eine Fernbeziehung und so wollte ich natürlich das ganze schnell ändern. Er unternahm leider nichts zurückzukommen. So hab ich mich nach Jobs an seinem Wohnort umgesehen – und er hat sich darüber auch gefreut. Der Arbeitsmarkt ist dort eher schwach – Jobs in meinem Bereich sind Mangelware und die Verhandlungen schwierig z.B. Befristung; Absagen; usw.

Nach ca. 1 Jahr erfolgloser Jobsuche hatte ich keine Kraft mehr; ich war frustriert und die Verzweiflung hat immer mehr zugenommen; er wollte zu dem Zeitpunkt dann auch Job wechseln und er ist dann mit einer Firma an seinem derzeitigen Wohnort ins Gespräch gekommen. Ich hab gesagt, dass ich das nicht so doll finde; er wollte es sich „unverbindlich“ anhören; er meinte, dass wenn es "uns nicht weiterbringt, er es nicht macht“ … Aber: er hat dort unterschrieben und arbeitet da mittlerweile; ich verstehe nicht, warum er es soweit kommen hat lassen wie es jetzt ist. Wir hatten da zahlreiche Diskussionen und da meinte er mal, dass es einfacher war an seinem Wohnort zu suchen …. Nun schaut er sich auch hin und wieder an meinem Wohnort (Ballungsraum – und gute Jobmöglichkeiten!!) um bzw. ich zeig ihm Stellenanzeigen. Er klagt weil Jobsuche so anstrengend ist er nicht schon wieder Job wechseln mag. Versteh ich auch irgendwo, aber hätte er nicht gleich an meinem Ort suchen können???

Wir haben auch überlegt an einen Ort zwischen unsere Arbeitsstellen zu ziehen – aber es wäre für jeden von uns dann täglich ca. 2 Stunden Fahrzeit, was das Alltagsleben (Kochen, Einkaufen, Putzen, Waschen, Bügeln, usw.) auch wieder erschweren würde. Wie sollen wir das dann auch noch alles schaffen wenn wir beide pendeln?

Wir waren uns von Anfang an einig dass wir Kinder wollen; aber dafür sollten natürlich auch die Rahmenbedingungen passen. Er meint ich soll wohl weiter Job suchen und finde schon irgendwann einen Job – aber verpasst man dann die Chance auf Kinder? Irgendwann bin ich zu alt und die Uhr tickt schon immer lauter. Für mich wäre eigentlich jetzt der richtige Zeitpunkt (… falls es den gibt?!?!).

Ich weiß nicht was ich noch tun soll? Ich liebe ihn. Er will mich auch heiraten … aber was nützt ohne gemeinsame Wohnung und Zukunft ein Trauschein????

Danke für alle die soweit gelesen haben, die mir konstruktiv antworten und mir helfen meine Gedanken zu sortieren! Ich hoffe, ich habe es objektiv und verständlich geschrieben!
 
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Gast

  • #2
Ganz ehrlich gesagt, würde ich mich auf die Aussage dass er aus der Ferne auch heiraten will (wann?) nicht verlassen. Und wenn jetzt auf einmal der Kinderwunsch kommt und er will keine. Männer werden sich ewig drauf beziehen dass sie gesagt haben dass sie nicht wollen.

Du bekommst schon keine Chance aufs Zusammenziehen, wie soll man da bitte heiraten?

Das du dich nicht arbeitslos machen willst und auch ohne Job zu ihm ziehen ist eine gesunde Einstellung.
Letztendlich lebt eine solche Fernbeziehung von einigen Illusionen, die man mit Beziehung und "besser als nichts" verwechseln kann, weil man den Alltag nicht teilt. Für jeden 2 Std. mit Fahrtkosten also ein halber Tag An- und Abfahrt geht nicht. Das macht alles noch mehr kaputt.

Und ja: Du wirst in den Augen eines erheblichen Anteils der Männer schon bald "zu alt" oder die gefährliche biologisch tickende Zeitbombe sein. Ich bin mir sicher dass er genau weiß das du so flott keinen Job findest.. Das hat er ja mitbekommen. Warum er es so weit hat kommen lassen? Heut gilt nach wie vor das gesellschaftliche Argument: "Arbeit geht vor" Dagegen kann man nicht gut ankommen. So kann er auch schön unabhängig alleine und ungestört leben. Er wird immer auf der richtigen Seite stehen und alle werden ihm beispringen.

Dir kann keiner zur Trennung raten aber auch nicht gerade zum weitermachen. Du musst es selber wissen wie lange du dich damit noch abkämpfen kannst. Eins ist sicher, das habe ich in den letzten 20 Jahren gelernt. "Ich kann nicht heißt zu 80 % der Fälle - MINDESTENS: Ich WILL nicht!
Du bemühst dich um was zu ändern. Du willst.
Andersrum sehe ich faule Ausreden.
 
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Gast

  • #3
liebe fs,

wie du das beschreibst, ist klar, dass die lösung des zusammenziehproblems so ziemlich allein dir zugeschoben wird. er wechselt vor ort und findet es stressig bei dir weiter zu suchen.... klare botschaft: die a- karte hast du und damit lebt er ganz gut. spricht nicht dafür, dass er wirklich will..

wenn ihr beide familienplanung habt und wirklich heiraten wollt, dann steht dem doch nichts entgegen. - eine kollegin von mir hat auch in fernbeziehung geheiratet - , dann weißt du, dass er es ernst meint, dir scheint es ja ernst zu sein und dann bekommt euer wunschkind und du ziehst zu ihm, deine arbeitsstelle geht dir ja nicht verloren, zunächst und in der zeit kannst du "vor ort" darauf hin wirken, dass er wirklich sucht, an dem ort, an dem deine arbeitsstelle ist oder du suchst vor ort etwas passendes für dich.

du hast natürlich risiken, keine erprobung von zusammenleben, wobei mit kind ist sowieso alles anders.... - im "schlimmsten" fall endest du als alleinerziehende mutter, wobei ich den anlass der geburt eines kindes nun wirklich nicht als schlimm, sondern als glücklichen umstand werte.

falls du den mann wirklich liebst und er dich, könnte das funktioniern, an sonsten führe dir vor augen, dass die hälfte aller ehen eh geschieden werden und auch wenn du dich jetzt trennst und einen anderen mann findest, dein risiko nicht geringer ist.

spiele den worst case für dich durch und überlege, ob du willens wärst für ein kind alleine ein zu stehen, vielleicht hättest du ja unterstützung von familie usw. und dann entscheide dich. vergiss nicht ganz offen über diese dinge mit ihm zu sprechen - die durchdachte ae-perspektive lass dabei weg, das ist nur deine baustelle....

wenn er zustimmt, scheint er dich wirklich zu lieben, dann tu's und ihr habt eben einen etwas ungewöhnlichen start, wenn ihm das nicht gefällt, weißt du bescheid, dass das nicht-job-in deiner-nähe-suchen das grundmuster seiner verhaltensweise ist, dann beende den eiertanz indem du ihm sagst, dass du das nicht weiter machst, eine zeit von max einem halben jahr setzt, in der er auch aktiv werden kann und wenn dann immer noch der gleiche zustand ist wie jetzt, dann GEH, denn bei diesem mann wirst du dein glück nicht finden.

dir von herzen alles glück

w
 
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Gast

  • #4
Das kommt mir alles sehr bekannt vor, liebe Fragestellerin. Bei uns läuft es genau so.
Ich lebe in einer Großstadt und er am idyllischen A. der Welt. Trotzdem suche ich in seiner Gegend eine Job, was sehr schwer ist. "Irgendwann findest Du schon was." höre ich auch.

Unsere Männer halten sich offensichtlich für das Maß aller Dinge und den Mittelpunkt ihres Universums.
Dein Freund spricht von Heirat. Das finde ich gut (davon ist bei uns keine Rede).

Wäre es ok für Dich, ihn zu heiraten, dann zu ihm zu ziehen, weiter zu suchen (aus dem gesicherten Status der Ehefrau heraus) oder mit der Familiengründung anzufangen ?
Frag ihn doch mal konkret, wie er sich Eure Zukunft mit Ehe und Familie vorstellt und wann es seiner Meinung nach losgehen soll.

Ich vermute, dass sein Verhalten Dir gegenüber absolut nicht böse gemeint ist. Wahrscheinlich ist er einfach ein Macho und so wie es im Moment läuft, ist es wahnsinnig bequem für ihn.
w
 
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Gast

  • #5
Was mir an Eurer Geschichte nicht gefällt, ist daß ich von Deinem Partner keinerlei Bereitschaft sehe, in Deine Richtung zu ziehen. Es scheint, daß er es nicht möchte und sich nicht traut, dies abschließend und klar zu formulieren.

Die Tatsache daß er bei einem Jobwechsel einen neuen Job in seiner Stadt angenommen hat, anstatt sich zu bemühen, in Deine Richtung zu ziehen, finde ich ist ein Zeichen! Er möchte nicht... Schlimm und verletzend empfinde ich die Tatsache, daß er dort den neuen Vertrag unterschrieben hat, obwohl er sich alles nur unverbindlich anschauen wollte. Das ist in einer Beziehung sehr unüblich, wenn man nicht gemeinsam beschließt, daß diese Lösung die beste ist.

Auch überläßt er Dir gerne den Streß der Bewerbungen an seinem Wohnort, wohingegen ER es zu anstrengend findet, den Job zu wechseln?!? Was ist denn das bitte für eine Egotour?

Für mich klingt es so, als würdest Du es Dir sehr wünschen, daß Ihr ein glückliches Paar seid, aber er hat wohl Vorbehalte, sonst hätte er nicht einen neuen Job an seinem Wohnort angenommen. Vielleicht steckt etwas anderes dahinter? Ich würde meinen Partner ganz direkt darauf ansprechen, wenn ich das Gefühl hätte, daß meine Wunsch nach einem gemeinsamen Leben größer ist, als seiner. Paß auf, daß er nicht auch in anderen Belangen dazu neigt, Konflikte zu vermeiden.

Ich erwarte von einem Partner ein klares Beknntnis, Du nicht auch?
Viel Glück! w, 40
 
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Gast

  • #7
Liebe FS,
ich kenne die Problematik. Meinen Freund und mich trennen 18 000km. Er hat ein paar Monate versucht, hier zu leben, aber es ging nicht. Nun gibt es nur noch die Möglichkeit, dass ich zu ihm komme, was mir Angst macht (Jobsuche, fremde Kultur...) - zumal er mir keinerlei Sicherheit bieten kann. Außerdem bin ich in der Pflicht, meinem Vater bei der Pflege meiner kranken Mutter zu helfen und habe in meiner Heimatstadt gerade beruflich Fuß fassen können.

Ich liebe ihn, und er liebt mich, daran gibt es keinen Zweifel. Er will mich so bald wie möglich heiraten. Trotzdem verlieren wir aus meiner Sicht die Nähe zueinander, da er auch nicht gern telefoniert und es in absehbarer Zeit keine Perspektive für ein Zusammenleben gibt. Wenn wir skypen, zerreisst es mir jedesmal das Herz. Es macht mich auch wütend, ihn bei bester Laune unter Palmen zu sehen. Da ich nicht jedesmal vor laufender Kamera weinen will, hat sich beiderseits schon eine Angst vor dieser Art der Kommunikation aufgebaut, so bleibt nur noch der spärliche Kontakt über SMS.

Die Situation ist emotional so anstrengend, dass ich manchmal nicht mehr kann und - um mich selbst zu schützen - auch nicht mehr will. Er gibt die Hoffnung nicht auf, hat aber auch keine konkreten Lösungsvorschläge.

Da ihr beide in Deutschland seid und die Entfernung nicht sooo groß ist, könnte es Euch vielleicht doch gelingen, auf eine Perspektive hinzuarbeiten? Ich denke, generell kann man ein zeitweiliges Getrenntsein schon überbrücken, aber ohne Perspektive wird es zermürbend und geht an die Substanz. Ich weiß nicht, wie lange ich noch durchhalte, aber ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr es schafft!
 
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Gast

  • #8
Also er ist anscheinend bereit, auf die Hälfte der Strecke zu ziehen? Macht - wenn mich meine Rechenkünste nicht täuschen - bei 180 km Entfernung für jeden dann ca. 90 km. Hm, das kann natürlich für jeden noch ziemlich weit sein, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das 2 Stunden Fahrzeit ausmacht??? Oder nutzt ihr für die 90 km dann die öffentlichen Verkehrsmittel? Sollte es sich um die gesamte tägliche Fahrzeit handeln, also dann pro einfacher Strecke ca. 1 Stunde, sehe ich das Problem nicht wirklich. Das kann dir ganz gut auch passieren, wenn du an deinem Wohnort arbeitest (habe eine Freundin in Düsseldorf, die auch dort wohnt, und trotzdem einfach ca. 1 Stunde von Wohnung zu Arbeitsstelle hat).
Zur Befristung von Arbeitsverträgen: das ist heutzutage ziemlich normal - selbst im öffentlichen Dienst.
Wenn ihr beide einen gut bezahlten Job habt, dann dürfte die Finanzierung einer Putzhilfe auch kein Problem darstellen.
Mir scheint das Problem eher in euren unterschiedlichen Einstellungen zu liegen, sprich, er scheint es gewohnt zu sein, dass ihm vieles abgenommen wird und du scheinst eher der Typ "Macherin" zu sein. Ganz zu schweigen von euren unterschiedlichen Entscheidungstempi.
Sollte er tatsächlich so sein, dass er nicht vor Entscheidungsfreudigkeit strotzt und sich ganz gut mit Situationen abfinden kann, so wird es letztendlich immer so sein, dass du diejenige bist, die euer Leben organisiert. Schau mal hin und gehe in dich, ob du das wirklich möchtest. Mir machst du eher den Eindruck als ob dich das jetzt schon nervt. Aber du musst dir darüber im Klaren sein, dass du IHN nicht ändern wirst. Und wenn du jetzt schon davon genervt bist, wird sich das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so hochschaukeln, dass du eher verächtlich auf ihn herab schauen wirst. Ich spreche da leider aus Erfahrung, habe sein Wesen anfangs nicht so durchschaut. Liebe ohne dass man auch bereit ist Kompromisse einzugehen funktioniert leider selten.
w/46
 
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Gast

  • #9
"Was nützt ohne gemeinsame Wohnung und Zukunft ein Trauschein?"

Diesen Satz von Dir will ich mal auseinander klamüsern:

Was nützt ohne gemeinsame Wohnung ein Trauschein?
Was nützt ohne Gemeinsamkeit ein Trauschein?
Was nützt ohne Zukunft ein Trauschein?
Was nützt ein Trauschein?

Fazit:
Keine Gemeinsamkeit, keine Wohnung, keine Zukunft, kein Trauschein.

Gedanken sortiert?
Viel Glück für Dich.
w/45
 
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Gast

  • #10
Hallo ihr alle!

Vielen Dank für Eure wirklich guten Denkanstöße! Ich möchte da nochmal ein paar Dinge aufgreifen:
@ # 7: Die Fahrzeit ist eine Schätzung bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, was dann bedeuten würde: potentielle Whg.-Bhf; Zugfahrt bis Bhf Arbeitsort - Bhf-Arbeitsstelle mit Bus/U-Bahn wie auch immer; Zugfahrt allein ist schon 45 Min. (ohne Verspätung ;-)) + Wege wg. Umsteigen + weitere Fahrten Bhf-Arbeit; als einfach ist es bestimmt mehr als 1 Std. - eher 1,5. Die Zeit ist das eine aber auch die Fahrtkosten zzgl. Kosten für Putzhilfe.
Befristete Job's sind heute vielleicht häufiger als früher .. in unserer Branche jedoch unüblich. Ich bin schon was das Tempo angeht schneller unterwegs und bin schon jemand, der versucht das Leben in die Hand zu nehmen und aktiv zu gestalten. Die derzeitige Situation nervt mich - ja. Ich bin ständig in Warteposition. Mir ist durchaus klar dass ich ihn nicht ändern kann - und das will ich auch nicht; Kompromisse ja - bin ich auch bereit für .... für mich ist auch diese Fernbeziehung ein Kompromiss - weil ich ihn liebe und die Hoffnung habe, dass wir das Ruder doch noch rumreissen. Leider schwindet diese Hoffnung grad ein bißchen ...
Es ist auch denke ich nicht jedes einzelne Detail für sich - sondern die Summe der Umstände - und je mehr Zeit verstreicht umso verworrener wird das alles

@ # 4: Ja, ich erwarte auch ein Bekenntnis von meinem Partner. Habe ihn auch schon mehrmals angesprochen - aber er schweigt dazu. Er meint, wenn wir Kinder haben brauch ich keinen Job mehr ... Das sehe ich nur leider anders. Denn mit Kindern ist das Leben tendenziell teurer und ich will auch nicht in die Versorgungsfalle tappen ;-))

@ # 3: Ich denke auch nicht dass er es böse meint. Er könnte sich schon vorstellen dass wir Kinder kriegen und auch das in den nächsten Monaten beginnen. Aber was wird dann? Dann bin ich mit Kind bei ihm - an einem Ort mit durchaus "strukturellen" Schwächen. Ich beobachte dort den Arbeitsmarkt seit wir zusammen sind und es sind äußerst selten Stellen für meinen Bereich ausgeschrieben (in diesem Jahr waren es 3!). Bin ich dann vielleicht am Ende doch in die Versorgungsfalle getappt ....??

@ # 6: Ich kann absolut nachempfinden was Du schreibst. Am Ende ist es vermutlich egal ob es 18.000 km sind oder 180 km - sobald man sich nicht einfach mal schnell spontan sehen kann, keine gemeinsame Wohnung hat ist es einfach eine ungute Situation; keine Umarmung, keine Berührung. Bei Fernbeziehungen ist man irgendwie immer auf der Reise ...

@ # 1: Heiraten würde er wohl schon - er will sogar jetzt Ringe kaufen (... Termin gibt's konkret keinen - aber gut). Es würde halt dann in einem Punkt was voran gehen. Und hier trifft es # 8 genau auf den Punkt.
 
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  • #11
Hallo nochmal - hier noch meine weiteren Gedanken (die FS):

@ # 2: Ganz allein mit Kind - wenn's so wäre würde es auch funktionieren. Aber es ist natürlich nicht ideal. Und ich würde mir halt wünschen, dass ich meinem Kind annähernd intaktes Umfeld bieten kann und keine Ungewissheit. Problemchen und Probleme kommen auch so oft noch dazu... Ich versuche immer mit meinem Freund offen zu reden. Öffne mich, erkläre mich - er schweigt meistens und sagt nicht viel. Höchstens "...kann er sich auch vorstellen", "will er auch" - aber alles ohne zeitliche und räumliche Bestimmtheit

@ # 5: Mhhhh ... interessanter Ansatz. Wie war es bei Dir?
 
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Gast

  • #12
Hier nochmal # 6:
Du schreibst, er sagt, wenn ihr Kinder hättet, müsstest Du nicht mehr arbeiten. Für Dich sei das allerdings kein Argument, da Du nicht in die Versorgungsfalle tappen möchtest.
Ich würde nicht so leicht über seine Worte hinweggehen. Ein liebender Mann sorgt gerne für seine Familie. Er will Dir Sicherheit geben und Dir die Sorge um einen Arbeitsplatz nehmen, damit Du zu ihm kommen kannst. Er will Dir den Weg bereiten, Ernährer sein. Das ist nichts Schlechtes, sondern macht einen Mann aus. Die Trauringe sind auch schon gekauft - ihm scheint es ernst zu sein. Die große Frage ist:
Kannst Du ihm vertrauen? Mal abgesehen vom Fernbeziehungs-Frust: fühlst Du Dich sicher an seiner Seite? Konntest Du Dich bisher auf ihn verlassen? Wenn Du nicht grundsätzlich an seiner Persönlichkeit und seinem Wesen zweifelst, würde ich Dir raten, Deine Angst (denn darum geht es wohl in erster Linie) über Bord zu werfen und eine gemeinsame Zukunft zu wagen. Eine Rundumgarantie gibt es im Leben ohnehin nie.
 
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Gast

  • #13
@ # 5: Mhhhh ... interessanter Ansatz. Wie war es bei Dir?
Hier die #5. Hast du gegooglet?

Es war wie folgt:

Viel Gerede zum Anfang, große Pläne, dann kamen Absagen, auf Rückfragen keine konkreten Aussagen, sondern nur rumgeiere, dann neue Versprechungen, wieder das gleiche Spiel, teilweise Versuche von Manipulation und einreden von Schuldgefühlen, wenig Eigenintivitative und Eigenverantwortung für sich selbst.

Übrigens ticken viele Männer so..... Er war nicht der Erste, daher kannte ich die Muster und habe schnell den Kontakt beendet.

Mir hat eine "schlaue" Frau mal gesagt, dass solche Männer sich unbewusst Frauen aussuchen, wo sie ihr Dilemma unbewusst hoffen gelöst zu bekommen. Innerlich merken die Männer schon, dass da was nicht stimmt, aber sie können es erst selber lösen, wenn sie ganz tief gefallen sind und sich therapeutische Hilfe suchen.

Manche Menschen kommen aber nie an diesen Punkt und gerade Männer fliegen dann weiter von Blume zu Blume und wundern sich, warum es mit der Liebe nicht klappt. Oft steckt dahinter eine nicht abgeschlossene Abnabelung von der eigenen Mutter. Muttersöhnchen wäre übertrieben zu sagen, aber ein bissel ist schon was dran.

w
 
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Gast

  • #14
Hier nochmal #8

Mir fällt auf, dass Du alles eher negativ bewertest.
Du sprichst von ihm und Du sprichst von Dir.
Aber NIE sprichst Du im WIR.
Wenn Du Dir all das, was Du geschrieben hast, nochmal durchliest, dann wirst Du merken,
dass Du das alles so nicht willst.
Dabei weißt Du genau, was Du willst. Nur bekommst Du es so nicht.
Ich an Deiner Stelle würde jetzt weder umziehen, noch Kinder bekommen, noch heiraten.
Auf mich wirkst Du so, als ob Du Dir ein harmonisches, gemeinsames Familienleben wünschst.
Du möchtest unabhängig sein und nicht die Hausfrau spielen, eine gleichberechtigte Partnerschaft haben. Dabei bist Du sehr kompromissbereit. Mit Dir kann man über alles reden und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Warum läßt Du Dich so dermaßen unter den Pantoffel stellen?
w/45
 
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  • #15
Hier die FS: Hallo # 5

Ja, ich habe das mal gegooglet und ich konnte schon einiges bejahen.
Auch das was Du schreibst erkenne ich bei meinem Freund z.T. wieder.
Er hat ein sehr ruhiges Wesen - was ich sehr schätze; aber weil es halt beim Thema zusammenziehen so umschlägt macht mich schon auch traurig. Natürlich kann an dieser ganzen Art auch noch was anderes dahinterstecken. Das Thema "Abnabelung von der Mutter" hatte ich mir unabhängig davon auch schon mal gedacht ... Aber wie Du auch schreibst kann diese Thema keine Partnerin lösen ... :-(
 
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  • #16
Hier die FS: Hallo # 8

Du triffst es wieder punktgenau ;-)

Ja, Du hast Recht. Ich spreche von ICH und IHM - und nicht/kaum von WIR.
Das erkenne ich auch daran, dass ich in den 2 Jahren keine "echtes" WIR-Gefühl aufbauen konnte. Das kenne ich aus meiner vorangegangenen Beziehung anders.....

Und ja, ich habe klare Vorstellungen von meinem Leben und Ziele und ich sehe es im Moment auch nicht, dass ich das alles so bekommen würde ... aber nun gut, selten läuft alles glatt.

Auf Deine Frage warum ich mich so unter den Pantoffel stellen lasse: vielleicht auch ein stückweit mangelndes Selbstbewusstsein/ Selbstvertrauen meinerseits ... ;-(

Aber auch daran arbeite ich ... ;-)
 
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Gast

  • #17
Ach, Fragestellerin, nun wollen wir aber aufhören, dem armen Mann hier eine Persönlichkeitsstörung anzudichten, ok ?

Er ist ein Macho, würde ich sagen, und möchte sich nicht vom Fleck bewegen. Er will den gemeinsamen Wohnort bestimmen.
Aber will auch heiraten, Dir Sicherheit geben und für seine Familie sorgen.
Konsequent, männlich und fürsorglich.

Wo ist also das Problem ?
w55
 
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Gast

  • #18
Hier die FS: Hallo # 5

Ja, ich habe das mal gegooglet und ich konnte schon einiges bejahen.
Auch das was Du schreibst erkenne ich bei meinem Freund z.T. wieder.
Er hat ein sehr ruhiges Wesen - was ich sehr schätze; aber weil es halt beim Thema zusammenziehen so umschlägt macht mich schon auch traurig. Natürlich kann an dieser ganzen Art auch noch was anderes dahinterstecken. Das Thema "Abnabelung von der Mutter" hatte ich mir unabhängig davon auch schon mal gedacht ... Aber wie Du auch schreibst kann diese Thema keine Partnerin lösen ... :-(
Hier die 5

Du wirst es nicht lösen können. Ich empfehle dir, ziehe deine Konsequenzen. Kalle würde dir jetzt sagen, dass es noch andere Männer gibt. Die gibt es wirklich. Aber man muss auch Glück dazu haben.

Meine Devise ist: Mit einem Mann an meiner Seite muss es mir genauso gut gehen wie jetzt, oder noch besser. Geht es mir nicht besser, dann bleibe ich lieber Single.

Ich wünsche dir viel Kraft und Energie, deine Zukunft gut zu überdenken. Das Leben ist zu kurz, um sie mit solchen Männern zu vergeuden!!!!

w
 
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  • #19
Er ist ein Macho, würde ich sagen, und möchte sich nicht vom Fleck bewegen.

Wo ist also das Problem ?
w55
Welch kluge und klare Frau will einen Macho? Ein Macho ist ein Mann der auf der Stufe eines Teenies stehen geblieben ist.

Frauen wollen einen partnerschaftlichen Mann, der nicht nur redet,sondern auch zeitnah handelt und seine Geliebte mit einbezieht.

Letztendlich spielt es keine Rolle, ob ein Mann Macho oder eine Persönlichkeitsstörung hat. ER handelt nicht in gemeinsamer Absprache mit der FS. Ein WIR konnte sich nicht entwickeln. Schon daher sollte die FS klug überlegen, was sie in Zukunft will.

w