• #31
Ich kenne in meinem Umfeld viele Minimalisten. Diesen Trend gibt es schon seit einigen Jahren und ist jetzt nichts ungewöhlich Neues.

Ich finde ihn in Ansätzen gut, zum Beispiel dass man sich zwei/ drei Bürokostüme zulegt, alle in der selben Farbe und dies dann trägt. Solche Reduzierung von Auswahlmöglichkeiten und die gleichzeitige Festlegung auf qualitativ Wertvolles kann das Leben schon sehr einfach machen und das Leben von ungewolltem Balast befreien. Außerdem kann es nicht schaden, bewusster zu konsumieren, es geht beim Essen los, bei Kleidung und Fortbewegung weiter und hört bei Suchtmitteln auf. Wenn man konsequent zu Ende denkt, sollte man sich auch überlegen, auf wessen Kosten unser Konsum geht und welche Mitverantwortung wir damit für unsere Mitmenschen und die Umwelt auf diesem Planeten haben. Dort fängt dann der moralische und auch lebensanschauliche Aspekt an, welcher eben die vielgescholtene Militanz zur Folge hat. Und da bin ich durchaus auch der Ansicht, dass man sich eher in einer gewissen Szene bewegen sollte um Gleichgesinnte oder ähnlich Denkende zu treffen. Dort wird man dann wahrscheinlich eher fündig und möglicherweise dauerhafter glücklich. Ich denke immer, dass es zu jedem Topf einen Deckel gibt. Man muss nur ein wenig Zutrauen in das eigene Glück haben. Das findet sich schon alles.

Viele dieser Minimalisten haben nicht jahrelang die gleichen, sondern fast überhaupt keine Möbel zu Hause. Weil sie ihren persönlichen Schrabel auf das notwendigste beschränkt haben, und dann einfach keine Möbel mehr brauchen. Da steht im klinisch reinen Wohnzimmer nur noch ein kleines Sideboard, ein Sofa, ein technisches Gerät und zwei Dekoelemente. Mir persönlich wäre das zu ungemütlich, aber es muss sich ja jeder nach seiner Facon wohlfühlen.

Vielleicht bewegst du dich in einem Umfeld, die sich niemals mit so etwas beschäftigt haben, dieses Lebensmodell auch nicht kennen und aus irgendwelchen Ängsten heraus einfach Vorurteile haben. Wer viel besitzt, kann viel verlieren.
 
  • #32
Wandern kostet nichts, wenn man auf die von den Medien angepriesene Trekking-Ausstattung verzichtet. .....250 Paar Schuhe? Brauche ich nicht und kann ich in meinem Leben auch nicht mehr auftragen. Urlaub? Ja gerne! Aber auch lieber Camping oder B&B als Luxushotel. Neuestes Smartphone? Wozu, solange mein altes noch funktioniert?
Ich habe schon immer so gelebt und kann den Dauerkonsum (Shopping als wichtigstes Hobby) nicht so richtig verstehen.

Das verstehe ich jetzt nicht. Wieso sollen Kinder unmöglich sein? Auch wenn man ein Kind oder mehrere hat, muss man doch den ganzen Konsumterror nicht mitmachen.
Ich finde das hier alles sehr überspitzt dargestellt. Wenn jemand minimalistisch lebt und kaum etwas verdient, dann hat er einfach mal GAR KEIN GELD. Da geht es dann nicht ums Nagelstudio, 250 Paar Schuhe oder "Konsumterror".
Ein Kind braucht sehr viel Geld - da finde ich es einfach ungerecht in der heutigen Zeit, in der es schier unmöglich ist, mit einem Vollverdiener über die Runden zu kommen, nichts zu verdienen, wenig bis kein Elterngeld zu beziehen und wenn man den anderen Thread "was kostet ein Kind" durchliest,, dann wird schon klar, dass
ein Kind auch sehr teuer ist, wenn man gebrauchte Klamotten/Möbel kauft auch ganz ohne Luxusurlaub. Das ganz normale Leben ist mit Kindern abartig teuer.
Es ist doch blauäugig, alle, die nicht minimalistisch leben wollen als konsumsüchtig darzustellen..."shoppen als wichtiges Hobby".
Wer macht das bitte? Und kein Mensch kauft sich alle 2 Jahre in neues Auto, es sei denn, er hat einen Geschäftswagen oder ist im kurzen Leasingvertrag. Bitte mal auf dem Teppich bleiben!
Übrigens ist auch ein Wanderurlaub teuer, man muss ja erst mal dorthin kommen, Verpflegung kostet auch und jeden Tag will nun wirklich keiner nur ne Dose Ravioli essen. Und auch ein tolles Picknick in der Natur kostet einiges.
Zum Thema Freund und Kochen: also ohne dass mein Freund nun besonders wählerisch ist und auch ganz OHNE KAVIAR kostet mich ein WE, an dem ich meinen Freund bewirte locker 150€, wenn ich für uns einkaufe.
Ich hatte mal (sehr kurz!) einen minimalistisch lebenden Freund und fand das auf ganzer Linie furchtbar. Er hat um jede Currywurstbude am WE einen Bogen gemacht, denn das hieße ja Geld ausgeben! Seine Wohnung war okay, aber ab von Schuss, er hatte kein Auto (d.h. ich musste dauernd schauen, dass ich ihn abhole oder Bus/SBahnverbindungen checken. Er fiel tot um, als ich nachts ein Taxi bestellte und nicht mit dem Bus fahren wollte. Er hatte nie viel im Kühlschrank und WENN (!) wir mal essen waren, kamen Sätze wie "Wir müssen ja keinen Wein bestellen, ich hab nachher noch einen zuhause".
Das ist total spaßmindern und unsexy.
Solange spartanisch lebende Leute (nein, es ist nicht Minimalismus!) unter sich bleiben, stören sie niemanden :)
 
  • #33
Annabell_32
Lass Dich nicht entmutigen, bleib bei Deinen Vorstellungen vom Leben und vor allem nicht in eine Schublade stecken lassen, dass Du Dir jetzt Szene-Leute suchen müsstest.

Ich verstehe die Einwände was Kind oder Kinder betrifft nicht. Ich würde mit kleinen Kindern nie arbeiten gehen. Selbst im Jugendalter meiner Kinder habe ich stundenmäßig nie mehr als Teilzeit gearbeit, ich kann mich doch nicht klonen.
 
  • #34
Ich finde deinen Lebensstil nicht besonders oder minimalistisch sondern ganz normal.

50qm für eine Person ist doch nicht klein, und Fitnessstudios braucht doch eh kein Mensch solange es die Natur gibt. Draußen ist die Luft sowieso besser als in stickigen verschwitzten Muckibuden.

Mein Exmann und unsere drei Kinder haben 20 Jahre lang auf 100qm gewohnt,und ganz selten habe ich mir mal ein neues Kleid gekauft. Die Kinder haben von Freundinnen und Geschwistern säckeweise schöne gebrauchte Klamotten bekommen.

Gekocht haben wir sowieso jeden Tag, und die Möbel waren halt kindgerecht abgenutzt.

Ich war jahrelang zuhause mit meinen drei Kindern. Mein Exmann war jeden Tag mind. 12 Stunden außer Haus, anders wäre es gar nicht gegangen.

Wir haben auf den ganzen Konsum verzichtet. Dafür haben wir immer schöne Urlaube gemacht an Nord- und Ostsee.

Wenn du glücklich bist brauchst du nicht viel. Meine drei Kinder haben mich so erfüllt mit Glück und Zufriedenheit dass mir nichts, aber auch gar nichts gefehlt hat.

Umso unzufriedener und unglücklicher die Menschen sind, desto mehr stürzen sie sich in Shoppingterror und Dauerkonsum.

Gesehen auch bei meiner großen Schwester, die nach der dritten Scheidung und Abtreibung jedes Wochenende tütenweise neue Klamotten angeschleppt hat, und nach der Trennung von jedem Mann ihre ganze Wohnungseinrichtung ausgetauscht hat.

Glück ist aber nicht käuflich.

Wenn du sehr bescheiden leben willst liebe FS, mache es wie ich. Werde Mutter von mehreren Kindern und begnüge dich mit einem einfachen Leben voller Liebe. Da brauchst du weder eine Villa und teure Kleidung noch Fitnessstudio oder teure Restaurants.

Wenn deine Kinder gesund sind und dich lieben ist das mehr wert als alles andere.

Also ich finde du lebst ganz normal.

Ich habe eine 45-jährige Freundin die Zahnärztin ist und bis vor zwei Jahren in einer Mini-Einzimmerwohnung gewohnt hat. Sie war zufrieden und glücklich. Mit 43 hat sie geheiratet und ist in das Haus ihres Mannes gezogen. Sie ist glücklich, aber manchmal vermisst sie ihr Mini-Zuhause mit Kochecke und Minibad.

Also du lebst ganz normal.

Nichts besonderes.
 
  • #35
Ich glaube, dass Frauen mit dem Motiv der FS eher gegen ihre Natur versuchen zu leben.
Das ist doch gar nicht möglich. Dass es “in der Natur der Frau liegt“, ständig viel zu konsumieren. Was soll das sein, ein Urinstinkt? Und wer bekommt bei Saturn oder Media-Markt einen Kaufrausch? Ich bin eine sehr feminine Frau und interessiere mich für sehr vieles mehr als für Materielles. Meine Schwerpunkte liegen ganz woanders. Shoppen gibt's bei mir selten und im Schnelldurchlauf. Also bitte mal ganz vorsichtig mit Pauschalurteilen.
 
  • #36
@FS

In der heutigen Zeit von einer reduzierten oder gar halben Stelle überhaupt noch existieren zu können, ist bei einem schlechter werdenden Arbeitsmarkt für die meisten Menschen ein Privileg.
Um der damit einhergehenden Angst Herr zu werden, erlebt man bei sehr vielen Menschen eine Art kompensatorischen Überkonsum. In den letzten Jahren fahren bspw. immermehr große Neuwagen auf den Straßen, die sich die meisten unmöglich wirklich leisten können. Da wird für alles Mögliche geleast und "abgeratet" bis das Vollzeitgehalt nicht mehr zum Essen reicht.
Und wenn man solchen Menschen, die im Grunde von nackter Panik getrieben sind, sagt, dass man seine Arbeitszeit redzuzieren und kürzer treten will, passt das nicht in der deren Realitätsblase.
Bei den Männern bzw. potentiellen Partnern könnte ich mir allerdings vorstellen, dass sie daraus ableiten, dass sie dir früher oder später deinen minimalistischen Lebensstil finanzieren sollen.
In welcher Arbeits-/Verdienstsituation sollte sich denn dein künftiger Partner befinden?
 
  • #37
Das Umfeld reagiert eigenartig, als wäre ich von einem anderen Planeten. Wo soll ich denn nach einem Mann suchen der es ähnlich sieht?
Ich ticke ähnlich, denn die Lebenszeit ist begrenzt.
Allerdings habe ich auch jobmäßig sehr viel Glück gehabt und kann mir demzufolge Auszeiten gönnen, ohne irgendwo Abstriche machen zu müssen.

Deinen Ansatz könnte "Mann" aber tatsächlich so deuten, dass Du Dich von Männern versorgen lassen möchtest. Und Deine Suche auf EP erweckt in der Tat den Anschein, dass Du insgeheim auf solch einen Mann hoffst.

m, 39
 
  • #38
Ich finde das mit dem minimaoistischen Lebensentwurf super und ich kenne auch Männer, die das toll finden. Ich glaube, bei den meisten Männern im mittleren Alter ist es nur schwierig, dass sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Häufig definieren Männer ihr Selbstwertgefühl über beruflichen Erfolg und der Verlust von Status verursacht ihnen eher Angst. Aber, auch wenn ich glaube, dass der Frauenanteil überwiegt, der diese Lebenseinstellung teilen kann, gibt es auch solche Männer. Genau solche wandernden Naturburschen, bisschen oder bisschen mehr links angehaucht. Und ich finde, das hört sich doch nach sehr sympathischen Männern an. Mit einem peniblen Anzugträger, der dann die Befürchtung hat, sein Geld mit dir teilen zu müssen, könntest du doch eh nix anfangen, also sind die doch gar keine Diskussionsgrundlage.
Versuchs doch mal bei deinem hiesigen Alpenverein, die gibt es auch in Städten, wo keine Alpen sind, da wird zusammen gewandert. Und da kann man bestimmt entspannt deine Zielgruppe antreffen.
 
  • #39
Ich möchte gerne weniger konsumieren, in einer kleinen Wohnung leben und meine Arbeitszeit reduzieren, um meinen Interessen in der Freizeit nachzugehen.
Diese Einstellung ist weder krank, noch bist du von einem anderen Stern. Ich persönlich finde sie gut, schließlich muss der Mensch nicht zwangsläufig das Haus im Grünen besitzen oder das dicke Auto fahren. Auch müssen es nicht zig Handtaschen oder Paar Schuhe sein. Ich gehe doch immer nur mit einem Paar Schuhe oder einer einzigen Tasche auf die Straße, oder hänge ich mir mehrere gleichzeitig um den Hals? A la: Schaut her, was ich kann weil ich besitze! Geld beruhigt zwar, macht aber auf Dauer auch nicht glücklich und die permanente Jagd nach Ruhm, Ansehen und Macht schon gar nicht. Die Basis für Glück liegt in ganz anderen Dingen.

Wichtig ist, dass du mit dir im Reinen bist und daher die kleinen oder wenigen Ansprüche völlig ausreichen. Unabhängig von der Meinung anderer! Deshalb bist du weder politisch ganz rechts, noch ganz links und auch nicht Öko angehaucht. Um so besser wenn dir finanziell ein Halbtagsjob oder eine Dreiviertelstelle reicht um deinen Lebensunterhalt zu finanzieren. So hast du wahrlich mehr Zeit für dich und die schönen Dinge des Lebens. Aber dann bitte auch nicht den Rest vom Staat holen, Schmarotzertum geht gar nicht und macht mich immer extrem sauer und wütend.

Und denke gar nicht darin dir einen Partner in irgendwelchen "Szenen" zu suchen. Der Mann der ähnlich gestrickt ist wie du läuft da auch nicht unbedingt rum, sondern wohnt evtl. in einer Zweizimmer-Wohnung um die Ecke und fährt lediglich mit der Bahn oder einem Fiat 500 durch die Gegend. Lebt völlig normal und zwischenmenschlich immer korrekt.

Irgendwann findet jeder Topf seinen Deckel. Und wenn nicht ist es doch auch nicht schlimm, oder? Eine (funktionierende) Partnerschaft ist sicherlich schön, aber nicht das Maß aller Dinge. Persönlich ziehe ich vor alleine glücklich zu sein als verhandelt unglücklich. Bei den hier täglich niedergeschriebenen Geschichten bekomme ich immer das nackte Grauen. Da wird fast schon zwanghaft an etwas festgehalten was lange vorbei ist nur weil der Mensch nicht alleine sein will.

Somit, mach auch weiterhin ausschließlich dein eigenes Ding!
 
  • #40
Trotzdem noch ein anderer Hinweis, auch wenn ich als Frau nicht gefragt bin.

Aber ich bin auch solchen Männern begegnet.
Typ A - hat für sich minimalistisch definiert, es vielleicht nicht mal so betitelt, und lebt es einfach. Fühlt sich wohl und zufrieden. Redet und diskutiert darüber gar nicht.

Typ B - definiert es als einzig wahre Lebensform, rümpft die Nase über die anderen, wirkt von missionarisch bis aggressiv. Oft erwecken sie dabei den Eindruck, dass sie unter dem Deckmantel dieses Lebensstils es eigentlich nur nicht geschafft haben, die Einkommensverhältnisse zu generieren, mit denen sie die Wahl hätten, und jetzt Neid und mangelndes Selbstwertgefühl mit Abwertung kompensieren.

Typ A, interessant, anziehend, weil ein zufriedener Mensch, der einem selbstt auch Denkanstöße liefert
Um Typ B - in allen Untervarianten - macht man einen Bogen oder reagiert mit Befremden.
 
  • #41
Ich habe eine Freundin, die in einer Bauwagensiedlung wohnt.
Sie ist Handwerkerin und nimmt immer mal kleine Aufträge an, wenn sie ein bisschen Geld braucht.
Der größte Posten ist die Krankenversicherung und ich finde es toll, dass sie eine hat.
Für alles andere reichen ihr insgesamt 200€ im Monat.
Auf ihrem Gelände steht ein Bauwagen, in den jeder das reinstellt /-legt, was er nicht mehr essen will, und jeder darf sich was nehmen. Freitags abends gibt es ganz viel, weil da die Tafel alles reinlegt, was nicht abgeholt worden ist.
Wir gehen da rein und nehmen ganz viel mit und kochen ein Mischmasch in ihrem Wagen. Die Sachen sind sehr am Verderben, das sind Sachen, die bei der Tafel keiner wollte.
DAS ist Minimalismus und mich fasziniert das.
Nicht so toll finde ich, wie es bei ihr riecht.
Im Wagen riecht es schlecht, weil sie da halt auch kocht. Die Bettwäsche riecht nach Fett, die wäscht sie auch nicht jede Woche.
Sich selbst auch nur alle paar Tage...
Sie findet aber trotz allem jederzeit und sehr leicht einen Mann, denn sie ist sehr attraktiv.
Sie schläft dann übrigens oft und gerne bei dem Jeweiligen, besonders im Winter und hat auch kein Problem damit, dass er dann alles bezahlt.
Soviel zum Thema Lebensmodell.
Voilà: es ist nicht faszinierend, nicht konsequent,es ist blanke Theorie.

Was du beschreibst, liebe FS, finde ich nicht minimalistisch, eher völlig normal und auch ich würde dir raten, dieses Wort einfach nicht zu benutzen, wenn du denkst, es schreckt Männer ab.
Wozu es auch benutzen ? Es trifft ja nicht mal zu. Jedenfalls nicht in der Ausprägung, die sich der Mann das vorstellt.
So wie du tatsächlich das machst, finden es sicher viele Männer gut.

Übrigens: Arbeit zu reduzieren, weil man lieber mehr Zeit für anderes haben will, finde ich ok. Falls man damit niemand anderem zur Last fällt, weil z.B. das Geld nicht reicht.
Vor allem später, wenn das große Erwachen beim Renteneintritt kommt.
Ab und zu gibt es reißerische Filme über arme Omis, die von 588 € pro Monat leben müssen.
Kürzlich hat da mal eine gesagt, sie habe ihr ganzes Leben gearbeitet und nun das. Und die klagte und jammerte, weinte da auch und der Kommentator, die Stimme aus dem Off, stimmte in die Eloge ein, in Deutschland laufe was schief.
Nun, wahrscheinlich hat man vergessen zu erwähnen, dass die Frau immer nur Teilzeit gearbeitet hat oder im Niedriglohnbereich oder dass sie vielleicht sogar einfach schwarz gearbeitet hat. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, bei lebenslanger Berufstätigkeit eine so geringe Rente zu haben.

Also FS, wenn du später klaglos mit noch weniger auskommst als jetzt ( die Rente wird niedriger sein ), ist doch alles ok. Dann reduziere deine Arbeitszeit.
Dann aber bitte nicht nach dem Staat ( also z.B. mir, der das bezahlen muss ) rufen und um Wohngeldzuschuss bitten.
Eine hehre Haltung muss man sich leisten können, sonst ist da nix mit hehr, sondern man ist schlicht ein Schmarotzer.

w 50
 
  • #42
ich habe den Eindruck, dass Minimalismus mit Sparsamkeit und Geiz in einen Topf geworfen wird.
Es gibt unzählige Seiten von Menschen die minimalistisch leben und unlängst ein Film über eine gesunde Work-Life-Balance.
Ich habe den Eindruck, dass gerade die jüngere Generation wieder verstärkt darüber nachdenkt, dass das Leben mehr bietet als nur zu arbeiten. Getreu dem Motto: wir arbeiten um zu leben und nicht wir leben um zu arbeiten. Ausschließen möchte ich hier all diejenigen die gerne und mit viel Freude arbeiten, doch wie viele arbeiten in Berufen die ihnen nicht gefallen und jetzt in meinem Alter (53) nur noch auf die Rente warten. Hier liegt des Wurzels Übel. Wenn Du das liebst was Du tust, dann ist es häufig keine Arbeit mehr. Doch unser System ist eben anders angelegt. Immer höher, weiter , immer mehr von allem und trotzdem unzufrieden und mit innerer Leere. Etwas überspitzt ausgedrückt.

Liebe FS,
lebe es einfach. Tu´es, genauso wie Du es Dir vorstellst. Das Gesetz der Resonanz wird Dich mit anderen Menschen zusammenbringen, die ähnlich ticken, gleiche Werte haben. Und es werden ganz sicher auch Männer dabei sein, die Dein Leben gut finden wie es ist. Nur gib´ihm nicht diesen Stempel. Das macht unsympathisch, weil oft missionarisch.
Ich lebe seit über 20 Jahren vegetarisch, das war damals sehr ungewöhnlich. Ich tat es einfach, viele bekamen es oft gar nicht mit. Seit 3 Jahren lebe ich vegan. Da wird´s ab und an schwieriger, doch ich tu´s einfach. Und bin nicht missionarisch und siehe da, ich kenne mittlerweile einige Veganer und auch mein Umfeld fragt mich oft, was ich denn so esse und interessiert sich.
Tu´es, wenn es Deine innere Überzeugung ist.
 
  • #43
Letztendlich bedeutet Minimalismus nichts anderes als Verzicht. Das ist eine Art Romantisierung der Armut. Was daran schön sein muss, verstehe ich nicht.
Also ich verzichte auf nichts. Aber ich brauche nicht 10 Designerjeans im Schrank oder 20 Paar Sneaker. Wann soll ich die alle anziehen? Ich habe ein Auto, Laptop, Smartphone, Fernseher, genügend Klamotten für alle Anlässe usw., aber ich brauche nicht jedes Jahr das neueste technische Modell, wenn meine Sachen noch funktionieren. Ich verzichte nicht. Wenn etwas kaputt geht und nicht mehr zu reparieren ist oder die Reparatur sich nicht lohnt, dann ziehe ich los und kauf mir was Neues. Aber nur so macht für mich keinen Sinn. Warum sollte ich einen funktionierenden Flachbildschirm-TV gegen den nächsten austauschen, nur weil gerade ein neues Modell auf dem Markt ist? Shoppen als Lebenszweck?
Da lese ich lieber ein gutes Buch, auch wenn ich noch nicht in Rente bin. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, wie hier einige schreiben, erschließt sich mir auch nicht.
 
  • #44
Also ich verzichte auf nichts. Aber ich brauche nicht 10 Designerjeans im Schrank oder 20 Paar Sneaker. Wann soll ich die alle anziehen?
Vermutlich gibt es verschiedene Ansichten von "minimalistisch". Für mich klingt es bei der FS so, dass sie ihren Lebensstil auf ein Maß reduzieren möchte, das irgendwo im Bereich von 1200-1500 Euro liegt. Ich lese weder "Hardcore"-Minimalismus a la dem hier auch beschriebenen Bauwagen (samt "Sponsoring" durch Partner...) noch Verzicht auf das 10. Designerkleid. Eben einfach eine Lebensweise, bei der sie mit weniger Arbeitszeit und weniger Geld auskommt.

Für mich ist das durchaus auch eine Überlegung, allerdings dann, wenn meine Wohnung abbezahlt ist und ich auf die monatliche Rate weiter verzichte oder darüber hinaus weniger spare, als ich es derzeit tue. Ich müsste meinen Lebensstil nicht großartig einschränken, meine Rente wäre auch gesichert. Ich plane allerdings auch sowieso keine Ausweitung meines Lebensstils mehr. Ich habe zu viel.

Das ist mir bei der FS nicht klar. Nach Nickname ist sie Anfang 30. Wenn z. B. noch Familiengründung ansteht oder sie mit der späteren Rente entsprechend im Armutsbereich wäre, dann würde mich das als Mann stören. Sie verlagert nämlich dann ihre Versorgung auf die Allgemeinheit oder einen Mann. Ich kenne mehrere Frauen mit dieser Denkweise. Sie arbeiten, zum Teil auch ohne Kinder, Teilzeit oder schwarz, kommen so gerade über die Runden, wissen, dass sie später nicht genug Rente bekommen und nehmen das hin. Das sind die, die dann später jammern, dass sie ja immer gearbeitet haben und trotzdem nicht von ihrer Rente leben können...
 
  • #45
Mir würde es, wenn ich dich kennenlernen würde, wohl so gehen: Es geht nicht um den Inhalt deines minimalistischen Lebensstils. Ob jemand nun einen minimalistischen, einen verschwenderischen, einen esoterischen, einen betont intellektuellen, einen sportbetonten, einen "gottgefälligen" oder sonst einen Lebensstil lebt, wäre mir egal.
Es geht vielmehr darum, dass dies überhaupt ein Thema ist (das wohl auch immer wieder besprochen wird). Dass jemand sich überhaupt wie du ganz bewusst einen Lebensstil suchen muss (egal, ob er ihn für sich findet oder nicht), das klingt für mich "verkehrt" herum: Die richtige Frage bei der Selbstfindung lautet: Was tut mir gut?
Hierbei steht die eine individuelle Person im Fokus.
Die falschen Frage lautet: Wie soll ich sein? Denn darauf geben immer nur "Ideologien" eine Antwort (inkl. Religionen oder "Lebenskonzepte" wie "Minimalismus" oder ähnliches).
Konkret am Beispiel Minimalismus: Ich selber mag gerne minimalistische Urlaube, würde ähnlich wie du nicht ins (teure) Fittnessudio, sondern mich leiber draußen auspowern. Aber das will ich, weil es mir besser gefällt. Nicht, weil es unter der Überschrift "Minimalismus" steht. Verschwenderisch dagegen bin ich beim Kauf neuer Noten, beim Kochen für Gäste, hier liebe ich Opulenz.
Reparieren lasse ich und zahle dafür auch gerne, denn nichts nervt mich mehr, als wenn Dinge nicht funktionieren und mich selber mit Reparaturen rumplagen, macht mir persönlich überhaupt keinen Spaß. Hier wäre ein Minimalist wohl auch anders. Mit einer Partnerin möchte weiterhin den Handwerker holen dürfen und nicht wegen einer minimalistischen Lebensführung mich wie früher über kautten Kram ärgern müssen. Und ich möchte mir ein Notenbuch kaufen, auch wenn ich vielleicht nur alle 2 Jahre dazu komme, daraus zu spielen. Da kannst du noch so tolle Seiten haben - als Partnerin scheidet jemand mit übertriebener "Konzepthaftigkeit" aus. Der einzelne Mensch ist wichtig. Nicht ein Konzept.
 
  • #46
Hier die TS,

vielen lieben Dank an alle, die sich hier Zeit genommen haben. Mir zeigt es auch, dass ich mit meiner Lebensweise nicht alleine bin.

Ich möchte niemand missionieren, das liegt mir nicht. Mir ist es nur wichtig, dass andere Verständnis haben. Rückhalt bekomme ich nur von einer guten Freundin, die es ähnlich sieht und gebürtig aus Berlin kommt. Hier in Baden-Württemberg sind die Leute vielleicht anders gepolt. Meine Freundin möchte auch gerne die Arbeitszeit reduzieren, obwohl sie ihren Job liebt. Sie hat jedoch auch sehr viele Projekte, näht und strickt selbst. Meine Eltern und meine Schwester können es nicht nachvollziehen. Sie machen sich Gedanken, ob mir das Geld in der Rente reicht. Über die Rente mag ich aber nicht nachdenken....

So radikal bin ich jetzt nicht, dass ich im Wohnwagen leben will. Ein Tiny House wäre für mich super (40m² z.B). Ich habe auch jetzt keinen Kleiderschrank, sondern eine Kleiderstange. Möbel brauche ich nicht viele.

Ich frage mich immernoch inwiefern diese Lebensweise nicht mit Kindern vereinbar ist. Klar sind einige Anschaffungen notwendig, aber ich muss ja nicht 50 Spielsachen haben, sondern kaufe 5.
Klamotten habe ich vielleicht ca. 50. Schuhe nur 5 Paar. Shoppen gehe ich sehr ungern. Da lege ich auch eher Wert auf Qualität und kaufe ausgewählte Lieblingsteile, die ich gerne trage. Frauen tragen doch eh nur ca. 30% ihrer Kleidung. Nagelstudios oder Fitnessstudios habe ich von innen noch nicht gesehen. Fleisch esse ich, aber achte auf gerechte Tierhaltung. Ich bin nicht in den sozialen Netzwerken, habe ein Handy aber nutze es bis es den Geist aufgibt. Reisen müssen nicht teuer sein, da ich eh keine Fernreisen mache und lieber wandern gehe.
 
  • #47
Weil das hier so oft in den Beiträgen vorkommt: Ich habe "Minimalismus" bislang immer für einen Lebensstil gehalten, den man allein finanziert. Also nicht die Frau, die den Luxus dann vom Mann will, sondern der Partner sollte auch die Lebensqualität über das Karrieregeilheitsverhalten, "Sich beweisen, indem man anderen was beweist"-Verhalten und den Verdienst stellen. Aber beide tragen zum Leben ihren finanziellen Beitrag bei und sind bloß keine Anhäufer von Statuskonsum mehr und suchen ihr Seelenheil nicht darin, teuer zu leben in Umgebungen, von denen sie eigentlich nur einen Bruchteil brauchen.

Letztendlich bedeutet Minimalismus nichts anderes als Verzicht. Das ist eine Art Romantisierung der Armut. Was daran schön sein muss, verstehe ich nicht.
Ich würde das nicht mit Armut in Verbindung bringen, weil ja auch Menschen, die noch genug Geld anhäufen, Minimalisten sein können. Es ist aber schon Verzicht und das kann sehr guttun.
Ich weiß nicht, ob sich die FS so weit arbeitsmäßig reduzieren will, dass sie wirklich an der Armutsgrenze ist, und das dann "Minimalismus" nennt.
Wenn ich mir die Wiki-Definition so ansehe, hat Minimalismus auch rein gar nichts mit Armut zu tun. Es geht sogar um gute Ziele wie Umwelt, Ressourcenschonung, Konsumverzicht, Lebensqualität.
Aber wenn man seinem Leben aber so eine Überschrift gibt und versucht, ein Konzept zu leben, klingt das nach Krampf und starren Regeln. Fremdbestimmung und nach keinem Spaß mit demjenigen.
Nun, wahrscheinlich hat man vergessen zu erwähnen, dass die Frau immer nur Teilzeit gearbeitet hat oder im Niedriglohnbereich oder dass sie vielleicht sogar einfach schwarz gearbeitet hat. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, bei lebenslanger Berufstätigkeit eine so geringe Rente zu haben.
Der Niedriglohnbereich betrifft wichtige Tätigkeiten. Also würdest Du der Frau das jetzt zum Vorwurf machen, würde ich sagen: Wirf es besser den Leuten vor, die ihr so einen niedrigen Lohn gezahlt haben. Diese Arbeiten müssen auch gemacht werden, sie werden nur von der Gesellschaft abgewertet. Und wenn sie besser bezahlt werden, zahlt das halt auch der Konsument.
Und nicht jeder hat gute Startchancen, nicht jeder hat Eltern, die auf Bildung achten. Ich hab neulich Scobel gesehen. Ein vernachlässigtes Kind hat nachgewiesen im Alter von 2 Jahren schon ein weniger entwickeltes Gehirn als ein nicht-vernachlässigtes. Also diese Haltung "jeder könnte das erreichen, was ich erreicht habe", geht völlig vorbei an der Realität (hast Du nicht geschrieben, ich schreib es nur dazu, weil das anscheinend oft gedacht wird und das eigene Glück - auch wissenschaftlich nachgewiesen - dabei völlig ausgeblendet wird und man denkt, man hätte das alles allein erarbeitet und alle hätten gleiche Chancen).
 
  • #48
Also ich verzichte auf nichts. Aber ich brauche nicht 10 Designerjeans im Schrank oder 20 Paar Sneaker. Wann soll ich die alle anziehen? Ich habe ein Auto, Laptop, Smartphone, Fernseher, genügend Klamotten für alle Anlässe usw., aber ich brauche nicht jedes Jahr das neueste technische Modell, wenn meine Sachen noch funktionieren. Ich verzichte nicht. Wenn etwas kaputt geht und nicht mehr zu reparieren ist oder die Reparatur sich nicht lohnt, dann ziehe ich los und kauf mir was Neues. Aber nur so macht für mich keinen Sinn. Warum sollte ich einen funktionierenden Flachbildschirm-TV gegen den nächsten austauschen, nur weil gerade ein neues Modell auf dem Markt ist? Shoppen als Lebenszweck?
Da lese ich lieber ein gutes Buch, auch wenn ich noch nicht in Rente bin. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, wie hier einige schreiben, erschließt sich mir auch nicht.
Das ist doch schön, wie du lebst. So lebe ich auch. Ich besitze weder 20 Designerschuhe noch Designerjeans und habe mein letztes Smartphone auch geschenkt bekommen und ich liebe mein iPhone und würde es niemals austauschen, egal welches neues Modell noch auf dem Markt ist. Aber ich möchte nicht die Zivilisation verlassen müssen. Ich brauche Strom, fließendes Wasser, Sanitäre Einrichtung und ich möchte jeden Morgen heiß duschen und ich will nicht wissen, woher das Wasser kommt. Ich möchte nicht im Müll wühlen müssen, um abgelaufene Lebensmittel mir zu holen und ich möchte mit meinen Kindern zum Geschäft gehen und ihnen neue Klamotten kaufen und sie sollen nicht den Eindruck haben die A-Karte gezogen zu haben, nur weil sie meine Kinder geworden sind. Ich möchte mir auch Bücher kaufen und Musik und ins Kino gehen und zum Theater, nach Paris etc. Alles kostet Geld und letztendlich ist Konsum per se nichts schlimmes. Es sorgt für Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass es allen besser geht.
 
  • #49
Vielleicht das falsche Forum dafür, ne?
Ich meine, gehört zu haben, dass Frauen konsumieren, weil ihnen der Mann fehlt. Sie stecken ihr Geld in Kosmetik, Mode und Trends. Von der Gesellschaft wird dies gefördert, dass Frau sich immer fühlen soll, als wäre sie unzureichend, wenn sie dies und jenes nicht hat.

Ich habe mich von dieser Art Fremdbestimmung auch schon längst abgenabelt. Und damit sind auch viele unverbindlichen Männer gegangen.
Ich lebe übrigens mittlerweile auch spartanisch. Unsere Familie besteht aus Anglern, Jägern und Selbstversorgern und diese Leute sind weitaus cooler drauf. Und eben unabhängig von allem, was die Industrie herstellt. Übrigens keiner Single, keiner suchend.
 
  • #50
Ich möchte gerne weniger konsumieren, in einer kleinen Wohnung leben und meine Arbeitszeit reduzieren, um meinen Interessen in der Freizeit nachzugehen. Im Job lassen sich
das ist eine Einstellung die ich gut nachvollziehen kann. Was bringt einem das ganze konsumieren und Besitz per se, wenn es immer mehr zum Zeitråuber wird ich war noch nie der große Konsumierer. Nur meine Wohnung, ok die war und ist mir wichtig. Ob jetzt aber der Urlaub super exclusiv sein muss und das 2 mal im Jahr ist mir egal. Ich denke, diese Lebensform wird in Zukunft zunehmen. Weil die Leute auch noch bewusst „Leben“ wollen. Die Frage ist halt auch - was für Freizeitinteressen. Das finde ich noch viel wichtiger. Wenn Du dort suchst, wirst Du fündig. Ich beispielsweise gehe gern Outdoor, fahre Rad, chille entspannt im Straßencafé.....

Ich war eigentlich Zeit meines Lebens immer sparsam. Nicht weil ich ( wie jetzt) musste sondern weil ich immer schon wenig benötigte. Deshalb geh ich beim wandern auch eher in einfache Herbergen anstatt in Hotels... ich sitze abends lieber bei einem Wein zusammen und koche oder grille und lade Leute ein, wie immer auszugehen. Das im teuren Baden-Württemberg... von dem her war der Schwabe schon früher minimalistisch
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #51
Das hängt immer davon ab, welche Art von Männern du suchst. Den "Mainstream" wirst du sicher mit eingen deiner Vorstellungen abschrecken. Männer die ähnlich ticken wie du aber nicht.
Wobei "Minimalismus" auch eine Definitionssache ist.
50 qm Wohnung oder kein Auto zu haben finde ich nicht minimalistisch. Beides durchaus alltägliche Dinge für Singles in Großstädten. Wenig Klamotten - privat habe ich auch nicht viele (beruflich etwas mehr, da dort von mir ein perfektes Auftreten erwartet wird). So außergewöhnlich ist das noch nicht.

Was mich in der Vergangenheit bei einem Mann abgeschreckt hat, war dass er für seine private Selbstverwirklichung seinen 3-Tage-Job weiter reduziert hat. Bei den 3 Tagen die Woche hatte ich schon den Gedanken, dass ich dann seinen Lebensstil finanzieren muss. Als er die Tage weiter reduzierte kam mir der Gedanke an die Grundsicherung, die er im Alter wird beantragen müssen.

Ja, in jungen Jahren möchte man nicht an die Rente denken. Dennoch, man muss eine Balance aus Selbstverwirklichung und Absicherung finden. Wenn du weißt, dass du mit deinem dann geringeren Gehalt in die Altersarmut rutschen wirst, würde ich, wäre ich an deiner Stelle, dies nicht tun.
Ansonsten ist dein Minimalismus sicher Geschmackssache. Da gibt es sicher Männer die ähnlich ticken wie du.

W32
 
  • #52
Dann mach es doch, es ist doch völlig egal was andere davon halten!
Ich selbst habe garantiert weniger als du, alles passt in 3 Koffer plus Tauch- und Golftasche und dazu habe ich 6 Kisten bei Mama wobei 2 davon Winter Klamotten sind ( brauche ich nicht, lebe in der Wärme).
Um die ich hatte schon alles: eigenes Haus, eigene Wohnung, neuer SUV und 5 Schränke voll nichts anzuziehen, immer wieder dachte ich dass muss man so machen aber jedes Mal habe ich wieder alles verkauft. Ich habe nun eine kleine Wohnung aber mit pool und Strand, fahre mit dem Roller zur Arbeit (es ist immer warm, also kein Problem außer es regnet mal 20 Minuten) und verbringe meine Zeit draußen beim tauchen statt drin mit putzen.
Aber: ich habe immer sehr gut verdient, ich kann leicht sparen und bediene mehrere private Altersvorsorgen und habe sehr gute Technik denn wenn man nur Tablet und Smart Phone hat muss das gut sein, Pc habe ich keinen mehr., keine Kamera usw.
Ich bin sehr versiert in der Technik und liebe mehrere Sportarten. Hier leiste ich mir auch gerne private Lehrer um schneller gut zu sein.
Ich habe in 5 Ländern gelebt und spreche 3 Sprachen und kann alles online erledigen. Für ein kleines Häuschen am Meer um rescue dogs aufzunehmen reicht es schon lange und immer wieder bin ich schon jetzt projektbezogen am arbeiten, d.h. ich bestimme selbst was ich annehme und was nicht und genieße daher maximale Freizeit.
Meine Wohnung ist minimal aber schön möbliert aber wer sitzt drin wenn er von der Terrasse aufs Meer schaut und wir selbst gefangen Fisch grillen?
Aber ein großes Aber: ich kann mir alles leisten, wenn ich will. Indiskutabel sind Camping Urlaube oder gar Zelten im Wald, niemals würde ich das machen, ich würde niemals unterversichert sein oder ohne finanzielle Absicherung. Ich brauche kein tolles Hotel aber garantiert ein Badezimmer!
Und niemals diese grausigen funktionsklamotten, einfach grauenhaft! Man ist auch gut angezogen gegen den Regen geschützt wenn man sich was anständiges kauft!
Und wenn ich irgendwo bin und ein tolles Restaurant sehe dann will ich rein gehen und das kann ich.
Genauso habe ich mehrere Business Outfits! Ich brauche vieles nicht aber wenn ich was tolles sehe, kann ich es kaufen.
Das Bild von der links orientrierten, esoterischen , übergewichtigen mit dem frechen Kurzhaarschnitt mit der blonden Strähne drin Ü-40erin bin ich also nicht, ich finde Religion und Esoterik bescheuert, will anständige Schuhe und anständiges essen - aber den Hummer fange und grille ich lieber selbst statt im Restaurant zu hocken ..
Also minimalistisch ja aber auf sehr hohem NiveauL Ich finde das macht extrem glücklich!
Wem es nicht passt, der darf gerne weiter gehen!
 
  • #53
Ich habe eine Freundin, die in einer Bauwagensiedlung wohnt.
Sie ist Handwerkerin und nimmt immer mal kleine Aufträge an, wenn sie ein bisschen Geld braucht.
Der größte Posten ist die Krankenversicherung und ich finde es toll, dass sie eine hat.
Für alles andere reichen ihr insgesamt 200€ im Monat.
Auf ihrem Gelände steht ein Bauwagen, in den jeder das reinstellt /-legt, was er nicht mehr essen will, und jeder darf sich was nehmen. Freitags abends gibt es ganz viel, weil da die Tafel alles reinlegt, was nicht abgeholt worden ist.
Wir gehen da rein und nehmen ganz viel mit und kochen ein Mischmasch in ihrem Wagen. Die Sachen sind sehr am Verderben, das sind Sachen, die bei der Tafel keiner wollte.
DAS ist Minimalismus und mich fasziniert das.
Nicht so toll finde ich, wie es bei ihr riecht.
Im Wagen riecht es schlecht, weil sie da halt auch kocht. Die Bettwäsche riecht nach Fett, die wäscht sie auch nicht jede Woche.
Sich selbst auch nur alle paar Tage...
Sie findet aber trotz allem jederzeit und sehr leicht einen Mann, denn sie ist sehr attraktiv.
Sie schläft dann übrigens oft und gerne bei dem Jeweiligen, besonders im Winter und hat auch kein Problem damit, dass er dann alles bezahlt.
Soviel zum Thema Lebensmodell.
Voilà: es ist nicht faszinierend, nicht konsequent,es ist blanke Theorie.

Was du beschreibst, liebe FS, finde ich nicht minimalistisch, eher völlig normal und auch ich würde dir raten, dieses Wort einfach nicht zu benutzen, wenn du denkst, es schreckt Männer ab.
Wozu es auch benutzen ? Es trifft ja nicht mal zu. Jedenfalls nicht in der Ausprägung, die sich der Mann das vorstellt.
So wie du tatsächlich das machst, finden es sicher viele Männer gut.

Übrigens: Arbeit zu reduzieren, weil man lieber mehr Zeit für anderes haben will, finde ich ok. Falls man damit niemand anderem zur Last fällt, weil z.B. das Geld nicht reicht.
Vor allem später, wenn das große Erwachen beim Renteneintritt kommt.
Ab und zu gibt es reißerische Filme über arme Omis, die von 588 € pro Monat leben müssen.
Kürzlich hat da mal eine gesagt, sie habe ihr ganzes Leben gearbeitet und nun das. Und die klagte und jammerte, weinte da auch und der Kommentator, die Stimme aus dem Off, stimmte in die Eloge ein,


w 50
Perfekter Beitrag! Wenn man hier wie bei FB liken könnte, hättest du jetzt einen doppelten Daumen nach oben, liebe @frei . Ich lebe minimalistisch, war mir bis jetzt gar nicht klar gewesen. Man kann natürlich daraus wat dolles machen. Was unter einem minimalistischen Einrichtung zu verstehen ist, hat mit Bescheidenheit nichts mehr zu tun. Ich lebe bescheiden und muss im Alter keine Angst haben. Ich freue mich heute Nachmittag auf meinen Balkon....:)
 
  • #54
Der Niedriglohnbereich betrifft wichtige Tätigkeiten. Also würdest Du der Frau das jetzt zum Vorwurf machen
Oh, ich hätte das besser weglassen sollen als Grund für die kleine Rente. Bleiben wir also lieber bei Teilzeit oder Schwarzarbeit als Grund, wenn jemand behauptet, er habe sein ganzes Leben lang gearbeitet und bekomme nun nur 588 € Rente.

Also diese Haltung "jeder könnte das erreichen, was ich erreicht habe", geht völlig vorbei an der Realität (hast Du nicht geschrieben...)
Und denke ich auch nicht.
Ich schreibe hier auch oft, dass es sehr leicht ist, dicken Menschen zu raten, einfach abzunehmen, weil sie dann leichter einen Partner finden, sie müssten ja nur einfach weniger essen und mehr Sport treiben, so wie der Ratschlaggebende.
Auch das geht vollkommen an der Realität vorbei.
Der Dicke ist nicht dick, weil er nicht weiß, woher sein Übergewicht kommt, sondern weil es ihm außerordentlich schwer fällt gegenzusteuern.
Und wie er immer wieder schwach wird bei leckerem Essen fällt es Kindern, die von klein auf weniger gefördert werden und/oder genetisch weniger günstig ausgestattet sind, schwerer, Intellektuelles zu lernen. Und es fällt ihnen bei entsprechender Prägung vor allem durch das Elternhaus schwerer, den Vorgang des Lernens als etwas Positives zu betrachten.
...man denkt, man hätte das alles allein erarbeitet und alle hätten gleiche Chancen.
Selbstverständlich haben wir hier alles andere als Chancengleichheit, wir werden nahezu ausschließlich durch unsere unmittelbare Umgebung geprägt.
Es ist kein Zufall, dass der Sohn von Mittermeier/Neureuther auch zur Weltspitze gehört.
Kein Zufall, wenn ganze Familien seit Generationen von der Stütze leben ( die Ausnahme, wenn mal eins dieser Kinder dem Sumpf entkommt ).
Kein Zufall, dass ich als Ingenieurin erfolgreich bin.
Und nein, ich bilde mir nicht ein, ich habe das allein erarbeitet.
Vielmehr schreibe ich hier oft, dass meine Kindheit zwar schrecklich war, aber dass dieses miese Leben mir immerhin beschert hat, dass ich es erst im schulischen , dann im beruflichen Bereich immer leicht hatte.

Ich finde es aber gut, dass du das noch mal explizit angesprochen hast, ich dachte, das sei selbstverständlich, aber man könnte das durchaus auch anders verstehen, was ich gesagt habe.

w 50
 
  • #55
Also ich verzichte auf nichts... Ich habe ein Auto, Laptop, Smartphone, Fernseher, genügend Klamotten für alle Anlässe usw., ...Wenn etwas kaputt geht und nicht mehr zu reparieren ist oder die Reparatur sich nicht lohnt, dann ziehe ich los und kauf mir was Neues. ....funktionierenden Flachbildschirm-TV ...
Liebe Charline, ich frage mich, wie du auf die Idee kommst, dass du minimalistisch lebst, wenn du doch alles hast?
Ein minimalistischer Lebensstil sieht anders aus.

Es ist positiv wenn man Dinge repariert und lange erhält, es ist positiv, wenn man eher Klassiker im Schrank hat, die man gut kombinieren kann.
Es ist positiv, wenn man auch mal preisbewusst einkauft und nicht jeden Schnickschnack braucht.

Aber wenn man karg lebt in einer ungemütlichen WOhnung mit zusammengeschnorrten Möbeln oder so gut wie gar keinen Möbeln, jede Geldausgabe scheut wie der Teufel das Weihwasser und gezwungenermaßen geizig ist, dann ist das schrecklich. Oder oder Fernseher, Auto am A... der Heide zu leben und nie ausgehen können, kein SMartphone zu haben und so weltfremd zu leben... das finde ich unsympathisch und nicht zeitgemäß in ganzer Kombination. Wenn jemand nur kein Auto hat, weil er alles gut mit Fahrrad, Bus und Bahn hinkriegt, ist das o.k.

Kommt also drauf an, wie man alles definiert. Charlines Lebensstil klingt völlig normal.
Ich frage mich, wie Menschen (ohne Kinder) in einem Teilzeitjob überhaupt überleben können? Meine Freundinnen um die 30 arbeiten alle Vollzeit und es reicht gerade so, weil die Miete ja schon viel auffrisst, teilweise 3/4 des Gehalts, billigere Wohnungen gibt es bei uns in der Großstadt nicht - da ist nicht viel Spielraum für Shopping/Urlaub oder Luxus.

So gesehen empfinde ich es als absoluten Luxus, Teilzeit zu arbeiten, solange man keine Kinder hat. Das muss man sich auch erst mal leisten können.

Minimalistisch
 
  • #56
Liebe @Annabell_32,
ich bin kein Mann doch ich habe ein Frage zum Verständnis: Müsste denn der Mann auch dem selben minimalistisch Lebensentwurf anhängen oder wäre es okay, wenn er reich ist oder Karriere macht, aber du nicht?
Ist es zum Beispiel ein „Muss“, das du in einer kleinen Wohnung leben willst oder willst du nur nicht für das große Haus arbeiten? Wenn jetzt zum Beispiel ein Herr mit einem großen Haus ansprechen würde und NICHT verlangen würde, dass du Karriere machst oder viel ausgibst, sondern dich zum Beispiel eher als Mutter seiner Kinder sieht, wäre das für dich attraktiv?
 
  • #57
Wenn du weißt, dass du mit deinem dann geringeren Gehalt in die Altersarmut rutschen wirst, würde ich, wäre ich an deiner Stelle, dies nicht tun.
Ich finde die Haltung der Fs gut und es gibt sicherlich genug Männer, die das ähnlich sehen. Die Ökoszene oder die entsprechenden Parteien (Grüne, Linke) wären sicher eine gut Möglichkeit um Gleichgesinnte kennenzulernen.

Dies mit Blick auf die Rente nicht zu tun, ist m.E. die falsche Einstellung. Bei einem Einkommen von 3000 Euro liegt die Rente bei 1360 Euro, allerdings nach 45 (!) Jahren Arbeit. Das ist für die meisten, die studiert haben und dann vielleicht noch einn MBA oder Sabbatical gemacht haben schon einmal nicht realisierbar. Das bedeutet die Rente dürfte bei vielen ohnehin in der Nähe der Grundsicherung liegen, und ob diese nun mit 100 Euro oder mit 200 Euro aufgestockt wird, ist auch schon egal. Ein bewusstes und gutes Leben ist viel wichtiger.
 
  • #58
Für mich käme der hier beschriebene reiche Mann mit Haus nicht in Frage. Er kann natürlich wohnen wie er will, nur ohne mich.

Minimalismus bedeutet ja nicht, dass man zu faul zum Arbeiten oder zu geizig ist, sich aber eigentlich nach Wohlstand sehnt, den man nur nicht selbst finanzieren möchte.
Genauso wenig muss es bedeuten, dass man politisch, vegetarisch, esoterisch, weltreisend, weltverbessernd, ökologisch, nachhaltig, selbstversorgend ist oder in praktischen Klamotten rumläuft. Diese Fraktionen wird es wohl auch geben. Jeder wie er mag. Mich interessiert das nicht, meine Motive sind egoistisch. Ich selbst bin eher eine Großstadtnomadin, die selbst für Minimalistenverhältnisse sehr wenig Gegenstände besitzt. Ich mag keine Möbel, besitze keine Schränke, kein Sofa, keine Küche. Alles passt in mein Auto. Ich bin oft umgezogen, Besitz wäre da nur hinderlich gewesen. Bei mir führt es auch schnell zur Überreizung.

Wenn ich Männer kennen lernte, die in einem Haus mit viel Kram wohnten, so hätte ich dort nie wohnen können. Selbst wenn man mir dafür Geld geben würde. Die Vorstellung erdrückt mich. Ich kann aber verstehen, dass sich jemand mit viel Möbeln und Kram geborgen und sicher fühlt. Kulturell sind wir ja auch so geprägt, dass Gemütlichkeit gesucht wird. (Wobei man sich eine minimalistische Wohnung nicht ungemütlich vorstellen muss).
Aber auch ich habe mir früher schon mit Männern "normale" Wohnungen geteilt, wenngleich keine überladenen. Dann musste ich mich halt anpassen und Möbel kaufen. Nach der Trennung habe ich sie aber mit Freude dem Mann geschenkt und war froh, wieder so leben zu können, wie ich es mag.

Zur Freiheit gehört natürlich auch, sein Geld selbst zu verdienen.
In meinem ganzen Leben wurde ich noch nie von einem Mann finanziert. Umgekehrt schon.
Natürlich ist es ein Unterschied, ob man minimalistisch leben muss oder es freiwillig tut. Auf Freiwilligkeit beruhend ist alles recht spaßig, ich könnte ja jederzeit damit aufhören. Ich kann defekte Gegenstände auswechseln oder reparieren lassen. Ich brauche keine Küche, weil ich essen gehen kann. (meistens esse ich aber auf der Arbeit oder bei meinem Freund). Mein Freund nutzt mein Auto, ich in seiner Wohnung die Küche, seine Plattensammlung und sein Fahrrad. Außerdem lade ich ihn häufiger ein. Durch Teilen kann ich gut auf Ballast verzichten.
Ich denke, mit einem Akademikergehalt ist es nicht so dramatisch nur eine 75-Prozent-Stelle zu haben. Ich kann noch genug sparen und muss anderen Menschen gegenüber nicht geizig werden.
 
  • #59
Sie machen sich Gedanken, ob mir das Geld in der Rente reicht. Über die Rente mag ich aber nicht nachdenken....
Dann solltest Du einen Partner suchen, der das auch so sieht. Ein Partner, der längerfristig denkt, wird bei Deiner Einstellung Pickel bekommen (ich reagiere da auch allergisch, weil ich eine Erfahrung mit einer Frau Deiner Denkweise hinter mir habe). Die einfachste Lösung für "Normaldenkende" ist dann sicher ein Ehevertrag mit Verzicht auf den kompletten Versorgungsausgleich. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die meisten eher "mehr" wollen, nicht "weniger". Du musst eben passend suchen.

Ich frage mich immernoch inwiefern diese Lebensweise nicht mit Kindern vereinbar ist. Klar sind einige Anschaffungen notwendig, aber ich muss ja nicht 50 Spielsachen haben, sondern kaufe 5.
Spätestens, wenn Du heute Kinder auf eine Schule schickst, werden sie vergleichen. Natürlich kann man passende Schulen (Waldorf etc.) wählen oder die Kinder passend erziehen. Das Ganze zieht sich unter Umständen aber bis hinein in Bildungschancen für die Kinder. Von Handy, Markenklamotten etc. mal abgesehen. Nicht umsonst regen sich ja viele über die "minimalistisch" erzogenen Kinder von H4-Empfängern auf und ihre geringeren Chancen. Du würdest diese Lebensweise freiwillig wählen.

Dein gewählter Lebensstil ist völlig in Ordnung. Du brauchst schlicht den passenden Partner. Und dazu passt eben nicht mehr "jeder". Deswegen schütteln viele hier den Kopf...
 
  • #60
Mich als Mann würdest du damit nicht abschrecken. Im Gegenteil!

Allerdings gibt auch dort solche und solche. Da sind die hardcore Minimalisten und die eher gemäßigten. Hardcore ist dann "containern", Secondhand only, Verweigerung von wirklich allen Annehmlichkeiten..
Und es gibt eben jene, die normal am wirtschaftlichen Leben teilnehmen, aber eben auf ein (weitgehend) notwendiges Maß beschränken, dabei vielleicht noch auf Nachhaltigkeit achten, dennoch natürlich auch noch Kino, Urlaub, ein gutes Essen etc pp zu schätzen wissen.

Dazwischen gibt es sicherlich noch zig Grautöne. Sofern du allerdings nicht zu der extremen Version gehörst, sehe ich eigentlich keinen Grund, damit überhaupt hausieren zu gehen. Sei einfach so! Ich jedenfalls handhabe dies eigentlich schon immer so und um deine Frage zu beantworten: Nein, es würde mich als Mann nicht abschrecken, sondern sogar Gegenteiliges bewirken, da einfach unfassbar selten, sofern es nicht ins extremistische abgleitet, wie so manch militante Veganer es praktizieren.