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Gast

  • #1

Schlechte Zeiten für Singles??

Singles sind Menschen allein stehend und allein lebend. Menschen im mittleren Lebensalter zwischen Ende 20 - bis Ende 40. Früher waren Singles anerkannt, wurden als autonom erlebt und als Leitfigur gesehen, weil er ein gesichertes Leben geschaffen hat und sozialen und materiellen Standard geschaffen hat. Heute wird in Werbung die Kleinfamilie propagiert und in der Politik wird der Single als nicht recht schaffen angesehen, weil er den Generationenvertrag nicht mehr erfüllt. Warum müssen Singles jetzt in der Gesellschaft über ihre Art zu leben Rechenschaft ablegen und warum werden Singles kritisiert und stigmatisiert? Warum muss sich Single rechtfertigen und begründen, wenn er "immer noch nicht" den Partner herbei gebracht hat z. B. in der Familie oder Familienfesten? Spiegelt die Gesellschaft ihre Aengst und heimlichen Wünsche in dieser Kritik? Warum sind Singles ein Thema, obwohl sie nicht die Mehrheit der Gesellschaft sind?
 
  • #2
weil der anteil der singels immer höher wird und ein singel bzw. ein paar ohne kinder dem sozialsystem auf der tasche liegt. Pensionsystem und krankenkassen brechen zusammen, weil sie zu einer zeit geschaffen wurden wo 3-6 kinder ganz normal waren.


singelsein bedeutet
staatlich:
ja! zur selbstvorsorge ja! zur überalterung der bevölkerung ja! zur abhängigkeit von imigranten

ökologisch:
ja! zu mehr verpackungen ja! zur lebensmittelvernichtung ja! zum steigen der immobilienpreise ja! zum mehrverbrauch von energie ja! zu mehr autos mehr abgasen

:) hab ich was vergessen?
 
M

Marianne

  • #3
Singles müssen sich rechtfertigen? Also ich muss mich nirgendwo rechtfertigen. Aber ich bin eher ein Beziehungsmensch, daher möchte ich einen Partner finden. Ich habe viel zu geben und weiß nicht, wem ich es sonst geben soll, wenn nicht einem Mann.

Ängste der Gesellschaft, heimliche Wünsche? Angst wovor, Wunsch wonach?! Meinst Du die, die in unglücklichen Partnerschaften stecken und Singles beneiden? Das ist nur ein kurzzeitiger Neid. In Wahrheit beneiden sie glückliche Paare.

Ein freiwilliger Single wirkt höchstens verwunderlich, denn das Streben nach Zweisamkeit scheint mir natürlich. Ein unfreiwiliger Single ist auf der Suche und wird finden. Aber ein spezielles Thema sind sie für mich nicht. Ist ja keine Spezies von Mensch, sondern nur ein Zustand.
 
  • #4
Ich finde nicht, dass Singles sich rechtfertigen müssen -- ganz im Gegenteil es ist normaler als jemals zuvor. Die politisch-korrekten Heuchler ereifern sich ein wenig, aber mehr auch nicht. Nein, ich bin noch nie aufgrund des Single-Daseins angefeindet worden.

@Thomas: Singlesein bedeutet vor allem selbstverantwortlich leben. Die Rente zahlt jeder für sich selbst ein, ganz genau abgerechnet. Wenn die deutschen Politik nicht jahrelang in die Rentenkassen gegriffen hätten, wären sie auch nicht leer. Jeder hat seine eigenen Entgeltpunkte und Rentenansprüche, ganz egal ob Single oder Paar. Ganz im Gegenteil, die Singles finanzieren die Familien ganz erheblich mit -- ohne Singles müßten alle möglichen Abgaben stark ansteigen! Man denke nur an die Familienkrankenversicherung, bei der eine beliebig große Familie für exakt den gleichen Beitrag versichert ist wie ein Single. Ich will darüber nicht meckern, aber Singles sind keinesfalls eine soziale Senke.
 
G

Gast

  • #5
Ich kann nicht feststellen, dass ich als Single an den Pranger gestellt werde.Mir wollen zwar auch immer alle möglichen Leute einreden, dass man unbedingt einen Partner haben müsste.Aber doch nicht um jeden Preis.Ich war 20 Jahre verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und geniesse das Leben.Es wäre schon schön, wenn sich einer finden würde, der dazu passt. Aber auch nur der.Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass meine gesellschaftlichen Auftritte durch einen Partner anders wären, denn ich bin so schon sehr akzeptiert.Über Einsamkeit kann ich auch nicht klagen und ich werde als sehr autonom angesehen.
 
G

Gast

  • #6
Ist es wirklich so, dass Singles früher angesehener waren als heute? Ich glaube nicht! Ich glaube noch nicht einmal, dass sie zu irgend einem Zeitpunkt so richtig beneidet wurden. Für sehr viele Singles (für die meisten) ist das Single- Dasein ein Zustand, den auf längere Sicht niemand wirklich anstrebt. Der Zulauf zu den Partnervermittlungen zeigt das u.a. auch!
Angela
 
P

Prickel63

  • #7
Ich muss mich nirgendwo rechtfertigen und wie diese Gesellschaft das Single-Dasein deklariert, das interessiert micht nicht. Ich weiß, wer und was ich bin und nur das zählt.
Im Übrigen möchte ich mit dem meisten, die in einer festen Beziehung leben gar nicht tauschen. Gründe dafür liegen auf der Hand, aber das ist ein anderes Thema.
 
G

Gast

  • #8
Mir ist es völlig egal was andere denken. Ich als Single muss mich niemanden gegenüber rechtfertigen. Wenn irgend jemand in der Politik oder sonstwo gegen Singles lästert, dann sollte der Lästernde lieber an der Verbesserung der gesammten Situation arbeiten, anstelle Sprüche zu klopfen.
Wenn jemand mir gegenüber "ungeschickte" Fragen stellt, erzähle ich gerne von meinen zahlreichen schlechtesten Dates und dann erübrigt sich automatisch jede weiteres Gespräch, da dann bisher jeder baff war.
Meine persönliche Einschätzung: wenn heutzutage keine klugen, intelligenten, fairen, ehrlichen oder sonstwie übervorteilten Menschen gebraucht werden, dann sterben sie eben aus bzw. vermehren sich nicht, das ist dann aber das Problem der nächsten Generation und interessiert mich dann (ohne Kinder) überhaupt nicht. Ich finde es erschreckend, das viele einfache + mittellose Menschen Kinder in die Welt setzen ohne dabei an die Kinder oder die Zukunft zu denken.
Ich kann für mich mit jeder Situation umgehen, frei nach dem Motto: Familie/Partner "kann man haben, muß man aber nicht".
 
  • #9
#3 Frederika eigentlich habe ich nur die medientrommel wiedergegeben. jedoch muss ich jetzt eines anmerken, man zahlt sich die rente nicht selbst, es wird nicht das geld von dir genommen und für dich aufgehoben, es wird an die momentanen pensionsempfänger ausgezahlt.
Die jugend erhält immer die alten, daran wird sich sobald nichts ändern, obwohl wir hier in österreich schon damit anfangen. Meine firma zb legt pro monat einen gewissen prozentsatz in eine "private" vorsorge, die dann zusätzlich zur staatlichen pension(ferner es sie zu meiner zeit noch gibt) ausgezahlt wird.

zum thema:
es stimmt schon, in meiner umgebung haben die meisten schon kinder oder zumindest langjährtige beziehungen und ich höre oft "der zug ist schon abgefahren" ...aber ich nehme es mir nicht zu herzen.
 
  • #10
@#8: Thomas, mir ist die praktische Funktionsweise des Rentengenerationenvertrags durchaus bewußt (derzeit reicht das Geld nur wenige Monate aus), aber doch zahlt jeder seine Beiträge und bekommt auch daran gemessen später seine Rente. Wenn das System nicht so verkorkst wäre, sondern wie jede anständige Versicherung abgesichert und mündelsicher, dann bräuchte man gar nicht davon reden. Wenn Witwen noch 60% der Rente des Mannes kriegen, ist es auch kein Wunder, dass einer wie für zwei zahlen muss. Das kann man sozial nennen, aber zukunftsfähig ist es nicht -- wie man ja sieht.
 
G

Gast

  • #11
Ich kannte (beruflich) nur einen (!) Topmanager (Vorstandsvorsitzenden), der ledig war, alle anderen, die ich beruflich begegnete (ca. 10) hatten Familien mit mindestens einem Kind. Dieser Mann wurde wegen seiner Kinderlosigkeit und Ledigsein immer irgendwie mit scheelen Augen angesehen. Er kam allen suspekt vor und musste in 2 Jahren wechseln. Später habe ich erfahren, dass er nirgends länger als 2-3 J. geblieben ist.

Ein Familienvater wirkt "verlässlicher" und "berechenbarer", und wenn einer mit über 40 noch nie verheiratet war, fragt man sich immer, warum. Es ist zwar kein großes Minus, aber für die Karriere nicht gerade förderlich.
 
  • #12
#9 Frederika bei aller liebe zu frauen, aber sie leben länger und hören früher zu arbeiten auf plus sind mehr beim arzt als männer. Eine frau kommt dem staat um vielfaches teurer als ein man.
Brücksichtigt man noch, dass sie statistisch auch noch weniger verdienen und somit weniger einzahlen...
 
  • #13
@#11: Da sind wir uns einig. Ich meinte, dass die Witwen noch 60% der Rente ihres Mannes weitergezahlt bekommen, obwohl sie selbst dafür nie etwas eingezahlt haben. Das ganze System gehört schleunigst kapitalgedeckt und persönlich zugeordnet.