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  • #1

Scheidung: ja oder nein?

Hallo liebes Forum
eine Liebesbeziehung zwischen zwei Eheleuten ist vorbei, sie verstehen sich aber nach wie vor sehr gut.
Sollten sie verheiratet bleiben, Scheidungskosten einsparen, steuerliche Vorteile, gemeinsame Versicherungen und auch andere finanzielle und sicherheitstechnische Vorteile weiterhin genießen oder wäre die klare Linie -trennen, scheiden- doch die vernünftigere, bessere Lösung?
Was sind Eure Erfahrungen, Meinungen, Haltungen dazu?
 
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  • #2
Scheidungskosten einsparen, steuerliche Vorteile, gemeinsame Versicherungen und auch andere finanzielle und sicherheitstechnische Vorteile weiterhin genießen

Das ist nichts anderes als BETRUG.

Abgesehen davon: richtig frei von der gescheiterten Ehe und eventuell für eine neue Bindung ist man erst durch eine formelle, offizielle, juristische Scheidung.
 
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  • #3
Das muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich bin gerade in der Situation, dass wir seit 2 Monaten getrennt sind. Für mich kommt die Scheidung so schnell wie möglich. Ich hätte auch nie aus stuerlichen Gründen geheiratet.
Eingesparte Scheidungskosten und steuerliche Vorteile (bei annähernd gleichem Verdienst minimal) wiegen für mich die finanziellen Risiken bei weitem nicht auf: Unterhaltspflicht und Rentenansprüche (und die sind dann groß, wenn sich die Steuereinsparungen überhaupt lohnen). Abgesehen davon, dass einer neuen Partnerin diese Situation wohl kaum zu vermitteln ist.

m, 46
 
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  • #4
Abgesehen davon, dass einerseits die Trennung und andererseits die Inanspruchnahme sowieso nicht gerechtfertigter Vorteile, wie Ehegattensplitting, Steuerhinterziehung und Sozialbetrug darstellen und moralisch mehr als fragwürdig sind, finde ich das falsch. Wenn die Ehe am Ende ist, will ich frei sein für eine neue Liebe und nicht sagen müssen, dass ich noch auf dem Papier verheiratet bin. Welche Frau, die es wert ist, würde sich damit abfinden, dass der Mann mit einer anderen auf Dauer verheiratet bleibt? Für den, der gibt, wie Zugewinnausgleich, Unterhalt und Versorgungsausgleich, ist es ohnehin fatal, eine Scheidung hinauszuschieben.
 
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  • #5
Du bist wahrscheinlich ein Mann, weil Du Dich bei einem emotionalen Thema auf die Logik verläßt. Es ist die eine Sache wenn die körperliche Anziehung weg ist, beide Partner aber weiter zusammenleben und als Ehepaar auftreten. D.h. entweder ohne Sex oder mit einer Affärenfreischein.

Falls Ihr Euch aber trennt bricht dieses Konstrukt (wenn Euch das Finanzamt nicht vorher draufkommt) spätestens dann zusammen wenn einer von Euch sich ernsthaft verliebt und der/die Neue die "gschlamperten Verhältnisse" beendet sehen will. Das ist für den finanziell Schwächeren kein Problem, für den Stärkeren aber schon. Von den geteilten Rentenanprüchen über den Vermögensausgleich läuft ja alles weiter. Anders gesagt - der wirtschaftlich Schwächere behält durch eine "Papierehe" alle Vorteile des Ehestatus ohne wird die wenigen Ehepflichten die er/sie hat elegant los.

Im Oktober 2013 hatte der BGH über folgenden Fall zu entscheiden: die Eheleute hatten sich im August 2000 getrennt. Im November 2008 erzielte der Ehemann zusammen mit seiner neuen Partnerin einen Lottogewinn von fast 1 Million €. Im Januar 2009 beantragte der Ehemann die Ehescheidung. Die Ehefrau verlangte Zugewinnausgleich in Höhe von knapp 250.000 €, also etwa die Hälfte des auf den Ehemann entfallenden Lottogewinn. Der Ehemann war der Auffassung, eine Ausgleichsverpflichtung seinerseits bestünde nicht, weil der Zugewinn erst nach langjähriger Trennung der Ehegatten entstanden sei und damit keinerlei inneren Bezug zur Ehe mehr aufweise. Der Lottogewinn stamme aus einer Tippgemeinschaft mit seiner neuen Lebensgefährtin und habe mit der Ehe nichts mehr zu tun. Der BGH war andere Auffassung: nach der gesetzlichen Regelung sei sämtlicher Zugewinn auszugleichen, der während der Ehezeit entstanden sei. Ausgenommen davon sei gemäß § 1374 II BGB nur solches Vermögen das ein Ehegatte aufgrund eines Erbfalles oder durch Schenkung erwerbe. Diese Ausnahmeregelungen könnten nicht auf andere Arten des Vermögenserwerbes ausgedehnt werden.
 
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  • #6
Es gibt für mich NICHT EINEN Grund verheiratet zu bleiben, wenn die Liebe vorbei ist.
Schon gar nicht aus finaziellen Gründen. Ich bin geschieden und unabhängig, und das geniesse ich.

Wer sagt eigentlich, dass Ehe irgendwelche Vorteile hat...?
 
  • #7
Wer damit zufrieden ist wie Bruder und Schwester zu leben und keine Erwartungen mehr an das Leben hat kann das gerne machen. Für mich war und ist das nichts. Ich glaube an die Liebe und das ist mir wichtiger als steuerliche Vorteile. w52
 
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  • #8
Im Oktober 2013 hatte der BGH über folgenden Fall zu entscheiden: die Eheleute hatten sich im August 2000 getrennt. Im November 2008 erzielte der Ehemann zusammen mit seiner neuen Partnerin einen Lottogewinn von fast 1 Million €.
Der BGH war andere Auffassung: nach der gesetzlichen Regelung sei sämtlicher Zugewinn auszugleichen, der während der Ehezeit entstanden sei. Ausgenommen davon sei gemäß § 1374 II BGB nur solches Vermögen das ein Ehegatte aufgrund eines Erbfalles oder durch Schenkung erwerbe. Diese Ausnahmeregelungen könnten nicht auf andere Arten des Vermögenserwerbes ausgedehnt werden.

Das ist die richtige Konsequenz. Wer sich nicht scheiden lässt, um die steuerlichen Vorteile mitzunehmen, der muss eben auch in Kauf nehmen, dass er/sie als verheiratet behandelt wird. Un dder sollte auch seine Rentenansprüche ausgleichen müssen, damit die Allgemeinheit nicht irgendwann für den schwächeren Partner zahlt, damit der stärkere sich jahrzehntelang die Steuervorteile mitnehmen konnte.

m, 46
 
  • #9
Mein Exmann hatte ja auch die Idee, dass wir trotz beidseitig gewollter Trennung aus den genannten Gründen verheiratet bleiben könnten. Das kam für mich aber nicht in Frage, das Kapitel wollte ich sauber abgeschlossen haben, um mein Leben unbelastet gestalten zu können.
 
  • #10
Hängt ganz davon ab ob man eine neue Beziehung eingehen möchte. Wenn nicht und ihr versteht euch gut, ist das ganz euch überlassen.

Wenn einer eine neue Beziehung eingehen möchte bin ich für klare Verhältnisse und ist die Scheidung der einzige Weg.
 
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  • #11
Zu steuerlichen Vorteilen kann ich nichts sagen, wäre für mich auch nicht attraktiv. Man müsste mir wohl schon eine Million Euro bieten, damit ich mich mit einem Partner irgendwie arrangiere, den ich nicht so recht für Bett und Partner leiden kann. Selbst wenn man sich mag, mir reicht das nicht. Und ich kann mir einen gemütlichen Alltag nicht vorstellen. Da nervt man sich doch gegenseitig irgendwann, wenn man sich auf der Pelle sitzt. Zusammenleben als Paar ist schon schwer genug.

Außerdem ist es bei mir so, dass ich mich immer schnell an neuen Männern orientieren wollte oder hast du kein sexuelles und partnerschaftliches Bedürfnis mehr? Dann kann man es verstehen. Für mich wäre das aber niemals eine Lösung. Außerdem hat man das Risiko, dass man sich einen Parasiten daheim hält, den man im Falle des Falles gar nicht mehr so unproblematisch aus dem Haus bekommt.

Daher klarer Fall: sauberer Schlussstrich ziehen. Notfalls bin ich auch so kulant und suche mit ihm eine neue Wohnung/Job für sich und schaue, dass er unproblematisch in ein eigenes Leben kommt. Aber ich möchte selbst unabhängig bleiben.

w32
 
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  • #12
An der Sache stört mich eines:
Die Liebesbeziehung ist vorbei und ihr versteht euch noch so gut, dass ihr es gut miteinander aushaltet.
Und du fragst, ob ihr der Vorteile wegen eine Scheidung einreichen sollt oder auch nicht.

Habt ihr euch schon mal klar gemacht, dass eine Liebesbeziehung verschiedene Phasen durchläuft?
Die muss man aktiv selbst beleben wenn sie nicht zugrunde gehen soll.

Ich würde das eher so sagen:
Wollt ihr in Zukunft andere Partner haben und frei sein für andere und mit dem dann was aufbauen -> Scheidung
Wollt ihr eueren gemeinsamen Aufbau zusammen erweitern wenn das noch möglich ist -> aktive Arbeit an der Beziehung und neue gemeinsame Projekte in Angriff nehmen (ob mit oder ohne Paartherapeut, aber der kann da auch sehr behilflich sein - gerade für völlig fachfremde Logiker).
 
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  • #13
.... sich gut zu verstehen ist schon mehr, als viele altgediente Ehen aufweisen....

solange nicht einer von beiden einen neuen Partner will, kann alles so bleiben.

Falls ein neuer Partner gesucht werden soll, muss man sich trennen.

w
 
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  • #14
Die Ehe ist auch eine Wirtschaftsgemeinschaft und wenn du gerne möchtest, dass alles, was du an wirtschaftlichem Erfolg schaffst (Zugewinn) zur Hälfte dem anderen gehört, dann lass es so wie es ist.
Wenn der andere mehr Zugewinn erwirtschaftet und es dem egal ist, dass dir die Hälfte gehört, dann lasst es halt auch so.
Ich als Versorger hatte keinen Bock, alles mit der Frau zu teilen, die mich nicht liebt.
 
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  • #15

Ach ja?!
Bitte nennen Sie mir das Gesetzt, dass mir vorschreibt WIE ich verheiratet sein muss.
Seien Sie bitte in Zukunft vorsichtiger damit, wenn Sie einer Straftat bezichtigen - Danke.

Also FS, lass dich durch so einen, mit Verlaub, Unsinn und so ein Prangergebrüll nicht irritieren.
Mich als neuen Partner würde es allerdings stören denke ich und aus deiner Sicht, würde es mich auch stören, keinen sauberen Schlusstsrich zu haben.

M32
 
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  • #16
Wer damit zufrieden ist wie Bruder und Schwester zu leben und keine Erwartungen mehr an das Leben hat kann das gerne machen. Für mich war und ist das nichts. Ich glaube an die Liebe und das ist mir wichtiger als steuerliche Vorteile. w52

Es soll Menschen geben, die halten es länger als 14 Tage ohne Sex aus.
Das bedeutet keineswegs, dass sie "keine Erwartungen mehr an das Leben" hätten.
Vielleicht sind ihnen tatsächlich andere Dinge (noch) wichtiger als Sex?
 
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  • #17
Lieber Fragesteller, ein kleines Bekenntnis zu deiner Situation wäre schön.. Also die Formulierung Ich liebe meine Frau nicht mehr - sie mich auch nicht - aber wir leben gut zusammen, verstehen und im Bett und am Tisch. Sollen wir uns trennen?

Es ist dein Leben- wenn du aus Einsamkeit in eine lieblosen Ehe bleibst - dann macht das. Eine neue Partnerin wirst du im Jahre 2014 ff höchstwahrscheinlich nicht finden- es gibt keinen Grund, weshalb Frauen so einen Feigling wie dich akzeptieren sollen. Eine Affäre kannst du sicher haben.

Es ist dein Leben, wenn du Liebe nur als die Strohfeuerliebe der Verliebtheit defnierrst und keine Liebe in dem siehst, was Freundschaft in einer Ehe bedeutet. Trenn dich. oder ändere deine Definition.

Du stellst hier nicht mal ein moralisches Problem du sagst einfach " Liebes Forum - wascht mir den Pelz, es juckt - aber bitte bitte nicht nassmachen."

Was sagt eigentlich deine Frau zu deien nPlänen- besprichst du sie mit ihr oder wirst du irgendwann nachts wenn sie eingeschlafen ist aus dem Haus schleichen und ihr dann über Anwalt mitteilen dass du den Scheidungsantrag eingereicht hast? W
 
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  • #18
Dem Noch-Partner die Trennungsabsicht persönlich Auge in Auge mitteilen.

Nach einer gemeinsam festgesetzten Frist (einige Tage) die Trennungsabsicht gemeinsam den Kindern (falls vorhanden) mitteilen.

Räumliche Trennung herstellen, einvernehmlich klären, wer auszieht.

Streit um die Kinder und um das eventuell vorhandene Vermögen vermeiden.

Sachlich miteinander umgehen.

Scheidung beantragen, wenn es möglich ist.... Trennungsjahr und so beachten.

Sich scheiden lassen.

Ach ja.... und sich trennen, BEVOR eine dritte Person ins Spiel kommt - sonst wird es nämlich schmutzig und unfair.

Zusammengefasst: Klarer Schnitt = klare Verhältnisse.

w 45
 
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  • #19
Wieso denn nicht??
So lange keiner neu heiraten will!?
Allerdings ist es doch oft so, dass meistens der Mann sich einfach scheiden lassen muss, weil der Trennungsunterhalt dann geringer wird.
Aber wenn beide damit gut fahren - why not?
Kenne einige, die das machen.
Till Schweiger ist ja auch nicht geschieden...
 
  • #20
@15 die FS hat nicht geschrieben, dass sie 14 Tage keinen Sex hatten. Sie sollten sich die Fragestellung genau durchlesen. Die FS schreibt vom Ende der Liebesbeziehung. Da ich ein Mensch bin, der an die Liebe glaubt, und nicht nur an den Sex wie Nr. 15, würde ich mich trennen . Man hat in jedem Alter ein recht auf Liebe. w52
 
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  • #21
Natürlich scheiden lassen, sonst ist die Ehe nicht zu Ende. Wieso kann Geld oder irgendwelche formalen Vorteile jemanden daran hindern? Sowas finde ich, zeigt höchstens, dass man gar nicht den Mut, Willen zu einem Neuanfang hat. Das sehe ich grundsätzlich so. Auch "wegen der Kinder" ist ja oft eine beliebte Ausrede, doch sollte niemand auf dem Papier verheiratet bleiben, sondern wegen einem selbst, wegen der Kinder und vor allem wegen der Ehrlichkeit zu sich selbst und dem Bewusstsein, nur dann wirklich frei zu sein, sollte man sich scheiden lassen, wenn man sich getrennt hat.
 
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