• #31
Liest sich nicht so, als ob das eine glückliche Beziehung wäre. Willst du da wirklich endlos dran festhalten?

Vielleicht ginge es dir ohne diesen Mann viel besser?
 
  • #32
Ich denke eigentlich dass es schon meist einen Grund hat wenn ich mich ärgere aber meine Position halt eine sehr schwache ist und ich ausgesprochen langsam mit meinen Anliegen weiterkomme.

Ich finde, das klingt doch nach dem Klassiker: Er hat den Respekt verloren, weil du dich beschwerst, aber nicht konsequent bist. Du hast doch jetzt schon seit Jahren mitbekommen, wie er ist, und lebst dieses Leben mit ihm. Er kann sich halt so verhalten, weil er offenbar von dir nichts zu befürchten hat. Stattdessen arbeitest du dich an dem Thema ab, ob sein Verhalten altersgemäß ist oder nicht, und wieso er das nicht ändert. Ja, weil von dir kein Signal kommt! Im Zweifel halt Trennung🤷‍♀️. Da greift eben die alte Floskel: man kann den anderen nicht ändern, sondern nur sich selbst. Wenn du das aber nicht als Option für dich sehen kannst, dann hat es dich aber keinen Sinn, deine Energie in dieses Thema zu verschwenden. Dann sitz es halt aus, er wird sich schon wieder beruhigen.
 
  • #33
So wie ich es sehe, können sich diese Konflikte tatsächlich vor allem deswegen so aufschaukeln, weil man vor mir keinen Respekt hat, also ich kann einfach mal unkompliziert sagen, er hat mit all seinen Vorwürfen Recht, auch mit dem "Ich habe keinen Selbstrespekt ".

Wo ich es aber anders empfinde als der Vorposter ist, dass dieser Respekt nicht verloren ging, weil ich mir dass alles so lange gefallen lassen habe, sondern vor meiner Person noch nie vorhanden war. Er verwendet ja auch gerne das Argument, dass meine Exfreunde dieselben Kritikpunkte an mir haben, dass ich unleidlich und beleidigend bin usw., was ja ein Beweis sein könnte, dass meine Kritik in Beziehungen noch nie ernst genommen wurde, weil alle Welt mich als nicht ernstzunehmend betrachtet. Mir scheint, dass der Grund dafür nicht in zu viel Toleranz von schlechtem Streitverhalten oder schlechten Gewohnheiten anderer liegt, die habe ich ja gar nicht, weil ich eh böse werde, sondern darin, dass ich für vieles selbst nicht in der Lage bin Verantwortung zu übernehmen und Chaos mache .

Zb bin ich (wieder mal) arbeitslos, beseitige oft selbst gemachte Unordnung nicht zeitnah, bleibe immer wieder tagelang zu lange wach und bin dann müde und deswegen "faul", flüchte andauernd in Lesen, Fernsehen, feiere immer wieder zu viel und bin dann betrunken und verkatert (phasenweise 2-3 Wochenenden hintereinander ), lade selbst zu viele Freunde und Leute zu uns ein bzw. lasse mich dazu anstiften, die ich dann nicht so schnell wieder loswerde (die übernachten oft bei uns von Freitag bis Sonntag), ernähre mich schlecht und esse phasenweise so viel Zeug, was ich gar nicht vertrage, dass ich Magenprobleme habe und oft schlimme Nesselausschläge bekomme, wogegen ich dann zb Antihistamintabletten nehme, statt die für mich ungesunden Lebensmittel wegzulassen . Mir ist das alles selbst zu viel und ich bin unzufrieden, aber statt erwachsen Verantwortung zu übernehmen, bin ich schlecht gelaunt.

Und daher kommt es wohl, dass mein Freund mich kollektiv mit dem Rest der Welt nicht richtig ernst nimmt, wenn ich ihm sage, er übernähme für dies und das keine Verantwortung . Er benimmt sich tatsächlich in den meisten Lebensbereichen wie ein chauvinistischer Teenager (Peter Pan-Syndrom) und hat Null Fähigkeit zur Selbstreflexion, aber so wie ich drauf bin, schwäche ich durch mein offensichtlicher unfähiges Verhalten meine Position einfach zu sehr . Zb er überredet mich, "meine" (seit fast 10 jahren in Wirklichkeit aber seine) Freunde einzuladen, wenn ich eh drei Mal sage, ich will eigentlich nicht. Wenn ich mich dann aufrege, dass die so viel da waren, sagt er "Das sind doch deine Freunde, die hast doch du eingeladen. Ich habe meinen Kumpel schon jahrelang nicht getroffen, weil es mir bei Dir hier zu peinlich ist, den einzuladen bei der Unordnung."
 
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  • #34
Wir haben tagelang Streit und ich denke mir dann er müsste doch irgendeine Verantwortung für die Situation übernehmen statt mich immer mehr abzulehnen und mir Vorwürfe zu machen.

Tagelang "dicke Luft" finde ich eigenartig. Gerade, wenn es immer wieder und wegen irgendwelcher Kleinigkeiten geschieht. Und Verantwortung übernehmen müssen in der Situation beide. Wer bei euch den Streit auslöst und wer einlenkt oder auch nicht, ist aus der Ferne nicht zu beurteilen. Aber so ein Zustand ist aus meiner Sicht für eine Beziehung ein Alarmzeichen. Apokalyptischer Reiter.

Zb hat sich der Konflikt wegen dem ich hier begonne habe zu schreiben sich inzwischen in ca 6-7 Tagen extrem hochgeschaukelt aber eigentlich merkt das kaum wer weil wir in ca 48 h nur 5 min relativ ruhig "streiten".

Warum löst sich ein Konflikt nicht von selbst auf oder warum diskutiert ihr nicht den Konflikt aus? Sind es immer andere Konflikte oder liegt ein zentrales Problem zugrunde?

Schwierig ist es weil jeder diese Sichtweise teilt. Alle, Kinder, Freunde mein Partner geben mir die Schuld wenn immer ich mich aufrege und Stress mache, Harmonie zerstöre.

Wenn wirklich alle rundherum das so sehen, dann könnte der Blick in den Spiegel schon auch hilfreich sein...
 
  • #35
Schwierig ist es weil jeder diese Sichtweise teilt. Alle, Kinder, Freunde mein Partner geben mir die Schuld wenn immer ich mich aufrege und Stress mache, Harmonie zerstöre.
Weisst du, wenn wirklich ALLE dieser Meinung sind, dann darfst du dir gerne überlegen, ob sie vielleicht recht haben. Und was du falsch machst.

Aus männlicher Sicht stelle ich mir das Ganze mal so vor:
Familie Sirikit sitzt im Wohnzimmer. Alles ist friedlich. Plötzlich wird es Sirikit zu viel, sie pflaumt ihren Mann an. Er reagiert nicht sofort. Sirikit fängt an zu keifen. Und er denkt sich: Sie hat einen schwierigen Charakter, aber sie schaut niedlich aus, wenn sie Drama macht. Wenn ich jetzt zurück brülle, dann fliegt die Kleine zum Fenster raus. Also lasse ich es sein. Und irgendwann nervt ihn das, er geht in sein Büro, Türe zu und fertig.

So wirst du nie erreichen, dass er dir zuhört. Was also kannst du machen?
Das, was du uns schreibst von wegen Gefühle und Alpträume, das schreibst du ihm so auf, wie du es uns präsentierst. Dann kann er in Ruhe lesen, mitbekommen, was du überhaupt willst .... und darauf antworten.
Du akzeptierst, dass er weniger temperamentvoll ist - und er begrenzt die Zeit des Schmollens. Wenn ihr das miteinander vereinbaren könnt ........
Mit meiner italienischen Diva hatte ich ein Ritual. Sie hat 5 Minuten rumgezickt, dann hab ich auf den Tisch gehauen und laut "Basta" gesagt ..... und wenig später konnten wir normal miteinander reden. V und ich streiten so gut wie nie. Wir brauchen das nicht.

Überleg mal, ob sowas für euch auch eine Lösung wäre.
Und noch ein Tip von V - Haare bürsten hat meditativen Charakter. Versuchs mal .....
 
  • #36
Und daher kommt es wohl, dass mein Freund mich kollektiv mit dem Rest der Welt nicht richtig ernst nimmt, wenn ich ihm sage, er übernähme für dies und das keine Verantwortung .

1. Wer beleidigt und dauerhaft schlecht gelaunt ist wegen seiner eigenen Unzulänglichkeiten, der wird nicht ernst genommen, das hast du richtig erkannt, das ist wohl so.
2. Vielleicht lockt dein eigener verantwortungsloser Lifestyle einfach auch solche Partner in dein Leben, das geht eine Weile gut, aber da sind offenbar auf beiden Seiten Defizite, die sich da irgendwie ausgleichen. Auch hier gilt: wer Ordnung in sein Leben bringen will, der muss halt alte Zöpfe abschneiden, oder er/ sie erträgt es halt weiterhin.
3. Erwähntest du nicht letztens noch Kinder, die da zwischen dem Chaos rumspringen? Oder hab ich das falsch verstanden? Interessant!
4. Nicht ernstgenommen wird man trotz alledem nach wie vor, wenn man nicht konsequent handelt und lebt. Ewig herumstreitet, nörgelt oder was auch immer, aber eben nichts tut. Wieso sollte sich denn dann was ändern?
5. Ich verstehe die Ausgangsfrage nicht so richtig. So wie ich es auffasse, WILLST du ja nicht, dass es irgendwie besser wird, sondern willst in diesen Zuständen verharren, aber von uns wissen, ob dein Partner sich altersgemäß verhält oder nicht. Hm. Offenbar nehmt ihr euch beide nicht viel. Im Grunde werden wir ja immer von unserer Umwelt gespiegelt. 🤷‍♀️
 
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  • #37
... sondern darin, dass ich für vieles selbst nicht in der Lage bin Verantwortung zu übernehmen und Chaos mache .

Er benimmt sich tatsächlich in den meisten Lebensbereichen wie ein chauvinistischer Teenager (Peter Pan-Syndrom) und hat Null Fähigkeit zur Selbstreflexion, ...

Von außen betrachtet haben wir hier dann zwei Beteiligte, die für mich als Partner oder Partnerin nicht in Frage kommen würden.
Da hilft dann nur viel auch offen besprochene Toleranz (ich aktzeptiere Deine Macken und Du meine) oder die Trennung (hoffentlich dann ohne Kinder, die ja noch mehr unter den beschriebenen Macken leiden).

Und dann vermutlich alleine bleiben, denn kaum ein klar denkender Mensch ohne starke eigene Macken wird sich das antun, was Du hier von Dir beschreibst.
 
  • #38
Ich warte auf wieder "mehr Nähe", habe Alpträume vom alleingelassenwerden,
Kannst Du Dir nicht sagen "es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird", und diese Ängste umwandeln in was Gelasseneres? Es ist ja nun schon SO OFT nichts passiert an Konsequenzen, nur weil ihr einen Streit hattet.
Und wenn Du Forderungen an ihn hast, die berechtigt sind, die er aber nicht erfüllt und das schon seit Jahren nicht, dann müsstest vielleicht auch mal DU in Erwägung ziehen, diese Beziehung zu beenden. Solange Du selbst dran klammerst, bist Du auch in keiner Position, irgendwas durchsetzen zu können.

Lange Rede kurzer Sinn, er sieht Null Verantwortung bei sich und wenn ich mit Agumenten komme wie "ich habe dir schon gestern früh gesagt dass es mir zu viel sein wird wenn wir Gäste haben ohne uns richtig versöhnt zu haben werde ich nicht glücklich sein" bringt das überhaupt nichts
Na damit willst Du ihn ja auch zu Deinen Gunsten manipulieren. ER soll es wieder gut machen, damit Du Dich gut fühlst. Aber damit würde er Dir den Hampelmann machen, weil er sich selbst eben noch nicht gut fühlt, aber den Gästen was vormachen kann von netter Stimmung.
Oder er nutzt einfach seine Macht aus, weil er es genießt, wie Du Dich in Ärger und Verzweiflung um Dich selbst drehst und keinen schönen Tag haben wirst.

Du müsstest mE auch mehr Verantwortung sehen, aber für DICH. Solange Du Dich nicht als Wesen "separat von der Beziehung lebensfähig und existierend" sehen kannst, wird er immer die Verantwortung für Deine Stimmung von Dir kriegen.
Warte doch einfach mal ab, was passiert, wenn ihr einen Streit hattet, statt immer wieder davon anzufangen und ihn dazu bringen zu wollen, dass er Deine Welt wieder heile macht.
 
  • #39
Wo ich es aber anders empfinde als der Vorposter ist, dass dieser Respekt nicht verloren ging, weil ich mir dass alles so lange gefallen lassen habe, sondern vor meiner Person noch nie vorhanden war.
Dann wäre es gleich wichtig gewesen, wieder zu gehen. Aber vielleicht ist diese Beziehung dafür da, dass Du das für Dich lernst. Ich meine, dass man sich selbst respektieren muss, sonst tut es auch kein anderer. Und die, die es sowieso nicht tun, kannst Du gleich vergessen. Denen beibringen zu wollen, was Respekt ist, ist verlorene Energie.

Es finden sich in Beziehungen mE immer nur gleich-reife Menschen. Weil ein Reiferer es nicht aushalten kann, einem Unreifen erst noch grundlegende Dinge beizubringen. Das geht ja meist nur darüber, dass man das Verhalten spiegelt, und damit würde man sich selbst auf eine Stufe begeben, die mehr Hässlichkeit und Gemeinheit bedeutet im Verhalten.
Mir ist das alles selbst zu viel und ich bin unzufrieden, aber statt erwachsen Verantwortung zu übernehmen, bin ich schlecht gelaunt.
Wenn Du Deine Unzufriedenheit mit der Welt in der Beziehung und am Partner auslässt, ist das natürlich (D)ein Fehler. Ich denke auch, das selbstzerstörerische Verhalten bringt nicht weiter, also weder erkenntnismäßig noch zufriedenheitsmäßig. Aber so ein Bewerter als Partner ist natürlich auch nicht hilfreich dabei, weil Du dann immer das Gefühl hast, Du tust es für ihn und er wird Dich herablassend loben oder irgendwas sagen wie "na endlich bist mal ein bisschen vernünftiger". Mit Belehrern zusammen zu sein, ist nicht amüsant, denn die erkennen nie ihren Fehler an, weil der Krümel doch den Kuchen nicht kritisieren kann.

Die Aussagen, die er zu Dir macht, finde ich sehr verletzend. Ich wollte mit so einer Person nicht zusammenleben. Klar, man rutscht halt rein, erst ist alles voller rosa Nebel und nach und nach kommt sowas. Aber der eigentliche Punkt ist, ob man dann noch bereit ist, die Beziehung zu hinterfragen und sie auch wieder aufgeben zu wollen, wenn sich solches Verhalten immer wieder zeigt. Oder wenn sich eben generell rausstellt, dass der Mann keinen Respekt hat. Der springende Punkt ist für mich immer, ob man dann bleibt und sich damit unterordnet, oder ob man auch gehen würde, und das wirklich. Weiß der andere, dass man nicht gehen kann und wird, so muss er sich nicht ändern.
 
  • #40
Zb bin ich (wieder mal) arbeitslos, beseitige oft selbst gemachte Unordnung nicht zeitnah, bleibe immer wieder tagelang zu lange wach und bin dann müde und deswegen "faul", flüchte andauernd in Lesen, Fernsehen, feiere immer wieder zu viel und bin dann betrunken und verkatert (phasenweise 2-3 Wochenenden hintereinander ), lade selbst zu viele Freunde und Leute zu uns ein bzw. lasse mich dazu anstiften, die ich dann nicht so schnell wieder loswerde (die übernachten oft bei uns von Freitag bis Sonntag), ernähre mich schlecht und esse phasenweise so viel Zeug, was ich gar nicht vertrage, dass ich Magenprobleme habe und oft schlimme Nesselausschläge bekomme, wogegen ich dann zb Antihistamintabletten nehme, statt die für mich ungesunden Lebensmittel wegzulassen . Mir ist das alles selbst zu viel und ich bin unzufrieden, aber statt erwachsen Verantwortung zu übernehmen, bin ich schlecht gelaunt.

Nu, und dazu gibt es dann 5(?) Kinder von mehreren Vätern...

Sirikit, nicht böse gemeint, aber irgendwann wird es höchste Zeit erwachsen zu werden.

Fange Du bei Dir an, suche Dir ggf. Unterstützung.

W, 51
 
  • #41
Du bist faul oder hast keine Energie mehr?
Und wenn Du deinen Teil dann nicht geschafft hast, dann bekommst Du richtig schlechte Laune?
Weil alles noch da ist? Weil Du ein schlechtes Gewissen hast?

Corona und arbeitslos ist auch: alle sind zuhause und machen mehr Dreck.
Und den sieht man minütlich, weil man nicht raus kommt und der ist dann Deiner, weil Du ja sonst nichts zu tun hast?

Er redet nicht, aber er meckert auch nicht, wenn nicht alles perfekt ist?
Wie ist er....gut organisiert und strukturiert?
Und Du...wenn die Struktur nicht von außen gegeben ist?

Ihr habt beide keine gute Streitkultur, aber wichtig wäre: finde die Dinge, warum es Krach gibt und erstmal nicht wegen wem.
Und dann zum Gespräch bitten...mit der Offenlegung des Themas. Aber mit einem Termin zb 2 Tage später.
Denn auch er braucht die Chance, sich vorzubereiten und soll nicht überfahren werden

Vor dem Gespräch müsst ihr Regeln aufstellen
Nur Ich-sätze bilden...keine du machst immer, du machst nie etc.
Und jeder bekommt nacheinander Redezeit ohne Unterbrechung
Sprich erstmal Grundthemen an und nicht die Kräche.
Wie es dir damit geht und wie du dich fühlst.
Und was das mit Dir macht

Dann bekommt er Zeit für die Situationen

Später kannst du sagen, dass du dich so bestraft fühlst, schuldig etc und was du dir von ihm wünschst.

Zum Schluss: Vorschläge zur Lösung.
 
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  • #42
Und daher kommt es wohl, dass mein Freund mich kollektiv mit dem Rest der Welt nicht richtig ernst nimmt, w
Du nimmst dich selber nicht ernst - dein Verhalten zeigt schon fast selbstzerstörerische Tendenzen. Du magst dich selber nicht mehr. Kenne das von mir, war ich auch so vor einigen Jahren.
Wenn du das Problem nicht ändern kannst, dann ändere deine Einstellung dazu. Ab sofort auf jede Bemerkung deines Mannes sagst "ja und?". Du bist hysterisch - ja und? Du bist dick - ja und? Du trinkst zuviel und deine Wohnung ist unordentlich? Ja und?
Betrachte es als ein Spiel oder eine Therapeutenaufgabe, bleibe stur und wiederhole mantramässig "ja und". Setz dir eine Frist - eine Woche, lang genug, um Resultat zu sehen, und kurz genug, um durchzuhalten. Dann schau, ob sich was ändert. Vielleicht nicht bei seinem Verhalten, aber bei deinem Empfinden.
Ich würde dir noch ein Buch empfehlen " Ein Scheiss muss ich" von Tommy Jaud.
 
  • #43
Du nimmst dich selber nicht ernst - dein Verhalten zeigt schon fast selbstzerstörerische Tendenzen.

Ich stimme zu. Unabhängig vom Partner hat die FS ein Problem mit sich selbst.

Wenn du das Problem nicht ändern kannst, dann ändere deine Einstellung dazu. Ab sofort auf jede Bemerkung deines Mannes sagst "ja und?". Du bist hysterisch - ja und? Du bist dick - ja und? Du trinkst zuviel und deine Wohnung ist unordentlich? Ja und?
Betrachte es als ein Spiel oder eine Therapeutenaufgabe, bleibe stur und wiederhole mantramässig "ja und". ...

Was soll dabei rauskommen? Inwiefern löst das die Probleme des Paares? Was soll der Partner mit dem Mantra anfangen? Ich denke, ich würde nach zwei Tagen den psychiatrischen Notdienst anrufen...

Ich würde dir noch ein Buch empfehlen " Ein Scheiss muss ich" von Tommy Jaud.

Für wen? Sie oder den Partner? Was soll das für eine Art von Bewältigung von Problemen in einer Beziehung sein, wenn offenbar beide erhebliche Probleme mit sich selbst und miteinander haben.

"Die Freundin" schreibt als Rezension: " Ein witziges Plädoyer für Unabhängigkeit." Die bekommt sie auch, indem sie sich einfach trennt...

Wenn ich die Beiträge der FS hier so überfliege, ist sie ziemlich impulsiv und eher aggressiv. Mehrere Therapien waren erfolglos. Ich glaube nicht, dass sich ihr Problem verbessert, wenn sie jetzt noch ein wenig rumkrawallt...
 
  • #44
Ja, liebe Sirikit, teilweise kann ich deinen Freund verstehen.
So, wie du dich selbst beschreibst, bietest du wirklich mehr als genug Anlass, um sauer auf dich zu sein. Und überfordert bist du wohl mehr mit dir selbst als mit allem anderen.
Hast du schon mal über eine Kur nachgedacht ? Vielleicht würden dir 5 Wochen ohne dein Umfeld helfen, aus dem Kreislauf, der eher destruktiv als konstruktiv ist, heraus zu kommen. Alternativ ein Aufenthalt im Kloster - hat schon einigen Menschen geholfen, zur Ruhe und zum inneren Frieden zu kommen.
Du könntest auch mal mit Ehrlichkeit anfangen. Sag deinem Freund doch, dass du immer dann, wenn du besonders schlimm bist, einfach mal in den Arm genommen werden willst.
Deine Art wird dir auch beruflich immer wieder Knüppel zwischen die Füsse werfen. Überleg mal, ob du mit Sirikit 2 zusammen leben oder arbeiten wolltest ? Und welches Vorbild du für deine Kinder abgibst.

Du gestaltest dein Leben. Und das nicht immer so, dass du mit dir selbst zufrieden bist. Es gibt das schöne Sprichwort: Wie man in den Wald ruft - so schallt es zurück. Überleg mal - einer ausgeglichenen Sirikit wird jeder mal ein "über die Stränge schlagen" zugestehen. Einer Sirikit, die nur Mist baut und die Schuld bei allen anderen sucht nicht.

Erfinde dich neu - eine erwachsene Sirikit. Und du wirst sehen - so langsam aber sicher wird dein Umfeld dich als tolle Frau wahrnehmen, nicht mehr als verzogene Göre. Und du selbst wirst auch viel zufriedener mit dir sein. Fange heute an - DIR selbst zuliebe. Du kannst das, wenn du willst ....
 
  • #45
Ich kann uns beide eigentlich sehr gut in den Texten über Peter Pan Syndrom oder früher nannte man das "Puer Aternus" oder "Puella Aterna" .
Er wirkt einfach von seiner ganzen Ausstrahlung oft wie ein Junge, macht auch Witze darüber dass er wohl ein Kind geblieben ist und auch ich wirke so jung und naiv dass es Leute regelmäßig aus den Socken haut wenn sie hören dass ich selbst Kinder habe. Wenn man die Texte über dieses psychologische Syndrom liest passen so gut wie alle Punkte, bei mir noch schlimmer als bei ihm.

Das ist alles sehr kompliziert weil sich hier mein Grant über das Chaos das ich durch meine unreife Art produziere sich vermischt mit einem ständigen generft sein darüber dass er kindisch ist zb hin und her hüpft oder zb zu wenig auf Strukturen achtet (wenn er zuhause ist fällt mir Struktur noch viel schwerer zb unser Kind vor 11 ins Bett zu bekommen, sauber, satt im Pyjama), mich vollquasselt und ich mich fühle wie eine Mutter mit einem Teenagersohn. Ich weiß ehrlich nicht wieviel davon Projektion meiner eigenen Unzulänglichkeit und wieviel Real ist. Aber wenn man wie gesagt diese Peter Pan Texte liest trifft das meiste zu . Und das er wie ein Kind wirkt ist objektiv. Kürzlich haben wir uns mit Freunden im Spiel alle Indianernamen gegeben und er bekam den Namen kleiner Abenteurer (und er ist nicht klein).

Die ganzen Tipps wie wir unsere ewigen Streitphasen in den Griff bekommen sind iwie sinnlos weil niemand miteinberechnet wie extrem rethorisch begabt und schlüpfrig mein Partner ist. Er übernimmt einfach keine Verantwortung für irgendwas und windet sich raus. Ich habe mal mit einem seiner besten Freunde darüber gesprochen der ist auch sehr schlau, ein Psychotherapeut . Ich sagte dass ich mit Diskussionen bei meinem Partner nie durchkomme weil er mir rethorisch hoffnungslos überlegen ist (als einziger Mensch den ich kenne) . Da lachte er und sagte er müsse zugeben es ginge ihm da auch genauso mit meinem Partner. (die beiden disktieren oft stundenlang über philosophisches) . Aber manchmal spricht man einfach etwas wahres aus das geht dann durch die ganze Abwehr. Aber sicher nie aus dem Modus eine Art Kampf zu führen.

Jedenfalls habe ich mit dem neuen Jahr wirklich diese fixe Idee entwickelt ich möchte jetzt erwachsen werden, daher ich räume alles sofort weg und lege die Dinge schön geordnet an ihren Platz, flüchte nicht in Medien, suche mir einen Teilzeitjob und ich habe absolut keine Lust mehr auf diese Partywochenenden wo Freunde bei uns sind (und dann 2 Tage bleiben) und ich dann Wein trinke. Ich will eigentlich gar keinen Besuch mehr ....
 
  • #46
wenn er zuhause ist fällt mir Struktur noch viel schwerer zb unser Kind vor 11 ins Bett zu bekommen, sauber, satt im Pyjama

Sirikit, wenn Du nicht mal zu so was in der Lage bist, und damit überfordert, solltest Du Dir Familienhilfe holen - beim Jugendamt.
Ihr streitet permanent, die Wohnung versinkt im Chaos, es geht permanent nur um Euch.
Bei Euch werden Kinder groß.
Ist Dir bewusst, was Du bei Deinen Kindern anrichtest?
Verantwortung?

Dann, sorry, gib sie in Pflege zu verantwortungsvollen Menschen, und ihr könnt weiter Eure Peter Pan Spiele spielen.

W, 51
 
  • #47
Ich hatte zb keine psychologischen Tipps gegeben, sondern grobe Tipps aus einer Mediation.
Dafür braucht man nicht mal eine hohe Intelligenz und es geht zumindest mit Mediator 0 um sich rausreden zu können.

Allerdings würde Dir in einer Supervision klar gesagt werden: gehst Du bei allen Vorschlägen nur mit dem Argument heraus....das bringt eh nichts.
Dann war es das auch!
Es wird sich nichts ändern

Aufs Altern setzen bleibt so deine eigene Option und das Leiden oder eben Trennung.

Alles andere lehnst auch Du eindeutig ab, in dem Du nichts versuchst.

Schade eigentlich.
 
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  • #48
Die ganzen Tipps wie wir unsere ewigen Streitphasen in den Griff bekommen sind iwie sinnlos ...

Letztlich musst Du mit Deiner bzw. Eurer Situation umgehen, Du musst entscheiden, wo Du etwas ändern möchtest und Du musst die Kraft aufbringen, das zu tun, egal ob mit kleinen Schritten oder großen Veränderungen. Du musst Verantwortung wahrnehmen für Dich selbst und für Deine Kinder. Tipps von außen können immer nur eine Gedankenanregung sein, niemand hier kann Deine Situation wirklich erfassen, erst Recht nicht verändern.
Verantwortung bedeutet auch, sich da Hilfe zu holen, wo man selbst zu schwach ist, gerade wenn Kinder im Spiel sind. In Deiner Situation scheint mir Hilfe in einem Forum zu weit weg zu sein. Da sind wohl Beratungsstellen in der Nähe, das Jugendamt oder andere Institutionen näher dran.
 
  • #49
Aber hallo, Entschuldigung - sauer sein hat doch mit dem Alter nichts zu tun, sondern vielmehr, um welche Sache es ging! Ich finde es gut, wenn jemand überhaupt sauer werden kann, ich finde es nicht gut, wenn jemand das nur runterschluckt, um nach außen hin so zu tun, als wäre nichts geschehen!
Er macht sie aber für seine Gefühle verantwortlich und wendet sich ab, wie ein kleines schmollendes Kind.

Sich verletzt zu fühlen, verärgert oder sonst was ist ja völlig normal in einer zwischenmenschlichen Beziehung. Habe noch keinen Menschen kennengelernt, der sich immer exakt so verhalten hätte, wie ich es mir wünschte. Menschen sind halt unterschiedlich,..

Aber wie ich damit umgehe, sagt viel über die emotionale Reife eines Menschen aus.

Was ich hier herauslese ist, dass dein Partner sich irgendwie von dir getriggert fühlt und anstatt mal in sich selbst nachzuschauen, was ihm seine Gefühle sagen wollen ( Bedürfnisse wurden verletzt ), sucht er die Ursache im anderen und macht dich dafür verantwortlich. Das ist schon ein sehr destruktives Verhalten, weil er damit länger in dem Gefühl sitzt, als nötig und dieses auch in eure Beziehung trägt, ohne etwas sinnvolles daraus abzuleiten.

Auch wenn das relativ häufig vorkommen mag, so würde ich das keineswegs als „normal“ bezeichnen. Beziehungskompetenz sollte man sich schon erarbeiten wollen, wenn man nicht das Glück hatte Eltern zu besitzen, die einem das adäquat vorleben konnten, wie man z.B. mit Konflikten umgeht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #50
Sirikit, wenn Du nicht mal zu so was in der Lage bist, und damit überfordert, solltest Du Dir Familienhilfe holen - beim Jugendamt.
Ihr streitet permanent, die Wohnung versinkt im Chaos, es geht permanent nur um Euch.
Bei Euch werden Kinder groß.
Ist Dir bewusst, was Du bei Deinen Kindern anrichtest?
Verantwortung?

Dann, sorry, gib sie in Pflege zu verantwortungsvollen Menschen, und ihr könnt weiter Eure Peter Pan Spiele spielen.

W, 51

Nein so ist das nicht. Meine größeren Kinder sind 1 in der Oberstufe und die große Tochter studiert schon .Ihr Freund wohnt auch quasie bei uns ich denke wir haben es zuhause insgesammt recht angenehm.

Ist bei uns eher ein Oberschichthaushalt ...Mit Putzfrau usw. Das kleine Kind geht aber oft zu spät schlafen ja. Aber kein Grund für eine Pflegefamilie. Da müsste man sämtliche Kinder in Spanien und Portugal abholen lassen.

Aber mir tut es schon auch leid dass die Kinder immer mein Chaos aushalten mussten. Ich möchte jetzt wirklich verantwortungsvoller leben und der Hauptgrund ist sicherlich, dass mir meine Kinder leid tun, auch wenn sie schon so groß sind. Ich hätte gerne mit 20 meine Einstellung von jetzt gehabt. Einfach mit den Kindern gemütlich Zeit verbringen statt immer geistig in Ablenkungen zu flüchten.
 
  • #51
Hallo Sirikit,
ich habe so kindliche Frauen wie Dich immer irgendwie bewundert, weil ich von Kindheit an Verantwortung getragen habe und tragen musste. Als Jugendliche habe ich schon voll im elterlichen Betrieb mitgearbeitet und es war normal, dass ich in der Schule auch eine von den Besten war. Meine Eltern waren ähnlich mit sich selbst (und dem Betrieb) beschäftigt wie Du. Ich habe sie mitgetragen und so ist es auch noch heute. Das mit der Verantwortung hört nie auf und wer sich als zuverlässiger Träger von Verantwortung herausgestellt, bekommt stetig weitere zu tragen. Auch Männer wollen sich gerne bei mir anlehnen, weil ich eine große innere Stärke habe und mich bisher aus jeder Scheiße wieder selbst herausgearbeitet habe bzw. gar nicht erst hineingerate.
Ich habe es also immer irgendwie bewundert und aber auch beneidet, dass so Frauen wie Du immer einen Mann finden, der ihnen die Welt zu Füßen legt und ob der Kindlichkeit, Egozentrik und "Lebensuntüchtigkeit" ihrer Frauen (nicht falsch verstehen, bitte) erst recht zur Hochform auflaufen, weil sie da als Mann, Ernährer und Alles-Könner besonders strahlen können. Dass solche Frauen auch einen hohen Preis für dieses Gehätscheltwerden bezahlen, habe ich erst in meinen 30ern angefangen zu sehen: Sie werden oft nicht respektiert, was anfangs oder angesichts der wirtschaftlichen Zuwendungen durch ihre Männer gar nicht so auffällt. So, wie ich das lese, lebst Du im goldenen Käfig, was Dir lange nicht aufgefallen ist, weil der Käfig so golden war und weil Dir die Reife gefehlt hat, um zu erkennen, dass es jenseits der Kindlichkeit noch weitere Persönlichkeitsstadien gibt, zu denen sich der Mensch hinentwickeln kann. Jetzt fällt es Dir auf, weil Du Dich weiterentwickelt hast.
Bei Deinem Mann habe ich das Gefühl, dass es ihm ganz recht ist, dass Du immer wieder Deine Arbeit verlierst. Denn so kann er auf Dich herabsehen und braucht keine Angst zu haben, dass Du ihn verlässt. Denn sicherlich bist Du sehr schön und gerade wegen Deiner Kindlichkeit sicherlich auch hochbegehrt. Deshalb erzählt er Dir auch immer, dass Du zu dick wärest, obwohl Du eine super Figur hast.
Beim Lesen Deiner Posts hier habe ich mich übrigens gefragt, ob Du am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom leidest, also an der Form, die ohne Hyperaktivität einhergeht. Das begleitet die Betroffenen, die vieles nicht zu Ende erledigt bekommen, oft ihr Leben lang. Nur fällt es in der Schule nicht so auf wie die Variante, die mit Hyperaktivität einhergeht.
 
  • #52
Aber mir tut es schon auch leid dass die Kinder immer mein Chaos aushalten mussten
Änder es. Mach es wieder gut, indem Du aufhörst, um den Mann zu kreisen in der Erwartung, dass er Dein Leben schön macht.
Ich habe sie mitgetragen und so ist es auch noch heute.
Ich kenne sowas auch und ich hab irgendwann gestreikt als Elternrollenspieler (die Versuche, Verantwortung auf mich abzuwälzen, passieren sogar heute noch, aber es ändert sich ganz langsam). Es ist interessant, wie sich das anfühlt und wie es aussieht, wenn man als Erwachsener sieht, was früher immer ablief und wie man da reagiert hat. Ich hab festgestellt, dass ich mich immer schuldig gefühlt habe, wenn meine Eltern miteinander Stress hatten oder sich wer einfach unglücklich fühlte. Es war ja nun auch Usus, es an mir auszulassen, aber dass das so tief drin sitzt und man es erstmal SEHEN muss, dass die Konflikte nur Selbstbeschäftigung der Beiden ist und ich damit gar nichts zu tun habe, war eine interessante Erfahrung. Beim letzten starken Konflikt bin ich gegen den Drang, schlichten zu wollen, einfach "raus" gegangen und habe beobachten können, wie ich reagierte und dass das noch drin steckte. War ein bisschen wie einen Knoten lösen.

Man glaubt das nicht, wie sich Unglücklichsein der Eltern auf Kinder auswirken kann. Schuldgefühle, Unempfindlichmachen, Verkriechen, "sich blind machen", sich als Wiedergutmacher missbrauchen lassen, ... Und später dann Vermeidungsverhalten usw.. Ich würde sagen, ein Kind, das zum Elternrollenspieler gemacht wurde, wird immer denken, es muss einen Partner gegen seine Bedürfnisse glücklich machen, wobei es gleichzeitig erwartet, dass er das auch so macht. Vielleicht betrifft das auch @Sirikit, dass sie vom Mann erwartet, dass er "es" in ihr wieder heile macht, wenn ein Konflikt auftrat.

Was die Frauen angeht, die so unselbständig sind - ich glaube, das hat eher damit zu tun, wie man mit seiner Vergangenheit umgeht als mit der Vergangenheit selbst, außer dass was schiefgelaufen sein muss. Also es gibt mE auch die, die Verantwortung tragen mussten und dann aber jemanden zum Anlehnen suchen, um die Kleinmädchen/Kleinjungen-Phase mit Verantwortungsabgabe nachzuholen, wobei ich denke, dass es eher die Mädchen sein werden, die zum Nachholen der Phase einen Prototyp von starkem Mann suchen, während ich bei Jungen, die sich kümmern mussten, eher denke, dass sie eine Frau suchen, die wie ein Kind ist, anhänglich, abhängig, schwach, aber verständnisvoll und umkreisend wie eine Mutter.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #53
Ich kenne sowas auch und ich hab irgendwann gestreikt als Elternrollenspieler (die Versuche, Verantwortung auf mich abzuwälzen, passieren sogar heute noch, aber es ändert sich ganz langsam).
Weißt Du, die Rolle ändert sich tatsächlich bei mir bzw. hat sich sehr geändert. Ich fühle mich nicht mehr verantwortlich dafür, wenn meine Eltern sich gegenseitig irgendwie das Leben schwer machen, indem ich mich dann auch schlecht fühle oder so oder als Prellbock und Kummerkasten dazwischen stehe, wie es als Teenager war. Ohnehin kommt es kaum noch vor, dass meine Eltern sich gegenseitig das Leben schwer machen, weil sich alle weiterentwickelt haben. Hauptsächlich deshalb, weil ich als Hochsensible sowieso schon immer anders war und eine mediatorische Haltung hatte/ habe, aber in den letzten Jahren auch zunehmend deshalb, weil ich noch einmal ganz intensiv an mir selbst gearbeitet habe. Es ist ja ein Fakt, dass man nur sich selbst ändern kann, aber nicht andere. Doch wenn einer anfängt, sich zu ändern und vieles aus dem Keller ins Bewusste zu holen, dann ändern sich nach und nach auch die Anderen und werden bewusster für ihre Muster, den Ursprung von Familienkonflikten etc.
Das habe ich gestern gemeint mit der Übernahme der Verantwortung, die sich einfach nur in der Art ändert. Da ich die spirituell Hochentwickelte der Familie bin, ist es eben auch meine Aufgabe weiterhin, meinen Eltern beim Erreichen der nächsten Entwicklungsstufen zu helfen, indem ich z.B. Situationen bemerke, wenn meine Eltern ihren Schatten nicht anschauen und sich nicht selbstverantwortlich fühlen wollen. In solchen Momenten weise ich meine Eltern liebevoll auf die Selbstverantwortlichkeit jedes Menschen und auf die spirituellen Hintergründe hin. In den Worten der humanistischen Psychologie ausgedrückt, habe ich die höchste Stufe der Maslowschen Pyramide erreicht, aber meine Eltern noch nicht. (Ich hoffe, das wird jetzt nicht verkürzt verstanden, z.B. als wirtschaftlich frei und daher selbstverwirklichend, wie es Tom wohl versteht.)
Es gibt ja nicht umsonst Hochsensible. Ihr Zweck für die ganze Menschheit ist das Warnen, das Innehalten, das Anhalten zur Reflexion- warum sind so viele von ihnen Lehrer von Beruf (und schreiben dann noch in Foren). Ihr Zweck innerhalb der Familie ist die "Entwicklungshilfe".
 
  • #54
habe ich die höchste Stufe der Maslowschen Pyramide erreicht, aber meine Eltern noch nicht. (Ich hoffe, das wird jetzt nicht verkürzt verstanden, z.B. als wirtschaftlich frei und daher selbstverwirklichend, wie es Tom wohl versteht.)
Ich habe mich gerade nochmals kurz mit dieser Maslowschen Pyramide beschäftigt. Ja, diese kam auch schon in meinem beruflichen Kontext vor. Ich selbst arbeite nicht damit. Mir ist dies viel zu schematisch.
Richtig ist - die Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken werden zuerst gestillt. Der grosse Rest allerdings ist individuell verschieden. Alle Bereiche haben grosse Überschneidungen. Und "Sinn" sucht nicht jeder. Dazu können fast alle dieser Bedürfnisse unterschiedlich ausgelegt werden.
Ich unterscheide
Wer ist fast immer zufrieden mit sich und seinem Leben ?
Wer ist fast immer unzufrieden ?
Und hier bei Sirikit sehe ich, dass sie sich immer wieder aufgrund ihrer Unzufriedenheit all das, was sie mit ihren Händen aufgebaut hat mit dem Hintern wieder einreisst. Sie kann zwar teilweise benennen, was sie unzufrieden macht. Aber die Motivation, etwas zu verändern- und zwar zunächst an sich und bei sich - hat sie eher nicht oder nur sehr kurzfristig. Würde Sirikit zufriedener, wenn ihr Freund ihr alle Wünsche erfüllt ? Nein, nur kurzfristig. Und dann reisst sie alles wieder ein. Darum gehe ich davon aus - Sirikit muss zur Ruhe kommen. Das Gedankenkarusell abschalten. Nochmals damit anfangen, ein Bauklötzle nach dem anderen in die Hand zu nehmen. Und entscheiden - das kann weg, das muss weg und das bleibt.
Der Mann ist nicht fehlerlos. Ich bin mir aber sicher, dass er sich noch gut vor Augen halten kann, was er an Sirikit mag. Auch, wenn sie ihm dies immer schwieriger macht. Was an ihrer Unzufriedenheit liegt.
 
  • #55
Aber mir tut es schon auch leid dass die Kinder immer mein Chaos aushalten mussten. Ich möchte jetzt wirklich verantwortungsvoller leben
Da stehen mir so ein paar Beispiele von gewissen Dämlichkeiten aus unserem Umfeld vor dem inneren Auge, deren Kinder in einem dauerhaften Chaos aufwachsen mussten - die attraktiven Mütter immer perfekt gestyled und trotz vielfältiger Unterstützung immer zu spät oder etwas vergessen oder oder. Mir gingen diese niedlichen, flächendeckend inkompetenten Hühner leicht auf die Nerven, frau konnte sie aber in keiner Weise Ernst nehmen.

Ich kann überhaupt nicht beurteilen, weshalb der Mann die Frau erträgt, vielleicht weiß er es selbst nicht.

Ich persönlich würde der FS raten erwachsen zu werden, fürchte aber, dass sie keine Ahnung hat, wie das gehen könnte.
 
  • #56
Ich habe mich gerade nochmals kurz mit dieser Maslowschen Pyramide beschäftigt. Ja, diese kam auch schon in meinem beruflichen Kontext vor. Ich selbst arbeite nicht damit. Mir ist dies viel zu schematisch.
Sicherlich ist diese Pyramide schematisch, aber genau deshalb kann man damit gewisse Dinge erklären. Hochsensible haben immer das Problem, mit Nicht-Hochsensiblen eine gemeinsame sprachliche oder bildliche Ebene zu finden, um den Nicht-Hochsensiblen auch nur ansatzweise eine Vorstellung von ihrer Welt geben zu können. Genauso geht es den wirklich spirituellen Menschen, die Einblick in die universellen Zusammenhänge haben. Es ist, wie wenn man den von Geburt an Blinden etwas über die Farben erzählen möchte. Um in diesem Bild zu bleiben: Oftmals verleugnet der Blinde dann noch die Existenz der Farben und wird sagen, dass man sie ja nicht beweisen könne und dass es sie deshalb gar nicht gäbe. In diesem Zusammenhang eignen sich schematische Darstellungen schon, um eine grobe Vorstellung von einer Idee zu vermitteln.
Der grosse Rest allerdings ist individuell verschieden. Alle Bereiche haben grosse Überschneidungen.
Auch das ist klar, denn die Menschen sind verschieden und entwickeln sich auch unterschiedlich. In unterschiedlichen äußeren Zusammenhängen werden die Bedürfnisse anders gewichtet.

Bitte hackt nicht so auf Sirikit rum. Sie hat sich vertrauensvoll an uns gewandt und auch offen von ihren Baustellen erzählt.
Ich kann überhaupt nicht beurteilen, weshalb der Mann die Frau erträgt, vielleicht weiß er es selbst nicht.
Das steht uns auch nicht zu, dies zu beurteilen.
Ich persönlich würde der FS raten erwachsen zu werden, fürchte aber, dass sie keine Ahnung hat, wie das gehen könnte.
Das löst auch nicht alles Probleme. Erwachsene ohne Bezug zu ihrer Kindheit, also solche, die es vergessen haben, wie es war, Kind zu sein, oder solche, die das innere Kind in sich ignorieren, sind genauso problematisch bzw. problembeladen. Sirikit würde ich sogar das Gegenteil empfehlen: sich um ihr inneres, vernachlässigtes Kind zu kümmern. Erst wenn das erledigt ist, wird es besser.
 
  • #57
Hochsensible haben immer das Problem, mit Nicht-Hochsensiblen eine gemeinsame sprachliche oder bildliche Ebene zu finden, um den Nicht-Hochsensiblen auch nur ansatzweise eine Vorstellung von ihrer Welt geben zu können.

Inselbegabungen sind oft problematisch. Wenn man sich nicht verständlich machen kann oder wenn man nicht verstanden wird, ist das in einer Partnerschaft ein Problem. Man kann sich das dann mit Begriffen schönreden, aber letztlich ändert auch das Wort "hochsensibel" nichts daran, dass diese Menschen dann eben auch sehr empfindlich sind...

Genauso geht es den wirklich spirituellen Menschen, die Einblick in die universellen Zusammenhänge haben. Es ist, wie wenn man den von Geburt an Blinden etwas über die Farben erzählen möchte.

Klar, noch so eine Hochbegabung. Wenn sie so ist, wie Du es beschreibst, dann würden die Personen ja Verständnis aufbringen für ihre spirituell verarmten Mitmenschen. Und es ist irgendwie falsch, sich jemanden als Partner zu suchen, bei dem man gleich von einer Behinderung (blind) ausgeht, die Kommunikation auf gleicher Ebene und wechselseitiges Verständnis ausschließt...
 
  • #58
Ach @Lebens_Lust Lebenslust, brauchst Dich nicht getriggert zu fühlen. Für mich sind die Menschen gleichwertig, ich beschreibe Dir hier nur einen allgemeinen Ablauf. Außerhalb dieses Forums gebe ich nie ungefragt einen Einblick in die spirituelle Welt oder in das, was ich noch wahrnehmen kann, eben weil ich den Neid und den Unglauben kenne, der einem entgegenschlagen kann. Aus irgendeinem Mangel oder Minderwertigkeitsgefühl heraus hat zum Beispiel Dein Ego vorhin Alarm geschlagen, hat sich von meinem Post gereizt gefühlt und Dich dazu getrieben, bei mir auch gleich mal draufzuklopfen. Nichts für ungut. Ich fühle mich deshalb nicht verletzt, denn das entscheide ich, was mich verletzt. Das klingt jetzt wahrscheinlich provokant, soll es aber nicht sein, es ist einfach diese universelle Wahrheit: Alles, was einem widerfährt, ist an sich neutral. Erst durch unsere Bewertung wird es eingeordnet bzw. als positiv oder negativ/ als Verletzung wahrgenommen. Wer noch in dieser Bewertungsbewusstseinsebene drinsteckt, der hat noch nicht die Freiheit erlangt, die mit der nächsten Ebene einhergeht.
Zurück zu dem Thema Kommunikation: Wer mich aber wirklich fragt, dem kann ich in den Worten und Bildern, mit denen er es versteht und in der Zeit, die er dafür braucht, die Zusammenhänge erklären. Wer mich nicht fragt, ist eh noch nicht reif dafür, also sage ich nichts.
 
  • #59
Bitte hackt nicht so auf Sirikit rum. Sie hat sich vertrauensvoll an uns gewandt und auch offen von ihren Baustellen erzählt.

Sirikit würde ich sogar das Gegenteil empfehlen: sich um ihr inneres, vernachlässigtes Kind zu kümmern. Erst wenn das erledigt ist, wird es besser.
Wo die Ursachen für die Probleme liegen, ist schwer zu beurteilen - eine Stunde der Beobachtung wäre sicher aufschlussreicher als x Postings im Internet.
Was mich schon merklich grätzig macht, ist der Gedanke an die involvierten Kinder, die Spuren, die da unweigerlich bleiben werden. Aber die "Erwachsenen" kreisen fröhlich um sich selbst...........
 
  • #60
Die letzten Tage habe ich wieder viel Zeit mit Teenagern verbracht und für mich ist ziemlich gut nachvollziehbar, wie jemand wie ich oder mein Partner diese Puella/puer aeternus oder Peter Pan Syndrom entwickeln kann.

Ich sehe wie viel Angst die haben, vor dem ersten Job, der Berufswahl, sich sozial einzugliedern, Freundschaften, Beziehungen. Und wenn die Eltern schlecht begleiten, weil sie selbst wie Kinder sind oder ihre Kinder nicht richtig sehen, dann kann sich auch mal eine generalisierte Angst entwickeln, wo einfach ständig viele Ängste da sind .

Und ich denke, wenn das Ganze zu überwältigend wird, kann in manchen Fällen eine Art Sprung ins Leere stattfinden, anstatt erwachsen zu werden, bekommt man diesen typischen Puer Aeternus Charakter. Das ist in allen psychologischen Texten, wo das vorkommt sehr sehr stark mit Luft assziiert, die Personen beginnen zu "fliegen" (zb im ersten Kapitel von dem Buch der Eisenhans) , deswegen ist auch ein Hauptsymptom dieser Störung zb ein Beruf mit Fliegen , viele Träume vom Fliegen, ich habe sogar gelesen, wenn diese Symptomatik besteht, dürfen solche Leute nicht zur Pilotenausbildung zugelassen werden. Naja bei meinem Partner passt das Ganze eben auch wie die Faust aufs Auge, was auch erklärt, warum er mit mir zusammen ist, mit einer anderen Frau könnte er natürlich gar nicht zusammen sein, sondern müsste wohl weiter Peter Pan-mäßig mit seinen Affären auskommen. Mit mir zusammen kann man gemeinsam ein Peter Pan-Leben leben, weil ich ja auch so bin. In dem Text "Saving the World before Bedtime" The puer aeternus is a ned paradigm for selfhood auf booksopenedition.org ist auch ein sehr gutes Beispiel einer solchen Persönlichkeit beschrieben.

Die Therapie dafür ist übrigens Arbeit, und nicht kündigen. Das war auch ein Missverständnis, ich verliere meine Jobs ja nicht, sondern hatte schlicht nach etwa 3 Monaten kein Interesse mehr daran weiterzuarbeiten und hörte bisher dann einfach auf . Die Therapie wäre also, sich einen ganz einfachen Job zu suchen und nicht aufzuhören.
 
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