• #31
Es sind irgendwie eingespielte Kommunikationsmuster, die wie von selbst ablaufen. Ich habe schon auch das Gefühl, dass ich durchaus meinen Teil beitrage. Ich bin vielleicht für ihn zu direkt, zu klar und habe auch meine Bedürfnisse immer klar formuliert.
Das ist nie falsch, direkt und klar zu kommunizieren, was man plant oder möchte. Wünschen sich angeblich viele Männer von den Frauen. "Ich möchte um 20:15 im Kino einen Film schauen". Klar und unmissverständlich! Er muss ja oder nein sagen, wenn er nicht mitkommen möchte!

Dass er dann mit einem grinsen an der Türe steht, ist für mich aber auch ein Zeichen, dass er dich gar nicht mehr ernst nimmt und respektiert, du jammerst und meckerst all die Jahre (16!) aber ziehst keine Konsequenzen. Er sieht dich glaube ich als eine keifende Frau und es ist ihm verleidet und deshalb provoziert er dich sogar bewusst, indem er zu spät kommt! Das findet er sogar amüsant!

Nicht nur das: dann möchtest du noch über sein zu spät kommen später wieder diskutieren.

Aber dieses Spiel hast du noch nicht durchschaut und du glaubst immer noch durch meckern und reden würdest du ihn ändern? Nie und niemals! Wie heisst es so schön? "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr...als dass er irgendetwas ändert." Entweder du bleibst, lass ihn machen und sagst überhaupt nichts mehr, kochst nur für dich und dein Kind, räumst auf und gehst einen Film ins Wohnzimmer schauen oder gehst du mit deinem Kind weg!

Du bist dermassen fixiert auf deinen Mann, was er tut und was er macht, statt dein eigenes Leben zu leben! Für mich wirkst du, wie eine Mutter, die für ein Teenager sorgen will! Lass ihn doch, er ist erwachsen!

Erst wenn du beginnst dich auf dich selbst zu konzentrieren vielleicht sogar einen Sprachkurs, Chorsingen machst und dich mit Freundinnen triffst - du wirst sehen dein Mann wird sich von alleine ändern. Er merkt, dass du eigentlich von ihm viel abhängiger bist und er will dich auf eine ungünstige Art und Weise darauf hinweist mal auf dich selbst zu schauen. Von dir ist er offensichtlich total genervt und entweder grinst er dich dumm an (er weiss wie er dich zur Weissglut bringt) oder wird dann aggressiv.

Wenn du trotz der Ehe es nicht schaffst ein eigenes Leben aufzubauen und zu führen, dann trenne dich lieber, denn von ihm kannst du nichts erwarten. Dein Mann macht sein Ding auch ohne dich!
 
  • #32
Erst wenn du beginnst dich auf dich selbst zu konzentrieren vielleicht sogar einen Sprachkurs, Chorsingen machst und dich mit Freundinnen triffst - du wirst sehen dein Mann wird sich von alleine ändern.
Der übliche Tipp, kümmer dich nicht mehr um ihn und mach dein Ding, und dann kommt er wieder an, ist in diesem Fall nicht hilfreich. Es sind ja 2 Kinder im Spiel, und es sollte ja eine Spaltung der Familie in Mutter+1 Kind, und Vater + anderes Kind unbedingt vermieden werden. Sonst werden die Kinder in den Konflikt hineingezogen und solidarisieren sich mit dem jeweiligen Elternteil.
Also, überprüfen, was falsch läuft:
Liebe FS, kein Mann, und kein Kind, hört nach 3x meckern noch zu. Du bist ausgeblendet. Das ist also sinnlos.
Offensichtlich habt ihr eure Ehe über Jahre auf Machtkampf und Kleinkrieg getrimmt. D. h. entweder lernt ihr jetzt endlich Kommunikationskultur, und könnt auch den Kindern eine funktionierende Beziehung vorleben, oder es ist zu spät. Momentan habt ihr keinerlei Respekt voreinander, von liebevollem Umgang ganz zu schweigen.
Als Beginn zeig ihm diesen Thread. Und dann macht ihr ein Seminar Kommunikation. Und dann beginnt die harte Arbeit.
Wenn er mitmacht.
 
  • #33
Liebe Frau

deine beiden Posts klingen bei mir exakt an. Du hast da den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist wirklich so, dass er mir auch schon vermittelt hat, dass er sich bevormundet vorkommt. Ich definiere schon viel an den Familienstrukturen. Dies aber auch, weil ich zu 100 prozent zu hause bin. Da braucht es doch gewisse Regeln. Ich hätte auch kein Problem, wenn er da auch mehr Inputs geben würde. Erbist aber eher der Typ, der es laufen lässt. Dieser Machtkampf ist wirklich da.

Ich zweifle, ob wir da je aussteigen können.

Ich fühle auch Angst, dass er nach der Trennung derart reagiert, dass die Kinder noch mehr Schaden nehmen. Dass er sie in einen Riesenkonflikt bringt, da er mich sehr schlechtreden wird.
 
  • #34
Und wie wäre es, wenn du nicht mehr 100% Zuhause bist?
Einen kleinen Job neben her annimmst? Und ja, auch wenn es der übliche Tipp ist, eben doch Hobbys ausser Haus betreibst?
Ansonsten bist du ja wirklich die Glucke, die alles Zuhause unter Kontrolle hat. Gibt es eigentlich einen Babysitter, so dass du und dein Mann ab und zu ohne die Kinder was unternehmen könnt, so dass eure Paarbeziehung gestärkt wird? Oder fällt es dir schwere, deine Kinder und die Kontrolle loszuwerden? Wenn du nicht ständig Zuhause präsent bist, kann dein Mann sich mehr einbringen, ohne deine Anweisungen. So bist du nur noch Mutter, keine Frau mehr.
 
  • #35
Unsere Konflikte entstehen eilweise echt aus Kleinigkeiten. Beispiel vom letzten Wochende, das much wieder enorm runterzig: normalerweise essen wir am Wochenende um 18.30.
Super. "Normalerweise". Wetten dass dies nicht an 50 Wochenden so ist? Wußte er denn, das Du etwas "nettes kochst"?

Du wußtest hingegen, dass er mit seinem Sohn unterwegs ist und ggf. etwas größres unternimmt, so dass es eben auch mal etwas später werden kann.
Na klar hätte er sich melden sollen, dass es später wird. Das hätte er machen sollen. Aber zukreuze kriechen muss er deswegen auch nicht. Sicherlich wäre eine kleine Entschuldigung seinerseits schon angebracht. Hat er sich denn hinterher gar nicht entschuldigt?

Ich finde den Vorfall relativ unbedeutend. Es ist typisch für Rechthaber ,dass sie Fehler nicht zugeben wollen.
 
  • #37
@loesco77 ich glaube du hast vergessen, dass es neben Haus, Kinder und Mann noch etwas anderes im Leben gibt!

Kann es sein, dass du praktisch keinen Kontakt hast mit anderen Menschen und dadurch dass du nur Hausfrau und Mutter bist im Grunde genommen auch frustriert bist, weil intellektuell völlig unterfordert und deinen Frust an deinen Mann raus lässt und zwar unbewusst in Form von Regeln, die er befolgen muss, weil du nicht weisst wohin mit deiner Unzufriedenheit und Frust.

Regeln befolgt dein Mann ja schon 8 Stunden am Arbeitsplatz und wenn er nach Hause kommt, dann will er sich doch entspannen und nicht noch einen strengen Plan haben.

Ja, ich meinte es ernst mit ein Hobby suchen oder machen. Als Kind oder Jugendliche hast du sicherlich entweder gerne gezeichnet oder gesungen und du kannst vielleicht Gesangsunterricht nehmen in ein Chor oder auch Karaoke singen (ich tue beides und will besser werden). Oder fotografieren und dann die Fotos mit einem Programm bearbeiten. Oder auch einen Fernkurs in Journalismus absolvieren, falls du gerne schreibst oder geschrieben hast.

So hast du andere Beschäftigungen, die dich ausfüllen und Erfolgserlebnisse. Dann wird es dir völlig Schnuppe sein, ob dein Mann um 18:30 oder 19:30 nach Hause kommt.
 
  • #38
Das stimmt schon. Ich hatte vor den Kindern einen spannenden und herausfordernden Job, bei dem ich auch viel positives Feedback erhielt.
In der Mutter und Hausfrauenrolle ist es halt etwas ganz anderes. Da musste ich lernen ohne positive Feedbacks auszukommen, respektive mir selber immer wieder zu sagen, dass ich einfach mein Bestes gebe und das ist gut so. Von meinem Mann hörte ich halt sehr selten was Positives, das Verhältnis Positiv-Negativ liegt bei ca 2:5. Ich war früher bei ihm sehr unterstützend und positiv....habe das aber leider - aber nur bei meinem Mann!- auch verloren, weil meine Anstrengungen ins Leere liefen, resp. weil ich merkte, ich wühle quasi in einem leeren Topf.

Da geht es darum, dass ein klares Bedürfnis von mir (Anerkenj6ng und Wertschätzung), das auch formuliert wurde, einfach nicht erfüllt werden kann.

Eventuell könnte es schon sein, dass ich durch eine Arbeit eine externe Befriedigung kriege, die sich auch wiederum positiv auf unser Miteinander auswirken könnte. Das ist auch ein Gedanke, der mir immer mal wieder kam.
 
  • #39
Viele andere Dinge beantwortest du nicht, zb wie es mit eurem Partnerleben aussieht, gemeinsame Unternehmungen ohne Kinder.
Was ist mit Freundinnen, Hobbys? Heisst das, du bist 24 Std. Hausfrau und Mutter und legst deine ganze Energie da rein?
Und bist dann frustriert. ..
Warum hast du komplett aufgehört, zu arbeiten...
Irgendwann werden deine Kinder größer sein dich nicht mehr so brauchen.
Alles sehr schwammig...
 
  • #40
Eventuell könnte es schon sein, dass ich durch eine Arbeit eine externe Befriedigung kriege, die sich auch wiederum positiv auf unser Miteinander auswirken könnte. Das ist auch ein Gedanke, der mir immer mal wieder kam.
Dann solltest du es dringend tun, die Kinder sind schließlich schon längst groß genug dafür. Wie du das formulierst, klingt es aber so, als ob du nicht wirklich willst, stimmts?
 
  • #41
Hallo Pfauenauge

ich habe viele Freundinnen, genügend soziale Kontakte, auch ein regelmässiges Hobbie, das Spass macht. Aber es ist schon so, dass ich zu 100 Prozent mit Kindern und Haushalt beschäftigt bin und eigentlich meine Energie hauptsächlich da investiere.
Mein Mann und ich haben ca. alle 2-3 Monate mal ein kinderfreies Wochenende. Diese Zeit können wir dann auch geniessen und es ist schön.
Einen Abend haben wir pro Woche definiert, wo wir einander sagen, was gut lief und was nicht so. Meistens gingen wir dabei spazieren, was auch guttat. Im Winter waren wir häufig etwas lazy zum nochmals rausgehen.

Ich habe aufgehört, weil ich meinen Job nach der Babypause (14 Wochen in der CH) nur im 60 Prozent Pensum hätte weiter ausüben können. Das entsprach nicht unserer Vorstellung von einem Familienmodell, das wir leben wollten. Das Vollzeit Mutterdasein habe ich nie bereut. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es hat immer zu 100 Prozent gestimmt. Ab und zu überkam mich der Gedanke, wie toll ein Tag pro Woche bei der Arbeit wäre.

Die Situation wird sich insofern etwas ändern, als dass unsere Tochter im Sommer in den Kindergarten kommt. Will heissen, mehr Freiraum für mich.

Ich bin auch immer wieder am überlegen, diese Zeit jetzt mal kommen zu lassen und zu schauen, was das mit der ganzen Konstellation macht. Ich bin durchaus seit längerem damit befasst, was und wie ich beruflich wieder einsteigen könnte.
 
  • #42
Warum nutzt ihr nicht den freien Abend in der Woche, um gemeinsam was Tolles zu unternehmen, anstatt zu einem Kritikgespräch? Positive gemeinsame Erlebnisse verbinden doch stärker...
Und dieses 100% Hausfrau und Muttersein, das klingt alles sehr einseitig, und das Familienleben geht zu deinen Lasten.
Irgendwie klingt dass für mich nach Luxusproblem. Dein Mann schafft genug Geld ran, er unternimmt was mit den Kindern, geht nicht fremd und du regst dich auf weil er nicht pünktlich zum Abendessen erscheint?
Anscheinend versuchst du dein Hausfrau und Mutterdasein anzugehen und durchzuorganisieren wie wie vorher deinen Job, um 18:30 gibt's Abendessen, wer nicht pünktlich ist, kriegt ne Abmahnung. Einmal in der Woche gibt's Feedbackgespräch...
Sicher ist alles perfekt geordnet. ..ich übertreibe jetzt.
Aber vielleicht wäre es wirklich gut, du würdest dir eine Beschäftigung nebenher suchen, damit du Zuhause ein bisschen loslassen kannst. Dann kannst du immer noch sehen, wie sich deine Beziehung entwickelt, aber jetzt alles in die Tonne treten halte ich für verfrüht.
 
  • #43
Hallo Lily
doch absolut. Es war bis jetzt für mich bis bloss noch nicht wirklich der richtige Zeitpunkt. nach dem Sommer sieht es - wie oben beschrieben - anders aus. Da ich mir verschiedene Optionen vorstellen könnte, muss das alles auch wohlüberlegt sein. Ich bin in mancher Hinsicht (mit Augenzwinkern...) keine Person, die dreinschiesst
 
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