G

Gast

  • #1

Provokant gefragt: Wieso ist Single sein angeblich so toll?

Was ist eigentlich so schlimm daran, liebes Forum, sich von einer Beziehung seinen Lebenssinn zu erhoffen? Geborgenheit und Sex, Auftreten als Paar, gemeinsame Freizeit, zwei Verdiener - das alles ist doch gar nicht zu vergleichen mit der sozialen Isolation, mit dem Hunger nach Körperlichkeit, mit den schiefen Blicken, mit dem Rechnen, die den Alltag allein bestimmen. Gerade in meiner Altersgruppe zwischen 30 und 40 sehe ich als Frau nur Vorteile in einer Heirat. Ich denke, hier wird übertrieben von Freiheit geschwärmt und mit schrecklichen Abhängigkeiten gedroht - nur, kennen wir nicht alle die erfolgreichen Paare, die den Reibach gemacht haben? Das heißt ja nicht, dass die Frau ihren guten Beruf aufgeben und sich aushalten lassen würde oder keine Freundschaften und Interessen mehr pflegte - oder dass der Mann nicht mehr raus dürfte... Unglücklich ist man nicht nur in einer schlechten Partnerschaft!
 
G

Gast

  • #2
Ich (w) bin glücklich verheiratet und habe keinen Schimmer, was am Singledasein so toll sein soll; ich finde daran rein gar nichts erstrebenswert.

Aber behauptet das hier jemand ernsthaft? Hier sind doch fast alle auf Partnersuche, oder habe ich da was falsch verstanden?

Natürlich hat das Single-Dasein nicht NUR Nachteile. Falls es manche über den grünen Klee loben, kann das daran liegen, dass sie es sich schön reden.

Wer wirklich gern Single ist: Warum nicht? Er oder sie kann es doch ohne weiteres bleiben, da gibt es keinerlei Zwang.
 
  • #3
Die Frage sollten die Verheirateten beantworten. Die wissen das.
 
  • #4
Ich finde es vollkommen in Ordnung, sich nach einer Partnerschaft zu sehnen. Der Mensch ist so veranlagt, dass er Zugehörigkeit, geborgenheit, menschliche Nähe braucht und genießt. Es ist emotional, psychologisch und auch körperlich absolut natürlich und gesund, sich nach einer Beziehung zu sehnen und die Abwesenheit einer Partnerschaft als Problem und Mangel zu begreifen und abändern zu wollen.

Es ist nur die moderne politisch-korrekte Heuchelei, die heutzutage jeden Mangel als "ist auch normal" verbrämt und an den Fakter vorbeiargumentiert.

Nichtsdestotrotz sind auch Single-Phasen normal und nicht für jeden schrecklich. Gerade nach dem Ende eine Beziehung benötigt man Aufarbeitungszeit, um überhaupt wieder richtig beziehungsfähig zu werden. Auch das muss man für sich und andere akzeptieren.

Außerdem sind Menschen natürlich sehr verschieden in ihrer individuellen Ausprägung, wie gut sie mit Alleinsein und Singledasein umgehen können und wie sehr sie in andere soziale Gruppen wie Freundeskreis oder Arbeit eingebunden sind und dort die benötigten Ziele und Zugehörigkeitsgefühle erlangen.
 
G

Gast

  • #5
Du hast Recht!
Deshalb suchen ja auch alle hier einen Partner für das Leben und nicht nur ein kurzes Zwischenspiel.
 
  • #6
Wenn ich jetzt auch mal Rosinenpickerei betreibe, wie es gern hier im Forum gemacht wird, dann stossen mir einige Sachen auf:

"zwei Verdiener ... "
"sozialen Isolation, mit den schiefen Blicken, mit dem Rechnen, die den Alltag allein bestimmen."
"zwischen 30 und 40 sehe ich als Frau nur Vorteile in einer Heirat."
"nur, kennen wir nicht alle die erfolgreichen Paare, die den Reibach gemacht haben?"
"Unglücklich ist man nicht nur in einer schlechten Partnerschaft! "

Also irgendwie klingst Du, als würdest Du Dir ohne Beziehung nichts wert sein.
Die Menschen die hier bei EP tätig sind, sind fast alle auf der Suche nach einem festen Partner, aber ich hoffe doch das es nicht allzu viele sind, die einen "Reibach" machen wollen, oder allein im Leben nicht klarkommen.
Das Du als Frau darin nur Vorteile siehst und das direkt auch in der Heirat kann ich mir denken. Aber wie wäre es erstmal mit einem Partner der passt? Oder hoffst Du schon auf Steuerklasse 5 für Dich?
Fast alle Singles sehnen sich nach Geborgenheit, Liebe, zusammen etwas aufzubauen und erfüllenden Sex. Aber auftreten als Paar? Das kann echt nur von einer Frau kommen!? Ohne Mann nichts wert und dem Spott und der Häme ausgesetzt?

Ich möchte auch eine Partnerin, aber niemanden, damit ich mich in der Gesellschaft und vor mir selbst rechtfertigen kann.

m30
 
G

Gast

  • #7
Hallo, ich denke, alles hat seine Zeit.

So wie Du das oben schreibst, müssen alle Menschen verheiratet sein, um glücklich zu sein. Wenn das so wäre, dann würdest Du fast ausschliesslich verheiratete Menschen um dich herum haben. So wie man verheiratet sein schön reden kann, gibt es auch Singles, die sich ihren Status schönreden oder auch einfach damit zufrieden sind.

Ich kenne Verheiratete, mit denen möchte ich nicht mal für viel Geld tauschen. Die sind mit sich und ihrer Umwelt alles andere als glücklich, geschweige denn zufrieden. Wenn ich z.B. hier im Forum lese, gibts nicht wenige Paare, die kein Sexleben mit dem Partner seit Jahren haben. Sehr dumm wirds dann, wenn man sich scheidet. Das findet man hier unter der Rubrik Trennung, und da sind Situationen dabei, die wirklich schlimm sind. Manche Paare sind danach ruiniert oder lassen den Mann so bluten, dass der keine Chance hat, auf die Füße zu kommen.
Auch die Frau kann meist den Lebensstandard nicht mehr halten.

Ich habe dir jetzt nur ein paar negative Szenarien geschildert, weil Du alles unter der rosaroten Brille schilderst.

Ich persönlich werte nicht, ob jemand verheiratet, Single oder einfach nur mit einem Freund/Freundin zusammen ist. Das ist für jeden Menschen individuell und auch, wie zufrieden er mit seinem Leben ist. Es gibt überall Zufriedene und Unzufriedene, unabhängig vom Status. Und davon abgesehen sind nicht alle Menschen freiwillig Singles - alles hat eben seine Zeit.
 
G

Gast

  • #8
Aha, Singeldasein ist also doch nicht so toll.
Ich hatte solche Phasen nur, bevor meine Partnerschaften mit Anfang 20 losgingen.
Mein Partnerin (und hier viele Poster auch bei EP) meinen ja immer,
man könne auch gut alleine glücklich sein....
 
  • #9
Ich denke, daß das nicht zuletzt altersabhängig ist.
Ab einem gewissen Alter hat man ein befriedigendes soziales Umfeld, den ganz großen "Reibach" hat man oder hatte ihn und fand ihn nicht sooo beglückend - oder man kann diese Idee - mit und ohne Partner - begraben.
Für mich hat heute mein eigenes Leben leben zu können die höchste Priorität. Ich gehe davon aus, daß ich nur dieses eine habe und habe nicht vor, es damit zu verbringen, das Leben eines anderen Menschen mitzuleben. Und, ja, für Leute, die so denken, wird die Luft bei der Beziehungssuche ziemlich dünn. Das ist aber überhaupt nicht tragisch, denn, wie gesagt, das was man grundsätzlich vom Leben wünscht, hat man schon. Alles was dazukommt, egal ob Partner oder Liebhaber, ist dann das Sahnehäubchen.
 
G

Gast

  • #10
Beide Lebensformen haben doch ihre Vor- und Nachteile.

Ich kenne Beides und kann nicht sagen, was besser ist. Natürlich ist das Ideal eine harmonische Partnerschaft und wahre Liebe. Wer das nicht als Ideal sieht, lügt für mich ganz einfach.
Aber das Leben ist eben nicht so und nicht alle Partnerschaften sind so ideal. Also ist für mich die zweitbeste Alternative eben ein angenehmes und erfülltes Singleleben. Das ist auf jeden Fall besser als eine nicht funktionierende Partnerschaft.

w 55
 
G

Gast

  • #11
Nachdenklich stimmen mich Deine Wortwahl: "Beziehung als Lebenssinn" versus "soziale Isolation." "Schiefe Blicke" versus "Reibach machen". Und nein, ich kenne kaum langfristig glückliche Paare, aber viele zufriedene Singles. Das ist keine Frage von übermächtigem Freiheitswunsch, eher eine Akeptanz der gegenwärtigen Situation mit einem Schuß "carpe diem". Und ja, es ist gewiß "toller ein Single zu sein" als unglücklich in einer Partnerschaft...Dafür allerdings, dass in den meisten Menschen sehr wohl der Wunsch nach einer harmonischen Parnterschaft schlummert....wurde EP gegründet. Es ist NICHT die Frage nach pro/contra...
 
G

Gast

  • #12
zu#4

Du irrst dich, hier suchen nicht alle einen Partner fürs Leben. Lies dir mal die vielen Beiträge durch, wo geschrieben steht, dass viele Männer nur ne Affäre oder ne Bettgeschichte suchen.

Bei mir gilt der Spruch. Die einen wollen rein, die Anderen wollen raus :).

Ich will weder das Eine noch das Andere, sondern lebe mein Leben und schau was passiert.
 
G

Gast

  • #13
Gegenfrage: Was ist so toll an Ehe/Beziehung?

Es hat beides Vor- und Nachteile. Nicht immer ist eine Ehe/Beziehung nur toll und mit Vorteilen versehen. Nicht immer ist das Singledasein nur toll und mit Vorteilen versehen.
Dasselbe gilt für die Nachteile. (In beiden Formen kann man u. U. Probleme haben, die man in der jeweils anderen Form nicht hätte.)

Zu den Schlagworten, die hier schon gefallen sind:
"Reibach" kann Vorteil sein - aber auch Abhängigkeit.
"Soziale Isolation" kann in einer Beziehung stattfinden - aber auch als Single. Kommt darauf an, was man daraus macht.
"Schiefe Blicke" - gibt es auch für Verheiratete, wenn es nicht rund läuft.

Wie oben schon geschrieben wurde: Es hat alles seine Zeit.
 
  • #14
Das ist doch wieder nur so eine typische Frustfrage.

Dem Beitrag von #5/Cologne1980, stimme ich hier einmal absolut zu.

Selbstverständlich ist es angenehmer, mit einem Partner das Leben zu meistern. Aber doch auch nur dann, wenn es der/die Richtige ist. Nur einen Partner, damit man nach außen (für wen denn genau...?) das Bild eines Paares abgibt?

Alle genannten Punkte der FS lesen sich wie die Kalkulation einer Gewinn- und Verlustrechnung. Das hat nichts mehr mit Partnerschaft zu tun, wie ich sie verstehe.

Meine Meinung:
Nur dann, wenn ich als Single auch ohne WENN und ABER glücklich bin und mein Leben FÜR MICH lebenswert ist und ich in der Lage bin, alleine klar zu kommen, dann bin ich (sollte ich es sein) überhaupt erst bereit und in der Lage, auch einen Partner in mein Leben zu lassen.

Denn nur dann kann das überhaupt funktionieren. Also dann, wenn ein Partner eine wundervolle Ergänzung sein 'könnte' - ohne, dass ich ihn brauche - dann, nur dann, ist es toll, kein Single mehr zu sein.
 
G

Gast

  • #15
- Ein positiver Punkt ist sicher, dass man als Single mit vielen Leuten Sex haben kann ohne eine andere Person damit zu verletzen.
- niemand fragt wo man war/ hat seine Ruhe
- niemand fragt warum man dies oder das getan hat
- man kann laute Musik hören die den Partner nicht stört
- man muss keine Rücksicht nehmen (generell)
- man kann spontaner sein
- man kann Entscheidungen alleine treffen
- man gibt das Geld für sich aus
- wenn es dem Partner schlecht geht fühlt man mit und es geht einem damit auch schlecht
- man muss die schlechte Laune des Partners nicht ertragen
- man ist weniger verletzlich (fremdgehen z.B.)
- man verspürt keine Eifersucht
 
G

Gast

  • #16
zu #11
Ich lese hier im Forum schon lange mit, aber das hier irgendjemand gepostet hätte,
nur eine Bettgeschichte oder Affäre zu suchen..., daran kan ich mich kaum erinnern.

Statt dessen gab es ein paar Threads, in den Frauen schrieben, wonach sie annahmen , dass es so wohl beim Expartner gewesen sein müsse....Aha !

Und, weder das eine noch das andere zu wollen, das klingt ja irgendwie auch gar nicht zielführend .....
 
G

Gast

  • #17
Es ist niemals eine gute Idee, sein Lebensglück von anderen Menschen abhängig zu machen. So wird der Partner dazu instrumentalisiert, dass er einen glücklich macht. Wahres Glück kommt sowieso nur von innen, aus dir heraus. Wenn Du das ausstrahlst, dann klappts auch mit dem Partner.
 
G

Gast

  • #18
@2
Was macht jemand, der glücklich verheiratet ist, im Forum einer Singlebörse??

Fragesteller - es hat alles Vor- und Nachteile.

Ich stimme den SchreiberInnen hier zu die sagen, dass man als Single schon einen Lebenssinn gefunden haben sollte, allein klarkommen können sollte, bevor man Ausschau nach einem Partner hält.
Wer den Partner zum Füllen eigener Defizite braucht, macht sein Glück von seinem Vorhandensein abhängig.

Nach einer schmerzhaften Trennung/einengenden Beziehung ist es wirklich schön, in Ruhe wieder zu sich kommen zu können, eine Zeit als Single kann da wunderschön sein.
Dauersingle zu sein, ist wohl kaum für jemanden erstrebenswert.
 
G

Gast

  • #19
@15:
Ich kann mich schon erinnern, dass einige Frauen sich hier im Forum beschwerten, dass sie von Männern angeschrieben wurden, die nur eine Bettgeschichte oder Affäre suchten.

Aber selber zugeben würde hier das natürlich keiner.
 
G

Gast

  • #20
Einen Partner zu haben, mit dem alles stimmt, der einen nicht belügt und betrügt und man sich wirklich auf ihn verlassen kann. Wo man durch dick und dünn geht, sich liebt, körperliche Nähe und Sexualität genießen kann. Wo beide an einem Strang ziehen. Das ist sicher erstrebenswert.

Da dies aber meist nur von kurzer Dauer ist, und bei Problemen des einen, der andere "flüchtet" und damit meine ich noch nichtmal die Beziehung beenden, sondern einfach sich in seine Welt flüchtet. Bei meinem Ex-Mann war es der Computer und andere Frauen, bei anderen ist es die Arbeit, bei wieder anderen Eltern und Geschwister, bei noch anderen die Freunde oder sonstwas. Wird es einem Teil der Partner zuviel, lädt er sämtlich Verantwortung und Organisation auf den andern Partner ab und das für immer, bis dieser auch überfordert ist. Und spät. dann wünscht man sich das Single-Dasein zurück.

Ich kenne mittlerweile sehr viele Paare, wo es so geendet ist, oder wo zumindest einer der beiden sagt. Wenn jetzt Schluss wäre, würde ich mir keinen Partner mehr ins Haus holen. Also gehe ich davon aus, dass auch in den vermeintlich gut funktionierenden Ehen meist der Wurm drin ist. Manche Frauen, wie zwei aus meiner Nachbarschaft machen einfach die Augen zu, obwohl ihre Männer fremd gehen bzw. es gerne tun würden. Sie wissen das und tun als ob sie nichts wüßten. Warum? Weil sie doch eine ach so glückliche Ehe führen.
Ich glaube da einfach nicht mehr dran und deshalb bleibe ich lieber Single. Da bin ich für mein Leben und das meiner Kinder verantwortlich, muss meinen Partner nicht an Geburtstage und andere Termine erinnern, muss ihm nicht den Ar*** hinterhertragen, gehe nicht davon aus, dass mein Partner, da handwerklich geschickter als ich, mal kleine Reparaturen vornimmt... und brauche mich nicht darüber aufregen, falls dies nicht geschieht. Schlichtweg, ich brauch nicht für zwei bzw. 4 (da zwei Kinder) zu denken.

Also, das Single-Dasein hat schon was!!!
 
G

Gast

  • #21
@17
Ich bin #2.
Vor einigen Jahren war ich Single, und unter anderem bei EP unterwegs auf Partnersuche.
Hier im Forum schreiben nicht nur Singles, etliche sind Ehemalige!
Vielleicht kann ich, können die anderen, die einen Partner gefunden haben, ein paar hilfreiche Tipps geben.
 
G

Gast

  • #22
Sing-le sein...welch romantische Vorstellung!
- Bis nachts um 3 im Büro am Computer sitzen, bis die Buchhaltung fertig ist
- Um 11 aufstehen, wie früher im Studentenwohnheim
- Bis 13 Uhr in aller Ruhe frühstücken
- Mit der Bäckereiverkäuferin auf Teufel komm raus flirten
- Der netten Dame, die da gerade vom Friseur kommt, nicht nur hinterhergucken, nein, nachpfeifen!
- Die Politesse fragen, ob wir den Strafzettel fürs Falschparken nicht lieber versaufen wollen...

Es wirkt ja schon etwas unerwachsen, das Single-Dasein. Vielleicht macht das den Reiz aus? Aber wer kann schon auf Dauer unerwachsen bleiben?

Es gibt ein gutes Buch zu dem Thema von Helge Timmerberg: "Timmerbergs Single-ABC. Timmerbergs Beziehungs-ABC". Ein Buch, von einer Seite gelesen das Single-ABC, von der Anderen das Beziehungs-ABC. Die Vorteile der Beziehung scheinen zu überwiegen. Ich sehe es eigentlich auch so.
 
  • #23
@#21

Bei Deinem Singleleben ( wenn auch überspitzt geschrieben) kann ich verstehen das man das nicht gut findet. So ein Blödsinn!

Dein Post wirkt auf mich "unerwachsen".
Weil man dann in ner Beziehung steckt, ist man plötzlich erwachsen? Selten so gelacht!
 
G

Gast

  • #24
Verliebt sein, bis über beide Ohren, kann man schon mit 13!!!!
Alles andere, was danach kommt ist eine Frage des Schicksals!!
Seit friedlich!!!