Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

  • #31
Bei dem maroden deutschen Bildungssystem kann kein Mensch vom Schulabschluss auf den IQ schließen. Außerdem gibt es unterschiedliche IQ!
Der Schulabschluss eines Menschen ist lediglich eine Zusammenfassung von Momentaufnahmen (Klassenarbeiten, etc.) und hat in Deutschland keinerlei Aussagewert bezüglich des Charakters, der Persönlichkeit und der Intelligenz eines Menschen. Die Auswendiglerner werden in Deutschland mit guten Noten belohnt, die Denker für das Anwenden und Weiterentwicklen von Therorien bestraft.
Wenn du ihn attraktiv findest und ihr euch gut versteht, steht einer erfolgreichen Beziehung nichts im Wege. Und schon mal gar nicht so etwas wie ein Schulabschluss.
 
G

Gast

  • #32
Ich sehe das auch so - leider wertest du ihn mit "Realschüler" so weit ab, dass eine Kluft entsteht, die er nicht verdient hat. Er hat vieles in seiner Jugend verbummelt, aber auch später, aus eigener Kraft wieder aufgeholt - ist heute erfolgreicher IT-ler. Also was willst du mehr? Deine Vorurteile im Kopf lassen ihn klein wirken - also doch die Angst, er könnte dich bei der Familie, an der Uni oder bei Freunden blamieren? Hoffentlich erkennt er dies und sucht ganz schnell das Weite. Übrigens, ich wusste nicht, dass ein Mann (oder eine Frau), wenn man sich im Bekanntenkreis trifft, als Realschüler vorgestellt wird. Den wirklichen Werdegang erfährt meistens niemand - außer man legt extrem viel Wert darauf... Aber, man lernt ja nie aus. w/43
 
G

Gast

  • #33
Du hast Dich für Geisteswissenschaften entschieden. So einer Entscheidung liegen i.d.R. Interessen/Neigungen zugrunde. So etwas kann man nicht per Knopfdruck nach den Vorlesungen ausschalten...

Nun wirst Du Dich sicher nicht rund um die Uhr damit beschäftigen.
Die Frage ist: welche Rolle spielen sie in Deiner Freizeit/worüber tauscht Du Dich gerne aus?

Kannst Du damit leben, dass Du Dich über diese Dinge mit Deinem (portentiellen) Partner nicht unterhalten kannst?
Umgekehrt wird auch Dein (potentieller) Partner sich über IT-spezifische Dinge nicht mit Dir intensiv austauschen können, da Dir hier die Kenntnisse fehlen.

Nun kann man solche fach-/berufsspezifischen Dinge mit Freunden/Kollegen diskutieren ... Wichtig ist doch, dass Ihr als Paar genügend (andere) Gemeinsamkeiten habt!

Kannst Du einen potentiellen Partner achten und schätzen, auch wenn sein Lebensweg ein völlig anderer, als Deiner war oder fehlt ihm dann in Deinen Augen etwas??
Könntest Du den Mann im Freundes-/Kollegenkreis ganz selbstverständlich als Deinen Partner vorstellen, ohne Dich unwohl zu fühlen?

Du wirst nur feststellen können, ob Ihr eine Chance habt, wenn Du Dich auf ein weiteres Kennenlernen einläßt. Die Hindernisse dafür liegen wohl zu erheblichen Teilen in Deinem Kopf ...
 
G

Gast

  • #34
Ein paar Anmerkungen von mir (m45, 2 MINT Fächer mit Diplom):

Ich arbeite selbst in der IT. Die Bezeichnung "IT-Spezialist" ist nicht geschützt, deshalb kann sich jeder/jede so nennen, auch wenn er/sie bloß eine HTML-Seite zusammengestöpselt hat.

Mein Freundeskreis sind größtenteils Nicht-Akademiker mit normalen Berufen.
Darunter aber auch Meister u.ä. Alle davon packen ihr Leben sehr gut !
Ich fahre oft mit 6 Leuten davon in Urlaub und ich habe mich nie für sie geschämt, fremdgeschämt oder fühlte mich überlegen in Gesprächen!

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Gerade Geisteswissenschaftler bilden sich auf Ihre "Bildung" sehr viel ein. Meine Erfahrung ist aber, daß sie in Wirklichkeit relativ lebensfern bzw. -untüchtig sind. Und damit meine ich nicht: "Kann Schiller zitieren, kriegt aber keinen Nagel in die Wand", sondern wissen nicht "was außerhalb der Uni abgeht", kokettieren mit "in Mathe war ich immer schlecht" und alles mit Technik (Computer, Smartphone, Internet) ist bäh, usw. usf.
 
G

Gast

  • #35
Das hängt von Dir ab liebe FS. Bist Du die Oberlehrerin, die Professorin, diejenige die die Wahrheit besitzt, immer recht hat und es auch durchsetzen will? Dann wirds schwierig. Egal mit wem.

Bei Ihm sind die Voraussetzungen für den Unterschied doch schon da. ITlers haben meistens einen gesunden Selbstbewusstsein, betrachten sich als Cracks in ihrem Mettier, lassen sich von "Geisteswischenschaftlern" nicht unbedingt zu sehr beeindrucken.

Auf alle Fälle besser als Prof Geistes mit Real Geistes oder Prof IT mit Real IT

Von der Konstellation her denke es könnte passen.

Was mich schon eher beunruhigt, ist dass Du Dir nach einem Date Gedanken dsbzgl. machst ...

M45
 
G

Gast

  • #36
ITlers haben meistens einen gesunden Selbstbewusstsein, betrachten sich als Cracks in ihrem Mettier, lassen sich von "Geisteswischenschaftlern" nicht unbedingt zu sehr beeindrucken.
Dies gilt nicht nur für IT-ler! Viele sehen Geisteswissenschaftler (selbst mit dem Titel Prof.) eher als Akademiker 2. Klasse. Denn mal ehrlich, was verdient denn die Fragestellerin? Selbst als C4 Prof. wohl kaum über 70.000€ brutto im Jahr. Ich kenne einige IT Spezialisten für SAP, die verdienen ein Vielfaches dieser Summe. Dort ist es egal, ob jemand vorher Informatik studiert hat oder es sich selbst beigebracht hat.

Die Angst der FSlerin, der Mann könnte sich irgendwann "unterlegen" fühlen ist für mich geradezu grotesk. Ich mußte nicht nur schmunzeln, sondern wirklich laut lachen!

Ich habe selbst 2 Uni-Abschlüsse. Einen "harten" und einen "weichen" geisteswissenschaftlichen Abschluss. Wir Studenten mussten damals wahrlich mehr als nur einmal laut lachen über die Arroganz und Selbstherrlichkeit der damaligen Profs. der Geisteswissenschaften. Sie konnten sich kein Auto leisten als Privatdozent, aber hatten ein Ego wie der Mount Everest. Und dabei leider keine Spur Selbstreflexion, wie sie tatsächlich auf den Rest der Menschheit wirkten.

Die FSlerin sollte einfach mal raus aus der Uni kommen und sich im wahren Leben bewegen. Niemand inter. sich für ihr Spezialgebiet im Alltagsleben. Dort zählen ganz andere Dinge.

Ich kenne übrigens niemanden, der stramm auf die 40 zugeht und sich ernsthaft noch Gedanken über ehemalige Schulabschlüsse macht!
 
G

Gast

  • #37
Dies gilt nicht nur für IT-ler! Viele sehen Geisteswissenschaftler (selbst mit dem Titel Prof.) eher als Akademiker 2. Klasse. Denn mal ehrlich, was verdient denn die Fragestellerin? Selbst als C4 Prof. wohl kaum über 70.000€ brutto im Jahr. Ich kenne einige IT Spezialisten für SAP, die verdienen ein Vielfaches dieser Summe.
Ach, dieses Akademikerbashing. Der FS geht es sicherlich nicht um den Verdienst bei ihrer Frage. Schließlich leitet in einem Bundesland ein Facharbeiter den Flughafen und der Prof. bezieht H4. Ihr geht es sicher auch nicht um die Fachkenntnisse. Ihr geht es in aller erster Linie um gemeinsames Level in Interessen der Freizeitgestaltung, dem Interesse an Politik, Kunst und Kultur. Mit anderen Worten, es würde sie stören, wenn er das Tschungelcamp anschaut, während sie lieber die Live-Übertragung des Neujahreskonzerts sehen möchte oder aber über einen FAZ-Artikel sprechen möchte und nicht über die Kurzversion in der Bild und das Bierchen "zischen" nach der Arbeit eher auf Ablehnung stößt..

Natürlich kann man nicht stoisch die Meinung vertreten, jeder Nichtakademiker habe kein Niveau und jeder Akademiker ist nicht peinlich. Aber es gibt schon einen Trend. Die Wahrscheinlichkeit einen Proll unter dem Nichtakademiker zu erwischen ist jedenfalls höher und das kommt durch den Anspruch an Wissenserwerb und -verarbeitung in den verschiedenen Schulsystemen (Methoden- vs. Fachwissen). Akademiker werden angehalten, selbst und auch querzudenken. Ohne diese Eigenschaften wäre ein Abschluß nicht machbar.

Nun ist es an der FS, herauszufinden, ob ihr Nichtakademiker zu den Leuten gehört, die "gar nicht gehen" oder ob er ein toller Mensch ist, ob sie mit seiner Art umgehen kann oder nicht. Schau Dir den Menschen an und entscheide, Vorurteile solltest Du erst einmal beiseite legen.
 
G

Gast

  • #38
Dies gilt nicht nur für IT-ler! Viele sehen Geisteswissenschaftler (selbst mit dem Titel Prof.) eher als Akademiker 2. Klasse. Denn mal ehrlich, was verdient denn die Fragestellerin? Selbst als C4 Prof. wohl kaum über 70.000€ brutto im Jahr. Ich kenne einige IT Spezialisten für SAP, die verdienen ein Vielfaches dieser Summe. Dort ist es egal, ob jemand vorher Informatik studiert hat oder es sich selbst beigebracht hat.
Na, aber im Regelfall sind die Spitzenverdiener in der Informatik ebenfalls studiert. Die Quereinsteiger und die Fachinformatiker sind da eher in den unteren bis mittleren Gehaltsspektren zu finden. Mit Realschulabschluss wird der Bekannte der FS sicher nicht die Welt verdienen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #39
Ich war 27 Jahre mit einem Mann zusammen, der sich während der Partnerschaft und Ehe nicht weiterentwickeln wollte/ konnte. Ich selbst habe während der Ehe studiert, meinen Lebensunterhalt dabei selber sichergestellt. Ich erinnere mich, dass mein Schwiegervater mich fragte, was denn nun aus ihm werden solle, wenn ich nun studiere.. Ich habe die Frage damals nicht verstanden. Heute sehe ich das so: Auf keinen Fall mehr einen Partner, der auf Grund seiner intellektuellen Unterlegenheit irgendwann laufend versucht, sich als dominat in anderen Bereichen darzustellen. Auf keinen Fall einen Mann, der weniger verdient als ich, denn auch hier fühlte er sich dauernd unterlegen. Auf keinen Fall einen Mann, der das gute Einkommen von mir benutzt, um sich als großer Macker darzustellen. Auf keinen Fall mehr einen Mann, mit dem man nur über das Wetter, seine Arbeit und seine Kollegen reden kann, der nicht versteht, was man ihm sagt, wenn man über eigene Dinge redet. Letztlich muss ich hier auch anmerken, dass, selbst wenn man versucht, einen gememinsamen Freundeskreis zu halten, dies nicht klappt, weil entweder die Frau für die Freunde des Mannes zu schlau, oder der Mann für die Freunde der Frau nzu dumm ist. Ganz fatal.
w 53
 
  • #40
Schön reden über die vermeintliche Gleichheit aller Menschen können wir alle. Ob das mit dem "wahren Leben", dessen Kenntnis Gast #35 der Professorin abspricht, viel zu tun hat, ist die Frage. Konkret: Wer kennt wieviele funktionierende, langjährige Partnerschaften, in denen der Mann über einen signifikant tieferen Bildungsabschluss verfügt als die Frau? Die Antwort auf diese Frage ist auch genau die Antwort, die die FS braucht: nämlich wie wahrscheinlich es ist, dass eine Beziehung wie die geschilderte auf Dauer gut gehen wird.
 
  • #41
Konkret: Wer kennt wieviele funktionierende, langjährige Partnerschaften, in denen der Mann über einen signifikant tieferen Bildungsabschluss verfügt als die Frau?
Och Peter, das weisst Du doch selbst. In unserer Generation natürlich kaum welche weil Frauen mit höheren Bildungsanschlüssen sehr selten waren.
Ich kann Dir aber aus eminen engen Bezeihungen zu Schweden, einem Land in dem Frauen völlig selbstverständlich seit länmgerem arbeiten und höhere Abschlüsse sagen- dort ist das ebenso normal wie bei uns die Konstellation andersrum.
Wieso sollte sich der kluge Geisteswissenschaftler mit der Frisöse weniger langweilien wie die Professorin mit dem Realschüler?
Es kommt immer darauf an was man daraus macht!

Ich kenne zum Beispiel ein paar aus Schweden, Sie ist Chefärztin, Er hat einen Hauptschulabschluss- aber mittlerweile eine eigene Firma mit 10Mio Umsatz und sich ständig weiterentwickelt. Sie gehen gemeinsam auf Vernisagen und zum Segeln. Abi hat er immer noch keines- aber dafür eine tolle Beziehung.
Ein weiters sogar in D, Sie Studierte Lehrerin, Er Handwerker mit Realschulabschluss als Sie sich lieben lernten. Sie ist Heute immer noch Leherein, er ein international gefragter Spezialist und Professor- und beide lieben sich nach 25 JAhren immer noch.

ERgo: der Abschluss ist egal, der Mensch, seine Interessen und Offenheit zählen.

Die FS kann sich wunderbar unterhalten, findet den Kerl toll- wenn er auch noch Abi hätt wärs perfekt....

Sorry, von einer Professorin in Geisteswissenschaften hätt ich mehr Empathie und Freiheit im Denken erwartet.
 
G

Gast

  • #42
Heute sehe ich das so: Auf keinen Fall mehr einen Partner, der auf Grund seiner intellektuellen Unterlegenheit irgendwann laufend versucht, sich als dominat in anderen Bereichen darzustellen.
Hier noch mal 34: Aber das ist doch genau der Punkt. Es hängt vom Typ der FS ab, ob Sie nun diese mögliche "intellektuelle" Überlegenheit zur Geltung bringen will. Im Extremfall kann das JEDER: Das geht in Richtung "Homegame", mann lenkt die Gespräche auf die Themen wo man sich auskennt und ist dort "intellektuell" überlegen. So kann ich beim "richtigen" Thema einen Professor, einen Bundesminister, einen Astrophysiker oder was auch immer ausspielen.

Es darf halt überhaupt nicht erst zu dem Punkt "intellektuelle Unterlegenheit" kommen. Dann gibt es auch keine Kompensation in anderen Bereichen. Das ist sowieso sehr sehr subjektiv, vermulich würde der ITler bei einem reinen IQ Test gar nicht mal so "unterlegen" abschneiden.

Aber da die FS überhaupt sich jetzt noch Gedanken Richtung Realschule macht, ist halt letztendlich zu befürchten, dass Sie in dieses Muster (leicht) verfällt. Eine Probe liegt für Sie auf der Hand, Gespräche in Richtung IT anfangen, da ist Sie mit Ihrer Professur hin oder her, "intellektuell unterlegen". Mal sehen wie das Gespräch läuft. Und dann das Gegenteil, irgendwas "geistiges".

Die Frage kann Sie also nur für sich beantworten, wie agiert Sie mit Freunden, Geschwister, Bekannte, lässt Sie die "Professorin" raus, lenkt Sie Gespräche in Richtung neueste Philosophie Trends, hat Sie Bedürfnis sich über die letzte Salvador Dali Ausstellung zu unterhalten? Das hat m.E. alles NICHT mit der "intellektuellität" Ihrem Partner zu tun. Da gibt es auch genügend Männer mit Dr. Titel, die diese Interessen nicht teilen. Wenn Sie dieses Bedürfnis nahc "intellektuellen" Gesprächen hat, wird Sie sich schwer tun. Da Sie die Frage hier stellt, ist zu vermuten, dass es da bereits den einen oder anderen Dämpfer gab.

M45
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #43
Hier noch einmal die FS:

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, damit hätte ich gar nicht gerechnet:)

Wir haben uns mittlerweile ein zweites Mal getroffen und ich habe "testweise" (steinigt mich...) eine sehr anspruchsvolle kulturelle Veranstaltung vorgeschlagen und er hat sich offen und interessiert darauf eingelassen, wir hatten viel Spaß dabei.

Insofern waren meine Bedenken, ob wir eine gemeinsame Freizeitbeschäftigung finden würden zunächst mal unangebracht.

Es ist auch nicht so, dass ich meine Zeit ausschließlich auf Ausstellungen etc. verbringe, ich bin ein ganz normaler Mensch mit ganz normalen Bedürfnissen, auch ich liege abends häufig platt vor dem Fernseher, so ist es ja nun nicht...oder power mich im Sportkurs aus.

Meine Frage zielte eigentlich eher in Richtung Erfahrungsberichte, wer hat ähnliches erlebt und kann positives berichten?

Meine letzten beiden Beziehungen zu (promovierten!) Akademikern sind ebenfalls in die Brüche gegangen, also gehe ich nicht davon aus, dass der Bildungsstand in irgendeiner Form eine Garantie für eine gelungene Beziehung darstellt - wäre ja auch absurd und dies am Schulabschluss festzumachen ebenso...

Ich würde mich über weitere Erfahrungsberichte freuen.

Morgen sehen wir uns wieder und ich freue mich drauf.

Mir ist allerdings eine Sache aufgefallen, bei der ich nicht weiß ob es am Bildungsstand liegt oder einfach personenabhängig ist: er geht sehr offen mit seinen Gefühlen um, das gefällt mir und kannte ich aus meinen vorherigen Beziehungen nicht.

Ganz erstaunt war ich allerdings als er mich nach einem Kinderwunsch gefragt hat und meinte, dass er sich sehr stark Kinder wünscht - so eine Frage in einem so frühen Kennenlernstadium hätte ich sonst eher Frauen zugetraut...
 
G

Gast

  • #44
Liebe FS,
ich bin in der IT-Branche als System-Entwickler tätig. Man könnte mich also als IT-Spezialist ansehen. Meine Tätigkeit erfordert dass ich mich ständig weiterbilde, aber ich bin ohnehin sehr wissbegierig und habe große Achtung vor Leuten die mehr wissen oder können als ich.
Ich habe einen Realschulabschluss und zwei Berufsausbildungen, aber weder Abitur noch Studium.
Meine Frau hat studiert, arbeitet an einer Uni und bildet dort u.a. Studenten im medizinischen Bereich aus.
Unser Zusammenleben funktioniert seit neun Jahren wunderbar. Wir haben gemeinsame Interessen denen wir in der Freizeit nachgehen und haben bisher jeden Abend ein interessantes Gesprächsthema gefunden.
Ich hatte früher einmal eine kurze Beziehung zu einer Physik Doktorandin. Auch diese ist nicht mangels Gesprächsthemen gescheitert. Ich fand ihre Forschungsarbeit sehr interessant. Sie hat mir all die Geräte und Verfahren sehr anschaulich erklärt. Nur bei den zugrunde liegenden Formeln bin ich dann ausgestiegen. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass man einem Laien nicht in 5 Minuten etwas erklären kann, wozu man selbst jahrelang studiert haben muss.

Zu deiner Situation kann ich nur sagen: Versuch macht kluch.
 
G

Gast

  • #45
Es ist für einen Mann auch Recht ungewöhnlich, das er bereit ist sich mit einer im Status über Ihn befindlichen Frau einzulassen.
Genau das selbe gilt aber besonderst für Frauen, da Frauen nur sehr selten bereit sind ein Männchen zu Akzeptieren das vom Status unter Ihnen ist.

Ich finde eure Kombination sehr Interessant, und würde auf jedenfall sagen das sich da die beiden richtigen getroffen haben.
Gib der Beziehung eine Chance !
 
G

Gast

  • #46
Liebe Fragestellerin,

kurz und bündig:Nein! Du zeigst schon mit Deiner Frage, dass Du mit der Situation, einen "unter Dir stehenden Mann" zu haben, auf Dauer nicht umgehen kannst.

m/32
 
  • #47
Ich würde sagen, die Details klingen gut!

Gemeinsamkeiten: Schlägt er auch selbst kulturelle Veranstaltungen vor, die Dir gefallen würden? Oder hat er sonst Interessen, die Eure gemeinsamen werden können?

Probleme lösen: IT-ler müssen immer "komplexe" Probleme lösen, der Ursache auf den Grund gehen, Dinge differenzieren. Mit etwas Glück kann er so etwas auch auf die Beziehung übertragen. Noch dazu kann er offen über seine Emotionen reden. Das klingt doch sehr reflektiert, um die Gegenspieler Verstand und Emotion ins Gleichgewicht zu bringen.

Ihr habe beide noch keine Kinder? Ihr möchtet beide Kinder? Dann passen auch die Lebenspläne?

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #48
Ich habe einen ähnlichen Versuch gemacht. Er ist gescheitert, jedoch lag es nicht am unterschiedlichen Bildungsniveau eher an meinem Dünkel und an unserem sehr unterschiedlichen Umgang mit der Wahrheit. Auch die Feierei war bei ihm nicht Vergangenheit sondern noch immer Gegenwart. Es war für mich ein Problem, dass er keine Arbeit hatte, ich jedoch schon. Aber sowohl auf intellektueller Ebene (Gespräch über bestimmte Bereichen wie Politik und Famillienleben) als auch auf gefühlsmäßiger Ebene war es sehr stimmig.
 
G

Gast

  • #49
"Wir Gebildeten - zu Nichts Verbildeten."

Aber ich will nicht nur Goethe zitieren. Ich gesetehe, dass ich mich manchmal in einem Widerspruch verfange. Es gibt Momente, da möchte ich am liebsten mein bisheriges Leben ausradieren. Ja, ich habe ein Abitur und sogar ein abgeschlossenes Studium. Ich bin es satt, mich über Bildung und Beruf zu definieren und dies in der Gesellschaft repräsentieren. Diese Kopflastigkeit bereitet mir zuweilen Kopfweh. Ich möchte nur als Mensch wahrgenommen werden.
Wenn mir ein Mensch in seiner ehrlichen einfachen - und damit ungekünstelten - Art begegnet, kann sich eine wunderbare Sympathie und Verbundenheit entwickeln.
Doch dann gibt es den Moment, dass ich mir wünsche, dass der andere meinen Gedanken folgen kann und mir ein feinsinniger tiefsinniger Gesprächspartner ist; dann dürstet meine Seele nach geistiger Nahrung.
Wichtig ist, dass ein Einfach-sein nicht mit Primitivität gleichgesetzt wird. Wenn der übrige Charakter stimmt, ist die Bildung nur sekundär von Bedeutung.
 
G

Gast

  • #50
Liebe Fragestellerin,
vielleicht ist es gerade das was du brauchst. Eben "keinen" vergeistigten Akademiker, sondern einen warmherzigen und bodenständigen Mann mit besonders viel Tatkraft.
Ich sehe das positiv und in jedem Fall bereichernd für euch beide.
Alles Gute!
 
  • #51
@48: wunderbar, aberK einfach sein ist ja mitunter dasselbe wie Primitivität, je nach Definition, aber bestimmte Abschlüsse in bestimmten Lebensabschnitten nicht geschafft zu haben ist eben auch nicht automatisch dasselbe. Entscheidend ist also eben das Zuhören und Differenzieren und deswegen den Gedanken folgen können. :) Ist ein schwankendes Bedürfnis denn ein Widerspruch? Auch nicht automatisch immer, vielleicht eben genau in einer Person vereinbar.
 
G

Gast

  • #52
@16
Ja, genau diese Sorte Frau löst bei mir Pickel aus


Eben, BILDUNG. Die hat aber nunmal fast nie was mit dem Schulabschluss zu tun. Ich bin ein Studierter, meine Bildung (vor allem die kulturelle) hab ich mir selbst angeeignet. Dass der Rubikon kein Käse ist hab ich nicht in der Uni gelernt sondern durch lesen historischer Literatur.


Willkommen im Jahr 1913.... oder welches Jahr haben wir nochmal...

Whow, hast Du echt einen solchen Freundeskreis? Also ich steh durchaus zusammen mit meinen Akademikerfreunden in der Untertürkheimer Kurve, ess ne Stadionwurst und rede auch noch diesen gruseligen Dialekt- und hab nen Sauspass dabei (ok, wenn der VfB mal wieder Mist kickt nicht ganz so viel).
Lieber Kalle,
Du sprichst mir aus der Seele!

Ich hab schon Menschen kennen gelernt, die wer weiß wie viele Titel inne hatten und es trotzdem niemals zu wahrer Intelligenz gebracht haben. Fachidioten nennt man die glaub ich?!

Zur Fragestellung:
Nein. Ihr habt keine Chance mehr, denn Du, liebe FS, bist offensichtlich nicht verliebt in diesen Mann. Wenn Frau/ Mann verliebt ist, dann ist die Frage der Schulbildung nämlich tatsächlich erst einmal lange, lange Zeit Nebensache! Da stellt sich Frau ganz andere Fragen. "Wann sehe ich ihn wieder?" "Wie lange dauert das denn noch bis zum nächsten Date?" "Warum ruft er denn nicht an?!" "Hab ich ihm gefallen?" "Will er mich denn überhaupt wiedersehen?"

Und nach dieser ersten Phase der Schmetterlinge, der Vorfreude, des wohligen Kribbelns im Bauch...DA ist Deine Frage im besten Fall dann sowieso hinfällig!
 
G

Gast

  • #53
Liebe FS,
es ist ok,. sich diese Gedanken zu machen - Du bist jung genug, um etwas wagen zu können, aber nicht mehr jung genug, um zuviel Lebenszeit mit dem falschen Mann zu vertun.

Ich kann Dir die gewünschte langjährige Erfahrung liefern (20 Jahre Ehe) - hat für mich nicht funktioniert. Es gab genau die Probleme, die weiter oben schon angesprochen wurden: Dominanzverhalten, Machtkämpfe bis hin zum dauerhaften Fremdgehen, wenn er meinte, sich über irgendwas an mir geärgert zu haben.

Frühindikatoren für's Gelingen:
- wie geht er nach gewisser Zeit mit Dir in Gegenwart von anderen um?
- wie wohl fühlst Du Dich unter seinen Freunden, in seiner Familie?
- wie wohl fühlst Du Dich mit ihm unter Deinen Freunden, in Deiner Familie?
- wie ist es, was zusammen zu machen? Wirst Du schon früh zur Zugmaschine oder geht es im Gleichtakt?
- was sind gemeinsame Interessen, wo sind die Unterschiede? Sind die Unterschiede störend oder interessant?
- wie bereichernd ist das Zusammensein/Gespräche, resp. der Umgang mit Meinungsverschiedenheiten?
Bei Unbehagen - Finger weg.

In der Retrospektive kann ich sagen, wenn ich mir diese Fragen gestellt und ehrlich beantwortet hätte, wäre die Beziehung nach 5 Jahren zuende gewesen, weil die Antworten das Unbehagen zutage gebracht hätten. Aber gute Bildung ist eben keine Lebenserfahrung.

Wie schon oben thematisiert: ich gehöre zu der Generation, in der es für qualifizierte Frauen mangels Masse schwer war, einen Partner auf Augenhöhe zu finden (doppelstudiert, Geisteswissenschaften und Ingenieurswissenschaften). Das ist in Deiner Generation anders. Die Männer heiraten auch nicht mehr so viel nach unten, weil sie mehr Partnerinnen auf Augenhöhe finden.

Ein Akademiker ist kein Garant für das Lebensglück, wie Du schon selber festgestellt hast und eine gescheiterte Schullaufbahn nicht zwangsläufig ein Zeichen für mangelnde Intelligenz, sondern kann auch ein Indiz sein für ein gänzlich spassbefreites, lebensfremdes Bildungssystem in Kombination mit Pubertät. Die Frage ist: was ist heute? Wie geht er da mit Dingen um, die keinen Spass machen, d.h. ist er auch ein Partner für schlechtere Zeiten.

w, 55
 
G

Gast

  • #54
Ich frage mich, warum mit 35 die Schulbildung noch eine so große Rolle spielt. Du bist Professorin und er ist nicht (mehr) Realschüler, sondern erfolgreicher IT-Spezialist. Entscheidend ist doch, was man aus seinem Leben macht und nicht wie viele und welche Titel/Abschlüsse man in der Vergangenheit gesammelt hat.
Soweit kann die FS aber leider nicht denken! Man nennt sowas nicht selten abhängige Persönlichkeitsstörung. Sich von alten Gedankenmustern nicht trennen können und gewissen Status im Leben brauchen, um selbstbewußt auftreten zu können und etwas darstellen zu können. Wer sich lediglich über seinen Job definiert hat leider schon verloren in dieser Welt.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.