• #1

Probleme mit der Fernbeziehung und fehlende Perspektive

Hallo,

Ich bin 34 und seit etwa einem Jahr mit meiner 26 jährigen Freundin zusammen. Bisher haben wir fast nebeneinander gewohnt und eine sehr schöne und enge Beziehung geführt.
Ich liebe sie.

Jetzt ist aber vor etwa 3 Monaten meine Freundin nach ihrem Studium in die Schweiz gezogen um dort bei einer Bank ein Traineeprogramm für 2 Jahre zu absolvieren. Ich war natürlich nicht begeistert, da ich eigentlich eine feste Beziehung wollte und eher über das zusammenziehen nachdenken wollte. Auch gab es Jobangebote hier. Naja überreden wollte ich sie auch nicht hier zu bleiben, nur gesagt habe ich, dass ich mit der Situation wohl nicht glücklich werden würde.
Außerdem bin ich eher ein Fauler Hund, mein Auto ist immer dreckig und ich bin überhaupt nicht Schweiz oder Bank. Ich habe auch gesagt, dass ich mich damit gar nicht identifizieren kann und sie meint das würde sie gerade an mir schätzen. Und in 2 Jahren wäre sie ja wieder da. Außerdem könne ich ja mitkommen. Nun lebe ich aber schon länger hier, habe Freunde, fühl mich daheim, feste gute Arbeit (Ing. Gehalt) und Eigentumswohnung (ok, das ist egal). Der Gedanke umzuziehen macht mir Unbehagen,auch wenn man das in unserer flexiblen Gesellschaft ja gar nicht mehr zugeben darf.

Ich bin die ersten 2 Monate cool geblieben und hab mir gesagt es kommt wies kommt. Ich hab mir gesagt erzwingen kann man eh nix und es mir möglichst bequem gemacht. Ging ganz gut.

Vor einem Monat kam es dann zu einer sehr aufwühlenden Situation. Meine Freundin meinte von sich aus, sie käme zurück. Ihr ginge es so schlecht. Ich bin die Woche dann hingefahren und sie hat mir erzählt dass sie doch eigentlich nur ein schönes Leben in meiner Kleinstadt führen möchte mit nem normalen Job hier und Katzen. Ich hab gesagt ok. Machen wir. Angst hatte ich natürlich auch etwas davor aber gefreut habe ich mich und meine Hilfe angeboten.
Ich habe ihr noch zugeredet nicht einfach dort hinzuschmeißen sondern erst nen Job hier zu suchen und das Gehalt noch mitzunehmen.
Als ich dann Sonntag Abend gefahren bin, hat sie furchtbar geweint.

So, am nächsten Tag ruft sie mich an und sagt sie hätte nochmal mit ihren Eltern telefoniert und die hätten ihr gesagt, dass es doch schon immer ihr Traum war in der Schweiz bei einer Bank zu arbeiten. Sie wäre gerade im Fitnessstudio gewesen und hätte nen Jahresvertrag abgeschlossen.
Das kam bei mir gar nicht gut an. Erstmal wusste ich das gar nicht mit dem Traum. Irgendwie klang es aus ihrem Mund eher immer zufällig, dass sie da gelandet wäre. Ich verstehe total ihre Situation, dass sie auch gespalten ist.
Aber ich bin unglücklich....
 
  • #2
Sie wäre blöd alles hinzuschmeißen.

Schon mal einen Schweizer Gehaltszettel in der Hand gehalten? Ich wette nein, denn dann würdest Du nicht überlegen.

Sie ist 26 und hat die besten Perspektiven überhaupt. Zum Glück hat sie mit ihren Eltern gesprochen.

Wenn Du eine fürs Zusammenziehen und regelmäßige Kuschelabende, plus Wäschewaschen und Kochen brauchst, dann suche Dir eine liebe Maus in Deinem Alter, die etwas Panik hat wegen Tick-Tok-Baby-Uhr und erlaube Deiner Freundin Karriere zu machen im Bankparadies CH.
 
  • #3
Obwohl deine Freundin 8 Jahre jünger ist als du, kommt sie mir viel erwachsener vor. Der Gedanke daran umzuziehen macht dir Angst? Wenn du sie wirklich liebst, dann zieh du doch zu ihr. Unterstütze sie bei ihrer Karriere und erwarte nicht, dass sie alles aufgibt um bei dir in der Kleinstadt zu leben. Ihr Leben fängt jetzt erst an. Zieh zu ihr oder lass sie los! Alles gute.
 
  • #4
Außerdem bin ich eher ein Fauler Hund, mein Auto ist immer dreckig
Vermutlich nicht nur das Auto. Bei Allem was mit dir zu tun hat kommst du vermutlich nicht in die Puschen. Ganz ehrlich, einen solchen Typen möchte ich nicht haben. Natürlich muss man z. B. das Auto nicht jede Woche waschen oder komplett aussaugen. Aber wenn der Müll darin mehr als genug ist sollte der Mensch sich schon bewegen.

Die Eltern deiner Freundin haben vollkommen recht. Wer erhält beruflich eine solche Chance. Die sehen dich vielleicht auch nur als Lebensabschnittsgefährten. Bis deine Freundin irgendwann heiratet kommen nach dir wahrscheinlich noch einige andere Männer. Kann sein, muss aber nicht. Du selbst kannst es steuern indem du ihr vor allem berufliche Freiheiten lässt. So weiß sie, dass du auf jeden Fall auf sie wartest. Ich kann immer wieder nur daran erinnern, dass es in unserem Zeitalter sehr wichtig ist, sich ein gutes finanzielles Polster zu schaffen. Für die Rente vorzusorgen denn sonst bist du im Alter verdammt arm dran. Ich kenne Männer, die sind ständig auf Montage weil sie Geld verdienen MÜSSEN um Frau und Kinder zu ernähren. Sind oftmals deshalb nur am WE zu Hause. Natürlich geht das nicht auf Dauer gut, aber zeitlich begrenzt ist durchaus machbar. Die Partner müssen nur mitziehen, nicht jammern und sich schon gar nicht selbst bemitleiden.

Selbstverständlich ist auch möglich, dass deine Freundin in der Schweiz den Mann des Lebens kennenlernt. Das ist traurig für dich, dann aber auch nicht zu ändern. Für dich gilt Gleiches in deinem Heimatort.

Denk mal drüber nach und dann ändere dein Verhalten dahingehend. So muss deine Freundin auch kein schlechtes Gewissen dir gegenüber haben, kommt gerne zu dir zurück und vielleicht sogar schon früher als du denkst. Für tief empfundene Liebe jedenfalls ist kein Weg zu weit.
 
  • #5
Vor einem Monat kam es dann zu einer sehr aufwühlenden Situation. Meine Freundin meinte von sich aus, sie käme zurück. Ihr ginge es so schlecht. Ich bin die Woche dann hingefahren und sie hat mir erzählt dass sie doch eigentlich nur ein schönes Leben in meiner Kleinstadt führen möchte mit nem normalen Job hier und Katzen.
Mal Hand aufs Herz: hat sie das wirklich von sich aus gesagt oder Du Ihr durch Worte und Taten in den Mund gelegt? Kann es sein, dass Du sanft aber irgendwie Druck auf sie ausübst? (z.b. so kleine Nettigkeiten wie "jetzt könnten wir auch in Kleinstadt XY sein, an dem See an dem Du so gerne bist..." oder so.

Deine Freundin ist gut bedient, Ihre Zukunftspläne nicht von einem Mann abhängig zu machen. Das würde sie unter Umständen später sehr bereuen. Sie ist noch so jung, gönne ihr doch den beruflichen Erfolg!
Und wenns dann halt nicht passt, dann passts halt nicht. Falls Du also zu sehr Kleinstadt und sie zu sehr Schweiz und Bank ist.
 
  • #6
Ihr scheint sehr verschieden zu sein in euren Wünschen und Bedürfnissen. Frage ist, ob ihr da einen gemeinsamen Weg findet.
Es liest sich für mich so dass du sie gerne "einsperren" würdest in deine Welt und du dir wünschst, dass ihr das reicht. Mein Ex-Mann hat so getickt: er baute sein Haus, wollte viele Kinder, hat schon alles fertig geplant für uns, aber mich nur nebenbei mit eingeplant. Es war frustrierend für mich, denn ich wollte mehr erleben.
Deine Freundin hat jetzt finanziell und karrieretechnisch ihre Chance. Bitte zwinge sie nicht bewusst und unbewusst (ja das ist schwer) zu dir zu kommen, wenn sie sich unsicher ist. Versucht gemeinsam einen Plan zu entwickeln, wie ihr beide glücklich seid. Besprecht wie lange sie gerne in der Schweiz bleiben möchte (es scheint ja nicht unendlich zu sein), wo ihr BEIDE gerne wohnen wollt später, ob ihr Kinder wollt, oder ob sie lieber an ihrer Karriere erstmal arbeitet.

Wenn ihr verschiedene Lebenspläne habt, bleibt die Trennung, aber dafür muss man über diese Dinge sprechen. Ich habe das Gefühl du "krallst dich" an deine Vision, die sie scheinbar nicht teilt. Da muss man lockerer werden oder eine Frau finden, die diese 100% teilt (hat mein Ex gemacht und klappt gut bei denen).
 
  • #7
Hallo zusammen. Danke für die vielen Antworten. Generell läuft es ja stets darauf hinaus dass man seinen Partner nicht einschränken darf. Ich will das auch gar nicht und muss offen gestehen, dass ich die Phase des Ausprobierens auch gebraucht habe.

Übrigens sei mal erwähnt dass auch sie klammert, nur eben auf andere Art und Weise. Ich finde das auch gar nicht schlimm sondern denke es ist in der Natur des Menschen.

Mir stellen sich aber konkret folgende Fragen:
Irgendwie komme ich emotional mit der Fernbeziehung nicht mehr klar. Ich habe Liebeskummer und vermisse sie unter der Woche. Das macht mich dann auch frustriert. Ist das einfach das Tal der Tränen und typisch für den Anfang?

- Ich verstehe, dass sie sich ausprobieren möchte, habe aber auch Sorge dass sie gar nicht mehr heimkommt. Weil wer macht ein Traineeprogramm in der Schweiz und kommt dann wieder in das untergangsgeweihte Deutschland (Zitat ihrer Eltern)? Außer natürlich um hier günstig einzukaufen und zum Arzt zu gehen. Am Anfang war ihre Aussage halt, es wäre ja nur für zwei Jahre.

- Die fehlende Perspektive macht mir zu schaffen. Ich seh die Gefahr groß, dass der Kulturunterschied zu groß wird.
Auch mag es antiquiert sein, aber ich halte es für problematisch, wenn die Frau netto irgendwann 4x so viel verdient. Ich hab andererseits schon viel mehr Geld als ich brauche, und möchte deswegen auch nicht anfangen zu konkurrieren. Versteht mich nicht falsch, ich hab kein prinzipielles Problem damit, wenn die Frau mehr verdient, aber ich frage mich ob das bei diesem Ausmaß nicht unweigerlich zu Problemen führen wird.

Ansonsten ist alles super in der Beziehung und wir sind komplett auf einer Wellenlänge. Ich möchte sie nicht verlieren und sie mich wohl auch nicht.
Ich denke nicht, dass ich jemals eine bessere Frau finden werde. Ich bin bereit zurück zu stecken. Aber ich möchte mir auch nix vormachen. Mein Herz sagt ja, wird schon, mein Verstand sagt, vergiss es. Ich würde lieber meinem Herzen folgen.

Über positve Erfahrungsberichte und Tipps von Menschen, die in gleicher Situation waren, würde ich mich sehr freuen. Vielleicht auch mal aus männlicher Perspektive.
 
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  • #8
Wohnst Du denn weit weg von der Schweiz? Klar, 2 Jahre sind eine Weile und die Wochen der Trennung sind nicht optimal. Mein Partner und ich erleben solche Phasen der Trennung aus beruflichen Gründen momentan oft.
Wenn die Sache auf 2 Jahre begrenzt ist, ist da sehr wohl eine Perspektive. 2 Jahre sind auf ein Leben gesehen sehr wenig. Vor und nach den Dreissigern gestaltet man nunmal sein Berufsleben und legt die Weichen für später.

Ich schliesse mich an .. Redet mal über Bedürfnisse, Ziele und Machbarkeiten; und dann entscheidet. Wenn Du jemanden haben willst, der immer bei Dir ist, dann musst Du was anderes suchen. Du hast hier offensichtlich eine relativ selbstständige Frau geangelt, die Dich zwar liebt, aber offensichtlich sich selbst auch. So verfolgt sie auch ihre Träume. Das ist ok so.
 
  • #9
Zwei Jahre sind viel zu kurz, um dafür einen festen Arbeitsplatz aufzugeben. Es erscheint mir auch nicht sonderlich erwachsen, als die Existenz sichernder Hauptverdiener der noch in Ausbildung befindlichen Freundin hinterher zu ziehen. Und das auch noch freiwillig. Laß mal Deine Freundin schön in Ruhe ihre Ausbildung abschließen und freue Dich, daß Du regelmäßig für ein paar Tage bei ihr wohnen kannst, die Schweiz ist schön aber teuer.
 
  • #10
Auch mag es antiquiert sein, aber ich halte es für problematisch, wenn die Frau netto irgendwann 4x so viel verdient.
Wenn sie 4x so viel verdient wie du, dann macht dein Gehalt nur 20% des gemeinsamen Einkommens aus. Also wirst du, sobald ihr Kinder habt, zu Hause bleiben, weil ihr eher auf 20% des Einkommens, als auf 80% des Einkommens verzichten könnt.
Sie ist intelligent und kann rechnen. Gehe davon aus, dass du in ihrem langfristigen Plan als Hausmann vorgesehen bist. Falls du keine Elternzeit nehmen willst und nicht maximal Teilzeit arbeiten willst, weil du antiquierte Vorstellungen hast, dann passt ihr nicht zusammen.
 
  • #11
Es erscheint mir auch nicht sonderlich erwachsen, als die Existenz sichernder Hauptverdiener der noch in Ausbildung befindlichen Freundin hinterher zu ziehen.
Naja. Prinzipiell zahlt jeder seinen Teil und ich vermute mal sie bekommt netto in etwa das doppelte wie ich. Also ich habe für deutsche Verhältnisse schon ein gutes Einkommen, aber Hauptverdiener bin ich nicht.

Laß mal Deine Freundin schön in Ruhe ihre Ausbildung abschließen und freue Dich, daß Du regelmäßig für ein paar Tage bei ihr wohnen kannst, die Schweiz ist schön aber teuer.
Ja das war ursprünglich mein Plan. Ich bin ja ganz zufrieden hier und kann mir das Leben schön machen. Aber wenn ich hier zusehr mein Ding mache beschwert sie sich, ich wäre emotional distanziert. Und ich falle gerad auch immer wieder in das kardinalsdelikt einer Beziehung, die Oneitis. Sie provoziert das meiner Meinung nach auch, denn sie braucht selber eine ganz enge Beziehung. Ich war selber für lange Zeit Draufgänger und hab mich nicht binden wollen. Für sie würde ich es und sie genießt und braucht das. Trotzdem geht sie halt weg. Obwohl sie in der nachbarstadt für 50k nen job bekommeb hätte, was meines Erachtens als genug zum Leben ist. Aber jetzt werd ich vorwurfsvoll.

Auch nervt es mich immer in die Schweiz zu fahren, da für mich alles sauteuer ist und jeder halt seinen Teil bezahlt. Find ich irgendwie ungerecht. Hab das auch schon angesprochen, aber die Aussage war immer ich würde doch auch gut verdienen.
 
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  • #12
Was ich aus dem zweiten Posting des FS lese ist ein Machtkampf.

Es ist nicht die Fernbeziehung, die Probleme bereitet, sondern im Grunde die Tatsache, daß die jüngere Vorzeigefreundin nun den FS beruflich einholt und finanziell bald überholt.

Wie bereits in meiner ersten Antwort gesagt: wenn Du der große Häuptling in einer Beziehung sein willst (und das ist wohl so, sonst hättest Du eine Frau Deines Alters genommen und nicht eine 8 Jahre jüngere (das ist viel in der Altersspanne)).

Suche Dir bitte ein kleine Büromaus aus der Kleinstadt, welche Dich umsorgt und das Essen kocht. Sie würde besser zu Dir passen auf längere Sicht als eine Karrierefrau deren Mentalität nicht unbedingt auf Deine Bedüfnisse ausgerichtet ist sondern auf ihre eigenen.
 
  • #13
FS, auch wenn Du das nicht hören willst. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Beziehung zerbricht ist doch recht groß. Deine Freundin ist jung, hat nun ein komplett neues, aufregendes Umfeld. Das weibliche Auge wandert, und auf Dauer wirst Du erst unattraktiver, dann lästig. Dann wird die Stimmung in der Beziehung vergiftet. Dann heißt es "es ist irgendwie nicht mehr das Selbe".
Natürlich kann es Ausnahmen geben, aber i.d.R. ist dieser Verlauf typisch. Du Bist im begehrtesten Alter und verdienst gut mit guten beruflichen Perspektiven. Ich würde Dir raten, eine junge Frau zu suchen, die zu Deinem niedergelassenen Lebensstil passt.
Eine Fernbeziehung gibt es nicht. Es ist einfach nur Fern. Zu einer Beziehung gehört Nähe. Seine besten Jahre einem Konzern oder einer Bank zu schenken und sich unterzuordnen, und von Wochenende zu Wochenende zu leben ist keine Beziehung und vor allem nicht schön. Und vergebene Lebenszeit kann man für kein Geld der Welt zurückkaufen. Ich jedenfalls würde nicht zurückblicken wollen mit dem Gedanken "hätte ich doch".
 
  • #14
Auch nervt es mich immer in die Schweiz zu fahren, da für mich alles sauteuer ist und jeder halt seinen Teil bezahlt. Find ich irgendwie ungerecht. Hab das auch schon angesprochen, aber die Aussage war immer ich würde doch auch gut verdienen.
Mein Freund hat auch nur ein normales Ingenieursgehalt und ich sehr viel mehr, aber er will trotzdem immer die Hälfte bezahlen.
Bei uns geht es aber nur um Essengehen, Geschenke, Ausflüge und Urlaube. Manchmal sind wir da zu viert, meine Tochter und ihre Freundin noch. Ich würde daher auch gerne 3/4 bezahlen, er aber will halbehalbe machen.
Und ich lasse ihn, denn er verdient ja auch genug, wenn auch weniger als ich.
Also was genau findest du ungerecht ?
Du meinst, deine Freundin soll deine Fahrten in die Schweiz sponsorn, weil sie ja auch weggegangen ist ?
Oh Mann, das hört sich ja nicht gerade nach heftiger Bereitschaft von deiner Seite aus an.

Deine Freundin ist an einem Wendepunkt ihres Lebens.
Bislang war sie Studentin und da waren deine Schluffigkeit, Faulheit und dein dreckiges Auto ok.
Ich fürchte, sie wird sich jetzt stark verändern, weil sich ihr Leben stark verändert.
Kann gut sein, dass eure Wege auseinander gehen, wie es häufig nach dem Studium passiert.

Sie wird ihr Ding durchziehen.
Für den Durchhänger vor vier Wochen gibt es sicher einen konkreten Grund, z.B. dass sie ein Projekt versemmelt hat und gerügt worden ist.
Sie hat sich dann aber glücklicherweise gefangen und ihre große Chance nicht weggeworfen.

Ich denke, wenn du dich nicht mit ihr entwickelst und danach hört es sich nicht an, werdet ihr auseinandergehen.
Dass sie jetzt in eure Kleinstadt zurückkommt und sich dort in der Mittelmäßigkeit einrichtet, obwohl sie die Chance hat, groß zu werden, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Und noch meine ganz persönliche Meinung: ich würde das richtig dumm finden.

w 49
 
  • #15
Für den Durchhänger vor vier Wochen gibt es sicher einen konkreten Grund, z.B. dass sie ein Projekt versemmelt hat und gerügt worden ist.
Sie hat sich dann aber glücklicherweise gefangen und ihre große Chance nicht weggeworfen.
Das mag sein, aber dann muss ich ja zum dem Schluss kommen, dass ich nur eine Backuplösung bin.
Warum dann aber latent der Vorwurf, ich wäre unfair ihr gegenüber?

Ja ja ihr Frauen könnt es nicht glauben, aber auch als Mann kommt man in das Alter, wo man einfach keine Lust hat 2 Jahre dusselig verliebt in eine Beziehung zu stecken, die sowieso scheitern wird.

Ich bin mir grad nur nicht sicher, ob ich das alles zu negativ sehe.
Ich habe einfach keine Erfahrung auf dem Gebiet und daher mein Posting hier.
 
  • #16
Ich denke, Deine Freundin steckt in einem Interessenkonflikt.

Da sind die Eltern, die Ihren Traum auf die Tochter projezieren und ihr wahrscheinlich von klein auf den Wunsch mitgegeben haben, so eine Karriere zu machen.

Und da steht das schöne Leben mit Dir, das sie sich ebenfalls wünscht.

Aus meiner Sicht kannst Du das nicht lösen. Das muss sie machen. Und dafür braucht sie dann Muße, die sie in dem Job wahrscheinlich kaum hat.

Es macht auch keinen Sinn, wenn Du in der jetztigen Sitiuation Dein Leben über den Haufen wirfst.

Ich würde mir klarmachen, dass wenn die Frau sich für die Erfüllung des Lebenstraums der Eltern entscheidet, dass Du sie dann wahrscheinlich auch später auf eine steile Karriere setzen wird, die sie kaum in Deinem Lebensumfeld verwirklichen kann.

Insofern würde ich das Gegenmodell anbieten. Sie nicht ständig besuchen. Damit sie nachdenken kann.

Ihr klarmachen, dass Du Dein schönes Leben nicht aufgibst. Dass ihr eine wunderschöne Zeit hattet. Dass man sich einen Freundeskreis in der Fremde nicht backen kann. Usw... Und sie dann fragen, ob Euer Geld nicht für ein sorgenfreies Leben gereicht hätte.

Und dann würde ich mal eine Zeit beobachten, ob sie sich von den Ansprüchen ihrer Eltern wenigstens in Teilen lösen kann oder nicht.

Alternativ könntest Du auch anfangen, Dich nach einer neuen Freundin umzusehen. Wenn sie spürt, dass da eine neue Frau bei Dir ist, wird sie sich sehr stark damit beschäftigen, dass sie nicht beides haben kann, Dich und den Job in der Schweiz. Und vielleicht entscheidet sie sich dann auch für Dich.
 
  • #17
Ich denke, Deine Freundin steckt in einem Interessenkonflikt.

Da sind die Eltern, die Ihren Traum auf die Tochter projezieren und ihr wahrscheinlich von klein auf den Wunsch mitgegeben haben, so eine Karriere zu machen.

Und da steht das schöne Leben mit Dir, das sie sich ebenfalls wünscht.

Aus meiner Sicht kannst Du das nicht lösen. Das muss sie machen. Und dafür braucht sie dann Muße, die sie in dem Job wahrscheinlich kaum hat.

Es macht auch keinen Sinn, wenn Du in der jetztigen Sitiuation Dein Leben über den Haufen wirfst.

Ich würde mir klarmachen, dass wenn die Frau sich für die Erfüllung des Lebenstraums der Eltern entscheidet, dass Du sie dann wahrscheinlich auch später auf eine steile Karriere setzen wird, die sie kaum in Deinem Lebensumfeld verwirklichen kann.

Insofern würde ich das Gegenmodell anbieten. Sie nicht ständig besuchen. Damit sie nachdenken kann.

Ihr klarmachen, dass Du Dein schönes Leben nicht aufgibst. Dass ihr eine wunderschöne Zeit hattet. Dass man sich einen Freundeskreis in der Fremde nicht backen kann. Usw... Und sie dann fragen, ob Euer Geld nicht für ein sorgenfreies Leben gereicht hätte.

Und dann würde ich mal eine Zeit beobachten, ob sie sich von den Ansprüchen ihrer Eltern wenigstens in Teilen lösen kann oder nicht.

Alternativ könntest Du auch anfangen, Dich nach einer neuen Freundin umzusehen. Wenn sie spürt, dass da eine neue Frau bei Dir ist, wird sie sich sehr stark damit beschäftigen, dass sie nicht beides haben kann, Dich und den Job in der Schweiz. Und vielleicht entscheidet sie sich dann auch für Dich.
Wow! Die perfekte Antwort. Danke!
Ich dachte schon hier kommen nur so fiese frustrierte Kommentare a la du bist ein Loser, nur weil ich selbstironisch, sesshaft und zufrieden bin mit meiner mittelmässigkeit.

Die Einschätzung stimmt 100% in allem und noch viel wichtiger, die Lösungsvorschläge sind für mich umsetzbar. Die besten Ratschläge sind oft die, die man unbewusst für sich selbst schon gefasst hat, aber noch nicht den Mut hatte sie umzusetzen.

Das war alles auch genau mein Plan, hab in letzter Zeit nur die Nerven verloren. Danke nochmal!
 
  • #18
Ja, ich kann dich schon verstehen. Deine Fragen sind durchaus berechtigt.
Da hilft echt nur: reden.
Ich selbst lebe in einer FB seit etwa 1,5 Jahren, die Entfernung beträgt etwa 900 km. Man sieht sich monatlich - ohne gemeinsamen Plan kann man das nicht überstehen. Ich werde zu ihm ziehen, sobald ich einen Job gefunden habe der mir gefällt - ich hoffe dieses jahr klappt es (ich wohne nicht in DE).

Also ich verstehe deine Sehnsucht seeehr gut, ich lebe im Moment auch darin. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man verzweifeln kann, wenn man sich planlos fühlt, als hätte man keine Perspektive.

Es gibt aber Möglichkeiten, und du musst die finden, die auch Dir zusagen.
- Ist ein Umzug in die Schweiz für dich ausgeschlossen?
- Ist für sie ein Umzug NACH den 2 Jahren eine Möglichkeit, will sie zurück nach DE? Oder besteht die Möglichkeit, dass sie in der Schweiz bleibt, sollte sie ein Jobangebot bekommen?
- Wie flexibel bist Du, was sind deine Grenzen was das Umziehen angeht (Ausland, oder innerhalb DE)? Wie flexibel ist sie, was sind ihre Grenzen?
- Wie stellst Du dir dein Leben vor (Heirat, hausbau, Kinder, oder eher Karriere, Reisen? Bist Du schon familiär gebunden?)

Redet viel über diese Themen, und man findet danach seine Ruhe mit dem Thema. Man braucht sehr viel Geduld für eine FB, mehr als sonst. Kannte ich früher auch nie, da ich nie eine FB vorher hatte.

Das Stichwort also: Reden. Findet einen Weg, der euch beiden gefällt, sonst geht es nicht. Dein Verstand muss nicht sofort nein sagen, wenn dir die Person wichtig ist (und scheinbar ist sie es), dann ist man schon flexibler. Nur dich aufgeben, deine Wünsche aufgeben darfst du genauso wenig, wie sie.
 
  • #19
Alternativ könntest Du auch anfangen, Dich nach einer neuen Freundin umzusehen. Wenn sie spürt, dass da eine neue Frau bei Dir ist, wird sie sich sehr stark damit beschäftigen, dass sie nicht beides haben kann, Dich und den Job in der Schweiz. Und vielleicht entscheidet sie sich dann auch für Dich.
Oh oh, das würde ich keinesfalls raten. Ohne Vertrauen hat eine FB (Beziehungen) generell keine Chance. Wenn sie dann hunderte Kilometer entfernt leben und er dann anfängt zu flirten, kann man die Sache gleich knicken. Man muss sich vertrauen können.
Dann mach gleich Schluss und such dir eine neue Freundin... das ist viel ehrlicher.
 
  • #20
Da du das Wort Oneitis verwendest, bist du aus der PickupArtist Schiene.
Jetzt hast du halt die Quittung: du hast eine deutlich jüngere Vorzeigefreundin gesucht und würdest jetzt selbst gern sesshaft werden, nachdem du dich vorher ausgetobt hast und nicht binden wolltest. Mitleid hab ich da nicht, ganz ehrlich: das kam doch mit Ansage! Dass sich eine so viel jüngere Freundin, die gerade mit dem Studium fertig geworden ist, ausprobieren will und etwas von der Welt sehen will und nicht mit dem älteren Freund seinen Spießertrsum leben will, ist doch nicht verwunderlich.
Wenn du jetzt noch nervst und drängelst und jammersr, wird sie dich sehr bald austauschen: warum sollte sie das mitmachen?
Du kannst doch ihr nicht vorwerfen, dass sie jetzt macht,w as du in ihrem Alter auch gemacht hast: selber schuld.
 
  • #21
Mag sein, dass ich abgehärtet bin, aber ich frage mich bei Dir, lieber FS schon, was das Ganze genau soll. Führt ihr nun eine Partnerschaft oder nicht? Wieso muss einer sein Leben aufgeben, wenn der andere für 2 Jahre woanders arbeitet? I don't get the problem.

Führt ihr eine Partnerschaft, plant ihr gemeinsam. Euer beider berufliche Entwicklung sowie eure Beziehung. Da kann es in der heutigen Welt schonmal vorkommen, dass einer eben im Ausland ist. Ok? Dann vermisst man sich. Man sucht nach Wegen, wie man die emotionale Nähe trotzdem erhalten kann. Da müssen sich beide dran machen, verbindlich sein, loyal, pünktlich zu Skype Terminen, whatever.

Wenn ich Dich lese, fühle ich (wie auch schon von anderen geschrieben) eine Art Machtkampf. Du oder ich. Vorwürfe.

Vielleicht machst Du Dir klar, was genau Du haben möchtest. Was Dir guttut. Wenn das Deine Freundin ist, dann werdet ihr die zwei Jahre problemlos überbrücken. DE-CH ist nun nicht USA.
Wenn Du jemanden brauchst, der bei Dir bleibt, dann ist Deine Freundin vermutlich nicht die Richtige.

Sprecht ihr denn darüber?
 
  • #21
Oh oh, das würde ich keinesfalls raten. Ohne Vertrauen hat eine FB (Beziehungen) generell keine Chance. Wenn sie dann hunderte Kilometer entfernt leben und er dann anfängt zu flirten, kann man die Sache gleich knicken. Man muss sich vertrauen können.
Dann mach gleich Schluss und such dir eine neue Freundin... das ist viel ehrlicher.
Es geht ja nicht darum, Sex mit anderen Frauen zu haben. Sondern einen Denkanstoß zu geben, ob sie den Mann wirklich aufgeben will.

Das ist jedenfalls besser als eine einseitig getroffene Entscheidung - aus meiner Sicht auch eine unfaire Entscheidung - auszusitzen.

Dann noch dem Partner die Energie ab zu saugen, indem man ihm dann den Job zuweist, die Ambivalenz der Frau emotional auf zu fangen, und am Ende dann als Dank nach den zwei Jahren brav zu warten, bis der nächste Tritt kommt.

Es klang ja nicht so, als wenn die Frau überglücklich mit der Situation ist. Und dass da die Eltern an der Frau ziehen und die Entscheidung beeinflusst haben.

Da könnte genau das richtige sein.

Und wenn schon jemand Schluss macht, dann sollte das derjenige sein, der die Fernbeziehung im Alleingang beschlossen hat.
 
  • #22
@sonrix : noch kurze Frage: in wiefern würdest du das thema
Da du das Wort Oneitis verwendest, bist du aus der PickupArtist Schiene.
Jetzt hast du halt die Quittung: du hast eine deutlich jüngere Vorzeigefreundin gesucht und würdest jetzt selbst gern sesshaft werden, nachdem du dich vorher ausgetobt hast und nicht binden wolltest
Ja, es stimmt. Ich kenne den ganzen Kram und habe auch mal danach gelebt und habe inzwischen eine geteilte Meinung dazu. Meine jetzige Beziehung hat aber nichts damit zu tun. Ihr Alter habe ich mir nicht ausgesucht. Wo die liebe halt hinfällt. Wäre sie 34, wäre ich bestimmt auch nicht traurig und manches viel klarer.

Übrigend sagt sie, sie hätte mich ausgesucht.
 
  • #23
Hm, ich dachte, man bittet um andere Einschätzungen, um anderen Einschätzungen zu bekommen.
Du hoffst aber offenbar um die Bestätigung deiner eigenen Einschätzung. Und nun gibt dir das einer, die anderen alle nicht und du bist glücklich.
Bringt dich das weiter ?
Ich dachte schon hier kommen nur so fiese frustrierte Kommentare a la du bist ein Loser, nur weil ich selbstironisch, sesshaft und zufrieden bin mit meiner mittelmässigkeit!
Hm, stimmt, in vielen Threads gibt ein paar wenige Posts, hinter denen man Frustration und vielleicht sogar Fiesness zu spüren glaubt, hier aber bislang ( jetzt #20 ) nicht.
Bislang nur sachliche Kommentare, findest du nicht ?

Wir werten auch nicht.
Ob du ein Loser bist, entscheidest du.
Unstrittig, du sagst es selbst, bist du faul und schlampig, hast ein dreckiges Auto und bist mit einem mittleren Job und mittlerem Gehalt in unspektakulärer Umgebung zufrieden.
Das ist dein Lebensentwurf und der ist absolut ok.
Viele Leute finden ihr Glück im Kleinen und Privaten. Bei dir stimmt sogar das Geld insoweit, als du sorgenfrei leben kannst.
Ich denke, das finden viele Frauen toll.
Aber deine offenbar nicht.
Auch das bewerten wir nicht ( ok, ich hab's, aber ich habe es mit dem Zusatz, dass es meine ganz persönliche Meinung ist, gekennzeichnet ).

Alles, was ich und die meisten anderen hier gesagt haben, ist, dass es mit euch wahrscheinlich auseinander gehen wird, weil sie sich entwickeln wird und du wohl eher nicht. Sagst du jetzt ja auch wieder.
Keiner von euch beiden macht es richtig oder falsch, ist gut oder schlecht.
Ihr seid verschieden und wollt verschiedenes, das ist alles.

Glaubst du allen Ernstes, dass deine Freundin nachdem sie sich auf einen anstrengenden Langstreckenlauf, bei dem sie gute Chancen hat, zu gewinnen, begeben hat, schon gleich zu Anfang, wo sie noch total frisch und auch zuversichtlich ist, nach 100 Metern abbremst, sich am Kopf kratzt und sagt: 'jao, stimmt eigentlich, ich setz mich lieber auf's Sofa' ?
Du findest es auf dem Sofa schön und gemütlich, sie findet es langweilig. Sie fragt, ob da noch mehr ist als Grillen mit Freunden.
Und sie kann für sich jetzt schon die Frage mit 'ja' beantworten.
Falls du sie durch irgendwelche Tricks ( was ist denn ein Pickup-Artist ? Das hat was mit Aufreißen zu tun, richtig ? ) dazu bringst, sich auf dein Sofa zu setzen, wird sie sicher unglücklich, denn sie will rennen.

Ich denke, es ist gut, wenn du eine Frau findest, die wie du sitzen will, dann wirst du glücklich.
Ich glaube, dass es auch jüngere Frauen gibt, denen das gefällt, falls du nur jüngere magst.
Falls du dir eine Frau in deinem Alter vorstellen kannst, wird es sicher leichter, denn die hat sich, so wie du, auch schon ausgetobt.

w 49
 
  • #24
Mag sein, dass ich abgehärtet bin, aber ich frage mich bei Dir, lieber FS schon, was das Ganze genau soll. Führt ihr nun eine Partnerschaft oder nicht? Wieso muss einer sein Leben aufgeben, wenn der andere für 2 Jahre woanders arbeitet? I don't get the problem.

Führt ihr eine Partnerschaft, plant ihr gemeinsam. Euer beider berufliche Entwicklung sowie eure Beziehung. Da kann es in der heutigen Welt schonmal vorkommen, dass einer eben im Ausland ist. Ok? Dann vermisst man sich. Man sucht nach Wegen, wie man die emotionale Nähe trotzdem erhalten kann. Da müssen sich beide dran machen, verbindlich sein, loyal, pünktlich zu Skype Terminen, whatever.

Wenn ich Dich lese, fühle ich (wie auch schon von anderen geschrieben) eine Art Machtkampf. Du oder ich. Vorwürfe.

Vielleicht machst Du Dir klar, was genau Du haben möchtest. Was Dir guttut. Wenn das Deine Freundin ist, dann werdet ihr die zwei Jahre problemlos überbrücken. DE-CH ist nun nicht USA.
Wenn Du jemanden brauchst, der bei Dir bleibt, dann ist Deine Freundin vermutlich nicht die Richtige.

Sprecht ihr denn darüber?
Klar sprechen wir darüber. Wir haben ja sonst eine super Beziehung und sind ganz offen. Ich sag ihr auch ganz ehrlich, dass ich z.b. kein Problem damt habe dass sie mehr verdient, aber ich mir bei faktor 2 und mehr schon etwas Sorgen mache.

Oder dass ich Angst habe, dass sie dort zu sehr Fuss fasst und nicht mehr wiederkommt und wir uns auseinander leben.

Klar, das zuzugeben ist nach pick up theorie der anfang vom ende und vielleicht sollte man da besser wirklich sich als Mann eher zurück halten. Aber irgendwie habe ich den Anspruch an eine echte Beziehung, dass man ehrlich sein darf mit seinen Ängsten ubd Gefühlen.

Auch ist es eben so, dass ich sieja als ganz bescheidenen und einfachen Menschen kennengelernt habe. Niemand hat sich weniger über mein Auto beschwert als sie.
Und als ich sagte, sie würde möglicherweise sich in der Schweiz nen Bänker suchen, fand sie das ganz süss und meinte, seit dem sie da arbeitet, wäre ich ihr noch viel sympathischer...

Mir ist klar, dass ich viele Probleme selber prophezeie und damit sie nur verunsichere und es viel wahrscheinlicher mache.

Deshalb denke ich auch, die einzige Lösung ist vermutlich, ich kapsel mich etwas ab, mach mein Ding und nehm die Beziehung zwischenzeitlich nicht so ernst.
Dann geht es mir besser und sie kann ihr Ding machen und wird nicht von mir eingeschränkt.

Allerdings ist eben das Problem bei einer Fernbeziehung, dass man dann mit zusätzlicher emotionaler Distanz ganz schnell jeglichen Bezug verliert.

Ich habe ihr das auch vorgeschlagen und sie will halt beides. Emotional totale Enge und Vertrautheit trotz fernbeziehung.
 
  • #25
Ich kann hier erstenmal niemandem einen Vorwurf machen.
Bildung ist etwas, was man nie verliert im Gegensatz zu einer Beziehung.

Hier ist der gesunde Verstand und in der Schweiz zu bleiben völlig richtig.

Vom Gefühl möchte man zusammenbleiben und das ist emotional.

Fernbeziehungen kosten aber Geld, Zeit und Energie. Davon hat jeder Mensch seinen eigenen Vorrat und es stresst, wenn dieser am Limit ist.

Niemand hat wirklich Einfluss darauf, wann sein Limit erreicht ist, auch wir nicht.
 
  • #26
Alternativ könntest Du auch anfangen, Dich nach einer neuen Freundin umzusehen. Wenn sie spürt, dass da eine neue Frau bei Dir ist, wird sie sich sehr stark damit beschäftigen, dass sie nicht beides haben kann, Dich und den Job in der Schweiz. Und vielleicht entscheidet sie sich dann auch für Dich.
Ist das wirklich dein Ernst? Wir sprechen hier über ein 26 jähriges Girlie, die nun ihren Jobtraum in der Schweiz verwirklichen kann und wird. Eltern hin oder her. Das man mit 26 noch so stark von Mama und Papa beeinflusst wird, bezweifle ich. Und dann rätst du dem FS er solle sich parallel doch mal umschauen und nicht so verfügbar sein und dann wird man ja sehen ob sie sich für Job oder ihn entscheidet? Wir reden hier über 2 Jahre. Nicht 20! Nochmal: das Mädel ist gerade mal 26.

Wieso macht ihr überhaupt so ein riesen Drama daraus? 2 Jahre vergehen wie nichts und es ist doch noch gar nicht gesagt was währenddessen oder danach passiert. Viellt kommt sie wieder zurück, viellt gefällt es aber auch dem FS in der Schweiz sooooo gut und er verlässt irgendwann sein Kaff...
Wer weiß? Probiert es doch erst mal!

Ich habe ebenfalls eine Fernbeziehung von 500 Kilometern über 2 Jahre geführt. Da war ich 20 und mein Partner und ich haben das locker überstanden. Klar heult man ab und an, vermisst sich, hat Sehnsucht, aber das ist ja normal.
Hätte man mir damals geraten ich soll mich zwischen Job oder Freund entscheiden- ich hätte IMMER die Karriere gewählt. Mein Partner war ebenfalls ehrgeizig und stand immer auf meiner Seite. Niemals hätte er gesagt "oh, du ziehst nun weg, hm da muss ich aber mal schauen ob ich mich nicht mal anderweitig umschaue". Dazu am besten erhobener Zeigefinger. Was ist das für ein Mann der so reagiert?
Einer 26jährigen zu raten sie soll doch bitte genau überlegen ob sie Ihren Traum/Wunsch cancelled weil der Freund nicht damit klar kommt, finde ich richtig dämlich um mal deutlich zu werden. In welchem Jahr leben wir denn?

Und lieber FS, wenn dir das tatsächlich alles so gegen den Strich geht, du finanzielle bedenken hast nur weil sie in Zukunft sogar mehr verdienen könnte wie du (oh man, mir fehlen die Worte) und dir der Aufwand zu groß ist, mal die WE's hin und her zu pendeln.... Du, dann tu' dir und ihr doch bitte den Gefallen und lass es gleich bleiben.
Kann ja dann mit deiner Liebe nicht weit her sein und "so eine tolle Frau" findest du ja dann auch bestimmt wieder in deinem Umfeld.
 
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  • #27
Vorsicht, es kommt wieder eine fiese frustrierte Antwort: Du hast deine Freundin als Studentin kennengelernt. Es ist das normalste auf der Welt, nach dem Studium zu versuchen, sich beruflich die bestmögliche Ausgangslage zu verschaffen. Das Mädel wäre einfach nur dumm, wenn sie deinetwegen den erstbesten Job in der Nähe annehmen würde, wenn sie andere Möglichkeiten hat. Liebe ist nicht nur, zusammen auf dem Sofa zu sitzen und über Spiesser zu grinsen, die ihr Auto waschen. Sondern auch, einander in der persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Und selber ein bisschen beweglich zu bleiben.

Frau 50
 
  • #28
Hallo FS
Ich kann mitreden und zwar aus demselben Grund:
Ich bin damals auch in die CH gegangen, habe sehr gur Geld verdient und es genossen, endlich mal aus der spiessigen Kleinstadt auszubrechen. Ich wollte nicht mit 35 mit 2 kleinen Kindern in einer Doppelhaushälfte sitzen und als Erfüllung vormittags arbeiten gehen wenn die Kleinen gross genug sind und als Hauptattraktion des Jahres Pauschalurlaub oder den Campingurlaub planen - und immer schön an gleichen Ort damit man die gleichen Leute trifft und sich nichts Neues anlernen muss - so hätte es mein Ex am liebsten gehabt.
Wenn deine Freundin netto jetzt bereits das Doppelte hat, dann wird ihr nach den 2 Jahren eher das 3fache angeboten plus guter Rentenversicherung usw., das heisst, die Diskrepanz wird noch grösser,
Das Leben ist teuer, aber wenn man Luxus mag, auch sehr schön.
Man kann in Ferien gehen, mehrmals im Jahr, Kleider, Chick auch unter der Woche was essen und trinken gehen, alles ist nah, super Zugnetz - dass das toll ist, ist doch klar.
Sie wird dieses Leben nicht 2 Jahre geniessen um dann mit dir aufs Sofa zu sitzen, ist doch logisch.
Ich habe damals Schluss gemacht und es nie bereut, ich habe aufgebaut, noch mehr gesehen und wenn ich jetzt die ganzen Frauen sehe, die mit Mitte 40 in der esotherischen Ecke versumpfen weil sie merken dass das Leben an ihnen vorbei lief, dann habe ich für mich alles richtig gemacht.
Aber ich wollte auch nie Mann und Kinder und daheim hocken, das wäre mein Albtraum gewesen.
Deine Zweifel sind also berechtigt da ich es auch so erlebt habe.
 
  • #29
Schon mal einen Schweizer Gehaltszettel in der Hand gehalten?
Hast du schon mal eine Quittung aus einem 0815 Café in der Schweiz für einen kleinen Kaffee und ein Glas Wasser in der Hand gehabt? Nein? Nun, das relativiert so manche "dicke" Gehaltsabrechnung.
Sicher, die Gehälter in der Schweiz sind gut, ganz gleich in welchem Bereich. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten auch deutlich höher. Mir scheint, das wird gerne übersehen.

Dir FS, würde ich raten entspannter zu werden. Ob deine Freundin nun 50€ im Monat mehr verdient, das doppelte oder das vierfache von deinem Gehalt, ist doch völlig egal. Oder? Freue dich für sie und darüber, wenn sie im Job erfolgreich ist!
 
  • #30
Ich finde ihr klingt wie zwei grundverschiedene Menschen. Du eher so der Chaot, sie hat konkrete Pläne. Genau das macht dir wohl auch Angst.
Versteht mich nicht falsch, ich hab kein prinzipielles Problem damit, wenn die Frau mehr verdient, aber ich frage mich ob das bei diesem Ausmaß nicht unweigerlich zu Problemen führen wird.
Kein prinzipielles Problem? Aber du glaubst, dass es unweigerlich zu Problemen führt? Was genau sollen das für Probleme sein? Würde ich 4x so viel verdienen wie mein Partner, würde ich uns schöne Urlaube finanzieren, regelmäßig gut essen gehen, usw. Also ich sehe das nicht als Problem, aber man kann eines draus machen.
Vielleicht liege ich falsch, aber es klingt für mich so als ob du Angst davor hast, dass sie sich zu sehr entfremdet von dir. Ihr harmoniert jetzt vielleicht noch gut, weil sie am Anfang einer Entwicklung steht. Aber wer weiß wie sie sich verändert nach 2 Jahren Schweiz? Versuche nicht sie festzuhalten sondern mach das beste daraus. Wenn ihr zusammenpasst, dann passt ihr auch noch danach.

Mal noch eine Frage am Rande: Hat sie ein sehr enges Verhältnis zu ihren Eltern? Vielleicht sogar etwas arg behütet? Sie klingt ein bisschen wie Daddys Girl, das viel in den Hintern geschoben bekommt, aber dafür auch die erfolgreiche Vorzeigetochter abgeben muss. Kann schon sein, dass ihre Eltern dich nicht gerne an ihrer Seite sehen.