L

LilaLaunebär

Gast
  • #1

Politische Statements im Profil angebracht?

Hallo an das Forum!

Ich habe neulich in einer anderen Singlebörse im Profil eines Mannes gestöbert. Auf die Profilfrage, was er "nie tun würde", gab er an, welche politischen Parteien er nie wählen würde.

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hat es mich befremdet, ein so klares politisches Statement in einem Singlebörsen-Profil zu finden. Wie findet Ihr sowas? Praktisch, weil man dann gleich erkennen kann, ob die Grundeinstellungen zusammen passen bzw. zu verschieden sein könnten oder eher unangebracht, weil es doch bei der Partnersuche um wichtiger Dinge gehen sollte?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Was heißt um wichtigere Dinge? Für manche ist Politik sehr wichtig. Das ist nicht nur so ein Hobby, sondern man kann damit sehr viel existentielles verbinden.

Dennoch finde auch ich das mit den Parteien befremdlich, da ich nicht in Parteienschemata denke, und es wichtiger ist, wie ein Mensch tickt. Das findet man heraus, in dem man sich kennenlernt. Bestimmte Parteien auszuschließen hat auch etwas von einer Diskussionsverweigerung mit Menschen aus dem "gegnerischen Lager" und das ist unpolitisch und langweilig.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Ich finde es gut. Politische und religiöse Einstellungen sollten kompatibel sein, nicht zwangsläufig identisch aber so, dass es für den anderen noch passt. Da kann man dann gleich weiterklicken, wenn es einem zu gegensätzlich ist. Ein Grünenwähler oder ein Mitglied der Antifa hätte bei mir keine Chance. Sowas ist etwas, das ich auch gleich am Anfang kläre.

w33
 
G

Gast

Gast
  • #4
Das ist für mich ein klares und verständliches Statement, mit deutlich mehr Aussagekraft als ein von einem Profi auf Hochglanz polierte Profile, mit null Aussagewert, aber voller Phrasen. Damit kann ich was anfangen und gleich entscheiden, ob ich interessiert bin oder nicht. Bei vielen inhaltsleeren Phrasen klicke ich eher weiter und habe einen Moment später den Kandidaten wegen Farblosigkeit auch schon vergessen.

Um welche wichtigen Dinge geht es denn in einer Partnerschaft, wenn nicht um ein Kommitment in entscheidenden sozialen Werten? Ich habe mal mit einem Mann zusammengelebt, der schon morgens am Frühstückstisch Hasstriaden gegen H4-Empfänger vom Stapel ließ, der Prototyp eines Mitglieds der Ich-Partei. Das fand ich, selber in gutem Wohlstand lebend eher unerträglich. Eine männliche Variante von Sara Wagenknecht würde mir aber genauso auf den Keks gehen. Ich bin politisch wach, aber gemäßigt und eher ein ausgeglichener Mensch.

Ich habe nun einiges an Lebenserfahrung und weiß, wie sehr es darauf ankommt, in den entscheidenden Fragen des Lebens eine gewisse Passgenauigkeit, einen fairen Umgang miteinander zu haben, der auch in Krisenzeiten hält. Das ist wichtig, wenn man keine attraktive Bettgeschichte sucht, sondern eine Lebenspartnerschaft, in der man auch räumlich zusammen leben will.
w, 50+
 
G

Gast

Gast
  • #5
Ich finde es gut, wenn Klartext angesagt ist und daran kannst du doch schon mal abschätzen, ob ihr politisch in ähnlicher Richtung tickt, das ist für eine Beziehung ja nicht gerade unwichtig.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Was ist denn wichtiger als die weltanschauliche Kompatibilität? Gerade wenn man einen Partner sucht und nicht nur eine Affäre, ist das doch das A und O.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Mich würde das abschrecken. Zum einen weil ich nicht an Politik interessiert bin und ihm das extrem wichtig zu sein scheint.

Zum anderen weil ich denke, jemand der sich in einer Singlebörse so explizit präsentiert, hat sehr feste Vorstellungen davon, was seiner Ansicht nach in diesem Land schief läuft und wird jemand sein, bei dem sich diese Haltung auch in der Persönlichkeit widerspiegelt. Jemand mit dem Fokus auf das Negative im Leben und von solchen Leuten halte ich mich fern.

Jemand der ebenso großes Interesse an Politik hat wird seine Interessensbekundung sicherlich hilfreich finden.
w38
 
G

Gast

Gast
  • #8
Scheint ihm sehr wichtig zu sein, und deshalb hat er es reingeschrieben. Finde ich gut, so weiß man gleich, wie man dran ist - falls einem dieser Lebensbereich ebenfalls sehr wichtig ist. Ansonsten kann man den Eintrag ja auch ignorieren. m44.
 
  • #9
Immerhin, er scheint sich für Politik zu interessieren. Vielleicht intellektuell noch mehr ?
Das ist heutzutage schon viel wert bei der Partnersuche. (Männer wie Frauen)
(Sofern man sich auch für Politik interessiert)

Bei näherem Kennenlernen dann ermitteln, warum er diese Parteien nicht wählt ?

Ich würde Parteien nicht im Profil nennen. Schreckt eher ab, und schmälert die Chancen.
Die Leser befürchten dann viele politische Diskussionen mit ihm/ihr ?
 
G

Gast

Gast
  • #10
Wer eine Abneigung auf 3 Buchstaben reduziert um Anhänger dieser 3 Buchstaben abzuschrecken, der wäre mir ein bissle zu einfach gestrickt, egal wie die 3 Buchstaben lauten.
M53
 
G

Gast

Gast
  • #11
An FS:

Warum nicht ? Du weisst, woran Du bist, beim ersten Treffen hat man ein Thema und kann sogleich die Kompromissbereitschaft, Akzeptanz sowie Fähigkeit zum sachlichen Diskutieren austesten :) Politik ist wichtig, aber nicht immer, sie gehört aber dazu.

w,40
 
  • #12
Ich habe dies früher in meinem Profil auch erwähnt, dass ich Parteimitglied bei den „Grünen“ bin. Dies war mir schon wichtig und auf der anderen Seite zeigt doch egal in welche Richtung das politische Spektrum geht, die Weltanschauung des anderen. Auch wenn jemand behauptet man wäre unpolitisch trifft dies für mich wiederum auch nicht zu. Unpolitisch ist man nur wenn man sogar das Wort „unpolitisch“ aus seinen Sprachschatz entfernt hat.

Man ist wohl politisch eingestellt und hat nur dazu eine andere Anschauung. Aus der politischen Richtung kann man sehen wie weit diejenige Toleranz des anderen angelegt ist. Egal ob OL oder im RL.
 
  • #13
Wieso nicht? Scheint Ihm wichtig zu sein. Und da dies eine Grundsätzlichkeit ist, Weltanschauung und Werte gehört es dann auch ins Profil. Ist kein Hobby, sondern es heißt dass man erkannt hat dass Politik einen Einfluss aufs eigenen Leben hat, ob man sich nun dafür interessiert oder nicht.

Ich würde Parteien nicht im Profil nennen. Schreckt eher ab, und schmälert die Chancen.
Nun, wieso sollte das ein Kriterium sein? Schließlich schmälert es nur die Chancen bei Menschen die eh nicht in Frage kommen. Wieso also Zeit verschwenden wenn Grundsätzliche Werte nicht zusammenpassen? Und sei es nur ein Bündel von Vorurteilen gegenüber anders denkenden.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Nun, wieso sollte das ein Kriterium sein? Schließlich schmälert es nur die Chancen bei Menschen die eh nicht in Frage kommen. Wieso also Zeit verschwenden wenn Grundsätzliche Werte nicht zusammenpassen? Und sei es nur ein Bündel von Vorurteilen gegenüber anders denkenden.

Genau so ein Schubladendenken finde ich so furchtbar. Wieso kommt jemand "eh nicht in Frage", nur weil er eine andere Partei wählt? Aber so hallt es hier durch´s ganze Forum: Grüne sind Ökohippies, Unternehmensberater sind arrogante Profithaie, Veganer sind bekehrungswütige Gutmenschen, getrennt Lebende soll man ja nicht daten, weil sie eh früher oder später zur/zum Ex zurück gehen, jeder ohne mindestens Abitur ist ein einfach gestrickter Prolet, Damen aus Osteuropa sind die besseren Ehefrauen und Polizisten sind notorische Fremdgänger.

Wer einen potentiellen Partner nach solchen Kriterien sucht und aufgrund solcher Eckdaten vorab aussortiert, der hat einfach nicht begriffen, was wirklich wichtig ist für eine funktionierende Beziehung. Meist sind das auch dann genau die Leute, die sich in den Foren ausheulen, dass sie niemanden finden. Warum nur?...
 
  • #15
Genau so ein Schubladendenken finde ich so furchtbar. Wieso kommt jemand "eh nicht in Frage", nur weil er eine andere Partei wählt?

misunderstand me right: es geht um Menschen die in dieser Frage nicht Diskussionsbereit und Wähler anderer Parteien ausschliessen. Klar, das ist das eben dieses Vorurteilsbündel, aber würde jemand der einen offeneren Geist hat seine Präferenz im Profil erwähnen? Doch eher nicht.

Man kommt nicht deshalb nicht in Frage weil der andere eine andere Parteipräferenz hat sondern weils diesem speziellen Herrn eben wichtig ist dass es dieselbe ist.

Und was juckt es die FS wenn Sie es befremdlich findet? Dann ist er eben nicht Ihrer.

Und mal ehrlich, wir alle haben doch gewisse Dinge die im eigenen Leben nicht diskutiert werden können. Ein Metzger braucht schliesslich auch keine Veganerin zu treffen. Und genauso machts für einen in der Wolle gefärbten Kommunisten keinen Sinn eine konservativ denkende Dame zu Daten.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Bah, geht gar nicht. Was beschäftigst du dich überhaupt mit solchen abnormen Typen? Lass die doch in Ruhe und spiel nicht den Samariter für solche Fälle, denen eh nicht mehr zu helfen ist!
 
G

Gast

Gast
  • #17
Das ist heutzutage schon viel wert bei der Partnersuche. (Männer wie Frauen)

Die Leser befürchten dann viele politische Diskussionen mit ihm/ihr ?

Was ist viel wert? Das ist gar nichts wert! Was viel wert ist, entscheide ich ganz alleine!

Das ist eben deine Meinung, aber auch nicht jedermanns Meinung! Ich kann mit Menschen nichts anfangen, die sich so derart über Politik definieren oder alles tot diskutieren müssen. Das sind auch die Oberschlaumeier, die dem Becker dann vorrechnen, dass seine Rohstoffe ja nur 50 cent kosten und er sein Brot aber für 4 euro verkauft. Es ist so typisch Deutsch.
 
G

Gast

Gast
  • #18
Ich lehne Menschen ab, die ein vollgestopftes Profil wie eine gestopfte Gans zu Weihnachten haben.
Eine No-Go-Liste im Profil ist sowieso ein Fauxpas. Es macht unsympatisch und uninteressant. Käme für mich niemals als Partner in Frage. Und man weiß in der Regel schon ganz genau, mit wem man es dahinter zu tun hat. Man weiß ja dann schon alles über den Partner und das ganze Geheimnisvolle an der Person ist verflogen.
Dahinter stehen auch meist gekränkte Leute, die polarisieren und aufmucken müssen, weil sie im echten Leben nicht überall ernst genommen werden.

Ich stelle auch für mich selber fest, jedes unnötige Wort, das man weglassen könnte, macht die Person für mich immer unbeliebter - je mehr ich über sie erfahre. Also bitte weglassen, was geht!

Ein gescheiter Mensch weiß, dass er mit Worten und gesellschaftlichen Statements besser seine Meinung zurückhält.
Überhaupt ist es ganz schön arm, wenn man für sich gewisse Parteien und Menschen dahinter ausschließt und nicht kennenlernen will. Intolerant? Das sind so schräge Typen, mit denen ist im Alltag nicht gut Kirschen essen.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Nein, es ist nicht praktisch - es sind Leute, die:

- gerne unangenehm mit ihrer Meinung auffallen und im Alltag genauso aufmerksamkeitsbedürftig sind.
- nie gelernt haben, den Schnabel zu halten und reden/schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist
- oberflächlich sind und bestimmt auch Abneigungen gegen gewisse Menschen und deren polit. Einstellung haben
- eingeschränkt und einen beschränkten Horizont haben - nicht fähig und gewillt, etwas neues zu sehen oder zu verstehen, sondern nur das sehen wollen, was sie sehen und haben wollen (unangenehm solche Leute)
- und leider auch wenig Fähigkeiten/Talent haben, zu wissen, was gut bei ihnen ankommt und was nicht

Einfach umgehen solche Leute.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Eine gewisse Schnittmenge der Werte muß vorhanden sein.

Rechtskonservative, nationalistische, rassisistische Damen will ich nicht. Ich hatte mich mal mit einer Tibetaktivistin getroffen, die ein sehr schräges Weltbild vertrat. Ging gar nicht.

M
 
G

Gast

Gast
  • #21
Wenn es einer Person wichtig ist, dann ist das OK! Andere haben "Nur Christen!" oder "Keine Modellbahner", "Keine Mathematiker" im Profil.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen...

m/33
 
G

Gast

Gast
  • #22
Wenn einem die politische Einstellung wichtig ist, sollte man sie auch im Profil äußern. Natürlich wird das einige Profilbesucher abschrecken, aber man will doch nicht möglichst viele Interessenten anziehen, sondern vielmehr die richtigen. Beispielsweise vertrete ich eine klar libertäre Linie und es ist mir wichtig, dass mein Partner ähnliche Ansichten besitzt. Was nutzt es mir, wenn mich ein Rechtskonservativer interessant findet und mich treffen möchte? Zwischen uns wird sich nichts entwickeln, daher ist es nur wünschenswert, so früh wie möglich zu filtern.

26, w
 
G

Gast

Gast
  • #23
Mich würde es etwas befremden, aber wenn (Partei-)politik jemanden sehr wichtig ist meinetwegen irgendwie quasi vielleicht gewissermaßen ja. Dennoch, an erster Stelle sollten andere Dinge kommen, man sucht ja eher einen Partner und nicht nur einen Parteifreund.
 
  • #24
Hallo FS,
Würde ich bestenfalls andeuten, aber so dass es unmissverständlich als belastbare Aussage gilt.
Plakativ die Parteien benennen würde ich nicht.
Bedenklich finde ich potentielle Partnerinnen die gar keine Meinung haben und zu den dumpfen
Nichtwähler gehören, lässt auf mangelnde Allgemeinbildung schließen.
Obwohl vom sozialen Status eher zu schwarz tendierend, bin ich keineswegs mit deren politischen
Arbeit immer einverstanden wegen der politischen Hygiene.
Eine Frau die tendenziell z.B. dem linken Spektrum zuzuordnen ist, kann für mich durchaus
eine gute Partnerin sein wenn die politische Ausrichtung wirklich zu ihrer Persönlichkeit
und Lebenseinstellung passt.
Sie sollte aber über den Tellerrand schauen können, dass meine Positionen auch Gültigkeit
haben können. Also Objektiver Meinungsaustausch + Toleranz. M 50 .
 
  • #25
Mir gefallen Männer und Frauen die "Profil" beziehen und dazu stehen, sei es religiös oder politisch oder sonstwie, es gibt ja auch Mottos oder Sprüche welche nicht jedem gefallen.

Das sollen sie auch nicht, sie sollen nur die Leute anlocken, die ähnlich denken und das gut finden.
Gefällt einem das Ganze nicht kann er weiterklicken und Punkt.

Diese Leute wissen genau, was sie da tun, sie sortieren im Vorfeld schon diejenigen aus, denen irgendwas am Profil nicht passt und das ist auch gut so - für beide Seiten.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Mir ist Politik extrem wichtig und ich freue mich jedes Mal wenn ich merke jemand macht in seinem Profil Angaben, die auf seine politische Gesinnung schließen lassen. w29
 
G

Gast

Gast
  • #27
Die politische Ausrichtung ist doch von weit größerem Interesse als irgendwelche nebensächlichen Informationen die Hobbies oder Lieblingsreiseziele betreffend. Als Konservativer würde es mit einer Merkelanhängerin oder gar Grünenwählerin schwierig.

Stellt sich dieses Problem bei der hiesigen Partnersuche überhaupt? Da wir uns hier als "Elite" begreifen, ist doch nicht davon auszugehen, dass man bei der Partnersuche auf SPD-, Grünen- oder gar Linkenwähler trifft. In diesen Kreisen ist ja alleine schon der Elitebegriff mehr als verpönt. Die meisten hier werden vermutlich dem rechten CDU/CSU-Flügel, der FDP oder der AFD zuzurechnen sein. Diejenigen, die da aus dem Rahmen fallen, sollten es vielleicht kenntlich machen, denn man wird hier kaum damit rechnen auf Linkenwähler zu treffen. Sollte eine solche "böse Überraschung" warten, würde ich das schon gerne vorher wissen, weil ich nicht damit rechnen würde.

w (27)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

Gast
  • #28
irgendwie hat es mich befremdet, ein so klares politisches Statement in einem Singlebörsen-Profil zu finden.

Befremdet? Jemand, der zu seiner Meinung steht und sie öffentlich äußert, ist mir doch tausendmal lieber als ein auf Mainstream gebürstetes Nur-nicht-anecken-Bürschchen oder -Weibchen. Wobei in meinem Profil nahezu alle etablierten politischen Parteien aufgelistet sein müßten, da ich mir eine direktere, weniger auf Parteiräson aufbauende Politik wünschen würde. Allerdings trüge mir so eine Aufzählung, die auch alle Nichtwähler mit einschlösse, wohl als Schnittmenge eine leere Menge ein, also lasse ich es lieber und freue mich stattdessen auf Menschen, die eine klare Meinung vertreten, selbst wenn die sich nicht völlig mit der meinen deckt, denn das wäre ja langweilig.
 
G

Gast

Gast
  • #29
Da wir uns hier als "Elite" begreifen, ist doch nicht davon auszugehen, dass man bei der Partnersuche auf SPD-, Grünen- oder gar Linkenwähler trifft. In diesen Kreisen ist ja alleine schon der Elitebegriff mehr als verpönt. Die meisten hier werden vermutlich dem rechten CDU/CSU-Flügel, der FDP oder der AFD zuzurechnen sein.

Ich halte genau diese Einteilung für fraglich, weshalb ich in meinem Profil eher nicht Parteinamen grob ausschließen würde und das als zu vorurteilsbedacht empfinde, was es mir auch etwas unsympathisch machen würde, wenn ich es in einem Profil sähe.

Ich wähle z. B. die AFD, finde aber so manchen Linke-Wähler sympathischer als einen CDU-Wähler, schließe aber natürlich auch keine CDU-Wähler AUS.

Meine Wahrnehmung ist im Gegensatz zu der schwarz-weißen "rechts-links" nämlich, dass mancher Linke Wähler, obgleich sich seine Ansichten in vielen Punkten nicht teile (in manchen aber durchaus), sich meiner Beurteilung nach tendenziell mehr Gedanken um politisches Geschehen und Problematiken macht als der klassische CDU-Wähler, der die CDU wählt, weil er das schon immer macht und weil er sich damit ganz besonders seriös fühlt. Die Linken in bestimmten Punkten aber nunmal nicht die Augen verschließen. So kann man das auch sehen anstatt nur schwarz-weiß, bzw. rechts-links.

Ich kenne "konservative Bengel", die keinen Schimmer von nichts haben, aber über die AFD Wähler ebenso herziehen wie über Linke und nicht über ihren Horizont hinaus denken können und alles scheuen, was neu ist. Aus solchen Gründen finde ich das Denken in Parteien und in rechts-links Schemata wenig hilfreich und würde es auf einem Profil auch etwas befremdlich finden, wobei ich jemanden nicht sofort ablehne wegen so etwas.
 
  • #30
Da wir uns hier als "Elite" begreifen, ist doch nicht davon auszugehen, dass man bei der Partnersuche auf SPD-, Grünen- oder gar Linkenwähler trifft.

Da muss ich Dich desillusionieren. Elite beschränkt sich ja nicht auf die Wirtschaft. Gerade bei Luxusweibchen stehen die Grünen ziemlich hoch im Kurs.

Ich habe seinerzeit das komplette politische Spektrum getroffen- und ich finde das auch gut so. Kann mit dieser Parteieneinteilung eh nicht allzuviel anfangen. Wie war das nochmals bei Forrest Gump- wie eine Pralinenschachtel. Manche aus der Packung magst Du, andere eher nicht. Solange der andere wirklich gute Argumente hat (und nicht planlos Geld ausgeben möchte ohne sich Gedanken darüber zu machen dass das auch erwirtschaftet werden muss) können Diskussionen zu neuen Erkenntnissen führen. Oder zu neuen Sichtweisen.

Ich wähle z. B. die AFD, finde aber so manchen Linke-Wähler sympathischer als einen CDU-Wähler
Das ist nicht weiter verwunderlich, die Parteiprogramme dieser Lager sind sich ähnlicher als die meisten denken. Vor allem die Feindbilder gleichen sich sehr.

Aber auch klar- wem das braten im eigenen Saft äusserst wichtig ist sollte es ins Profil schreiben. Befremdlich finde ich das nicht.

Ich gebe auch zu dass ich mit einer Sarah Wagenknecht so gar nichts anfangen könnte. Egal wie gut Sie aussehen mag (ich finde dieser eifernde Gesichtsausdruck tuts nicht).
 
Top