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  • #1

Platonische Freundschaften – Eifersucht, wie seht ihr das?

Wie seht ihr das? Meine Vorgeschichte: Ich war 20 Jahre verheiratet und bin seit 3 Jahren einvernehmlich getrennt und geschieden. Altlasten trage ich nicht mehr mit mir rum. Jetzt bin ich glücklich verliebt in einer neuen Beziehung seit ca. 4 Monaten. Was mir jedoch im Moment merklich zu schaffen macht ist, dass meine Freundin einige platonische Freundschaften hat. Einen Freund kennt sie schon seit Jahren, das ist für mich völlig ok, das kann ich gut akzeptieren. Ihn kenne ich auch bereits. Dann hat sich einen Freundschaft mit einem Mann zeitgleich mit unserem Kennenlernen durch das Internet entwickelt. Ihn kenne ich mittlerweile auch, das komme ich schon ins Grübeln, wenn sie sich mal zum Kaffee verabredet und mit ihm spazieren geht. Wir gehen auch mal zusammen. Einen dritten Freund hat sie in einer Kur vor 4 Wochen kennengelernt. Gestern sagte sie mir, dass sie sich für die kommende Woche zum Kaffee bei ihr treffen würden. Mich stimmt es bedenklich. Da verspüre ich irgendwie eine Art Eifersucht. Bisher kannte ich Eifersucht fast gar nicht, es gab immer Vertrauen und Akzeptanz. Weiß im Moment eigentlich nicht, wie ich dazu stehen soll. Will sie darauf ansprechen. Ich vertraue ihr, jedoch ist mir mulmig bei der Sache, akzeptieren würde mir schwer fallen. Fühle mich im Moment sehr unwohl. Verbieten will ich nichts und kontrollieren auch nicht. Wir (w51, m49)
 
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  • #2
Lieber FS,

ich kann dich sehr gut verstehen. Mir (w/46) ist es in meiner letzten Beziehung auch so ergangen. Eifersucht war mir bis dahin völlig unbekannt, und plötzlich fühlte ich so großes Unbehagen, wenn er mir sagte, dass er sich mit einer seiner Freundinnen trifft. Drei kannte er schon vor mir, vier hat er ungefähr zum gleichen Zeitpunkt wie mich im Internet kennen gelernt. Eine war "sauer", weil er sich für mich entschieden hat.

Ich habe mit ihm mehrmals darüber gesprochen, aber er warf mir vor: "Du vertraust mir nicht, da hat eine Beziehung überhaupt keinen Sinn."
Als dann diese Treffen Priorität vor Unternehmungen mit mir bekamen, wollte ich nicht mehr. Wir waren insgesamt ein Jahr lang ein Paar.
Manchmal bedaure ich die Trennung, weil ich ihn wirklich geliebt habe. Aber er mich vermutlich nicht im selben Ausmaß.
 
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  • #3
Es soll gegengeschlechtliche Freundschaften geben. Mir sind sie leider noch nie begegnet.Früher oder später lief es immer auf eine Beziehung hinaus.

Mein Mann hat auch mehrere weibliche Bekannte und Freundinnen, nur um sein Hobby auszuüben und ich kam damit überhaupt nicht klar. Er wollte auch Wochenendausfahrten und kurze Urlaube mit ihnen allein verbringen und unsere Beziehung hat darunter sehr gelitten und es hat uns eine handfeste Krise beschert.

Was für einen Partner vollkommen normal ist, muss für den anderen noch lange nicht in Ordnung sein. Ich denke da hilt nur Reden, verhandeln was geht was nicht, Kompromisse. Für mich kommt es darauf an, dass ich nicht das Gefühl habe zu kurz in unserer Beziehung zu kommen und diese Bekanntschaften "tiefer" werden. Letztendlich musst Du selbst darüber entscheiden ob DU damit zurecht kommst.

51 w
 
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  • #4
Lieber FS,
ein ewiges Thema...mir gings genauso wie Dir.
Auch ich hatte eine langjährige Partnerschaft (18 Jahre), aus der ich freiwillig ging und danach verbrachte ich eine gute Zeit alleine. Vor einigen Jahren lernte ich meinen jetzigen Partner kennen.
Bisher war es mir als Frau unbekannt, dass ein Mann (so wie mein jetziger Partner) so viele weibliche Freunde hat. Auch ich hatte anfangs damit ein großes Problem. Ich war auch zum ersten Mal sehr eifersüchtig, mein Partner verstand das gar nicht.

Was mir geholfen hat (und deshalb schreibe ich Dir): mein Partner war lange Jahre Single. Hat in dieser Zeit viele Frauen kennengelernt, die NIEMALS als Partnerin in Frage kamen, aber als Freunde schon.
Und er hat viele weibliche Freunde aus dieser Zeit immer noch. Aber niemals war da was oder wird da was sein.

Deine Freundin hat vielleicht auch eine längere Zeit als Single gehabt und da viele platonische Freundschaften geknüpft? Frag sie mal!
Ein sehr gutes Zeichen ist auf jeden Fall, dass Du bei einigen Treffen auch dabei bist.

Versuch mal, dem ganzen nicht so viel Gewicht zu geben. DU wirst sehen: sobald ihr mal zusammenwohnt, wird sich das ganze sehr entspannen
Denn sie hat DICH als Partner und das ist das einzige was zählt.

Hoffe, das hat Dir bisschen geholfen
alles gute
w/46
 
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  • #5
Warum legt sie Wert auf neue andersgeschlechtliche Freundschaften?
Geht es nur um Freundschaft? Um was geht es den Männer? Die suchen wahrscheinlich eine neue Partnerin. Deine Frau/Freundin empfindet wahrscheinlich nichts oder nicht viel für diese Männer. Nur irgendwann ist da mal der richtige dabei. Alte Freundschaften, dass ist ok.
Bei neuen sehe ich die Gefahr des Verliebens. Man kennt den anderen noch nicht. Wer weiß, ob da nicht doch mal zuviel Sympathie entsteht. Würde ich nicht dulden an deiner Stelle. Diese Männer suchen doch nicht 10 Freundinnen zum Unterhalten. Die suchen eine Partnerin. Deiner Freundin gefällt das natürlich. Das schmeichelt ihrem Ego. Sag ihr, dass dich das stört. Liebt sie dich, läßt sie es. Ich würde nie irgendwelche männlichen Freunde anschleppen und meinem Mann präsentieren. Finde ich einfach nur ignorant gegenüber den Gefühlen des Partners.

w
 
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  • #6
Ich (w) habe mehr männliche als weibliche Freunde, aber die Mehrheit ist in glücklichen Beziehungen. Mein bester Freund ist ebenso wie ich Single. Wir wären sehr traurig, wenn einer von uns jetzt eine Beziehung hätte und seine Partnerin oder mein Partner nicht mit unserer Freundschaft klar kommen würden. Wir kennen uns 9 Jahre, sexuell ist noch nie was gelaufen. Wir finden uns gegenseitig nicht unattraktiv, haben aber kein Interesse an einer sexuellen Geschichte und beschränken uns auf gemeinsame Freizeitaktivitäten. Dazu gehört u. a. auch, dass wir 1-2x im Jahr miteinander Urlaub machen. Ich hatte bisher ausschließlich Partner, die mit Reisen nichts anfangen konnten und ihre Urlaube grundsätzlich zu Hause verbrachten. Natürlich hätte ich gerne einen Mann, der mit mir verreist, aber ich kann niemanden dazu zwingen. Und dann würde ich weiterhin wie gewohnt mit meinem besten Freund Urlaub machen.
 
  • #7
Deine Freundin ist nicht dein Haustier. Sie ist frei zu tun, sich auf einen Kaffe zu treffen, zu reden mit wem sie will. Du solltest nicht einmal daran denken, ihr da irgendwelche Vorschriften zu machen, sondern deine eigenen Unsicherheiten angehen. Vielleicht fehlt es an Selbstwertgefühl.
 
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  • #8
zu 6

Typisch! Wer in einer Beziehung leben will muss sich auch mit seinem Partner auseinandersetzen, was geht oder was nicht! Das nennt man Rücksicht, Respekt, Augenhöhe!
Und wenn seine Freundin einfach über seine Gefühle hinweggeht, in der Art lass mich mein Ding machen es geht dich nichts an, würde ich mich lieber trennen.

Viele, zu enge platonische Freundschaften können eine Beziehung massiv stören. Da würde ich lieber ohne Partner leben als so!

w 51
 
  • #9
Grundsätzlich sind auch platonische Freundschaften möglich. Habe 3 Männer als Freund 37, 35 und 30 Jahre lang. Was mich stutzig machen würde ist, dass sie so viele neue Bekanntschaften in der letzten Zeit gemacht hat. Auf mich macht das den Eindruck, als wäre ihre Suche noch nicht abgeschlossen. w51
 
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