• #1

Platonische Freundschaft nach on/off Beziehung möglich?

Ich lerne gerade einen Mann kennen der eine On/off Beziehung über 10 Jahre gelebt hat. Sie hat ihn immer wieder betrogen und er ihr verziehen, sie dann auch noch geheiratet . Sie ihn wieder betrogen bzw. enttäuscht (borderlinerin) bis es zur Scheidung kam.
Nun nach 2 Jahren Trennung von ihr haben sie freundschaftlichen Kontakt. Sie treffen sich.
Ich bin verunsichert, ob ich mich weiter einlassen soll.
Er scheint ja irgendwas an ihr massiv gut gefunden zu haben ( Sex sagte er mir Mal war besonders, da sie sich komplett auf die Wünsche des Mannes einstellt als borderline-Persönlichkeit) .

Ich würde, sollte ich mich einlassen diese Treffen nicht tolerieren. Aber auch mich überhaupt einzulassen macht mir Angst .
Meine Frage:
Kann es sein, dass Mann nach solch einer Abhängigkeits-Beziehung (über Jahre) tatsächlich eine platonische Freundschaft mit dieser Frau haben kann oder ist es vielmehr so , dass er sich selbst was vormacht?
 
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  • #3
Deine Fragen sind obsolet, weil... für Dich ist seine Ex ein rotes Tuch und Du willst sie komplett aus seinem bzw. eurem Leben streichen... sie nicht existent machen, doch da wird er und sie etwas dagegen haben bzw. Dich nicht verstehen.
Warum denkst Du, er würde jetzt nach 2 Jahren immer noch was von ihr wollen? Dann lass es doch, mit der weiteren Anbahnung. Selbstbewusstsein, Vertrauen, auch in die Zukunft muss man haben. Keiner kann Dir die Frage beantworten, die du stellst, ob er wieder zu ihr zurückfindet, weil sie jahrelang wie Schloß-Schlüssel gepasst haben und sie, trotz Verletzungen und Enttäuschungen, steht’s die Einzige für ihn ist, oder ob er nun wirkliche die Schnauze voll hat, nach Ehe, Trennungen und Scheidung und für sich sieht, es ist ein auswegloses, sich ständig wiederholendes Drama, was er nicht mehr will, aber eine Freundschaft hingegen geht mit ihr schon. Frage ihn halt, wie er empfindet, ob doch irgendwann was sein könnte (eine Schwäche für sie) oder er komplett damit abgeschlossen hat.
Und sie bleibt in eurer Beziehung ein freundschaftlicher Bestandteil, lass es, wenn das bei Dir absolut nicht geht.
 
  • #4
Wie habt ihr beide euch denn kennengelernt, dass es überhaupt schon zu solchen Gesprächen kam? (Meine damit, kanntet ihr euch schon vorher, Arbeitskollege, etc. oder war das wirklich Inhalt eurer ersten Dating Gespräche?)

Also erstmal ja, ich wäre da sehr skeptisch bis null interessiert. Mal ganz abgesehen davon, dass ich von einem Datingpartner nicht hören will, was für besonderen Sex er mal mit einer Frau hatte - schön für ihn. War ja wahrscheinlich eine indirekte Ansage an dich, bitte genau so gefügig zu sein.

Wieso schafft es dieser Mann nicht, sich abzugrenzen. Hat er kein Selbstbewusstsein (Bewusstsein über sich selbst, seine Bedürfnisse und Grenzen), keinen Stolz, kein Rückgrat? Spricht alles nicht für ihn. Er war abhängig von diesen Beziehungsmustern und ist wohl auch eher auf der Suche nach einer neuen ähnlich "kaputten" Partnerschaft. Deswegen prüft er dich gleich ab, wie du auf solche Geschichten reagierst. Und du fängst schon ein bisschen an mit zu spielen in dem du analysierst. Ist doch sein Problem. Hätte er dich mit den Storys in Ruhe gelassen, hättest du selbst herausfinden können ob er "gesund" tickt und beziehungstauglich ist. Ich würde mich distanzieren. Ich denke auch, dass er damit gar nicht wirklich abgeschlossen hat und vermutlich auch gar nicht will. Für mich hört es sich so an, als wenn dieser Mann entweder selbst ein Fremdgänger und Lügner ist oder aber, er hat den ultimativen Deep Throat des Todes bekommen und sich dafür alles von der Frau gefallen lassen. Vermutlich ist er auch irgendwie beziehungsgestört und daher untauglich für dich. Es sei denn, du stehst auf Drama und Psychologisierereien. Tust du aber eher nicht, also zieh für dich die Konsequenzen.
 
  • #5
Im Leben nicht würde ich als dritte Person in ein solches Liebes-,Sex-, Freundschaftschaos einsteigen.

Er scheint seine Ex abzuwerten (Borderlinerin- psychisch krank). Du meinst, das macht er mit anderen Frauen, explizit DIR, nicht?

Nicht die Ex ist die Verursacherin.

Dein Partner (?) war als Mitakteur jahrelang dabei. Welchen Bindungsstil hat er, meinst Du?

Und mit Dir wird jetzt alles anders?
 
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  • #6
Ich finde es nicht in Ordnung, einem anderen Menschen vorzuschreiben, mit wem er sich treffen darf und mit wem nicht. Du bist nicht in der Position, sein Leben zu kontrollieren. Und dann willst du vll. auch noch überwachen, ob er sich an deine Regeln hält, sein Handy kontrollieren, ob er mit ihr telefoniert hat? Wenn sie ihn anruft, darf er dann nicht zurückrufen?

Andererseits kann ich angesichts seiner Vergangenheit deine Bedenken verstehen. Wenn du dich gut mit ihm fühlst, gib der Sache eine Chance. Oder hast du Zeitdruck, einen Kinderwunsch etc., also muss es mit ihm notwendigerweise eine lange Beziehung für die Ewigkeit werden? Sonst kannst du es ja mal ein paar Monate laufen lassen und die schöne Zeit mit ihm genießen. Und falls er dann zurückgeht zu ihr -- naja, dann ist es halt so und sollte mit euch nicht sein. Eine schöne Zeit hattet ihr dann trotzdem.

Aber wenn du jetzt schon zweifelst und leidest und nur daran denkst, dann lass es lieber komplett.

Erinnert mich ein bisschen an den Film "Minority Report" mit Tom Cruise: ein zukünftiges Verbrechen vorhersehen und durch Prävention verhindern. Dabei haben wir bis zuletzt eine Wahl. Wenn er mit dir glücklich ist, warum sollte er dann zu ihr zurückgehen? Wenn er aber mit dir nicht so glücklich ist -- dann ist es doch sowieso allgemein besser, ihr bleibt nicht zusammen, dann kann er auch ruhig wieder zu ihr gehen.

Die Frage ist, ob ihr jetzt momentan beide miteinander glücklich seid und Spaß habt und ob dir das reicht oder du eine Garantie für die Zukunft brauchst.
w26
 
  • #7
Mit solchen Diagnosen solltest du vorsichtig umgehen.

Und wenn du dich in dieser Beziehung unwohl fühlst, solltest du aussteigen. Das wird sonst nix. Du versuchst jetzt schon, ihn dir zurecht zu biegen.
ICH würde mir nicht vorschreiben lassen, mit wem ich befreundet sein darf und mit wem nicht.

Die Diagnose Borderline habe nicht ich gemacht, sondern ein Arzt. Und in einer Beziehung befinden wir uns nicht. Wir lernen uns kennen , wie gesagt.
 
  • #8
Klingt für mich nach Problemen, die man sich ersparen kann. Warum sollten 10 Jahre On-Off-Beziehung vorbei sein, wenn sie sich dann doch dauernd wieder treffen? Nach einer beendeten Beziehung und Offenheit für eine neue klingt das für mich nicht. Meine persönliche Sicht also: Finger weg.


ICH würde mir nicht vorschreiben lassen, mit wem ich befreundet sein darf und mit wem nicht. (und andere zu dem Thema...)

Das würde ich mir auch nicht vorschreiben lassen. Genauso wenig würde ich aber eine Beziehung starten, in der ich das Gefühl habe, meine Partnerin hat seltsamen Umgang. Das kann man sich ja vorher ansehen und braucht sich dann nicht hinterher zu beschweren.
 
  • #9
Ich würde, sollte ich mich einlassen diese Treffen nicht tolerieren.

Dann endet die Geschichte hier.
So etwas ist übergriffig und ich würde es nicht akzeptieren.
Du hast nicht über meinen Umgang zu bestimmen.

Sie hat ihn immer wieder betrogen und er ihr verziehen, sie dann auch noch geheiratet . Sie ihn wieder betrogen bzw. enttäuscht (borderlinerin) bis es zur Scheidung kam.

Eine Beziehung mit einer BPD-Frau kann eine sehr intensive Verbindung sein, da sie extrem ambivalent agiert. Die Tiefen sind viel tiefer wie in einer normalen Beziehung, die Höhen dafür viel höher. Deshalb auch ein On/Off, weil sie aussteigt, die Nähe nicht halten kann. Ggf. hat er die Rolle des Retters übernommen und kann sie schlecht loslassen.

Kann es sein, dass Mann nach solch einer Abhängigkeits-Beziehung (über Jahre) tatsächlich eine platonische Freundschaft mit dieser Frau haben kann oder ist es vielmehr so , dass er sich selbst was vormacht?

Ja, kann man. Also der Kimi kann das 😌
Ich würde es nicht Anhängigkeitsbeziehung nennen.
Diese Beziehung ist halt emotional viel intensiver wie zu einer "normalen" Frau und läuft halt länger nach. Diese Frauen können schon sehr faszinierend sein für einen Mann und das lässt einen nicht mehr los. Das heißt aber nicht, dass er dann mit ihr Sex hat, wenn er sie trifft. Das sind moralische Grenzen, die jeder Mensch setzen muss.

Er scheint seine Ex abzuwerten (Borderlinerin- psychisch krank). Du meinst, das macht er mit anderen Frauen, explizit DIR, nicht?

Nicht die Ex ist die Verursacherin.

Das ist wohl nicht dein Thema, Tomyi.
Wieso wertet man eine Borderlinerin ab, wenn man sagt, dass sie eine Borderlinerin ist? Wenn er zehn Jahre mit ihr zusammen war wird er das schon wissen. Ich kann nicht erkennen, dass er ein Spinner ist.

Sie ist krank, nicht er.
Er ist vielleicht abhängig, aber nicht krank.
 
  • #10
Ich würde ganz klar die Finger davon lassen.
Er hat jahrelang eine äußerst ungesunde Beziehung gelebt. Mit dir wird das nicht plötzlich alles anders.
Über die Freundschaft selbst würde ich mir keine Gedanken machen, denn im Grunde geht dich das nichts an. Und ihm Treffen verbieten zu wollen ist übergriffig und steht dir auch gar nicht zu.
 
  • #11
Es gab mal so einen Test mit Ratten. Vor der Futterstelle, wo sie immer Futter bekamen warteten sie nicht, wo sie keins bekamen warteten sie auch nicht, die Futterstelle wo nur manchmal was kam und sie nie wussten, ob sie was bekommen oder nicht, machte sie verrückt.

So ähnlich funktioniert das mit dem Mann und der Ex. Die emotionale Achterbahn löst Gefühle bei ihm aus wie keine sonst.

Ich denke,dein schlechtes Bauchgefühl ist absolut berechtigt, denn er scheint noch nicht über die Sache hinweg zu sein, denn sonst hätte er den Kontakt abgebrochen, sonst würde er seine eigene Anfälligkeit erkennen.

Ihm den Kontakt zu verbieten wird dir überhaupt nichts nutzen, er wird ihn dann eben heimlich weiterführen.

Das Problem ist nicht sie, sondern er, dass er sich nicht dagegen verwehrt.

Mein Rat wäre auch, dir einen anderen zu suchen, der Mann ist einfach im Kopf noch nicht frei für was neues.
 
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  • #12
Hi,
an sich finde ich es überhaupt nicht schlimm, wenn der Partner freundschaftlich mit der Ex verbunden ist. Gerade wenn Kinder da sind, ist das sogar angemessen. Ich bin auch mit einem Ex noch befreundet. Ich schätze ihn halt als Mensch.

ABER: Ich muss auch sagen, dass Beziehung zu persönlichkeitsgestörten Menschen oft süchtig machen. Irgendwie muss Dein Typ auch einen Knacks haben, sonst hätte er den Dreck nicht 10! Jahre mitgetragen.

Mein Bruder hatte zB eine total liebe Freundin. Dann begegnete er einer Borderlinerin, die hat ihn ausgespannt. Und auch im ersten Jahr betrogen. Er kommt nicht von ihr los. Allerdings verdienen die beiden sich in meinen Augen, da mein Bruder ebenfalls eher illoyal und intrigant ist.

Mir selbst ist es mal passiert, dass ein Mann mir von seiner Borderline-Ex ausgespannt wurde. Erst hat sie ihn abgeschossen. Als sie dann von mir erfahren hat, hat sie ihn gewissermaßen zurückmanipuliert. Er hat es zugelassen, er war schwach. Er hat selbst gesagt, ich wäre "zu lieb' für ihn. Er brauchte das auf und ab, das Drama etc.

Was ich damit sagen will: grundsätzlich nichts gegen Freundschaft mit Ex. Aber Menschen mit Labilität.. bei Männern ist es oft eine Schlagseite Richtung NPS, bei Frauen Richtung Borderline.. können UNGLAUBLICH zerstörerisch sein und schrecken auch nicht zurück, andere Beziehungen zu infiltrieren. Denen ist nichts heilig. Das weiß ich auch aus meinem Beruf. Da gibts die irrsten Geschichten wie Fremdgehen mit der besten Freundin, während sie im Wochenbett liegt, und andere Ungeheuerlichkeiten.

Ich würde empfehlen: kuck ihn Dir genau an! Lass Dir Zeit! Du musst ja nicht gleich hinwerfen, aber tritt erst mal auf die Bremse. Ich denke: ein emotional stabiler Mensch macht sowas nicht 10 Jahre mit.
Und dann noch eine Möglichkeit: Vielleicht ist seine Ex gar keine Borderlinerin? Vielleicht will er selbst sich in ein gutes Licht rücken, indem er ihr eine Diagnose überstülpt. Warum blieb er 10! Jahre, wenn sie soooo gestört ist?!

Fragen über Fragen..

In jedem Fall klingt es kompliziert...
Also Vorsichtig, Gas raus mindestens!
 
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  • #13
Diese Beziehung ist halt emotional viel intensiver wie zu einer "normalen" Frau und läuft halt länger nach. Diese Frauen können schon sehr faszinierend sein für einen Mann und das lässt einen nicht mehr los. D
Schön. Ein Bericht aus erster Hand.
Wenn deine neue Bekanntschaft ähnlich tickt in Bezug auf seine Ex, würde ich das an deiner Stelle lassen.
Oder hast du Lust auf ein emotionales Dreieck? Leicht könnte auch eine unterschwellige Konkurrenzsituation entstehen, wie du an den Posts siehst. Intensiv, emotional, geiler Sex- alles toll.
Der Mann ist dann aber meines Erachtens emotional nicht frei.
Da macht es auch kein Sinn, den Kontakt " verbieten" zu wollen. Das würde an der Situation nichts verändern.
Beim Titel der Frage dachte ich übrigens, du würdest eine Freundschaft zu einem on/ off Ex anstreben, und da hätte ich genauso geantwortet.
Nachdem du ihn erst kennenlernst, würde ich mich davon davon distanzieren. Du ersparst dir Kummer.
 
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  • #14
Naja, jede Trennung hat eine Geschichte, ich würde es nicht so dramatisch sehen. Er hat noch Kontakt zu seiner Ex-Frau. Das ist alles. Wenn du das nicht duldest, brauchst Du ihn nicht weiter kennenzulernen. So einfach ist das!
 
  • #15
Kann es sein, dass Mann nach solch einer Abhängigkeits-Beziehung (über Jahre) tatsächlich eine platonische Freundschaft mit dieser Frau haben kann oder ist es vielmehr so , dass er sich selbst was vormacht?
Ganz klares Nein...wer sich jahrelang massiv schlecht hat behandeln lassen, ohne sich zu trennen und dann auch noch befreundet bleibt mit der Person, hat ein ziemlich großes Problem mit sich selbst. Ich würde mich distanzieren und ihn null als Beziehungsmaterial ansehen. Das ist doch nicht gesund ....
 
C

Charline

Gast
  • #16
Kennst du ihn und seine Ex schon länger oder weißt du seine Beziehungsgeschichte nur von ihm?
( Sex sagte er mir Mal war besonders, da sie sich komplett auf die Wünsche des Mannes einstellt als borderline-Persönlichkeit) .
Wenn es stimmt ... dann hängt er noch in ihrem Dunstkreis herum, weil er hofft, noch mal zum Zuge zu kommen.
Wenn es nicht stimmt ... setzt er dich damit unter Druck. Du sollst dich jetzt so richtig ins Zeug legen, um sie zu übertreffen in Sachen Sex.
Beides sehr unsympathisch. Ich würde ihn sausen lassen und mich anderweitig umschauen.
 
  • #17
Ganz klares Nein...wer sich jahrelang massiv schlecht hat behandeln lassen, ohne sich zu trennen und dann auch noch befreundet bleibt mit der Person, hat ein ziemlich großes Problem mit sich selbst. Ich würde mich distanzieren und ihn null als Beziehungsmaterial ansehen. Das ist doch nicht gesund ....
Das würde ich nicht unbedingt so sehen. Vielleicht ist es eher so, dass der Bekannte der FS eine, sagen wir mal, treue Seele ist und die Menschen, die in seinem Leben sind, nicht rausschmeißen kann. Sie hatten eine on/off Beziehung und es folgte die Trennung und Scheidung. Jetzt sind sie kein Paar mehr aber noch Freunde. Ich würde sogar behaupten, dass so jemand zuverlässig ist und man kann sich auf ihn verlassen. Ich sehe das Problem eher bei FS selber. Sie mag das nicht haben. Aber ein Mann ohne Vergangenheit ist nicht einfach zu finden. Je nach dem wie alt sie ist, wird sie Schwierigkeiten haben, einen Mann zu finden.
 
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  • #18
Das würde ich nicht unbedingt so sehen. Vielleicht ist es eher so, dass der Bekannte der FS eine, sagen wir mal, treue Seele ist und die Menschen, die in seinem Leben sind, nicht rausschmeißen kann. Sie hatten eine on/off Beziehung und es folgte die Trennung und Scheidung. Jetzt sind sie kein Paar mehr aber noch Freunde. Ich würde sogar behaupten, dass so jemand zuverlässig ist und man kann sich auf ihn verlassen. Ich sehe das Problem eher bei FS selber. Sie mag das nicht haben. Aber ein Mann ohne Vergangenheit ist nicht einfach zu finden. Je nach dem wie alt sie ist, wird sie Schwierigkeiten haben, einen Mann zu finden.
Danke für deine Meinung . So kann man das auch sehen. Und ja, er ist sehr gutmütig. Ich bin auch eher ein sehr gutmütiger Typ. Die Ex ist manipulativ, sexuell sehr offen - hat nie was anbrennen lassen. Sehr viele Beziehungen und Affären . Ich komme aus einer seeeeehr langen Ehe.
 
  • #19
Ich würde sogar behaupten, dass so jemand zuverlässig ist und man kann sich auf ihn verlassen.
Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass das mit Zuverläsdigkeit rein gar nichts zu tun hat. Menschen, die in ungesunden Beziehungen verhaften, können schlicht nicht gut auf sich selbst achten und neigen zu Abhängigkeiten. Gerade Borderliner sind oft extreme Persönlichkeiten, die auf der einen Seite natürlich total liebenswürdig sein können, auf der anderen dann aber wirklich unerträglich. Wer das über so lange Zeit mit macht, kann sich entweder extrem gut abgrenzen ( was in einer Beziehung aber keinen Sinn macht) oder eben gerade nicht.
Es klingt aber gerade nicht so, als ob hier ein Lernprozess stattgefunden hätte, sondern eher so, als ob immer noch glorifiziert wird.

Die FS hat da schon den richtigen Riecher. Da stimmt etwas nicht, das muss nicht einmal bedeuten, dass der Datingpartner noch einmal zurück zur EX will. Aber eine gute Beziehung führen kann er offensichtlich nicht.
 
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  • #20
treue Seele ist und die Menschen, die in seinem Leben sind, nicht rausschmeißen kann.
Das ist Selbstbetrug. Man kann sich seine emotionale Abhängigkeit auch schönreden und daraus eine Tugend machen wollen. Die meisten Raucher würden auch behaupten, dass sie aufhören könnten, wenn sie wollten. Menschen mögen keine kognitive Dissonanz. Es wird sich also alles rational hergeleitet, damit es schlüssig klingt. Auch wenn die Begründung wenig mit der Realität zu tun hat.

Daher würde ich ihm seine „Freundschaft“ nicht abkaufen. Sowas existiert durchaus. Allerdings unter anderen Umständen.

Das ist aber auch nicht das Problem der FS. Sie sollte sich selbst nur fragen, was das über seinen Charakter aussagt, wenn er jahrelang mit einer Frau zusammen war, die ihn immer wieder mit Füßen getreten hat und er dennoch bis heute nicht loslassen kann von ihr. Was ein Anzeichen dafür ist, dass er immer noch nicht verstanden hat, was sein Anteil bei der Geschichte war.

Ein gefestigter Mensch tut so etwas nicht. Der würde sich für sich selbst und gegen so einen Menschen entscheiden. Egal wie toll der Sex, oder wie groß die Anziehung war.

Ich verstehe nicht, wie du Treue definierst. Die Treue zu etwas oder jemanden beginnt nämlich bei sich selbst. Wenn ich mir selbst gegenüber nicht treu sein kann, werde ich es auch anderen Menschen gegenüber auch nicht sein können.

Die Dynamiken, die in solchen destruktiven Beziehungen vorherrschen, machen auch stark süchtig. Das ständige Auf und Ab der Gefühle gleicht einer Achterbahnfahrt. Es gibt sehr intensive Momente ( der von ihm erwähnte Sex ) und dann wieder völlig zerstörende ( ihr Dauerfremdgehen ).

Die FS sollte sich fragen, ob dieser Mann überhaupt fähig ist, eine stabile und ruhigere Beziehung zu führen. Wenn er für sich noch nicht verstanden hat, was ihn in der Beziehung gehalten hat und nach wie vor hält, dann wird er mit einer gesunden Beziehung wenig anfangen können.
Sie kann es natürlich ausprobieren. Aber ich würde das im Hinterkopf behalten.
 
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  • #22
Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass das mit Zuverläsdigkeit rein gar nichts zu tun hat. Menschen, die in ungesunden Beziehungen verhaften, können schlicht nicht gut auf sich selbst achten und neigen zu Abhängigkeiten.
So wie ich es verstanden habe, ist der Bekannte nicht seelisch krank, sondern seine Ex. Es kann natürlich sein, dass er der schlimmste Mann auf der Erde ist, aber es kann auch sein, dass er gutmütig ist. Ich möchte nur damit sagen, dass man niemanden wegen seiner Vergangenheit bestrafen sollte und es ist auch kein Verbrechen, jemandem zu verzeihen.
 
  • #23
Ich würde, sollte ich mich einlassen diese Treffen nicht tolerieren. Aber auch mich überhaupt einzulassen macht mir Angst .

Dann lass es.

2 grundsätzliche Themen
Fang nicht damit an, dass Du einem potentiellen Partner dies oder jenes verbieten möchtest, das steht Dir nicht zu. Stichwort Augenhöhe - Respekt, Wertschätzung des anderen verträgt sich nicht mit Verboten.

Du hast Angst, Dich einzulassen?
Das Alleine sollte reichen, um nicht mehr weiter über ein Kennenlernen nachzudenken.
So fängt man keine gesunde Beziehung an. Oder hast Du grundsätzlich ein Problem mit Einlassen? Dann solltest Du nach Deinen Themen schauen.

Für so gutmütig halte ich Dich nun nicht, wenn Du über Verbote nachdenkt.
Und er mag vielleicht gutmütig sein, aber er hat seinen Anteil.

Das blendest Du nun in den Folgeposts aus - verantwortlich ist die Ex, sie ist Borderlinerin... Also klar.
Ganz so einfach ist es nicht.


W, 51
 
  • #24
Ich verstehe nicht, wie du Treue definierst. Die Treue zu etwas oder jemanden beginnt nämlich bei sich selbst. Wenn ich mir selbst gegenüber nicht treu sein kann, werde ich es auch anderen Menschen gegenüber auch nicht sein können.
Trennungen dauern. Die Menschen sind keine Maschinen und auch wenn gar keine Beziehung mehr besteht, kann es trotzdem sein, dass derjenige noch nicht abgeschlossen hat und Jahrzehnte traumatisiert durch die Welt tigert. Du definierst bzw. reduzierst die Treue auf die Sexualität. Die Treue hat dennoch m. E. viele verschiedene Facetten.
 
  • #25
So wie ich es verstanden habe, ist der Bekannte nicht seelisch krank, sondern seine Ex. Es kann natürlich sein, dass er der schlimmste Mann auf der Erde ist, aber es kann auch sein, dass er gutmütig ist. Ich möchte nur damit sagen, dass man niemanden wegen seiner Vergangenheit bestrafen sollte und es ist auch kein Verbrechen, jemandem zu verzeihen.

Ich glaube, dass wir da ein wenig aneinander vorbei reden. Ich sehe hier nichts, was verziehen werden müsste und es geht definitiv auch nicht darum, jemandem seine Vergangenheit vorzuhalten oder zu sagen, das wäre schlechte Menschen.

@Lavieestbelle kennst du Borderliner oder Menschen mit ähnlich gravierenden Störungen und kennst du Menschen, die in Beziehungen mit solchen Menschen waren?

Bitte nun alle wieder zum Thema zurück. Vielen Dank. Die Moderation.
 
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  • #26
Das ist Selbstbetrug. Man kann sich seine emotionale Abhängigkeit auch schönreden und daraus eine Tugend machen wollen.

Gerade bei diesem Mann exemplarisch zu sehen - on/off, sich nicht lösen können, und wollen. Im Kern eine destruktive Partnerschaft.
Auch eine Scheidung muss kein Schlusspunkt sein.

@Lavieestbelle, ich sehe nicht, dass Anna Treue auf die sexuelle Komponente reduziert.
Nur den Begriff mit allen Facetten verwendet man üblicherweise IN einer Partnerschaft.

"Treue Seele", gutmütig, etc. soll nur seinen Part schön reden.

Aber dann kann es hier tatsächlich passen, er wird sich auch in einer neuen Partnerschaft unterordnen, gewohntes Schema...

W, 51
 
  • #27
Menschen.

@Lavieestbelle kennst du Borderliner oder Menschen mit ähnlich gravierenden Störungen und kennst du Menschen, die in Beziehungen mit solchen Menschen waren?
Nein, zugegeben kenne ich niemanden mit Dieser Diagnose. Aber wie gesagt, der Mann hat diese Diagnose nicht. Sicherlich ist es einfacher den Mann deshalb abzulehnen aber man kann es auch anders sehen. Ich denke die FS soll schauen ob sie damit klar kommt. Das ist ihre Entscheidung.
 
  • #28
Er hat es zugelassen, er war schwach. Er hat selbst gesagt, ich wäre "zu lieb' für ihn. Er brauchte das auf und ab, das Drama etc.

Das ist aus meiner Sicht das Kernproblem. Wer so lange mit offensichtlich stark gestörten Personen eine Dramabeziehung hat, der hat oft selbst auch ein Problem. Bei Borderlinerinnen wie bei Narzissten: oder anderen Problemfällen: es fällt auf, dass viele immer wieder gestörte Persönlichkeiten als Partnerin wählen. Und deswegen wäre Abstand und ein psychisch stabiler Partner hier richtig. Und nicht der Versuch, zu helfen oder sich zu arrangieren.

Ich möchte nur damit sagen, dass man niemanden wegen seiner Vergangenheit bestrafen sollte und es ist auch kein Verbrechen, jemandem zu verzeihen.

Es wird sich jemand finden, der das anders sieht und das ist ja auch völlig in Ordnung.
Die FS sieht schon jetzt eine Situation, mit der sie unzufrieden ist und ihn ändern wird sie nicht. Sie hat schlicht die freie Wahl, ob sie Drama in ihr Leben holt oder nicht. Nach dem Beginn einer glücklichen Beziehung klingt das nicht.
Um „Strafe“ geht es da nicht, sondern um Eigenverantwortung und Selbstfürsorge. Aber ich weiß, „Solidarität“ ist im Moment dummerweise mehr gefragt und ein Recht auf Dummheit gibt es auch.
 
  • #29
Das ist aus meiner Sicht das Kernproblem. Wer so lange mit offensichtlich stark gestörten Personen eine Dramabeziehung hat, der hat oft selbst auch ein Problem. Bei Borderlinerinnen wie bei Narzissten: oder anderen Problemfällen: es fällt auf, dass viele immer wieder gestörte Persönlichkeiten als Partnerin wählen. Und deswegen wäre Abstand und ein psychisch stabiler Partner hier richtig. Und nicht der Versuch, zu helfen oder sich zu arrangieren.

Es wird sich jemand finden, der das anders sieht und das ist ja auch völlig in Ordnung.
Die FS sieht schon jetzt eine Situation, mit der sie unzufrieden ist und ihn ändern wird sie nicht. Sie hat schlicht die freie Wahl, ob sie Drama in ihr Leben holt oder nicht. Nach dem Beginn einer glücklichen Beziehung klingt das nicht.
Um „Strafe“ geht es da nicht, sondern um Eigenverantwortung und Selbstfürsorge. Aber ich weiß, „Solidarität“ ist im Moment dummerweise mehr gefragt und ein Recht auf Dummheit gibt es auch.
Lieber LL, es gibt überhaupt keinen Grund für so eine Reaktion. Um Solidarität geht es hier nicht. Sondern es geht darum, die Welt anders zu sehen. Ich denke jeder, der eine Trennung und Scheidung durchgemacht hat, ist nicht mehr jungfräulich unterwegs und Borderline-Diagnose wird gestellt, wenn die Symptome für andere psychische Erkrankungen nicht ausreichen. Aber ich gebe dir recht. Die FS hat die freie Wahl. Allerdings so viel Wahl hat sie auch nicht. Es bleiben nicht sehr viele übrig, wenn man jeder, der selber eine an der Waffel hat oder mit psychisch Kranken zusammen war, aussortiert. Wenn alle Narzissten, Borderliner, Autisten, ADHS, passiv Aggressiven, Aggressiven, AE, Witwer, und Last but Not least promiskuitive Menschen ausfallen würden, bleiben nur noch die Verheirateten. Im Übrigen genau aus diesem Grund habe ich mein Singledasein akzeptiert, aber toll ist es auch nicht.

Chat beendet. Nun alle wieder zur Frage der FS zurück. Die Moderation.
 
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  • #30
. Wenn alle Narzissten, Borderliner, Autisten, ADHS, passiv Aggressiven, Aggressiven, ...promiskuitive Menschen ausfallen würden, bleiben nur noch die Verheirateten.

FS, Du hast einen Partner, der eine Extrembeziehung noch nicht richtig beendet hat. Eine „platonische“ Freundschaft nach einer langen On-Off-Beziehung wäre für mich nicht glaubwürdig, aber das musst Du entscheiden.

Die oben genannten Gruppen selbst haben ein direktes Problem und daher würde ich sie unmittelbar ausschließen. Wenn sich jemand dauerhaft auf eine Achterbahnfahrt mit solchen Menschen einlässt und das auch nicht beenden kann, ist er für mich nicht beziehungstauglich. Verheiratete würde ich natürlich ebenfalls ausschließen.

Es gibt genügend „normale“ Menschen, natürlich mit einer „normalen“ Vergangenheit, die diese aber ausreichend verarbeitet haben. Immer vorausgesetzt, man hat selbst kein gravierendes Problem, ist kompromissbereit, nicht übermäßig eifersüchtig und toleriert ab einem gewissen Alter auch AE, dann gibt es genügend Partner, mit denen man nicht sein eigenes Leben durcheinander bringt.

Und sonst, wie @Lavieestbelle richtig schreibt, bleibt man besser alleine...
 
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