• #1

Platonisch Freundschaft statt Beziehung?

Bin seit 3 Jahren in einer Art Beziehung, wobei ich diese Frau sehr Liebe. Körperliches und Sexuelles Interessen kam eigentlich nur von meiner Seite und ich glaubte das dies sich das bei ihr ändern würde, wenn ich genügend Geduld habe. Sie hat mir mehrmals bestätigt das sie dies auch mag, aber sich immer sehr schwer getan, oder meistens abgeblockt.
Vor 4 Monaten hat sie mir gesagt, dass sie mit mir höchsten 1 mal Sex haben will im Monat. Der Sex war eigentlich eine einseitige Sache, weil bei Ihr keine Gefühle vorhanden seine, wie sie mir sagte.
Nun haben wir beschlossen diese Beziehung auf eine Platonische Beziehung, oder auch Freundschaft herunterzustufen.
Meiner Meinung kann ich ihr auch so ein wenig durchs Leben helfen, denn ich konnte ihr eigentlich nie mehr geben als einfach mal da sein und eben helfen wenn Sie mich brauchte.
Wir haben getrennt gelebt, da sie ein Zusammenleben nicht wollte, bzw. ich irgendwann an diesem Zustand auch nichts ändern wollte.
Habe selber mal recherchiert was dies Bedeutet und festgestellt das dies eigentlich Trennung bedeutet, oder habe ich das Falsch interpretiert.
 
  • #2
Natürlich ist es eine Frage, womit DU leben kannst und willst: deine Freundin strebt eine platonische Beziehung an und du musst prüfen, ob es dir genügt, nur "für sie da zu sein, wenn sie dich braucht", oder ob dir körperliche Nähe (Sex) unerlässlich erscheint. Es hilft dir ja nix, wenn ich dir hier erzähle, dass eine Beziehung ohne Sex FÜR MICH nie in Frage käme.

Wenn du erst "recherchieren" musst, um herauszufinden, was deine Bedürfnisse sind ... also mir wäre das ein zu großer und verkopfter Umweg.
 
  • #3
Hm, wenn eine Frau Dir sagt, dass sie Dich sexuell nicht will und vor allem, wenn sie sagt, dass sie einmal im Monat Dir zu Liebe mit Dir Sex haben könnte, weil sie nichts für Dich fühlt, dann ist da nicht mal was, womit man Schluss macht. Ich hoffe, Du hast vor vier Monaten "nein danke" zu ihrem Angebot gesagt, denn ein Mann, der weiß, dass die Frau nichts von hat, benutzt sie ja dann nur.

Meiner Meinung kann ich ihr auch so ein wenig durchs Leben helfen, denn ich konnte ihr eigentlich nie mehr geben als einfach mal da sein und eben helfen wenn Sie mich brauchte.
Wenn Du ein Freund sein willst, finde ich das auch gut, so sie die Hilfe auch will.
Ich frage mich, was Du Dir versprochen hast von der Bekanntschaft. Ich meine, nicht als Freund und guter Kumpel, sondern als Partner und Geliebter. Über "Helfen" einen Partner finden, ist vielleicht jetzt nicht ungewöhnlich, aber eigentlich keine gute Basis, weil es bedeutet, dass man für seine "Hilfe" auch eine Gegenleistung, die Liebe, bekommt, wenn man es nicht selbstlos als Kumpel macht.

Stehst Du auf Frauen mit Problemen, weil Du denkst, als Retter ihr Herz zu erobern? Das macht nur neue Probleme, weil Liebe und sexuelles Begehren so eher nicht entstehen. Ich weiß, dass es einige Fälle gibt, wo sowas funktioniert, aber dann sind auch hier die Rollen verteilt und die zu rettende Person wird den anderen immer als stärker sehen, als sich selbst. Das schafft emotionale Abhängigkeiten. Die, so denke ich, sind durchaus gewünscht, weil sie Sicherheit geben, dass der Partner nicht gleich wieder abhaut.

Deine Freundin hat ziemliche Probleme, vielleicht war mal was mit Missbrauch. Dagegen könnte nur sie selbst was tun, wenn überhaupt, denn sie müsste das ja alles aufarbeiten und auflösen.
Vielleicht ist es auch nicht so, das ist aber egal. Wichtig ist, dass Du Dich fragen musst, was Du von einer Beziehung willst und ob Du es hier bekommst. Freund und Kumpel kannst Du ja immer noch sein, aber eine Partnerin mit Sex und allem wird diese Frau nicht für Dich. Und ich würde mich fragen, warum ich diese Art Beziehung überhaupt eingegangen bin, also ob ich ein Helfersyndrom habe oder sowas. Wenn Du das hast, kannst Du es bearbeiten und Dir ne Frau suchen, die sexuell genauso angemacht ist von Dir wie Du von ihr.

Mod: Ausdrucksweise angepasst. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl!
 
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  • #4
Nö. Das ist keine Trennung. Von was denn? Ich kann hier keine Beziehung erkennen, sondern lediglich einen Mann, der seit drei Jahren vergeblich versucht, eine Frau für sich zu erwärmen, die ihn seit drei Jahren auf Abstand hält.

Sag mal lieber Fragesteller. Ist das hier nicht eine Fehlinvestition? Warum beisst Du Dich da so fest? Manche sind nur so hinter Beziehungsvermeidern hinterher, weil sie selbst Angst vor einer wirklich festen und schönen Beziehung haben. Könnte das auf Dich auch zutreffen oder warum lässt Du Dich so zum Narren halten? Du lässt Dich gebrauchen und benutzen, bietest Dich gerade inflationär an ohne je was dafür zu bekommen. Das Problem ist nicht sie. Das Problem bist Du.
 
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  • #5
Mich wundert es sehr, das die Frau so lange (3Jahre) überhaupt mit dir geschlafen hat obwohl sie dich sexuell nicht anziehend fand. Vielleicht hat ihr der Sex auch nur mit dir nicht gefallen?
Allerdings ist es tatsächlich auch sehr verwunderlich, das du das so lange "genutzt" hast.

Ich würde mit keinem Menschen schlafen, der keine Gefühle für mich hat und spätestens im Bett merkt Mann/ Frau so etwas.

Die Frage ist doch: Kannst DU mit ihr befreundet sein?
Stell dir vor, sie findet einen tollen Partner und stellt ihn dir vor.
Könntest Du damit leben?
 
M

Michael_123

Gast
  • #6
Bin seit 3 Jahren in einer Art Beziehung, wobei ich diese Frau sehr Liebe. Körperliches und Sexuelles Interessen kam eigentlich nur von meiner Seite und ich glaubte das dies sich das bei ihr ändern würde, wenn ich genügend Geduld habe.

Ein Irrglaube.

Was gibt Dir diese Art von Beziehung für einen Sinn? Pflichtgefühl für einen hilfbedürftigen Menschen? Du hast nur ein Leben...
 
  • #7
Habe selber mal recherchiert was dies Bedeutet und festgestellt das dies eigentlich Trennung bedeutet, oder habe ich das Falsch interpretiert.
Lieber FS
Ja, ich glaube auch, dass das eine Trennung bedeutet. In dem Sinne, dass ihr kein Paar mehr seid.
Das heisst, du darfst dir eine Partnerin suchen, die dich sexuell begehrt und sie als platonische Kumpel-Freundin behalten. Ich frage mich nur, was dir diese platonische Freundschaft denn geben würde und ob es dich nicht belasten würde, diese Frau weiterhin in deinem Leben zu haben. Sie hätte dir doch viel früher sagen können, dass sie dich nicht begehrt. Stattdessen hat sie dich hoffen lassen, dass sich irgend eines Tages mal alles ändern wird. Du hast dich ihr eher übermässig angepasst, um die Beziehung aufrecht erhalten zu können. Ich hoffe, du achtest das nächste Mal besser darauf, ob es auch für dich stimmt.
 
  • #8
Stehst Du auf Frauen mit Problemen, weil Du denkst, als Retter ihr Herz zu erobern? Das macht nur neue Probleme, weil Liebe und sexuelles Begehren so eher nicht entstehen. Ich weiß, dass es einige Fälle gibt, wo sowas funktioniert, aber dann sind auch hier die Rollen verteilt und die zu rettende Person wird den anderen immer als stärker sehen, als sich selbst. Das schafft emotionale Abhängigkeiten. Die, so denke ich, sind durchaus gewünscht, weil sie Sicherheit geben, dass der Partner nicht gleich wieder abhaut.
Ich stehe überhaupt nicht auf Frauen mit Problemen. Das Problem bin scheinbar ich, weil ich mich von vor Jahren getrennt habe von einer Frau welche ich geliebt habe und auch 2 Kinder habe. Bin einfach davongelaufen weil ich es nicht mehr ertragen habe, als sie mir u.a. gesagt hat das sie schon lange weggelaufen wäre wenn sie wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen könnte. Ich habe den Kampf um sie aufgegeben, weil sie nicht mehr wollte.
Nachträglich stellte ich fest, das sie unter Depressionen litt wegen mir, habe das falsch interpretiert. Wollte bei der neuen Freundin diesmal nicht so schnell aufgeben und den Kampf aufnehmen und eben Helfen, weil sie auch dieses Problem hatte.

Mich wundert es sehr, das die Frau so lange (3Jahre) überhaupt mit dir geschlafen hat obwohl sie dich sexuell nicht anziehend fand. Vielleicht hat ihr der Sex auch nur mit dir nicht gefallen?
Ich würde mit keinem Menschen schlafen, der keine Gefühle für mich hat und spätestens im Bett merkt Mann/ Frau so etwas.
Wir hatten eigentlich in den ersten 2 Jahren sehr selten Sex, weil ich sie nicht drängen wollte, sondern zeigen das ich sie Liebe nicht wegen Sex allein. Glaubte auch das ich ihr wieder Vertrautheit und Körperliche Gefühle ermöglichen kann.
(Hatte immer die Vergangenheit in Erinnerung, wo mir vorgeworfen wurde ich hätte keine Gefühle, sondern will nur Sex.)

Mod: Bitte halten Sie sich an die Zeichenbegrenzung. Mehrteiler werden nicht veröffentlicht.
 
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P

Papillon

Gast
  • #9
Mein jetziger Freund hatte vor mir so eine "Beziehung". Er meinte zu mir rückblickend , dass er sich die Zeit hat schenken können. Er stellte seine Bedürfnisse immer hinten an nur aus dem Gefühl heraus, das sei seine Traumfrau und es könnte sich bessern. Für mich schwer nachvollziehbar, denn eine richtige Beziehung geht anders und er kannte es aus vergangenen Erfahrungen. Es müssen beide Komponenten stimmig sein, die geistige und die körperliche. Fehlt eine sind wir unzufrieden/ unglücklich. Du solltest dir eines merken, Menschen änderst du nicht. Was so anfängt bessert sich nicht, eher es wird schlechter. Was bei euch jetzt der Fall ist. Du wirst zu schauen dürfen, dass irgendwann ein anderer Mann kommt. Fürdeine jetzige Freundin habt ihr nur eine Freundschaft. Fazit, lebe auch so, betrachte dich als Single und geh auch mal mit anderen Frauen aus.
 
  • #10
Zitat von Peterhans:
Das Problem bin scheinbar ich, weil ich mich von vor Jahren getrennt habe von einer Frau welche ich geliebt habe und auch 2 Kinder habe. Bin einfach davongelaufen weil ich es nicht mehr ertragen habe, als sie mir u.a. gesagt hat das sie schon lange weggelaufen wäre wenn sie wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen könnte. Ich habe den Kampf um sie aufgegeben, weil sie nicht mehr wollte.
Lieber peterHans, da sehe ich kein "Problem" bei dir, sondern du hast in der Situation - so stellt es sich mir jedenfalls dar - das einzige getan, das dir noch zu tun blieb, um dich selbst nicht völlig aufzugeben.
Zitat von Peterhans:
Nachträglich stellte ich fest, das sie unter Depressionen litt wegen mir, habe das falsch interpretiert.
"wegen dir" hat sie unter Depressionen gelitten? Woher will sie oder du das wissen? Depressionen sind eine ernste Sache, aber es lässt sich etwas dagegen tun, wenn man denn will und sich Hilfe sucht. Aber entweder es war ihr selber gar nicht bewusst oder sie aht es dir verheimlicht. Im nachhinein scheint mir das eher eine Schuldzuweisung ihrerseits (oder auch deinerseits an dich selbst) zu sein als eine zutreffende Analyse.
Zitat von Peterhans:
Wollte bei der neuen Freundin diesmal nicht so schnell aufgeben und den Kampf aufnehmen und eben Helfen, weil sie auch dieses Problem hatte.
Du "suchst" dir also depressive Frauen? Natürlich nicht bewusst, aber offenbar unbewusst. und versuchst nun, sie zu "retten". Wo bleibst du dabei? Oder willst du die neue Frau im Grunde "benutzen" , um eine vermeintliche Schuld gegenüber der Ex abzutragen?
Zitat von Peterhans:
Wir hatten eigentlich in den ersten 2 Jahren sehr selten Sex, weil ich sie nicht drängen wollte, sondern zeigen das ich sie Liebe nicht wegen Sex allein. Glaubte auch das ich ihr wieder Vertrautheit und Körperliche Gefühle ermöglichen kann.
Kenn ich, habe ich auch durch. Mit demselben verqueren Denkansatz. Wollte ein "besserer Mann" sein, nicht das "er will eh nur Sex"-Klischee erfüllen und bin in so eine Situation geraten. Es wird nie besser werden mit dem Sex zwischen euch. Zumal, wo sie ganz klare Ansagen macht, dass sie keinen will mit dir. Nicht IHR habt übrigens beschlossen, aus einer de-facto platonischen auch eine explizit platonische "Beziehung" zu machen, sondern sie hat es. Und du hast ja dazu gesagt.

Was WILLST du vom Leben? Eine echte, erfüllende Beziehung? Dann such sie dir! Mit dieser Frau wirst du sie definitiv nicht haben. Sei dir bewusst, dass du dich aber dafür selbst blockierst, solange du an dieser Frau festhältst. Und: Das "herabstufen" deiner Gefühle von Liebe auf freundshcfatlich, ist eigenes Verbiegen. Auch das kenne ich aus eigener Erfahrung. es kann klappen, schließlich. Aber es kostet viel Zeit und Schmerz und solange du damit beschäftigt bist,m bist du defintiv nicht frei für eine Frau mit der du glücklich sein kannst. Deine Wahl.

m45
 
  • #11
Bin einfach davongelaufen weil ich es nicht mehr ertragen habe, als sie mir u.a. gesagt hat das sie schon lange weggelaufen wäre wenn sie wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen könnte
Na das würde ich aber genauso machen, wenn mein Partner mir das sagte.
Hm. Deine Ex hatte Depressionen, ich wage mal zu behaupten, dass man nicht wegen eines anderen Menschen Depressionen kriegen kann. Vielleicht, weil man mit ihm und wie er ist, nicht umgehen kann und sich von ihm was anderes wünscht, aber sich nicht aus der Beziehung befreien kann. Genau das aber müsste man tun, wenn man sich als "erwachsen" bezeichnet. Wer dann Geld als Argument hat, hat sich eben so entschieden, aber er hat es SELBST entschieden und ist damit auch selbst die Ursache.
Du bist nicht schuld an ihrer wirtschaftlichen Lage, denn selbst, wenn Du sie überredet hättest, ihren Job aufzugeben, hat sie es als mündige Person immerhin noch selbst getan. Wer auf Überreder reinfällt, hatte hier eine Schwachstelle und zahlt Lehrgeld.


Ich habe den Verdacht, dass Du Frauen als schwächere Wesen als Männer ansehen könntest. Deswegen gibst Du Dir die Schuld und deswegen denkst Du, dass man sich in einer Beziehung so abarbeiten muss. Das will ich Dir natürlich nicht unterstellen. Ich würde an Deiner Stelle nur mal drüber nachdenken. Männer sind nicht per se schuld und Frauen keine Kleinkinder, auch wenn manche sich einen starken Entscheider wünschen (und dann vielleicht auch Depressionen kriegen, wenn er nicht richtig für sie entscheidet).

Wollte bei der neuen Freundin diesmal nicht so schnell aufgeben und den Kampf aufnehmen und eben Helfen, weil sie auch dieses Problem hatte.
Ich versteh schon, denke ich, man will nicht einfach aussortieren. Aber ich denke auch, dass Menschen insbesondere mit seelischen Problemen keine Energie "freihaben" für einen Partner. Derjenige, der sich mit Beziehungsabsichten nähert, muss von Anfang an immer zurückstecken und "helfen" (was er gar nicht kann), er kommt in die Therapeutenrolle, die dem Schwachen den ewigen Vortritt lässt. Der andere wird der Patient, der nicht auf Augenhöhe ist und sich anklammert. Das ist zwar eine Gefühlssymbiose, aber man sollte das nicht mit Liebe verwechseln. Die würde sich erst dann zeigen, wenn "der Kranke" auch auf Augenhöhe kam und das Therapeut-Patient-Gefälle weg ist. Wenn sie dann zusammenbleiben und glücklich sind, ist alles in Ordnung. Aber bei Symbiosen passiert meist, dass nicht BEIDE gleichzeitig sich aus ihrer Rolle befreien. Soll heißen, wenn der Therapeut sich denkt, er will eine Augenhöhebeziehung, braucht der Patient einen neuen Kümmerer, und wenn der Patient selbständig und unabhängig geworden ist, muss der Therapeut einen neuen Partner finden, den er mittels seiner Fürsorge kontrollieren kann.
 
  • #12
Wie definierst Du eine Liebesbeziehung?
Für mich klingt es nicht nach eine, nachdem was ich gelesen habe. Aber es kommt drauf an, ob Du und sie es als eine Liebesbeziehung interpretiert (habt). Ohne körperliches Verlangen, Sex, Anziehung kann es langfristig nicht gut gehen, denn es kommt früher oder später jemand, der diese Gefühle in einem weckt.

Vielleicht suchte sie ja auch parallel, oder tut es nun - und dies solltest Du in Zukunft auch tun, wenn Du diese Art von Beziehung verarbeitet hast.

"Dir zu liebe" Sex mit Dir zu haben, monatlich höchstens einmal - das klingt so lieblos, durchkalkuliert. Tu dir das doch selbst nicht an, finde eine Partnerin, die dich liebt. Sie sieht wohl einen netten Kumpel/Freund in Dir, und wollte diese "Beziehung" nicht verlieren. Du gibst ihr vllt. Stabilität, Sicherheiten, die sie nicht missen wollte, und deswegen so lange den Kontakt aktiv hielt.

Für mich ist dies nicht einmal eine Trennung, denn ich sehe nicht, wo dies eine Beziehung war. Es ist eine Bekannschaft, eine Erfahrung die Du gemacht hast. Nimm mit für die Zukunft: Deine Bedürfnisse sind genauso wichtig, wie die des Partners. Sexuelle Bedürfnisse zu haben und diese auch formulieren zu können ist legitim.

Ich wünsche Dir viel Kraft zur Verarbeitung und hoffe, Du findest deine Liebe :)
 
  • #13
Ich versteh schon, denke ich, man will nicht einfach aussortieren. Aber ich denke auch, dass Menschen insbesondere mit seelischen Problemen keine Energie "freihaben" für einen Partner. Derjenige, der sich mit Beziehungsabsichten nähert, muss von Anfang an immer zurückstecken und "helfen" (was er gar nicht kann), er kommt in die Therapeutenrolle, die dem Schwachen den ewigen Vortritt lässt. Der andere wird der Patient, der nicht auf Augenhöhe ist und sich anklammert. Das ist zwar eine Gefühlssymbiose, aber man sollte das nicht mit Liebe verwechseln. Die würde sich erst dann zeigen, wenn "der Kranke" auch auf Augenhöhe kam und das Therapeut-Patient-Gefälle weg ist. Wenn sie dann zusammenbleiben und glücklich sind, ist alles in Ordnung. Aber bei Symbiosen passiert meist, dass nicht BEIDE gleichzeitig sich aus ihrer Rolle befreien. Soll heißen, wenn der Therapeut sich denkt, er will eine Augenhöhebeziehung, braucht der Patient einen neuen Kümmerer, und wenn der Patient selbständig und unabhängig geworden ist, muss der Therapeut einen neuen Partner finden, den er mittels seiner Fürsorge kontrollieren kann.
Den Punkt wenn wir uns auf Augenhöhe treffen habe ich auch schon im Kopf durchgeackert. Wenn es nämlich so ist, das sie mich als Helfer / Minitherapeut sieht und mich so nicht verlieren will, bin ich nachher nicht mehr interessant. Dafür spricht eigentlich das sie in von Ihr bestimmten Abständen sich für mich dem Sex hingibt um mich nicht zu verlieren, wie sie es sagte. Eigentlich hätte ich nein sagen sollen, aber eben bin darauf eingestiegen.
Denke eigentlich sehr berechnend von ihr mich bei Stange zu halten, denn spontane Liebe gibt es bei ihr nicht.
Sie war in ihrer Vergangenheit eine richtige Männerfresserin, so wie ich aus ihren Schilderungen gehört habe. Sie hat sich ihre Lovers nach ihren strengen Kriterien herausgepickt, "Geld, gutes Aussehen, etc.) Ich selber, glaube nicht das ich in ihr Beuteschema gehöre, bin eben Normalo. (Schlank, Gross, Sportlich, Einfühlsam, etc.)
Vermutlich für sie einen Kompromiss.
 
  • #14
Wenn es nämlich so ist, das sie mich als Helfer / Minitherapeut sieht und mich so nicht verlieren will, bin ich nachher nicht mehr interessant.
Ja, aber Du musst auch sehen, dass Du das anbietest (Deswegen besteht auch die Frage, ob Du auf Frauen mit Problemen stehst - Du kannst "die starke Schulter" spielen. Das ist dasselbe in Grün wie den Versorger spielen zu wollen, weil man reich ist oder viel verdient. Es geht bei beidem nicht um Liebe ohne diese Symbioseabhängigkeiten). Für Ausgenutzte gibt es ja auch immer noch die Möglichkeit zu gehen, wenn sie das erkannt haben. Der Sex mit ihr war ja nicht Dein Opfer, Du fandest es gut, sonst hättest Du ja "nein" gesagt. Also habt ihr "getauscht" und keiner wurde ausgenutzt.

Denke eigentlich sehr berechnend von ihr mich bei Stange zu halten, denn spontane Liebe gibt es bei ihr nicht.
Ich weiß nicht, ob sie eiskalt berechnend ist. Das setzt voraus, dass sie weiß, was sie tut, aber die Frau wirkt eher emotional schwer belastet. Anscheinend treibt sie wirklich an, mit Sex zu bezahlen, um das zu kriegen, was sie gerade im Leben braucht. Und sie findet halt auch immer Männer, die diesen Deal gut finden.
 
  • #15
Nach allem, was du hier von dieser Frau erzählt hast, kann es keine Liebe sein, die euch verbindet. Beiderseitig nicht. Jeder (auch du!) befriedigt bestimmte Bedürfnisse dabei und benutzt den anderen dazu. Das ist kein Vowurf, nur eine feststellung. Sieh mal genau hin, was das bei dir ist, was tiefer dahinterliegen könnte und was du davon ausgehend lernen/verändern könntest. Falls du künftig doch mal eine echte, erfüllende Liebesbeziehung auf Augenhöhe willst und ohne diesen Krampf, den du da bei dir und bei ihr schilderst. m45
 
  • #16
Nun eine kleine Beicht:
Als ich sie kennen gelernt habe, war ich nach mehrjähriger Ehe geschieden, welche durch den Eheberater als Gescheitert bezeichnet wurde. 20 Jahre nur Funktional ohne Nähe, körperlichen Kontakt und Sex. Funktional so wie Bruder und Schwester und dann der Aussage der Partnerin das sie schon vor Jahren gegangen wäre, aber sich nicht getraut hat.
Habe dann später Erfahren das sie unter Depressionen litt und dies vor mir versteckt hat mit allen mitteln, habe alles falsch verstanden, oder beurteilt.

Bei meiner jetzigen Partnerin, habe ich das nach einem halben Jahr erfahren das sie ebenfalls unter Depressionen litt. Habe dann entschlossen ihr zu helfen hier heraus zu kommen und alles gemacht, sie von belastenden Faktoren zu befreien, wobei ich mich auf ihre Aussagen stützte.
Das ganze immer mit dem Ziel, unsere gegenseitige Liebe zum Fliegen zu bringen.
Das ganze war wie eine Achterbahn mit Hoch und Tief, Hoffnung, Erwartungen, kurze Trennung wobei ich immer wieder bei Ihr gelandet bin. Musste sogar selber Psychologische Unterstützung
such um dies zu überstehen. Habe wieder weiter gemacht, weil ich glaubte das dies irgendwann besser wird, wobei sich dies schon gebessert hat, aber auch wieder neue Erkenntnisse dazu gekommen sind. Wollte einfach erreichen, das der Flieger zum Fliegen kommt, auch wenn mir geraten wurde mich zu trennen, habe nicht losgelassen. Denke heute das war ein totaler Murks, was nicht sehr vernünftig war.
 
  • #17
Nach allem, was du hier von dieser Frau erzählt hast, kann es keine Liebe sein, die euch verbindet. Beiderseitig nicht. Jeder (auch du!) befriedigt bestimmte Bedürfnisse dabei und benutzt den anderen dazu. Das ist kein Vowurf, nur eine feststellung. Sieh mal genau hin, was das bei dir ist, was tiefer dahinterliegen könnte und was du davon ausgehend lernen/verändern könntest. Falls du künftig doch mal eine echte, erfüllende Liebesbeziehung auf Augenhöhe willst und ohne diesen Krampf, den du da bei dir und bei ihr schilderst. m45
Wir hatten das erste mal ein Gespräch mit Tiefgang, welche ich in gang gebracht habe, und auch den richtigen Moment erwischt,
Sie will nicht allein sein, d.h. es genügt ihr wenn ich nur in ihrer Wohnung bin, eben das Gefühl es ist noch jemand da.
Sie findet das sehr schön wenn ich sie in die Arme nehme und auch Küsse, tröste, helfe, etc. mehr will sie eigentlich nicht. Aber sie will das ich sie nicht einfach fallen lasse, das währe ein Katastrophe für sie.
Auch will sie das ich manchmal bei ihr schlafe, daneben schlafe einfach das Gefühl er ist da, ohne Berührung , ausser eventuell ein kleines Gutnachtküsschen.
Denke da kann man nähere Gefühle einfach vergessen.
Da bleibt mir nur noch SB, zweigleisig fahren, oder endgültig Schluss machen.
Das was ich in einer Beziehung sehr gerne mag und auch dieser das Salz in der Suppe gibt ist passee.
Auch haben wir eigentlich nicht sehr viel Gemeinsame Interessen, ausser meine Hoffnung. Es ist wie es ist, denke das dies für eine platonische Beziehung auf die länge nicht reicht.
Freunde bleiben, denke ja, wie wir ja keinen Streit haben, sondern nicht zusammenpassen.
 
  • #18
Merkst du eigentlich nicht, wieviel Zeit du damit verschwendest, zu analysieren, was sie für Probleme hat?

Mir wäre meine Zeit viel zu kostbar dafür!

Fühlst du dich eigentlich wohl damit?

Ich kriege hier Schmerzen überall, wenn ich das hier lese. Hört sich einfach nur krank an.

Es gibt Milliarden andere Frauen!
 
  • #19
@AufdrSuche hat einen tollen Beitrag geschrieben.

Ergänzend
Es geht nicht um sie, sondern um Dich.

Du verschwendet Deine Energie und Deine Zeit, ob bewusst oder unbewusst.

Für mich stellen sich andere Fragen
- Warum hast Du Sex mit jemanden, von der Du weißt, dass sie nicht will?!
Das geht doch gar nicht.

- Hast Du Deinen Part an der alten Beziehung aufgearbeitet, außer den Schuldgefühlen einerseits und den Verantwortlichkeiten andererseits? Dein Verhalten? Schuld an der Depression Deiner Ex bist Du nicht, soviel Macht hast Du gar nicht. Aber Du hast mit Deinem Verhalten Deinen Beitrag geschaffen, das für sie die Lebensumstände schädlich wurden. Sie hat dies irgendwann realisiert und eigenverantwortlich verändert, sich getrennt.
Es passte nicht bei Euch, und Lebensumstände, die unstimmig sind, hinterlassen bei den jeweiligen Menschen Spuren, in welcher Form auch immer.

- Warum bezeichnest Du das, was Du mit ihr habt, überhaupt als Partnerschaft?
Es ist für mich nicht mal eine Freundschaft, eher eine Beziehung, die auf Nutzen basiert.
Sie hat den Retter, bei Bedarf, ist ggf. nicht alleine, bezahlt mit Sex
Du fühlst Dich als Retter, kannst die Auseinandersetzung mit Dir selbst wunderbar vermeiden, in dem Du sie analysierst, statt Dich zu reflektieren, nun und an und zu gibt es Sex, zwar nicht gut, aber reicht Dir wohl.

Nimm Dir die Zeit für Dich, da sind einige Baustellen.
Ggf. mit Unterstützung.
 
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