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  • #31
zu #27:
Leider hast du Probleme meine kurzen Zeilen zu verstehen (guter Bildungsstand!), denn sonst hättest du sicherlich nicht gefragt was ein Studium mit Stil oder Niveau zu tun hat. Ich assoziiere damit nicht, dass Akademiker immer stil- und niveauvoll sind! Hab ich auch nicht geschrieben. Anhand deiner provokativen Zeilen frage ich mich jedoch, welchen Stil und welches Niveau du hast.
Allerdings hast du in einem recht, ich bin ein toller Hecht und das auch noch mit Titel, dem du wahrscheinlich hinterhetzt. Upps, ich begebe mich nun auf dasselbe Niveau wie Du, nämlich Menschen zu beurteilen, die man gar nicht beurteilen kann. Entschuldige dafür.

Natürlich setze ich mit meinem Tattoo deutliche Signale, bin aber der Meinung, dass dadurch die potentiellen Partner ausgeschlossen werden, die ohnehin nicht zu mir passen.
Und wer will mir erzählen, dass die Liebe vor einem Tattoo halt macht?
 
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  • #32
Wenn ich mir einen Mann backen könnte, dann würde ich ihn ohne Tattoo, ohne Ohrring und ohne Piercing backen, ganz klar (max. mit ner Junghans-Uhr *zwinker*)

Ein KO-Kriterium ist ein Tattoo aber nicht - wobei es sehr auf den Menschen und auf den optischen Eindruck des Tattoos ankommt.
Aber ehrlich - ein großflächiges Tattoo ist für mich mehr als gewöhnungsbedürftig und man will doch eigentlich den Partner gerne ansehen, oder?
Finde es bei Männern aber immer noch besser als bei Frauen.
Ville Valo z.B. gefällt mir dennoch mit langarm Pullis besser als oben ohne ...

Piercings mag ich überwiegend nicht, egal wo er sie hat. Hätte auch Angst, daran hängenzubleiben und ggf. eine Verletzung herbeizuführen.
Und ich finde es besser, wenn ein Mann keine Ohrringe trägt - die großen dicken "Ohrknöpfe" sind für mich ein no-go.

Ich selbst habe jedoch Ohrlöcher - trage allerdings selten Ohrschmuck und wenn dann auch eher kleinen und leichten, denn möchte nicht, daß die Löcher größer oder zu einem Strich werden - oder daß der Schmuck sich in meinen langen Haaren verheddert.

Wenn ER sonst der Richtige ist mit dem richtigen Herz für mich, dann werde ich hoffentlich über gewissen Körperschmuck hinwegsehen können bzw. hoffentlich eine Einigung erzielen können.

Mary
 
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  • #33
Hey mary,
ich bin der großflächige Tattooträger (Tribal), der an die Decke springt, wenn jemand behauptet Tattooträger seien stillos und proletenhaft.
Natürlich kommt es auf die Körperstellen und Ästhetik an; teile also im Großen und Ganzen deine Meinung. Auch in Bezug auf piercings. Ich persönlich stehe auch nicht auf Tattoos in Form von Totenköpfen usw.
Hatte vor einiger Zeit ein date mit einer 36-j- Ärztin, die Tattoos abstoßend und schrecklich fand. Hab vorerst nichts verraten und siehe da bei weiteren Treffen hat sie sich in mich verguckt. Als sie schließlich zu später Stunde mein tattoo sah, rannte sie nicht weg, sondern fand es sehr erotisch und einfach passend. Also, meine mittlerweile Expartnerin hat mich demnach umso lieber angesehen und alle Vorurteile aus dem Weg geräumt. Wie gesagt, wenn es passt, würdest du dein backrezept vielleicht nochmal überdenken?
 
  • #34
@#32: Nun, sie ist offenbar deine Expartnerin. Es wäre interessant zu wissen, warum sie dies ist. Sollte sie sich von dir aus einem Grund getrennt haben, der mit den gängigen Vorurteilen über Piercing- oder Tattooträgern zusammenhängt, dann würde ich Mary empfehlen, ihre Position nicht zu überdenken. ;)
 
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  • #35
zu #33
Ich habe die Beziehung beendet!!! wie gesagt, sie stand auf mein Tattoo!
 
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  • #36
@32
Nein, mein Backrezept will ich bisher nicht überdenken - es sei denn, das Tattoo sieht aus wie eine echte J... *Späßle g'macht*, denn es ist ja eh eine Wunschvorstellung. Ich zeige mich ja durchaus kompromißbereit, oder findest Du nicht? (und bin ehrlicherweise neugierig geworden, wie Dein Tattoo nun wirklich aussieht - habe wohl zu wenig Phantasie.)
Aber nochmal in Deinen Worten: ich kann für mich nicht sicher sagen, daß Liebe grundsätzlich vor einem Tattoo halt macht. Zufrieden?
Jedoch vor einigen Jahren hatte ich tatsächlich Angst vor stark tätowierten Menschen, sie waren mir aus einem unerfindlichen Grund (aus dem typisch weiblichen Bauchgefühl heraus) unheimlich. Weshalb weiß ich nicht.

Mitunter passieren nicht vorhersehbare Dinge wie z.B. Unfälle, Operationen, etc., die Dein Kunstwerk auch zerstören könnten - schon mal daran gedacht?
Eine Bekannte von mir hat ein größeres Tattoo über den kompletten Unterbauch - eine wie ich finde bei einer Frau mehr als unglückliche Stelle im Hinblick auf die mit eventuellen Schwangerschaften ggf. einhergehenden Nebenwirkungen ...

@33 ThomasHH
Falls ich auf jemanden wie #32 treffen sollte:
welches sind denn die gängigen Vorurteile, die man mit Tattoos, Piercings, etc. in Verbindung bringt und wie schaffst Du sie aus der Welt?

Mary
(Die sich vorhin über eine Absage eines "Interessenten" wunderte, der sie ungeduldig treffen wollte, sie ihm jedoch als Zwischeninfo mitteilte, daß sie zur Zeit viel zu tun hat (Mon.abschluß) und zudem dieses WE unterwegs ist und nur sporadisch/kurz ins Internet kann. Männer: seid doch wenigstens 1-2 Tage lang geduldig!)
 
  • #37
@#35: Gängige Vorurteile und Klischee bezüglich tätowierten Männern oder typische Bereiche, in denen man Tätowierung antrifft:

+ nahe BDSM-Szene oder anderen Fetischen und seltenen Sexualpraktiken
+ nahe Drogenszene, zumindest weichen Drogen weniger abgeneigt
+ politisch eher extrem
+ gesellschaft unangepaßt, Provokationshaltung
+ eher untere soziale Schichten oder ausgegrenzte Schichten (Prominenz)
+ Schläger / Gangs / Bandenzugehörigkeit
+ Kriminelle
+ Seefahrer

Warum läßt man sich überhaupt richtig tätowieren? Wenn es nur um Schmuck ginge, könnte man auch Henna-Tattoos oder so für kurze Zeit nehmen. Keine Frau trägt den gleichen Schmuck ihr Leben lang, sondern paßt ihn der jewieligen Situation an. Das Argument "Körperschmuch" halte ich daher für fehlgeleitet, weil gerade aus ästhetischen Gesichstpuntken sind gealterte Tattoos ja eher unschön und man kann selbst gar nicht wissen, wie man in Dutzenden Jahren darüber denken wird. Also zeugt es aus meiner Sicht aus auch für mangeldne Reflektions- und Denkfähigkeit, solche Dinge machen zu lassen.
 
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  • #38
zu Frederika:
deine deklarierten Vorurteile sind doch wohl etwas veraltet!
Du solltest nicht vergessen, dass sich die Gesellschaft im Laufe der letzten jahre verändert hat. Du hast recht, wenn du behauptest, dass "früher" insbesondere Knastis oder Seefahrer tätowiert waren. Mittlerweile ist aber eine andere Generation herangewachsen, die durch eine Tätowierung weder Gruppenzugehörigkeit noch Abgrenzung zu den "Normalos" ausdrücken will.
Ich finde, es ist an der Zeit mit solchen diffamierenden Vorurteilen Schluss zu machen. Jeder Mensch ist ein Individuum und sollte nicht aufgrund von Körperschmuck etikettiert werden. Bitte sei nicht böse, aber genau deine Vorurteile zeugen doch von mangelnder Denkfähigkeit, da du die gesellschaftliche Weiterentwicklung völlig außer Acht lässt.
Achja, apropos unästhetischen gealterten Tattoos: Wenn man sein leben lang keinen Sport treibt und mit 60 Jahren aussieht wie eine verknitterte Ledertasche, wird man durch ein gealtertes tattoo auch nicht häßlicher erscheinen.
Und ich bin weder ein krimineller Seefahrer, noch ein drogenkonsumierender, politisch extremer Schläger!
 
  • #39
@#37: Es sind NICHT meine Vorurteile, sondern gängige Klischees. Bitte beachte das.

Mir ist schon klar, dass sich jede Menge junger Mädchen Arschgeweihe tätowieren lassen, ohne in einer der obigen Klassen zu fallen. Die sind einfach nur Mitläufer und tun mir leid. Selten wenig Geschmack, tendenziell aber schon eher "geistig einfach". Kann mir kaum eine niveauvolle Frau mit Arschgeweih vorstellen.

Erzähle du doch mal, warum es "Permanentschmuck" sein mußte. Ich kann mir kein einziges Schmuckstück vorstellen, von dem ich wüßte, dass ich es mein Leben lang gerne TÄGLICH tragen würde.
 
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Gast

  • #40
Ok Frederika, dann erzähl ich dir mal warum es bei mir permanentschmuck sein muss:
Erstens ist dieser "Schmuck" nicht vergleichbar mit irgendwelchen Ohrringen oder Ketten usw., da diese ja deutlich sichtbar sind, wenn man sie trägt. Mein Tattoo ist voresrt nicht sichtbar, es sei denn ich laufe mit entblößtem Oberkörper rum. Bevor ich mir das Tattoo hab stechen lassen, wollte ich mir viele Meinungen in meinem Freundeskreis einholen (keine Seefahrer, keine Kriminellen, keine politische Extremen usw...), ob sie denn das Tattoo rundum passend finden. Also, die Außenwirkung ist mir auch sehr wichtig. Im Übrigen waren auch sehr viele Kritiker dabei, die dennoch behaupteten, dass das Tattoo mir sehr sehr gut steht. Da mir seit Jahren dieses Tribal zusagte, entschloss ich mich letztendlich es nun auch stechen zu lassen. Nun ist einige Zeit vergangen und ich freue mich immer noch in den Spiegel zu sehen. Achja, mein Tribal kann jederzeit verändert werden (Veränderbarkeit war mir auch immer wichtig).

Bezügl. Arschgeweih bei jungen Mädchen: Ich kann es nicht beurteilen und ich glaube du auch nicht, dass Mädchen mit Arschgeweih wenig Geschmack haben oder tendenziell kognitive "Schwachmaten" sind. Sicher, es gab einen Trend, der nun wieder vorbei ist und es gab sicherlich auch viele Mitläufer. Aber eines kann ich dir verraten, es gibt auch frauen die ein Arschgeweih haben mit Niveau und Stil! Ich kenne zwei!

Und hört endlich mit diesem Schubladendenken auf!
Man könnte dann sicherlich auch sagen, dass Leute, die über eine Internetplattform Partner fürs Leben suchen wohl primär gesellschaftsunfähig unbd etwas kommunikationsgestört sind, wenn sie im normalen Leben auf "normalem" Wege keinen Partner finden...(Vorurteil und Klischee!!! und nicht meine Meinung!!!)
 
  • #41
@#39: Danke für Deine Erläuterung.

Zum Schubladendenken: Ich finde, wir müssen hier im Forum immer zwei Aspekte unterscheiden: Unsere individuelle Meinung und die durchschnittliche Wirkung.

Wer selbst Tattoos gut findet, der findet sie gut und tut dies wahrscheinlich auch bei Partnern. Wer sie ablehnt, lehnt sie oft auch bei potentiellen Partner ab. So weit so gut.

Für dieses Partnersuche-Forum ist aber auch das "Schubladendenken" interessant, nämlich bezüglich der Statistik, wie eine bestimmte Sache die Chancen der Partnersuche beeinflußt.

Wenn es faktisch so ist, dass viele Mitglieder hier eher keinen Partner mit Tattoo wollen, dann haben es Tätowierte einfach schwerer. Die Gründe dafür können mannigfach sein, aber das Ergebnis ist dasselbe. Gleiches trifft auf Haustiere oder Schulden und x andere Aspekte zu. Solche Durchschnittswerte darf man nicht verteufeln, sondern man muss ihnen in die Augen sehen. Nenn es von mir aus Schubladendenken -- ob es das aus Sicht des einzelnen ist, weiß ich nicht. Aus Sicht der Partnersuche ist es das aber eher nicht.
 
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Gast

  • #42
zu Frederika,
unter Schubladendenken verstehe ich, dass aufgrund individueller Merkmale ein Mensch etikettiert/abgestempelt wird. Hab schon öfters gelesen, dass z.B. ein Mann, der Wert auf sein gepflegtes Äußeres legt (z.B. Maniküre) automatisch in die Schublade Homosexualität gesteckt wird. Absoluter Blödsinn finde ich. Teile deine meinung, wenn es darum geht aufgrund best. Informationen weniger oder mehr Interesse für einen potentiellen Partner zu entwickeln. Rückschlüsse auf Lebenseinstellung- bzw. Philosophie zu ziehen (ob Tattoo oder Schulden oder Haustier), fände ich aufgrund der spärlichen Informationen, die einem teilweise zur verfügung gestellt werden einfach zu vermessen.
 
  • #43
@#41: Ja, ich weiß, was Du meinst und so definiere ich Schubladendenken auch.

Es ist halt das alte Problem: ein fließender Übergang zwischen Erfahrung und Vorteil!

Man kann nicht jeden einzelnen Menschen en detail kennen, schon gar nicht so gut, dass man ihn bewerten kann. Also muss man auf Stereotypen und Erfahrungswerte zurückgreifen, um ganz alltägliche Lebensituationen zu meistern. Anders geht es doch gar nicht bei der Vielzahl an Sozialkontakten, die man hat. Es ist völlig normal und in vielen Aspekten auch gewollt, dass man vom Äußeren auf andere Merkmale schließt. Gerade deshalb gibt es Uniformen, Handwerkstrachten, Knasttränen, Rocker-Kluft, Auto-Tuning, Mode-Schnickschnack und so weiter. Dem einzelnen kann man damit mal unrecht tun, aber im Mittel meistert man so das Leben schon in angepaßter Weise.

Wer sich also bestimmte Merkmale aktiv und feibestimmt wählt, der muss auch damit rechnen, in die zugehörige Schublade gesteckt zu werden. Das kann man vorher wissen.
 
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Gast

  • #44
zu Frederika,
hm.. du kennst jetzt meinen Schreibstil, etwas von meiner Lebenseinstellung, vielleicht lässt das auch div. Rückschlüsse auf meine Charaktereigenschaften zu.
In welche Schublade würdest du mich denn jetzt stecken? Ernst gemeint, bitte antworte.
 
  • #45
@#39, #41: Dieses Anprangern von Schubladendenken wird häufig sehr egoistisch betrieben.

Die Tattoo-Trägerin möchte nicht gerne pauschal in die Schublade "politisch extrem" einsortiert werden. Lernt sie aber einen Mann kennen, der mit 35 noch zu Hause wohnt, lehnt sie das "Muttersöhnchen" ab.

Das Muttersöhnchen wiederum beschwert sich jetzt, dass es ja wohl nicht angehen könne, dass alle Männer, die mit 35 noch zu Hause wohnen, in die Muttersöhnchen-Schublade gesteckt werden. Er selbst schließt aber bei EP alle Vegetarierinnen aus ...

Und so geht das Spielchen immer weiter, bis sich irgendwann zwei Menschen treffen, die gegenseitig in keine Vorurteilsklasse fallen. Wenn dann noch ein paar andere Dinge übereinstimmen, dann knallt's. :)
 
  • #46
@#44: Sehr schön beschrieben. Jeder denkt irgendwie in Schubladen -- und jeder hält sein für richtig und die der anderen für falsch. Man muss halt die Balance zwischen Vorurteil und Erfahrung halten können und sich dessen bewußt sein. Aber ohne Stereotypen würde der Mensch nicht durch's Leben kommen.
 
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Gast

  • #47
Richtig.
Derjenige, der in nahzu allen Threads seinen "Senf" dazu gibt, möchte nicht in die Schublade "einfach gestrickt" gesteckt werden. Wird er aber, da er scheinbar beruflich und privat so "unterbelastet" ist. Trifft dieser jemand dann jemanden der seinem "Senf" zustimmt fördert das das Schubladendenken und auch diejenigen die in egozentrischer Art und Weise das Schubladendenken anprangern.
 
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Gast

  • #48
Wenn ich mir das alles so durchlese, drängt sich schon der Gedanke auf, dass wir zeitversetzt ca. 40 Jahre früher leben. Bitte nicht falsch verstehen, lieber ThomasHH, aber vielleicht liegt es doch etwas an deiner verschlossenen Einstellung, dass du hier nicht fündig wirst. Schon mal drüber nachgedacht. Du scheinst ja gut mit Frederika zu harmonieren (ich weiß euch trennen über 1000km). Ich wünsche Dir, dass du dich in eine vorerst nicht sichtbare tätowierte frau verliebst und all deine Grundsätze, die Partnerselektionen und Schubladendenken anbelangen über Bord wirfst.
 
  • #49
@#47: Ich glaube, dass es ein häufiges Mißverständnis ist, dass Präferenzen immer gleich als absoluter Ausschlussgrund gesehen werden.

Ja, mich würden Haustiere oder Tätowierungen wahrscheinlich nicht begeistern. Aber wenn ich mich in einen Mann wirklich verliebe, würde ich das vielleicht hinnehmen. Wer weiß? Trotzdem muss es erlaubt sein, sich bestimmte Attribute zu wünschen oder auch zu sagen, was aus unserer Sicht dagegen spricht.

Zeitversetzt 40 Jahre? Ist wirklich jeder Exzess durch Modernität rechtfertigbar? Sind Piercings und Tätowierung etwas, was man nur deswegen nicht mag, weil man altmodisch und zurückgeblieben ist? Ist denke nein. Für mich haben beide Sachen überwiegend mit Provokation oder Gruppenzugehöärigkeit und nur ganz wenig mit Schmuck zu tun. Nenne Du es altmodisch, ich fühle mich damit ganz normal, wenn ich mir die Mehrheit unseres Landes so anschaue!
 
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  • #50
@#48:
Nein, nicht jeder Exzess ist durch Modernität rechtfertigbar. Aber die Gesellschaft, auch die jüngere Generation hat im Laufe der letzten Jahre Reifungsprozesse erlebt...(mehr Offenheit, Toleranz usw...)
Ich bin mit dir, wenn du sagst dass das Gefallen oder Nichtgefallen von Tattos oder Piercings nichts mit altmodisch oder zurückgeblieben zu tun hat. Aber anhand deiner Meinung zwecks Gruppenzugehörigkeit oder Provokation hinterlässt du einen sehr altmodischen und engstirnigen Eindruck. Weißt du denn, was die Mehrheit unseres Landes so alles darunter hat? Du solltest nicht von dir auf andere schließen!
 
  • #51
@#49: Naja, genau das ist der Punkt, in dem wir nicht übereinstimmen. Die einen sehen eher den "Untergang von Rom" in der Haltung, alles zu erlauben, alles zu erdulden, Wertmaßstäbe zu verlieren; Du siehst darin Toleranz und Offenheit. Für mich klingen die Begriffe oft besser als sie in der Realität sind. Gerade Toleranz wird auf beiden Seiten oft einseitig gelebt.

Egal ob Arschgeweih oder Rocker-Tätowierung, ob in SM-Kreisen oder anderen Gruppierungen, oft sind Tattoos Mitläufererscheinungen in Gruppen. Gerade den Arschgeweih-Mädchen traue ich es einfach nicht zu, dass sie das wirklich auch gemacht hätten, wenn es nicht gerade Mode gewesen wäre.

Und so verbreitet sind Tätowierung noch nicht, zumindest nicht soweit ich das in Schwimmbädern oder Wellnesshotels beurteilen kann. Aber natürlich selektiere ich da schon wieder einen bestimmten Teil der Bevölkerung heraus...
 
  • #52
@#47: Wo bitte bin ich denn verschlossen? Ich habe in #44 lediglich einen Zustand beschrieben und gar nichts über mich selbst ausgesagt. In #5 habe ich meine persönliche Meinung zum Thema geäußert und mich keineswegs verschlossen gegenüber Tattoo-Trägerinnen gezeigt, sondern bestimmte Formen toleriere ich sehr wohl. Was soll diese Behauptung?
 
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  • #53
Zitat Frederika:
"Jeder denkt irgendwie in Schubladen -- und jeder hält sein für richtig und die der anderen für falsch"

Wenn du von "vielen Leuten", "alle, die ich kenne", "wir hier im Forum" und "jeder" sprichst, sprichst du für die anderen. Du suggerierst, alles, was du sagst, wäre die Norm. Und wenn du in diesem Zusammenhang noch "Mumpitz", "geht gar nicht", "man muss" und "geistig einfach" unterbringst, suggerierst du, auch deine (Ab-)Wertung ist die Norm.
Ja, du hast Recht, wenn du "jeder" bist -.und du musst dich damit meinen - dann stimmt der Satz.

Auf mich trifft dieser Satz nicht zu. Ich bin nicht jeder.

Deine Antwort auf #43 steht noch aus. Ich bin neugierig :)


Ulrike
 
  • #54
@#52: Zu dem "jeder" in dem von Dir zitierten Satz stehe ich auch. Glaubst Du denn, dass es Menschen gibt, die ohne Erfahrungswerte, Stereotypen, Vorurteile auskommen? Auf irgendeinem Gebiet hat jeder seine Vorurteile, da kann man gar nichts gegen tun. Und wenn es nur Deine Einstellung zu wertkonservativen Leuten wie mich ist... Also im Ernst, wenn man einen gepflegten Typ im perfekten Anzug sieht, dann denke ich halt an Banker oder Manager, nicht an Rock-Musiker oder Geologen. Solche Stereotype sind normal und Ausnahmen bestätigen halt die Regel.

Hier sagt jeder seine Meinung und wenn Du Dich mal registrieren würdest, dann könnte ich auch viel einfacher Deine Meinungen aus etlichen Threads zusammenführen und mir ein besseres Bild von Dir bilden, als wenn ich die einzelnen Antworten nach Sprachgefühl zuordnen muss.

Leider habe ich noch kein so gutes Bild von Dir, dass ich #43 gut beantworten könnte. Du liebst Deine Freiheit und Du widersetzt Dich gerne klassischen gesellschaftlichen Zwängen, genießt es, es Dir leisten zu können "anders" zu sein und bist zufrieden damit, wenn Du auch ansonsten vielleicht eher wenig auffällig und auf gehobenen Niveau lebst. Du machst manche Dinge nur, um Deine Grenzen zu erweitern und um zu zeigen, dass Du alleine entscheiden kannst und selbständig bist.
 
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Gast

  • #55
ich bin #43 und.... und der großflächige Tattooträger.
Ulrike, klasse auf den Punkt gebracht und bestimmt vielen dieser Forenbesucher aus der Seele gesprochen.
So, und nun zu deiner Antwort, Frederika. Drückst dich ja schon diplomatisch aus, vermisse aber die gängigen Vorurteile und das damit verbundene Klischee. Welcher Gruppe gehöre ich nun an, inwieweit will ich mit meinem Tattoo provozieren?
Bin im Management tätig, trage teure Anzüge, hab lt.Umfeld sehr gepflegtes Äußeres, schwimme aber nicht im Strom der Intoleranz, Engstirnigkeit und Verbohrtheit mit. Und ich denke, dass macht mich auch aus. Ich widersetze mich auch nicht den klassischen, gesellschaftlichen Zwängen, weil wir in einer Leistungsgesellschaft leben und zum ÜBERLEBEN muss ich eben leider mitschwimmen, um nicht unterzugehen.. Wenn du "anders" damit definierst, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die Menschen aufgrund von Äußerlichkeiten etikettieren, ja, dann bin ich gerne anders.
Siehst du, du liegst doch mit deinen Rückschlüssen daneben, woran das wohl liegt? Weiß du eigentlich, dass dieses "über einen Kamm scheren" (meine damit nicht deine Ausführungen nach #53, sondern das Schubladendenken, das du ja auch jedem unterstellst) auch eine abgeschwächte Form von Rassismus ist? Denk mal drüber nach.
Was verstehst du eigentlich unter gehobenem Niveau?
 
  • #56
@#54: Ich finde zum Beispiel Dein Verhalten hier etwas engstirnig. Warum sollte JEDER Tatto-Träger provozieren wollen? Wer behauptet das? Ich jedenfalls nicht. Offensichtlich muss man jeden einzelnen Satz mit "meiner Meinung nach", "viele, aber nicht alle", "Ausnahmen bestätigen die Regel" ergänzen, damit Leute wie Du begreifen, dass man selbst nicht schwarzweiß denkt. Nur weil unsere beiden Meinungen stark voneinander abweichen, bedeutet das doch nicht, dass der jeweils andere Schwarzweißdenker ist, oder? Ein Mitläufer-Mädchen, das sich im gefühlten Gruppenzwang ein Arschgeweih stechen läßt, will z.B. mit Sicherheit nicht provozieren, sondern nur dazugehören. Genauso ein Seemann mit Anker drauf. Ein Zimmermann mit Ring im Ohr hat kaum eine Wahl gehabt und so weiter. Nichtsdestotrotz lassen sich eben doch viele Leute Tattoos stechen um aufzufallen, und insbesondere Piercings werden oft aus Provokation getragen, besonders auffällige wie "Pyramide unterhalb der Lippen" und ähnliches. Dass Bauchnabelpiercings jetzt schon fast Standard sind und vielleicht tatsächlich als Schmuck empfunden werden, kann ich akzeptieren.

Zu meiner Einschätzung über Dich: Würdest Du Dich registrieren, könnte man viele Deiner Kommentare besser erkennen und zusammenführen. Für die wenigen Beiträge, die ich berücksichtigt habe, finde ich meine Einschätzung sogar relativ gelungen. Dass Selbstbild und Fremdbild auseinanderliegen ist ohnehin normal.

Zum Schubladendenken: Der ausdruck ist negativ besetzt und in diesem Sinne hoffe ich, dass Du verstanden hast, was ich meinte. Ich finde natürlich nicht schwarzweißes Schubladendenken toll, aber ich finde, dass jeder Mensch Erfahrungen und Schätzwerte nutzt, um sich im Alltag zurechtzufinden -- und der Übergang zwischen Erfahrung, Erwartung und Vorurteil ist fließend. Es ist sehr modern geworden, jedes Klischee und Vorurteil zu verurteilen, obwohl vieles davon de facto zutrifft. Hier kämpft Pragmatismus gegen politische Korrektheit. Letztere mag ich gar nicht.
 
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Gast

  • #57
Lies dir deinen Eintrag #48 durch. Dort sagst du, dass du Tattoos und Piercings überwiegend mit Gruppenzugehörigkeit und Provokation verbindest. Ich störe mich an dem Wort überwiegend. Also verdrehe hier nicht die tatsachen.Ich bin davon überzeugt, dass du relativ wenige Erfahrungswerte gesammelt hast und vielleicht hast du ja auch mal ein naives Mädel mit Arschgeweih getroffen, die provozieren wollte. Aber höre auf mit deinen Pauschalierungen. Ja und von Akzeptanz (annehmen) habe ich nie gesprochen, von tolerieren (hinnehmen) spreche ich!
Und lass es mich so ausdrücken: Es ist unmodern geworden Klischees und Vorurteile zu verfolgen!!!
Eigentlich bin ich auch davon überzeugt, würden wir uns kennenlernen, fänden wir uns beide sympathisch... - bis ich meinen Oberkörper entblöße, dir dann tausend Gedanken aufgrund deiner erfahrungswerte durch den Kopf schießen und du Reißaus nehmen würdest.:)
 
  • #58
@#56: OK, dann sind wir uns wohl aber einig, dass ein "überwiegend" kein "schwarzweiß" ist, oder? Wir schätzen die Verhältnisse halt unterschiedlich ein. Viellecht hast Du ja recht und es gibt ganz viele heimliche Tattoo-Träger, die sich nach außen ganz normal geben. Wer weiß? Warum machen sie es dann, wenn sie es geheim halten wollen?

Natürlich sind Vorurteile nie gut, Erfahrungswerte und Erwartungshaltungen aber schon. Der Übergang ist fließend und ich bin es leid, Abgrenzungen vorzunehmen, die gar nicht möglich sind. Heutzutage wird vieles als Vorurteil bezeichnet, was in Wirklichkeit durchaus statistisch signifikant ist. Das ist Schwarzweißdenken auf Seiten der Übertoleranten. Wenn eine Sache zu 90% zutrifft, so kann man es kaum als Vorurteil bezeichnen. Ich glaube, die meisten sind sich durchaus bewußt, dass es so gut wie nie 100-0 steht, aber ob es nun 70-30 oder 80-20 steht, kann man natürlich nicht immer wissen. Man nimmt halt im Alltag ohne Überprüfungsmöglichkeiten das Wahrscheinlichste an. Das ist nicht grundverkehrt, sondern menschlich und richtig. Ich plädiere hier weiß Gott nicht für Vorurteile, aber eben für Erfahrungswerte.
 
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  • #59
Zitat Frederika: "Auf irgendeinem Gebiet hat jeder seine Vorurteile, da kann man gar nichts gegen tun."

Du hast Recht, auch ich habe Vorurteile. Wenn mich dann mein Gesprächspartner anhand eines Beispiels vom Gegenteil überzeugt, mein (Vor-)Urteil aufweicht, mir gegenteilige Argumente liefert, ärgere ich mich sehr darüber, dass ich meine Meinung bisher so stereotyp vertrat. Ich ärgere mich, weil ich meine bisherige Position noch nicht von der anderen Seite beleuchtete. Ich ärgere mich dann über meine Engstirnigkeit.


Zitat Frederika: "Und wenn es nur Deine Einstellung zu wertkonservativen Leuten wie mich ist..."

Deine wertkonservativen Ansichten (oh, ich vertrete auch konservative Werte) an sich finde ich ok, dein Anspruch an Allgemeingültigkeit (siehe #52) reizt mich zu Widerspruch.
Es scheint mir, es geht hier oft nicht um die Sache an sich, sondern nur ums Recht. Das zermürbt. Wie wär's mit Lauschen und Zuhören? Recht als solches (außer vor dem Gesetz) gibt es oft nicht. Wir alle befinden uns doch in unterschiedlichen Lebenssituation. Wir entscheiden aufgrund unserer ganz persönlichen Erfahrungen. So sollte es zumindest sein, nicht weil suggeriert wird, dass es nur eine richtige Wahrheit gibt.


Zitat Frederika: "Also im Ernst, wenn man einen gepflegten Typ im perfekten Anzug sieht, dann denke ich halt an Banker oder Manager, nicht an Rock-Musiker oder Geologen."

Diese Aussage ist ok, sie enthält deine persönlichen Eindrücke.

Ulrike
 
  • #60
@#58: Zu Engstirnigkeit und Vorurteilen: Mir ist bewußt, dass wenn man ein Individuum anhand von generalisierten Merkmalen einschätzen will, man ab und zu danebenliegt. Das ist schade, aber nicht vermeidbar. Wenn eine Person es rechtfertigt sich mit ihr eingehender zu beschäftigen, kann ich mir sehr gut durchaus ein individuelles Urteil bilden. Ab und zu ist man erstaunt, wie sehr ein Erfahrungswert (Vorurteil?) täuschen kann, ganz oft trifft er aber eben auch zu. Das muss Dir doch auch so gehen? Sei doch mal realistisch!

Allgemeingültigkeit: Also mal ehrlich, eine Aussage wie "geht gar nicht" kann man nun wirklich ohne allzu große Anstrengung als meine persönliche Meinung verstehen. Du beißt Dich an mir fest, das ist alles. Lies Dir mal all die anderen Kommentare durch, wie oft da allgemein gesprochen wird, obwohl nur die eigene Meinung gemeint ist. Das ist üblich und nur ein Verständigungsproblem, nicht aber ein inhaltliches Problem. Ich denke, dass es hier jedem ausreichend intelligenten Teilnehmer leicht fallen sollte, Meinungen zu erkennen.

Ihr sprecht es einfach mir, Thomas und ThomasHH ab, uns zu Problemen von Geschiedenen zu äußern, nur weil wir diese Erfahrung zum Glück noch nicht gemacht haben. Das halte ich für unfair und auch sachlich irreführend. Man kann sehr wohl eine Meinung dazu haben und die werden wir uns auch nicht nehmen lassen. Zuhören tue ich nun wirklich hier -- und bin oft genug erstaunt, was für Meinungen manche vertreten...
 
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