• #1

Patchwork Familie - faire Kostenaufteilung?

Hallo Zusammen,

mein Partner (48) und ich (45) sind seit 10 Jahren liiert, wohnen 4 Jahre davon mit meinen 2 Kindern (12, 15) und seinem Sohn (20) zusammen.

Ich gehe 30Std die Woche arbeiten. Er 40 Std. Miete, NK, Strom, Wasser, Internet,Essen, gemeins Vers, wird alles hälftig geteilt.

Er verdient netto 1000€ mehr als ich. Dafür habe ich halt "mehr" Freizeit. Nebenbei geht er öfter arbeiten. Das bedeutet er kommt später von der Arbeit und ist auch am WE schon mal ein paar Std weg. Dieses Geld spart er für sich, wobei er hin und wieder etwas kauft, wie zb ein Laptop, welches dann allen zur Verfügung steht. Sein Nebenverdienst ist nicht immer gleich. Dieser kann 100 - 1200 betragen. Er bekommt Kindergeld, welches er seinem Sohn gibt. Sein Sohn zahlt 50€ ins Haushaltsgeld fürs Essen. Den Unterhalt für die Kinder habe ich nicht mit eingerechnet.

Im Haushalt mache ich zu 90% alles. Soll heißen einkaufen, kochen, Spülmaschine ein-ausräumen, Staubsaugen, Putzeb. Seine Wäsche wäscht er allein, da er es gerne sofort gebügelt hätte und ich dem halt nicht so zügig nachkomme.

Meine Frage ist, ist das so wie es ist fair? Ich persönlich finde nicht, da ich von meiner Freizeit irgendwie mehr "hergebe" für die alltäglichen Dinge, als er. Wäre es fair, wenn man die Kosten anteilig nach meinen und seinem Verdienst aufteilt? Oder zahle ich gar zu wenig , wegen meinen Kindern? Wie seht Ihr das?
 
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  • #2
Finde ich auch nicht ganz fair. Habe mal gelesen, dass ein 4 Köpfiger Haushalt ca. 20 Stunden pro Woche erfordert. Alleine Einkaufen und Kochen sind schon mehrere Stunden täglich. Vielleicht könnt ihr euch einigen, dass er mehr im Haushalt macht oder, wenn er das nicht möchte, eine Putzfrau für Euch zahlt.
 
  • #3
Fair ist, wenn beide damit zufrieden sind und meist ist das ein Kompromiss. Grundsätzlich finde ich Aufrechnerei da sehr schwierig.

Ich gehe 30Std die Woche arbeiten. Er 40 Std. Miete, NK, Strom, Wasser, Internet,Essen, gemeins Vers, wird alles hälftig geteilt.

Er verdient netto 1000€ mehr als ich. Dafür habe ich halt "mehr" Freizeit. Sein Nebenverdienst ist nicht immer gleich. Dieser kann 100 - 1200 betragen.

Geld:
Ganz simpel über den Daumen gerechnet: er verdient dann wohl ungefähr gleich viel wie Du, denn Du bekommst ja noch den Unterhalt und Kindergeld. Halbierte Kosten finde ich daher fair. Alles, was für jeden von euch übrig bleibt, ist sein persönliches Geld.

Hausarbeit:
Die Zahl Deiner Stunden, die Du für gemeinsamen Haushalt aufbringst, fehlt. Es ist irgendwie logisch, wenn Du mittags für Deine Kinder kochst, wenn er und sein Sohn nicht da sind, also zählt das nicht. Der Rest an Arbeit sollte gleich geteilt werden. Egal, ob es Haushalt oder die Steuererklärung ist.
Ob er dann für seinen Anteil eine Putzfrau beschäftigt, ist seine Sache.

Warum findest Du unfair, wenn Du mehr Freizeit einbringst als er? Wie rechnest Du das? Deine Kinder werden sicher auch etwas mehr Betreuung brauchen.
 
  • #4
Warum machst du so viel im Haushalt ? Ihr seid doch 5 Leute und die Kinder sind nicht mehr klein. Würde mir nicht im Traum einfallen . Ich lebe alleine mit meinen Kindern 20 und 8 Jahre . Mein älterer Sohn kauft oft ein, kocht manchmal und saugt . Um seine Wäsche kümmert er sich alleine Der jüngere räumt die Spülmaschine aus , räumt Wohnzimmer und Flur auf und hilft mir beim Wäsche falten . Hätte ich einen Partner, der bei mir leben würde , sollte er seinen Anteil machen. Generell soll der , der eher zu Hause ist , kochen, so dass derjenige , der einen langen Arbeitstag hatte etwas warmes essen kann , wenn er nach Hause kommt . Deine Frage habe ich allerdings nicht ganz verstanden . Möchtest du weniger bezahlen , weil du mehr Haushalt machst? Er zahlt ja genau so viel wie du, obwohl es nur zwei Personen sind . Und der ältere Sohn zahlt auch etwas . Das würde mir nie einfallen . Mein Sohn zahlt nichts bei mir . Ich zahle sein Monatsticket. Er hat einen guten Nebenjob, mit dem er alle Ausgaben selber bestreitet . Sein Kindergeld spare ich für ihn . Alles in allem ist mir das zu viel aufrechnen . Warum macht dein Partner seine Wäsche alleine ? Wie partnerschaftlich seid ihr eingestellt?
 
  • #5
Den Unterhalt für die Kinder habe ich nicht mit eingerechnet.

Dann gehe ich mal davon aus, dass dein Freund, von der Kindsmutter seines Sohnes, genauso regelmäßig Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle erhält, wie du, für deine beiden Kinder, vom Vater der Kinder, oder?

Wäre es fair, wenn man die Kosten anteilig nach meinen und seinem Verdienst aufteilt?

Nein, sondern nach dem Verhältnis der Arbeitszeiten! Also er 40 Siebzigstel (ca. 58%) ) und du 30 Siebzigstel (ca. 42%). Denn du bringst dafür 10 Stunden mehr in die Familie ein! Die Herleitung, einen überzeitproportionalen Mehrverdienst von ihm, auf die Kosten von dir und deinen Kinder umzulegen, gäbe es nur, wenn er verlangt, dass du deinen Lebensstandard auf etwas erhöhst, was du ohne ihn nicht tun würdest!

V.m50
 
  • #6
Du bist mehr im Haushalt tätig - dafür hast du auch ein Kind mehr mitgebracht.
Ich kann hier keine grossartige Ungerechtigkeit feststellen.

Natürlich kann man alles genau ausrechnen - dann gehört aber der Kindesunterhalt auch zu den Einnahmen.
Sehr aufwendig - sehr zeitintensiv. Hast du mit deiner Zeit nichts Besseres anzufangen ?
 
  • #7
Im Haushalt mache ich zu 90% alles. Soll heißen einkaufen, kochen, Spülmaschine ein-ausräumen, Staubsaugen, Putzeb. Seine Wäsche wäscht er allein, da er es gerne sofort gebügelt hätte und ich dem halt nicht so zügig nachkomme.
Meine Frage ist, ist das so wie es ist fair?
Ich finde das nicht fair, da du zu 90 % den gesamten Haushalt machst! Deshalb könnte er dir etwas mehr geben, z B. 300 €.
 
  • #8
Ich finde es alleine schon deshalb nicht fair, dass ihr die Miete und die ganzen Nebenkosten genau zur Hälfte zahlt, obwohl er viel mehr verdient als du. Wenn er schon nicht so viel im Haushalt macht, dann wäre ein angemessenes Haushaltsgeld und auch ein Taschengeld angemessen.

Jetzt muss ich mal fragen, wie es bei euch mit den Einkäufen aussieht. Wird das genauso aufgeteilt? Das wäre dann auch ungerecht.
 
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  • #10
Verstehe ich es richtig? Er verdient 1000 mehr UND hat noch ein Nebenverdienst 100-1200? OK, 1000 - wenn du Kindergeld und Unterhalt für deine Kinder mitrechnest, dann sind das auch so um die 1000. Insofern "verdient" ihr ja beide gleich. Was sein Zusatzverdienst angeht, hier ist es etwas komplizierter auszurechnen, ob es fair ist, da dieser Verdienst unregelmäßig ist, ausserdem kommt teilweise euch zugute, siehe Notebook.
Der grosse Posten ist hier die Hausarbeit, hier finde ich, du machst zu viel. Entweder du schraubst dein Einsatz runter und er soll mehr übernehmen - auch wenn er länger arbeitet, er schafft ja ehe für sich, als für euch. Oder schau genau hin - das Nebenverdienst - profitierst du auch davon, zum Beispiel er zahlt Urlaub oder sind das ehe Kleinigkeiten, die er davon zahlt und den Rest spart "für sich". Im ersten Fall arbeitet er dann für euch, also finde ich es ok, dass du dann mehr Haushalt machst, im zweiten Fall soll er entweder Putzfrau oder dich dafür bezahlen oder selber seinen Teil erledigen.
 
  • #11
Nein Unterhalt bekommt mein Partner nicht für den Sohn. Der Sohn zahlt deshalb etwas (50€), da er die Schule mit 16 geschmissen hat und die Ausbildung abgebrochen hatte und jetzt Schulabschlüsse nachholt.

Abends koche ich für alle, somit habe nicht nur ich und meine Kinder was davon 😉
 
  • #12
Ich finde, das du mehr zahlen müsstest als er, da ihr zu dritt seit, er zu zweit.
Ihr also 3/5, er 2/5.
Der Haushalt wiederum soll besser verteilt sein, jeder kann was machen.
Wenn er nichts machen will, muss er einmal die Woche eine Haushaltshilfe bezahlen.
 
  • #13
Da isser wieder, der wöchentliche Zusammenwohnen-Kostenaufteilungs-Thread.
Immer gleich: die Frau hat weniger und erwartet daher, dass der Mann mehr bezahlt.
Und ich sage jetzt wieder, was ich an dieser Stelle immer sage:
Wie definiert man Gerechtigkeit ? Mein Freund findet es gerecht, wenn alle Leute das gleiche bekommen, ich finde es gerecht, wenn Leute, die mehr leisten, mehr bekommen.
Cato hat jede seiner Reden, ganz egal, um was es ging, mit dem Satz 'Im Übrigen bin ich der Meinung, das Karthago zerstört werden sollte', beendet.
Unser Andi hat dieses dadaistische Stilmittel übernommen, bei ihm heißt es 'der Mensch ist nicht monogam'. Das flicht er in jeden seiner Beiträge ein, wenn's nur entfernt paßt.
Ich glaube, ich werde das übernehmen, gute Sache. Ab heute lest ihr bei mir immer 'Wie definiert man Gerechtigkeit ?'.
( Witz, keine Angst, mache ich nicht. )

Zur Sache.
Liebe FS, wenn du findest, dass euer Zusammenleben einen finanziellen Nachteil mit sich bringt, ziehe einfach aus. Ich finde LAT ohnehin gut, das wäre vielleicht was für dich.
Ok, viele wollen nicht nur aus monetären. Gründen mit jemand anderem zusammen wohnen, wenn das bei dir so ist, dann überlege dir vielleicht, ob die Bilanz trotzdem gut ist. Dann kannst du das alles so lassen, oder ?

Wenn LAT keine Option ist und ich festlegen sollte, wie die Aufteilung gerecht wäre, würde ich sagen, entweder macht man es ganz kleinteilig ( er und sein Sohn essen zu zweit mehr als du plus deine vielleicht zwei Töchter. Dafür duschen die öfter. Du besetzt länger das Bad. Du willst es wärmer haben als die Männer...usw. ), was in der Praxis kaum geht, oder man macht es ganz schlicht und teilt durch fünf. Du bezahlst also drei Fünftel und er zwei.
Den Haushalt machen alle fünf gleichermaßen. Alle drei Kinder sind groß. Du machst künftig nur noch ein Fünftel.
Der Mann braucht eine klare Ansage und die drei Kinder erst recht, aber sowas von.
Du bist nicht die Haushaltshilfe und dein Freund ist nicht dein Finanzier.

w 53
 
  • #14
Ja aber es geht ja auch darum, dass die Miete und die gesamten Nebenkosten genau hälftig geteilt werden. Da sollte jemand der mehr verdient schon auch mehr bezahlen.
Er verdient nicht mehr. Sie bekommt noch Unterhalt für 2 Kinder.
Abends koche ich für alle, somit habe nicht nur ich und meine Kinder was davon 😉

Dann kann Dein Partner ja mitkochen oder währenddessen etwas anderes machen.
 
  • #15
Für mich schwang indirekt in der Frage der Wunsch nach mehr Verbindlichkeit und Nähe mit, was Gemeinsames.
Also habe ich mal nach früheren Threads von dir geschaut, und siehe da, bei der Patientenverfügung ist es ähnlich. Alles sorgfältig getrennt. Dein Partner möchte dich da lieber raushalten.
Also stelle ich mal nicht die Frage nach den Nebenkosten, sondern frage mal, wìe zufrieden du in deiner Beziehung bist.
 
  • #17
Liebe FS,

ich meine das jetzt nicht böse aber:

ich finde deine Kritik nicht gerechtfertigt. Du kennst diesen Mann seit 10Jahren und lebst 4 Jahre mit ihm zusammen. Warum lässt du das bezüglich der Hausarbeit zu? Warum lassen sich so viele Frauen das immer bieten? Sprich mit ihm und teile die Hausarbeit auf. Auch die Kinder können sich beteiligen. Macht am besten einen Haushaltsplan.

Du könntest doch auch mehr arbeiten? Deine Kinder sind alt genug. Oder lässt dein Arbeitgeber das nicht zu?

Sein Nebenerwerb muss nicht als Familieneinkommen dienen. Ist doch in Ordnung, wenn er es auch mal nur für sich nutzt.
 
  • #19
Für mich schwang indirekt in der Frage der Wunsch nach mehr Verbindlichkeit und Nähe mit, was Gemeinsames.

Ja Verbindlichkeit und was Gemeinsames ist sehr wichtig für mich. Zufriedenheit ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Wenn es so bleibt, wie es ist , bin ich mehr unzufrieden als zufrieden.

Wenn er zb am Laptop /PC sitzt, während ich einkaufe oder koche (und dies kommt von 10 Tagen zb mind 7 Tage vor) ist das eher nicht so toll. Und natürlich habe ich das auch angesprochen. Was helfen würde, wäre viell ein wöchentlicher Plan, wer mit Kochen/ Einkaufen dran ist.
Die Kinder haben wir schon mal mit der Müllentsorgung beauftragt. Das ist jedoch zb ,auch wie schon erwähnt wurde, mit Spülmaschinendienst ausnaufähig.
 
  • #20
Richtig, er ist nicht der Finanzier und ich nicht seine Haushaltshilfe. Und genau darum gehts.
LAT ist nichts für mich. Das hatten wir ja vorher .
Love it, change it or leave it.
Hast du schon versucht, die anderen vier für ihre Aufgaben zu begeistern ? NICHT, zur Mithilfe aufzufordern ! Bedenke, es ist mitnichten so, dass sie dir helfen sollen, denn das setzte ja voraus, dass die Hausarbeit deine Sache sei. Nein, sie sollen alle einfach ihr Fünftel machen. Ohne Aufforderung, ohne zu murren und ohne Erwartung von Lob oder Dank.
Und hast du dem Mann bereits angeboten, drei Fünftel zu bezahlen ?
Klappt beides nicht ?
Ok, dann ist es also schon mal nix mit changen.
Mit leaven auch nicht, LAT willst du nicht.
Bleibt noch das loven.
Dann mache deinen Frieden mit der Situation.
Du willst, dass ihr alle zusammenwohnt und bis auf diese beiden, ok, nicht unwesentlichen Punkte, findest du es schön ?
Dann überlege, ob du den Preis bezahlen willst, ich meine, die Hausarbeit machen. Naja, immerhin deine beiden Kinder kannst du ja ab sofort zur Arbeit anhalten. Und du kannst aufhören, alles, was für den Mann und dessen Sohn direkt gemacht werden muss, zu erledigen. Da würde mir zuerst deren Wäsche einfallen, aber die machen sie ja ohnehin schon selbst.
Für sie nicht mehr mitzukochen, ist keine gute Idee, denn das gemeinsame Essen gehört ja genau zu den Dingen, die das Zusammenwohnen von der LAT unterscheiden.
Naja, du findest sicher was, was du für sie nicht mehr tun könntest.
Falls nicht, sind es vielleicht doch nicht 95%, die du machst.

Achtung: ich will nicht mißverstanden werden, hier mein Appell: du bist nicht die Putzfrau.

w 53
 
  • #21
Also stelle ich mal nicht die Frage nach den Nebenkosten, sondern frage mal, wìe zufrieden du in deiner Beziehung bist.
Genau das ist die wunde Stelle, die wieder einmal von einer Frau nicht gesehen werden möchte!
Natürlich bist du eine kostenlose Haushaltshilfe für ihn!
Im Haushalt mache ich zu 90% alles. Soll heißen einkaufen, kochen, Spülmaschine ein-ausräumen, Staubsaugen, Putzeb.
Du nennst dich nicht Haushaltshilfe und machst 90 % aller Arbeiten im Haushalt?
Wenn es so bleibt, wie es ist , bin ich mehr unzufrieden als zufrieden.
Es wird schlimmer werden, du wirst unzufriedener werden, wirst sehen, willst du das? Ich sehe nur eine Chance dich zu trennen, ich möchte niemals in einer solchen Beziehungskiste leben! 😮
 
  • #22
mein Partner (48) und ich (45) sind seit 10 Jahren liiert..... wird alles hälftig geteilt..... Meine Frage ist, ist das so wie es ist fair?

Liebe FS,
ja, das finanzielle finde ich fair. Ihr habt annähernd das gleiche Einkommen. Unterhalt zählt mit, denn die Kinder verursachen auch Teile der o.g. Kosten, die ihr euch teilt. Schließlich zahlt sein Sohn von seinen bescheidenen Einkünften auch was in die Haushaltskasse ein.
Das bisschen, was Du dann weniger hast (wenn überhaupt), fällt nicht ins Gewicht und ihr seid ja auch zu dritt, d.h. verursacht mehr Kosten fürs Wohnen.
So wie die Kosten entstehen und ihr sie teilt, ist es nach Verdienst. Im Groben passt es mit den Finanzen.
Und Du willst hoffentlich nicht Anspruch auf sein in der Freizeit erzieltes Nebeneinkommen erheben.

Im Haushalt mache ich zu 90% alles... Meine Frage ist, ist das so wie es ist fair? Ich persönlich finde nicht, da ich von meiner Freizeit irgendwie mehr "hergebe" für die alltäglichen Dinge, als er.
Es ist Dein Problem, wenn Du alles machst. Keiner kann Dich dazu zwingen.

Darüber hinaus: ihr habt einen jungen Erwachsenen im Haus und von Deiner Seite einen älteren Jugendlichen und einen Teenager. Du musst nicht alles allein machen, die können alle drei auch was machen. Stell einen Arbeitsplan für sie auf und bedenke deinen Partner ebenfalls mit Aufgaben. Dann bleiben für Dich höchstens 30% übrig (nichts, worüber man streiten muss) und ihr erzieht alltagtaugliche Menschen.
Ein 20-jähriger und ein 15-jähriger können sehr gut das Abendessen für die Familie machen und selbst ein 12-jähriger sollte das mit schlichtem Essen hinkriegen.

Wenn Du so pfennigfuchserisch daher kommst, dann würde ich sagen, es wird auch die Arbeitszeit eingerechnet, d.h. Dein Gehalt wird fiktiv auf eine Vollzeitstelle hochgerechnet, denn mit 2 so großen Kindern musst Du nicht TZ arbeiten. Du tust es, weil das entspannter für Dich ist - Dein selbstgewählter Lebenskomfort, für den er finanziell nicht aufkommen muss. Dass Du die so gewonnene Freizeit wiederum für Hausarbeit aufwendest ist Dein persönliches Missmanagement.

Wenn Du mehr Geld für Dich willst, dann arbeite mehr (so verdienst Du nicht nur mehr, sondern es wirkt auch auf Dein Alterseinkommen) und mach weniger Hausarbeit. Der Tausch hat sich für Frauen doch noch nie ausgezahlt. Ich verstehe nicht, warum sie das tun, denn mit Hausarbeit ist noch keine Frau wohlhabend geworden.
 
  • #23
Wenn Du so pfennigfuchserisch daher kommst, dann würde ich sagen, es wird auch die Arbeitszeit eingerechnet, d.h. Dein Gehalt wird fiktiv auf eine Vollzeitstelle hochgerechnet, denn mit 2 so großen Kindern musst Du nicht TZ arbeiten. Du tust es, weil das entspannter für Dich ist

Nein, das mache ich nicht, weil es entspannter ist. Ich habe jedes Jahr mind +80 Std extra geleistet, damit ich sie als Urlaub nehmen kann, da dieser sehr wenig ist. Soviel dazu.

Richtig ist, daß mich keiner zwingen kann Hausarbeit zu leisten.
 
  • #24
Fandest Du das letztes Jahr auch schon so ungerecht?
Nicht böse gemeint, ich persönlich bin keine glücklich perfekte Hausfrau und meine nicht, dass es locker geht.

Ich meine nur, dass im Moment mit Kids zuhause, Pubertät die nicht in der Schule gelassen wird und homeschooling, die nerven schon blank liegen.
Klar kann man sagen, nur deine brauchen da noch Hilfe.
Aber ich finde das es dazu gehört zu helfen, wenn einer kaum noch kann
 
  • #25
Hi,
die finanzielle Seite klingt für mich auch echt fair, da würde ich dann nicht soo genau hingucken, denn ihr seid ja anscheinend ein recht stabiles Paar, wo man zusammen wirtschaftet. Bei uns war das nach dem letzten Wohnungskauf mit Kredit auch wieder so, dass wir grob geschaut haben, wer kann was stemmen, d.h. von welchem Konto gehen welche regelmäßigen Ausgaben ab, und ansonsten wechseln wir uns bei anderen Ausgaben durcheinander ab, wer halt gerade Ebay mit Passwort zur Hand hat, zahlt dann auch mal das Kinderfahrrad für 130€, solche Sachen halt. Meins ist deins.
Die Seite Hausarbeit: mir scheint auch wie einigen anderen, du ziehst das freiwillig an. So große Kinder können deutlich mehr helfen, da lernen sie was fürs Leben. Und Putzfrau für z.b. Bodenreinigung gönne ich mir gern 3h die Woche, ist Lebensqualität. Das zahle ich zwar selbst, und mein Freund meckert, wenn er mehr zum Sparen kommt als ich, dafür zahlt er trotzdem am Ende des Jahres die fette Sondertilgung, also da sollte man als Gemeinschaft eine Lösung finden. Aufgerechnet habe ich eine Zeit lang auch wie du, wurde dann aber oft grantig und zickig, stellte kleinliche Forderungen a la mach mal den Geschirrspüler klar, aber das versuche ich jetzt abzustellen.
Versuch mal das: worin macht dein Freund denn 10%? Könnte er vom gleichen einfach mehr machen, indem du einfach davon weniger machst? Sieht er diese Dinge von selbst? Und sind diese Dinge nötig? Ich habe mal drauf geachtet und mache einige der Hausarbeit, weil ICH es etwas sauberer brauche. Dadurch ist mir jetzt klar, dass ich ihn nicht einspannen kann.

Noch ein klassischer Fehler: ist es wirklich HausARBEIT?
Z.b. zum Sattwerden kann man was bestellen oder TKkost aufwärmen. Wenn man dann doch mal ein geiles Menü zaubert, ist das heutzutage schon auch zur Hälfte Hobby und kann m.E. nicht komplett als Arbeit gesehen werden. Gesunde Ernährung hin oder her.
Dergleichen findet man viele Beispiele, achte mal drauf! Seit ich das gelernt habe, kann ich echt nicht mehr soo viel Hausarbeit definieren, die ich erledige.
Oder wie erklären wir uns, dass die Leute heute nach Studien deutlich mehr Zeit für den Haushalt aufwenden, obwohl wir viel mehr maschinell-automatisierte Unterstützung haben? Ich denke, Unsere Ansprüche an den Haushalt sind gestiegen, plus das mehr an Freizeit (früher viel höhere Wochenarbeitszeit) lässt uns öfter mal die letzten Krümel wegwischen.

Noch was Wichtiges: wie oft erledigt dein Freund etwas, was du nicht kannst? Elektroinstallation, Fahrrad/Auto reparieren etc. Ist bei uns der Klassiker. Das habe ich zeitweise ausgeblendet und kleingeredet, ist aber eben auch Arbeit.

W37
 
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  • #26
Fair wäre, wenn Ihr gleich verdienen und arbeiten würdet und jeder von Euch zwei Kinder hätte... etc.
Ich verstehe nicht ganz was Du erwartest. Möchtest Du
1. Die geleistete Hausarbeit bezahlt haben?
2. Hausarbeit teilen, damit Du mehr Freizeit hast?
3. Hausarbeit teilen, damit auch Du 40h arbeiten und mehr verdienen kannst?
Alles gleichzeitig wird nicht gehen.

Ich halte weniger "nur" den Einkommensunterschied für entscheidend, sondern wie es um den geringer Verdienenden überhaupt bestellt ist. Wie viel bleibt Dir und was kannst Du damit reißen? Hast Du 2.000€ nach Abzug der Kosten zum reinen Verprassen übrig? Oder hast Du am Ende des Monats 50€ und kannst Dir keine neuen Schuhe leisten oder niemals etwas nur für Dich sparen? Dann macht er sich auf Deine Kosten die Tasche voll.

Deine Kinder sind schon recht groß. Du könntest mehr arbeiten und verdienen. Dann regelt sich alles andere, weil Ihr vll gleichzeitig Heim kommt und vorher niemand da ist, der die Hausarbeit machen wird.
Ansonsten - mach weniger und lass ihm Hausaufgaben übrig. Wenn die Aufteilung bleibt und nur Deine Kostenbeteiligung reduziert wird machst Du Dich ja selbst zur bezahlten Putzfee.
Oder (für ganz Kleinliche) : Führe eine Weile ein Haushaltsbuch und drösel die tatsächlichen Ausgaben auf. Jeder muss für sich und seine eigenen Kinder einstehen. Was dem Einzelnen übrig bleibt ist peng.

Ich komme hier nicht ganz klar, was Dich konkret stört. Dass Du zu viel machst, oder dass er mehr verdient?
 
  • #27
Z.b. zum Sattwerden kann man was bestellen oder TKkost aufwärmen. Wenn man dann doch mal ein geiles Menü zaubert, ist das heutzutage schon auch zur Hälfte Hobby und kann m.E. nicht komplett als Arbeit gesehen werden. Gesunde Ernährung hin oder her.

Liebe Hammel, da interveniere ich.
Gesunde Ernährung mag für Dich irrelevant sein, andere legen Wert darauf, und es ist kein Luxus, Hobby, o. ä.

Natürlich ist auch gesundes Kochen Arbeit, die TK Pizza gelegentlich ok, aber regelmäßig?
Gerade in Anbetracht von zunehmender Adipositas und den damit verbundenen Krankheiten und erst recht in einem Haushalt mit jungen Menschen sollte gesunde Ernährung selbstverständlich sein, zumindest kein Hobby.
Abgesehen von den Kosten, wenn ich regelmäßig Fertigfutter bestelle.
Und aus Erfahrung, so viel länger dauert es nicht.

Was ich zusätzlich schade finde, Essen herunter zu setzen als zum Sattmachen.
Essen ist Genuss, Lebensfreude, man trifft sich,...

Man sollte sich bewusst sein, was man hier Kindern vorlebt.

W, 51
 
  • #28
Noch ein klassischer Fehler: ist es wirklich HausARBEIT?
Z.b. zum Sattwerden kann man was bestellen oder TKkost aufwärmen. Wenn man dann doch mal ein geiles Menü zaubert, ist das heutzutage schon auch zur Hälfte Hobby und kann m.E. nicht komplett als Arbeit gesehen werden. Gesunde Ernährung hin oder her.
Gerade in diesen Zeiten ist doch gesunde Ernährung wichtig, vorallendingen, nachdem noch Ressourcen übrig sind.
  1. FS, sitzt dein Freund arbeitsmässig vor dem PC oder daddelmässig?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Nein, das mache ich nicht, weil es entspannter ist. Ich habe jedes Jahr mind +80 Std extra geleistet, damit ich sie als Urlaub nehmen kann, da dieser sehr wenig ist. Soviel dazu.
Welche Extrastunden? Das ist doch schlicht eine Verschiebung. Warum hast Du so wenig Urlaub? Da gibt es doch klare gesetzliche oder tarifliche Vorgaben?

Richtig ist, daß mich keiner zwingen kann Hausarbeit zu leisten.
Es zwingt Dich auch niemand, Kinder zu bekommen. Wir wählen uns alle unsere Lebensumstände selbst und damit das, womit wir unsere Zeit verbringen.
Man muss ja auch nicht Abends warm essen und die Hausarbeit so aufteilen, wie sie bei euch aufgeteilt ist. Vielleicht ist das auch eine Frage der Betrachtung. Ich koche gerne, ich finde auch die Qualität sehr wichtig, daher sehe ich das nicht nur als Arbeit, und wende über die Woche sicher mehr als eine Stunde pro Tag für Einkaufen, Kochen und den anschließenden Abwasch auf. Obwohl wir uns das teilen, empfinde ich das nicht als Belastung.

Bei immerhin ja insgesamt fast Vollbeschäftigung für beide sollte eigentlich auch eine Putzfrau drin sein, die entlastet.

Ehrlich geschrieben verstehe ich insgesamt die Größe Deines Problems nicht. Finanziell seid ihr beide gleich aufgestellt, da fehlt bei Dir vermutlich nur die Altersversorgung. Von der Arbeit her seid ihr offenbar schlecht organisiert, da ist dann mal ein Gespräch zu fünft fällig. Klingt von außen alles nicht dramatisch.
 
  • #30
Man könnte jetzt wieder mit spitzen Bleistift rechnen...du bekommst Unterhalt plus Kindergeld...hast aber 2 kinder und er nur eins...mehr "Abnutzung" wie in einem anderen Thread gerechnet wurde

Für mich ist die Basis ziemlich fair wie ich es lese.

Was sich aber nicht so gut liest, ist die Zeit-und Arbeitsaufteilung nach 40 Std...die 10 gleichst Du ja mit Kochen und Co aus.

Er nutzt die Zeit auch am Wochenende um mehr Geld zu verdienen und hat so keine Zeit sich für Euch.

Paarzeit und Anerkennung ist einfach wichtig für eine Beziehung.
Habt ihr zusammen von dem "mehr" etwas?
Ist es auch für Euch?

Oder ist es für ihn und somit bist du am Wochenende völlig alleine, machst den Haushalt alleine.
Hast weder vom Geld noch vom Partner mehr aber mehr Arbeit?

Dann würde ich mich fragen, wo ist das Partnerschaftliche und weniger das Geld

Macht er es für Euch, so wie Du den Haushalt für Euch machst.
Dann wäre es an der Zeit Euch gegenseitig mal zu loben und anzuerkennen + zu überlegen ob gemeinsame Zeit nicht einfach wichtiger ist

@Lebens_Lust Kochen und Kochen müssen, ist etwas ganz anderes.
Ich habe früher super gerne gekocht und wenn ich Musse habe, tue ich es auch immer noch.
Nur 21 Jahre unter Stress einkaufen und schnell kochen, was A) irgendeiner wieder nicht gut findet
Und
B) in Sekunden weg ist ohne Genuss und nur der Spül bleibt über
Ist weniger das Kochen, was Spass macht
 
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