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Gast

  • #1

Passt doch nicht, oder?: Partnervermittling (z.B.EP) -Frau "…muss beim ersten Treffen kribbeln…"

Bin nicht ganz sicher, aber wenn ich eine Aussage wie in der Frage beschrieben von einer Frau bekomme, macht doch lange und viel schreiben, erzählen, telefonieren keinen Sinn, da es letztlich auf ein Treffen und da speziell auf die ersten Sekunden/Minuten ankommt, oder? Ich finde es später als vergeudete Zeit, wenn man sich unendlich viel erzählt und beim Treffen paßt der Dame irgendwas am Aussehen nicht bzw. passt so eine Aussage / Anspruchsdenken nicht zu einer Partnervermittlung, oder was meint ihr?
 
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Gast

  • #2
So gesehen hast Du Recht. Allerdings habe ich die Sprüche nur bei Männern gelesen (ich lese ja auch nur bei denen)
sowie genau das Verhalten ( nach über 100 Mails- und einiger Tel. ) von Mann erlebt.
Ja, vergeudete Zeit. Teenagerniveau.

Meiner Meinung nach machen bei diesen Ansichten weder mail noch Treffen noch Date- Sinn. Ich würde so jemanden nie antworten.

Weil diese Menschen auf ein erstes Verliebtsein aus sind. Sie meinen, dass was unsere Hormone da kurzzeitig aufputschen und uns in den Zustand des Verliebtseins katapultiert, wäre Liebe. Aber es ist eben nur eine Überdosis Endorphine, die zum Glück einer Partnerschaft nichts beitragen. Genau das sind die Leute, die bald sagen: Ich lieb dich eben nicht mehr, wenn das Kribbeln der Enorphine nachläßt- was immer irgendwann passiert.

Weil Liebe etwas anderes, wachsendes ist. Liebe braucht diesen Zustand nicht, doch damit Männchen und Weibchen schnell zusammenkommen und für Nachkommen sorgen, ist es von der Natur ganz gut so eingerichtet.

Übrigens kann man das auch noch empfinden, wenn man sich erstmal allmählich kennen lernt. So habe ich es erlebt. Ohne High-Flüge, erst paar mal treffen, das waren die besten Beziehungen. ..
 
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Gast

  • #3
@#1, und wie funktioniert das bei Dir .. du lernst jemanden langsam kennen .. und nach einigen Wochen / Monaten beginnst Du zu lieben oder eben nicht ?
Kommt aus meiner Sicht auf dasgleiche raus, wenn ich (m) eine Frau langsam kennnenlerne immer wieder treffe, weil sie mich interessiert und nach einiger Zeit sagt sie, sorry - ich lieb dich nicht.

Letztendlich sind schnelle / langsame Liebe, glaube ich nur Verhaltensweisen wie wir uns vor negativen Erfahrungen, Zurückweisungen, Verletzungen aus der Vergangenheit schützen wollen.
Wurden wir mehrmals vom schnellen Verliebtsein enttäuscht, hoffen wir langsames Kennenlernen ist der schmerzfreie Weg, wurden wir nach langen "werben" enttäuscht, hört man mehr auf das Gefühl im Moment.

Ich (m) lass mal den Begriff Kribbeln weg, aber wenn ich eine Frau kennenlerne, muss sie mir optisch gefallen und auch vom Wesen und Person muss ich den Eindruck haben,dass wir gut zusammenpassen. Dann entsteht bei mir das Gefühl ich möchte die Frau wiedersehen, mehr Zeit mit ihr verbringen, sie näher kennenlernen ... schauen ob sich der Eindruck weiterhin bestätigt. Ist dieses Gefühl anfangs schon nicht da, macht es für mich, im Hinblick auf eine Partnerschaft, keinen Sinn noch Zeit mit der Frau zu "vergeuden".

Außerdem bin ich sehr wohl der Meinung das sich genau aus dem Verliebtsein, der tollen gemeinsamen Zeit und Erlebnissen - den Endorphinen die feste Liebe mit Bindung - Oxytocin entwickelt.

lg F.
 
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Gast

  • #4
Es ist sicher so, dass bei der Partnerwahl der optische Eindruck mit eine Rolle spielt und es kann durchaus sein, dass man einen interessanten schriftlichen/telefonischen Kontakt aufbaut, dann aber bei einem persönlichen Treffen auf der Gefühlsebene nichts passiert. Aber warum sollte das verschwendete Zeit sein? Wie soll man jemanden kennenlernen, wenn man sich die Zeit dazu nicht nehmen will? Ich bin immer wieder überrascht, wie hoch die Erwartung der Mitglieder bei Sites wie EP sind: viele erwarten die "Liebe auf den ersten Click". Ich gehe normalerweise locker an Treffen mit Personen aus EP, vorerst einfach mal aus Neugier. Aber mir ist es mehr als einmal passiert, dass mein Gegenüber erwartet hat, dass ich mich jetzt sofort verliebe und ihm seinen grossen Traum von der langersehnten Partnerschaft erfülle. Das wirkt eher abschreckend. Denn Liebe auf den ersten Blick ist wirklich selten, auch wenn man vorher ein paar Emails geschrieben hat. Die meisten von uns haben unsere früheren Partner nicht im Web kennengelernt. Ich weiss nicht, wie es euch erging: aber normalerweise hatte ich jemanden kennengelernt, man trifft sich, man lernt sich kennen und man verliebt sich - es ist eine gewisse Entwicklung. Und diesen Teil kann man nicht auslassen, nur weil der Erstkontakt über das Web erfolgt. EP kann nicht viel mehr bieten, als Menschen kennen zu lernen, die man sonst nicht getroffen hätte - alles andere entwickelt sich aber gleich, als hätte ich die Person im beruflichen Umfeld oder auf einer Party kennengelernt. An dem Teil ändert sich nichts.
 
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Gast

  • #5
@#2:
Dem kann ich nur zustimmen, mir geht es da genauso. Auch wenn ich nicht wirklich an Liebe auf den ersten Blick glaube, muss sich beim ersten Treffen das Gefühl einstellen, dass ich den anderen möglichst bald wiedersehen will. Das hat aber mit Verliebtsein erstmal noch gar nichts zu tun, nur muss sich eben das Gefühl, dass man beim Schreiben/Telefonieren entwickelt hat auf diese Ebene übertragen und dafür spielt letztlich Optik eben doch eine große Rolle.
Ich bin der Meinung, dass "nur" Sympathie eben nicht ausreicht um zu sagen man trifft sich noch einige Male, denn dann ist es unter Umständen tatsächlich vergeudete Zeit. Es ist doch so, dass man sich bei einem Treffen zwangsläufig die Frage stellt, ob man sich ganz hypothetisch überhaupt vorstellen könnte, dass der Gegenüber als potentieller Partner in Frage kommt. Wenn man sich dann denkt, dass es zwar ein sehr angenehmes Gespräch/Abend o.ä. war und man sich durchaus vorstellen ein weiteres angenehmes Treffen haben zu können, weil man sich versteht, so reicht das eben im Zweifelsfall (für mich) noch nicht unbedingt aus. Möglicherweise bin ich da sehr engstirnig, aber eine wie auch immer geartete Spannung muss bei/nach dem ersten Treffen für mich da sein, dass ich ein weiteres für sinnvoll erachte.
 
  • #6
die frage ist, wenn es nicht kribbelt, welchen grund findet man fuer das naechste treffen. Hat man noch hoffnung, dass es einmal funkt? will man nur unterhalten werden? sucht man nur gesellschaft?
 
  • #7
Direkte antwort auf die Frage:
Wenn eine Frau sagt, es muss beim ersten Treffen kribbeln, dann ist das sicherlich das, was ganz viele Frauen empfinden und diese eine nur geschrieben hat. Es macht genauso viel Sinn, sich mit dieser Frau zu treffen, wie mit jeder anderen auch.

Generell denke ich, dass hier viel zu viel gemailt und sich zu wenig getroffen wird. Wenn man nach drei Mails je Richtung feststellt, dass viel paßt, dann kann man sich einfach schmerzlos treffen und schauen, ob es passen könnte. Schließlich entscheidet das Treffen ohnehin ALLES, ganz egal, wie toll vorher die Mails waren. Also zügig treffen!

Drittens finde ich persönlich aber, dass es nicht unbedingt beim ersten Treffen gleich kribbeln muss. Man kann sich auch beim zweiten oder dritten Treffen noch verlieben. Das erste Treffen sollte man unverkrampft sehen, und zwar als erstes Kennenlernen. Da muss man sich dann schon sympathisch sein, gemeinsam lachen können, keine ernsthaften Punkte finden, die gegen eine Partnerschaftt sprechen -- aber das reicht dann auch. Wenn man nur Lust hat, sich ein zweites Mal zu treffen, dann war das erste erfolgreich.

Liebe auf den ersten Blick wäre toll. Aber ist das realistisch? Ich denke, nein. Also gebt einer netten Frau (oder umgekehrt einem netteb Mann) eine zweite Chance bei einem längeren Treffen. So viele wirklich sympathische, nette Kandidaten gibt es ja ohnehin nicht. Wenn man nach 30 min weiß, der ist es ganz gewiß nicht, dann ist die Entscheidung doch längst gefallen.
 
  • #8
@#5: Auch wenn nichts kribbelt, kann es (bei mir) einen Grund für ein zweites und weitere Treffen geben.

Für mich wird eine Frau zunächst mal durch äußere Merkmale interessant (im Gutfall). Und ich möchte beim ersten Date das Gefühl haben, dass sie irgendwie in meiner Welt lebt. Mein Verstand verhindert aber erstmal jegliches Kribbeln. Kribbeln bedeutet bei mir nichts anderes als schwaches Verliebtsein. Und ich verliebe mich nicht in eine Frau, von der ich überhaupt nicht einschätzen kann, welche langfristigen Perspektiven ich mit ihr habe.

Mit weiteren Treffen lerne ich immer mehr (hoffentlich Gutes) von ihr kennen und mein Verstand gibt sein Veto immer mehr auf. Und dann können sich die Emotionen ungehindert ausbreiten.