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Gast

  • #1

Passen unterschiedliche Bildungsgrade zusammen (Hauptschule - Mann / studiert - Frau)?

 
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Gast

  • #2
Auf jeden Fall,warum nicht.
Ich denke dass eine studierte Frau o. Mann nicht den "Studium der Liebe" absolviert hat.
insofern können sie sich zusammen tun und ordendlich die Liebe studieren und Spass haben....:)
 
G

Gast

  • #3
ja warum nicht - welcher Mann - machte sich vor allem früher Gedanken, dass Frau kein Studium hatte - mittlerweile studieren mehr Frauen als Männer - also dann ´hat halt Frau das ´Studium und nicht der Mann - auch Mann darf und-ist hoffentlich auch stolz auf die Leistung der Frau!
Kenne einige in meinem Bekanntenkreis- wo die Frauen die höhere Ausbildung haben und es läuft bestens!
 
A

Apollo

  • #4
Unterschiedliche Bildungsgrade sollte man nicht betrachten als wären sie unverträgliche Charaktereigenschaften oder unterschiedliche Grade der Sozialisation. Zum Problem kann eine solche Beziehung erst dann werden, wenn der Freundschaftskreis des einen den Partner nicht akzeptiert. Aber selbst dann würde ich sagen, daß es nicht die Partnerschaft an sich das Problem darstellt, sondern der Freundeskreis.
 
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Gast

  • #5
nein, außer vielleicht körperlich. ich habs ausprobiert, bringt nichts da die unterschiede zu groß sind.
 
A

Apollo

  • #6
#4
Es gehört außerdem eine Menge Selbstbewußtsein dazu, möchte ich meinen. :eek:)
 
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Carsten

  • #7
Auf keinen Fall passen zweierlei Bildungsgrade zusammen. Was will denn ein gut gebildeter Akademiker (siehe ich) mit einer weniger Gebildeten, die u.U. nur eine lausige Ausbildung hat?
Kann die einem überhaupt folgen sobald Gespräche tiefgründiger werden?
Natürlich nur ein Scherz.!!!
Schließe mich @#3 an und meine, dass Sozialisation, Enkulturation und die daraus entwickelten Charaktereigenschaften wohl am wichtigsten sind. Hey, @#4: Würden wir es auf eine sachliche Diskussion ankommen lassen, würdest du sicherlich den kürzeren ziehen, was Bildungsniveau anbelangt!
 
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Gast

  • #8
Studium ansich sagt scho mal gar nix aus.

Was allerdings sehr viel wichtiger ist, ist die geistige Reife. Wenn beide relativ gleich reif sind, dann wirds funktionieren. Dazu kommen natürlich noch ähnliche Wertevorstellung und Ansichten.

Schulische Bildung ist ja im Prinziep nix anderes wie ein Job. Der eine hat halt nur Sonderschule und arbeit von mir aus als Straßenkehrer, während der andere dipl. ing. von und zu ist und in einem Forschungslabor einer internationalen Firma das Sagen hat. Weswegen sollten die sich deshalb nicht verstehen? Ich selbst kenn einen, der drei vollkommen unterschiedliche Fachhochschulabschlüsse erfolgreich bestanden in der Tasche hat, und trotzdem inzwischen auf der Straße lebt. Nur weil also einer vergleichsweise NUR Hauptschule hat oder der andere studiert hat, sagt das ja gar nichts darüber aus, ob man sich versteht, sich liebt bzw. könnte oder auch den Alltag gemeinsam bestreiten könnte. Da gehört sehr viel mehr dazu.
 
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Gast

  • #9
Grundsätzlich will man sein Singledasein doch beenden,also sollte man sich nicht pauschal einschränken.

Wenn man so oberflächlich ist nach dem Bildungsstand zu gehen...überhaupt frage ich mich was dafür der Grund sein sollte. Letztlich kann man sich mit Bildung auch nicht immer ein höheres Gehalt sichern und wer meint Akademiker unter sich sind viel kultivierter als Nicht-Akademiker, der sollte sich den Satz in Erinnerung rufen "Wir sind doch alle nur Menschen".

Bzw,wenn es die Akademiker nicht unbedingt gern hören mögen:
Akademiker zu sein,heisst nichts anderes, als sich in der Situation befunden zu haben, den Berufsstart noch einige Jahre zugunsten von zusätzlichem Lernen aufschieben zu können.
 
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Gast

  • #10
Ich würde pauschal behaupten, daß der Einzelfall entscheidet, ob es geht oder nicht und was geht und was nicht.

Ich möchte jedoch auch behaupten, und dies stelle ich als eine objektive, überprüfbare Tatsache hin, daß Menschen mit einem bestimmten Bildungsgrad und -niveau danach streben, mit ihresgleichen zu kommunizieren. Warum sind wir denn hier und nicht auf einer Single-Börse, wo sich, mit Verlaub, der Mob tummelt?
Die unterschiedliche Bildungsorientierung läßt außerdem gesellschaftliche Klassen am Leben erhalten. Wer zu einer Klasse gehört, ist von Klasse, gleich um wen es sich dabei handelt. Vom Mensch an sich kann man nicht wirklich reden, weil es ihn nur als theoretische Größe gibt. In Wirklichkeit gibt es nur Menschen. Das impliziert unterschiedliche Eigenschaften. Je nach dem in welcher geselschaftlichen Klasse man aufwuchs, welches Bildungsniveau man vorweist, in dem Maße wird man auch im Leben agieren. Bildung färbt nämlich auch auf die Umgangsformen, Gestik, Mimik, Redeweise, Lebenseinstellung, Gewohnheiten eines Menschen ab. Und und und. Wenn der Diskrepanz zwischen zwei Menschen in dieser Hinsicht zu groß ist, wird die Beziehung kaum dauerhaft bestehen können. Es ist die Regel: je gebildeter, um so empfinsamer ist man dem Rohen gegenüber. Wer als Mauerer bislang nur das Wirtshaus kannte: Was wird der auf einer Partie unter Künstlern, Anwälten und Ärzten sagen? Wie wird er sich verhalten? Man wird zu seiner Anwesenheit gute Mine machen.

Und weiter? Wird man die aufgezählten Leute auf der nächsten Partie wiedersehen?
 
G

Gast

  • #11
Bildungsstand ist sicher nicht ein wesentlicher Teil einer funktionierenden Beziehung.... wichtiger ist meiner Meinung nach aus welcher Sozialschicht man stammt....das sagt viel mehr über Gewohnheiten, Erziehung, usw..... aus dieser Sicht gilt es: Gleich und gleich gesellt sich gern.
 
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Gast

  • #12
Grundsätzlich meine ich auch, daß man den Bildungsgrad nicht als KO-Kriterium nehmen sollte. Mit deshalb bin ich parallel auch in bei einer anderen Online-Partnervermittlung. Leider nur fällt mir sehr auf, daß die für mich zudringlicheren und unangenehmeren Zuschriften und Reaktionen eigentlich nur von Herren mit niedrigen Schulabschlüssen kommen. Es gibt nur wenige positive Ausnahmen, wobei dann leider oft der Mailaustausch sehr schleppend und für mich sehr mühsam verläuft.
Aber auch die Elite hier bei EP gibt sich mir gegenüber teilweise sehr arrogant, selbstherrlich und oberflächig bei Kontakten über mein Profil. Nirgendwo sonst werde so was von abgekanzelt, wie hier.
Was meine Begegnungen im Leben betrifft, muß ich sagen, daß mir mancher Mann mit niedrigerem Bildungsabschluß tatkräftiger, realistischer und anpackender erscheint, als viele meiner Kollegen, die alle Akademiker sind. Ein Pflänzchen, für das es außer schick ins Büro und ins Fitness-Studio zu rennen sonst nichts gibt, ist wahrlich nichts für mich - bei aller Bildung.
Ich glaube somit schon, daß man trotz unterschiedlichem Bildungsgrad als Paar zusammenpassen kann, wenn man dieselbe Einstellung hat bzgl. der Ziele, des Zusammenlebens, der Dinge, die einem wichtig sind. Jeder kann auf seine Art dazu beitragen, sich gemeinsam zu entwickeln. Es muß halt nur zwischen den beiden richtig passen.

Leider weiß ich nicht mehr, von wem ich mal den Satz gelesen habe, der da lautet und ich denke, der auch stimmt:
Der Richtige kann nichts falsch machen und der Falsche kann nichts richtig machen.

Mary
 
G

Gast

  • #13
Der Schulabschluss kann wohl kaum das Kriterium bei einer Beziehung sein.

Es gibt viele erfolgreiche Führungskräfte auch in den obersten Stufen von Konzernen, die "nur" einen Lehrabschluss haben. Es gibt viele erfolgreiche UnternehmerInnen, die KMU's aufgebaut haben ohne akademische Bildung.

Und es gibt jede Menge erfolglose Akademiker, sei es weil sie ihre theoretischen Kenntnisse nicht in die Praxis umsetzen können oder sei es, weil ihr Fachgebiet auf dem Arbeitsmarkt nicht wirklich gefragt ist. Mit all diesen Menschen kann man sich durchaus vernünftig unterhalten und die meisten haben ein breites Spektrum an Wissen, Erfahrung und Interessen. Und dann gibt es Menschen (erfolgreiche und erfolglose), die nun wirklich nicht gerade mit Anstand, Bildung und Einfühlungsvermögen glänzen - und auch die gibt es in allen Bildungsschichten.

@#9: glaub mir, es gibt durchaus Ärzte, die in der Lage sind, eine unverkrampftes Gespräch mit einem Maurer zu führen - das kann teilweise viel lustiger sein als eine Party mit arroganten Akademiker.....
 
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Gast

  • #14
Ich sehe den gleichen Bildungsstand als eine Voraussetzung für eine Partnerschaft an. Alles andere kann darauf aufbauen.Wenn ich höre, dass mit dem Studium das Arbeitsleben hinausgezögert wurde, muss ich sagen, dass bestimmte Berufe nur mit einem abgeschlossenen Studium ausgeübt werden können.Leute, die sich mitunter auch abfällig äussern haben nicht begriffen, welche Leistung für ein erfolgreiches Studium erbracht werden musste und worauf man in diesen Jahren verzichtet hat.Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit Männern, die ein geringes Bildungsniveau haben, nichts anfangen kann.Eine Beziehung besteht eben nicht nur aus Sex ,und wenn er mir laufend nicht folgen kann, das kommt früher oder später, zeigen sich doch die unterschiedlichen Welten.Mein Freundeskreis würde sich auch sehr wundern, wenn da einer kommt, der einfach nichts vorzuweisen hat.
 
G

Gast

  • #15
@13 Du bist lustig. Auf was hast Du verzichten müssen? Wenn ich ohne Studium direkt in das Berufsleben eingestiegen bin, habe ich sicherlich nicht, wie viele Studenten, auf Mamas, Papas oder Staatskosten die Nacht zum Tag machen können. Ein angenehmer Lebensabschnitt, den ein Berufseinsteiger nach der Schule nicht vorzuweisen hat. Schwitzen müssen wir alle, jeder auf seine Weise. Ich bin auf Deinen Werdegang auch gar nicht neidisch und habe meine Berufslaufbahn mit Absicht anders gestaltet, was sich nach 20 Jahren immer noch als Vorteil bezahlt macht. Da ich lange Zeit Werkstudenten betreute, und jeden Tag mit ihnen zusammen war, darf ich mir schon ein Urteil darüber erlauben, welche "Leistung" in Deiner ach so stressigen Studienzeit erbracht wird. Party statt Pauken triffts eher. Einen Turbostudierer durfte ich einmal kennen lernen. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn ich sowas lesen muß. Vielleicht bist Du aber auch nicht stressresistent genug, und das Studium hat Dir tatsächlich arg zugesetzt.

Zur Rettung Deiner Ehre hast Du von Bildungsstand und nicht von erreichtem Bildungsabschluß gesprochen. Ich kann nachvollziehen, dass Du jemanden suchst, mit dem Du Dich auch unterhalten kannst, nicht ihm das Leben erklären mußt, und immer das Gefühl im Bauch hast, er hat es wieder nicht geblickt. Manchmal reicht es aber auch schon, sich nicht immer nur in Fremdwörtern zu "artikulieren" ;-) Klartext verstehen die Meisten. Wo das noch nicht einmal hilft, ist sowieso Hopfen und Malz verloren.
 
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Gast

  • #16
Es ist m.E. nicht der eigentliche Bildungsgrad, Abschluß, sondern das allgemeine Niveau, was passen muss. Das hängt wiederum von Bildung, Sozialisation und Kultur allgemein ab. Wenn einer Jura studiert hat, der andere Medizin, können die studienmäßig auch nicht miteinander reden. Wenn aber einer nur Bier, Pommes und Majo mag, der andere lieber ein ausgefeiltes 6 Gänge-Menü, dann sind das deutliche Unterschiede, genauso wie 5 Sternehotel oder Zelten usw.
Das ist nicht genrell vom Bildungsabschluß abhängig, aber die Präferenzen für das eine oder andere sind je nach Bildung doch gehäuft. Ich kenne kaum einen einfachen Arbeiter, dem ein Glas Champagner lieber wäre als eine Flasche Bier. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich mit nicht gut unterhalten könnte, nur der Lebensstil ist einfach anders. In einer harmonierenden Partnerschaft sollte der aber in etwa gleich sein.
 
G

Gast

  • #17
@15 Genau. Und deswegen ist es nicht wichtig, ob jemand studiert hat oder nicht, sondern die Wertvorstellungen und Vorlieben sind ausschlaggebend. Ich habe nicht studiert, trinke aber Champagner in einem 5 Sternehotel trotdem lieber, als Bier auf dem Campingplatz. Wer denn nicht? Letztendlich hängt es davon ab, ob das Sparschwein Einwände hat, oder nicht. Das bestimmte Erwartungen und gewünschte Lebensqualitäten bei unterschiedlichen sozialen Schichten häufiger anzutreffen sind, ist unstrittig. Das dann jemand da sucht, wo die Wahrscheinlichkeit größer ist, um größtmögliche Übereinstimmung zu finden, ist logisch. Es geht um zielorientiertes Vorgehen und Effizienz. Wer geht schon in den ALDI, um Kaviar zu kaufen? Leider hängt heutzutage viel zu vieles von monetären Dingen und Status ab und macht die Partnersuche schwierig, weil jeder für sich beansprucht: Nicht unter mein Niveau. Welche Kernkompetenz er/sie damit meint, ist auch noch nicht mal klar definiert. Die Frage danach, Akademiker zu sein, oder nicht, ist hinsichtlich Partnersuche nur ein Nebenschauplatz, weil das Kind nicht beim Namen genannt werden soll. Es geht um Geld, Ansprüche und die damit verbundene Lebensqualität. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein wohlorientierter "einfacher" Arbeiter in nullkommanix auf Spitzenniveau "kultiviert" werden kann. Was man dafür braucht, steht weiter oben.
 
P

Persona grata

  • #18
@12: Es ist richtig, dass es in den Unternehmen eine Reihe von erfolgreichen Managern/ Managerinnen gibt, die es "nur" mit einem mittleren Bildungsabschluss und somit ohne Studium geschafft habe, diese exponierten Positionen zu bekleiden (ich gehöre auch dazu). Das betrifft aber nur die ältere Generation. Heute wird für die Führungskräfte ein Studium und -bedingt durch die Globalisierung- auch nach Möglichkeit ein Jahr im Ausland vorausgesetzt.
Ansonsten tendiere ich zu der Meinung von @13 und @15. Ich glaube, wenn die Bildungsgrade (und damit meine ich auch die erarbeiteten!) zu weit auseinander driften, wird es sehr schwierig. In einer bestimmten Position muss man sich auch auf dem gesellschaftlichen Parkett sicher bewegen (können) und das ist für Jemandem mit einem geringen Bildungsabschluss außerordentlich schwer, wenn nicht sogar unmöglich. In meinem privaten Freundeskreis ist alles vertreten und um sich "normal" unterhalten zu können, paßt es auch, aber wehe, es kommen Themen wie "Finanzkrise" auf. Da sind es immer die mit dem geringen Bildungsabschluss die gegen alles schießen, die selbst alles besser können und die alles w/ Unfähigkeit absägen würden, was mehr als der Durchschnittbürger verdient! Weil diese Menschen, nach deren "schlichter Meinung" ganz einfach "zu viel" verdienen. Dass aber Manager eine ganz andere Verantwortung haben, wird nicht berücksichtigt. Ich will damit nicht die gemachten Fehler beschönigen und akzeptiere auch nicht die Gier von einigen Wenigen, aber in den Diskussionen hört man deutlich raus, wie "Lieschen Müller sich die große, weite Welt vorstellt". Übrigens: Dass Fussballer und Rennfahrer ebenfalls Millionen verdienen, aber ausser im Kreis zu fahren oder vor was Rundes zu treten, nichts leisten, das ist völlig okay.....! Wenn ich dann einen solchen "Meinungsvertreter" an meiner Seite hätte, würde ich mich für ihn schämen. Von daher tendiere ich seit Jahren zur "gleichen Augenhöhe".
 
  • #19
Meines Erachtens muss man auf jeden Fall ein ähnliches intellektuelles und bildungsmäßiges Niveau haben -- sonst kann man einfach keine befriedigenden, stimulierenden Gespräche führen und sich auch nicht in den anderen einfühlen. Eine erfüllende Partnerschaft setzt für mich ähnliche Ansichten, Einsichten, und Denkstrukturen voraus.

Ich würde Intellekt und Bildungsniveau allerdings nicht streng an erreichten Bildungaabschlüssen festmachen -- Studium hin oder her ist nicht entscheidend, denn es kommt auch sehr auf Elternhaus, Sozialisation und naturgegebenen Intellekt an.

Bisher habe ich aber durchaus die Erfahrung gemacht, dass ich Abitur voraussetzen muss, denn sonst ist die Allgemeinbildung und der Intellekt nicht gegeben -- eher im Gegenteil wird das Abitur eher zu vielen geschenkt. Das war in unserer Elterngeneration noch völlig anders, bei denen der Schulabschluß stark von den Möglichkeiten oder dem Willen der Eltern abhing -- daher kommt auch der Eindruck, dass unter Managern oder Eltern viele mit geringem Schulabschluss sehr fähige, intelligente Personen sind. Wer aber heute als Jugendlicher kein Abitur schafft, dem müssen wirklich wichtige Dinge fehlen, denn das Abitur ist weiß Gott nicht schwer zu schaffen.
 
G

Gast

  • #20
#14 Ich danke Dir für Deine Ausführungen und es ist gut, dass Deine Meinung gleich nach meiner zu lesen ist #13. Du hast genau das dargestellt, was ich ausdrücken wollte und Dein Ton passt genau dazu.Es ist nur schade, dass Du nicht weisst, dass nachts im OP keine Parties gefeiert werden und da habe ich als Studentin schon gestanden. Deine Nachredner bringen es auf den Punkt und es ist sehr angenehm, diese Meinungen zu lesen.Sicher gibt es diese oder jene Ausnahme. Die Regel ist aber, wie hier mehrfach beschrieben wurde.Dass Du Deinen Weg gefunden hast und sehr zufrieden bist, finde ich toll, aber wenn Du es realistisch siehst, würdest Du Dich mit einer Frau, die sich der Wissenschaft verschrieben und einen Titel hat, sicher auch nicht wohlfühlen.
 
G

Gast

  • #21
@17
Neid gibt es überall und macht in keiner sozialen Schicht halt. Stammtischgelaber wird es auch immer geben. Dass sie es besser können, wird immer behauptet, leider nur nicht oft genug bewiesen. Das sie Überlebenskünstler sein können, weil das Geld nicht so üppig vorhanden ist, zeichnet sie aus. Das ist aber nicht alles. Ich schlussfolgere auch aus deren Äußerungen, dass das Gerechtigkeitsempfinden sehr gut funktioniert. Was sie anklagen hat schon seine Berechtigung und könnte mir keine Partnerschaft vorstellen, in der es ungerecht zugeht. (Je weiter ich nach oben schaue, desto blasser wird das Gerechtigkeitsempfinden, die Selbstüberschätzung wird dafür um so größer). Sie können es nur nicht so ausformulieren, dass es sich versiert anhört. Schließlich sind diese Bevölkerungsschichten diejenigen, die die Suppe auslöffeln müssen, wenn Manager und Politiker auf ganzer Linie versagen. Dass sie sich dagegen wehren, finde ich absolut in Ordnung. Warum breche ich eine Lanze für diese Leute? Ich komme aus ganz kleinen Verhältnissen und kenne diese Argumentationsketten, die Du ansprichst sehr genau. Wenn man mehr erreichen will, ist natürlich Biss, Einsatzfreudigkeit, Lernwille, zielorientiertes Handeln und Fleiß über das Normale hinaus, unerlässlich. Genau da fehlt es aber oft, aus welchen Gründen auch immer, und fließt bei mir in der Partnersuche als Selektionskriterium irgendwo mit ein. Wenn ich mich anstrenge, darft ich das auch von ihr erwarten.

Ich gebe Dir in dem Punkt recht, dass ein Studium Grundvoraussetzung geworden ist, eine "exponierte" Position bekleiden zu dürfen. Ich frage mal ganz provokant: Ist das denn überhaupt notwendig? *duck* Wer nicht mit seinem Privatvermögen haften muss und sich in so einer Position befindet, sollte sich mal nicht so weit aus dem Fenster lehnen und von "Verantwortung übernehmen" philosophieren. Wenn es duscht, werden die Angestellten entlassen. Ganz einfach. Verantwortung übernehme ich für Kinder. Verantwortung übernehmen heißt auch, zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn Du entlassen wirst, gab es einen triftigen Grund, der Dich persönlich betrifft, wenn der kleine AN rausgekickt wird, ist das nicht immer deren Versagen.
Ich habe immer noch kein Studium seit meinem letzten Posting und darf Privatinsolvenz anmelden, wenn sich meine Selbständigkeit „unerfreulich“ entwickelt....Ich muss mich jeden Tag daran messen lassen. Nullfehlerprinzip. Jeden Tag. Du auch?

Ich glaube, dass beide Seiten voneinander profitieren könnten, wenn sie es denn zuließen und nicht nur hören, was gesagt wird, sondern lernen, was gemeint wurde. Das meine Toleranz auch Grenzen hat, gebe ich gerne zu, breche auch Diskussionen ab, wenn es nichts mehr bringt, und wünsche mir natürlich lieber eine erfolgreiche Managerin an meiner Seite, als eine Frau ohne Schulabschluss. Alleine der bevorzugte Kleidungsstil von Businessladies macht mich schon an. *zwinker* Wir haben etwa die gleichen Ansichten, nur mein Aktionsradius ist scheinbar etwas größer und kann mir daher schon vorstellen, nicht nur neben mir zu suchen, sondern auch zu einem gewissen Grade darunter. Ich maße mir nicht an, oben, in der Mitte oder unten zu sein. Aber darum geht es hier bei dem Thema Akademiker vs. Nichtakademiker. Ist er/sie „gut genug“ für mich?

Kategorisch ausschließen möchte ich keine der beiden „Lager“. Die Grenze nach unten ist bei jedem eine andere, und könnte mir sehr wohl vorstellen, mir eine richtig nette und aufrichtige Realschülerin zu angeln. Mir sind ein Defizit an Dominanz und Intoleranz und großes Einfühlungsvermögen sehr wichtig, sodass ihr Bildungsniveau auf meiner Prioliste nicht die vorderen Plätze belegt. Aber es hat einen Platz. Ganz klar. Wenn ich mal den Begriff Traumfrau in den Mund nehmen darf, entspräche eine Karrierefrau mit Herz genau meinen Vorstellungen.

@18
Ich bin keine 20 oder 25 Jahre älter als Du Frederika. Nichtakademiker mit Erfolg im Beruf sind keine aussterbende Spezies. Ich kann nur empfehlen: Vorurteilsfrei hingucken, Abtasten und dann eine Entscheidung treffen, ob es ein Traum oder eher der Albtraum wäre, das Kennenlernen fortzusetzen.
Mich stört an Deiner Aussage: ...auf jeden Fall ein sehr ähnliches .... Das liest sich zunächst wachsweich, heißt aber doch kurz und knapp nicht anderes als: absolut gleich. Eine Punktlandung ist gefordert. Richtig? Deine Statements sind immer wunderschön verpackt, dass muss ich neidlos anerkennen. Zwischen den Zeilen lese ich aber trotzdem.
Zu guter letzt: Wie muß ich mir ein befriedigendes stimulierendes Gespräch vorstellen? Hä?
Irgendwie benutze ich diese Worte in einem anderen Zusammenhang. Hab nur vergessen, wo...*grübel* Ich komm nicht drauf.

@all
Wo habt ihr den Radio-Button in den Suchkriterien stehen? Links oder rechts? Jetzt mal Butter bei die Fische.
 
G

Gast

  • #22
leider wird hier nicht vorurteilsfrei hingesehen. nein, es kommt den meisten hier bei EP nicht auf die menschliche weiterentwicklung an oder auf zusatzausbildungen. es wurde in diesem forum sehr oft geschrieben, dass männer und frauen, menschen "abwählen" und aus den partnerschaftsvorschlägen löschen, weil sie einen anderen schulabschluss oder eben kein abgeschl. studium vorweisen können. so ist das halt. elite schliesst arroganz nicht aus.
 
G

Gast

  • #23
ich hätte gerne einen mann, der mich akzeptiert, mit meinem bildungsstand. ich hätte gerne einen mann, der mir zutraut mein wissen zu erweitern und sei es nur in meinen interessensgebieten, die sich bitte ein bisschem mit seinen überschneiden sollten. und ich hätte gerne einen mann, der mir zutraut, dass ich ihm zuhöre und von seinem wissen profitieren kann. alles andere ist mir zuviel. ich möchte nicht, dass mir ein mann schreibt, der nicht so denkt - zumindest so ähnlich denkt. denn das hätte keine chance.
 
G

Gast

  • #24
ich möchte nicht vom geld eines mannes abhängig sein und werden. ich habe immer mein eigenes geld verdient und immer versucht auf eigenen beinen zu stehen.
 
A

Apollo

  • #25
@20

Sehr ähnlich ist nicht absolut gleich, sondern nahverwandt, z.B. Universitätsdiplom und Hochschuldiplom.
Und wenn du so fragst, hast du noch nie ein befriedigendes, stimulierendes Gespräch erlebt. Bei einer Unterhaltung tauschen wir uns doch nicht nur über Inhalte aus, sondern auch in einer bestimmten Form. Es geht dabei auch um Ausdrucksfähigkeit, Formulierungskunst, Wortwahl. Mit einem bestimmten Bildungsniveau offenbart sich auch ein bildungsspezifischer Wortschatz. Wer viel liest, wird sich auch besser, gekonnter, subtiler, vielfältiger ausdrücken als jemand der (extremes Beispiel) eben nur Bild-Zeitung liest. Das macht sich in einer Unterhaltung bemerkbar.

Welcher formalen Vereinfachung bedarf es beispielsweise, jemandem mit Hauptschulabschluß eine kompositorische Rafinesse von Vermeer zu erklären? Oder die barocke Fuge? Oder ein Gedicht Rilkes? Oder politische Zusammenhänge der Globalisierung? Oder die Funktion der Börse? Oder die Funktion des Herzkreislaufssystems? - wenn er, seit er die Hauptschule oder die Berufschule beendet hatte, sich nicht weitergebildet hatte? Bestimmte Inhalte erfordern eine bestimmte Form der Erzählung. Wenn das nicht gegeben ist, wenn das Bildungsniveau zwischen zwei Menschen groß ist, können wir nur von Unterricht und nicht von Unterhaltung reden. Das ist kein befriedigendes, stimulierendes Gespräch für einen, der sich Unterhalten möchte.
 
A

Apollo

  • #26
@21

Ich befürchte, Vorurteilslosigkeit ist ein Mythos. Vorurteile gibt es jede Menge auch bei den unteren Schichten. Auch die unteren Schichten grenzen sich ab gegen die oberen, nur, davon wird nicht geredet und das tut den oberen auch nicht weh. Bildung hilft eine Menge einzustecken.
 
P

Persona grata

  • #27
@22 und 23.Meine Klassenlehrerin hätte früher gesagt: Thema verfehlt, 6! Was, bitte, haben Eure Statements mit der Eingangsfrage zu tun?
@20. Als Manager Verantwortung zu übernehmen, insbesondere, wenn man an der Spitze eines Konzerns steht und die vielzitierten Millionen verdient, bedeutet, dass man in der Verantwortung steht gegenüber seinen Mitarbeitern (dass diesen die Arbeitsplätze erhalten bleiben), den Kunden und den Aktionären. Mehr habe ich nicht gesagt. Dass ich darüber hinaus allerhöchste Hochachtung vor Berufen habe wie Pflegepersonal in Krankenhäusern, Altenheimen, Kinderhospizen um nur einige zu nennen (aber um die Liste zu komplettieren, würde das hier den Rahmen sprengen), sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Ich finde es keineswegs in Ordnung zu pauschalieren, dass das Gerechtigkeitsempfinden "blasser" wird, je höher man die Erfolgsleiter hoch steigt. Glaube mir, auch dort gibt es Menschen, die schlaflose Nächste verbringen, weil sie nicht wissen, wie sie manche Dinge "gedreht" bekommen oder weil auch sie ohnmächtig sind. Im übrigen gilt meine Wertschätzung auch Jedem, der sich in der heutigen Zeit bemüht, ein mittelständisches Unternehmen einigermaßen auf Kurs zu halten. Du siehst, ich könnte noch stundenlang philosophieren, aber auch das wäre am Thema vorbei. Schade, dass Du vermutlich nicht meine Altersklasse bist, denn ich habe -trotz gelegentlicher Dominanz, die aber in meinem Job unerlässlich ist- eine extrem hohe Empathie und eine sehr große Toleranz Allem und Allen gegenüber. Ach ja, außerdem habe ich -trotz meiner Position (oder vielleicht gerade deshalb *g*) "nur" die Mittlere Reife!
 
P

Persona grata

  • #28
@24 Apollo. Leider ist Dein Posting gerade erst eingespielt worden. Ich stimme Dir absolut zu!!! Gut erklärt!
 
G

Gast

  • #29
Ich stimme Persona grata uneingeschränkt zu, dass es eben nicht eines Studiums bedarf, und die Mittlere Reife ausreichen kann, ein großes Unternehmen zu führen und trotzdem über ein hohes Bildungsniveau zu verfügen. Ich gehöre selbst zu der Altersgruppe, die Karriere ohne Studium gemacht haben. Und Du hast wegen Deinem Weg von ganz unten nach ganz oben ganz andere Qualitäten. Du weißt, woher Du kommst, und weißt heute wer Du bist. Das Du Empathie hast, kaufe ich Dir sofort ab. Ich glaube gerade, dass Menschen mit so einer Vergangenheit wie Deiner in diesen Tagen schlaflose Nächte haben und nichts unversucht lassen, den Dampfer weiterhin auf Kurs zu halten. Ich würde mir wünschen, alle wären so gestrickt.

Auch Dir Apollo stimme ich zu und will da grundsätzlich gar nicht widersprechen.

Mich nervt lediglich, das ein Haupt- oder Realschüler auf dessen Schulabschluß reduziert wird und das bei der Partnersuche diesem Personenkreis nicht zugetraut wird, einem Akademiker ebenbürtig zu sein. Mehr will ich überhaupt nicht sagen. Persona grata ist ein willkommenes Beispiel dafür gewesen, dass Vermutungen nichts taugen (Akademiker=hohes Bildungsniveau), außer man macht sich die Mühe, es herauszufinden. Früher in einem Traditionsunternehmen gearbeitet zu haben, welcher heute durch Schmiergeldskandale und Mitarbeiterabbau auffällt, bringt mein Blut zum Kochen. Deswegen die provokante Frage. Wie ich oben erwähnte, bin ich seit Jahren erfolgreich selbständig, habe niemals aufgehört zu lernen und bin ehrlich gesagt ein wenig Stolz darauf, "nur" die Mittlere Reife zu besitzen. In meinem beruflichen Umfeld gibt keinen einzigen, der nicht akademisch "vorbelastet" ist. Der Einzige mit Mittlerer Reife zu sein, ist nicht alltaäglich, aber auch nicht unmöglich.

Das Schwierigste in einem Forum ist, einen Mißstand darzustellen, ohne sich die Finger zu verbrennen und jemandem zu Nahe zu treten. Immer kommt natürlich einer der sagt. Ich fühle mich jetzt angegriffen und bei mir ist das ganz anders. Yepp. Ich darf mich aber auch angesprochen fühlen, wenn mir jemand unterstellt, ich könne einem Akademiker nicht das Wasser reichen, um es mal ganz salopp auszudrücken.

Ich wünsche Euch allen Frohe Ostern.:)
 
G

Gast

  • #30
Es fällt mir auf, dass die Nichtakademiker sich so vehement verteidigen.... warum eigentlich? Mit etwas Selbstbewusstsein und Stolz, es "trotzdem" zu etwas gebracht zu haben, ist doch alles gesagt - das wird auch einen Akademiker beeindrucken, wenn es integer ist.