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  • #1

Partnerwahl: (kognitive) Intelligenz vs. emotionale Intelligenz

Liebe Forums-Famile,

immer wieder lese ich, wie wichtig es für viele hier ist, dass der/die (zukünftige) Partner(in) einen hoher IQ sein Eigen nennen sollte. Aber ist es nicht wirklich eine hohe emotionale Intelligenz, die uns am Anderen fasziniert?!


W
 
  • #2
Fasziniert schon, aber müsste ich zwischen beiden wählen, mir wäre die schlaue Asperger Frau lieber als das Dummchen mit Emotionssensor. Im Übrigen sage ich dazu lieber emotionale Kompetenz, weil es mit Intelligenz nach streng wissenschaftlichen Kriterien nichts zu tun hat.
 
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  • #3
Gute Frage. Ich finde es immer spannend, dass hier (aber auch sonstwo) jeder einen überdurchschnittlich intelligenten Partner haben möchte. Sind dann alle hier ebenfalls überdurchschnittlich intelligent, so dass sie überhaupt mithalten können? Das Schild mit dem hohen IQ ist das Feigenblatt des durchschnittlich aussehenden Mannes (oder der entsprechenden Frau) und kaschiert sicher auch den EQ. Ich schaue mittlerweile bei gefordertem hohen IQ immer auf die gebotene Ausbildung (ja, ich weiß, formale Bildung ist nicht alles, aber meist einzig erkennbar) und den Schreibstil und so wird das dann zu einem guten Ausschlusskriterium (z. B. für alle Superintelligenten, die dann eben doch nur ein FH-Studium mitbringen).

Ich denke, den EQ erkennt man erst, wenn man sich trifft und kennenlernt wirklich. Er ist aber zweifellos wichtiger.

m, 46
 
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  • #4
Es ist die Kombination aus beidem. Was will ich mit einer Frau, die superschlau ist, aber leider kalt wie eine Hundeschnauze? Und umgekehrt: was nützt die ganz emotionale Intelligenz, wenn ansonsten da oben nicht so wahnsinnig viel wohnt? Gilt übrigens ebenso für Männer.
 
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  • #5
Ich denke, wenn man über die Begrifflichkeiten nachdenkt, fallen sie auch schnell auseinander. Die IQ Debatte ist ja mittlerweile bekannt a la ist ein IQ Test der Maßstab für eine hohe Intelligenz oder kann auch ein Schulabbrecher superintelligent sein. Ähnliches passiert wenn man über die emotionale Intelligenz nachdenkt. Besteht sie aus Empathie, emotionaler Erfahrung, Sensibilität, Humor ?

ich denke man sollte sich auf diese Begrifflichkeiten nicht festfahren, weil sie eigentlich nur Zündstoff für eine oberflächliche Debatte zu einem Thema liefern, das in Wirklichkeit viel komplexer aussieht.

Gruß,
m30 (hochintelligent :))
 
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  • #6
Die Alltagspsychologie kann IQ und EQ gar nicht definieren, das sind wissenschaftliche Kategorien, mit denen in der Partnerschaft recht wenig anzufangen ist. Oder habt ihr schonmal jemanden kennengelernt, der Emotionen bei anderen nicht erkennen konnte....?

Worüber ihr hier sprecht, ist Herzensbildung und das hat viel mit dem Elternhaus zu tun. Das sollte man sich bei der Partnerwahl ansehen, nicht, welchen IQ-Test er wie abgeschnitten hat....
 
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  • #7
eine hohe emotionale Intelligenz, die uns am Anderen fasziniert?!

Kann ich für mich (m) nicht bestätigen. Der Begriff "Emotionalität" ist hier auch viel zu weit gefaßt, den einen spricht der gestirnte Himmel emotional an, den anderen das Sexualverhalten.

Faszinierend kann immer nur sein, was sich deutlich vom Durchschnitt unterscheidet. Mich fasziniert z.B. eine Frau, die im Zoo junge Raubkatzen großzieht. Dafür muß sie aber weder besonders intelligent noch besonders emotional sein.
 
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  • #8
Für mich ist es wichtig, dass mein Partner einen IQ hat, der dem meinen ähnlich ist. Ich habe das Bedürfnis, mich mit meinem Partner auszutauschen und brauche ihn als Spiegel um meine Gedanken zu sortieren. Schlimm wäre dann, wenn er mir nicht folgen könnte oder wenn ich mit meinen kleinlichen Problemchen ihm dümmlich erscheine und er gelangweilt ist.

Mit einem hohen EQ habe ich persönlich Probleme, da diese Menschen meist sehr sensibel sind und ich damit nicht wirklich gut umgehen kann. Da wirken dann Worte, die einfach nur logisch und dahingesagt sind beleidigend, ohne dass ich es merke. Mir ist da ein logisch denkender Mensch lieber.

W 47
 
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Mooseba

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  • #9
Es gibt keine emotionale Intelligenz. Woher haben Frauen nur diesen Unbegriff? Wollen diejenigen, die das propagieren, ihre Bildungsfaulheit kaschieren? Was die Damen meinen, ist schlicht nur das Maß der Empathie eines Menschen. Mehr nicht.
 
  • #10
Mit einem hohen EQ habe ich persönlich Probleme, da diese Menschen meist sehr sensibel sind und ich damit nicht wirklich gut umgehen kann. Da wirken dann Worte, die einfach nur logisch und dahingesagt sind beleidigend, ohne dass ich es merke. Mir ist da ein logisch denkender Mensch lieber.

Liebe w 47, bist Du sicher, dass Du verstanden hast, was emotionale Kompetenz bedeutet?

Kleines Beispiel: Mensch übernimmt einen Teil einer Firma mit entsprechendem Management auf der mittleren Ebene. Schnell wird klar, dass einer dieser Manager überfordert ist. Er ist aber tief verwurzelt, sehr bemüht, beliebt, schwerbehindert.

Nach wenigen Monaten hat der neue Vorgesetzte es geschafft, diesen Mann auf einen anderen Posten zu manövrieren, der seinen absolut vorhandenen Fähigkeiten viel besser entspricht, er hat keine Personalverantwortung mehr, hat sein Gesicht gewahrt und es kann ein Macher mit viel Power die vorher völlig blockierte Abteilung in Marsch setzen. Alle Beteiligten sind zufrieden, arbeiten wieder gerne und es wird Geld verdient.

Dafür brauchte es eine hohe emotionale Kompetenz. Das hat mit "beleidigt sein" überhaupt Nichts zu tun - im Gegenteil versteht ein Mensch mit einer hohen emotionalen Kompetenz intuitiv ganz schnell, weshalb jemand gerade eine etwas unsensible oder vereinfachende Bemerkung gemacht hat und kann das ganz leicht einordnen und verzeihen.

Die Menschen, bei denen sich Probleme immer sozusagen verflüchtigen und mit denen sich das Leben ganz leicht und angenehm anfühlt - das sind diejenigen mit hoher emotionaler Kompetenz, die das selbst nie ansprechen.

Als Partner brauche ich einen Mann, der beides hat und kann. Einen weißen Elefanten zu finden ist super-einfach gegen die Aufgabe, solch einen Menschen aufzutreiben, der dann auch noch frei ist, vom Alter her passt, der ein Macher und Power-Typ ist, der einen ausreichenden Kamikaze-Faktor aufweist und den ich sexy finde. Quasi unmöglich.
 
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  • #11
Für mich ist es wichtig, dass mein Partner einen IQ hat, der dem meinen ähnlich ist. Ich habe das Bedürfnis, mich mit meinem Partner auszutauschen und brauche ihn als Spiegel um meine Gedanken zu sortieren. Schlimm wäre dann, wenn er mir nicht folgen könnte oder wenn ich mit meinen kleinlichen Problemchen ihm dümmlich erscheine und er gelangweilt ist.

Mit einem hohen EQ habe ich persönlich Probleme, da diese Menschen meist sehr sensibel sind und ich damit nicht wirklich gut umgehen kann. Da wirken dann Worte, die einfach nur logisch und dahingesagt sind beleidigend, ohne dass ich es merke. Mir ist da ein logisch denkender Mensch lieber.

W 47

Das ist zum Beispiel schon ein Definitionsproblem von EQ. Ist ein Mensch mit hohen EQ zu sensibel für logisch denkende Menschen ? Sind nicht eher die sensibelsten auch gleichzeitig die mit dem höchsten IQ ? Ist es nicht ein Mangel an Sozialkompetenz im Gespräch und hat gar nichts mit IQ oder EQ zu tun.

ich finde diese Star Trek Pauschalisierungen nicht mehr zeitgemäß. So hab ich mal gedacht über die Welt als ich 16 war.

Gruß
m37
 
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  • #12
Mit einem hohen EQ habe ich persönlich Probleme, da diese Menschen meist sehr sensibel sind und ich damit nicht wirklich gut umgehen kann. Da wirken dann Worte, die einfach nur logisch und dahingesagt sind beleidigend, ohne dass ich es merke.

Das ist nach meinem Verständnis genau das Gegenteil von hohem EQ was du da beschreibst. Da geht es einfach um fehlendes Selbstbewußtsein. Hoher EQ bedeutet für mich, sich auf andere Menschen einstellen zu können und in dem von dir genannten Fall einordnen zu können, daß es nicht verletztend gemeint war.

Mir gehts so, daß ich mit Menschen mit lediglich formal hohem IQ nichts anfangen kann. Die meisten aus dieser Gruppe kriegen ihre Intelligenz nicht ins reale Leben übertragen, sprich für mich ist sie wertlos. Da sind mir Leute, die aufmerksam durchs Leben gehen, dieses analytisch/humorvoll kommentieren zu wissen tausend mal lieber, als jemand der mal gut in einem IQ-Test war aber sonst todlangweilig ist.

m28
 
  • #13
Salopp: Logik contra Emotionen - Was ist Einem am Partner/in lieber ?

Am liebsten will man Beides, in gleich hohem Niveau ? Nicht so einfach zu finden.
Man bekommt den Eindruck, als ob sich Beides gegenseitig ausbremsen würde ?

Ich erlebte eine Ärztin, eine Managerin und eine Tierärztin als kompetent und erfahren.
Aber emotional als sehr hart und pragmatisch wirkend. Ich vermute, aufgrund ihres Jobs und der Praxis.
Das mag für ihren Job nützlich sein, aber in einer Beziehung für den Partner nicht einfach zu verkraften.
Bei zwei von ihnen weiss ich, hat die Frau "die Hosen an", und einen eher schwachen Partner.
Das mag nützlich sein, aber besonders glücklich kommen mir deren Männer dabei nicht vor. Sondern emotional schwach, oder von ihren Partnerinnen unterdrückt.

Man wird aus Beidem einen Kompromiss schließen - bei der Partnerwahl ?
Ich kann mich aber nicht entscheiden, auf Welches von Beidem ich mehr zurückstecken würde.
 
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  • #14
Beides ist sexy. Und beides kann verkannt werden: die Hochintelligenz bei einer Inselbegabung - der EQ wenn man zB vordergründig besonders gutmütig ist.
Faszinierend ist es für mich allerdings beides nicht. Eher eine Voraussetzung - für ein gutes Gespräch, einen schönen Abend, klasse Sex..
w38
 
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  • #15
Ich würde mich selbst als emotional sehr intelligent bezeichnen, weil ich komplexer und tiefer denke als die meisten anderen. Das geht natürlich auch mit einigen Feinfühligkeiten einher und erschwert die Partnersuche enorm, wie ich häufig feststelle. Leute, die ich optisch oder typmäßig zwar sehr interessant finde, erscheinen mir nicht selten emotional häufig dümmlich, ungehobelt bzw. können mir nicht so intensiv und lang folgen; oder schwimmen geistig nur an der Oberfläche. Das ist für mich dann sehr anstrengend, mit solchen Leuten zu arbeiten oder gar zusammen leben zu müssen.
 
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  • #16
Ich will es so ausdrücken: Mein Partner sollte natürlich ein gewisses Mindestmaß an sozialer Kompetenz mitbringen, aber herausragende Fertigkeiten braucht es in diesem Fall nicht, um mich zu beeindrucken. Eine hohe Intelligenz hingegen fasziniert mich. Es ist mir beispielsweise nicht so wichtig, dass mein Partner immer die passenden Worte findet, um mich zu trösten, solange er mir nicht einfach ein unsensibles "Stell' dich nicht so an." oder "Anderen Leuten geht es noch schlechter." hinknallt. Da ist es mir wichtiger, dass er einen wachen und fordernden Verstand sein eigen nennt.

26, w
 
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  • #17
Das eine bringt ohne das andere nichts. Wie immer im Leben sind auch hier Extrema nicht das Nonplusultra. Allerdings möchte ich auch nicht ständige meine Witze erklären müssen, das nervt auf Dauer.
 
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