• #1

Partnersuche gescheitert, Kinderwunsch noch vorhanden. Wie kann ich mir meinen Traum erfüllen?

Hallo allerseits,

Ich bin 37 Jahre alt, seit fünfeinhalb Jahren getrennt und hatte seit meiner Trennung nicht eine einzige richtige Beziehung. Nur Affären, ONS und viele viele unergiebige Dates. Ich habe keine Zeit und Kraft mehr für die Partnersuche und glaube auch nicht mehr daran, dass ich damit Erfolg haben werde, zumindest nicht in absehbarer Zukunft. Nach der jüngsten Enttäuschung betrachte ich meine Partnersuche als beendet und gescheitert.

Ich habe aber immer noch den Wunsch nach mehr Kindern, bisher habe ich nur eins, was ja nicht gerade viel ist. Jetzt ist meine Überlegung: wie kann ich ohne Partner ein Kind bekommen? Ungern möchte ich eine Samenspende in Anspruch nehmen, weil ich will, dass das Kind einen Vater hat. Lieber einen Vater der nicht bei uns lebt als überhaupt keinen. Kann jemand mir einen guten Tipp geben, wie ich ein Kind bekommen kann, ohne einen Partner zu haben oder hat jemand Erfahrung mit so etwas?

Idealerweise suche ich einen Mann, der in der gleichen Situation ist wie ich: auch kein Erfolg bei der Partnersuche, aber mit Kinderwunsch. Dann könnten wir ein Kind bekommen, um das wir uns gemeinsam kümmern würden, ohne zusammen zu sein.

Wo finde ich einen solchen Mann?
 
  • #2
Ich habe aber immer noch den Wunsch nach mehr Kindern, bisher habe ich nur eins, was ja nicht gerade viel ist. Jetzt ist meine Überlegung: wie kann ich ohne Partner ein Kind bekommen?

Rein rational betrachtet ist eins ausreichend. Wir sind eh überbevölkert.

Etwas weniger rational betrachtet: warum "brauchst" Du noch eines? Noch dazu, wenn von vornerherein klar ist, dass Du ihm kein "komplettes" Umfeld bieten möchtest?

Es gibt Modelle und auch Internetplattformen, bei denen sich Menschen gezielt zusammentun, die Kinder wollen, aber keine Beziehung. Ich finde das völlig daneben, aber du kannst es ja dort versuchen. Co-Parenting ist das Stichwort.
 
  • #3
Idealerweise suche ich einen Mann, der in der gleichen Situation ist wie ich: auch kein Erfolg bei der Partnersuche, aber mit Kinderwunsch. Dann könnten wir ein Kind bekommen, um das wir uns gemeinsam kümmern würden, ohne zusammen zu sein.

Wo finde ich einen solchen Mann?

Dein Stichwort ist Co-Elternschaft, so nennt man das, was du dir vorstellst. Dafür gibt es eine Plattform. Einfach mal googlen. Du bist da auch nicht die einzige, die das so gemacht hat.
Bedenke aber, dass auch die Elterbeziehung eine Beziehung ist und reflektiere, wo vielleicht ähnliche Probleme wie in der Partnerschaft auftreten können.
 
  • #5
Wie andere schon gesagt haben, das was du suchst, nennt sich Co-Elternschaft. Und auch da gibt es ein Spektrum: Von Vaterschaft mit allen Rechten und Pflichten über Vaterschaft mit Onkelfunktion bis hin zur privaten Samenspende. Schau dir das an, überleg dir das gut und dann geh's an oder auch nicht.

@Lebens_Lust Ja, ich versteh, was du meinst, aber Kinderwunsch ist selten rational. Zumindest habe ich noch keine Frau kennen gelernt, die den Kinderwunsch so rational angegangen ist. Und Männer sind auch nicht immer sooooo rational, wie sie manchmal gerne sein mögen.
 
  • #6
nicht eine einzige richtige Beziehung. Nur Affären, ONS und viele viele unergiebige Dates. Ich habe keine Zeit und Kraft mehr für die
Da würde ich ansetzen. Du ziehst mit deinem Verhalten und/oder deinem Aussehen die falschen Männer an. Du möchtest einen Mann, der Familie möchte, dann such dir genau so einen.

Ansonsten fällt mir noch ein, dass du deine Ansprüche nicht so hoch ansetzen solltest. Muss er unbedingt Akademiker und kinderlos sein oder ist ein liebevoller Handwerker mit vielleicht einem Kind auch in Ordnung?

Mit 37 hast du ja noch einige Jahre Zeit. Also bloß keine Panik! Das geht nur nach hinten los.
 
  • #7
Hallo, also ich sehe das so:

- Du hast bereits ein Kind. Viele Frauen haben gar kein Kind und viele Familien haben nur ein Kind, das ihnen völlig ausreicht. Sei doch glücklich, mit dem, was du hast. Dann verläuft die Partnersuche auch entspannter.

- Wenn du ein Kind ohne Vater bekommst (z.B. Samenspende in Dänemark, dort ist es rechtlich erlaubt), dann bist du finanziell und sonst Alleinverantwortlich. Alleinerziehend mit 2 Kindern ist im Alltag ein Kraftakt, das solltest du bedenken. Zudem wird es dann nochmals schwieriger, einen festen Partner zu finden.

- Wo hast du nach einem Partner gesucht? Gib dir doch noch 1 oder 2 Jahre Zeit für seriöse, kostenpflichtige Onlineplattformen und suche dir neue Vereine, wo auch Männer im passenden Alter sind. Wenn sich dann immer noch nichts ergibt, kannst du immer noch weiter überlegen. Ich verstehe dich und weiß, wie schwer die Partnersuche ist. Evtl. solltest du anders als bisher suchen und deine Ansprüche überdenken. Suche gezielt nach Männern mit Familienwunsch und lass auch den unauffälligen Beta-Männern eine Chance.

Viele Glück lg Leila 30 Jahre
 
  • #8
Nur Affären, ONS und viele viele unergiebige Dates. Ich habe keine Zeit und Kraft mehr für die Partnersuche und glaube auch nicht mehr daran, dass ich damit Erfolg haben werde, zumindest nicht in absehbarer Zukunft. Nach der jüngsten Enttäuschung betrachte ich meine Partnersuche als beendet
Ich halte nichts von der Lebensweise Affären und ONS! Das macht die echte Beziehungsfindung nicht einfacher, weil unbelastete Emotionen/Gefühle, die für die Beziehungsfindung wichtig sind, nicht mehr so sind, wie sie sein sollten!
Lieber einen Vater der nicht bei uns lebt als überhaupt keinen.
Warum lässt du es nicht bei dem einen Kind, so krampfhaft an das ran zu gehen, finde ich nicht gut!
Idealerweise suche ich einen Mann, der in der gleichen Situation ist wie ich: auch kein Erfolg bei der Partnersuche, aber mit Kinderwunsch. Dann könnten wir ein Kind bekommen, um das wir uns gemeinsam kümmern würden, ohne zusammen zu sein.
Wo finde ich einen solchen Mann?
Tut mir leid dir sagen zu müssen, das ist eine lieblose, kalte Kopfgeschichte!
 
  • #9
@INSPIRATIONMASTER Warum lasse ich es nicht bei dem einen Kind? Weil ich mir eben noch mehr Kinder wünsche. Punkt, Schluss, Aus. Daran ist nicht zu rütteln. Sonst hätte ich diesen Thread ja gar nicht erst aufgemacht.

An alle anderen, die mir antworten wollen: wer meinen Wunsch nicht ernst nimmt, braucht gar nicht erst etwas zu schreiben. Sprüche wie "schätze dich glücklich mit dem einen Kind, sei froh dass du überhaupt ein gesundes Kind hast, man braucht nicht unbedingt mehrere Kinder" helfen mir leider überhaupt nicht.
 
  • #10
Rein rational betrachtet ist eins ausreichend. Wir sind eh überbevölkert

Nope. Damit wir den Bevölkerungsbestand sichern können sind mindestens 2 Kinder pro Frau notwendig.
Als sozialer Staat benötigen wir zur Sicherung der Renten ö.a. genügend Nachwuchs.

Es gibt ganz interessante demographische Modelle zur Bevölkerungsentwicklung.

Übervölkerung ist kein europäisches Problem und sollte auch nicht zu einem solchen gemacht werden.
 
  • #11
@INSPIRATIONMASTER Warum lasse ich es nicht bei dem einen Kind? Weil ich mir eben noch mehr Kinder wünsche. Punkt, Schluss, Aus. Daran ist nicht zu rütteln. Sonst hätte ich diesen Thread ja gar nicht erst aufgemacht.
Bei einer solchen Anspruchshaltung verwundert mich es nicht, dass man keinen Mann findet. Ein Kind ist doch keine Ware die man "einfach will"! Purer Egoismus.
Wenn du ja "nur" ein Kind willst, wieso zermürbt dich die Partnersuche? Es geht ja ausschliesslich um die Erfüllung deines Kinderwunsches und nicht den Wunsch einer Partnerschaft.
 
  • #12
Weil ich mir eben noch mehr Kinder wünsche. Punkt, Schluss, Aus. Daran ist nicht zu rütteln. Sonst hätte ich diesen Thread ja gar nicht erst aufgemacht.

Kaufhausmentalität. Kannst Du so machen, ist aber wohl eher die Befriedigung persönlicher Präferenzen. Da bedaure ich dann, noch mit einem Tipp beigetragen zu haben.

Nope. Damit wir den Bevölkerungsbestand sichern können sind mindestens 2 Kinder pro Frau notwendig.
Als sozialer Staat benötigen wir zur Sicherung der Renten ö.a. genügend Nachwuchs.

Zur Sicherung der Automobilwirtschaft müssen wir dann die Zahl der angemeldeten Autos erhöhen. Und natürlich noch besser 4 Kinder bekommen, dann können die Renten verdoppelt werden. Das Ganze ist unter ökologischen Gesichtspunkten ein fatales Schneeballsystem.
 
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  • #13
An alle anderen, die mir antworten wollen: wer meinen Wunsch nicht ernst nimmt, braucht gar nicht erst etwas zu schreiben. Sprüche wie "schätze dich glücklich mit dem einen Kind, sei froh dass du überhaupt ein gesundes Kind hast, man braucht nicht unbedingt mehrere Kinder" helfen mir leider überhaupt nicht.
Genau das zeigt deine schon von mir erkannte Verkrampfung und deine Uneinsichtigkeit!
Vielleicht denkst du einfach noch mal darüber nach, ganz locker, ganz entspannt und ohne Verkrampfung! Man kann doch oftmals in eine falsche Richtung eingestellt sein, darum ist es wichtig, das Pro und Kontra immer wieder vor Augen zu führen! Denn so ganz problemfrei für alle Parteien ist dein Denken nicht, auch nicht unbedingt für das Kind und auch nicht unbedingt für das vorhandene Kind!
 
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  • #14
Also an die, die meinen, sie hätte noch so viel Zeit -- jein. Wenn sie jetzt in ein oder zwei Jahren einen Mann kennenlernt, kriegt man ja normalerweise nicht gleich Kinder, sondern ist erstmal zwei, drei Jahre zusammen. Oder welche Männer lernen eine Frau kennen und wollen sie direkt schwängern? Für mich ist das wieder so ein Fall, wo ein Mann hauptsächlich wegen seiner Funktion gesucht wird.

Am Anfang dachte ich, du hättest noch gar keine Kinder, dann könnte ich die Tragik besser verstehen, denn viele Frauen wollen ja gerne die Erfahrung des Mutterseins machen. Aber du hast ja schon ein Kind!

Mich würde interessieren: Warum "brauchst" du unbedingt ein zweites? Viele Paare sind völlig zufrieden mit einem Kind. Es gibt diesen Gedanken, dass man sich fortpflanzen, die Familie fortführen und einem anderen Menschen was beibringen, seine "Weisheit weitergeben" will, ist nachvollziehbar. Aber das kannst du ja alles mit deinem einen Kind!

Warum muss es unbedingt noch eines sein?
Für mich ist Kinderkriegen damit verbunden, dass ich mit dem Partner, den ich liebe, eine Familie gründen möchte. Also dass ich eine schöne Partnerschaft habe und diese dann noch durch ein Kind weiter bereichere, die Verbindung noch weiter stärke. Ob die Partnerschaft dann hält, ist was anderes, aber das wäre der Grundgedanke.

Aber du willst einfach so noch ein Kind, Partner egal. Da frage ich mich, welche deiner Bedürfnisse das Kind erfüllen, was es kompensieren soll. Definierst du dich sehr über die Mutterrolle?

Bitte versuche doch zu erklären, warum du unbedingt noch ein zweites Kind möchtest, selbst ohne Partner. Was ist mit zwei Kindern besser als mit einem? Sind das tief verankerte Vorstellungen, hast du das Idealbild einer großen Familie vor Augen? Ich versuche es zu verstehen. Denn ich würde mich über ein Kind freuen und ganz entspannt schauen, ob ich mich wieder verliebe. Falls ein neuer Partner und ich dann gemeinsam noch ein Kind wollen und es noch klappt, ist es gut, aber wenn nicht, auch nicht schlimm. Warum diese Obsession mit dem weiteren Kind? Warum muss es erzwungen werden?
 
  • #15
Also für das Kind wäre natürlich das Beste, wenn der Vater gleichzeitig dein Partner wäre. Aber das weißt du selbst und ist ja eigentlich auch dein Vorhaben gewesen.

Co Elternschaft: Nachteil ist, dass das Kind nicht ständig bei dir wäre und eine andere Person das Kind mit erzieht. Hättest du damit kein Problem? Vorteil wäre, dass du finanziell nicht alleine für das Kind aufkommen müsstest.

Samenspende: Du würdest keinen Unterhalt erhalten. Könntest du dir das überhaupt finanziell leisten? Vorteil wäre, dass du das Kind alleine erziehst, dir niemand reinredet.
 
  • #16
Warum soll die FS darlegen, weshalb sie ein zweites Kind will und wer darf darüber urteilen? Und wer legt fest, ab wieviel Kindern man sich zufrieden geben sollte? Hier geht es doch vorrangig darum, die eigene Ablehnung ihres Co-Parenting Wunsches über das Absprechen des Kinderwunsches zu legitimieren. Finde ich übergriffig und falsch. Egal was ich selbst von dem Konzept halte. Außerdem reden wir hier von einem zweiten Kind, nicht von dem 7., bei dem man sich frahen kann, ob überhaupt die Ressourcen ausreichen um dem Kind dann auch ein gutes Leben zu ermöglichen.
Ich wüsste gern, mit welcher Begründung Menschen überhaupt Kinder bekommen? Also Begründungen, die nicht auf dem eigenen Haben wollen basieren. Denn das tut ein Kinderwunsch immer.
 
  • #17
Es gibt da wohl Foren für, Co-Elternschaft, was hier andere schon geschrieben haben. Oder Samenspende.
Ich muss gestehen, ich kann das ja nicht nachvollziehen, weil ich noch nie so einen dringenden Kinderwunsch hatte. Ich würde aber immer auch darüber nachdenken, wie das für ein Kind ist, vor vornherein ohne Vater aufzuwachsen. Dass man zufällig schwanger wird oder sich dann trennt, das kann ja alles passieren. Aber mit Absicht ein Kind ohne Vater - find ich schon sehr egoistisch. Was ist, wenn es mit einer Behinderung mehr Betreuung benötigt, du selbst krank wirst oder stirbst usw.
Mit Männer kennenlernen stell ich es mir schwierig vor, weil viele Männer wohl schnell merken, dass du sie vor allem für die Kindeszeugung benötigst, und viel Zeit fürs Kennenlernen wäre ja eh nicht. Es müsste dann also der seltene Fall sein, dass der Mann genauso dringend unbedingt ein Kind will, und dein schon vorhandenes wie ein eigenes annimmt (zumindest hoffe ich, dass dir das wichtig ist). Da das schwierig wird, würde ich dann wohl doch eher auf Samenspende o.ä. gehen, statt noch lange auf Partnersuche zu gehen, das seh ich schon ein.
w, 37
 
  • #18
Ich finde diese Kommentare so genial, die versuchen dem Kinderwunsch mit rationalem Gedankengut entgegenkommen wollen. Netter Versuch aber klappt nicht! Das ist ein Gefühl ganz tief in einem, das nicht rational vom Kopf abgewogen werden kann. Natur und Hormone halt.
Genauso wenig wie sexuelle Präferenzen oder der sexuelle Trieb an sich. Also lasst das doch einfach. Es bringt eh nichts, unerfüllter Kinderwunsch (egal ob 1, 3 oder 10 Kinder) können in schwere Depressionen führen.
Ich habe z.B. mit 32 immer noch 0,0 Kinderwunsch und ich denke nicht, dass sich das noch ändern wird.
Aber das ist nunmal ein Thema, das nicht rational angegangen werden kann wie der Kauf eines Autos oder eines Kühlschranks.

Und zur Frage: Ja, das gibts. Co Parenting, handhabt eine Bekannte von mir auch so. Sie ist mit dem Vater ihres Kindes in guter Freundschaft verbunden und sind so bessere Eltern, als es emotional verbundene mit den ganzen Problemen die in einer Partnerschaft so aufkommen, je sein könnten. Sie sind ein super Team und planen zusammen auch weitere Kinder.
 
  • #19
@INSPIRATIONMASTER Warum lasse ich es nicht bei dem einen Kind? Weil ich mir eben noch mehr Kinder wünsche. Punkt, Schluss, Aus. Daran ist nicht zu rütteln. Sonst hätte ich diesen Thread ja gar nicht erst aufgemacht.

An alle anderen, die mir antworten wollen: wer meinen Wunsch nicht ernst nimmt, braucht gar nicht erst etwas zu schreiben. Sprüche wie "schätze dich glücklich mit dem einen Kind, sei froh dass du überhaupt ein gesundes Kind hast, man braucht nicht unbedingt mehrere Kinder" helfen mir leider überhaupt nicht.
Naja, aber ist es nicht trotzdem hilfreich, andere Meinungen zu lesen und deine Lage aus einer anderen Perspektive zu betrachten? Denn eigentlich bist du in einer sehr komfortablen Situation, du müsstest nicht so verzweifelt suchen wie all die Frauen, die noch gar kein Kind haben, doch unbedingt eines wollen, und Angst haben, dass ihr Lebenstraum scheitern könnte.

Dieses verzweifelte Suchen und die Fixiertheit auf das Kinderthema dürfte nämlich viele Männer abschrecken oder zu überstürzten, wahllosen Handlungen führen, weswegen die Frauen, die unbedingt um jeden Preis ein Kind wollen, sich gerade dadurch eher unattraktiv machen oder die falschen Männer anziehen, eben weil sie gar nicht mehr viele Ansprüche an die Männer haben, Hauptsache Kind. Beziehungen scheitern dann auch schneller, wenn der Mann selbst die Frau gar nicht wirklich interessiert und er spürt, dass er nicht als Individuum geliebt wird, sondern nur als zeugungsfähiger Mann betrachtet wird. Scheint mir ein Teufelskreis zu sein.

Ich finde, solche Aspekte kann man hier mitdiskutieren. Und auch die möglichen Probleme, die dein Wunsch mit sich bringen könnte.

Oder wolltest du nur konkrete Websites und Kontaktadressen genannt bekommen? Dir wurden da gute Vorschläge gemacht. Ich hätte Sorge, dass es voll nach hinten losgeht und es dir dadurch dann evtl. schlechter als vorher geht.

Wie erklärst du deinem zweiten Kind dann eigentlich, unter welchen Umständen es entstanden ist? Das erste Kind kann sagen: "Mama und Papa haben sich kennengelernt, verliebt und mich bekommen. Leider kam es dann zur Trennung und ich bin bei Mama aufgewachsen..." Und das zweite Kind? "Mama wollte unbedingt noch ein Kind, also hat sie im Internet einen Erzeuger gegoogelt ..."
Hmmm.
 
  • #20
@Lynnea Ja, vielen Dank für deine Antwort. So etwas wie deine Bekannte hat, das schwebt mir vor. Wo hat sie denn ihren Coparenting-Partner kennengelernt?
 
  • #21
Warum soll die FS darlegen, weshalb sie ein zweites Kind will und wer darf darüber urteilen? Und wer legt fest, ab wieviel Kindern man sich zufrieden geben sollte? Hier geht es doch vorrangig darum, die eigene Ablehnung ihres Co-Parenting Wunsches über das Absprechen des Kinderwunsches zu legitimieren. Finde ich übergriffig und falsch. Egal was ich selbst von dem Konzept halte. Außerdem reden wir hier von einem zweiten Kind, nicht von dem 7., bei dem man sich frahen kann, ob überhaupt die Ressourcen ausreichen um dem Kind dann auch ein gutes Leben zu ermöglichen.
Ich wüsste gern, mit welcher Begründung Menschen überhaupt Kinder bekommen? Also Begründungen, die nicht auf dem eigenen Haben wollen basieren. Denn das tut ein Kinderwunsch immer.
Also mir ist es egal, was andere machen, meinetwegen kann sie gerne Co-Parenting machen. Ich wollte nur ihre Motivation richtig verstehen, um ggf. weitere Möglichkeiten aufzuzeigen, z.B. die, es nicht so verkrampft zu sehen, sondern abzuwarten, ob sich doch noch ein Partner findet, und sonst halt seinen Frieden mit der Situation zu schließen.

Man könnte auch ein Kind adoptieren theoretisch (kommt auf die Lebenssituation an) oder sich intensiv um anderer Leute Kinder kümmern, irgendwo engagieren. Oder eine Katze oder einen Hund anschaffen.

Mich hat interessiert, ob es der Wunsch ist, sich um ein anderes, hilfsbedürftiges Wesen zu kümmern (den könnte man, wie geschrieben, auch anders ausleben), ob es der Wunsch nach Nähe und Kontakt bzw. Einsamkeit ist (könnte man auch anders befriedigen), ob es Langeweile ist (könnte man auch anders befriedigen), der Wunsch, seine Gene in der Welt zu verbreiten, das Streben nach dem Ideal einer großen Familie, war der Hormonrausch der Schwangerschaft so toll? etc., und dann könnte sie analysieren, woher dieser Wunsch und dieses Bedürfnis kommt.

Dass Frauen allgemein einen Kinderwunsch haben, kann ich voll verstehen und das würde ich auch nicht kritisch hinterfragen. Aber hier ist der allgemeine Wunsch ja schon erfüllt.

Jemanden, der ein Haus oder Auto hat und unbedingt um jeden Preis auf Biegen und Brechen noch ein zweites will, auch wenn er es sich gerade nicht leisten kann (hier vergleichbar mit dem fehlenden Partner), würde ich auch fragen, ob das wirklich sein muss und warum das eigentlich so wichtig ist. Die Antwort "Kinder sind halt schön" verstehe ich vollkommen, nur hier sind ja die Voraussetzungen ungünstig, daher würde ich fragen, ob man etwas, das gerade nicht sein soll, erzwingen muss.

Ok, vielleicht bin ich zu rational. Aber die Gründe interessieren mich wirklich.

Trotzdem respektiere ich jetzt, dass die FS konkrete Hinweise zu und Erfahrungen mit Co-Parenting wünscht, und halte mich ab jetzt raus, denn damit kenne ich mich nicht aus. Und sorry, hätte mich einfach nur interessiert...
 
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  • #22
Ich finde diese Kommentare so genial, die versuchen dem Kinderwunsch mit rationalem Gedankengut entgegenkommen wollen. Netter Versuch aber klappt nicht! Das ist ein Gefühl ganz tief in einem, das nicht rational vom Kopf abgewogen werden kann. Natur und Hormone halt.
Genauso wenig wie sexuelle Präferenzen oder der sexuelle Trieb an sich. Also lasst das doch einfach. Es bringt eh nichts, unerfüllter Kinderwunsch (egal ob 1, 3 oder 10 Kinder) können in schwere Depressionen führen.
Ich habe z.B. mit 32 immer noch 0,0 Kinderwunsch und ich denke nicht, dass sich das noch ändern wird.
Aber das ist nunmal ein Thema, das nicht rational angegangen werden kann wie der Kauf eines Autos oder eines Kühlschranks.
Dito.

Manchmal würde ich zu gern wissen, auf welchem Planeten diese Menschen leben, die glauben ein so emotionales und egoistisch belegtes Thema mit Rationalität begegnen zu können. Über kurz oder lang bleibt so ein Versuch zum Scheitern verurteilt, denn eine Frau oder ein Mann, die sich Kinder wünschen, die bekommen auch Kinder. Und für die Frau ist irgendwann nun mal Schluss mit den Kinderkriegen, drum wird sie irgendwann eben über andere Wege zum Kind kommen, wenn die Partnersuche nicht "erfolgreich" ist.
 
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  • #23
Ich kann den Wunsch nach einem zweiten Kind verstehen . Ich hatte ihn auch genau in deinem Alter . Ich habe mich mit einem halb optimalen Partner zufrieden gegeben , der unbedingt Familie gründen wollte . Es ging nicht gut und wir sind beide liebende Eltern geblieben . Ich liebe mein zweites Kind über alles aber es hat mich unendlich viel Kraft gekostet . Ich stemme alles alleine , Vollzeitarbeit, ein Sohn kam ins schwierige Teenageralter und ein Baby . Ich bin unendlich erschöpft . Aber auch unendlich dankbar . Meine beide Söhne lieben sich über alles und mein jüngerer Sohn hat mein Herz und meine Empathie . Ich habe keinen Ratschlag nur noch mal in dich zu gehen und heraus zu finden warum es mit Partnerschaft nicht klappt und es ggf. besser zu machen . Und Kinder sind nicht dazu da , unsere emotionale Leere zu stopfen . Sie lieben uns auch nicht bedingungslos sondern werden uns spätestens in der Pubertät sehr in Frage stellen. Bist du stark und belastbar über so viele Jahrzehnte zwei Kinder alleine groß zu ziehen. Ich habe wenn mein jüngerer Sohn erwachsen ist insgesamt 30 Jahre alleine erzogen . Lange , lange Zeit . Nur ein Denkanstoß .
 
  • #24
Ganz nüchtern betrachtet:
Es ist ja nicht damit getan einen Mann mit Kinder- und ohne Beziehungswunsch zu finden der daneben noch andere Gebiete abdeckt!

Zum einen muss das Kind ja gezeugt werden....
Zum anderen muss ja auch eine Übereinstimmung in der späteren Versorgung des Kindes bestehen.

Find ich schon schwer!
 
  • #25
Ich habe mich mit einem halb optimalen Partner zufrieden gegeben , der unbedingt Familie gründen wollte . Es ging nicht gut und wir sind beide liebende Eltern geblieben . Ich liebe mein zweites Kind über alles aber es hat mich unendlich viel Kraft gekostet . Ich stemme alles alleine , Vollzeitarbeit, ein Sohn kam ins schwierige Teenageralter und ein Baby . Ich bin unendlich erschöpft .
Ich - Mann - kann nicht nachvollziehen und nicht verstehen, dass man sich so etwas antun kann, für wen, für was, weil man nicht alleine sein kann, weil die Bio-Uhr kräftig über einen bestimmt, ich glaube kein einziger Mann würde sich das antun, gut kann er auch nicht! Ich bewundere aus heutiger Sicht Frauen, die überzeugt kinderfrei leben möchten, die dem feministischen Credo, keine patriarchalen Imperative zu erfüllen, treu geblieben sind und weiterhin auch treu bleiben.
 
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  • #26
Ich - Mann - kann nicht nachvollziehen und nicht verstehen, dass man sich so etwas antun kann, für wen, für was, weil man nicht alleine sein kann, weil die Bio-Uhr kräftig über einen bestimmt,
Natürlich kannst du es nicht nachvollziehen, weil du keine Frau bist und du diesen Druck einfach nicht verspürst.
Rein rational sollten sehr viele Leute eher keine Kinder oder weniger Kinder bekommen! Die Realität sieht aber anders aus.
 
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  • #27
Bin schon so weit dass ich die Trennung damals schon fast bereue. Wenn ich vor sechs Jahren gewusst hätte, dass die Partnersuche scheitern würde, wäre ich bei meinem Ex geblieben, schwanger geworden und hätte mich erst dann getrennt, wenn überhaupt.

Aber gut - kann die Zeit nicht zurückdrehen.
 
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  • #28
Bin schon so weit dass ich die Trennung damals schon fast bereue. Wenn ich vor sechs Jahren gewusst hätte, dass die Partnersuche scheitern würde, wäre ich bei meinem Ex geblieben, schwanger geworden und hätte mich erst dann getrennt, wenn überhaupt.
Für mich persönlich ist das eine ganz fiese, schlimme, schlechte und negative Einstellung, mehr geht gar nicht, mich wundert schon lange nicht mehr, warum immer mehr Männer Frauen gegenüber immer kritischer und schwieriger werden, ich verstehe nicht, absolut null Verständnis, dass eine Frau solche Gedanken hegen kann, nur um ihr Ego zu befriedigen, ohne Rücksicht auf Verluste, auf Mann und auf Kind, nur einfach ein Kind zu bekommen, koste was es will, sich selbst so zu befriedigen, einfach nur mein Kopfschüttel. Ich dachte erst, das könnte ein Fake sein! Unglaublich! 😞🙄
 
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  • #29
Bin schon so weit dass ich die Trennung damals schon fast bereue. Wenn ich vor sechs Jahren gewusst hätte, dass die Partnersuche scheitern würde, wäre ich bei meinem Ex geblieben, schwanger geworden und hätte mich erst dann getrennt, wenn überhaupt.

Aber gut - kann die Zeit nicht zurückdrehen.
Ok, eigentlich wollte ich mich nicht mehr melden dazu, aber ich kann wirklich nur ganz schwer nachvollziehen, wie man so fixiert auf ein Kind sein kann, dass man sogar nur deswegen bei einem Mann, von dem man sich sowieso trennen möchte, länger bleiben und sich dann erst nach erfolgreicher Befruchtung trennen würde -- oder sogar in einer als schlecht befundenen Partnerschaft verharren würde, um weitere Kinder zu zeugen. Und ich fände das dem Mann gegenüber auch echt unfair und nicht korrekt. Das ist in meinen Augen ein egoistisches und triebgesteuertes (oder was auch immer, der Grund wird ja nicht genauer erklärt), und ja, irgendwo irrationales Verhalten, wie bei einer Sucht.

Tut mir leid, wenn ich diesen übermäßigen Wunsch hier so "rational" und sehr "kritisch" hinterfrage, ich würde die Ursache von einem so heftigen Drang gerne besser verstehen und nachvollziehen können.
 
  • #30
Bin schon so weit dass ich die Trennung damals schon fast bereue. Wenn ich vor sechs Jahren gewusst hätte, dass die Partnersuche scheitern würde, wäre ich bei meinem Ex geblieben, schwanger geworden und hätte mich erst dann getrennt, wenn überhaupt.

Aber gut - kann die Zeit nicht zurückdrehen.
Bei sowas wundert es mich dann nicht, dass Männer Frauen nicht mehr trauen und wenn jemand wirklich ungewollt schwanger wird, gleich denken, das war Absicht. Das arme theoretische Kind, vor allem der arme Vater, der dann gleich abgeschossen wird und zahlen muss, obwohl er davon ausging, dass die Frau entweder nicht schwanger wird oder das Kind gemeinsam großgezogen wird 😱 da frage ich mich dann, was für eine Mutter so jemand ist und ob er diese Werte seinen Kindern vermittelt. Co-Parenting usw, alles super, da werden alle gefragt und es ist transparent. Aber sowas find ich unter aller Kanone.
 
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