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  • #1

Partnerschaft trotz getrennter Immobilien möglich?

Was denkt ihr?
Kann man eine langfristige Beziehung führen ohne klassisch irgendwann zusammenzuziehen.
Sprich gemeinsame 4 Wände. Oder funktioniert es auch wenn man getrennte Wohnungen/Häuser hat. Ich meine keine Fernbeziehung! Tägliches Treffen wäre möglich. Danke
 
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  • #2
Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre haben das, wie ich höre, erfolgreich so gemacht. Ob die beidne für dich ein Vorbild sind???
 
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  • #3
Es kommt darauf an, was Du von der zukünftigen Beziehung erwartest. Wenn die Partnerin das auch so sehen kann, dann wäre es ein lebbares Modell.

Ein langfristige Beziehung sieht für mich jedoch anders aus. Das Wort Beziehung bedeutet für mich, das Einlassen auf einen Partner. Gemeinsames Leben, morgens neben mich greifen und zu fühlen, er ist da. Teilhabe am Leben des Anderen, in engem Kontakt Seite an Seite. Ich denke dabei nicht an’s heiraten, sondern an den gemeinsamen Lebensweg. Das Gefühl beim Anderen angekommen zu sein. Tägliche Treffen, wären mir langfristig zu stressig und auch zu unverbindlich. Ganz oder gar nicht. Das ist sicher ein kontrovers diskutierbares Modell, doch das ist mein Weg.

Dieses, lass uns unser bisheriges Leben beibehalten, hatte ich schon mal. Er hatte Angst ganz ja zu uns zu sagen und wollte sich ein Hintertürlein offen lassen. Das brauche ich nicht, letztendlich hat es mich verletzt und ich hatte nie das Gefühl, dass wir zusammen gehören.

w, ü50
 
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  • #4
Wie soll man das allgemein gültig beantworten?
Für mich war es ein, nein DER Trennungsgrund nach Jahren.
Ich war es leid, immer in 2 verschiedenen Haushalten zu leben, obwohl es nur wenige Autominuten voneinander war, denn es war immer ein Mein und Dein, niemals ein WIR.
Ich fühlte mich als Single in einer Beziehung, kein erstrebenswerter Zustand.
 
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  • #5
Ich habe noch nie mit einem Mann zusammengelebt und dabei drei sehr lange Beziehungen geführt, wo andere immer neidisch hinterher blickten. Ich glaube, dies wäre nicht möglich gewesen, wenn man sich täglich auf der Pelle sitzt!

Gerade ich selber bin ich ein sehr anspruchsvoller, nörglerischer Typ, dem es schnell nach 3 Wochen langweilig wird, wenn er zu viel Nähe und Beklemmung um sich hat und mir fällt die Decke auf den Kopf.

Ich liebe meine eigenen 4 Wände, ich will mich nicht arragieren oder wohntechnisch nach dem Partner richten. Für manche ist das pubertär - dann sei es so. Die Männer sahen das bisher ähnlich - nicht alle, aber die die zu mir passten. Ich kann keine Klette um mich gebrauchen, Heirat und Kinder kommen für mich sowieso nicht in Frage. Dementsprechend tue ich mich auch mit ähnlichen Männern zusammen, die das genauso sehen. Wo ist das Problem? Ich muss niemandem was beweisen oder Rechenschaft ablegen, wie ich zu leben habe.

w
 
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  • #6
So was ist möglich und nennt sich LAT (living apart together). Ich habe 9 Jahre lang mit einem Mann zusammen gelebt und ich bin "satt gegessen" mit dieser Art von Beziehungsform. Mit meinem aktuellen Mann habe ich ein Jahr lang zusammen gelebt, es hat nicht funktioniert. Nun leben wir in zwei verschiedenen Häuser (5 Minuten mit dem Auto entfernt) und sehen uns trotzdem täglich. Er übernachtet auch 5 mal die Woche bei mir. Was der Vorteil ist? Es gibt komplete Rückzugsmöglichkeiten (nicht nur ins Nebenzimmer) und auch muss ich mich nicht seinem "Wohnstil" anpassen. Ausserdem als Frau ist es für mich DER Vorteil schechthin, dass ich ihm weder hinterherräumen, für ihn kochen und Wäsche waschen und sonstiges Alltägliches für ihn miterledigen muss. Für mich passt dieses Konzept sehr gut auch wegen den getrennten Finanzen! W/36
 
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  • #7
Wie soll man das allgemein gültig beantworten?
Für mich war es ein, nein DER Trennungsgrund nach Jahren.
Ich war es leid, immer in 2 verschiedenen Haushalten zu leben, obwohl es nur wenige Autominuten voneinander war, denn es war immer ein Mein und Dein, niemals ein WIR.
Ich fühlte mich als Single in einer Beziehung, kein erstrebenswerter Zustand.
Doch, genau das ist ein erstrebenswerter Zustand. Man kann sich jederzeit zurückziehen und wenn man sich trifft, dann weil man sich treffen WILL und nicht weil man sich sowieso zuhause sehen muss.
Nur so wäre das für mich überhaupt eine Basis.
 
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  • #8
Das ist vom Typ Mensch, Alter, Lebenssituation und Zukunftsvorstellung abhängig. Es gibt Menschen, die können und wollen nicht alleine leben, andere finden die finanziellen Vorteile interessant, andere wiederum schätzen eine Entlastung im Haushalt. Letzterer Aspekt formuliere ich absichtlich dezent.

Plane ich eine Familie mit dem Partner zu gründen zieht man zusammen. In jungen Jahren mit Ikea-Möbel & Co, wahrscheinlich noch leichter und schneller als im Alter.

Im Alter hat man seinen Wohnungsstil, teurere Möbel & Einrichtung, seine Umgebung (Job, Kinder etc) - da wird ein Umzug oder Zusammenziehen nicht mehr so einfach sein. Ein Alltag zu zweit im gemeinsamen Haushalt bingt eben auch mehr Reibereien mit sich. Da fallen die kleinen Macken und Eigenheiten des Partners viel stärker ins Gewicht, wie bei getrennten Wohnungen.

Frag Dich selber: wieviel Nähe brauchst Du? Muss und will ich meinen Partner täglich sehen? Wie sieht ihr/dein Haushalt aus (Chaot oder die Putzfanatiker)?. Ist man bezüglich Ordnung auf der gleichen Wellenlänge? Was sind die Gründe, und welche Vor- und Nachteile (Arbeitsweg etc.)ergeben sich, wenn wir zusammenziehen?

Schlussendlich kommt es auf Dich und Deine Partnerin drauf an, was ihr wollt (Zukunftsvorstellung) oder wäre das Zusammenziehen ein eher ökonomischer, praktischer Aspekt? Wenn Dich der Gedanke, Deinen Partner jeden Tag von der Nase zu haben nicht abschreckt, kein Fluchtreflex auslöst, dann tu es. Eine Patentlösung gibt es nicht. Der Schuss kann mit und ohne Zusammenziehen nach hinten los gehen.

Viel Spass beim Kisten schleppen!
 
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  • #9
Liebe(r) FS

ja, für mich möglich. Für ihn leider unvorstellbar.
Der Grund lag aber nicht an meiner Persönlichkeit sondern an seinen Bedürfnissen.

Er ist Patriarch und wenn er heimkommt soll eine Frau eine wohnliche Atmosphäre ausgebreitet
haben.
Essen auf dem Tisch und so.
Das ist schlicht regelmässig gar nicht möglich
weil ich als Juristin dauernd quer durch die Republik reisen muss.
Ich bin zudem viel jünger als er. Für ihn steht nun die Planung
des Übergangs in den Ruhestand auf dem Programm. Ist er im Ruhestand werde
ich noch 15 Jahre beruflich aktiv sein.
Beide haben wir ETWS. Ich sehe nicht wieso wir nicht
heiraten und 2 Wohnungen halten. Er will aber dass ich zu ihm ziehe
und meine verkaufe. Das aber ist mir zu riskant da er nicht heiraten will.
Für mich gibt es das aber nur als Paketlösung: Verkauf der eigenen Immobilie
und Eintrag ins Grundbuch der anderen. Alles andere wäre Roulette. Russisch.
 
  • #10
Was soll das? Natürlich ist das möglich--- wenn BEIDE das wollen. Wenn beide Abstand haben wollen und sich nicht arrangieren möchten. Blöd ist es wenn einem ein Lebensstil aufgezwungen werden soll der Ihm nicht passt.
Das ist eine Grundsätzliche Geschichte bei der ein Kompromiss nicht möglich ist.

Für mich wärs nix, ich empfinde das einfach als etwas halbes. Entweder ich lass mich auf den Menschen ein oder nicht. Ich mag nicht nach einer Tour heimkommen und erstmal zu Ihr weiterfahren müssen wenn ich Sie in die Arme nehmen will, ich mag nicht noch mehr Zeit ohne Sie verbringen.

Ich denke die heutige Arbeitswelt mit Reisen für praktisch jeden der Über eine gewisse Stufe herauskommt sorgt Automatisch dafür seine Auszeiten zu bekommen.

ja, für mich möglich. Für ihn leider unvorstellbar.
Der Grund lag aber nicht an meiner Persönlichkeit sondern an seinen Bedürfnissen.

Er ist Patriarch und wenn er heimkommt soll eine Frau eine wohnliche Atmosphäre ausgebreitet
haben.
Essen auf dem Tisch und so.
Das ist schlicht regelmässig gar nicht möglich
weil ich als Juristin dauernd quer durch die Republik reisen muss.

Ist das nicht ein schönes Beispiel?
Liebe #8- sorry- ihr habt völlig unterschiedliche Ansichten und Lebensweisen. Ich glaube nicht dass sowas wirklich erfüllend sein kann. Er Patriarch alter Schule und Du die erfolgreiche emanzipierte Juristin? Getrennte Wohnungen vs. Zusammenleben dürfte das kleinste Eurer Probleme sein.
 
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