• #31
Ich habe auch eine offene Beziehung. Hätte ich mir vor 10 Jahren nie vorstellen können, aber man wird in Sachen Liebe und Offenheit einfach reifer im Alter und weniger verklemmt.

Na klar, irgendwann musste ja mal wieder die Verklemmt/reife-Keule kommen. Jeder der selbst sehr viel von Treue hält ist anders als Du und muss daher unreif und verklemmt sein. Schon klar.

Nee, es möge jeder nach seiner Fasson selig werden. Aber es hat schon seine Gründe wieso in allen Weltreligionen Treue als Grundwert gilt (ja, auch im Harem!).

Lieber FS, bitte wie weiter oben geschrieben solltest Du mit Ihr klären wie überzeugend Ihr Sinneswandel ist. Lass Dich nicht mit "unreif-Sprüchen" in die Enge treiben. Ist er überzeugend für Dich und Du hast auch kein Problem mit dem Wissen was Sie früher so gemacht hat dann solltest Du weitermachen. Aber eben nur wenn Du wirklich Überzeugt bist- nicht wenn Du Dir das nur wünschst.
 
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  • #32
15 Jahre offene Bezieung ist eine bewusste Lebenseinstellung.
Ihr seid gerade mal 2 Jahre zusammen, nicht viel, es gibt "bessere Frauen", anständigere Frauen, die nicht so einen Werdegang vorzuweisen haben. Bei so einer Frau ist die Gefahr deutlich höher, dass sie fremdgeht als bei Frauen, die auch in Singlzeiten monogam gelebt haben.
Mich schreckt soetwas ab, von heute auf morgen wird keiner treu, weil 15 Jahre eine verdammt lange Zeit sind und sie diese 15 Jahre auch bewusst ohne Scham ausgelebt hat, also stand sie zu dieser Art des Lebens, was für Gründe hat sie jetzt, vollkommen anders zu leben? Nein, zu risikohaft und dieses Risiko wüde ich nicht eingehen wollen gar Kinder mit so einer Frau haben wollen, die schon zig Männer durchgenagelt haben und die keinerei Selbstachtung vor sich selbst hat! Wie gesagt, es gibt anständigere Frauen mit Stil und Anstand!

w, 35
 
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  • #33
Nein, lieber M., die Kreditwürdigkeit wird meines Wissens anhand des Potentials abgeschätzt. Braucht jemand einen Kredit für sein Unternehmen, muss er einen Plan vorlegen, der überzeugt, dass der Kredit gedeckt werden kann. Auch Einstellungsgespräche beschäftigen sich nicht mit der Vergangenheit. Das tun nur die Bewerbungen. Ist jemand erst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, geht es um sein Auftreten im Gespräch.

... eine komplett unsinnige Analogie, die Sie aufbauen. Sogar ein distanzierter, kühler Vorgesetzte ist schlauer als manche "Männer".

So kann man das nicht stehen lassen. Natürlich spielt AUCH die Vergangenheit eine Rolle bei den o.e. Angelegenheiten. Schufa-Scores beruhen letztendlich vollständig darauf. Und ein Bewerber, der viele Jobwechsel hinter sich hat, muss die erst einmal erklären können. Eine Führungskraft, die früheren Chefs gegenüber illoyal war, ist in der Industrie schlicht erledigt.

Ob das eine "komplett unsinnige Analogie" sei ... mag dahingestellt bleiben. Da unterscheiden sich die Auffassungen eben.

M.
 
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  • #34
Hallo FS.

Nach 2 Jahren zusammen erfährst Du nun etwas, was Dich stört oder verunsichert.

Nein, das was Sie Dir erzählt hat reicht nicht aus, um die Beziehung abzubrechen wegen Ängste über die *Zukunft*. Wenn Du aber mit der *Vergangenheit* nicht klarkommst, ist das halt was anderes.

Ich hätte da auch so meine Probleme und glaube auch nicht, dass ich damit einfach so klarkommen würde ...Was ich nun genau machen würde weiss ich auch nicht.

Spürt Sie Deine Verunsicherung? Vermutlich hat Sie jetzt auch Verlustängste, da Sie merkt, dass es Dich stört...

Bei Sexualität werden Menschen halt sehr empfindlich, also überleg Dir gut, wie Du das Thema angehst.

Ohne Dich zu kennen: Alleine die Tatsache, dass Du hier an einen anonymen Kreis schreibst ist ein Signal, dass Du damit derzeit nicht zurecht kommst ...Irgendwas solltest Du also machen, sonnst frisst sich das Thema ein...

Euch beiden viel Glück. M46
 
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  • #35
Der Spruch "Jeder nach seiner Fasson" ist auch einer meiner liebsten. Ein verrücktes Vorleben an sich würde mich nicht abstoßen, sondern ich würde vor allem auf jetzt und heute und die Taten schauen. Und auch sehr nach meinem Gefühl gehen und schlechte Gefühle hinterfragen.

In Beziehungen bin ich recht schnell sehr offen, was meine Vergangenheit angeht. Gleiches erwarte ich auch von meiner Partnerin. Und so würde es bei mir maximal ein halbes Jahr dauern, bis alles Wesentliche gesagt ist, auch über frühere Beziehungen. Würde mir eine Frau erst nach zwei Jahren mit so einer Wahrheit kommen, dann wäre ich erstaunt und seeehr nachdenklich.

Ja, Menschen können sich ändern, aber bestimmte Grundmuster bleiben erhalten. Man kann sich viel vornehmen, man kann z.B. als Frau zu einer bestimmten Zeit mit großem Interesse eine Familie gründen wollen und das auch erstmal erfolgreich durchziehen. Aber es ist sehr schwierig, seine wirkliche Natur dauerhaft umzustricken. Ich denke da an die Geschichte mit dem Skorpion und dem Frosch... Und ja, bei so einer Vorgeschichte hätte ich schon arge Bedenken, mitten im Fluß gestochen zu werden.
 
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  • #36
Es ist ihre Vergangenheit, die im Grunde selbst dich nichts angehen sollte. Selbst wenn sie 20 Männer vor dir hatte, entscheidend ist doch, was sie nun von dir u. mit dir möchte. Solltest du allerdings auch weiterhin unsicher sein, u. ihr dein Vertrauen entziehen (dazu dich auch weiterhin moralisch ihr gegenüber erhöhen) wird das vielleicht der erste (feine) Riss in eurer Beziehung bedeuten...

W 44j.

Kann man das auch als eine elegante Art deuten, dem FS schon mal prophylaktisch die Verantwortung für ein mögliches Scheitern der Beziehung zuzuschieben?

MEIN Vertrauen wäre dahin, würde mir eine Frau sagen, dass mich ihre Vergangenheit nichts angeht. Und hier geht es ja nicht um zwei Männer mehr oder weniger im Bett, sondern um einen ganzen Lebensstil, den sie immerhin selbst wollte, wie der FS geschrieben hat.

Mit "sich weiterhin moralisch ihr gegenüber erhöhen" hat das rein gar nichts zu tun. Eher mit unterschiedlichen Vorstellungen über den richtigen Umgang mit Sexualität. Und das berührt sehr wohl den Kernbereich einer Partnerschaft. Deshalb ist die Verunsicherung des FS leider nur allzu gut begründet. Den schwarzen Peter bekommt er jetzt zusätzlich noch gratis mitgeliefert (auch wenn er vielleicht etwas anderes "bestellt" hatte, um dieses Bild zu benutzen)?
 
  • #37
Ich bin bei sowas immer Zwiegespalten..

einerseits weiss ich das manche Menschen harte Grenzen brauchen um zu funktionieren und um sich letztendlich wohl zu fühlen, genauso wie es Menschen gibt, die diese Grenzen einfach "nicht nutzen"-- ( ich rede absichtlich nicht von "nicht brauchen", denn sie haben eigene Grenzen .. manchmal flexible manchmal starre.. manchmal konditionelle)

alles das ist zulässig.. WENN der Partner das ebenso sieht..

ich darf dir (m)ein Beispiel nennen: ich habe, bis auf meine Allererste Beziehung ( 7 Jahre) NIE wieder eine Beziehung gehabt, die einen "Ausschlieslichkeitsanspruch" hatte. Meine Partnerinnen hätten, wenn sie gewollt hätten jederzeit ihre Lust woanders stillen "dürfen".. Die Einzige, die Fremd gegangen ist , war allerdings eben diese Nummer eins und da hat sie sich selbst wesentlich mehr Vorwürfe gemacht als ich ihr hätte machen können.. ( , lief ausserdem schlecht und es war im Kollegenkreis während der "Skifreizeit" d.h. es gab Nachwirkungen im Berufsalltag..) eventuell, weil ich noch nie damit auf die nase gefallen bin, lebe ich dieses Model gerne.. es ist weitestgehenst Eifersucht frei und besitzt eine wesentlich breitere "Grauzone" als das Traditionelle Modell..
(mir darf ein halbnacktes Modell auf dem Schoss sitzen oder ich darf ihr in ein Latexkleid helfen, ohne das es zu anderweitigen Knatsch kommt oder Reibereien mit der Partnerin. )
Mit meiner Partnerin ist dieses "freie" Modell auch vereinbart worden, aber wie es aussieht hat keiner von uns Lust von diesem "Privileg" in irgendeiner Form Gebrauch zu machen..
 
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  • #38
Das zeigt einfach, dass sie ein sehr toleranter, unverklemmter, weltoffener Mensch ist, der mit jeder Form von Beziehung leben kann, wie es eigentlich richtig ist. Einen Partner nämlich nicht teilen wollen und als sein Eigentum zu betrachten, ist streng genommen widernatürlicher Schwachsinn und extremer Egoismus. Kein Mensch gehört einem und wenn der Partner eine offene Beziehung wünscht oder mit mehreren Partnern schlafen will, dann muss man sich dem fügen, das akzeptieren oder man trennt sich. Zudem lassen viele Frauen von Männern sich zu so einem Spiel hinreißen, um den Mann halten zu können. Und am Ende finden sie selber Gefallen daran. Vielleicht hat dir deine Freundin also nicht alles gesagt, wie und warum es dazu überhaupt kam. Niemand entscheidet sich spontan für so eine großartige Sache.

w ( selber monogam)
 
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  • #39
Das zeigt einfach, dass sie ein sehr toleranter, unverklemmter, weltoffener Mensch ist, der mit jeder Form von Beziehung leben kann, wie es eigentlich richtig ist. Einen Partner nämlich nicht teilen wollen und als sein Eigentum zu betrachten, ist streng genommen widernatürlicher Schwachsinn und extremer Egoismus. Kein Mensch gehört einem und wenn der Partner eine offene Beziehung wünscht oder mit mehreren Partnern schlafen will, dann muss man sich dem fügen, das akzeptieren oder man trennt sich. Zudem lassen viele Frauen von Männern sich zu so einem Spiel hinreißen, um den Mann halten zu können. Und am Ende finden sie selber Gefallen daran. Vielleicht hat dir deine Freundin also nicht alles gesagt, wie und warum es dazu überhaupt kam. Niemand entscheidet sich spontan für so eine großartige Sache.

w ( selber monogam)

Großartige Sache?

Nun ja, wie Die ja selbst zugeben ("selber monogam"?), theoretisieren Sie hier gerade kräftig. Ich persönlich kenne keinen einzigen Fall dieser Art, der nicht so oder anders Desasters geendet hätte. Manchmal hat es ein paar Jahre gedauert, aber das war's dann auch schon.

Ich möchte damit nicht ausschließen, dass es auch Ausnahmen geben mag. Der FS muss eine Wette darauf abschließen, ob seine Beziehung (indirekt) zu dem Ausnahmen gehören wird...
 
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  • #40
Insbesondere habe ich für mich festgestellt, dass Sex mit fremden Männer zwar vielleicht aufregend ist, aber immer ein schales Gefühl dabei bleibt, weil dem Mann dann doch das wGewisse etwas fehlt, was zum verlieben reichen würden.

Auch hab ich festgestellt, dass dies alles niemals an das Gefühl heranreicht, wenn man Sex mit einem Mann hat, den man wirklich liebt und begehrt.

w,40

An dieser Antwort kannst du erkennen, dass gelebte Erfahrungen oft zu tiefen Einsichten führen. Ein Umdenken, das aus reiflicher Überlegung und eigenem Erleben resultiert, halte ich für sehr glaubwürdig. Eine solche Frau ist dir meiner Ansicht nach sogar mit wesentlich größerer Wahrscheinlichkeit treu als eine, die immer mit dem vagen Gefühl rumläuft, sie könne im Leben was verpasst haben. Dass sie dir das so offen erzählt hat, spricht zusätzlich für ihre Aufrichtigkeit.
 
  • #41
Einen Partner nämlich nicht teilen wollen und als sein Eigentum zu betrachten, ist streng genommen widernatürlicher Schwachsinn und extremer Egoismus. Kein Mensch gehört einem und wenn der Partner eine offene Beziehung wünscht oder mit mehreren Partnern schlafen will, dann muss man sich dem fügen, das akzeptieren oder man trennt sich. .....Niemand entscheidet sich spontan für so eine großartige Sache

Tschuldige- offene Beziehung ist EINE Möglichkeit von vielen. Was für Dich eine "großartige Sache" ist, ist für den anderen inakzeptabel. Für den FS ist es offenbar ganz und gar nichts grossartiges also muss er sich davon überzeugen dass Sie nun aus eigener Überzeugung Ihr Lebensmodell geändert hat. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Rest sind Schlagworte der 68ziger. Heute ist man sich da nicht mehr so sicher wie die menschliche Spezies in Mehrheit tickt. Es gibt auch eine Menge Dinge die Nahelegen dass der Mensch eine Monogame Spezies ist ((lange Aufzuchtzeiten etc.) Was aber mal ganz und gar Unsinn ist, ist die Darstellung einer Offenen Beziehung als höheres Lebensmodell.

Hier treffen zwei Modelle aufeinander die nicht zusammen gehen. Die Freundin behaupten nun Ihr altes Modell gegen das des FS ausgetauscht zu haben. Das Thema des FS ist nun wie sehr dies aus IHRER inneren Überzeugung heraus geschah.
 
  • #42
Und uns somit Frauen schmackhaft zu machen, die einfach schlecht für eine feste Beziehung und Familiengründung sind.
Bekanntenkreis erlebt:Nicht euphemistisch ausgedrückt heißt das, dass Sie so ziemlich die größte Schl….. vor dem Herrn war.
Sie wurde schwanger. Er ist ein anständiger Kerl, stellt ihr ein Haus hin, heiratet sie, usw.
5 Jahre später: Sie hatte bereits 2 Affären, ca. 3 ONS Er findet es raus. Sie steckt aber nicht zurück. Nein, nein, sie möchte eine „offene Beziehung.“ Sie braucht das, meint sie.
Und das ist nur einer von 3 Fällen die zur Zeit kenne.
Und diejenigen, die nicht promisk in der Jugend waren? Sind später auch in der Regel treu.
Ach ja, natürlich! Sie hat es 15 Jahre!! anders gelebt und hat sich nun grundsätzlich verändert. Natürlich sagt Sie das, und wahrscheinlich will Sie es zumindest auch so glauben.
Lieber FS- ich bin wohl einer der wenigen die Deine Zweifel nachvollziehen können. 15 Jahre offene Beziehung sind eine verdammt lange Zeit.Sie hat diese Zeit wahrscheinlich genossen und mit Freude genau so gelebt. Das ist eine grundsätzliche Lebenseinstellung, ein Charakterzug.
Wusste dieser Freund dass es eine offene Beziehung war oder ist es nur Ihre Definition?

Ich kann Thorin&Kalle nur zustimmen...

LieberFS, du hast da eine Frau, die eine sehr lange promiske Phase hatte, das kommt nicht von ungefähr, was mir weiter zu denken gibt, als sie die offene Beziehung eingegangen ist, war sie nach meiner Rechnung erst 18 ich befürchte damit und der Tatsache, das das Spielchen ganze 15 Jahre ging hat sie den Sprichwörtlichen "Knacks" weg.
Kann ja vielleicht sein, das eine Frau sowas mal in einer kurzen Singlephase über 2-3 Monate ausprobiert und danach sagt, es ist nichts für sie, mit so einer Frau würde das wahrscheinlich noch funktionieren, aber 15 Jahre sind einfach zu lang, die Vergangenheit bestimmt größtenteils ja auch die Zukunft!
Die zweite Sache ist, diese Frau hat bisher noch keine (vernünftige) Beziehungserfahrung, die sie eigentlich hätte sammeln müssen, damit das später in der Partnerschaft /Familie auch klappt, sie wird wahrscheinlich im laufe der Zeit viele Fehler machen die andere eigentlich nur in Jungendzeiten gemacht haben, ob das insbesondere mit der Zusatzbelastung Kinder gut geht, ich sehe da schwarz.

Ich kann mir auch gut vorstellen, das sie in 2-3 Jahren selber sagt, das so eine monogame Beziehung doch nichts für sie ist und sie (wieder) mehr Abenteuer braucht...
 
  • #43
Beispiel aus meiner Umgebung:
Ein guter Freund (anständiger Kerl) verliebte sich in eine damalige Unikollegin von mir, die ebenfalls 10 Jahre sehr promisk gelebt hatte, hat diese nach nur 2 Jahren Beziehung auch geheiratet, ein Jahr später kam der erste Sohn, 2 Jahre später die gemeinsame Tochter und nach 5 Jahren Ehe hat er sie inflagranti im Ehebett mit 2 Typen erwischt... das schlimmste für ihn war aber, das alle ausser ihm wussten, das sie fast täglich während er Mittags auf der Arbeit war irgendeinen Typen (manchmal halt auch 2) mit nach Hause genommen hatte.

Nun sitzt er da, mit 2 kleinen Kindern, für die er zwar zahlen, sie aber nur selten sehen darf und muss zusehen, in welchen Verhältnissen die Kinder aufwachsen, der Sohn bekommt ja so langsam mit, das die Mutter jeden Abend Herrenbesuch hat.

Ich kann dir lieber FS von dem Versuch mit dieser Frau eine Familie zu gründen nur abraten, da draussen gibt es hunderte von Frauen, mit denen du bessere Aussichten hast, eine intakte Familie auzubauen.
Zumal sie ja auch nicht wirklich ehrlich/fair war, bei solch einem promisken Lebenslauf, sollte man so fair sein und dies im Kennenlernen selber offenbaren, damit der andere für sich entscheiden kann, ob er damit leben kann und will, sie jedoch gibt sich (bewusst!) als etwas aus, das sie nicht ist und setzt nun darauf, das du mal ebend so drüber hinwegsiehst, weil ihr beide ja schon 2 Jahre zusammen seit, das empfinde ich schon als etwas dreist und spricht nicht für sie!
w28
 
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  • #44
#23

Für eine langfristige Bindung ist eine (ehemals) promiske Partnerin natürlich kaum geeignet. Für eine Familiengründung kommt sie nur in Betracht, wenn sie nachvollziehbar ihre Einstellung geändert hat (kommt quasi nicht vor). Ich überlas, daß sie erst 2 Jahre später mit ihrem Vorleben rausrückte. Das zeugt nicht von Vertrauen, lieber FS, nimm die Beine in die Hände, laß dich auf sämtliche Sexualkrankheiten untersuchen und meide diese Frau.

M
 
  • #45
Lieber FS, ich bewundere die Erlichkeit deiner Freundin. Hör nicht auf die, die offene Beziehung mit Promiskuität gleich setzen, das hat nichts miteinander zu tun. Es war ein Lebensabschnitt, den sie hinter sich gelassen hat. Dieser Lebensabschnitt sagt doch überhaupt nichts über den Verlauf eurer Beziehung aus.
 
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  • #46
Der FS muss eine Wette darauf abschließen, ob seine Beziehung (indirekt) zu dem Ausnahmen gehören wird...

Richtig, genau das ist es!

Das ist vergleichbar mit der Sicherheit einer Geldanlage: (auch das ist eine Wette mit Wahrscheinlichkeiten)

- Ich kann mein Geld in Siemens Aktien investieren

- Oder ich gebe es einem Berater, der mir sagt, dass er es in einem Fereinhausprojekt auf den Fidschi Inseln investiert ...steuerfrei und garantiert! sicher.

Und richtig: Siemens könnte es in einem Jahr nicht mehr geben (der ganze Konzern insolvent) und das Projekt auf den Fidschi Inseln wird der größte Ferienhausanbieter der Welt.

Ich nehme trotzden die Siemens Aktien für den Großteil meines Kapitals und zocke höchstens zusätzlich mit etwas Spielgeld auf einem Gebiet auf dem ICH!!! Kompetenz habe.

m43 (44)
 
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  • #47
@41-43:

Ich könnte da einige weitere eindrucksvolle Beispiele beisteuern.

Als ich so alt war wie der FS, habe ich das sehr viel entspannter (gleichgültiger) gesehen als heute. Mit zunehmender Lebenserfahrung hat meine Skepsis gegenüber (ehedem?) promisken Frauen immer mehr zugenommen. Ich habe einfach zu viel gesehen an schweren charakterlichen Defiziten, von extremem Egoismus bis hin zu habituellem Lügen (keinesfalls nur bezogen auf diese ebenso berüchtigte wie dümmliche Frage nach "der Zahl").

Und wundervolle Worte wusste noch jede zu finden...

M.
 
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  • #48
Also mit 34 Jahren darf und sollte man sexuell schon bisschen was erlebt haben. Und die meisten Frauen haben das auch (selbst die optisch Langweiligsten können Minimum eine Affäre oder einen ONS vorweisen) - nur werden sie das niemals ihren Partnern erzählen. Du stellst dich grad so an, als wärst du eine männliche Jungfrau. Hattest du noch nie einen ONS?

Ihre Vergangenheit geht dich nichts an. Und wenn du so kleinbürgerlich denkst, dass Menschen sich nicht ändern können, dann verurteilst du im voraus alles Menschen, mit deiner Ignoranz und deiner Verklemmtheit.

Nebenbei empfinde ich offene Beziehung absolut ok! Besser als hintenrum zu betrügen, was laut Studien ja wohl bald jeder 2. Partner tun soll.
 
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  • #49
Ich halte die Meinung von #6 überheblich.
Das kann man nicht pauschalisieren.

Ich selbst war in meinen Zwanzigern auch heftig unterwegs und habe mich ausprobiert, trotz Beziehung. (nicht heimlich)
Irgendwann wusste ich ganz genau, was ich will und was nicht.
Und vor allem: wie derjenige sein muss, mit dem ich ganz langfristig ein entspanntes glückliches Leben führen kann (auch sexuell).
Derjenige lief mir schließlich dann auch über den Weg.

Wir führen seit 8 Jahren eine monogame Beziehung.. haben mittlerweile 2 Kinder.
Ich musste mich dafür nicht verbiegen.

Warum sollte dir deine Freundin etwas vormachen?
Wenn sie weiterhin eine offene Beziehung wollen würde, dann würde sie sich jemanden suchen, mit dem das stressfrei lebbar ist, oder?
 
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  • #50
Hier nochmal der FS...

Ich habe eure Antworten mit großem Interesse gelesen und inzwischen auch noch mehrere Gespräche mit meiner Partnerin geführt.
Sie sagte, sie hat mich mit der Geschichte nie verunsichern wollen und hat es mir deshalb nie detailliert erzählt, weil es definitiv ihre Vergangenheit ist und jetzt keine Rolle mehr spielt. Wenn sie jetzt eine offene Beziehung wollte, hätte sie das schon zu Anfang kommuniziert.
Im Übrigen war die Ex-Beziehung nicht die ganzen 15 Jahre lang offen. Das haben hier ein paar Leute falsch aufgefasst. Dieser Ex war, wie gesagt, ihr erster Freund. Da kommt man doch nicht gleich auf die Idee, eine offene Beziehung zu haben. Und auseinander gegangen ist die Beziehung letztendlich, weil sie mit Anfang 30 gern eine Familie wollte, er aber noch keinerlei Anstalten gemacht hat, sesshaft zu werden.
Ich habe sie auch gefragt, wieviele Männer sie denn ungefähr gehabt hat und ob ich mir da jetzt Sorgen machen muss. Wir haben uns kurz darüber unterhalten und ich weiß jetzt, dass es sogar ich bin, der mehr Frauen hatte. Im Nachhinein komme ich mir bescheuert vor vor, dass ich so verunsichert war.
 
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  • #51
Hier nochmal der FS...

Ich habe eure Antworten mit großem Interesse gelesen und inzwischen auch noch mehrere Gespräche mit meiner Partnerin geführt.

Ich habe sie auch gefragt, wieviele Männer sie denn ungefähr gehabt hat und ob ich mir da jetzt Sorgen machen muss. Wir haben uns kurz darüber unterhalten und ich weiß jetzt, dass es sogar ich bin, der mehr Frauen hatte. Im Nachhinein komme ich mir bescheuert vor vor, dass ich so verunsichert war.

Danke für die Rückmeldung, gut so und viel Glück.

Dann kann man Ihnen beiden ja nur wünschen, dass die Sache damit wirklich endgültig beerdigt ist. Die Frage nach der Zahl hätte ich mir an Ihrer Stelle allerdings verkniffen, da hilft die schönste Aussage nicht weiter, wenn Mann auch nur andeutungsweise die Erwartung "nicht zu viele" hat durchblicken lassen.

Alles Gute (und bleiben Sie vorsichtig - Beispiel Ehevertrag / Gütertrennung)...
 
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  • #52
Lieber FS,

Viele, die sich hier so über deine Partnerin echauffieren, haben bestimmt selbst ein paar "Leichen im Keller", zu denen sie aber nicht stehen. Was oft als Moral daherkommt, ist selten auch nichts anderes als Doppelmoral. Deine Partnerin hat dich weder betrogen noch hintergangen. Sie hat dir lediglich offen und ehrlich von ihrer Vergangenheit erzählt und dir auch genau erklärt, was für Rückschlüsse sie aus ihren Erfahrungen gezogen hat. Überhaupt scheint ihr ein gutes Gesprächsklima zu haben und einen sehr intensiven und ehrlichen Austausch zu pflegen. Das ist doch sehr viel Wert und spricht für eine tiefe Verbundenheit sowie ein großes gegenseitiges Vertrauen.
Ob sie in der Vergangenheit nun viele oder wenige Sexualkontakte gehabt hat, sagt doch überhaupt nichts über eure jetzige Beziehung aus. Ich hatte in Singlezeiten zeitweise auch einige wechselnde Affairen, war aber in all meinen Partnerschaften immer zu 100% treu und konsequent monogam, was ich von meinen Partnern leider nicht immer behaupten konnte.
Eine Freundin von mir, die nie so ein "wildes Single-Leben" hatte und das bei mir teilweise auch ein wenig moralistisch abwertend kommentierte, fährt jetzt mit fast 40 schon seit geraumer Zeit zweigleisig und macht auch keinerlei Anstalten, die Situation einmal zu klären oder zu beenden. Sie belügt beide Partner, und zwar inzwischen schon auf eine ziemlich abgebrühte Weise, die mich richtig erschreckt. Beide halten sich für den jeweils Einzigen in ihrem Leben und planen eine ernsthafte Beziehung mit ihr. Da sie einen sehr moralischen und vertrauensseligen Eindruck macht (habe ich auch immer von ihr gedacht), ahnt keiner von beiden auch nur das Geringste.

Wenn mich etwas bei einer Person skeptisch macht, dann ist es ihre grundsätzliche Haltung zu Wahrheit und Lüge, Moral und Doppelmoral. Bei dem, was du von deiner Freundin erzählst, würde ich weder Unaufrichtigkeit noch einen doppelten Boden vermuten. Sie scheint authentisch und überhaupt nicht verlogen zu sein.

Viel Glück euch beiden!
 
  • #53
Alles Gute (und bleiben Sie vorsichtig - Beispiel Ehevertrag / Gütertrennung)...

Hi FS, schliesse mich dem an. Alles Gute wenn Du jetzt ein gutes Gefühl hast und Ihr diesbezüglich von ganzem Herzen vertrauen kannst.

Aber: Ehevertrag bzw. Partnervertrag wenn nicht geehelicht wird ist auch bei 100%tigem Vertrauen Heutzutage angebracht. Keiner weiss was in 10 Jahren sein wird.

zweites Aber: Es geht NICHT um die Anzahl der Liebhaber sondern um die Lebensanschauung die dahinter steckt. Es ist ein grosser Unterschied ob offene Beziehung oder ein austesten in Singlezeiten gelebt wird. Wenn Treue in einer Beziehung für Dich ein wesentlicher Wert ist muss einfach klar sein dass Sie das nun aus innerer Überzeugung heraus macht und nicht weil Sie eine Familie haben will und jemanden braucht der da mitspielt.
 
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  • #54
Hier wird viel geschrieben, insbesondere von Menschen, die selbst keinerlei Erfahrung mit offenen Beziehungen haben. Ich will hingegen aus eigener Erfahrung berichten, denn ich habe eine siebenjährige Beziehung hinter mir, die den Großteil dieser Zeit über offen war.

Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass das Führen einer offenen Beziehung nicht automatisch heißt, dass man Betrug gutheißt, ich verurteile das beispielsweise scharf. Jemand, der eine offene Beziehung geführt hat, ist nicht zwangsläufig ein Betrüger, und sich als monogam bezeichnende Menschen sind nicht zwangsläufig treu. Eine Garantie haben Sie nie. Sie kennen Ihre Freundin am besten, Ihr persönliches Urteil sollte zuverlässiger sein, als Mutmaßungen anhand ihrer Vergangenheit.

Der zweite Punkt: Man führt nicht zwangsläufig deswegen eine offene Beziehung, weil man alles begatten will, was bei Drei nicht auf dem Baum ist. Die Anzahl meiner Sexualpartner kann ich locker an einer Hand abzählen. Manche Menschen führen aus idealistischen Gründen eine offene Beziehung, fühlen aber niemals einen Anreiz dazu, sich außerhalb der Beziehung zu vergnügen, andere gehen jedes Wochenende in den Swingerclub und brauchen das auch. Erneut: Sie kennen Ihre Freundin am besten, Sie sollten gut genug beurteilen können, ob es sie erhebliche Selbstkontrolle kostet, sich nicht ständig mit unzähligen Männern zu paaren.

Zusammengefasst: Dass Ihre Freundin eine offene Beziehung geführt hat, bedeutet nicht, dass sie Sie auch betrügen wird. Das kann man so wenig mit Sicherheit sagen, wie man behaupten kann, dass Menschen, die zu einer offenen Beziehung fähig sind, grundsätzlich ehrlicher und charakterstärker wären und deswegen nicht zum heimlichen Fremdgehen neigen. Es gibt solche und solche, verlassen Sie sich auf Ihr eigenes Urteil.

Bleibt Ihr schlechtes Gefühl. Ihre Freundin ist nicht zwangsläufig ein Fremdgänger, aber selbst wenn Sie die Garantie hätten, von ihr niemals betrogen zu werden, kann es dennoch sein, dass Sie sich einfach mit ihrer Vergangenheit nicht wohl fühlen. Solche Gefühle sind legitim und Sie sollten überlegen, ob Sie mit dem Verhalten Ihrer Freundin klar kommen oder nicht. Im Gegensatz zu manchen Schreibern hier bin ich nicht der Ansicht, dass die Vergangenheit nicht zählt oder nicht zählen darf. Beispielsweise könnte ich nie mit jemanden zusammen sein, der in einer ehemaligen Partnerschaft einen Seitensprung verschwiegen hat, selbst wenn ich wüsste, dass er so etwas nie wieder tun wird. Es passt so wenig zu mir und meiner Einstellung, dass ich darüber nicht hinweg sehen könnte. Und wenn ein Mann umgekehrt über meine Vergangenheit nicht hinweg sehen könnte, weil es nun mal seinen Idealen widerspricht, ist das ebenfalls sein gutes Recht. Denken Sie darüber nach und seien Sie ehrlich zu sich. Viel Glück.

26, w
 
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  • #55
[mod]
Und ein Bewerber, der viele Jobwechsel hinter sich hat, muss die erst einmal erklären können.
Tut die Freundin ja, Sie erklärt - wo sie auch hätte schweigen können. Oder wollen manche vielleicht doch viel lieber belogen werden? Man könnte es manches Mal gerne glauben. Sie handelt also viel integrer als so mancher Bewerber heutzutage.

[mod]
 
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