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  • #1

Partnerin hatte offene Beziehung. Was haltet ihr davon?

Ich weiß nicht mehr, was ich von den Geschichten meiner Freundin halten soll. Wir sind 2 Jahre zusammen, wohnen zusammen, denken an Kinder und sie ist eigentlich DIE Frau für mich. Ich vertraue ihr auch zu 100%, dass sie mir treu ist. Sie ist 34 und hatte vor mir genau eine Beziehung mit ihrem ersten Freund, das hat so 15 Jahre gehalten. Ich bin immer fest davon ausgegangen, der Typ wäre der einzige Mann in ihrem Leben gewesen. So genau unterhalten haben wir uns darüber nie. Erst in letzter Zeit habe ich nach ein paar Kommentaren ihrerseits genauer nachgefragt. Und jetzt weiß ich, dass sie mit ihm eine offene Beziehung hatte, einige andere Männer und verrückte Abenteuer. Ich habe dann Angst bekommen, dass sie das evtl. in Zukunft auch will. Aber sie sagt nein, das war ihre Vergangenheit, das wollte sie damals mit ihrem Ex ausprobieren, aber sie weiß ganz genau, was sie jetzt will und zwar eine feste monogame Beziehung und eine Familie gründen. Trotzdem bin ich jetzt ein bisschen verunsichert. Was haltet ihr davon?
 
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  • #2
Ich würde ihr sogar mehr vertrauen als einer anderen Frau. Sie weiß genau, was und warum sie etwas tut oder eben nicht. Sie hat es nicht nötig, irgendwann aus bloßer Neugier aus der Monogamie oder eurer Beziehung auszubrechen, weil sie meint, etwas versäumt zu haben. Sie hat das Modell der offenen Beziehung ausprobiert und sich jetzt für ein anderes entschieden. Finde ich gut.
 
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  • #3
Sie sagte, sie wollte dieses Beziehungskonzept in der Vergangenheit ausprobieren und damals hat es gepasst, jetzt will sie eine monogame Beziehung mit Familiengründung und dessen ist sie sich sicher. Du willst das auch, also prima - freu Dich drüber und suche nicht nach Problemen, wo keine sind.

Da Deine Freundin offensichtlich sehr klar kommuniziert hat, welche Wünsche und Vorstellungen sie für eine Beziehung mit dir hat und da diese sich wohl mit Deinen decken, würde ich es einfach dabei belassen. Deine Frage klingt so, als kämst Du nicht gut damit klar, dass Deine Freundin vor Dir mit mehr als einem Mann Sex hatte. Hat sie aber nun mal, Punkt. Damit musst Du wohl leben und darüber ist sie Dir auch keine Rechenschaft schuldig.

Hätte sie Dir erzählt, dass sie in ihrem letzten Partner ständig fremdgegangen sei und von Treue allgemein wenig halte, würde ich mir an Deiner Stelle auch so meine Gedanken machen, was das für Eure Beziehung bedeutet - welches Beziehungskonzept sie früher einmal gelebt hat, kann Dir hingegen egal sein, solange Ihr Eure Beziehungsgrundsätze definiert habt. Und das habt Ihr doch, also entspann Dich. Menschen verändern sich nun einmal und sie hat sich dahingehend verändert, dass sie diese Form einer Beziehung nicht mehr leben möchte.
 
  • #4
Was halten wir von - deiner Verunsicherung oder dass sie das ernst meint?

Warum sollte sie dir denn etwas anderes erzählen als sie meint? In jeder Beziehung kann irgendwann irgendetwas passieren, das alles auf den Kopf stellt. Nichtsdestotrotz jemandem zu unterstellen er, in diesem Fall sie, würde zwanghaft eine neue Beziehung wie eine alte behandeln, ist und bleibt einfach eine Unterstellung.

Über was ich mir an deiner Stelle mehr Sorgen machen würde sind dein offenbar mangelndes Vertrauen und DEINE Ängste.
 
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  • #5
Es ist ihre Vergangenheit, die im Grunde selbst dich nichts angehen sollte. Selbst wenn sie 20 Männer vor dir hatte, entscheidend ist doch, was sie nun von dir u. mit dir möchte. Solltest du allerdings auch weiterhin unsicher sein, u. ihr dein Vertrauen entziehen (dazu dich auch weiterhin moralisch ihr gegenüber erhöhen) wird das vielleicht der erste (feine) Riss in eurer Beziehung bedeuten...

W 44j.
 
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  • #6
Ich glaube. Du musst nicht verunsichert sein. Nachdem was Du schilderst, klingt es eher so, als ob sie weiß, was sie will. Und es ist gut, dass sie auch schon verrückte Abenteuer hatte, umso mehr weiß man doch später, was man möchte und was man eben nicht verpasst..
 
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  • #7
Hör auf Dein Bauchgefühl!
Wenn einmal der Sack zu ist (JA-Wort), bist Du quasi rechtlos. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie insgeheim kein monogamer Typ ist. Allerdings ist sie mit 34 nicht mehr attraktiv auf dem Markt, daher schaut sie nun nach einem zuverlässigen Versorger.
Ich bin davon überzeugt, dass Menschen sich nicht mehr großartig ändern. Die Vorlieben sind im Groben fest verdrahtet. Dieses "ich bin jetzt vernünftig und monogam" klingt in meinen Ohren häufig eher nach "ich bin jetzt alt und möchte meine Schäfchen ins Trockene bringen".
Ich bin mir sicher, Du denkst, Ihr wärt was anderes. Aber das dachten Millionen(!) von ausgebeuteten Männern vorher auch. Augen auf!

M30
 
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  • #8
Nimm es so hin. Sie hat etwas ausprobiert und festgestellt, dass es nicht zu ihr und ihren Lebensvorstellungen passt. Und mit dir hatte es nichts zu tun. Wenn ihr Expartner das akzeptiert hat, war das seine Sache. Sie hat ihn ja nicht betrogen.
 
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  • #9
Warum endete die Beziehung mit dem Ex ?

Die Beziehung wurde in jungen Jahren begonnen ohne konkretes Ziel - das hat sie jetzt.

Sie ist ehrlich zu dir und sagt, was fakt ist. ich würde mich aber davon absehen, eine "offene Beziehung" zu verteufeln, vor allem kann auch da Ehrlichkeit Liebe und Zärtlichkeit da sein - auch wenn der eine oder andere mit Wissen des einen oder anderen fremdgeht.
 
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  • #10
Hallo lieber Fs,

ich denke, du musst keine Angst haben.

Ich hatte selbst eine langjährige Beziehung, kaum Erfahrungen mit Männern und danach eine Art offene Beziehung. Dort hab ich all meine Fantasien und Wünsche ausgelebt.

Hier hab ich für mich festgestellt, dass einiges zwar ganz cool war, ich dies aber nicht wiederholen muss. Bei anderen Sachen hab ich festgestellt, dass diese in der Fantasie zwar sehr anregend sind, real dann aber doch nicht so.

Insbesondere habe ich für mich festgestellt, dass Sex mit fremden Männer zwar vielleicht aufregend ist, aber immer ein schales Gefühl dabei bleibt, weil dem Mann dann doch das wGewisse etwas fehlt, was zum verlieben reichen würden.

Auch hab ich festgestellt, dass dies alles niemals an das Gefühl heranreicht, wenn man Sex mit einem Mann hat, den man wirklich liebt und begehrt.

Für mich habe ich daraus den Schluss gezogen, dass dies alles zwar eine wilde aufregende Zeit war, ich aber keine Wiederholung suche, sondern einen Mann inklusive echter Liebe.

Ich denk, dass wird deine Freundin genauso empfinden.

Da ich mich eine ganze Weile mit dieser Thematik beschäftigt habe und auch in diesen Kreisen verkehrt bin kann ich dir sagen, dass der Wunsch nach offene Beziehungen meist von Männern ausgeht und es leider erschreckend viele Frauen gibt, die dem nur zustimmen, weil sie den Mann nicht verlieren wollen.

Und mal noch aus einem anderen Blickwinkel: Selbst wenn du jetzt dir eine andere Frau suchen würdest, die immer monogam lebte, gibt dir dies auch keine Sicherheit, dass das für immer so sein wird und sie nicht auch eines Tages den Wunsch verspürt, gewisse Fantasien auszuleben oder eine offene Beziehung führen zu wollen. Sicherheit gibt es eben nie, das ganze Leben ist ein Risiko.

w,40
 
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  • #11
Trotzdem bin ich jetzt ein bisschen verunsichert. Was haltet ihr davon?

Lieber FS,
Du bist zu recht verunsichert - wäre ich auch, aber begrenzt.

Sie war 32 als ihr euch kennengelernt habt. Wenn sie vorher 15 Jahre mit einem anderen zusammen war, dann war das ihre erste Beziehung seit Teeniezeiten. Da probiert man halt was aus. Ich würde es auch nicht anders bewerten, als wenn sie eine handvoll Beziehungen bis Mitte 30 gehabt hätte - total normal. Vermutlich hat sie festgestellt, dass diese offene Beziehungsform doch nicht ihr Ding ist und lebt jetzt lieber richtig mit einem Mann in einer festen Partnerschaft und sucht eine feste Bezieung mit Zukunft. Junge Menshcne dürfen was ausprobieren und daraus was lernen.
w,50+
 
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  • #12
Warum tun sich einige eigentlich so schwer mit dem anderen Geschlecht?

Du hast deine Partnerin gefragt und sie hat dir eine (in meinem Augen) ehrliche und direkte Antwort gegeben. Wieso akzeptierst du ihre Antwort nicht, sondern beharrst auf deiner Version?
Ist das Wort einer Frau, die viele Männer hatte etwa weniger wert, als das Wort einer bis dahin immer monogam lebenden Frau? Wie sieht es denn bei dir aus, musstest du dich auch schon für deine Exen rechtfertigen?

Genieß doch einfach die zeit mit deiner Partnerin, anstatt dir selbst ein schlechtes Gefühl einzureden. Selbst wenn es nicht funktioniert, dann hast du es wenigstens versucht. Ist halt wieder ein typisches Beispiel dafür, was die Briten als "German Angst" bezeichnen...
 
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  • #13
Da werden Sie jetzt einen netten Blumenstrauß an Antworten bekommen.

Was sie (sagt, dass sie das) jetzt will, wissen Sie ja. Sie wird es ehrlich meinen, wenn ihr Verhalten (stets wichtiger als Worte) zu anderweitigen Vermutungen keinen Anlass bietet. Wird sie das in zehn, fünfzehn Jahren immer noch wollen? M.a.W., kann sie dauerhaft treu sein?

Es muss ja Gründe für ihre Vergangenheit gegeben haben. Sollten die ein für alle Mal der Vergangenheit angehören,á begrenzbar bleiben? Ich gebe zu, ich hätte da meine Zweifel. Ich glaube nicht an die völlige Neuerfindung der Persönlichkeit, das gibt es außer im Märchen nur ganz selten.

Und weil mit Gewissheit viele Kommentare à la "The Past is the Past" kommen werden und Ihnen geraten werden wird, Selbstbewusstsein zu entwickeln oder gar Angst zu haben, ihr nicht zu genügen (u.ä.m.): worauf basiert beispielsweise die Methode der Schufa, Kreditwürdigkeit abzuschätzen? Genau: auf vergangenem Umgang mit Geld und Krediten. Und worauf basieren die Bewertungen von Bewerbern im Rahmen von Einstellungsgesprächen? Richtig: ganz wesentlich auf dem bisherigen Werdegang.

M.E. keine leichte Angelegenheit, wenn man da emotional erst einmal drin steckt. Ich wäre auf jeden Fall sehr vorsichtig, ich kenne zu viele vergleichbare Fälle, wo das dicke Ende später nachkam, gerne nach Hausbau und Kindern.

Aber vielleicht mögen Sie auch eine offene Beziehung führen? Darüber schon einmal nachgedacht?(wobei, offen gestanden, ich ihnen da guten Gewissens nicht zuraten könnte.)

M.
 
L

Löwin

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  • #14
Was halten wir von - deiner Verunsicherung oder dass sie das ernst meint?

Warum sollte sie dir denn etwas anderes erzählen als sie meint? In jeder Beziehung kann irgendwann irgendetwas passieren, das alles auf den Kopf stellt. Nichtsdestotrotz jemandem zu unterstellen er, in diesem Fall sie, würde zwanghaft eine neue Beziehung wie eine alte behandeln, ist und bleibt einfach eine Unterstellung.

Über was ich mir an deiner Stelle mehr Sorgen machen würde sind dein offenbar mangelndes Vertrauen und DEINE Ängste.


also ich versuche mir das grade in umgekehrter Konstellation vorzustellen.
Und da hätte ich auch so meine Sorgen, wenn mir ein Mann erzählen würde, er hätte vorher eine offeneBeziehung gehabt.
Das kann dem FS nicht übel nehmen, dass es sich darüber Gedanken macht.
 
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  • #15
Die Frage ist doch, ob dein Eindruck ist, dass sie sexuell verwahrlost ist. Das wäre natürlich ein guter Grund für Zweifel. Kann daher nicht ganz nachvollziehen, wie manche meinen, die Vergangenheit, also wie jemand sein Leben führt und was er erlebt hat, also was ihn zu dem macht, der er ist, sei "egal"/irrelevant. Ich finde ONS und Affären weniger verwahrlosend als offen Beziehungen.

m29
 
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  • #16
Und weil mit Gewissheit viele Kommentare à la "The Past is the Past" kommen werden und Ihnen geraten werden wird, Selbstbewusstsein zu entwickeln oder gar Angst zu haben, ihr nicht zu genügen (u.ä.m.): worauf basiert beispielsweise die Methode der Schufa, Kreditwürdigkeit abzuschätzen? Genau: auf vergangenem Umgang mit Geld und Krediten.
M.

Nein, lieber M., die Kreditwürdigkeit wird meines Wissens anhand des Potentials abgeschätzt. Braucht jemand einen Kredit für sein Unternehmen, muss er einen Plan vorlegen, der überzeugt, dass der Kredit gedeckt werden kann. Auch Einstellungsgespräche beschäftigen sich nicht mit der Vergangenheit. Das tun nur die Bewerbungen. Ist jemand erst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, geht es um sein Auftreten im Gespräch.

So wie in einer Beziehung irgendwann dann doch das in den Gedanken überwiegen sollte, das man gemeinsam mit dem Partner erlebt, und nicht die lahm analysierte Vergangenheit. Wie gesagt, sogar ein Vorgesetzter interessiert sich nach der Einarbeitung nicht mehr für die Abiturnote des Angestellten! Völlig falsche Herangehensweise und eine komplett unsinnige Analogie, die Sie aufbauen. Sogar ein distanzierter, kühler Vorgesetzte ist schlauer als manche "Männer".
 
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  • #17
Mach lieber Schluss, ehe es zu spät ist. Du hast gedacht, Du hättest eine anständige Freundin, da sie nur eine langfristige Beziehung hatte. Nun kommt heraus, dass sie in Wahrheit einen promiskuitiven Lebenswandel gepflegt hat und niemals treu war. Dass sich eine Frau mit so einer krassen Vergangenheit mit über 30 plötzlich grundlegend ändert und solide wird, glaube ich nicht.
 
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  • #18
Viele Menschen haben zum Glück die großartige Eigenschaft, aus vergangenen Erfahrungen zu lernen und neue/andere Zielsetzungen für die Zukunft entwickeln zu können. So etwas nennt man -so weit ich weiß - persönliches Wachstum und das hat nichts mit dem Irrglauben einer "Persönlichkeits-Neuerfindung" zu tun, die irgendwelche esoterischen Psycho-Scharlatane proklamieren. Und: In Märchen geht es immer um einen (oft mühsamen) Lernprozess der Protagonisten; das in ihnen vorhandene Potential für Änderung/Wandel kommt zur vollen Entfaltung, wenn der richtige Zeitpunkt eingetreten ist.
FS, lass' dich nicht verunsichern. Wie schon ein weiblicher Gast hier anmerkte: Es gibt keine absolute Gewissheit in Beziehungen. Wir können uns für das Gute entscheiden, was wir in dem anderen sehen oder im Umgang mit ihm/ihr spüren...oder es lassen.
Wenn ich mich an die Kommentare einiger Männer hier halten würde, müsste ich kategorisch jeden geschiedenen Mann oder Langzeit-Single bei meiner PB-Suche ausschließen - nach dem Motto: Na, wer's einmal so versemmelt oder lange nicht auf die Reihe gekriegt hat, der wird für immer so bleiben. Ich plädiere für: Chancen geben und Risikofreundlichkeit!
w, 42
 
  • #19
Viele Menschen haben zum Glück die großartige Eigenschaft, aus vergangenen Erfahrungen zu lernen und neue/andere Zielsetzungen für die Zukunft entwickeln zu können.

Ach ja, natürlich! Sie hat es 15 Jahre!! anders gelebt und hat sich nun grundsätzlich verändert. Natürlich sagt Sie das, und wahrscheinlich will Sie es zumindest auch so glauben.

Lieber FS- ich bin wohl einer der wenigen die Deine Zweifel nachvollziehen können. 15 Jahre offene Beziehung sind eine verdammt lange Zeit. Das macht keiner dessen Wesen anders ist. Sie hat diese Zeit wahrscheinlich genossen und mit Freude genau so gelebt. Das ist eine grundsätzliche Lebenseinstellung, ein Charakterzug (OHNE Wertung bitte).

Menschen die sich so grundsätzlich ändern gibt es, meine Lebenserfahrung sagt mir aber dass man da keineswegs von "vielen" sprechen kann. Das geht weit über eine schlechte Angewohnheit heraus, es ist eine Lebensstil und eine Lebenseinstellung. Eine Katze kann vielleicht bellen lernen- ein Hund wird Sie dennoch nicht.

Ob Deine Freundin dazugehört können wir hier nicht beurteilen. Das musst Du schon selbst tun. Anhaltspunkte dazu sind: wie loyal verhält Sie sich denn sonst so? Gegenüber Freunden, Familie, sozialem Umfeld und im Beruf? Wie spricht Sie über diese Zeit und wie über die Zukunft? Wusste dieser Freund dass es eine offene Beziehung war oder ist es nur Ihre Definition?

Ich denke es ist unabdingbar dies alles im Gespräch zu klären. Ich finde daß der Umstand dass Sie Dir diese Vergangenheit so scheibchenweise serviert ist nicht unbedingt ein Indiz dafür dass Sie es wirklich Ernst meint.
 
  • #20
Ich kann Gast 6 nur absolut Recht geben. Überspitzt ausgedrückt, habe ich mittlerweile das Gefühl, dass dieses ganze frauenseitige Gerede von „sie muss sich austoben und mit möglichst vielen Männer ins Bett gegangen sein damit sie später in der festen Beziehung mit dem „Richtigen“ treu ist“, so eine Art feministische Propaganda ist, um uns Männern unserer natürlichen Schutzreflexe zu berauben bzw. diese Stück für Stück abzutrainieren.
Und uns somit Frauen schmackhaft zu machen, die einfach schlecht für eine feste Beziehung und Familiengründung sind. Männer mochten solche Frauen noch nie in der Geschichte der Menschheit, das hat seine in uns genetisch verankerten Gründe. Ich habe es erst vor kurzem wieder im Bekanntenkreis erlebt: Ein Kumpel hatte eine Freundin, die sagen wir mal, ein „modernes Sexualleben“ hatte. Nicht euphemistisch ausgedrückt heißt das, dass Sie so ziemlich die größte Schl….. vor dem Herrn war.
Sie wurde schwanger. Er ist ein anständiger Kerl, stellt ihr ein Haus hin, heiratet sie, usw.
5 Jahre später: Sie hatte bereits 2 Affären, ca. 3 ONS von denen man sicher weiß…. Die Dunkelziffer? Kann man sich denken. Er findet es raus. Sie steckt aber nicht zurück. Nein, nein, sie möchte eine „offene Beziehung.“ Sie braucht das, meint sie.
Und das ist nur einer von 3 Fällen die zur Zeit kenne.
Und so was hab ich schon von mehreren Frauen und (Männern) mitgekommen. Ist ja geschlechtsunabhängig. Und diejenigen, die nicht promisk in der Jugend waren? Sind später auch in der Regel treu. In meinem kompletten Bekanntenkreis ist das so. Nein, nein, der Kater lässt das Mausen nicht. Hier die Katze.....
 
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  • #21
Ich m/45 könnte ihr nicht vertrauen und würde die Beziehung abbrechen!
 
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  • #22
Wenn ich mich an die Kommentare einiger Männer hier halten würde, müsste ich kategorisch jeden geschiedenen Mann oder Langzeit-Single bei meiner PB-Suche ausschließen - nach dem Motto: Na, wer's einmal so versemmelt oder lange nicht auf die Reihe gekriegt hat, der wird für immer so bleiben. Ich plädiere für: Chancen geben und Risikofreundlichkeit!
w, 42

So viel Ausschluss als ältere Frau Ü40 ist doch garnicht mehr möglich, wenn man nicht ewig Single bleiben will. Das ist wohl eher der Grund und nicht Deine Nachsichtigkeit.
 
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  • #23
Frauen schätzen so etwas tendenziell anders (toleranter) ein als Männer, das ist ein ganz charakteristisches Muster, das sich auch in diesem Thread wieder zeigt?

Wer hat denn nun Recht? Darauf gibt es verschiedene Antworten. Man kann es methodisch angehen und wird dann feststellen müssen, dass der manchmal laut proklamierte Persönlichkeitswandel auf lange Sicht eher eine Ausnähme darstellt. Aber es gibt ihn, und wenn, dann ist er öfter durch einschneidende Erlebnisse erklärbar. Wie bei manchen Rauchern etwa, die erst dann aufhören, wenn ernste gesundheitliche Probleme aufgetreten sind... Bei allen anderen besteht lebenslange Rückfallgefahr. Diskutiert (und gestritten) wird darüber immer wieder, manchmal mit durchsichtigen Motiven, manchmal aus ehrlicher subjektiver Überzeugung, gelegentlich aber auch mit untauglichen Argumenten (wie das berüchtigte "Doppelmoral"-Argument, als würde etwas besser, wenn man nur auf andere zeigt, die es - angeblich - ja auch machen).

Die andere Ebene ist die schwierigere, das ist die persönliche / individuelle Ebene, bei der es um den Einzelfall geht. Da gibt es kaum Allgemeingültigkeit Regeln, deshalb ja auch das Dilemma des FS. Ein guter Anhaltspunkt freilich ist es, auf die eigene Intuition zu hören. Wenn das "Bauchgefühl" schlecht ist, sollte man dem sorgsam auf den Grund gehen.

Jedenfalls beneide ich weder den FS noch seine Partnerin in dieser Lage. Er klingt ja eher nicht wie ein Mensch, der erotische Eskapaden (ONS, Affären, Swingen, Dreier usw.) schätzt. Ihr würde ich erst einmal abnehmen, dass sie es ernst meint mit dem FS. Wie stabil auf Dauer das ist... - das vermag hier niemand mit Sicherheit vorherzusagen. Vermutlich nicht einmal sie selbst, wie auch? Immerhin könnte ihr mit den Jahren das Modell treue Ehefrau und Mutter langweilig werden, dergleichen soll durchaus öfter einmal vorkommen.

Eine der kritischen Fragen an den FS ist, ob er ihr denn noch blind Vertrauen kann. Wenn nein, ist das schwierig. Wenn ja, ist es überdurchschnittlich riskant. Es ist etwas anderes, mit einer Frau eine mehr oder weniger lockere Beziehung zu führen oder sie zu heiraten (gemeinsamer Güterstand?) und mit ihr Kinder zu bekommen. Letzteres sollte sich der FS wirklich gut überlegen. Das Ergebnis dieser Abwägung kann ihm niemand abnehmen.

Ich vermute aber, er hat ein größeres Problem mit dieser Vorgeschichte, denn sonst hätte er kaum mit der Frage im Forum nach anderen Meinungen gefragt.

M (50+)
 
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  • #24
Es kommt doch immer auf den Einzelfall an. Wenn ihr euch bedingungslos liebt, dann sollte doch so etwas wie eine offene Beziehung kein Problem sein - übertragbare Sexualkrankheiten schon.

Menschen ändern sich nicht von jetzt auf gleich, und wenn sie promisk lebt(e), dann zwinge sie nicht in ein Verhalten, das sie nicht mag.

Entweder du akzeptierst, daß sie so drauf ist oder du sagst ihr, daß du damit nicht klarkommst. Vielleicht schaust du mal zu, wie sie sich mit anderen vergnügt, dann weißt du besser, welche Entscheidung du triffst.

Du mußt ihr aber hoch anrechnen, daß sie dir das alles gesagt hat und dich nicht einfach hinterging.

m
 
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  • #25
Mein Rat? Trennung! Wer 15 Jahre eine offene Beziehung gelebt hat, macht das auch weiterhin, dann eben im Verborgenen, wenn der Partner nicht mitspielen will! Soetwas ist eine Lebeneinstellung und 15 Jahre sind verdammt lang. Niemand wird auf einmal treu, wenn er zuvor stets untreu war und ONS, Affären, offene Beziehung ausgelebt hat und als normal betrachtet und schwupps, aufeinmal ist diese Person treu und monogam. Ne ne, wers glaubt wird seelig....Der Fs sollte die Finger von ihr lassen, wenn er etwas aus sich hält!

w, 35
 
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  • #26
Dann sag ich's als Frau halt mal ungeschminkt: dann hat sie fleissig herumgehurt, lieber FS. Nichts sonst ist es, wenn eine Frau mit mehreren Männern gleichzeitig Sex hat. Und das 15 Jahre lang!

Hast du keine besseren Optionen?

Andere Mütter haben auch schöne Töchter...

w.42
 
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  • #27
Ich habe auch eine offene Beziehung. Hätte ich mir vor 10 Jahren nie vorstellen können, aber man wird in Sachen Liebe und Offenheit einfach reifer im Alter und weniger verklemmt.

Ja, deine Freundin hatte eine Menge Abenteuer, und? Du doch auch oder? Gönn ihr das doch! Man lebt nur einmal! Furchtbar wie Männer sich immer anstellen, aber meist selber jedem feinen Rock hinterherschauen, aber wehe, die eigene Frau könnte was sexuell Aufregendes erlebt haben, da kriegen solche Männer eine Dauerkrise.

w
 
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  • #28
Dear FS,
dein Beitrag ist ja ein richtiges Pulverfass. Deine Freundin wurde nun der Rumhurerei bezichtigt, als Katze, die bellen will oder das mausern nicht lassen kann, abgewertet und ihr wurden sexuelle Vorlieben wie "Swingen"/"Dreier" und eine lebenslange Neigung zum Fremdgehen unterstellt. Alles von Menschen, die deine Freundin noch nicht mal im Ansatz kennen. Aber so sind Foren eben manchmal...im Vergleich zu diesem Thread (von ein paar abwägenden Kommentaren abgesehen), nimmt sich jede Pippifax-Diskussion in Nachbarthreads zum Dauerbrenner "Warum melder er/sie sich plötzlich nicht mehr nach dem Xten Date?" als hochintellektueller und trotzdem wohlwollender Schlagabtausch aus.
Ich wünsche dir, dass du nicht aufgrund von in den virtuellen Raum geworfenen Einflüsterungen ("Trenn dich!") so einfach eine Beziehung aufgibst. Und weil hier so fleißig mit Redewendungen um sich geworfen wird - noch eine: "Ratschläge sind auch Schläge".
 
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  • #29
....aber sie weiß ganz genau, was sie jetzt will und zwar eine feste monogame Beziehung und eine Familie gründen.

Diese ist der Kernsatz, um beurteilen zu können, was man davon zu halten hat!

Das kleinere Problem ist, dass sie promisk war. Das größere Problem ist, dass sie die menschliche Natur ...und damit auch sich selbst ...überhaupt nicht realistisch betrachtet.

Es geht nicht darum, dass sie sagen soll, dass sie es irgendwann wieder tut ...und auch nicht darum, dass sie im Moment den Wunsch hat, das hinter sich zu lassen...

...sondern darum, dass sie sagen müsste, dass es absolut unmöglich ist, Dir eine verbindliche Prognose darüber zu geben!

Wenn sie ehrlich wäre, würde sie nicht sagen, dass es hinter ihr liegt (denn das weiß sie nicht!), sondern Dich bitten das Risiko zu tragen!

m43
 
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  • #30
Ich habe auch eine offene Beziehung. Hätte ich mir vor 10 Jahren nie vorstellen können, aber man wird in Sachen Liebe und Offenheit einfach reifer im Alter und weniger verklemmt.

..., da kriegen solche Männer eine Dauerkrise.

w

Schön für Sie. Nur sollten Sie bitte jetzt nicht versuchen, dem FS einzureden, er sei "verklemmt" - oder meinen Sie allen Ernstes, Menschen, die offene Beziehungen und vielleicht auch Affären und ONS ablehnen, seien "verklemmt"?

Der FS hat auch keine Dauerkrise wegen der Promiskuität mancher Frauen. Er macht sich bezogen auf genau jene Frau, mit der sein Leben teilen will (wollte?) - sie wohnen zusammen und sprechen über gemeinsame Kinder! - nur allzu berechtigte Sorgen: kann er ihr wirklich vertrauen? Wird sie ihm eine stabile, verlässliche Partnerin sein? ist sie überhaupt die Person, für die er sie hielt? passen er und sie zusammen, haben sie gemeinsame Werte?

Da ist Ihr Satz, demzufolge da "solche Männer eine Dauerkrise" bekämen, kaum hilfreich. Möglicherweise empfindet ihn der FS auch als despektierlich. Warum müssen so viele, die im Namen der Toleranz auftreten, Andersdenkenden gegenüber so abwertend auftreten? Ein Ausweis gelebter Toleranz ist das jedenfalls nicht.

Lieber FS, nehmen Sie die Sache ruhig ernst und lassen Sie sich nicht durch Angriffe auf Ihr Selbstbewusstsein und dgl.. mehr verunsichern. Es genügt, dass der nun ans Licht tretende sexuelle Werdegang Ihrer Partnerin Sie verunsichert. Und das ist ein gutes Zeichen, denn Sie haben sich offenkundig die Sensibilität für Grenzen und für Grenzüberschreitungen erhalten - und müssen jetzt zur Kenntnis nehmen, dass Ihre Partnerin ein anders Verständnis von Grenzsetzungen hat als Sie.

Viel Glück und Mut wünscht Ihnen, auf dass Sie sich für das für Sie Richtige entscheiden und dann auch konsequent zu Ihrer Entscheidung stehen,

ein M (50+), der schon viel erlebt hat

[früher durchaus auch "tasted good and evil in your bedrooms and your bars...", was seiner Kompass und seinen Sinn für Unsinniges deutlich geschärft hat - und der von sich selbst weiß, wie wenig trivial es ist, sich umzustellen, wenn man sich erst einmal den sinnlichen Genüssen in promisker Form (und nur das letztgenannte ist das Problem! - weshalb das Zusammenwerfen mit "Verklemmtheit" absolut unsachlich ist; das sind zwei ziemlich verschiedene Dinge) hingegeben hatte]
 
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