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EarlyWinter

  • #61
Bei laufenden Kosten und Geld erwarte ich eben 50/50 und wenn Frau das nicht kann, würde sie nicht meine Partnerin sein oder einen besser bezahlten Job suchen müssen.
Das ist ja interessant, dass das mithalten können beim Einkommen der ausschlaggebende Faktor dafür ist, ob man eine Partnerschaft eingeht oder nicht. Also doch eher eine geschäftliche Beziehung als dass Gefühle im Spiel sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass die nicht ewig hält ist beträchtlich.
Einmal davon abgesehen, dass "Aufrechner" umgekehrt meine Partner nicht werden, weil mir Menschen wichtig sind und nicht deren Einkommen, für diejenigen, die sich doch darauf einlassen:
Wenn der besser verdienende Partner unbedingt 50/50 teilen will dann soll er sich bzgl. der gemeinsamen Kosten bitte an dem weniger verdienenden Partner richten. D.h. im Klartext, es wird durchgerechnet, was in diesem Fall die FS für Miete und Lebenshaltungskosten ausgeben würde wenn sie alleine wäre und zwar nicht, was sie könnte, sondern was sie WILL damit genug Geld da ist für Ihre Hobbies und Interessen. Danach wird die gemeinsame Wohnung gesucht und danach werden die Lebensmittel eingekauft, Wohnungseinrichtung, gemeinsamen Urlaube usw. Fertig.
Und die Allerwenigsten, die schon einen entsprechenden Lebensstandard haben, wären nämlich bereit, diesen aufzugeben.
Und ich würde nicht mit jemandem zusammenzuleben wollen, der mich von oben herab behandelt denn genau das tut er mit seinem Verhalten. Er kann gerne all sein restliches Geld für sich behalten wenn wir ein Leben führen, das ich mit meinem Anteil problemlos alleine finanzieren könnte. Wenn er das nicht will - Tschüss. Ist kein Verlust. Aber, wie gesagt, ich würde nie einen kleingeistigen Mann nehmen, der kleinlich alles aufrechnet denn ich tue das auch nicht.
 
  • #62
Aber vielleicht könnte die FS mal etwas Licht ins Dunkel bringen und Fragen beantworten, die hier mehrfach gestellt wurden?

Gab es Betreuungszeiten für gemeinsame Kinder? Wie war der Mann vor der Eheschließung gestrickt? Wie wird der Haushalt aufgeteilt? Warum weiß die FS nicht, wieviel ihr Mann verdient? (Obwohl sie weiß, dass es deutlich mehr als ihr Einkommen beträgt - vielleicht verschuldet der Mann sich ja auch und finanziert so seinen Lebensstil?)
 
  • #63
Es war absehbar, Brittain, dass es so kommen würde. Mitleid mit der FS habe ich, wenn ihr Mann sie eingefangen hat. War es anders herum, ist die FS selbst Schuld. Und mindestens teilschuldig wird sie sein, denn der "Geiz" des Mannes hat sich bestimmt nicht erst nach der Hochzeit herauskristallisiert - warum also so einen Mann heiraten wenn nicht aus finanziellem Kalkül (Verhalten umerziehen oder auf Trennung schielen)?

Gleichstellung heißt im Übrigen schon der Wortbedeutung nach 50/50 Rechte und Pflichten, sonst hieße es ja Fairstellung.
In meinem Haushalt verfahre ich so, dass ich mindestens 50% der Arbeit erledige, und dann wenn ich kann meiner Partnerin gerne anbiete, mehr zu übernehmen. Weil ich es nicht ausstehen kann, eine Frau zum Küchenknecht zu degradieren. Mussten Frauen lang genug ertragen.

Bei laufenden Kosten und Geld erwarte ich eben 50/50 und wenn Frau das nicht kann, würde sie nicht meine Partnerin sein oder einen besser bezahlten Job suchen müssen. Das hat nichts mit Bösartigkeit zu tun, sondern dass man sich auf gewisse Versprechen ("Ja, ich will") heutzutage nicht mehr verlassen kann. Man muss mit einer Trennung rechnen und egal ob Ehe oder eingetragene Lebensgemeinschaft, den finanziellen Folgen daraus. Verdienen beide gleich viel und plant man Auszahlungen einigermaßen vor, wird sich niemand beim anderen bedienen können. Fair, nicht?
Wenn du dich also verliebst, aber diese Frau verdient zu wenig im wirklich 50/50 mit dir leben zu können, dann würdest du lieber auf die Beziehung verzichten als zu teilen? Traurig denn Gefühle kann man normalerweise nicht steuern.
Natürlich kann es immer zu einer Trennung kommen, aber wenn man davon von Anfang an ausgeht, dann kann es nur schief gehen - meine Meinung. Es ist ja nicht so das die FS nicht arbeitet und sich nur aushalten lässt. Sie geht arbeiten nur verdient sie eben nicht soviel wie ihr Mann. Wenn man sich da ja-Wort gibt sollte man auch füreinander da sein.
 
  • #64
Ja in jungen Jahren wenn man sich kennen gelernt hat, sollten beide sich bemühen möglichst viel zu verdienen. Aber wenn man sich erst mit ü40 kennen lernt, haben beide eventuell verschiedene Verdienstmöglichkeiten. Und dann? Alles bis auf das Einkommen passt. Und dennoch sein Glück vom Hof jagen weil ich nicht mehr geben möchte als der andere kann. Schwach. Ganz schwach und dazu sehr dumm.
M45 der gerne teilt
 
  • #65
FS.... Du sagst, dass du am Ende des Monats fast nichts mehr von deinem Geld übrig hast. Also Probleme hast nötige Kleidung, Kosmetik oder Geschenke zu kaufen oder gar etwas auf die Seite zu legen....während dein Ehemann durch seinen guten Verdienst sich so viel Taschengeld anreichern kann das er sich immer wieder ein Auto dazukauft.
Wenn man sich das nun bildlich vorstellt muss sogar ein herzloser Vollidiot erkennen das dies nicht nur ungerecht ist sondern abartig und ganz bestimmt nicht normal.
Leute,das geht absolut Null und gar nicht.
Eine Ehe ist etwas anderes....
Wer nicht teilen will soll nicht heiraten. Auch wenn nur einer das Haus bezahlt und am Ende wird geteilt...man heiratet nicht wenn man das nicht möchte. Aber einer lebt in Braus und Schmauss wärend der Ehepartner darbt ist pervers .

Dir muss klar sein das du leider nur ein Möbelstück für deinen Mann bist. Und nein,er liebt dich natürlich nicht. Da braucht man nicht zu diskutieren. Wenn du ihn aber liebst,sprich ihn auf dein Anliegen an. Wenn er dir nicht zuhört und nicht aufwacht,hat er keine Ehefrau verdient .
 
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  • #66
Ui, aber ihr seit jetzt schon einige Jahren zusammen und du weisst nicht mal was er verdient? Und deine finanzielle Lage kennt er, wieviel Lohn du hast?Und habt ihr nie Zusammen geredet vor dem Zusammenziehen und oder heiraten wie es ihr die Finanzen handhabt und welcher Partner für was zuständig ist. Und wie habt ihr euch betreffend der Ehe geeignet, Gütertrennung oder nicht? IDas wären für mich sehr wichtige Fragen, bevor ich mit Jemandem zusammenziehen würde oder gar heiraten. Die Katze im Sack kaufen, nein Danke!

Kann es sein, dass auch der Alterunterschied bei Euch deutlich ist? Wie war er früher, war grosszügig oder eher knauserig? Wie habt ihr dies bei einem gemeinsamen Urlaub geregelt?
Ich denke sparsam ist gut, aber geizig, das ändert sich ein Lebenlang nicht. Jedes Paar handhabt das anders, was besser ist weiss ich persönlich auch nicht.

Wenn er deutlich mehr verdient, finde ich es schon nicht so toll, wenn ihr die Kosten einfach teilt. Und wem gehört das Haus? Habt ihr das Haus zusammengekauft oder hatte er es schon? Was ist wenn ihr Kinder habt? Normalerweise bleibt die Frau einige Zeit zu Hause, dann sollte er schon für die Familie aufkommen und nicht das Geld nur für sich ausgeben.

Hört sich eher wie eine Wohngemeinschaft als nach einer Ehe an, schaue auf jeden Fall, dass du doch ein Sparkonto hast und hier jeden Monat etwas sparst. Man weiss ja nie und wenn du eh immer die Hälfte zahlen musst und ihr wahrscheinlich höhere fixe Kosten habt bei einem Haus als bei einer Wohnung. Hast du Einsicht über die Kosten oder macht er alles?
Ich weiss nicht welchen Beruf du ausübst, aber wenn du Zeit hast, mache eine Weiterbildung, damit du nicht komplett abhängig von deinem Mann bist und dann auch etwas mehr verdienst und mehr beitragen kannst aber auch etwas für dich allein sparen kannst. Informiere dich über die Möglichkeiten und über Aufwand und was für einen Ertrag dabei rausschaut.

Es ist nicht mehr die Zeit von meiner Eltern, als der Mann gearbeitet hat und die Frau zu Hause blieb und zu den Kinder geschaut hat.

Viel Glück!
 
  • #67
Gütertrennung kann man übrigens nachträglich immer noch vereinbaren, falls ihr das noch nicht habt. Ihr seid doch nicht vollkommen machtlos, was die rechtliche Gestaltung eurer Ehe angeht. Warum geht ihr nicht einmal zum Notar und lässt euch beraten, sodass er ein möglichst geringes Risiko im Falle der Scheidung hat? Dann müsstet ihr aber halt auch gucken, dass deine anteiligen Kosten erst einmal heruntergeschraubt werden, als Kompromiss.

Weshalb der Mann die FS geheiratet hat, erschließt sich mir ehrlich gesagt noch weniger als anders herum. Er will doch anscheinend sein Vermögen strikt von ihr abtrennen, dann macht eine Ehe aber keinen Sinn. Wird sie erwerbsunfähig, muss er einspringen. Macht sie Schulden, haftet er mit. Wenn man weniger (wie die FS) hat, muss man sich mit diesen Gedanken weitaus weniger auseinandersetzen.

Gleichstellung heißt im Übrigen schon der Wortbedeutung nach 50/50 Rechte und Pflichten, sonst hieße es ja Fairstellung.
Ich habe mich unpräzise ausgedrückt, ich finde 50:50 gut, aber nur relativ verstanden, nicht in absoluten Zahlen. #14 hat das gut veranschaulicht.
 
  • #68
Donnerwetter, dachte ich beim Lesen der fett hervorgehobenen Passage. "Nicht einmal ein Auto"?!? Das nenne ich - Vorsicht, Ironie - mal wirkliche Selbst- und Anspruchslosigkeit. Toll, dass dann in diesem Kontext auch noch die Frage auftaucht, wie das denn sexuell so läuft bzw. "wer mehr davon hat". Zwischen den Zeilen lese ich heraus: gegen ein kleines Geschenk (Auto) gäbe es vielleicht auch besseren Sex? Oh je. Ganz schön abgebrüht.
Quatsch. Ich meine nur, wenn man Autos sammelt, wäre ich an seiner Stelle mal drauf gekommen, meiner Frau eins zu schenken. Und die Sache mit dem Sex ist die allgemeine Meinung, dass geizige und aufrechnende Menschen, die also nicht gern geben, auch in anderen Belangen zusehen, dass sie nichts geben ohne "faire" Gegenleistung.
Ich hab ja auch gefragt, wie sie sich Freuden im Alltag machen, also ob da auch aufs Geld geguckt wird und Gegenwerte ausgerechnet werden.

Wenn ich nicht durch Kundenkontakt mit schlimmen geizigen, verheirateten Menschen zusammengekommen wäre, würde ich die FS auch für ein Fake halten.
 
  • #69
Ich denke auch, in der Ehe sollte es ausgeglichen zugehen finanziell mit einem gemeinsamen Konto. Allerdings sorgt das auch zum Teil für Streit: Wie sinnvoll sind Ausgaben?

Darum: Ein gemeinsames Haushaltskonto, von jedem prozentual nach Einkommen befüllt, von dem die Lebenshaltung wie Kredit, Lebensmittel, Verbrauchskosmetika des Alltags getilgt werden, kleine Rücklagen für Urlaub, Reparaturen und normale gemeinsame Unternehmungen wie mal Essen gehen. Der Rest ist Luxus. Und bleibt für jeden selbst entscheidend. Du musst im Monat einen normalen Lebensstil führen können. Ohne auf dem Zahnfleisch zu gehen finanziell.

Oder man einigt sich darauf: Einer zahlt im Monat immer die Lebensmittel, der andere den Rest wie Kredit, Versicherungen, Nebenkosten. So hat symbolisch jeder seinen, wenn auch unterschiedlich hohen Beitrag, geleistet.

Falls das auch so nicht geht mit meinem Vorschlag, sollte er aus Zusammengehörigkeit mehr übernehmen und Dir z. B. mal eines der ganzen Autos schenken, falls Dein altes den Geist aufgibt. Ansonsten scheint er nicht der Richtige zu sein. Da fühlt man sich doch nicht geliebt...?!
 
  • #70
Wenn man sich als weniger-Einkommen-habender Partner an einer 50:50 Partnerschaft beteiligen möchte, dann ist es wichtig, dass man seine Bedürfnisse klar mitteilen kann.

Wenn der Partner ein Haus kaufen möchte, dann sollte man nicht rechnen, ob man sich das irgendwie leisten kann, sondern ob man danach noch genug Geld für Rücklagen und Hobbys hat. Wenn nicht, dann bleibt man in der billigen Wohnung wohnen und der Partner kann alleine entscheiden, ob er auszieht und sich das Haus alleine kauft oder beim Partner in der kleinen Wohnung leben will.

Beim Urlaub genauso. Der Partner kann entscheiden, ob er alleine in die Südsee fliegt oder mit zum Baggersee radelt.
 
  • #71
Die FS hat im Eingangsposting ausgeführt, dass sie den Verdienst ihres Mannes nicht kennt. Das ist bei gemeinsamer Veranlagung nicht möglich!!!
Selbstverständlich ist das möglich. Das ist in allen Ehen so, in welchen der Mann richtig downgedatet hat - ein Frau, die keine Steuererklärung lesen kann und es auch garnicht will. Das ist garnicht so selten - älterer, gut situierter Mann sucht sich eine junge gutaussehende Frau, die sich für leistungsloses hohes Einkommen interessiert - nur geht zunehmend diese Rechnung für Frauen nicht auf, weil die Männer dazugelernt haben.
Er/Steuerberater macht die gemeinsame Steuererklärung, lässt die Frau das Leerformular unterschreiben und sie liest noch nichtmal den Bescheid des Finanzamtes, weil sie ihn ohnehin nicht versteht.

2. Gemeinsame Veranlagung

Hier würde die FS den genauen Verdienst ihres Mannes natürlich kennen. (und auch alles seine steuerlich relevanten Kosten). Sie unterschreibt bei gemeinsamer Veranlagung auch für die Richtigkeit SEINER Aufstellung. Wenn nicht, wäre sie schön blöd!
s.o. sie unterschreibt, ohne sein Einkommen zu kennen.

Liebe FS,
sofern Du keine eigene Steurerklärung machst, geh' jetzt bloss nicht zum Notar und lass' Dir keinen Ehevertrag ausschwatzen, der Dich benachteiligt (nachträgliche Gütertrennung). Unterschrieb' einfach garnichts mehr, was Dein Mann Dir vorlegt - das ist immer richtig, wenn Du es nicht verstehst. Such' Dir einen intelligenten Menschen, dem Du vertrauen kannst und der Dich ehrlich berät, worum es geht.

Wenn Du bei der Eheschließung einen Gütertrennungsvertrag unterschrieben hast, dann hast Du Pech gehabt, dann macht Dein Mann exakt das, was ihr vereinbart habt - jeder lebt von seinem Einkommen und mir ist nicht klar, warum Du nun damit unzufrieden bist.
Wenn Dir die Kosten fürs Haus zu hoch sind, lass' die Eigentumsverhältnisse im Grundbuch ändern, ihn mehr Anteile übernehmen, dann kannst Du weniger zahlen.
 
  • #72
Das Verhalten deines Mannes ist mehr als dreist und du hast vollkommen zu Recht Bedenken dabei. Eigentlich sollte man nicht ständig "rechnen" sondern für seinen Partner auch gerne mal etwas ausgeben wenn dieser finanziell nicht so gut dasteht. Natürlich mag niemand das Gefühl haben, dass der Partner einen ausnutzt, aber man kann sich ja auch anderweitig engagieren.
Wenn zB eine Person so viel verdient, dass die andere nur halbtags arbeiten gehen muss und sie dafür den Haushalt schmeißt, dann relativiert sich das ja wieder. Man kann eben auch nicht alles mit Geld aufwiegen und meiner Meinung geht es darum auch nicht.
Wenn ich zB ein vielfaches meines Freundes verdiene, dann mache ich doch trotzdem mal einen großen Urlaub mit ihm und übernachte nicht immer nur in einem Hostel, nur weil er sich nicht mehr leisten könnte.
Es geht doch schließlich darum, dass man zusammen etwas erlebt und nicht darum, wer was finanziert.