• #31
@ Angela
Nun ist ja das Wort "Partnerin" nicht der Auswuchs überkandidelter, falsch verstandener Emanzipation!
Nein, natürlich nicht. Und ich kann mir auch nicht vorstellen dass irgendjemand von seinem Partner spricht wenn eine Frau vorgestellt wird.

Aber ich finde schon dass eine unsicherheit mit der Sprache (was anderes kann ich mir nicht vorstellen) nicht so hoch gehängt werden sollte. Wem da kalt uns Herz wird hatte vorher nicht so arg viel Wärme drin.

Mädels, lernt doch einfach mal wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden. Es wird sicherlich keiner dieser Profilinhaber irgendwas damit ausdrücken wollen. Selbstverständlich wird das eben von manchen als ein Geschlechtsneutrales Wort gesehen.

Ich hatte auch ´ne 4 in Deutsch- aber deshalb bin ich kein schlechter Mensch und kann zeimlich gut rechnen oder komplexe Naturwissenschaftliche Vorgänge verständlich erklären (was mich auch zu keinem besseren Menschen macht).
 
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Gast

  • #32
Diese Frage und Diskussion ist ja sowas von kleinkariert und provinziell. Geht mal auf Reisen, in ferne Länder, in andere Sprachen und Kulturen und macht euch locker. In Englisch gibt es die weibliche Form von partner gar nicht. Im französischen gibt es auch keine weibliche form von einer fiancé. In Asien wird die Partnerin natürlich als my wife vorgestellt.
Ich denke es kommt einzig auf die Wertschätzung an die durch Bezeichnung spricht. Und natürlich ist meine Partnerin auch meine Partner. Es heißt ja auch Partnerschaft und nicht Partnerinschaft.
 
  • #33
Wenn ein Mann schreibt "mein Partner" und damit eine Frau meint, dann hat er keinerlei Sprachgefühl.

Ein Mensch ohne Sprachgefühl hätte zu mir nicht gepasst, denn dieser Mangel ist beileibe nicht so bedeutungslos wie es hier von einigen (ertappten?) Kommentatoren dargestellt wird. Im Gegenteil, mangelndes Sprachgefühl ist bei gebildeten und zivilisierten Menschen ein ständiger Störfaktor im Alltag.
 
  • #34
Naja macht doch mal den Versuch "Die Partnerin" in den Google Translator einzugeben und schaut mal nach wie viele der dort angezeigten Sprachen diese (ver)weiblich(t)e Form überhaupt besitzen..
 
  • #35
Im französischen gibt es auch keine weibliche form von einer fiancé. In Asien wird die Partnerin natürlich als my wife vorgestellt. .
Es kann aber sehr gefährlich werden, hier vergleiche in anderen Sprachen zu ziehen. Was passiert, wenn man etwas versucht in eine andere Sprache zu interpretieren, erlebte dann meine Arbeitskollegin.
Als ihr Ehemann, seine neue Liaison, seinen französischen Geschäftspartner als Lebensgefährtin vorstelle und diese Dame dann 8 Wochen später bei einen Autounfall ums Leben kam, war die Kollegin die einzige Frau die ich kenne, die schon zu Lebzeiten ihre eigene Kondolenzkarte lesen durfte.
 
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Gast

  • #36
Ich als Mann käme nie, definitiv nie auf die Idee " auf der suche nach einem Partner" schriftlich zu artikulieren. Jetzt bin ich gerade etwas entsetzt das es Männer gibt die sich so ausdrücken. Komisch!!
 
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Gast

  • #37
mangelndes Sprachgefühl ist bei gebildeten und zivilisierten Menschen ein ständiger Störfaktor im Alltag.
Es ist nicht nur ein Störfaktor, es birgt auch Konfliktpotential. Hierzu ein Beispiel aus dem gelebten Alltag: "bringst du mir bitte mein Wasser" ist etwas anderes als "bringst du mir bitte ein Wasser". In ersten Fall halte ich in der Küche nach einer angebrauchten Flasche Ausschau, im zweiten nach einer original verschlossenen in der Vorratskammer.

Mit der unpräzisen Ausdrucksweise bei Partner vs. Partnerin fängt es an, und mit Disharmonie verbreitenden Dialogen wie oben hört es noch lange nicht auf: es sind schon ganze Beziehungen an Mißverständnissen gescheitert, die aus einer unpräzisen Formulierung resultierten.
 
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Gast

  • #38
Zitat von Gast;515006Im französischen gibt es auch keine weibliche form von einer fiancé. [/QUOTE:
Schau mal in ein Wörterbuch. Im Französischen spricht man von "ma financée" und nicht von "mon financé", wenn man seine Freundin bzw. Verlobte vorstellt. Es gibt also die männliche (mon fiancé) und die weibliche Form (ma fiancée), die sich sogar noch durch die einfache bzw. doppelte Verwendung des "e" unterscheiden.
Das, was Du in Deinem Beitrag behauptest, meinen hier einige mit sprachlicher Ungenauigkeit.
 
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Gast

  • #39
Ich als Frau fand es schon immer befremdlich, wenn ein Mann davon sprach, dass er "den passenden Partner" suche. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass so jemandem nicht das Wort Partnerin geläufig ist.

Außerdem finde ich nicht, dass es egal ist, wie man sich ausdrückt. Das merkt man auch, wenn man die Sache umdreht. Nenne einen Mann mal "Partnerin" - dann gibt es sofort einen Aufschrei. Und zwar genau von denen, die behaupten, es sei gleichgültig, ob man die männliche oder weibliche Form nehme.
 
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Gast

  • #41
Nenne einen Mann mal "Partnerin" - dann gibt es sofort einen Aufschrei.
Nun ja, "Partnerin" ist halt eine exklusiv weibliche Form, während "Partner" auch neutral verwendet wird, also nicht zwingend männlich sein muß. Insofern hinkt der Vergleich, und zwar ganz gewaltig.

Mehr Beispiele? Eine Frau kann "ein gerissener Hund" sein, niemals aber "eine gerissene Hündin". Und die weibliche Form von "Schlamper" ist auch nicht "Schlampe", sondern "Schlamperin". Man muß schon genau wissen, was man sagt, die Unterschiede zwischen treffend und beleidigend sind oft nur marginal. Und was bin ich froh, daß ich Deutsch nicht als Fremdsprache lernen muß.
 
  • #42
Man beneide dererlei Gestalten die sich ob der Verwendung Umgangs- und Gebrauchssprachlicher Dinge zu echauffieren wissen, denn sie sind wahrhaft sorgenfrei..
 
  • #43
Also, wenn man bereits im Geschäftsleben soweit ist, von "Partnerin" oder "Senior Partnerin" zu sprechen, sollte man es im Privaten ja wohl auch sein ;-)

Ich persönlich finde es befremdlich, wenn Männer nicht selbstverständlich die weibliche und männliche Form benutzen. Das bezieht sich auf den gesamten Sprachgebrauch. Mir ist Sprache sehr wichtig, es ist das Ausdrucksmittel für uns Menschen.
 
  • #44
Wahrscheinlich haben nicht alle Menschen das gleiche Gefühl für Sprache, die meisten jedoch kämen gar nicht erst auf die Idee, die eigene Frau als "Partner" zu bezeichnen, oder gar sie sei "ein gerissener Hund", wie oben als Beispiel erwähnt. - So spricht doch hoffentlich niemand!

Ich erinnere mich auch noch an den Inhalt einiger Profile, bei denen einige Herren auf der Suche nach einem "Partner" waren - ziemlich schräg fand ich das!
 
  • #45
[...]
Ich persönlich finde es befremdlich, wenn Männer nicht selbstverständlich die weibliche und männliche Form benutzen. Das bezieht sich auf den gesamten Sprachgebrauch. Mir ist Sprache sehr wichtig, es ist das Ausdrucksmittel für uns Menschen.
weil es dann im "Alltagsgebrauch" so aussehen würde:

" [...] die Partner_innen versuchten eine_n clubinterne_n und eine_n unabhängige_n Ansprechpartern_in für Beschwerden zu benennen.. [...]"

(das stammt aus einer echten Broschüre aus Leipzig und ist einfach nur nervig zu lesen.. ausserdem bin ich wohl schon zu lange im Ausland unterwegs, wo manob der Überkorrektheit der Deutschen bisweilen herzlich lacht.. =)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #46
@44 auch ich lebe schon lange im Ausland. Ich meinte die gesprochene Sprache. In der schriftlichen finde ich den Mix aus weiblicher und männlicher Form am besten. Das ist z.B. auch unsere Corporate Language. Mal weiblich, mal männlich.

Selbstverständlich geht es nicht darum, ständig beide Formen zu benutzen, darunter leidet ja die Lesbarkeit und Verständlichkeit.

Dass es mancherorts nun Schilder mit "Anwohnenden" gibt führt die Sprache ad absurdum.
 
  • #47
" [...] die Partner_innen versuchten eine_n clubinterne_n und eine_n unabhängige_n Ansprechpartern_in für Beschwerden zu benennen.. [...]"

Dieses Beispiel ist natürlich ein Zeichen von Unfähigkeit (oder extreme Unsicherheit) im Umgang mit der Sprache.
Man muss doch wirklich auch nicht übertreiben, und um überkandidelte Wortschöpfungen geht es in diesem Thread doch wirklich nicht!

Manche scheinen vor lauter Übereifer zu vergessen, dass hier von einem völlig normalen, völlig gebräuchlichen Wort die Rede ist: "Die Partnerin"
 
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Gast

  • #48
Meiner Ansicht nach kann man überall Läuse suchen und finden.
Wer es an so kleinen Kleinigkeiten schon scheitern lässt, ist sicher nur bei Erbsenzählern gut aufgehoben.

Hat man (der Mensch - die Menschin) keine wichtigeren Probleme?
 
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Gast

  • #50
Welcher Fehler wiegt schwerer: Partner statt Partnerin, oder, diesen Menschen auf Grund dessen als Partner abzulehnen?m
Hat hier doch niemand gesagt, dass frau so einen Mann gleich komplett ablehnen soll. Es kann aber nicht schaden, mal darüber nachzudenken, wie manche Formulierungen bei Frauen ankommen, und da möglicherweise etwas im Profil zu verbessern. Nicht mehr und nicht weniger.
 
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Gast

  • #51
Ich verstehe Deine Irritation. Mir ist klar, dass diese Männer es nicht so meinen, aber wenn ein Mann über "Partner" spricht assoziiere ich emotional erst einmal homosexuelle Paare (zwei Männer). Das ist schon ein eigenartiges Gefühl, dass ich dann erst einen Schalter im Kopf umlegen und mir deutlich machen muss, dass er eine Partnerin, also eine Frau, für eine heterosexuelle Beziehung sucht. Mental ist es dann eindeutig, aber der erste Eindruck ist eben ein anderer.

w/50
 
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Gast

  • #52
Hat hier doch niemand gesagt, dass frau so einen Mann gleich komplett ablehnen soll. Es kann aber nicht schaden, mal darüber nachzudenken, wie manche Formulierungen bei Frauen ankommen, und da möglicherweise etwas im Profil zu verbessern. Nicht mehr und nicht weniger.
Von FS: Dein Kommentar kommt meiner eigentlichen Intention am nächsten. Wenn der eine oder andere Suchende auf meine Frage hin einen möglichen Grund für wenige Anfragen / Reaktionen auf Anfragen erahnt und sein Profil noch einmal überarbeitet hat, dann ist die Diskussion nicht umsonst gewesen. Ich bin sicher: insgeheim sagt der eine oder andere 'danke für den Hinweis'. Meine Frage kommt durchaus aus einer Ebene der Reflexion. Ich bin vergl. Sprachwissenschaftlerin, Projektmanagerin, in Forschung und Vertrieb auf verschiedenen Kontinenten unterwegs gewesen und verfüge über eine psychotherapeutische Ausbildung. - Privat gesprochen ist die Partnersuche für mich v. a. auch eine Herzensangelegenheit, keine sprachwissenschaftliche, keine regionale (meine Suchkriterien sind nb. auf Bayern begrenzt, also auch dort suchen manche Männer einen Partner) und keine politische. Mein Herz 'erstarrt' nicht wirklich, aber dass es sich für jemanden erwärmt, der einen 'Partner' sucht, ist unwahrscheinlich. Denn ich sehe diese Ausdrucksweise nicht als eine Bagatelle. - Natürlich gibt es viele Menschen, deren tiefere Selbstreflexion und Persönlichkeitsentwicklung erst mit einer großen Krise beginnen. Aber einen Mann mit einer umfassenden (einschließlich Herzens-)Bildung und Sensibilität zu suchen, das betrachte ich für mich als selbstverständlich und legitim. Dafür bringe ich sehr gern ein ... zwei Jahre mehr an Geduld auf. Mit Ablehnung hat dies nichts zu tun, aber mit Entwicklung schon, und vor allem mit der Qualität der Partnerschaft, die ich führen möchte. In meiner beratenden Tätigkeit habe ich häufig mit Frauen zu tun, die sich unendlich viel Energie von Männern rauben lassen, die ihre gescheiterte erste Ehe noch nicht aufgearbeitet haben. Über dieses Portal habe ich ähnliches kennen gelernt, z. T. in unglaublichem Ausmaße. Und manchmal liegt mir auf der Zunge: für psychologisch-beratende Tätigkeit lasse ich mich bezahlen, nicht beschlafen.
 
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Gast

  • #53
Der Fehler rührt daher, daß "Partner" für das männliche Pendant zu "Partnerin" gehalten wird. Ist es aber nicht, da auch gemischte Paare "Partner" sind. Ähnliches kennt man übrigens vom Wort "Geschwister": nur wenn alle männlich sind, kann man von "Gebrüder" sprechen, die Grimms etwa.

Zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts sind "Partner", genau wie zwei Menschen die durch den Park gehen "Spaziergänger" sind. Nur für den ganz speziellen Fall, daß sie allesamt weiblichen Geschlechts sind, darf man "Spaziergängerinnen" oder "Partnerinnen" sagen.

Und jetzt kommt’s: die Frauen an meiner Seite sind allesamt weiblichen Geschlechts, im Idealfall immer nur eine zur gleichen Zeit. Also "Partnerin". Ich suche eine Frau, nichts gemischt geschlechtliches und erst recht keinen Mann.
 
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Gast

  • #54
Liebe FSin,

ich verstehe dein Befremden durchaus und gebe dir völlig Recht. Die Diskriminierung von Frauen beginnt bereits bei der Sprache und ist vielen von uns so selbstverständlich geworden, dass sie nur wenigen wie ein Dorn ins Auge springt.
Ich möchte kurz ein Ereignis schildern über das ich (w) mich empörte. Vor geraumer Zeit erwarb ich eine Immobilie - von einer Frau! Als mir der Notar den Vertragsentwurf zusandte stellte ich fest, er bezeichnete mich als "Erwerber" und die Verkäuferin als "Verkäufer". Ich bat den Notar darum die weibliche Form bei den Vertragsschließenden zu verwenden, da wir ja beide Frauen seien! Er war erstaunt über meine Kritik und sagte jedoch zu den Text entsprechend abzuändern. Am Notartermin las er den Text in der maskulinen Form vor und ich unterbrach ihn umgehend und bestand auf Korrektur! Seinen unschwer unterdrückten Zorn wurde von den Anwesenden mit Amüsement quittiert.

Man stelle sich vor, zwei Türkinnen schließen einen Vertrag und werden in der männlichen Form angesprochen - für Menschen die der türkischen Sprache nicht mächtig sind wäre es schlichtweg unmöglich die Vornamen als eindeutig männlich oder weiblich zu klassifizieren!

Anderes Beispiel: In Stellenausschreibungen müssen grundsätzlich beide Geschlechter angesprochen werden! Warum wohl?
 
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Gast

  • #55
Ich stimme #53 zu. Bei sehr langen Texten kann es natürlich sehr umständlich sein, sich immer sprachlich korrekt auszudrücken. Aber eine Frau ist einfach eine Partnerin und kein Partner. Das wäre sie nur, wenn die weibliche Form im Deutschen nicht existieren würde. Es gibt sogar Ansätze bezüglich einer Abschaffung der weiblichen Form im Allgemeinen, damit diese sprachliche Diskriminierung nicht mehr auftreten kann. Wenn es dann irgendwann (was aber wohl eher unwahrscheinlich ist) wirklich nur noch den Begriff "Partner" gibt, dann gilt er auch für die Frauen.

So ist aber die Verwendung der männlichen Form für eine Frau eine Diskriminierung. Weil sie noch aus einer Zeit stammt, in der die Frauen im Verkehr keine Bedeutung hatten. Da war es gar nicht nötig, sie zu erwähnen. Über diese Zeiten sollten wir langsam mal alle hinwegkommen.


w27
 
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Gast

  • #56
Es ist schon traurig, dass einige ach so gebildete MenschInnen nicht begriffen haben, dass Genus und Sexus (von grammatischem und natürlichem Geschlecht) im Deutschen recht wenig miteinander zu tun haben. Eine Parallelität von Genus und Sexus besteht nicht, was sich bereits an dem Vorhandensein einer dritten Gruppe mit Neutra ablesen läßt. Beispielen wie der Mann, die Frau steht eine Fülle von Substantiven ohne Übereinstimmung von Genus und Sexus gegenüber. Und auch sonst gibt es kein System von Regeln, nach dem man das Genus der Substantive bestimmen kann.

Daher gibt es auch keine Diskriminierung von Frauen in der Deutschen Sprache! Vielmehr bevorzugt das Deutsche das weibliche Geschlecht: Das meiste real Männliche unterscheidet sich ja nicht von der übergeschlechtlichen Form. "Der Fussgänger" kann Mann oder Frau sein, und wenn auf sein männliches Geschlecht Gewicht gelegt wird, muss dies zusätzlich ausgedrückt werden. Aber das real Weibliche kennzeichnet die Sprache eindeutig: einerseits mit dem geschlechtsspezifisch gemeinten Wechsel des Artikels (der zu die) und andererseits mit der spezifischen Endung -in.

Ich bin für Gleichberechtigung keine Frage, aber dieser ganze Feminismus- und Genderwahn nervt schon arg und nicht nur in der Sprache ...
 
  • #57
Der Fehler rührt daher, daß "Partner" für das männliche Pendant zu "Partnerin" gehalten wird. Ist es aber nicht, da auch gemischte Paare "Partner" sind. Ähnliches kennt man übrigens vom Wort "Geschwister
Nun liebe Damen die sich daran aufhängen, und denen es "kalt ums Herz wird" wenn ein Mann diese Feinheiten der Sprache nicht beherrscht. Damen die jedes Wort auf die Goldwaage legen (Mein Wasser, ein Wasser, uaaaah) sind unglaublich anstrengend. Mädels, da kann Mann echt froh sein wenn dieser Kelch an ihm vorüber geht.

Ich kann ja verstehen dass man über ein solches Wort stolpert und wem als Germanit Sprache essentiell wichtig ist der mag das gerne vor solche Kleinigkeiten wie Herzenswärme oder Humor stellen. Aber "Kalt ums Herz"?

Da frier ich irgendwie.
 
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Gast

  • #58
Vielmehr bevorzugt das Deutsche das weibliche Geschlecht: Das meiste real Männliche unterscheidet sich ja nicht von der übergeschlechtlichen Form.
Ob es eine Bevorzugung oder Diskriminierung ist, hängt vom Kontext ab. Ein Einzelhändler der "eine Verkäuferin" sucht, kann von dem Gedanken geleitet sein, daß sie für weniger Geld arbeitet, aber auch, daß eine Frau bei den Kunden halt besser ankommt.

Anders bei "Anwohnern": hier eine Nichterwähnung der "Anwohnerinnen" wahrzunehmen deutet auf eine gewisse Fixiertheit der Frau hin, sich immer und überall ausgeschlossen zu fühlen, auch wenn es gar nicht so ist. Vielmehr ist eine Trennung nach Männlein und Weiblein bei dieser Regelung schlichtweg überflüssig, deshalb wird sie auch nicht vorgenommen.

Es muß aber doch wohl möglich sein, diese Unterschiede zu erkennen und korrekt anzuwenden! Und selbst wenn wir politisch korrekt nur noch "Studierende", "Anwohnende" und "Verkaufskräfte" sagen dürfen: bei der Partnersuche wird das hoffentlich niemals der Fall sein. Und mögen die Männer, die ich ausdrücklich nicht suche, sich davon noch so diskriminiert fühlen.
 
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Gast

  • #59
Seinen unschwer unterdrückten Zorn wurde von den Anwesenden mit Amüsement quittiert.
Liebe Gästin, bist du dir sicher, dass sich die Anwesenden nicht über deine Pingeligkeit amüsiert haben?

Anderes Beispiel: In Stellenausschreibungen müssen grundsätzlich beide Geschlechter angesprochen werden! Warum wohl?
Nun ja, vielleicht weil es ein unglaublich blöder Zeitgeist heute geschafft hat, dies über geschickte Lobbyarbeit in politische Vorschriften einfließen zu lassen?
 
  • #60
Liebe GästIN #53,

sorry, aber Du bist genau diese Art von Frau, die diesen ganzen Wahnsinn verursacht.
von einer Frau! Als mir der Notar den Vertragsentwurf zusandte stellte ich fest, er bezeichnete mich als "Erwerber" und die Verkäuferin als "Verkäufer". Ich bat den Notar darum die weibliche Form bei den Vertragsschließenden zu verwenden, da wir ja beide Frauen seien! Er war erstaunt über meine Kritik
Als Profi hätt ich mir meinen Teil gedacht und es halt gemacht, als potentieller Partner hätt ich schleunigst die Flucht ergriffen. Ich gehe jede Wette, liebe GästIN, dass die Anwesenden sich über DICH amüsiert haben.

Gerade dieses Beispiel macht es überdeutlich, hier werden beide Begriffe absolut geschlechtsneutral verstanden und eingesetzt (auch laut Duden). Wer da auf die weibliche Form besteht, macht sich lächerlich.
Anderes Beispiel: In Stellenausschreibungen müssen grundsätzlich beide Geschlechter angesprochen werden! Warum wohl?
Ich muss Dich enttäuschen, dem ist NICHT so. Wer zwingende Gründe hat dürfte sogar ein Geschlecht ausdrücklich ausschließen und ansonsten ist laut AGG lediglich eine Geschlechtsneutrale Form sicherzustellen. Im übrigen auch eine alters-, herkunfts und hautfarbenneutrale Form. So bekommt keiner ein Problem mit dem Gesetz wenn er "Verkäufer" oder "Ingenieure" sucht. Um Kampfhennen vom Klagen abzuhalten fügt der Kluge Personaler noch ein m/w an.
 
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