• #1

Partner meckert an allem rum und ist hochsensibel

Seit 5 Jahren bin ich mit meinem Partner aus Portugal zusammen. Zu Beginn fand ich ihn zwar schwierig, aber als Charakter sehr spannend und witzig. Wir haben viel unternommen und die Zeit genossen.
Nach 2 Jahren ist er zu mir gezogen. Inzwischen ist er 3 Jahre hier und hat nach wie vor Schwierigkeiten, beruflich Fuß zu fassen. Damit kann leben.
Schwierigkeiten bereiten mir zunehmend andere Verhaltensweisen.
Den Großteil meiner Freunde findet er "respektlos, ignorant, selbstgefällig" und "desinteressiert", vor allem an ihm als Person. Sie würden sich nicht mit ihm unterhalten. Er gibt mir ständig das Gefühl, ich solle mit diesen Menschen nichts zu tun haben.
Meine Familie ist ein rotes Tuch für ihn. Er meint, ich müsse mich nicht zwischen ihm und meiner Familie entscheiden, er würde sie einfach nicht besuchen. Dennoch kritisiert er ständig deren Verhalten, va. meiner Eltern.
Im Alltag ist er immer schneller beleidigt. Banale Situationen führen zu Ausrastern. Gestern hat er zB unseren Sohn von der KiTa abgeholt. Die Pädagogin meinte, der Kleine hätte wenig gegessen und sei leider sehr müde gewesen. Das war als reine Info gedacht - er hat es als Kritik an ihm und unserem Kind aufgefasst, quasi die würden uns als schlechte Eltern darstellen, unser Kind nicht dort haben wollen... Ich habe daraufhin mit der pädagogischen Leitung gesprochen und - wie erwartet - war alles okay.
Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass einfach ein Missverständnis vorlag. Das ging - wieder einmal - schief. Ich würde ihn und seine Gefühle nicht ernst nehmen, er sei weniger wert als andere, wieder würde ich behaupten, er bilde sich das nur ein ...
Solche Situationen haben wir ständig. Meine Versuche, ruhig zu bleiben, bringen nicht viel, er dreht mir jedes Wort im Mund um.
Gestern bin ich am Ende explodiert und ich habe ihn - nach einem 1stündigen Versuch, zu deeskalieren - angeschrieen, er solle sich jemand anderen für sein ständiges Beleidigt-sein suchen.

Am Ende bin ich schuld. Ja, oft reagiere ich trotzig und sage rundheraus was ich denke. Tue ich das aber nicht, muss ich mir stundenlang anhören, dass die Welt gegen ihn sei, bis ich explodiere.
Ich bin dzt Alleinverdienerin, kümmere ich mich ums Kind, erledige meist den Einkauf und mache den Großteil der Hausarbeit.
Auf meine Bitte, zu helfen, meint er meist, er hätte "aufgegeben", dieses „Chaos“ aufzuräumen. Um den Kleinen kümmert er sich gerne, aber nur, wenn ich nicht da bin. Gerne liegt er einfach auf dem Sofa und schaut Videos, oft stundenlang.
Vieles bleibt an mir hängen. Ich bin teilweise wirklich zu müde für sensible Diskussionen. Das sieht er nicht. Er sieht nur seine Benachteiligung.
Unterwegs ist er wieder der Mensch, den ich lieben gelernt habe. Im Alltag kann ich jedoch langsam nicht mehr. Manchmal ist er wie ein zweites Kind - mit über 40.
Ich bin kurz davor, ihn einfach rauszuschmeißen. Das tut mir in Gedanken furchtbar weh.
 
  • #2
Na und nun? Was ist deine Frage? Du hast dir doch selbst deinen Ausweg aus der Situation aufgezeigt.
Ich nehme an, dass schon tausendmal darüber geredet worden ist, bzw. dass, wie beschrieben, ein Gespräch oftmals gar nicht möglich ist.
Dann bleibt doch am Ende nur das, was du selbst schon weißt.
 
  • #3
Ihr seid nicht verheiratet, oder?
Wenn nicht, dann ist ja alles einfacher als wenn ihr verheiratet wäret.

Die Wohnung hast du gemietet/gehört dir?
Dann kannst du wohl verlangen, dass er wieder auszieht und sein Leben in die Hand nimmt.

Er hat sich bei dir schön eingenistet, du verdienst das Geld, machst den Haushalt, sorgst dich um alles.
Er lungert auf der Couch herum.

Er soll ausziehen, für das Kind werdet ihr eine Lösung finden.
 
  • #4
Seit 5 Jahren ..... Zu Beginn fand ich ihn zwar schwierig, aber als Charakter sehr spannend und witzig.... Im Alltag ist er immer schneller beleidigt..... er dreht mir jedes Wort im Mund um..... Am Ende bin ich schuld.... Gerne liegt er einfach auf dem Sofa und schaut Videos, oft stundenlang. Vieles bleibt an mir hängen.... Er sieht nur seine Benachteiligung.
Nach 3 Jahren Zusammenleben kennst Du ihn nun und da ist nichts Erfreuliches mehr sichtbar. Daran scheitert es und so geht kennenlernen meistens aus.

Unterwegs ist er wieder der Mensch, den ich lieben gelernt habe.
Was ist "unterwegs"?

Manchmal ist er wie ein zweites Kind - mit über 40.
Ich bin kurz davor, ihn einfach rauszuschmeißen.
Bei der Sicht ist der Respekt vor ihm weg und der kommt auch nciht mehr zurück, denn dafür müsste er sich komplett verändern - kann und will er nicht.
Rausschmeißen ist eine gute Idee, weil dann sofort das Leben für Dich anstrengungsfreier ist. Er ist keine Unterstützung im Alltag sondern eine große Belastung.

Ja, oft reagiere ich trotzig.... bis ich explodiere.... nach einem 1stündigen Versuch, zu deeskalieren - angeschrieen
Glaubst Du selber, dass das ein gutes Umfeld für ein Kitakind ist? Liest sich wie bei einer RTL2-Reality-Show.

Denk mal in Ruhe drüber nach, die Du auf Dein Kind wirkst in solchen Situationen und ob Du ihm so ein Konfliktverhalten vermitteln willst. Wie weit soll es im Leben damit kommen?

Inzwischen ist er 3 Jahre hier und hat nach wie vor Schwierigkeiten, beruflich Fuß zu fassen. Damit kann leben.....
Ich bin dzt Alleinverdienerin, kümmere ich mich ums Kind, erledige meist den Einkauf und mache den Großteil der Hausarbeit.
Auf meine Bitte, zu helfen, meint er meist, er hätte "aufgegeben", dieses „Chaos“ aufzuräumen.
Das ist Dein Fehler, denn so machst Du ihn zum Kind - wie euer Kitakind von Dir abhängig. Kein Wunder also, dass er bvom Mannn zum Lappen mutiert ist. Du hast eifrig dran mitgewirkt durch deine Duldung. Langzeitarbeitslosigkeit macht aus den wenigsten Menschen angenehme Zeitgenosssen.

Dazu taugt er noch nichtmal zuhause als Unterstützung was.
Kein Wunder, dass Du vor so einer Lusche keinen Respekt mehr hast
Gib ihm einen Tritt in den Allerwertesten - runter vom Sofa, ab an die Arbeit (egal welche) binnen 2 Wochen oder ausziehen.

Den Großteil meiner Freunde findet er "respektlos..... Meine Familie ist ein rotes Tuch für ihn.
Lass Dich bloss nicht von ihm isolieren und halte den Kontakt ohne ihn, damit Du bei besuchen zumindest etwas Entspannung und Freude erlebst.
 
  • #5
- Den Großteil meiner Freunde findet er "respektlos, ignorant, selbstgefällig" und "desinteressiert", vor allem an ihm als Person.
- Meine Familie ist ein rotes Tuch für ihn. Er meint, ich müsse mich nicht zwischen ihm und meiner Familie entscheiden, er würde sie einfach nicht
-Dennoch kritisiert er ständig deren Verhalten, va. meiner Eltern.
- Im Alltag ist er immer schneller beleidigt.
- er hat es als Kritik an ihm und unserem Kind aufgefasst, quasi die würden uns als schlechte Eltern darstellen, unser Kind nicht dort haben wollen...
- Ich würde ihn und seine Gefühle nicht ernst
- Meine Versuche, ruhig zu bleiben, bringen nicht viel, er dreht mir jedes Wort im Mund um.

- Am Ende bin ich schuld.
- muss ich mir stundenlang anhören, dass die Welt gegen ihn sei, bis ich explodiere.

- meint er meist, er hätte "aufgegeben", dieses „Chaos“ aufzuräumen.


Unterwegs ist er wieder der Mensch, den ich lieben gelernt habe. Im Alltag kann ich jedoch langsam nicht mehr.
Was bedeutet unterwegs?
Manchmal ist er wie ein zweites Kind - mit über 40.
Ich bin kurz davor, ihn einfach rauszuschmeißen. Das tut mir in Gedanken furchtbar weh.
Er ist nicht hochsensibel, für diese Art Verhaltensweisen gibt es ein anderes Wort. Nachdem, was du schreibst, wird das nicht besser, sondern eher schlechter werden - erinnert mich stark an meinen Vater. Der war zwar nie "zu Hause"= arbeitslos oder faul, aber der Rest passt.

Was genau tut dir denn weh in Gedanken? Was würdest du vermissen, womit ginge es dir besser? Versuchs mal mit zwei Listen. Auf die erste schreibst du in je eine Spalte, welche Vor- und Nachteile es hat, wenn er bleibt. In die zweite, welche Vor- und Nachteile es hat, wenn du dich trennst. Dann hast du alles vor Augen und kannst hoffentlich besser entscheiden, wie du vorgehen möchtest und was dir wichtig ist. Viel Glück!
 
  • #6
Du solltest nicht den Begriff Hochsensibilität mit dem Verhalten dieses Mannes in Verbindung bringen.

Hochsensibilität ist etwas völlig anderes und hat mit Sicherheit nichts mit zickigem Verhalten zu tun.
 
  • #7
Seit 5 Jahren bin ich mit meinem Partner aus Portugal zusammen.
Meine Familie ist ein rotes Tuch für ihn. Er meint, ich müsse mich nicht zwischen ihm und meiner Familie entscheiden, er würde sie einfach nicht besuchen. Dennoch kritisiert er ständig deren Verhalten, va. meiner Eltern.
Im Alltag ist er immer schneller beleidigt. Banale Situationen führen zu Ausrastern. Gestern hat er zB unseren Sohn von der KiTa abgeholt. Die Pädagogin meinte, der Kleine hätte wenig gegessen und sei leider sehr müde gewesen. Das war als reine Info gedacht - er hat es als Kritik an ihm und unserem Kind aufgefasst, quasi die würden uns als schlechte Eltern darstellen, unser Kind nicht dort haben wollen... Ich habe daraufhin mit der pädagogischen Leitung gesprochen und - wie erwartet - war alles okay.
Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass einfach ein Missverständnis vorlag. Das ging - wieder einmal - schief. Ich würde ihn und seine Gefühle nicht ernst nehmen, er sei weniger wert als andere, wieder würde ich behaupten, er bilde sich das nur ein ...
Solche Situationen haben wir ständig. Meine Versuche, ruhig zu bleiben, bringen nicht viel, er dreht mir jedes Wort im Mund um.
Gestern bin ich am Ende explodiert und ich habe ihn - nach einem 1stündigen Versuch, zu deeskalieren - angeschrieen, er solle sich jemand anderen für sein ständiges Beleidigt-sein suchen.

Am Ende bin ich schuld. Ja, oft reagiere ich trotzig und sage rundheraus was ich denke. Tue ich das aber nicht, muss ich mir stundenlang anhören, dass die Welt gegen ihn sei, bis ich explodiere.
Ich bin dzt Alleinverdienerin, kümmere ich mich ums Kind, erledige meist den Einkauf und mache den Großteil der Hausarbeit.
Auf meine Bitte, zu helfen, meint er meist, er hätte "aufgegeben", dieses „Chaos“ aufzuräumen. Um den Kleinen kümmert er sich gerne, aber nur, wenn ich nicht da bin. Gerne liegt er einfach auf dem Sofa und schaut Videos, oft stundenlang.
Vieles bleibt an mir hängen. Ich bin teilweise wirklich zu müde für sensible Diskussionen. Das sieht er nicht. Er sieht nur seine Benachteiligung.
Unterwegs ist er wieder der Mensch, den ich lieben gelernt habe. Im Alltag kann ich jedoch langsam nicht mehr. Manchmal ist er wie ein zweites Kind - mit über 40.
Ich bin kurz davor, ihn einfach rauszuschmeißen. Das tut mir in Gedanken furchtbar weh.
Schmeiß ihn raus. Lieber allein als in so miserable Gesellschaft. Du packst das auch allein, keine Frau muss sich sowas bieten lassen. Ich würde das auch eher nicht hochsensibel sondern hochempfindlich nennen.
 
  • #8
Dieser Mann ist nicht hochsensibel sondern hat vermutlich kein Selbstwertgefühl und schafft es auch nicht irgendwas auf die Beine zu stellen. Er lässt seine Unzufriedenheit an der Person aus die ihm momentan am nächsten steht, ganz einfach weil er es kann und er bisher auch keine Konsequenzen zu erwarten hatte. Verantwortung ist scheinbar ein Fremdwort für ihn. Es ist eher traurig ständig so einem Psychoterror ausgesetzt zu sein und auch noch alles alleine stemmen zu müssen als es zu beenden.
 
  • #9
Für mich ein klarer Fall von Kulturschock bzw. kulturellen Unterschieden, die sich in unterschiedlichen Erwartungen äußern. Deinem Freund war vielleicht nicht klar, wie das Leben in Deutschland läuft und wie rau der Umgangston oft sein kann. Auch dass sich Freunde und Familie auf eine andere Art verhalten, als er es kennt, kann von ihm als ablehnend wahrgenommen werden.
Sprecht ihr über solche Themen? Und bist du mit Portugal und seinem Umfeld vertraut? Falls nicht, solltest du das unbedingt nachholen. Für micht liest sich dein Post, als hätte er sich dir bzw. eurem Sohn ein großes Stück weit angepasst, indem er nach D gezogen ist. Sprecht auch offen darüber, wie ihr beide leben und arbeiten möchtet und versucht, einen passenden Kompromiss zu finden - eventuell auch an einem anderen Ort, wo auch er beruflich Fuß fassen kann. Er ist ja anders, wenn ihr unterwegs seid. Das könnte die Lösung sein.
Kleine Anekdote am Rande: Ich hatte vor ca. 12 Jahren mal einen Freund aus Spanien, der mich öfter in Deutschland besuchen kam. Die Erfahrungen, die er in der Öffentlichkeit machen musste bzw. die Art, wie er von einigen Deutschen behandelt wurde (als gutaussehender Mann mit dunklen Haaren und Augen, nur nicht deutschsprachig) hat mich extrem traurig gemacht. Was ich sagen will: Dieser perfide Alltagsrassismus, den ich selbst damals kaum in Worte fassen konnte, könnte auch deinen Freund treffen.
 
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  • #10
Für mich ein klarer Fall von Kulturschock bzw. kulturellen Unterschieden
Portugal ist Europa, da gibt es keinen Kulturschock.
Dieser perfide Alltagsrassismus, der mir selbst komplett verborgen blieb, könnte auch deinen Freund treffen.
Darum geht es hier doch gar nicht.
Es gibt Millionen von ausländischen Mitbürgern, die in Deutschland arbeiten und sich integriert haben.
Es gibt aber noch genug Leute, die einfach keinen Bock haben und sich ins bequeme Nest setzen wollen.
 
  • #11
Tut mir leid dir sagen zu müssen, schon wieder einen Fall, wo ich meinen Kopf schon schnerzhaft schütteln muss, wie eine Frau das mitmachen kann! ❓❗Für mich unbegreiflich, so eine Situation mitzutragen, auch dem Kind gegenüber, eine solche kranke Stimmung zu leben! Hast du null Selbstwert? Hast du null Selbstliebe? Hast du null Selbstbewusstsein? Etc. pp. Bist du nicht ehrlich, nicht authentisch zu dir? Du fandest schon zu Beginn seinen Charakter witzig, da fing es schon an, dass was nicht stimmt! Gute Frau, das ist keine Beziehung, das ist ausschließlich ein mieser, toxischer und narzisstischer Kontakt, Punkt! Schick ihn in die Wüste, leb dein Leben mit Kind alleine, ohne ihn und es geht dir vielfach besser, auch mein kräftiges Kopfschüttel, dass du ihn noch mitfinanzierst, gehts noch? Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, es geht nur um deine Entscheidung, für dich und für dein Kind zu treffen, sonst um nichts! Auch hier muss ich mich wieder fragen, wie es so oft dazu kommt, dass so viele Frauen sich in ein solches Unglück stürzen, ohne es am Anfang zu merken, was Sache ist, wo es hinführt? Meine Erklärung dazu: es sind Defizite der "S Werte plus" die das unbewusst veranlassen!
 
  • #12
Du weißt, warum er meckert und unzufrieden ist. Er hat keinen wirklichen Platz in Deutschland gefunden. Menschen wie er suchen den Grund für ihr Versagen beim Staat, bei der Gesellschaft, den Verwandten, Freunden usw. Warum hat er nichts unternommen, um sein Leben auf die richtigen Gleise zu bringen und zufrieden zu werden. Du hättest, anstatt ihn zu bedauern und immer Verstandnis für ihn zu haben, ihn ins Leben hinausschicken sollen. Unvernünftigerweise habt ihr auch noch ein Kind in die Welt gesetzt, weil du glaubtest, daß sich dadurch etwas zum Besseren wendet.

Der Zug ist abgefahren. Du wirst diesen Mann nicht mehr ändern, denn er sieht kein Versagen bei sich. Alle anderen sind schuld. Wenn du ihn nicht rausschmeißt, wird er dir und euerem Kind das Leben noch zur Hölle machen. Dann beklage dich aber nicht über dein Schicksal. Du selbst hast es in der Hand. Jeder ist seines Glückes Schmied. Reihe dich nicht in die Riege der Frauen ein, die jahrelang Streit und Demütigungen ertragen und erst Schluß machen, wenn sie am Boden liegen. Du hast Verantwortung für ein kleines Kind.
 
  • #13
Oh, du arme. Das klingt sehr anstrengend, und ich kann das gut nachfühlen. Das raubt dir ja auf Dauer deine Lebensenergie. Hättet ihr kein gemeinsames Kind, würde ich direkt zur Trennung raten. Er hat definitiv starke Komplexe (oder sogar narzisstische/manipulative Züge?).
Vielleicht würde euch eine Beziehungs-Pause gut tun, in der er mal reflektieren kann über diese Dynamik und über alles was nicht gut läuft bei euch. Das Problem ist nur, er könnte sich womöglich kein eigenes Apartment für die Zeit leisten. Die Tatsache, dass du den Großteil der ganzen Arbeit (und das Geldverdienen) komplett übernimmst verheißt wirklich nichts Gutes.
Wäre er evtl. offen für eine Paarberatung/-therapie, so dass ihr die Gelegenheit hättet, diese Probleme gemeinsam in Angriff zu nehmen? Ich würde nochmal ein tiefgehendes Gespräch mit ihm versuchen, und alle diese Sorgen und Eindrücke sachlich und einfühlsam vermitteln. Ist er überhaupt nicht offen dafür, an einer Verbesserung eurer Beziehung/und an seiner Situation zu arbeiten, dann ist eine Trennung langfristig wahrscheinlich die beste Lösung für dich (und auch dein Kind) :(
 
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  • #14
Portugal ist Europa, da gibt es keinen Kulturschock.

Darum geht es hier doch gar nicht.
Es gibt Millionen von ausländischen Mitbürgern, die in Deutschland arbeiten und sich integriert haben.
Es gibt aber noch genug Leute, die einfach keinen Bock haben und sich ins bequeme Nest setzen wollen.
Ja, die gibt es, und dein Lösungsansatz ist auf jeden Fall der bequemere. Im Fall der FS und ihres Partners halte ich andere Faktoren aber für wahrscheinlicher.
Ich lese im Post der FS nicht, dass ihr Freund nicht arbeiten will. Im Gegenteil, er möchte durchaus beruflich Fuß fassen, wahrscheinlich in einem Umfeld, das seiner Qualifikation entspricht. Er hat offensichtlich mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen als die FS (eine Deutsche). Die FS und ihr Umfeld erkennt das aber nicht und sieht die Bringschuld allein bei ihm.
Als interkulturelle Trainerin kann ich sagen, dass viele Menschen und Beziehungen an diesen Hürden zerbrechen. Kommunikation, bestenfalls mit einem Coach/Trainer/Therapeuten, ist der erste Schritt zur Lösung.
 
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  • #15
Gerne liegt er einfach auf dem Sofa und schaut Videos, oft stundenlang.
Vieles bleibt an mir hängen. Ich bin teilweise wirklich zu müde für sensible Diskussionen. Das sieht er nicht. Er sieht nur seine Benachteiligung.
Ich denke, der hat sich bei dir eingezeckt.

Vielleicht gibt es Sprachbarrieren, dass er z. B. Informationen der Kita-Mitarbeiterin völlig falsch versteht. Aber dieses stundenlange Genöhle könnte ich nicht ertragen.

Unterwegs ist er wieder der Mensch, den ich lieben gelernt habe
Du meinst draußen, wenn andere Menschen dabei sind? Da kann er dann den gutgelaunten Traumpartner geben? So lange, bis ihr wieder zu Hause seid und die Maske fällt?

Oh weia, liebe FS. Das wird nicht mehr besser mit dem. Das ist ja eine ganz verfahrene Kiste.

Und wie ich schon sagte: Trenn dich von dem Gedanken, dass der Mann hochsensibel ist. Ich sehe auch ein Stückweit tyrannisches Verhalten. Und dass der dir das Wort im Munde umdreht, während du dich um Deeskalation bemühst, zeigt, wie wenig er deine Bemühungen schätzt.
 
  • #16
Für mich ein klarer Fall von Kulturschock bzw. kulturellen Unterschieden, ...
Liebe Shiva001, danke für deine Antwort!
Ja, da sind natürlich kulturelle Unterschiede da. Wir sprechen sehr sehr oft darüber. Leider nimmt er es sehr schlecht an, wenn ich sage, hier ist das und das "normal" und er solle sich nichts dabei denken. Für ihn sind die meisten Verhaltensweisen einfach nur unhöflich und er fühlt sich schlecht behandelt.
Ich war bereits einige Male in Portugal, kenne auch seine Schwester (ähnlicher Charakter), seine Eltern und einzelne seiner Freunde - die sind allerdings eher locker drauf. Die Portugiesen selbst sind - ganz dem Klischee entsprechend - insgesamt etwas melancholisch und beschweren sich auch mal gerne. Aber bei weitem nicht dauernd und immerzu, sie genießen auch. Zumindest war das mein Eindruck. Ich hatte dort auch keine Schwierigkeiten mit den Menschen. Mit einem seiner Freunde habe ich über meine Arbeit sogar ein kleines Projekt umgesetzt - natürlich lief nicht alles glatt, aber konfliktfrei.

Ich kann ein bisschen portugiesisch und habe mich auch sehr mit seinem Land auseinandergesetzt. Wir verbringen immer mehrere Wochen pro Jahr dort, sofern es sich vereinbaren lässt. Dort mit mir leben wollte ER nicht. Er findet seine Landsleute zu schlampig, vieles sei zu chaotisch, er wollte immer weg von da. Bevor er zu mir gezogen ist, hat er zweitweise in Estland, Großbritannien und auch Norwegen gelebt. Von daher hatte ich keine Bedenken, dass er nicht wüsste, ob er mit kulturellen Unterschieden umgehen kann.

Er hat sich natürlich mir und unserem gemeinsamen Kind angepasst. Schon lange steht im Raum, woanders hinzuziehen. Ich stehe dem auch nicht ablehnend gegenüber, aber so ganz ohne "Plan" die Stadt zu wechseln, liegt mir einfach nicht. Die Gespräche darüber versinken leider häufig im Alltag.

Danke für deine Anekdote! Auch wir haben solche Erlebnisse. Daher unterstütze ich ihn in zahlreichen Belangen. Ich gehe mit ihm zum Arbeitsamt, begleite ihn zum Arzt, in jegliches Amt, helfe ihm bei der Korrespondenz mit offiziellen Stellen, bei Bewerbungen ... um dem ein Stück weit entgegen zu wirken.
Das dann dennoch hin und wieder etwas schief geht und er nicht ernst genommen wird, das weiß ich und das belastet ihn ungemein. In meinem Beispiel war das jedoch eher nicht der Fall - sie bemühen sich dort sehr und sprechen gegebenfalls auch englisch mit ihm (auch wenn deren Englisch sehr schlecht ist).

Ein Gespräch über einen Ortswechsel werde ich jedenfalls nochmal versuchen.
 
  • #17
Er hat sich bei dir schön eingenistet, du verdienst das Geld, machst den Haushalt, sorgst dich um alles.
Er lungert auf der Couch herum.
Besser auf den Punkt gebracht: FS hat ihn einnisten lassen! FS hat dafür gesorgt, dass er kein Geld verdienen braucht, dass er nichts im Haushalt machen braucht, dass er auf der Couch herumlungern kann! Warum soll er was TUN, wenn es ohne sein TUN geht❓
Für mich ein klarer Fall von Kulturschock bzw. kulturellen Unterschieden, die sich in unterschiedlichen Erwartungen äußern.
Zustimmung! Ist so, kenne einige solche FS Beispiele!
 
  • #18
Er scheint über ein sehr instabiles Selbstwertgefühl zu verfügen, weswegen er überall Abwertung und Ablehnung zu wittern scheint.

Das Problem kannst du für ihn nicht lösen, nur maximal darauf aufmerksam machen.

Ich würde ihn an deiner Stelle vor die Tür setzen, ohne sie gänzlich zu schließen. Er soll sich professionelle Hilfe suchen, um sich und sein Leben zu ordnen.

Gelingt ihm das, könnt ihr euch ja immer noch wieder annähern. Bleibt er seiner aktuellen Linie treu, dann hast du den ersten Schritt Richtung vollständiger Trennung bereits getan.

Räumlich würde ich mich allerdings bereits jetzt trennen. Das ist ja kein Zustand, der dir guttut. Und ihm auch nicht …
 
  • #19
Er findet seine Landsleute zu schlampig, vieles sei zu chaotisch, er wollte immer weg von da.
Der ist offenbar gar nicht zufriedenzustellen. Es scheint, der mag überhaupt niemanden.
Schon lange steht im Raum, woanders hinzuziehen. Ich stehe dem auch nicht ablehnend gegenüber, aber so ganz ohne "Plan" die Stadt zu wechseln, liegt mir einfach nicht. Die Gespräche darüber versinken leider häufig im Alltag.
Glaubt er, woanders könnte es ihm (denn nur um ihn scheint es ja zu gehen) besser gefallen? Da wird es auch wieder genügend Kritikpunkte geben, über die er mit dir stundenlang debattieren kann.

Ein Gespräch über einen Ortswechsel werde ich jedenfalls nochmal versuchen.
Du solltest ihm m. E. nicht noch mehr entgegenkommen. Der kann ja jetzt schon gar nichts ohne dich machen. Du packst ihn in Watte. Der soll sich integrieren, fertig.

Kann er nicht, will er nicht? Dann solltest du dir auf Dauer überlegen, wie lange du bereit bist, den Zirkus noch mitzumachen.
 
  • #20
Hochsensibel? Oder nicht doch nur ein selbstmitleidiger, zeitlebens gekränkter Tropf, der den Hintern nicht hochbekommt?
Ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht ist, mit Ende 30 im Ausland Fuß zu fassen, aber dass er nicht zumindest alleine den Haushalt macht, wenn du die Familie ernährst, ist doch absurd.
Und was heißt in diesem Zusammenhang "helfen"? Er hat gefälligst seinen Anteil zu leisten.
Aber ja, du machst mit, tägliche Trash-Show inbegriffen, und benennst seine Faulheit und Aggression gegen seine gesamte Umgebung (in P wie in D) im Titel euphemistisch mit dem Wischi-Waschi-Begriff "Hochsensibilität".
Überlege doch in einer ruhigen Stunde, ob du ihn noch achten kannst, und was du eigentlich noch an ihm magst, wenn ihr nicht "unterwegs" seid.
Und ob du dich selbst noch magst, wenn du zur trotzigen, nörgelnden Gattin mutiert bist.

w,55
 
  • #21
Er hat offensichtlich mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen als die FS (eine Deutsche). Die FS und ihr Umfeld erkennt das aber nicht und sieht die Bringschuld allein bei ihm.
Das sehe ich nicht so. Ich helfe ihm, seit er hier ist, mit Behörden, Ämtern und zahlreichen Arbeitgebern, die ihn entweder nicht oder zu wenig bezahlen.
Er lernt Deutsch, schon lange, aber ein Beruf in seinem Bereich klappt einfach nicht. So wird es meistens das Gastgewerbe und das ist einfach nicht das Wahre und schnell wieder vorbei.
Das ist dann natürlich belastend, das verstehe ich auch.

Ich sehe das Problem nicht in seiner langen Arbeitslosigkeit. Das würde mir nichts ausmachen, da wir finanziell aktuell keine Schwierigkeiten haben. Er bekommt da auch keine Vorwürfe von mir, es wäre auch okay, wenn er studieren würde oder sich ehrenamtlich betätigt. Er möchte sich ja auch mit etwas beschäftigen, bricht aber das meiste nach kurzer Zeit ab.
Ich habe ihn auch zu Beginn mit zu einem Kulturverein genommen, in dem ich tätig bin, damit er Menschen kennenlernt und sich ein bisschen vernetzen kann (er hat als junger Mensch in einer Band gespielt und liebt Musik) - er lehnt sie alle aus unterschiedlichen Gründen ab.

Ich weiß da einfach nicht mehr weiter. Umgekehrt fehlt mir einfach eine emotionale und physische Unterstützung in einfachen Dingen - vieles davon war anfangs da, selbstverständlich. Jetzt einfach nicht mehr.
Hinzu kommt, dass er einfach niemandem zu mögen scheint. Keiner steht ihm zu Gesicht. Ich habe oft schon Angst, ihn irgendwohin mitzunehmen.
 
  • #22
Ein Gespräch über einen Ortswechsel werde ich jedenfalls nochmal versuchen.
Das ist nichts anderes als zurückrudern, Zeitaufschiebung, da der Schmerzzustand, das Leid noch Lücken aufweist, es muss noch vielmehr schlimmer kommen! Auch du wirst wie viele Frauen schon zuvor, später einmal sagen, du hättest viel früher gehen müssen! Es ist dein Leben, du alleine entscheidest darüber!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #23
Hinzu kommt, dass er einfach niemandem zu mögen scheint. Keiner steht ihm zu Gesicht. Ich habe oft schon Angst, ihn irgendwohin mitzunehmen.
Habe ich doch richtig erkannt.

Er ist kein Mann, sondern ein nöhlendes Kind, das du den ganzen Tag bedienen und bespaßen musst. Null Unterstützung für dich, und recht machen kannst du es ihm nie.

Soll das dein Leben sein?
 
  • #24
Hochsensibel? Oder nicht doch nur ein selbstmitleidiger, zeitlebens gekränkter Tropf, der den Hintern nicht hochbekommt?
Also, hochsensibel nennt er sich tatsächlich einfach selbst. er hat, seit ich ihn kenne, den Kontakt zu so vielen Menschen aus seiner Vergangenheit abgebrochen, nur weil sie sich mal nicht gemeldet haben oder ein falsches Wort gefallen ist. Er sagt oft, er sei vielleicht selbst schuld. Aber das klingt langsam wie eine Floskel.
Ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht ist, mit Ende 30 im Ausland Fuß zu fassen, aber dass er nicht zumindest alleine den Haushalt macht, wenn du die Familie ernährst, ist doch absurd.
Und was heißt in diesem Zusammenhang "helfen"? Er hat gefälligst seinen Anteil zu leisten.
Das habe ich ihm schon öfter versucht zu vermitteln. Hin und wieder gehe ich auch absichtlich nicht einkaufen und bitte ihn darum. Manchmal mit Nachdruck und einer Liste. Manchmal warte ich einfach ab. Das endet häufig mit einem leerem Kühlschrank.
Überlege doch in einer ruhigen Stunde, ob du ihn noch achten kannst, und was du eigentlich noch an ihm magst, wenn ihr nicht "unterwegs" seid.
Und ob du dich selbst noch magst, wenn du zur trotzigen, nörgelnden Gattin mutiert bist.

w,55
das trifft es leider auf den Punkt. Mir war früher vieles egal, ich war entspannt, hab viel gefeiert, viel gereist, vieles sehr entspannt gesehen. heute ist das anders. Trotzig war ich schon immer, aber ich konnte es besser kontrollieren. ich war ja auch gut gelaunt.
 
  • #25
Hin und wieder gehe ich auch absichtlich nicht einkaufen und bitte ihn darum. Manchmal mit Nachdruck und einer Liste. Manchmal warte ich einfach ab. Das endet häufig mit einem leerem Kühlschrank.
Weil er nichts kann. Er ist bequem geworden, weil du ihn immer an die Hand genommen hast.

Und wenn der Kühlschrank leer ist - wer geht letztlich doch? Vermutlich du. Er weiß das.

Mir war früher vieles egal, ich war entspannt, hab viel gefeiert, viel gereist, vieles sehr entspannt gesehen. heute ist das anders.
Weil er kam und dein Leben verändert hat. Zum Negativen. Bist du nicht auch dieser Meinung?
 
  • #26
Wir haben früher viele Ausflüge gemacht und Reisen unternommen. Das ist seltener geworden.

Er ist nicht hochsensibel, für diese Art Verhaltensweisen gibt es ein anderes Wort. Nachdem, was du schreibst, wird das nicht besser, sondern eher schlechter werden - erinnert mich stark an meinen Vater. Der war zwar nie "zu Hause"= arbeitslos oder faul, aber der Rest passt.

Was genau tut dir denn weh in Gedanken? Was würdest du vermissen, womit ginge es dir besser? Versuchs mal mit zwei Listen. Auf die erste schreibst du in je eine Spalte, welche Vor- und Nachteile es hat, wenn er bleibt. In die zweite, welche Vor- und Nachteile es hat, wenn du dich trennst. Dann hast du alles vor Augen und kannst hoffentlich besser entscheiden, wie du vorgehen möchtest und was dir wichtig ist. Viel Glück!
Danke für den Tipp mit den Listen.
Das werde ich auf jeden Fall versuchen. Teilweise weiß ich nicht einmal mehr, was ich möchte, mich freut oder was mich ausmacht.
 
  • #27
Also, hochsensibel nennt er sich tatsächlich einfach selbst.
Nun ja - er macht sich seine Welt, wie sie ihm .... ach nee... eher nicht gefällt.
Stimmt - der ist ja dauerunzufrieden, da passt der Pippi-Spruch nicht wirklich.

Du könntest ihm ja mal verklickern, dass er nicht hochsensibel ist, sondern ein hochempfindlicher Dauernörgler, der seinem Umfeld das Leben zur Hölle macht.
 
  • #28

Inzwischen ist er 3 Jahre hier und hat nach wie vor Schwierigkeiten, beruflich Fuß zu fassen

Den Großteil meiner Freunde findet er "respektlos, ignorant, selbstgefällig" und "desinteressiert", vor allem an ihm als Person. Sie würden sich nicht mit ihm unterhalten.

Meine Familie ist ein rotes Tuch für ihn. Er meint, ich müsse mich nicht zwischen ihm und meiner Familie entscheiden

Negativistische Grundeinstellung.


Im Alltag ist er immer schneller beleidigt. Banale Situationen führen zu Ausrastern.

Selbstwert in der Tonne. Wut, passiv-aggressives Verhalten zeigt sich bestimmt.

Dort mit mir leben wollte ER nicht. Er findet seine Landsleute zu schlampig, vieles sei zu chaotisch, er wollte immer weg von da.

Bevor er zu mir gezogen ist, hat er zweitweise in Estland,



ER läuft vor sich selbst davon.

Schon lange steht im Raum, woanders hinzuziehen.

Das ändert gar nichts. Er hinterläßt überall verbrannte Erde, oder?

Mein Rat: Trennung.
Er wird sich nicht ändern, weil er es nicht (mehr) kann. Diese negative Grundeinstellung wird immer bleiben, deshalb eckt er überall an und bleibt nie lange an einem Ort oder in einer Stellung.
Hohe Selbstwertproblematik, die er durch Abwertung im außen kompensieren muss.

Ich erspare mir eine Diagnose. Kann ich eh nicht. Kannst Du Dir auch selbst erarbeiten.

Ach so. Hochsensibilität ist das sicher nicht. Das nennt man schlicht enorme Empfindlichkeit gegenüber Kritik und dies ist eines von vier Grundpfeilern seiner Persönlichkeitsstruktur.
 
  • #29
Weil er nichts kann. Er ist bequem geworden, weil du ihn immer an die Hand genommen hast.
Das stimmt wohl auch - leider liegt das so ein bisschen in meiner Natur. Ich war früher auch in einer langen Beziehung, da war ich auch so, da es mir bis zu einem gewissen Punkt nichts ausmacht - mein Ex hat es aber dennoch geschafft, im Fall des Falles einkaufen zu gehen, mal die Wäsche zu machen oder aufzuräumen.

Und wenn der Kühlschrank leer ist - wer geht letztlich doch? Vermutlich du. Er weiß das.
Naja, wir haben ein kleines Kind. Das isst zwar in der KiTa, hat aber zuhause doch auch Hunger. So bleibt mir am Ende nichts anderes übrig.
Wenn ich das auf den Tisch bringe, endet es meistens in einem Streit oder mit - "Dann geh doch". Dafür habe ich nicht jeden Tag Energie.

Weil er kam und dein Leben verändert hat. Zum Negativen. Bist du nicht auch dieser Meinung?
Nein, tatsächlich hat er mein Leben anfangs bereichert. Wir sind zusammen gereist und haben uns viel angeschaut. Die Pandemie hat uns dann einen Strich durch die Rechnung gemacht - und mit Kind geht leider nicht mehr so viel wie früher.
 
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