• #1

Partner hat Depressionen. Welche Auswirkung hat das auf gemeinsames Leben?

Mein Ex-Partner hat schwere Depression. Nimmt seit zwei Jahren Medikamente und ihm geht es mal besser, mal wieder schlechter. Wir haben zusammen eine noch kleine Tochter und deswegen sind wir gezwungen miteinander zu kommunizieren. Es ist nicht immer leicht mit ihm zu reden und schon einfache Diskussionen über die Tochter führen zum Streit. Er wird schnell aggressiv und ungeduldig. Mir macht sein Verhalten Angst und ich möchte mich von ihm komplett distanzieren. Sobald ich das anspreche, macht er mir Vorwürfe wegen unserer Tochter und macht mir immer klar, dass unser "Miteinander sein" Lebenslang andauern wird. Wie soll ich mich verhalten? Kennt sich jmd. damit aus?
 
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  • #2
Das Kindeswohl geht vor, liebe FS, hole dir dringend bitte prof. Hilfe, lasst euch beraten, er muss parallel eine Psychotherapie machen, du musst lernen dich abzugrenzen, dein Kind und dich zu schützen, wenn dir sein Verhalten schon Angst macht.

Seine Aussage mit dem lebenslang andauern, ist für mich eine Drohung, die du dir selber und erst recht deinem Kind nicht aussetzen musst.

Also hole dir selber prof. Hilfe, sei ein Vorbild für dein Kind.

w
 
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  • #3
Wir haben zusammen eine noch kleine Tochter und deswegen sind wir gezwungen miteinander zu kommunizieren.

Nein, so klappt das nicht! Warum seid ihr gezwungen? Reize so einen Menschen doch nicht noch extremhoch mit deinem (ignoranten, egoistischen) Verhalten! Das kann er nicht vertragen.
Ihr müsst euch trennen.
Warum hat er Depressionen? Das kommt ja nicht von ungefähr, sondern hat tieferliegende Ursprünge in der Vergangenheit! Z.b. Kummer, Missbrauch, Verluste, Trauer, Geldsorgen, Versagen, etc. Wenn du das weißt, reize ihn doch nicht noch bei diesen Themen!
 
  • #4
Naja, Du musst je eigentlich auch wirklich nur wenig kommunizieren. Das meiste geht ja in diesem Falle auch per sms, um das Handling der Tochter abzusprechen.

Das kann doch nun auch höchstens einmal die Woche notwendig sein.

Du must ja nicht mehr mit dem Mann leben.
Solange er nicht aggressiv oder gewättätig wird, halte ich das für verkraftbar.
 
  • #5
Ich würde Dir raten, geh in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von depressiven Menschen. Nimmt Dein Partner nur Medikamente? Da diese offenbar nicht ausreichen, um längere Zeit stabil zu sein, sollte er eine Einzeltherapie machen. Vielleicht ist auch ein Aufenthalt in einer Tagesklinik über 3 Monate eine Variante. Er sollte unbedingt mit seinem Facharzt darüber sprechen. Dieser entscheidet dann über die weitere Vorgehensweise und eine eventuelle Umstellung der Medikamente. Bei Depressionen muss oft mehreres probiert werden, um einen Erfolg zu erreichen. Was bei dem einen Patienten wirkt, klappt bei einem anderen Patienten nicht. Ganz individuell. Dauert manchmal etwas, aber Patienten und Angehörige müssen bei einer solchen Erkrankung Geduld mitbringen. Alles Gute!
 
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  • #6
Naja FS, es ist nicht Dein Partner, es ist Dein Ex.

Eine Depression, die der Betroffene nicht in den Griff bekommt, kann extreme Folgen haben - nicht nur für die kranke Person.

Es wäre jetzt fatal Dir etwas in die eine oder andere Richtung zu raten, denn dafür hast Du hier zu wenig Informationen geschrieben.

Habt ihr beide das Sorgerecht oder nur Du? Rede mit dem Jugendamt und frag, wie weit oder ob Du Eure Tochter bei ihm alleine lassen kannst. Denn ihre Sicherheit sollte das wichtigste sein. Da er ihr Vater ist, kannst und darfst Du den Kontakt nicht grundlos blockieren.

Lass Dich gut bei einer dafür professionellen Stelle beraten. Wie und ob er eine Gefahr für Dich und Deine Tochter ist. Du kannst das Gesundheitsamt fragen, wo Du Hilfe bekommst.

Ich persönlich finde das was er zu Dir, wegen dem Lebenlang, gesagt hat, etwas bedenklich. Sichere Dich so gut es geht ab und gehe kein Risiko ein. Lass Dich wirklich beraten und gehe den rechtlichen Weg.
 
  • #7
Herzlichen Dank für die Meinungen!
Mein Ex hat bereits eine Klinik für 6 Monate besucht die entsprechenden Medikamente wurden auch angeordnet. Aber sobald er wieder zu Hause ist, kann er sich nicht kontrollieren. Ihm wurde empfohlen sein Lebensstil zu ändern. Es hat 10 Jahre lang viel gearbeitet und Burnout bekommen so hat es angefangen. Diese Krankheit hat er einfach verschleppt und gar nicht bemerkt wie schlecht es ihm ging bis er zusammengebrochen ist. Mittlerweile wird ihm klar, dass er seine Familie im Stich verloren hat und deswegen immer wieder versucht mich zur Rede zu stellen und über Vergangenheit zu reden.
Ich habe für mich beschlossen auch Hilfe zu holen und gehe am Freitag das zweite Mal zu einer Psychotherapeutin. Für mich ist sehr schwer meinen Ex in so einem Zustand zu sehen. Er hat sich sehr verändert. Einerseits habe ich noch Gefühle für ihn andererseits, weiss ich das es nicht mehr passt und ich sollte meine Leben auch neu anfangen. Dazu kommt noch, dass ich für mein Kind sehr stark sein sollte. Mir geht es jetzt auch hauptsächlich um das Wohl des Kindes.
 
  • #8
Wir haben beide Sorgerecht. Wir waren nie verheiratet und weil ich ihm vertraut habe, habe ich dieses Papierchen (blöderweise) unterschrieben. Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Ich habe mich auch bei einer Anwältin beraten lassen wegen Sorgerecht. Ich kann ihm das nicht wegnehmen. Ich müsste sonst ihn verklagen und gute Gründe haben. Aber so wie ich verstanden habe, wird es nicht einfach sein. Eine Frage steht nur im Raum (und Du hast Recht) die Sicherheit für die Tochter! Aber sind depressive Menschen eine Gefahr?? Und wer glaubt mir schon beim Jungendamt, dass er zur Gefahr für meine Tochter werden kann oder ist…..
Das Jugendamt habe ich mal vor einiger Zeit auch angerufen gehabt, und die meinten, dass das Kind unbedingt Vater und Mutter braucht. Die werden so oder so alles daran setzen, dass er weiterhin Kontakt zu dem Kind hat. Da bin ich machtlos.
 
  • #9
Sie schreibt deutlich EX-Partner! Wieso das so viele einfach überlesen versteh ich nicht! Auch das nennt man Oberflächlichkeit.
Liebe FS,
mein Ex hatte auch manische Depression. Auch er nahm Medikamente. Ihm ging es auch Stunden!! gut und Tage!! schlecht. Wenn was abzuklären galt, konnte ich nur die Nische der guten Tage bzw. Stunden ausnutzen mit ihm zu reden. Das meiste schrieb ich per SMS. Wegen eurem Kind würde ich Professionale Hilfe in Anspruch nehmen.
 
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  • #10
FS in #6: "Er hat 10 Jahre lang viel gearbeitet und Burnout bekommen so hat es angefangen".
Wie hast denn du dich in dieser Zeit verhalten?
Meine persönliche Erfahrung aus Zeiten großen beruflichen Drucks: Ich wusste nicht mehr wohin, war froh, das Büro verlassen zu können, war froh, durch Joggen (drei Mal wöchentlich eine halbe Stunde) meine Anspannung reduzieren zu können. Aber zu Hause haben mich nicht Unterstützung, sondern Vorwürfe und weiterer Stress ("du denkst nur noch an Büro und Sport", "Ich ruf deinen Chef an und sag ihm, dass das so nicht geht!") erwartet.
Gut, ihr habt die Konsequenzen gezogen und euch getrennt. Aber dann zieh das auch weiterhin durch, lass dich auf keine emotionalen Diskussionen ein, bleibe auf "Rechtsanwaltsniveau".
Du zu Psychotherapie? In dieser Situation? Halte ich für rausgeschmissenes Geld (halte ich übrigens immer für rausgeschmissenes Geld) - entweder wirst du dich verbiegen (=Verständnis für ihn eingeredet bekommen, aber innerlich dennoch nicht überzeugt sein), oder ihn als Vollkoffer sehen, falls du dies nicht ohnehin schon tust. Hilft aber weder dir noch ihm.
 
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  • #11
Mein Ex-Partner hat schwere Depression. ..... dass unser "Miteinander sein" Lebenslang andauern wird. Wie soll ich mich verhalten? Kennt sich jmd. damit aus?
Geh davon aus, daß es eher später als früher mit der Beziehung aus ist.
Habe es hinter mir, daß ich 7 Jahre meines Lebens verwartet habe, in der Hoffnung es würde besser werden.
Habe bei jedem Klinikaufenthalt die Familie ernährt, geführt und noch die kranke Frau beschworen nur wegen der Krankheit doch jetzt nicht die Familie in Frage zu stellen. Habe finanziell und im Haushalt weithgehend alles allein über Jahre geleistet, habe toleriert, daß sie ihr Geld für Scharlatane, Kartenleser und Geistheilerei komplett ausgibt, und wurde letztendlich verlassen, "weil sie mit mir nicht glücklich werden kann".
Vom jetzigen Standpunkt hätte ich die Beine in die Hand nehmen sollen, als sie während der ersten stationären Behandlung ankündigte, mich und die Kinder zu verlassen.
Es war vertane Lebenszeit, die ich für mich besser hätte einsetzen können und was auch für die Kinder besser gewesen wäre. Die Zeit kommt nie wieder.
Bedenke, ob Du dieses Opfer bringen willst, denn die Ankündigung der Opferung hast Du schon "dass unser 'Miteinander sein' lebenslang andauern wird."
Die Frage, die Du Dir stellen mußt ist: Willst Du die ewigen Vorwürfe, an der Depression Schuld zu haben immer wieder hören? Glaubst Du an Heilung und bist Du bereit, für diesen Glauben einen großen Teil Deiner Lebensjahre und Deiner Lebenskraft zu opfern?

Ich habe nämlich feststellen müssen, daß der Glaube zuletzt stirbt aber er stirbt und zwar zurecht.
 
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  • #12
Nein, so klappt das nicht! Warum seid ihr gezwungen? Reize so einen Menschen doch nicht noch extremhoch mit deinem (ignoranten, egoistischen) Verhalten! Das kann er nicht vertragen.
Ihr müsst euch trennen.
Warum hat er Depressionen? Das kommt ja nicht von ungefähr, sondern hat tieferliegende Ursprünge in der Vergangenheit! Z.b. Kummer, Missbrauch, Verluste, Trauer, Geldsorgen, Versagen, etc. Wenn du das weißt, reize ihn doch nicht noch bei diesen Themen!

Schon heftig, so ein Ratschlag. Womit reizt die FS denn? Sie versucht Dinge zu klären, die zu klären sind, sie möchte Distanz, damit muß sich auch ein depressiver Menschen auseinandersetzen .
Wo bitte ist sie egoistisch und ignorant, wenn sie seine Launen nicht mehr erträgt und Angst vor ihm hat? Soll das etwa eine Basis für eine "lebenslange Beziehung" sein? Nein, das muss sich NIEMAND antun.
Die Gründe für seine Depression spielen für die FS doch gar keine Rolle, die muß er für sich aufarbeiten.
Wichtig für die FS ist, dass sie ein besseres Gefühl bekommt, wenn die Tochter Kontakt zu Vater hat. Das müßte wahrscheinlich über einen Anwalt für Familienrecht laufen. Und das die FS mit ihren Ängsten umgehen kann, aber sie ist ja bereits in guten Händen bei einer Psychotherapeutin. Da ist der richtige Weg eingeschlagen worden.
W51
 
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  • #13
FS, depressive Menschen sind nicht automatisch eine Gefahr für ihre Umgebung aber was haben wir beim letzten Flugzeugabsturz gelernt -psychisch kranke Menschen können gefährlich werden.

Ich gebe dem Jugendamt recht, ein Kind braucht beide Eltern. Aber wenn ein Elternteil krank ist und vielleicht nicht nur sich gefährdet, dann ist die Sicherheit des Kindes wichtiger.

Das Problem bei psychischen Erkrankungen, die Betroffenen haben oft gelernt zu schauspielern (ich möchte Dir keine Angst machen), wenn die Krankheit lange dauert und es nicht wirklich Erfolge bei der Behandlung gibt.

Du solltest Ruhe bewahren und Beweise sammeln, wenn von ihm eine Gefahr ausgeht.

Du solltest darauf achten, dass Du nicht wie eine Frau wirkst, die dem Vater das Kind entziehen will.

Wenn er aggressiv und laut wird, lass ihn zwangseinweisen. Das kannst Du machen in dem Du im akuten Fall zum Gesundheitsamt gehst und seinen Zustand dort schilderst. Oder Du gehst zu seinem Arzt und schilderst die Problematik und er wird nach seinem Ermessen handelt. Wenn er sich das bei Deinem Ex vorstellen kann, dass von ihm Gefahr ausgeht, dann wird er die entsprechenden Schritte in die Wege leiten. Wenn Dein Ex Dich schubst oder schlägt, gleich bei der Polizei anzeigen.

Was Du nicht vergessen solltest! Er hat auch Rechte und die sollten durch Deine Angst nicht beschnitten werden.

Es ist ein Drahtseilakt und die Folgen können für alle schlimm sein.
 
  • #14
Hallo Fs
ich kann Gast 10 nur uneingeschränkt zustimmen....und bei mir waren es nicht nur 7 oder 10 Jahre hoffen, bangen unterstützen und beistehen. Es wird nicht als solches wahrgenommen, viel eher das Gegenteil...
Ob Du Dich komplett von ihm abwenden sollst weiß ich nicht. Ihr hab ein Kind zusammen !!!!
mein Tipp an Dich...halte Kopf und Herz in der Waage und achte vorrangig auf Dich und Euer Kind. Er kann Dir kein Partner sein.

P.S. Depressive Menschen sind keine schlechten Menschen, sie leiden an einer Krankheit.
 
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  • #15
Er wird schnell aggressiv und ungeduldig. Mir macht sein Verhalten Angst und ich möchte mich von ihm komplett distanzieren. Sobald ich das anspreche, macht er mir Vorwürfe wegen unserer Tochter und macht mir immer klar, dass unser "Miteinander sein" Lebenslang andauern wird. Wie soll ich mich verhalten? Kennt sich jmd. damit aus?
Setz' ihm Grenzen. In Depression gerät, wer mit seinem Leben selber nicht fertig wird, d.h. wem es selber an Reife mangelt. Darum spricht man ja auch davon, dass die Therapie ein (Nach-)Reifeprozess ist. Selbst wenn er krank ist - ist nicht Deine Sache, Dich darauf einzustellen. er ist der Ex und das hat vermutlich einen guten Grund.

Zeig' ihm, wo der Hammer hängt und distanzier' Dich von ihm. Du musst garnicht mit ihm reden und auch nicht ans Telefon gehen, wenn er was von Dir will und dabei aggressiv wird. Wenn er mit Dir reden will, soll er einen Mediator organisieren und Dir schriftlich den Termin und Ort schicken. Lass' Dich auf was anderes mit ihm garnicht mehr ein.

Ihr seid nicht auf ewig verbunden, nur weil ihr ein gemeinsames Kind habt. Er kann sein Umgangsrecht wahrnehmen und Du kannst den Umgang mit ihm auf Abholtermine beschränken, solange er seine Aggressionen nicht am Kind auslässt. dann würde ich nicht mit ihm reden, sondern das Jugendamt einschalten. Sowie Dein Kind 14 ist, kann es eigenständig bestimmen, welchen Umgang es mit dem Vater will. Dann musst Du garkeinen Kontakt mehr mit ihm haben, außer den Eingang der Unterhaltszahlungen zu kontrollieren.
Wenn er Zeugnisse oder was immer sehen will, soll er sich an die Schule oder Euer Kind wenden.

Lass' Dich bloss nicht unter Druck setzen und erlaube ihm nicht, seine "Erkrankung" zu instrumentalisieren. Er hat Dir nichts zu sagen. Du bist ein erwachsener und freier Mensch. Er hat Dich über den Tisch gezogen als es ums Nicht-Heiraten ging. Jetzt hast Du keine Verpflichtung, Dich um ihn zu kümmern und mit ihm die Ex-Beziehung aufzuarbeiten. Da kannst Du den nicht-Heiraten-Vorteil für Dich nutzen.

Das Jugendamt hat Recht. Ein Kind braucht beide Elternteile. Wenn die Eltern nicht miteinander kommunizieren können, ist das Jugendamt in der Pflicht. Dafür haben sie Personal und sie sind in Krisenzeiten eine neutrale Plattform über die Kinder zwischen den Eltern zu Besuchszeiten übergeben werden.
Dass Dein Partner 6 Monate in der Klinik war und sein Leben nicht im Griff hat, ist kein Nachteil für Dich.
 
  • #16
Hol Dir professionelle Hilfe. Ich hatte selber starke Depressionen (zur Zeit geht es mir Bestens, ohne Medikamente).
Meine letzte Beziehung ist daran kaputt gegangen (unter anderem).
Depressive Menschen haben manchmal ein verzerrtes Bild, fühlen sich oft persönlich angegriffen.
Ging mir jedenfalls so. Für mich war alles immer viel schlimmer als es eigentlich war. Eine neutrale Person, Psychologe/Psychiater kann da viel Helfen.
Depression ist eine Krankheit, keine Schwäche.
 
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  • #17
Das Jugendamt kennt wohl nicht die ganze Wahrheit und alle Details. die FS hat, denke ich, anonym sich erkundigt. Würde das Jugendamt eine ernsthafte Gefahr sehen (z.B. nach einem Vorfall), dann wäre sofort Kontaktsperre da. Erfahrung habe ich damit nicht, aber ich glaube schon, es wäre so. Eine Depression kann jeden treffen und einen Burnout auch. Jemanden dann alleine zu lassen, finde ich den falschen Weg und sehr verantwortungslos, gerade, wenn man darum weiß! Den Kontakt zum Kind verbieten, wäre auch falsch. Würde er ernsthaft etwas anstellen wollen, findet ein solcher Mensch vermutlich immer einen Weg, weil ihm dann alles egal ist. Der Ex will reden, das ist gut. Er ist in die Klinik gegangen, er will was tun. Super! ABER: die FS, allein zum Wohl des gemeinsamen Kindes, muss auch mit ihrem Ex Vergangenheitsbewältigung betreiben. Für ihn und für sich selbst. Allerdings ist es sicher sinnvoller dies mit einer unabhängigen Person (Therapeut) gemeinsam zu tun, um sich nicht in alte Kommunikationsmister, Verhalten etc. zu verstricken. Die FS ist der Schlüssel für ihn. Er selbst muss wieder stabiler werden, umdenken, sich neue Ziele setzen, nur im Moment ist die Welt für ihn s/w. Sein Gefühl ist, denke ich, ich bin gescheitert, mit allem. Das Kind ist das Einzige, was ihm noch geblieben ist.
 
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  • #18
Also alle, die sich hier über Depressive derart mockieren... Besonders Antwort 10 und 12.
  1. Lest doch mal bitte nach, was eine Depression überhaupt ist und wie viele Leute daran erkranken bzw erkranken können. Das hat nicht unbedingt etwas mit "sein Leben nicht im Griff haben" und "Unreife" zu tun. Sowas dämliches habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
  2. Es ist der FS damit nicht geholfen, solche verallgemeinernden Aussagen über ihren Expartner zu treffen. Vielmehr sollte sich die FS klarmachen, dass ihr Expartner als Vater des Kindes sehr wohl lebenslang in einer indirekten Form mit ihr verbunden ist und sich reif genug verhalten, die Zeit seiner Erkrankung durchzustehen. Wer weiß, was in 5 oder 10 Jahren ist. Dann ist er vielleicht genesen und hat sein Leben wieder voll im Griff ;), kann seine Vaterpflicht erfüllen und die Depression war nur eine Phase. Wäre es dann nicht sehr unangenehm, ihn wegen dieser Erkrankungsphase jetzt so zu behandeln? Er ist doch der Vater und hat ein Recht darauf, die Entwicklung und Erziehung seines Kindes mitzuerleben. Außerdem ist selbst die FS nicht davor geschützt, an einer Depression zu erkranken, da auch für sie Lebensumstände dazu führen könnten.
Liebe FS,
Informieren über seine Krankheit ist wichtig. Auch, wie du damit umgehen kannst als quasi Angehörige. Es wird sicher auch wieder eine andere Zeit kommen, in der es besser läuft. An das Wohl eures Kindes solltest du dabei zuerst denken und zwar ohne Dünkel deinem Ex gegenüber.

Alles Gute!
 
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  • #19
Also alle, die sich hier über Depressive derart mockieren... Besonders Antwort 10 und 12.
Hier nochmal die gescholtene "10"
Mein lieber Schollie, ganz schön harter Tobak.
Ich gehe mal davon aus, daß Sie keine 10 Jahre mit einem chronisch depressiven Menschen gelebt haben, davon 7 Jahre unter dauernder Angst vor Streistsucht, Vorwürfen und unter immer größerer Einschränkung des privaten Bewegungsraumes?
Sie haben sicher auch nicht zwei Kleinkinder monatellang während des Klinikaufenthaltes des Partners versorgt, neben einer 45-Stunde-Woche und den Besuchen in der Klinik, wo wieder nur Vorwürfe zu hören waren?
Sie mußten sicher auch nicht ständig von ihrem Partner hören, sie wären Schuld an der Depression des Partners obwohl dieser seit seinem 14. Lebensjahr in psychothereutischer Behandlung ist?
Sie mußten sicher auch nicht jedesmal darum bitten, daß der Partner doch erstmal den Klinikaufenthalt und die Therapie beenden solle, statt die Patrnerschaft aufzukündigen.
Sie haben sicher nicht jeden Tag in der Furcht gelebt, wieder einen depressiven Anfall des Partners aushalten zu müssen und gleichzeitig die Kinder davor zu beschützen.
Sie haben sicher nie erlebt, wie ihr Partner die Antidepressiva einfach absetzte um dann bei Wunderheilern und Pseudoreligionen zwar nicht Heilung aber dafür eine effiziente Art fand, das Famileineinkommen drastisch zu verringern, indem er hunderte Euro je Monat in die Rachen diverser Scharlatane stopfte.

Mit Verlaub, Sie haben keine Ahnung.

An die FS: Sicher dürfen sie Hoffen, daß es besser wird. Ich kann nur raten: Suchen Sie eine Beratungsstelle zur Problematik und glauben sie das, was man ihnen dort sagt. Depressionen sind eine Krankheit die selten vollständig zu heilen ist. Vom Heilerfolg hängt die Vorbelastung des erkrankten und der Heilungswille ab.
Wenn der Erkrankte Therapien abbricht, oder stationäre Behandlungen trotz bescheinigter Notwendigkeit nicht in Anspruch nimmt, ist dringend Abstand erforderlich.
Fakt ist, daß Untersuchungen wieerholt bestätigten, daß Familienangehörige von Depressiven schon nach wenigen Stunden/Tagen Dauerkontakt Kontakt ebenfalls depressive Symptomatiken entwickelten.
Und das können Sie mir glauben, ich hatte mehr als einmal daran gedacht dieses mir sinnlos erscheinende Dasein endgültig zu beenden und dabei war meine Frau doch depressiv. Jetzt, wo sie mich verlassen hat, geht es mir wieder besser.
 
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  • #20
Gast 17, ich bin Gast 12! Ich habe mir meinen Beitrag durchgelesen und bin immer noch der Meinung.

Ich keine mich gut mit Depression aus und gerade Männer neigen da zu Aggressionen.

Ein depressiver Mann kann für seine Umgebung gefährlich werden! Er muss es aber nicht.

Die FS hat ein paar Sachsen geschrieben, die sehr gefährlich werden können, wenn sie ausarten.

Ich habe der FS gesagt was sie machen kann, wenn ihr Mann die Kontrolle über sich verliert. Kaum ein normaler Mensch weiß wie er einen anderen Menschen in die Psychiatrie zwangseinweisen kann. Kein Arzt wird dem Wunsch der FS folgende, wenn der Mann diese Behandlung nicht braucht.

So wie es sich liest hat der Mann seine Depression verschleppt und sie ist chronisch geworden. Ich kenne keinen Menschen, der 6 Monaten wegen einer Depression stationär im Krankenhaus lag (der Mann der FS hat es geschafft, wenn ich sie richtig verstanden habe).

Ich bin absolut gegen die Stigmatisiertung von psychisch kranken Menschen. Ich finde die Verharmlosung aber genauso schlimm.

Die FS sollte ihrer Tochter dem Vater nicht entziehen, wenn keine Gefahr für das Mädchen besteht.

Ich hoffe die drei schaffen es ohne größere Folgeschäden, denn der richtige und gesunde Umgang mit psychischen Krankheit ist in unserer Gesellschaft nicht weit verbreitet. Eigentlich kann unsere Gesellschaft sowieso schlecht mit Krankheit umgehen.
 
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  • #21
Ich denke, die FS ist für den EXPARTNER nicht mehr wirklich zuständig. Sicher hat sie das Kind mit ihm zusammen, klar sollte sie das Kind nicht gegen den Vater manipulieren. Dennoch hat sie die Pflicht, das Kind vor Aggressivität zu schützen.
Ansonsten muß und sollte der EX mit seiner Depression alleine klar kommen, die FS hat betont, dass sie sich distanzieren möchte, weil sie Angst vor dem Ex hat. Angst ist ja niemals ein unbegründetes Gefühl, das kommt ja irgendwo her.
Ich würde jedenfalls nicht versuchen, jemandem noch zu helfen, vor dem ich ANGST habe. Wenn es eine Phase bei ihm ist, fein....dann kann man in einiger Zeit vielleicht normal miteinander umgehen. Bis dahin hat der EX Zeit, sich darum zu kümmern, dass es ihm besser geht.
Die FS hat damit aus meiner Sicht nichts mehr zu tun.
W51
 
  • #22
1.) Menschen mit einer reinen Depression neigen zum Suizid, soweit meine (berufliche) Erfahrung. 2.) Den Umgang mit Menschen, die man so gut zu kennen meint und sie mit diesem Wissen für sich sogar als gefährlich einstuft, kann man lernen und/oder "umschiffen" indem man clever ist.
Wenn du mit deinem Partner Gespräche über das gemeinsame Kind führen musst, achte doch in Zukunft darauf, dass du nicht alleine mit ihm bist. Du könntest geschickt einfädeln, dass deine Mutter oder eine gute Freundin gerade zu Besuch ist, und euer Gespräch zumindest aus dem Nebenzimmer verfolgen würde. Das gibt dir Sicherheit. Alles Gute!
 
  • #23
Mir ist sehr wichtig über diese Thema zu diskutieren und vielen Dank für Eure Meinungen. Für mich geht es nicht um Mitleid sondern ums bessere Verstehen!
Zu Gast Nr. 9. Wir haben eine Fernbeziehung geführt und er hat sich in die Arbeit gestürzt. Er wollte Kariere machen und gleichzeitig studieren. Es wurde einfach zu viel. Er hat den Stress bei der Arbeit unterschätzt und fast jeden Abend weiter am Computer gearbeitet und dementsprechend spät ins Bett gegangen. Ich war nicht da! Und an dieser Stelle gebe ich mir auch Schuldgefühle. Aber andererseits wie kann ich einen erwachsenen Menschen davon abhalten das zu tun was er schon immer mache wollte?! Ich habe ihm sehr viel Freiraum gelassen und ihn unterstützt.
Was meinst Du, kann er wieder zu sich selbst finden und wieder sein altes Verhalten zurückgewinnen?
Zu Gast Nr. 10. Ich habe auch sehr lange um ihn gekämpft aber habe nicht mehr ertragen „nicht geliebt zu werden“ und diese ewig schlechte Laune und Lustlosigkeit, die von ihm kamen. Tag für Tag. Das hat mich einfach fertig gemacht. Schon während der Schwangerschaft hat er zu mir gesagt, dass ich für ihn keine Frau bin mit der er sich sein Leben vorstellen kann (diese Worte bereut er jetzt). Ich habe aber nie über die vergeudete Zeit nachgedacht, weil alles was wir zusammen erlebt und durchgemacht haben, waren für mich bereichernde Erfahrungen und schöne Zeit aber die Gewissheit nicht geliebt zu werden, hat mir zu schaffen gemacht. Und er ist für mich, nach seinem Verhalten zu urteilen, fremd geworden. Einfach ein anderer Mensch. Mensch, den ich früher so nicht kennen lernen würde.
Zu Gast Nr. 14. Deine Antwort macht mir sehr viel Mut. Vielen Dank.
Zu Merlin08 Kannst Du mir bitte aus Deiner Sicht erklären, wie ein Mensch sich tatsächlich fühlt und warum kommen nur negative Gedanken, Lustlosigkeit und Wut auf die Personen die nahe stehen?
Zu Gast Nr. 16 Depression kann jeden Menschen Treffen aber, dass eine Depression so stark einen Menschen verändern kann, ist erschreckend.
Ich versuche jetzt nur an mein Kind und an mich zu denken.
 
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  • #24
Bei depressiven Partnern, erst recht bei depressiven Männern, gibt es eigentlich keine (normale) Partnerschaft. Erstens, diese Menschen habe ja die Tendenz, sich zurückzuziehen und zweitens brauchen/wollen sie niemanden um sich, der ihnen hilft. Massive Einwände von außen (wie Therapievorschlag) können die Peson nur noch mehr stören und weiter in die Ecke drängen. Im Umgang mit Depressiven ist verbal höchste Vorsicht geraten.

Ich war selber zehn Jahre schwerst depressiv, habe es aber ohne Medikamente in den Griff bekommen wollen, wobei immer noch manchmal ein Nachklang mitschwingt. Ich gerate manchmal schnell wieder in depressive Verstimmungen, weiß mir heute aber sehr gut zu helfen, wenn ich weiß, dass es gefährlich werden könnte und kann es somit schnell in eine andere Richtung lenken ...

Kümmer dich nicht so viel um deinen Ex! Helfersyndrom lässt grüßen...
 
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  • #25
1) Wo liegt die Ursache seiner Depression und wann entstand sie ? Vor Euerer Beziehung ? In Euerer Beziehung ? Vor der Geburt Euerer Kleinen ? Nach der Geburt Euerer Kleinen ? Wegen der Kleinen ?

2) Wird es wirklich besser wenn man mit Depressionen zum Seelenklempner geht und sich dann mit Medikamenten vollstopft ? Das ist keine kurzzeitige Angelegenheit mehr sondern dauert über 2 Jahre. Nur zerfressen dauernde Depressionen das Selbstbewußtsein und die eigene Persönlichkeit. Aussitzen des Problems, so bequem es - auch für den permanent schwafelnden Seelenklempner ("ja, und ... wie fühlen Sie sich dabei") sein mag - löst die Probleme nicht; man hat Routine darin und es passiert am Ende nichts. Er muß daher das Problem klein kriegen sonst kriegt ihn das Problem klein. Frag ihn doch, was er tut dazu - wie und bis wann will er weg kommen von den Medikamenten, wechselt er den Seelenklempner, Klinikaufenthalt.

3) Wichtig ist, daß Du stark bist und Dich nicht runterziehen läßt. Du bist für sein Leben nicht verantwortlich - handle danach. Prüfe Dich und die Kleine auf Gefährdungen (was wenn er sie, Dich und dann sich selbst umbringt nur weil er Depressionen hat) und handle danach, geh zum Anwalt und prüfe ob Du ein paar hundert Kilometer wegziehen kannst und eine Kontaktsperre mit ihm haben kannst. Hat er sein Leben wieder im Griff - und zwar ohne Medikamente und ohne Seelenklempner - kannst ja die Kontaktsperre wieder aufheben. Dazwischen gibts Kontakt nur über einen Anwalt.
 
  • #26
Zu Antwort 23 / Es muss dich sehr viel Kraft kosten ohne Medikamente den Alltag zu bewältigen!? Was belastet dich am meisten?
D.h. Depression ist eine unheilbare Krankheit. Und mein Ex kann nie wieder so sein wie er früher mal war?!
Am Wochenende hat er die Tochter besucht und die Zeit genutzt mit mir kurz zu reden und nach einem Jahr Trennung gefragt, ob ich zurück zu ihm kann. Ich denke, dass er das nicht ernst gemeint hat…. Es geht nur um unsere Tochter. Er möchte auch an ihrer Erziehung intensiver teilnehmen. Für mich ist es schwer zu urteilen, ob er wieder schauspielert oder ernst meint. Leider kann ich ihm nicht so wie früher bedingungslos vertrauen und Glaube schenken. Er tut mir einfach leid. Und das erste Mal sah er schmutzig aus. Das hat mich erstaunt. Er war schon immer sehr gepflegt und hat stark auf sein Äußeres geachtet. Nach seinem Klinik Aufenthalt hat er gut reden gelernt und zum Teil sehr schlaue Ausreden benutzt.
 
  • #27
Zu Antwort 24 /
Wir waren 16 Jahre zusammen aber die Hälfte unserer Beziehung (den zweiten Teil) haben wir eine Fernbeziehung geführt. Dann kam alles sehr schnell. Zwei Wochen nachdem ich gesagt habe, dass ich schwanger bin, ging es ihm ganz schlecht und er hat einen Zusammenbruch erlitten und anschließend kamen Burnout und Depressionen. Jetzt sind es mittlerweile zwei Jahre vergangen. Er ist immer noch nicht ganz bei sich. Ihm geht es einen Tag gut aber die meiste Zeit schlecht. Er nimmt seit zwei Jahren Antidepressiva, die vom Arzt und für ihn speziell verordnet wurden. Er hat eine Psychologin und wie bereits geschrieben, 6 Monate Aufenthalt in der Klinik und anschließend Tagesklinik. Er ist seit einem Jahr nicht mehr berufstätig, möchte aber in paar Monaten Stundenweise wieder anfangen zu arbeiten. Leider sobald er wieder zu Hause ist, merke ich dass es ihm schlechter geht und er in seine alte Routine fällt, d.h. spät ins Bett gehen und noch später aufstehen, Lustlosigkeit und schlechte Laune usw. ich glaube er merkt das nicht mehr. Und wenn ihn seine Verwandte darauf ansprechen, wirkt er abwesend.
Wir haben lange Zeit miteinander gelebt und kennen uns dementsprechend gut aber jetzt ist er mir vollkommend Fremd geworden. Ich fühle mich trotzdem in gewisser Weise verantwortlich für ihn, nur leider kann ich ihm nicht helfen. Ich bin bereits weg gezogen aber wie lange kann ich mich von ihm fern halten und so zu sagen verstecken. Auf Dauer bringt das nichts. Alleine schon wegen meiner Tochter.
Die Frage ist nur, ob es ihm wirklich irgendwann ohne Medikamente und Seelenklempner wieder gut geht?
 
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  • #28
Zu Gast Nr. 10. Ich habe auch sehr lange um ihn gekämpft aber habe nicht mehr ertragen „nicht geliebt zu werden“ und diese ewig schlechte Laune und Lustlosigkeit, die von ihm kamen. Tag für Tag. Das hat mich einfach fertig gemacht. ......
Ich versuche jetzt nur an mein Kind und an mich zu denken.
Hallo liebe FS,
hier nochmal die 10.
Habe leider das "ex" überlesen, da in der Überschrift noch "Partner" stand. Aber genau so ging es mir auch.
Das wichtigste hast Du ja sonst schon getan. (Trennung etc.)
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir berichten, daß es weiterhin nicht einfach sein wird, gemeinsame Kinder mit einem depressiven Ex-Partner zu haben. Tatsächlich seid ihr über die Kinder nahezu "ewig" verbunden (eine Warnung auch an alle, die denken, Kinder würden nur bis zum 18. Lebensjahr aneinander binden.)
Allerdings ist es doch einfacher, weil die tägliche Konfrontation und das "Mitleiden" ausbleiben. Wichtig ist nur, Stärke zu zeigen dahingehend, daß Du für die Kinder sorgst, egal wie seine Stimmung ist, ob er Dir Vorwürfe macht oder aber genau denselben Umstand kurze Zeit später plötzlich neutral findet.
Sei Dir bewußt Deiner Stärke (und Nichterkrankung) und mache auf keinen Fall Deine Entscheidungen die Kinder betreffend von seinen Launen abhägig. Du wirst erleben, daß er mit der Zeit, wenn er sicherer geworden ist, daß Du ihm die Kinder nicht entziehen willst auch bereit ist, die Kinder mal nicht zu nehmen, wenn es ihm selber schlechter geht aus der Erkenntnis heraus, was für die Kinder besser ist.

Ein kleiner Punkt zum Bedauern. Ja, ich bedauere wirklich, mich die letzten 7-8 Jahre zum Spielball der Launen und der Krankheit meiner Ex gemacht zu haben. Natürlich hatten wir in den 12 Jahren davor auch sehr viele gute und schöne Zeiten aber in den Jahren danach nur noch sporadisch und der Saldo blieb sehr negativ. Ein Unternehmen mit einer solchen Bilanz wäre schon längst insolvent gewesen aber ich mußte unbedingt der gute Gläubiger sein, der immer wieder nachinvestiert in der Hoffnung, es müsse doch endlich wieder besser werden. Dieses Handeln und diese vertane Zeit bedauere ich und erzähle dieses schlechte Beispiel auch jedem, der bereit ist, es zu hören. "Wenn Du feststellst, das das Pferd, was Dur reitest tot ist, dann steige ab." Ich war aber der Idiot, der das tote Pferd nicht sehen wollte.
 
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  • #29
Das verstehe ich nicht, FS...warum fing alles an, als Du ihm gesagt hast, dass Du schwanger bist? Nach 16 Jahren Gemeinsamkeit will Frau ein Kind, wenn Wunsch da und mit Partner besprochen (?, ich vermute mal, eher nicht). Ansonsten sehe ich es so, dass er Dich für immer ganz alleine haben wollte..oder warum die Aussage, wir sind für immer verbunden? oder bezog sich diese Äusserung auf euer gemeinsames Kind? Fühlte er sich mit der Verantwortung überfordert, bist Du schwanger geworden, ohne dass er vorher von Deinem Wunsch wusste"? Ist er ein Einzelkind? Kann sein, dass er befürchtete, dass er Deine Liebe nicht mehr ausschließlich "haben" wird? Du musst diese Fragen hier nicht beabtworten, können vielleicht bei einer gemeinsamen Therapie (auch wenn er alleine weiter eine macht) wichtig und hilfreich sein. Hast Du ihm eine gemeinsame Therapie einmal vorgeschlagen? Geht nicht zu irgendeinem, sondern zu jdm. bei dem ihr Euch gut fühlt. Dass er wieder arbeiten geht, hilft ihm, sein Leben zu strukturieren und sich abzulenken. Er wird allerdings wieder in den Burnout rutschen, wenn er sich gehen lässt. Was ich mal gelesen habe: im Winter kann eine Lichttherapie (mal bei Wikipedia googeln) helfen....und im Sommer immer mind. eine halbe Stunde am Tag in der Sonne sitzen sowie Sport machen. Positives Denken üben.
 
  • #30
Jetzt wird´s aber wirr. Kommt er nun "nach Hause" wie du schreibst oder bist du weg gezogen? Und wenn weggezogen: er hat doch das Recht seine Tocher zu sehen. Wie meinst du das dann mit dem Verstecken? Sich unrechtmäßig zu verstecken ist mit Strafe belegt - was dir hoffentlich bewusst ist. Und dass du Angst vor ihm hast: klär das direkt mit ihm. Geplante Taten werden dann verübt wenn (längst) keiner (mehr) damit rechnet (Berufliche Erfahrung). Damit möchte ich dir keine Angst machen, aber wenn du ihn mit Kindesentzug provozierst und ihm keine Möglichkeit zur Klärung der Angelegenheit gibst bringst du dich damit vielleicht erst tatsächlich in Gefahr. - Falls du dir da mal auch nicht nur irgendwas zusammen phantasierst. Und wie gesagt: ich steige bei deiner "Geschichte" nicht mehr durch.
 
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