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  • #1

Online nur Kontakte knüpfen- ein Holzweg?

Ich bin seit 9 Mon. online suchend. Habe ähnliche Erfahrungen gemacht, wie hier oft beschrieben. Profilgestaltung / Verhalten entsprach den gängigen Empfehlungen. Jetzt bin ich nicht mehr meiner Meinung und gehe andere Wege. Die Onlinesuche hat mich verändert und deshalb interessiert mich eure Sicht zum Thema. Das muss ich begründen, um verstanden zu werden.

Als Frau 50+ war ich nach der Scheidung nicht mehr auf Partnersuche. Vor zwei Jahren plötzlich beidseits Gefühle für einen Mann aus dem Freundeskreis, der seit Jahren allein unterwegs ist. Ich kannte seinen schwierigen Background, Freundin (Goldgräberin, kürzlich ein Thread hier) die sich nicht abschieben lässt. Er wollte für geordnete Verhältnisse sorgen - wollte. Gutmütig, aber wenig durchsetzungsfähig. Zum eigenen Schutz habe ich die Reißleine gezogen. Er ist wohl nicht ganz weg, redet kaum und wenn, dann „jein“. Den emotionalen Abstand habe ich wieder.

Ich habe jedoch meine Gefühle wieder entdeckt und möchte diese leben. Bin nicht hässlich und habe Kontakt gefunden. Sehr ansprechendes Profil, erfolgreicher Mann, geschieden, empathisch. Er hat nur einen Fehler, er kann keinen verlässlichen Kontakt halten. Zu viele Hobbies, Präsenzbedürfnis überall. Ein großer Junge, sympathisch aber kein Partner.

Nächster Versuch. Ähnliches Profil und Status, getrennt lebend. Funkenflug aber Verdacht auf Affärensucher. Er war ehrlich, Ehefrau hatte keine Ahnung. Er will sich scheiden lassen, akzeptiert eine Freundschaft ohne Plus. Weiterer Verlauf wie vorletzter Kontakt, ich bin in der Warteschleife und habe keinen Partner.

Eigentlich ist es egal wie ich suche, Onlinemänner kommen alle aus dem RL. Ich habe mein Profil umgestaltet, Understatement beim Beruf, Statement im Profil dass ich hier mit derselben Leichtigkeit wie im RL suche. Jetzt bin ich als Frau visuell unterwegs. Nette Bilder gefallen mir und ich schreibe auch Männer an, die kaum was im Profil stehen haben. Mir fällt ein Aufhänger ein. Ich kenne nämlich wunderbare Männer (leider gebunden), die schriftlich nicht sehr versiert sind. Möchte nicht im Profil schreiben, wie er sein soll. Damit schrecke ich ihn vielleicht ab. Vielleicht erlebt er mich auch ganz anders, als ich mich beschreibe. Ich habe viele Fragen beantwortet. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, der kann mich einschätzen und dabei möchte ich es belassen.

Eine Börse ist geeignet Kontakte zu knüpfen. Alles weitere findet im RL statt. Realistisch oder ein neuer Holzweg?

Ich freue mich auf eure Meinung / Erfahrung. Sehr gerne auch von den suchenden Männern.
 
  • #2
Man sollte sich bei der Partnersuche generell nicht auf das Internet beschränken.
Sondern auch direkte Kontakte knüpfen, ganz ohne Internet etc.
Und seien es nur allgemeine Kontakte, über die man dann besondere Kontakte finden kann.

Ich schätze, daß die Mehrheit der Partnersuchenden - die via Internet suchen - dort keinen Partner/in finden werden.
Manche Profile scheinen mir dort viele Jahre drin zu stehen, aber stets von Denen gepflegt/besucht - aber immer noch keinen Partner/in gefunden ?

Eine Frau (47) in meiner Region versucht es immer wieder, mit neuen Profil-Accounts.
Neues Profil = mehr Interesse -> mehr Anfragen.

Ich bewundere sie für ihre Ausdauer, seit mindestens ca. drei Jahren, und schreibe ihr das.
Sie sieht lt. ihren Fotos sehr gut aus, und scheint persönlich sehr eloquent. Findet nun trotzdem keinen Partner, auch nicht via Internet.
Sondern meistens Männer, die auf Sex oder Affären aus sind, auch als Seitensprung (lt. ihrer Antworten)

Es scheint online so einfach und erfolgversprechend, aber ist es in Wirklichkeit doch nicht.
Ich schätze den Aufwand auf bis zu eintausend Kontakte und Dates mit 104 verschiedenen Kandidaten, um daraus einen möglichen Partner/in zu finden. Diesen Aufwand halten m.E. die Meisten nicht durch. (Ich auch nicht)

Ich bin auf der Suche nach den Ursachen dafür. Warum ist es allgemein/durchschnittlich via Internet trotzdem so schwer, einen Partner/in zu finden ?
Aber das wäre m.E. eine intensive Projektaufgabe für Fachleute, z.B. Soziologen ?

Alle meine bisherigen Partnerinnen fand ich direkt. Meistens über meinen Freundeskreis.
Nach drei Jahren via Internet habe ich dort keine Aussichten mehr. Dieses Medium scheint -zumindest für mich- nicht geeignet zu sein. Was für mich aber ein Rätsel ist. Aber vielleicht rätseln Mio. anderer Benutzer ebenso ? Und auch die FS ?

Die Online-Partnersuche hat auf mich (m,52) recht deutlich aber negativ eingewirkt. Wie ich es vorher mir nicht hätte vorstellen können. Das real existierende Menschen online so agieren/reagieren.
Aber einzelne, verschiedene Männer und Frauen schildern mir ähnliche Erfahrungen.
 
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  • #3
Ich schätze, daß die Mehrheit der Partnersuchenden - die via Internet suchen - dort keinen Partner/in finden werden.
Sondern meistens Männer, die auf Sex oder Affären aus sind, auch als Seitensprung (lt. ihrer Antworten)

Alle meine bisherigen Partnerinnen fand ich direkt. Meistens über meinen Freundeskreis.

Die Online-Partnersuche hat auf mich (m,52) recht deutlich aber negativ eingewirkt. ...
Aber einzelne, verschiedene Männer und Frauen schildern mir ähnliche Erfahrungen.

Ich halte mittlerweile auch nichts mehr davon, online Konatkte zu knüpfen, aus den o.g. Gründen. Wer ein gutes soziales Netz hat, sollte lieber vor Ort aktiv sein. Die Wahrscheinlichkeit, im eigenen sozialen Umfeld einen geeigneten Partner zu finden, erscheint mir höher, als in den Weiten des Internet.
Wer kein gutes soziales Netz hat, sollte leiber seine Zeit nutzen, ein solches aufzubauen, statt seine Zeit ins SB und danach mit frustrierendenden Dates zu verbringen.

Auf mich hat sich die Onlinesuche auch sehr negativ ausgewirkt - ich habe so ein negatives Männerbild bekommen, dass ich eine Partnerschaft mit (solchen) Männern nicht erstrebenswert finde, die Partnersuche aufgegeben habe und mir stattdessen ein schönes Singleleben mache.
 
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  • #4
Die FS:
Bernd Du hast recht, ich bin auch am Rätseln und auch etwas ratlos, wie ich dieses Medium zielführend nutzen kann. Ich hatte vorher keine Onlineerfahrung. Hatte mir vorgestellt, dass ich hier am ehesten einen Partner finde, der mit der selben Ernsthaftigkeit sucht wie ich.

Im Freundeskreis fündig zu werden wird schwierig, überwiegend Paare. Mein Versuch dort, scheint gescheitert. Aussagekräftige Profile halten oft nicht das, was dort versprochen wird. Beruflich bedingt, habe ich nur begrenzt Freizeit, die ich gut einteilen muss. Singlereisen und Treffs sind nicht meine Ding, weil dort vermutlich auch eher der Spaßfaktor gesucht wird.

Ich stimme dir zu, dass zum Phänomen Onlinesuche und das Verhalten der Suchenden eine Ursachenforschung überfällig ist. Es gibt so viele Singles und fast jeder behauptet von sich, er sei nicht freiwillig Single. Wo sind also die ganzen netten Menschen auf der Suche nach ihrem Glück?

Warum es nicht einfach ist, dazu kann ich aus meiner Erfahrung nur vermuten. Viele erfolgreiche Menschen nehmen sich keine Zeit um sich über ihre Ziele und die vorhandenen eigenen Ressourcen klar zu werden. Der Partnerwunsch ist da, aber es soll ohne eigenes Zutun funktionieren. Viele haben vor der Trennung jahrelang in einer Kumpelbeziehung gelebt und haben den partnerschaftlichen Dialog verlernt. Dieses gemeinsam in eine Richtung blicken ist ihnen abhanden gekommen und sie bemerken es gar nicht. Jenseits von 30 Jahren tragen viele eine Menge unverarbeiteter Enttäuschungen in sich und projizieren diesen Frust in eine neue Beziehung. Vielleicht ist dies ein erster Ansatz für die Suche nach den Ursachen, mit denen auch Du dich beschäftigst.

Ich habe meine Frage deshalb zu Diskussion gestellt, weil ich gerne die Meinung der Partnersuchenden erfahren möchte. Diejenigen deren Verhalten uns zum Grübeln bringt, werden hier wahrscheinlich nicht mitlesen.
 
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  • #5
Du vergleichst die echte Partnersuche mit dem Internet und hättest gerne die selbe "Leichtigkeit". Das wird nicht klappen. Hinter PC-Profilen verstecken sich alle möglichen Menschentypen aus so diversen Bereichen und Milieus, denen man im echten Leben nie über den Weg laufen würde. Das geht auch mit unterschiedlichsten Mentalitäten einher.

Das Internet ist praktisch für passive Menschen, die nicht gerne ausgehen und keine Zeit für die Partnersuche oder kurzzeitiges Vergnügen haben und das nutzen diese Menschen auch aus!

Ich halte es sowieso für kritisch, sich ausschließlich aufs Internet zu konzentrieren, oder willst du einen Partner, der seine komplette Freizeit hinter dem PC verbringt und stundenlang mit Leuten chattet und davon auch kaum mehr wegzubekommen ist? Das kann wirklich anstrengend in der Partnerschaft sein.
 
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  • #6
Ich sehe es nicht so düster wie Bernd50. Ich bin seit 12 Jahren immer wieder zeitweise auf Singlebörsen. Einmal ergab sich indirekt eine Beziehung, es hat auf Dauer aber dann doch nicht gepaßt. Ansonsten traf ich viele interessante Frauen (etwa 50 in den 12 Jahren), mit einigen entwickelten sich Freundschaften zu gemeinsamen Interessen (also wurden Freizeitpartnerinnen draus), die längste dauerte 10 Jahre, habe sie aber dann von meiner Seite aus beendet. Affären etc. interessieren mich nicht.

Es gab keine gravierend schlechten Erfahrungen, nicht melden nach einem date bzw. einschlafen eines Mailkonktaktes sehe inzwischen als normal an, war aber gar nicht so häufig der Fall.

SB haben meinen Kontaktradius extrem erweitert. Ich arbeite in einem Männerberuf und bin ansonsten auch eher gerne alleine und introvertiert. In dem Sinne sind SB für mich ideal. m44.
 
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  • #7
Nach ca. sechs Treffen und noch einigen Telefonaten (bei denen es erst gar nicht zu einem Treffen gekommen ist), habe ich aufgehört online zu suchen.

Die Männer waren alle nicht mein Fall. Entweder liegt es am Alter (ab 40 werden die Menschen festgefahren) oder daran, dass nur bestimmte Männer in Singlebörsen unterwegs sind.
Viele haben überzogene Erwartungen, wollen sich aber selbst nicht anpassen.
Einige psychisch auffällige Männer waren auch dabei.

Außerdem ist mein Leben zu speziell, so dass ich ohnehin schwer jemanden finde, der kompatibel sein könnte. (Wobei ich es nicht schlimm finde, wenn er anders lebt. Er sollte nur bereit sein, auch mal getrennt etwas zu unternehmen).

Die meisten Männer um die 40 sind eher Durchschnitt. Sie finden zwar toll, dass ich keine Kinder habe, einen interessanten Job habe, schlank bin, nicht klammere und nicht an ihr Geld will. Aber sie wollen keine Frau, die bewusst einfach lebt, ruhig ist, nicht gerne verreist, in Jeans und Chucks rumläuft, merkwürdige Freizeitinteressen und ehrenamtliche Arbeit liebt, häufig abends und am Wochenende arbeitet....(Genau genommen werde ich schon wegen meiner Arbeitszeiten nie wieder einen Partner finden.)

Die meisten Männer haben beim ersten Gespräch abgescheckt, ob ich deren Leben mitlebe: mit ihnen (in ihre bevorzugten Länder) verreise, in ihre Wohnung ziehe, ihre Hobbys mitmache, ja sogar bestimmte Sexpraktiken wurden gewünscht.....sie suchten nicht mich, sondern eine Frau, die sie in ihrem gewohnten Leben begleitet. Ein Leben, was sie auf keinen Fall verändern möchten.

w
 
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  • #9
Amüsanter Zeitvertreib-mehr nicht. Nichts für Leute mit einem durchschnittlichen Lebensstil und eher unauffälligen Problemchen, auch, wenn es sich für einen persönlich gerade schlimm anfühlt.

Das Internet bevorzugt die Extreme. Nichts davon entspricht meiner Person. Bin weder arm und behindert, noch reicher Potenzprotz. Definitiv kein Interesse an Kuppelei mit Damen von Orten, an die es mich freiwillig im Leben nicht verschlagen würde.

Würde sonst Wohnort und Arbeitsplatz wechseln. Aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen kommt dafür aber nur eine bestimmte Gegend in Deutschland Frage. Alle anderen Orte interessieren mich nicht. Das ist zur Zeit nur ein Gedankenspiel, mit geringer Aussicht auf Erfüllung, aber ich halte die Augen auch in der Richtung offen. Ich möchte die räumliche Distanz zu den Leuten etwas verkürzen, die sich evtl. um mich kümmern, auch wenn ich Single bleibe.

Gehe im Moment davon aus, dass ich bis zur Rente am momentanen Wohnort bleibe. Ich bin auch ein später Junge, aber ich rechne mir noch ein paar Chancen in der nahen Umgebung aus. Zähle auf Mundpropaganda und etwas "Vitamin B", aber nicht aufs Internet.
 
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  • #10
Das Leben hat sich ganz merkwürdig verändert. Früher hatte man einen großen Freundeskreis, traf sich öfter im privaten Rahmen, ging zusammen zum Sport, zu Events usw. Wenn da ein Paar getrennt war, blieb meistens einer in der Clique oder auch beide, wenn sie freundschaftlich verbunden bleiben. Irgendwer brachte immer mal jemanden mit, ein anderer bleib weg, wegen Umzug oder veränderter Interessenlage. Da konnte man auch ü30 noch Partner kennenlernen - erst kennenlernen, dann Partnerschaft, das ganz normale Leben eben.

Heute stelle ich fest, dass es solche Treffen kaum noch gibt - die Menschen sind elektronisch verbunden, halten das für Nähe und begegnen sich immer weniger. Insofern ist es dann auch schwierig, neue Kontakte aufzubauen. Die normalen Clubs und Bars werfen maximal ONS oder kurze Affären ab.
Ähnlich sehe ich es in SB - es wird von Mensch zu Mensch gehoppt, nichts mehr entwickelt - die sogenannte Freundschaftsschiene will keiner mehr. Das ist m.E. das worüber sich die meisten Kontakte zu mehr entwickeln können, weil man am anderen mit der Zeit Dinge entdecken kann, die bei kurzen wenigen Kontakten verborgen bleiben. Online geht es sehr oberflächlich, marktgerecht und sehr schnelllebig zu. Die Beziehungen bleiben genauso oberflächlich und fragil. Sie werden oft nur auf der Grundlage von Kennzahlen geschlossen, aber das Leben funktioniert anders.

Ich habevor einigen Monaten im richtigen Leben (Vortrag) einen Mann kennengelernt, der online bei mir nie eine Chance gehabt hätte: ca. 20 kg zuviel auf den Rippen, ein Genießer eben, aber auch einigermaßen sportlich (Kugelblitz), 3 Jahre jünger, alleinerziehender Vater von 2 Kindern, wohnt in einer Kleinstadt und hat noch den falschen Job (Psychologe).
Er zeigte gleich Interesse an mehr, aber mir war zuviel falsch an ihm. Nach diversen Treffen sehe ich ihn, wie er ist: ein toller Mann, zugewandt, witzig, sprühend vor Lebenslust, ein intelligenter Gesprächspartner, belesen ..... Wir treffen uns erst mal auf der Freundschaftsschiene, aber es fängt bei mir an zu kribbeln, wenn er mich ganz freundschaftlich in den Arm nimmt.

Mein Suchprofil war jemand wie ich selber: Großstadtbewohner, gleichalt, bis knapp älter, beruflich erfolgreich und engagiert, keine Kinder oder sonstige Verpflichtungen aus seinem vorherigen Leben, die mich einschränken würden.
Jetzt backe ich Kuchen, fahre in Freizeitparks, besuche mit ihm und den Kindern Pizzerien statt Nobelrestaurants, kann mich nicht mit ihm treffen wenn Elternabend ist usw. - es gefällt mir.
w,55
 
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  • #11
Ich meine es ist eine Frage der Persönlichkeit und auch des Alters ob man online fündig wird oder nicht.

Jüngere Leute finden sich heute zum größten Teil online, gehen feste Beziehungen ein, heiraten usw. Ältere Leute um die 50 Jahre haben es im RL auch nicht mehr so leicht einen Partner für eine Langzeitbeziehung zu finden, das machen sich viele aber gar nicht klar, sondern schieben dem Medium Internet die Schuld für ihren Frust in die Schuhe.

In jedem Alter kann man online fündig werden, man muß sich jedoch folgendes klar machen:

Je älter man ist, desto kleiner wird die Anzahl der möglichen Partner (immer bezogen auf feste Partnerschaften, Affären u.ä. sind kein Problem), denn in einem gewissen Alter sind viele seit Jahrzehnten gebunden, krank oder geschieden und wollen gar nicht wirklich mehr mit jemandem zusammenleben, da dies Kompromißbereitschaft und Anpassungsfähigkeit voraussetzt.

Ist man also derartig ernsthaft, verzweifelt und schon verbissen auf der Suche, dass man meint, man müsse 1000 Kontakte haben und über 100 Dates um den oder die Richtige(n) zu finden, dann ist spätestens der Zeitpunkt gekommen, sein eigenes Verhalten und seine eigenen Vorstellungen kritisch zu hinterfragen, was bedeutet vor allem seine Ansprüche zu hinterfragen und zu reduzieren. Es werden die nicht fündig, die meinen, ihnen stehe in dem Alter noch ihr Wunsch- bzw. Traumpartner zu. Entweder bleiben sie allein oder sie kommen von ihrem Sockel herunter und nehmen das Bestmögliche von dem was auf dem Markt ist, so einfach ist das!

Ich weiß weder wie Bernd50 aussieht, noch was er für Eigenschaften aufweist, die Ernsthaftigkeit und mangelnde Leichtigkeit, die aus seinen Zeilen spricht, würde mich jedoch davon abhalten so jemanden überhaupt kennenlernen zu wollen, denn ich will mein Leben genießen und dazu gehört eine gewisse Lockerheit, ein savoir vivre, die berühmte Leichtigkeit des Seins. Wer das hat, der braucht nicht den Idealvorstellungen zu entsprechen, der wirkt auf andere Menschen positiv und anziehend im Gegensatz zu Menschen, die das Haar in der Suppe suchen und nie zufriedenzustellen sind, woran natürlich niemals ihr eigenes Verhalten schuld ist.

Warum fallen wohl so viele Frauen, auch die ernsthaft suchenden, auf die Womanizer, die sog. Hallodris herein? Weil diese meist genau diese Lockerheit, Unbekümmertheit, Sorglosigkeit ausstrahlen, denn niemand sucht Sorgen, Frust und Leid, daher ist ein lachendes Gesicht für alle Menschen auf der Welt anziehender als ein trauriges.

Wer so intensiv und verbissen sucht, der hat eine negative Ausstrahlung und wirkt bedürftig, das ist das Hauptproblem.

w
 
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  • #12
Die FS:
Danke für eure hilfreichen Meinungen. Es ist schön, das alles lesen zu dürfen und ich werde diese Erfahrungen in meinen Plänen berücksichtigen.

@Gast 5
Dein Beitrag macht mir Hoffnung, vielleicht doch ganz vernünftige Kontakte zu finden. Manchmal braucht’s einfach auch Glück.

@Gast 9
Dein Beitrag spricht mir aus der Seele. Ich erlebe die Veränderungen im Umfeld genauso und es ist schade, dass das liebevolle Miteinander dabei auf der Strecke bleibt.

Wie schön, deine weiteren Zeilen zu lesen. Du hast alles richtig gemacht – flexibel bleiben und den Richtigen erkennen, wenn er kommt. Dir viel Glück und Erfolg.

@Gast 10
Eine gut reflektierte Einschätzung, die ich ebenfalls teile. Kompromissbereitschaft, Anpassungsfähigkeit und eine realistische Erwartungshaltung sind die halbe Miete. Irgendwo wird’s auch einen Mann geben, der das genauso sieht.
 
  • #13
Hallo FS

Na klar, wer sein Profil nach den Empfehlungen gestaltet (leider halt in die Richtung was das andere Geschlecht mehrheitlich so erwartet, nicht wie man halt ist) hat eine verwechselbares 08/15 Profil. Es ist wie immer, wer auffallen möchte muss es anders anfangen. Ein Profil sollte nicht möglichst viele sondern möglichst die passenden ansprechen. Schließlich willst Du ja nicht möglichst viele austauschbare Typen kennen lernen sondern den der zu DIR passt.
Mein Profil hat mit Sicherheit eine Menge Frauen verschreckt- das war beabsichtigt. Die die es angesprochen hat- und das waren ja auch noch etliche- waren dann genau die richtigen. Diejenigen die mit mir, meinen Leidenschaften und auch meiner Lebensführung klarkommen und mitziehen.

Eine Börse ist geeignet Kontakte zu knüpfen. Alles weitere findet im RL statt. Realistisch oder ein neuer Holzweg
? DAS ist genau der Weg zum Erfolg! Es stellt einen Kontakt her, den Rest musst Du selbst mit Leben füllen.

@9
Früher hatte man einen großen Freundeskreis, traf sich öfter im privaten Rahmen, ging zusammen zum Sport, zu Events usw. Wenn da ein Paar getrennt war, blieb meistens einer in der Clique oder auch beide, wenn sie freundschaftlich verbunden bleiben. Irgendwer brachte immer mal jemanden mit, ein anderer bleib weg, wegen Umzug oder veränderter Interessenlage. Da konnte man auch ü30 noch Partner kennenlernen - erst kennenlernen, dann Partnerschaft, das ganz normale Leben eben.
Sorry, damit kann ich nicht dienen- sowohl ich als auch meine Kinder und meine Liebste hatten und haben einen grossen Freundeskreis der sich zum Sport oder der Musik trifft. Blöderweise waren halt die dort aufzufindenden Single-Damen entweder nicht in meiner Altersklasse oder für mich nicht attraktiv oder ich nicht für Sie. Habe immer auch im RL die Augen offen gehalten- nur Ü40 wird's mit freilaufenden Singles echt eng. Zwei Damen gabs- die eine hab ich nie ernsthaft angebaggert weil 15 Jahre jünger, die zweite wollte mich nicht (Ihr war ich zu Ernsthaft - entweder ganz oder gar nicht, dazu war sie nicht bereit)
 
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