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Gast

  • #1

"Oder ist es neuerdings verpflichtend eine Beziehung mit ... -

... jemandem einzugehen wenn man mit ihm im Bett war?"

Angeregt durch dieses Zitat aus einem Nachbar-Thread, würde mich Eure Meinung interessieren. In meinem sozialen und beruflichen Umfeld war es ("selbstverständlich") immer klar, dass, wenn man sich mit jemandem mehrfach getroffen hat und im Bett war, eine Beziehung begonnen hat.

Im Online-Dating habe ich nun dazugelernt (theoretisch, glücklicherweise nicht praktisch ;-) ), dass man so etwas vorher explizit kommunizieren muss, da auch Personen in einer Partnerbörse keine Partnerschaft sondern ausschließlich Sex suchen. (Wofür es eigene Seiten gibt, die aber aus mir unbekannten Gründen anscheinend nicht so beliebt sind, sonst wären diese Leute ja nicht in Partnerbörsen.)

Wie ist Eure Meinung dazu?

Wenn Ihr wollt, antwortet bitte mit Geschlechts- und Altersangabe.

w/50
 
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  • #2
Einiges jünger als die FS, aber altmodisch. Ich glaube noch an den Menschen. Das bedeutet, Sex nur in einer Beziehung, sonst eben nicht. Ich glaube daran, dass man sexuell zueinander finden kann, und es nicht schlimm ist, wenns anfangs nicht so toll ist. Von daher muss ich auch nicht alle durchprobieren, bis ich mir mal überlege, das wäre eine Beziehung wert.
 
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  • #3
Aus meiner Erfahrung heraus, hat sich in den letzten Jahren die Grenze zwischen eindeutigen Seiten und vermeindlich seriösen Partnerbörsen verwischt. Der Bedarf an schnellem und unkomplizierten Sex nimmt ein unerreichbares Mass an. Weiss auch nicht wo das ganze noch hinführt .... zu mir auf jeden Fall nicht nicht!!!

w 45
 
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  • #4
Was ist schon verpflichtend?? Entweder es hat bei beiden geschnackelt und man versucht es oder es hat nicht gezündet und man zieht weiter. Und der primäre Vorsatz hier in Partnerbörsen: Sex statt Beziehung schützt einen nicht davor sich doch zu verlieben :) von daher, es ist vollkommen egal was Du planst oder im Schilde führst entweder es passt oder es passt nicht. War auch eher auf der Suche nach Sex und was habe ich gefunden? Die Partnerin fürs Leben, so kann es auch gehen.
m44
 
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  • #5
Ich habe keine (eigene) Erfahrung mit Partnerbörsen. Ich kann auch nur höchst subjektiv antworten. Ich wäre schlicht seeehr vorsichtig mit schnellem Sex. Warum? 1. Sex ist für mich etwas Exklusives; ich teile meine Verletzbarkeit nicht leichtfertig. Ich will, dass Sex etwas Besonderes bleibt. (Früher, sehr viel früher, sah ich das mal weniger dezidiert; ich habe mich diesbezüglich durchaus verändert.) 2. Sex führt zu einer Vernebelung der Sinne, wenn man nicht bereits "abgestumpft" ist. Die Partnerwahl wird dadurch nicht leichter oder gar besser. 3. Gesundheitliche (körperlich, aber auch seelisch) Gründe. 4. Je mehr (besonders unverbindliche) Sexualpartner, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass spätere Beziehungen nicht halten (Statistik plus Lebenserfahrung im eigenen Umfeld). - Kurzum: gerade (aber nicht nur) als Frau würde ich lieber etwas abwarten, womit ich _nicht_ meine, irgendwelche absurden Spielchen (à la "The Rules") zu veranstalten.

Insgesamt ist erst Kennenlernen, dann intime Kontakte im Allgemeinen die aussichtsreichere Strategie. Und das alles hat mit prinzipiengeleiteter "Moral" erst einmal herzlich wenig zu tun; es ist ausgerichtet an den (wahrscheinlichen) Konsequenzen.

M50
 
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  • #6
Ist es nicht völlig egal, wie man das nennt?

Wenn man sich mehrmals mit jemandem trifft und mehrmals Sex hat, hat man eine "Beziehung", ja klar, auch eine Affäre ist eine Beziehung. Die kann aber auch wieder enden, heute oder morgen oder übermorgen. Es kann eine Beziehung sein, in der man nur Sex hat, eine Beziehung, in der man auch viel redet und telefoniert, oder eine Beziehung, in der man viel unternimmt oder oder...

Das merkt man, indem man es TUT. Abgesehen von dem, was man TUT, hat die Bezeichnung doch überhaupt keine Bedeutung. Auch eine sog. "feste Beziehung" muss keine Zukunft haben.

W (27)
 
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  • #7
immer klar, dass, wenn man sich mit jemandem mehrfach getroffen hat und im Bett war, eine Beziehung begonnen hat.
Nein. Es war so, daß man mit jemandem eine Beziehung begonnen und diese Beziehung dann bei nächstbester Gelegenheit durch Sex besiegelt hat. Bei mir jedenfalls. Mir wäre nie im Traum eingefallen, mit einer Frau Sex zu haben, die nicht meine Freundin ist.
 
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  • #8
In meinem sozialen und beruflichen Umfeld war es ("selbstverständlich") immer klar, dass, wenn man sich mit jemandem mehrfach getroffen hat und im Bett war, eine Beziehung begonnen hat.
Mal so zum besseren Verständnis: Ab wann genau beginnt denn eine Beziehung deiner Meinung nach? Durch den ersten Sex? Oder vorher? Oder vielleicht erst später nachher?
 
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  • #9
Ich war auch erstaunt über diese Entwicklung, dass (gebundene oder sexsüchtige) Männer in den letzten Jahren verstärkt ONS und Affären hier abgreifen wollen und von vornherein eine Partnerschaft ausschließen, dies aber nicht kommunizieren oder sich im Netz ungeniert als "ehrlicher Mann" auf Partnersuche präsentieren.
Das Spielchen wird dazu führen, dass die kluge Frau die Kandidaten nun noch viel genauer prüft, als sie es vorher ohnehin schon getan hat und dass sie sich nicht einlassen wird, bevor geklärt ist, wie genau der Mann wirklich tickt. Ganz einfach. Dann gibt es eben nur noch Kennenlernen über Monate und genaues Abchecken aller Details inklusive diverser unromantischer Bremstests, um zu sehen, was der potentielle Casanova so alles aushält und ob er überhaupt tauglich ist!
Wer läßt sich schon gerne belügen und gezielt täuschen? Als Frau muss man damit rechnen, schon sehr bald auf die Affärensucher und die Spaßfraktion zu treffen. Und ganau die läßt man dann durchchecken (in den USA schon absolut gängige Vorgehensweise) und läßt sie elegant abblitzen!
 
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  • #10
Verpflichtungen in Sachen Beziehung sollte es wohl nicht geben, denn es kann nach einer erotischen Nacht immer noch sein, dass ein Partner erkennt, dass es doch nicht das Richtige ist. Allerdings sollten Partnerbörsen m.E. nicht dazu missbraucht werden um Partner für Sexabenteuer zu finden.

m/44
 
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  • #11
ich finde da liegt ein eine "typisch Deutsch" Sprach-Bezeichnungsproblem.
Was ist eine Beziehung ?

Beziehung bedeutet im alltäglichen Gebrauch grundsätzlich eine bestimmte Relation zwischen verschiedenen Objekten oder Individuen.

Beziehung - ist Bekanntschaft, Freundschaft, Kameradschaft, Verhältnis, Kontakt, Umgang, Verkehr, Bindung usw usw

Deswegen nenne ich persönlich alles - ein Verhältnis - ja ein veralteter Ausdruck für eine vor- oder außereheliche Beziehung - ( früher sagte man: wir hatte was miteinander ) und es ist egal ob es 1 mal Sex gabs oder 5 Mal.

Wenn man zusammen lebt - dann ist es Lebenspartnerschaft.

Oder man heiratet und dann ist es eine Ehe, was auch eine Beziehung darstellt oder?

und es mit feste oder nicht feste Beziehung zu nennen ist einfach Mode-Schrott.


Eine Affäre ist doch auch ein Verhältnis also doch eine Beziehung, Und sogar ein ONS ist ein Verhältnis sogar wenn es einaml war oder?
 
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  • #12
"In Beziehung" steht man zu jedem Menschen mit dem man zutun hat.
Sex allein ist für mich kein Beziehungsbeginn. Aber sicherlich ist es ein entscheidender Schritt in diese Richtung.
Irgendwann Sex mit einem interessanten und tollen Menschen zu haben ist Teil des Kennlernprozesses. Ab diesem Zeitpunkt wirds bei mir exklusiv und verbindlich. Letzteres bedarf der Abklärung, die aber eigentlich schon vor dem Sex stattgefunden haben sollte, schließlich kennt man sich und hat seine gegenseitigen Vorstellungen besprochen.

Auch ich würde gerne sagen "Sex = Beziehung und fixer Partner", aber das ist nicht recht durchführbar. Denn es kann passieren, dass sich "die Beziehung" zueinander durch diesen Schritt ändert. Man geht plötzlich anders miteinander um, Missverständnisse können aufkommen. Und es kann passieren, dass man bemerkt, es passt doch nicht.
Ich glaube, das ist die Realität.
Von jenen, die nur Sex suchen und dies unter Vorspiegelung falscher Tatsachen tun, rede ich gar nicht, das ist meiner Ansicht nach ein anderes Thema.
 
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Gast

  • #13
Nur zur allgemeinen Aufklärung: einer der Sexsucher auf einer Partnerbörse (natürlich mit romantischem Text;) erklärte mir auf meinen Verdacht, er wolle nur schnell an meine Wäsche und warum er sich als beziehungssuchend ausgäbe, ganz freimütig, dass Männer nicht so gerne auf einschlägige Seiten gehen, weil sie ja keine abgegriffenen Frauen wollen, in denen schon viele Männer waren. Und außerdem gibt sich eine verliebte, affärenunerfahrene Frau ja insgesamt viel mehr Mühe als eine "Schlampe". Dass dabei Verletzungen seelischer Art entstehen können, ist den meisten Spaßsuchern egal, besonders den verlassenen Männern, die fast immer einen schwelenden Frauenhaß mit sich herumtragen. Ach ja: und falls es zu Sex ohne Kondom kommt, weil man ja "gesund" ist, vermeintlich "sicher, die Richtige gefunden zu haben"(so verkauft Mann das dann) und "Vertrauen hat" (=notgeil ist), dann schätzen die Männer das Risiko einer HIV-oder Hepatitis C-Infektion geringer ein, wenn es eine Frau mit romantischem Weltbild ist.
Übrigens ist im Moment erwiesenmaßen die für eine HIV Neuinfektion am meisten gefährdete Risikogruppe die der nach langer Ehe / Beziehung getrennte Frauen um die 40. Sie sind besonders beliebt bei den Sexsuchern, da meist nicht mehr mit Kinderwunsch unterwegs und dank langer Partnerschaft oft gutgläubig bis leichtsinnig. Also: IMMER auf einem Kondom bestehen!
Solche Herren denken eben sehr praktisch. Und nebenher träumt der getrenntlebende alternde Mann Ü40-99 dann, dass ja vielleicht doch eine 26jährige Traumfrau in der Partnerbörse auftaucht, und wenn man die sicher hätte, könnte man die verliebte Übergangsfrau (bzw kostenlose Sexfrau) ja schnell loswerden.."ich bin noch nicht bereit für eine neue Beziehung...ich brauche mehr Zeit für mich...meine Ehe ist noch nicht verarbeitet..Blabla.." Da die jungen Frauen aber selten interessiert sind, tauscht man eben regelmäßig die Sexfrauen aus. Das Internet gibt es ja her.
So läuft das. Abgebrühter geht es nicht mehr. Schade finde ich, dass es sicherlich den einen oder anderen wirklich tollen, liebenswerten Mann mit guten Absichten gibt, der dann kaum noch eine Chance bekommt, weil viele Frauen von den miesen Typen mit Egodefizit abgeschreckt wurden.
w.45
 
  • #14
Moment! Hier wird ja wieder ein greußliches Männerbild verbreitet.
Ich denke (hoffe), dass das so nicht stimmt. Kann es letztlich nich beurteilen,
weil ich in diesem "Jungel" keine Erfahrung habe.

Nachdem mich meine Frau letztes Jahr verlassen hat - nach 26 Jahren Ehe, wir waren 32
Jahre zusammen, ich hatte in der Zeit nie eine andere Frau - habe ich mich
bei EP im Januar angemeldet.

Ein Date hat sich bis jetzt sehr positiv entwickelt. Wir hatten uns zweimal getroffen,
beim dritten mal war sie bei mir. Wir haben zusammen gekocht und haben es
nicht bis zum Hauptgericht geschafft

Das war nicht geplant und ganz spontan. Von uns beiden gewollt. Und es
war gut.

Wir hatten dann noch einen sehr romantischen Samstag mit Wellness und
allen drum und dran.

War das schon eine Beziehung? Zu dem Zeitpunkt sicher eine Affäre. Wir
haben dann bewusst entschieden einen Gang zurück zu schalten. Uns besser
kennen zu lernen. Ohne Sex. Weil wir befürchteten, dass es "nur" eine Affäre
bleibt.

Jetzt wird es tiefer, ja, es entwickelt sich zu einer Beziehung.

Aber der Sex war dafür nicht verpflichtend, sondern hat die Tür zu mehr
geöffnet.
 
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  • #15
In meinen beiden langjährigen Beziehungen, die ich hatte, war es tatsächlich so, dass nach dem 1. Sex klar war, dass man jetzt zusammen ist. Da musste nicht drüber gesprochen werden, es war einfach klar. Natürlich ging dem immer eine längere Dating-Phase voraus, also kein schneller Sex. Leider musste ich aber im letzten Jahr die Erfahrung machen, dass es natürlich auch anders ausgehen kann. Also auch längeres Daten (über 3 Monate), super Verhältnis, für mich hat alles gestimmt. Dann der 1. Sex, der für uns beide wirklich toll war. Dann nach ca. 1-2 Wochen hat er sich zurückgezogen und das Ganze mehr oder weniger auslaufen lassen. Ich hätte ihn gerne auf die ganze Situation angesprochen, doch selbst dazu kam es nicht mehr. Für mich war das sehr schlimm, denn ich hatte wirklich Gefühle für ihn entwickelt.
w,35
 
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  • #16
Übrigens ist im Moment erwiesenmaßen die für eine HIV Neuinfektion am meisten gefährdete Risikogruppe die der nach langer Ehe / Beziehung getrennte Frauen um die 40.
Risikogruppen numero uno sind nach wie vor diejenigen, welche regelmäßig ungeschützten Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern pflegen sowie Drogenabhängige. Demzufolge könnte diese Behauptung nur dann stimmen, wenn die Frau über 40 einem besonders promiskuitiven Lebensstil nachgeht. Dafür kann man Männern schwerlich die Schuld geben. Schließlich gehören zum ungeschützten Sex immer noch zwei.
 
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  • #17
Als M 37 gehe ich den anderen Weg: Erst wenn ich in einer Beziehung bin, gibt es Sex. Dann sind auch Fragen wie die der gemeinsamen Ziele, Gesundheit etc. pp. geklärt.

Direkter Sex wurde mir von Frauen angeboten, auf deren Bekanntschaft ich gerne verzichten möchte. Einige Male war es wirklich widerlich, wie aufdringlich und notgeil diese Damen sich aufführten.
 
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  • #18
Was ist eine Beziehung ?

Eine Affäre ist doch auch ein Verhältnis also doch eine Beziehung, Und sogar ein ONS ist ein Verhältnis sogar wenn es einaml war oder?
Ich sehe es ganz genauso wie du. Und was ich nicht verstehe: Was bedeutet es, vom anderen zu hören: "Wir haben eine Beziehung." Es kann doch dabei eigentlich ausschließlich um die Ego-Bestätigung gehen, es ist ähnlich wie "Ich habe dich lieb." Man möchte von dem anderen in Worten hören, dass man einen besonderen Status bei ihm hat. Sonst hat es keine weitere Funktion.

Da ich der Ansicht bin, das Handeln mehr als Worte zählt, sehe ich darin keinen Mehrgewinn. Ich möchte das erleben, was mir gefällt. Lieber bin ich die angeblich nicht-geachtete Affärenfrau, wenn ich dafür eine schöne gemeinsame Zeit erlebe, als den "Status" der Freundin zu haben, aber nur einmal die Woche von ihm zu hören, bspw. Wo ich in seiner Ordung eingeordnet werde, ist absolut zweitrangig, es sind seine Schubladen in seinem Kopf, nicht meine.

Was mich allerdings trotzdem interessiert: Wie ich nach außen, vor Freunden dargestellt werde. Von mir wurde als Affärenpartnerin aber schon viel positiver erzählt, als von mir als Beziehungsfreundin. Ist doch klar, dass ich mich mit der ersten Variante wohler fühlte, in der das Label eben Affäre war, von mir aber nur in den höchsten Tönen gesprochen wurde, als in einer nach außen nicht so schön dargestellten Beziehung.
 
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  • #19
Warum man gerne wissen möchte ob man in einer Beziehung ist oder ob das nur Sex ist?

Ganz einfach: der jenige der glaubt eine Beziehung zu haben, wird ganz schön verletzt wenn der andere, der meint nur eine Affäre zu haben, nebenbei noch andere Partner hat. Und dann kommt auch noch "du kannst mir keinen Vorwurf machen, ich hab doch nie gesagt das wir zusammen sind"
 
  • #20
Liebe Fs

In meinem sozialen und beruflichen Umfeld war es ("selbstverständlich") immer klar, dass, wenn man sich mit jemandem mehrfach getroffen hat und im Bett war, eine Beziehung begonnen hat.
Wir sind doch alle Erwachsene Menschen. Als solche wissen wir doch dass die Menschen verschieden sind. Wie mein gegenüber tickt kann man in Dates herausfinden, natürlich muss man vorher kommunizieren. nicht Explizit aber schon.
Und das hat sich durchs Netz in keinster Weise geändert. In meiner Jugend gabs noch kein Netz, aber Affairensucher, Fremdgänger, Sex und Liebe trennende etc.pp. gabs damals grad so. Auch da hat man einfach kommuniziert.

Es kann auch Kommunikation sein dass man am ersten oder zweiten Date Sex hat. Wer dann glaubt bereits in einer Liebesbeziehung zu sein ist schon ziemlich naiv. Wenn man sich dagegen Zeit lässt und gemeinsame Unternehmungen begonnen hat bevor man miteinander schläft kann man schon davon ausgehen eine beginnende Beziehung zu haben- die dennoch natürlich scheitern kann, nach kurzer Zeit wieder vorbei ist.

Das nennt man auch das Leben.
 
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  • #21
Das scheint mir der entscheidende Punkt zu sein: wissen beide, was sie tun, oder weiß einer, daß der andere sich etwas verspricht, was nicht passieren wird? Das nennt man dann Betrug.

Und Trickbetrüger reden sich typischerweise damit heraus, daß der Betrogene die Bedingungen eben hätte besser studieren müssen. Dieses "oder ist es neuerdings verpflichtend..." weist meiner Meinung nach klar darauf hin, daß derjenige sehr wohl wußte, welche Erwartungen der Sexpartner mit dem Sex verknüpfte, und aber wohlweislich verschwiegen hat, daß es dazu nicht kommen wird. (m)
 
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  • #22
Korrektur der FS:
Ihr habt natürlich recht, es müsste heißen "... dass, wenn man sich mit jemandem mehrfach getroffen hat und im Bett war, eine Partnerschaft (nicht wie in der Frage geschrieben "Beziehung") begonnen hat." Eine Beziehung hat man ja auch zu der Bäckereiverkäuferin um die Ecke.

Entschuldigt die falsche Bezeichnung.

w/50
 
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  • #23
In meiner Jugend "ging" man mit Jemanden.
Man hat sich kennengelernt, ist ein paarmal ausgegangen, hat sich geküsst - und normalerweise hat man dann gesagt "ich gehe mit XYZ". Je nach Alter und Moralvorstellungen hatte man dann nach einigen Wochen oder Monaten Sex und somit hat sich diese Beziehung ferfestigt, das war dann ein sogenannter "fester Freund". DAS ist es, was ich auch heute noch unter einer Beziehung verstehe. Man ist zusammen, hat Sex und hat i.d.R. auch ein unausgesprochenes Treueversprechen gegeben.
Gute alte Zeit.....
Heute scheint das aber so zu sein, dass man jemanden kennenlernt, sich küsst und möglichst gleich Sex hat, dies durchaus auch über einen Zeitraum von ein paar Wochen. Wenn man dann davon ausgeht, man hätte eine Beziehung, kann man damit alleine stehen, denn solange man nicht gefragt hat "haben wir nun eigentlich eine Beziehung", scheint es Menschen zu geben, die das eben anders sehen. Und das selbst in meinem Alter, also bei Menschen, die das aus ihrer Jugend eben auch noch anders kennen.
Früher gab es die bekannten Zettel mit der Aufschrift "möchtest du mit mir gehen? Ja - Nein - Vielleicht". Heute sollte man Zettel austeilen mit "haben wir eine Beziehung? Ja - Nein - Vielleicht.
Seltsame Welt, bin froh, dass ich schon so alt bin.

w 60
 
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  • #24
Ist wohl eine Frage der Generation.

Unter jungen Leuten ist es tendenziell eher komisch, verfrüht nach einer festen Beziehung zu fragen. Man lernt sich kennen, hat vielleicht eine Affäre und es kann mehr daraus werden, oder eben nicht, trotzdem war es dann meist ne schöne Zeit.

So kenne ich das.

(m)
 
  • #25
#10 Das ist Schönrederei, wie hier das Wort Beziehung aufgedröselt wird. Innerhalb des Rahmens einer Partnerbörse - also auch der Frage hier - gibt es da nichts zu definieren, da ist der Begriff klar.
Ausser für den, der die Aufdröselei als Schutzbehauptung nimmt, um sich einen Freibrief für Unverbindlichkeit auszustellen.

Diese Männer, die erst ein, zwei, drei, mehrere Frauen testen und sich dann die "beste" herauspicken oder über diesen Weg zufällig wirklich in eine echte Beziehung geraten finde ich unmöglich. Schlimmstenfalls wird der Sex mit demjenigen eine einmalige Sache - aber spätestens dann sollte man doch wissen, ob man was festes will oder nicht und nicht dem anderen noch irgendwas vormachen!

(Allerdings gibt es auch genügend Frauen, deren Verhalten ich ebensowenig verstehen kann: Auch viele Männer kurz nacheinander oder nebeneinander oder nur Männer, die den geldwerten Vorteil mitbringen. Das ist genauso ekelhaft.)
 
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  • #26
Ich gehe nicht gleich mit jedem ins Bett, aber wenn ich das getan habe, war ich auch sicher den Mann haben zu wollen. Man traf sich öfter und daraus ergab sich meistens etwas Längeres (paar Jahre und Ehe). Einen ONS hatte ich nie.
So, wie es teilweise heute abläuft, war es damals nicht.
Keine Ahnung, was in dieser Gesellschaft nicht mehr in Ordnung ist. Sex, Sex, Sex-bin genervt!
Ich werde weiterhin keinen Mann nur für Sex haben wollen, sondern nur auf Aussicht auf etwas Längeres.
 
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  • #27
In meiner Jugend "ging" man mit Jemanden.
Man hat sich kennengelernt, ist ein paarmal ausgegangen, hat sich geküsst - und normalerweise hat man dann gesagt "ich gehe mit XYZ". Je nach Alter und Moralvorstellungen hatte man dann nach einigen Wochen oder Monaten Sex und somit hat sich diese Beziehung ferfestigt, das war dann ein sogenannter "fester Freund". DAS ist es, was ich auch heute noch unter einer Beziehung verstehe. Man ist zusammen, hat Sex und hat i.d.R. auch ein unausgesprochenes Treueversprechen gegeben.
Ich finde das übrigens gut und auch heute noch verwendbar. Ausnahmen betätigen zwar immer mal wieder die Regel, ja man kann auch beim ersten Treffen miteinander im Bett landen und danach zusammen sein. Aber das Risiko, dass daraus keine Beziehung entsteht, ist hoch und muß einkalkuliert werden.
Für mich ist es ähnlich. Eine Beziehung entsteht in Stufen. Man trifft sich und findet sich gut. Man nähert sich vorsichtig an. Nach dem ersten Sex ist man zusammen, aber auch das ist eine Phase, in der die Annäherung abbrechen kann, wenn es z.B. in der Intimität garnicht paßt. Daß daraus eine langjährige Beziehung wird, zeigt deren Entwicklung, beider Wollen und die Zeit.
Mir ist es während des Datings ein oder zwei Mal so gegangen, daß ich Sex hatte und ich oder der Mann glaubte, man sei nun zusammen, der Mann sah das aber anders oder aber ich, je nachdem. Ich glaube, dafür gibt es keine Garantie. Man muss nur vorher sehr genau hinhören und -sehen und weder sich, noch dem anderen etwas vormachen.
 
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  • #28
Also, dass man nur weil man mal Sex hatte, gleich eine Beziehung haben muss, ist mir völlig neu. Ich kann der Behauptung, dass die jungen Leute heute offenherziger sind als wir "Alten" früher ebenfalls nicht zustimmen. Meine Studienzeit liegt jetzt über 25 Jahre zurück, damals hatte Sex überhaupt nichts Verbindliches. (M 53) Wir haben uns allerdings auch nicht über Dating-Lines kennengelernt, sondern herkömmlich bei der Vorlesung, in der Kneipe oder auf Parties.
 
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  • #29
Ich finde nicht, dass das Alter wirklich ausschlaggebend ist. Ich selbst bin 36 und habe viele jüngere Freunde um die 20, für die Verbindlichkeit und Treue und der Wunsch nach einer festen Beziehung ebenso wichtig ist wie für mich selbst auch. Vielmehr ist es doch so, dass die Charakterbildung und der Wunsch nach einer tiefen Bindung hier die ausschlaggebenden Faktoren sind.
Menschen, die wissentlich andere täuschen, indem sie vorgaukeln, dass eine Bindung gewünscht ist und die sich dementsprechend verhalten, aber dann, wenn es "ernst" wird, plötzlich nicht verantwortlich und nicht verbindlich sein wollen, sind einfach charakterschwach. Sie nutzen andere Menschen nur aus. Es wäre für sie leicht, zu sagen, dass die Partnerin nicht die Richtige ist und dass eine Beziehung gar nicht zur Debatte steht und dann weiter zu suchen, wie es richtig und vernünftig wäre. Stattdessen wird getrickst und gelogen, um zu bekommen, was man für den Moment möchte (Sex und Gesellschaft, wenn es mal gerade passt). Die Partnerin hingegen ist überrascht und geschockt, wenn dann doch keine Beziehung entsteht, obschon sie gedacht hatte, dass der Mann sich ernsthaft interessiert und es doch eigentlich schon eine Bindung gibt. Aber das ist dann ihr Problem und sie muss damit fertig werden, dass er sich nicht binden möchte und sich feige davon schleicht. Den Typ Mann interessiert nicht, ob er jemanden mit seinem Verhalten verletzt, er denkt doch immer nur an sich selbst. Es ist immer eine gehörige Portion EGOISMUS bei solchen Geschichten dabei. Und Egozentrik und Selbstsucht sind keine altersabhängigen Charakterzüge. Das Gerede über persönliche Freiheit und sexuelle Selbstbestimmung, die angeblich aufgegeben werden müssen, ist nur eine Ausrede für den Wunsch, sich alle Hintertürchen offenzuhalten und sich egoistisch ohne Ende aufzuführen. Sie sehen alles ach so locker. Im Netz gibt es besonders viele Exemplare von dieser Sorte. Sie sind ja auch immer wieder frei. Und sie sind stets bereit, im Namen der Liebe die nächste Frau unglücklich zu machen.
 
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  • #30
In den 70iger Jahren war es absolut nicht so, dass man mit jemandem eine Beziehung hatte oder klar war, dass man zusammengeht nur weil man Sex hatte. ONS und Sex beim zweiten Treffen hat es in Studentenzeiten immer gegeben. Das war die Zeit der Sorglosigkeit, der beginnenden Emanzipation der Frau, Frau konnte mit der Pille verhüten und katastrophale Geschlechtskrankheiten wie Aids waren unbekannt. Für alles andere gab es Medikamente (Antibiotika u.ä.). Die Flower Power Generation war ja nicht unbedingt für Prüderie bekannt.

Wenn ich heute sehe, dass es Mädchen gibt, die mit 20 noch Jungfrau und stolz darauf sind, bin ich ziemlich erstaunt. Aber das ist wohl als Gegenreaktion auf die totale Sexualisierung der Medien zu sehen. Wir haben damals gegen unsere reaktionären, prüden Eltern rebelliert und heute kehrt sich das Ganze offenbar um.

Die mehrfache Behauptung, es sei eine Erscheinung der Gegenwart, dass Menschen nicht gleich eine feste Beziehung wollen und andere als Sexspielzeug mißbrauchen, deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen.

Gerade die älteren Männer, die ich kennengelernt habe, fangen nach ein paar Monaten sexueller Verbindung an zu klammern und man wird sie kaum wieder los. Die Jäger und Sammler, welche die armen romantischen Frauen mißbrauchen und dann fallenlassen, sind mir noch nicht begegnet, ich bin immer wieder erschüttert, wie spießig viele ältere Männer eigentlich eingestellt sind, die sich anfangs noch als unkomplizierter, flotter Typ verkauft haben. Die überfallen einen dann plötzlichen mit einem Kerzenmeer, Liebesgesäusel und gemeinsamer Lebensplanung inklusive Versprechen sich gegenseitig später zu pflegen usw.
Offenbar lösen nur Frauen, die vehement auf einer verbindlichen Langzeitbeziehung mit großen Versprechungen bestehen, bei Männern Fluchtreflexe aus. Bei mir ist das genauso, wenn mir einer so kommt, dann spüre ich schon wie die Schlinge am Hals sich immer weiter zuzieht und ich keine Luft mehr bekomme. Der betreffende Mann wirkt auf mich dann auch schlagartig nicht mehr begehrenswert und der Fluchtimpuls wird stärker.
 
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