• #31
@Lebenslust, das stimmt, da gebe ich dir recht und natürlich muss nicht alles zu 100% passen! Das geht auch gar nicht. Aber meiner Meinung nach sollte man keine Kompromisse bei den Sachen machen, die einem wichtig sind, weil dann die Basis nicht wirklich stimmt.
Für mich ist das eine Frage der Denkweise. “Ich mache keine Kompromisse“ setzt sich fest im Kopf. Damit suchst Du die Fehler.
@MissCosmo
Dein Beitrag hat mich ehrlich gesagt etwas entmutigt. Ist es denn wirklich so, dass ab 30 alle guten Männer vergeben sind oder nichts Festes wollen?
Ich setze mal aus Sicht dieser Männer entgegen, dass sowieso alle Frauen ü30 vergeben oder unattraktiv sind. Würdest Du das glauben? Ich nicht.
Das Problem dabei ist, dass die meisten Kompromisse einseitige Kompromisse sind, was letztendlich nicht wirklich hilft!
Warum? Ich mache leichte Abstriche beim Aussehen, meine Frau bei der Intelligenz. Oder Sie bei meinem Vermögen, ich bei ihrem Familienstand. Sie ist jetzt immerhin schon 36, Ich habe Pflegestufe 0. Das ist doch eine Frage, in welchem Ausmaß man Kompromisse eingeht.
Wer sich selbst für einen Hauptgewinn hält, macht es natürlich nicht unter einem Nobelpreis. Soll ich jetzt ernsthaft meine Partnerin austauschen, weil sich die ersten Fältchen zeigen? Das ist doch schlicht der Optimierungswahn.
 
  • #32
Das ist leider ab ü30 so: Die besten Männer sind vergeben und die guten, die noch frei sind, die wollen nicht und sind eben deshalb frei weil sie nichts Festes wollen.

Da hilft nur eins: Über verschiedene Kanäle weitersuchen. Zb online über Partnerbörsen, dating Apps, Sportvereine, bouldern, Ehrenamt, Chor und regelmäßig Dates abmachen. Und hol dir professionelle Hilfe betreffs deiner Vergangenheit. Wenn du psychisch stabil bist, wirkst du wesentlich attraktiver.

Ab 30 ist es für Frauen schwierig, die besten Männer sind weg und viele Männer um die 30 bevorzugen eine jüngere Frau Mitte 20. Sei offen, selbstbewusst, mach dich schick und vor allem: kompromissbereit.

Mein Tipp: Gibt auch mal einem Mann eine Chance, der optisch nicht dein Traummann ist. Der Charakter ist für eine feste Beziehung viel wichtiger. Könntest du denn bei der Attraktivität Abstriche machen? Wie weit bist du bereit, Auto zu fahren? Was ist deine Altersspanne? Der Messias wird leider nicht kommen. LG w31
Und warum sollte es dann da einen Unterschied zwischen Männern und Frauen gebe?

Dann wären auch die besten Frauen ab 30 vergeben.

Und was soll Beste heißen? In Bezug auf Aussehen, Einkommen etc. Es kommt doch auf die charakterliche Passung an. Wie soll es da ein Beste geben. Scheint mir eher unreflektiert von dir zu sein.
 
  • #33
Ist es denn wirklich so, dass ab 30 alle guten Männer vergeben sind oder nichts Festes wollen?
Nein, das wollte ich damit nicht sagen. Es gibt in jedem Alter irgendwo gute Singelmänner. Aber meine Erfahrung aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis zeigt eben, dass es ab 30 zunehmend schwieriger wird, weil immer mehr sich festlegen und Familie gründen. Damit gibt es zunehmend weniger Auswahl.

Du bist 37 und wünschst dir einen Partner im ähnlichen Alter. Die meisten Männer zwischen 35 und 40 sind mit der Familiengründung beschäftigt. Und die, die frei sind, haben eben meist eine Macke oder Altlasten oder suchen zur Familiengründung eine jüngere Partnerin. Würdest du auch einem geschiedenen Mann mit kleinen Kindern in Betracht ziehen? Willst du selbst noch Kinder?

Du wohnst nun eher ländlich. Singlemänner ü35 leben tendenziell mehr in den Großstädten oder in der Nähe einer Großstadt. Gibt es eine Großstadt, die für dich gut und zügig zu erreichen ist? Dann könntest du zumindest online dort mal schauen?
Würdest du eine Beziehung mit einem Mann eingehen, den du nicht attraktiv findest und der dich nicht anzieht?
Nein, natürlich nicht. Aber es gibt ja auch die sogenannten Normalos. Die sind weder unattraktiv noch extrem attraktiv, sondern unauffällig normal. Aber viele davon haben schon auch was Attraktives an sich. Wenn der Mann mich optisch anspricht, der Charakter und die Wellenlänge passen, warum dann nicht versuchen? Aber klar, er sollte dir gefallen. Aber 80% Gefallen reicht doch auch, warum muss es immer 100% sein?

Bist du in Vereinen oder Sportclubs usw wo auch Männer sind?

In meinem Bekanntenkreis ist es so, dass Frauen Mitte 20 im Studium eigentlich nie Probleme hatten, jemanden zu finden. Man war ständig unterwegs, hat viele neue Leute kennengelernt und war von vielen Singels umgeben. Mit Anfang/Mitte/Ende 30 ist es dagegen viel schwieriger. Man ist fest im Job und lernt nicht ständig neue Leute kennen, man geht nicht mehr so auf Partys und die meisten Freunde sind vergeben und planen weiter. Das macht es schwieriger. Daher empfehle ich dir ganz klar online dating und nach Corona ein paar Kurse oder Vereine, wo auch Männer sind: Bouldern, segeln, Mountainbiken, Chor, Salsa, Craftbeer usw. LG w31
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #34
Na, so hoch schätze ich es BEI WEITEM NICHT ein, den richtigen finden zu können! Vielleicht einer von 1.000, würde ich sagen.

Meine ganz pragmatischen Tipps an Dich, liebe, FS:

1. Suche mal Deinen Traum-Mann im realen Leben. Ja, ich weiß, es ist Lock down, Corona wütet, ja, und dennoch: Auch beim Spazieren-Gehen, Eis-irgendwo-an-der-Ecke-Essen, etc. kann man den Richtigen finden! Online-Dating hat harte Gesetze.
2. Werde nicht ZU perfektionistisch! Das zeigst Du ja auch in vielen anderen Dingen, dass Dir etwas/ andere Menschen nicht gut (genug) sind, z.B. dass Dir KEIN einziger Therapeut bis jetzt wirklich helfen konnte...?!?! Hier wirst Du wohl einige Stufen von Deinem Idealismus runterkommen müssen, um glücklich zu werden. Denn: Man kann auch eine Beziehung zu einem Mann, den man attraktiv findet, beeinflussen! Man kann viel in die Richtung gestalten, die einen selbst glücklich macht. Vieles ist ein Prozess.
 
  • #35
Na, so hoch schätze ich es BEI WEITEM NICHT ein, den richtigen finden zu können! Vielleicht einer von 1.000, würde ich sagen.
Wenn man hohe Ansprüche an sich selber hat und so auch richtigerweise, diese bei anderen auch anlegt, so reicht im Verhältnis Einer von 1000 gewiss nicht! Diese Leute die schnell fündig werden, haben eben bei sich selbst nicht diese hohen Ansprüche, sind vielleicht primär froh, nicht mehr alleine zu sein etc., und deswegen setzen sie diese hohen Ansprüche auch nicht bei anderen ein, da sie diese nicht haben, um fündig zu werden und finden quasi an jeder Straßenecke einen Partner, so einfach ist das! Ich gehörte nie zu diesen Spezies, da blieb ich lieber glücklich und zufrieden mit mir als Single, das würde ich jederzeit wieder tun!
Meine ganz pragmatischen Tipps an Dich, liebe, FS:
1. Suche mal Deinen Traum-Mann im realen Leben. Ja, ich weiß, es ist Lock down, Corona wütet, ja, und dennoch: Auch beim Spazieren-Gehen, Eis-irgendwo-an-der-Ecke-Essen, etc. kann man den Richtigen finden! Online-Dating hat harte Gesetze.
Bei diesem Verhältnis 1:???????, ist es doch eher unwahrscheinlich, im real Leben einen passenden Partner zu finden, es ist genau andersrum und weitaus erfolgreicher beim Online Dating den passenden Partner zu finden, nein ich sehe keine harten Gesetze beim Online Dating, sie sind klarer und wahrer, man muss eben nur genau wissen, was man möchte, was man nicht mehr möchte, man muss auch gut und gerne nein sagen können, es kommt einzig alleine immer und ausschließlich darauf an, wie im ganzen Leben, auf die Geisteshaltung und auf die Einstellung! Punkt!
2. Werde nicht ZU perfektionistisch! Das zeigst Du ja auch in vielen anderen Dingen, dass Dir etwas/ andere Menschen nicht gut (genug) sind, z.B. dass Dir KEIN einziger Therapeut bis jetzt wirklich helfen konnte...?!?! Hier wirst Du wohl einige Stufen von Deinem Idealismus runterkommen müssen, um glücklich zu werden. Denn: Man kann auch eine Beziehung zu einem Mann, den man attraktiv findet, beeinflussen! Man kann viel in die Richtung gestalten, die einen selbst glücklich macht. Vieles ist ein Prozess.
Solange mir etwas nicht gut genug ist, mache ich es nicht und es ist eben allgemein bei Menschen so, auch bei Therapeuten, dass es eher nicht passt, dann kann man auch nicht glücklich sein, Stufen zurückgehen, geht gar nicht, klares NEIN!
 
  • #36
Mittlerweile bin ich zwar schon etwas besser darin, Nein zu sagen, aber ich bin noch lange nicht dort, wo ich sein möchte
Das könnte vielleicht ein wesentlicher Punkt sein. Wer weiß, dass er nicht "nein" sagen kann und mitunter von anderen vereinnahmt wird, der muss sich ja irgendwie schützen davor, dass ihm Leute "zu nah" kommen. Denn wem man emotional auch noch sehr nahe ist, dem kann man ja am schlechtesten Grenzen setzen, da man Angst haben wird, dann nicht mehr geliebt zu werden. Also "erfindet" die Seele einen Schutzmechanismus, der heißt "keiner gut genug". Man meint, der, für den man sich seelisch auflöst, muss SO passend sein, dass man das auch mit gutem Gefühl tun kann, und das bewirkt, dass man so lange sucht nach einem Makel, dass man erleichtert feststellt: Der ist es auch nicht.
Ich weiß nicht, ob das bei Dir so abgeht, musst Du mal abklopfen, wenn diese Aussage Dich irgendwie berührt hat (entweder als sofortiger Protest oder als sofortige Zustimmung.)

Dann musst Du sehen, dass Du auch für einen anderen keineswegs perfekt sein wirst. Du brauchst auch Toleranz, damit Dich einer als Partnerin wählt.

Was ich auch wichtig finde, ist: Lass Dich von nichts drängen. Wenn sich das wirklich so anfühlt, als könntest Du aus dem Grund, nicht "nein" sagen zu können, niemanden an Dich ranlassen, und das erscheint Dir so, als sei keiner "gut genug", dann ist es eben auch keiner. Dann ist die Einstellung "allein bin ich glücklicher" auf jeden Fall richtig. Allerdings hast Du nun diesen Thread eröffnet, dh. so richtig froh bist Du ja nicht mit dem "Alleinsein".

Denk doch mal dran, wie oft Du von anderen ein "nein" gehört hast oder wieviele Leute Du als gute Bekannte/Freunde bezeichnen würdest, die Dir nicht helfen würden, wenn Du sie mal so brauchst, wie sie Dich brauchen oder schon gebraucht haben. Für die ist das ganz normal, Dir "nein" zu sagen. Und Du findest sie nicht blöd oder gemein.
Und noch was: Verzichte doch einfach darauf, von irgendwem gemocht zu werden. Was macht das schon, wenn Du "nein" sagst, und sie Dich daraufhin blöd finden? Beim Partner geht das nicht, und gerade da wird man mit zu dienstfertigem Verhalten bewirken, dass der dadurch auch getäuscht wird und denkt, Du machst das gern oder Du wärst wirklich so, wie Du aus Nicht-nein-sagen-Können suggerierst und ihm damit als total passende Partnerin erscheinst.
 
  • #37
Dein Beitrag hat mich ehrlich gesagt etwas entmutigt. Ist es denn wirklich so, dass ab 30 alle guten Männer vergeben sind oder nichts Festes wollen?
Ach was . Mit 30 war ich zwar auch gerade vergeben aber mit 31 schon wieder verfügbar.

Aber:
Vielleicht hat @MissCosmo ja doch recht, denn ich wollte immer eine attraktive, gerne auch sexy, Frau an meiner Seite.
Für eine Langzeitbeziehung?
Ja vielleicht, warum nicht.
Oder doch lieber für eine Kurzzeitbeziehung ?
Ja vielleicht, warum nicht.
War mir erstmal egal.
Ich wollte einfach eine weibliche attraktive Frau, wozu auch immer. Bestimmt nicht, um hier nun schon wissen, mit einer solchen Person meine ganzes weiteres Leben zu verbringen....

Ich meine, viele Männer denken so wie ich damals.

Bei @MissCosmo bedeutet dies eben, nicht zu wissen was man will. Offensichtlichlich für eine Frau wie @MissCosmo das Schlimmste, was es geben kann.
Sie zieht gar nicht erst in Erwägung, dass man als Mann da keine konkreten Vorstellungen bezügllich einer konkerten Beziehungsführung hat..

Und dann hätte sie ja auch in meinem Falle eben doch recht gehabt, und so gesehen gäbe es halt dann tatsächlich kaum passende Männer auf dem Markt weil die einen ja vergeben sind und die anderen sind also etwas "doof" bzw. unattraktiv.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
Ich danke euch herzlich für die weiteren Antworten!

Du kannst aber verhindern, dass sie Dich auch jetzt noch behindert in Deinen Möglichkeiten. Schau also nach vorn statt zurück.
@Vikky, ja das ist ein wichtiger Rat, danke und ich habe inzwischen auch größtenteils meinen Frieden damit gefunden und kann akzeptieren, dass meine Vergangenheit anders verlaufen ist, als es ideal gewesen wäre. Es war eben mein Weg, den ich mir nicht ausgesucht habe und der aber auch zu viel Selbsterkenntnis geführt hat.

Du darfst ja nicht vergessen, dass Deine Angststörung auch heute noch nachwirkt und sei es nur insoweit, dass Dir viele Jahre soziales Lernen fehlen.
Es ist sicher so, dass meine Angststörung noch nachwirkt, sie ist ja auch nicht vollkommen verschwunden, aber was das soziale Lernen betrifft habe ich vor allem in den letzten Jahren glaube ich einiges nachholen können und ich war ja während dieser Zeit auch nicht vollkommen isoliert und völlig frei von Erfahrungen. Nur Beziehungserfahrung konnte ich nicht sammeln.

Ich finde, Du hast alle Knackpunkte erkannt auf die es ankommt, um nicht in unbefriedigenden Beziehungen seine Lebenszeit zu vertun.
Mit der Einstellung wirst Du irgendwann fündig, weil Du Dich nicht verzettelst und in irgendwelchen halbgaren Geschichten Deine Energie verplemperst, grad nicht frei bist, wenn der Richtige um die Ecke biegt.
Waidmannheil.
Danke, das macht mir Mut!:)


Das glaube ich nicht, die Unerfahrenheit, die Blauäugigkeit hat es vor 15 Jahren leichter gemacht, aber nicht dass die Passung besser gestimmt hätte, die hätte auch vor 15 Jahren nicht besser gepasst!
Ich hätte damals auf jeden Fall andere Partner gewählt als heute, die jetzt gar nicht mehr zu mir passen würden. Aber vielleicht hätten wir uns gemeinsam weiterentwickelt, oder aber in verschiedene Richtungen. Ich glaube aber auch, dass man, wenn man älter ist, vieles anders bewertet als in jüngeren Jahren, was einerseits ein Vorteil, andererseits aber auch ein Nachteil sein kann, je nach Sichtweise.
 
  • #39
Für mich ist das eine Frage der Denkweise. “Ich mache keine Kompromisse“ setzt sich fest im Kopf. Damit suchst Du die Fehler.
Nein, so eng sehe ich das eh nicht. Kompromisse müssen natürlich gemacht werden, aber m.M.n. eben nicht in Bereichen, bei denen man weiß, dass man mit gewissen Dingen einfach nicht zurecht kommt, weil man das schon mehrmals so erfahren hat.

Und was soll Beste heißen? In Bezug auf Aussehen, Einkommen etc. Es kommt doch auf die charakterliche Passung an. Wie soll es da ein Beste geben.
Danke @Dingsbums, das sehe ich auch so. Geschmäcker sind ja auch total unterschiedlich und das, was für einen das Beste ist, kann der andere total uninteressant finden. Insofern lässt sich das gar nicht objektiv bewerten, außer man geht danach, ob jemand eine feste Beziehung eingehen möchte und evtl. auch gern eine Familie gründen möchte (und man möchte das ebenso) oder ob jemand lieber nur etwas Lockeres will und sich daher nicht festlegen möchte. Da findet man aber glaube ich beide Varianten in allen Altersgruppen, zumindest habe ich es so erfahren, wobei natürlich in den 30ern sehr viele Menschen mit der Familiengründung beschäftigt sind.
 
  • #40
Und die, die frei sind, haben eben meist eine Macke oder Altlasten oder suchen zur Familiengründung eine jüngere Partnerin. Würdest du auch einem geschiedenen Mann mit kleinen Kindern in Betracht ziehen? Willst du selbst noch Kinder?
Aber das trifft doch sicher nicht auf alle zu? Na klar ist es schwieriger als Anfang 20, wo nur wenige an Familiengründung denken, aber ich denke, dass es doch sicher einigen Männern ähnlich geht, dass sie die Richtige noch nicht gefunden haben... Nicht jeder Single in den 30ern hat eine Macke (und ebenso sind nicht alle vergebenen Männer frei davon). Und mit "Altlasten" könnte ich leben. Für mich ist z.B. ein geschiedener Mann mit Kindern kein NoGo (außer der Mann hat emotional noch nicht mit seiner Exfrau abgeschlossen). In meinem Alter hatten eben schon viele Männer Beziehungen, aus denen Kindern hervorgegangen sind. Natürlich wäre ein Mann ohne Kinder noch besser, weil es dann unkomplizierter wäre bzw. wir dann auf der gleichen Stufe starten würden, aber dieser Anspruch wären für mich zu hoch gegriffen, da würde sich die Auswahl noch weiter verringern.
Ich habe zum Glück keinen dringenden Kinderwunsch und kann mir sowohl ein Leben mit als auch ohne Kinder vorstellen. Mir geht es wesentlich besser, seit ich den Kinderwunsch innerlich verabschiedet habe und mir mit einer evtl. Familiengründung keinen Druck mehr mache. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass ich unbedingt Mutter werden muss, auch wenn ich Kinder sehr gerne habe und auch beruflich mit ihnen arbeite.

Aber es gibt ja auch die sogenannten Normalos. Die sind weder unattraktiv noch extrem attraktiv, sondern unauffällig normal. Aber viele davon haben schon auch was Attraktives an sich. Wenn der Mann mich optisch anspricht, der Charakter und die Wellenlänge passen, warum dann nicht versuchen? Aber klar, er sollte dir gefallen. Aber 80% Gefallen reicht doch auch, warum muss es immer 100% sein?
Ich habe ja nie geschrieben, dass "Normalos" für mich nicht infrage kommen. Außerdem, was sind "Normalos"? Für mich könnte jemand, der so bezeichnet wird, das Gegenteil von einem Normalo sein. Wichtig ist mir, dass ich den Mann attraktiv und sexuell anziehend finde. Das hängt nicht nur von der Optik, sondern v.a. sehr stark von der Ausstrahlung ab, wie der Mann für mich riecht (wenn hier die Chemie nicht passt, dann ist er auch nicht attraktiv für mich, unabhängig vom Äußeren. Daran ist es tatsächlich schon einige Male gescheitert). Auch wie er sich bewegt, wie er redet, wie er andere Menschen behandelt...Da gibt es so vieles, was da mit hineinspielt. Und da verlasse ich mich auch auf meinen Körper und was für Signale er mir sendet. Auf dieser Ebene passiert das meiste eh unbewusst und man kann das gar nicht steuern.
 
  • #41
Werde nicht ZU perfektionistisch! Das zeigst Du ja auch in vielen anderen Dingen, dass Dir etwas/ andere Menschen nicht gut (genug) sind, z.B. dass Dir KEIN einziger Therapeut bis jetzt wirklich helfen konnte...?!?! Hier wirst Du wohl einige Stufen von Deinem Idealismus runterkommen müssen, um glücklich zu werden.
Danke für deine Tipps, @yellow bee
Ich hoffe, dass ich nicht zu perfektionistisch bin...Darüber habe ich schon öfters nachgedacht und bin mir nicht sicher, ob das bei mir der Fall ist. Ich selbst fühle mich öfters mal nicht gut genug. Vielleicht übertrage ich das dann auch auf andere Menschen. Das fände ich schlimm. Bei den Therapeuten war es so, dass ich mich bei keinem richtig wohl und gut aufgehoben gefühlt hab und immer das Gefühl hatte, dass die Chemie nicht ganz passt und ich mich nicht richtig öffnen kann. Wobei ich mich korrigieren muss. Es gab einen Therapeuten, der die Fähigkeit hatte, Fragen zu stellen, bei denen ich jedes Mal in Tränen ausgebrochen bin, weil sie mich so berührt haben. Damals war ich aber in einer Krise und sehr labil und das hat mich vollkommen überfordert und destabilisiert. Ich musste die Therapie dann abbrechen, weil der Therapeut darauf zu wenig Rücksicht nahm, obwohl ich es angesprochen hatte. Und sicher hat mir jeder dieser Therapeuten ein bisschen geholfen und ich hab etwas gelernt, aber es war eben nie so, dass ich das Gefühl von vollkommenem Vertrauen hatte. Natürlich lag das an mir. Aber man muss einfach Glück haben, den Therapeuten zu finden, dem man so sehr vertraut, dass man sich auf den Prozess voll und ganz einlassen kann. Das geht einfach nicht bei jedem. Es muss passen (da gibt es sogar Studien dazu, dass der Erfolg einer Therapie maßgeblich vom Verhältnis zwischen Klient und Therapeut abhängt). Genauso wie auch in der Liebe. Das hat meiner Meinung nach auch nichts mit Perfektionismus zu tun.
Aber du hast wohl recht damit, dass ich aufpassen muss, keinem Ideal nachzurennen...
 
  • #42
Bei diesem Verhältnis 1:???????, ist es doch eher unwahrscheinlich, im real Leben einen passenden Partner zu finden, es ist genau andersrum und weitaus erfolgreicher beim Online Dating den passenden Partner zu finden, nein ich sehe keine harten Gesetze beim Online Dating, sie sind klarer und wahrer, man muss eben nur genau wissen, was man möchte, was man nicht mehr möchte, man muss auch gut und gerne nein sagen können, es kommt einzig alleine immer und ausschließlich darauf an, wie im ganzen Leben, auf die Geisteshaltung und auf die Einstellung! Punkt!
Ich glaube, dass man überall die Augen offen halten sollte, glaube aber auch, dass die Onlinesuche größere Chancen birgt, weil man da erstens einmal Menschen begegnet, denen man sonst nicht begegnet wäre (was gut oder schlecht sein kann;-)) und man schon vorher (in den meisten Fällen) weiß, wie die Person tickt, ob sie Single ist, ob es Gemeinsamkeiten und ähnliche Werte gibt usw. Das Kennenlernen im realen Leben ist dagegen oft natürlicher bzw. entspannter, weil man einen Menschen einfach so nebenbei kennenlernt, gleich spürt, ob eine Anziehung da ist und man den anderen näher kennenlernen möchte und es glaube ich auch etwas weniger Erwartungen am Anfang gibt.

Und es ist sicher so, wie du geschrieben hast, dass je höher die Ansprüche sind, desto schwieriger und seltener findet man einen Menschen, der wirklich passt.
 
  • #43
Das könnte vielleicht ein wesentlicher Punkt sein. Wer weiß, dass er nicht "nein" sagen kann und mitunter von anderen vereinnahmt wird, der muss sich ja irgendwie schützen davor, dass ihm Leute "zu nah" kommen. Denn wem man emotional auch noch sehr nahe ist, dem kann man ja am schlechtesten Grenzen setzen, da man Angst haben wird, dann nicht mehr geliebt zu werden. Also "erfindet" die Seele einen Schutzmechanismus, der heißt "keiner gut genug".
Vielen Dank für deinen Gedankenanstoß, @void!
Das, was du angesprochen hast, ist tatsächlich meine Hauptsorge bei dem Ganzen, über die ich schon oft nachgedacht hab und immer wieder vergangene Situationen und Beziehungsversuche darauf hin untersucht hab...ohne klares Ergebnis. Aber ich frage mich, ob man sich selbst innerlich tatsächlich so sehr sabotieren kann bzw. dieser Schutzmechanismus so stark sein kann, dass man jemanden, der eigentlich super passen würde, dann körperlich nicht anziehend findet und auch nicht riechen kann? Kann diese Angst den Körper tatsächlich so sehr täuschen und blockieren? Kann man sich tatsächlich einreden, den anderen nicht attraktiv zu finden, indem man Fehler sucht? Die Dinge, die mich an den jeweiligen Männern störten, waren für mich keine Kleinigkeiten. Es war hauptsächlich die fehlende sexuelle Anziehung oder auch bestimmte Verhaltensweisen mir gegenüber oder eine fehlende gute Gesprächsbasis, die eine Beziehung unmöglich machten. Kann man sich sowas tatsächlich einreden, weil man unbewusst Angst vor eine Beziehung mit all ihren "Gefahren" hat? Das beschäftigt mich grad sehr...

Man meint, der, für den man sich seelisch auflöst, muss SO passend sein, dass man das auch mit gutem Gefühl tun kann, und das bewirkt, dass man so lange sucht nach einem Makel, dass man erleichtert feststellt: Der ist es auch nicht.
Erleichtert, dass es derjenige doch nicht ist, war ich tatsächlich schon oft. Aber meistens war dann schon mein erstes Gefühl nicht so toll, aber ich hatte mir dann eingeredet, dass der Mann ein passender Partner sein könnte, weil wir uns so gut verstanden, es so viele Gemeinsamkeiten gab usw. Meistens hat eben die sexuelle Anziehung gefehlt oder bei einem Mann, bei dem das vorhanden war, war es so, dass ich das Gefühl hatte, dass er sich nicht für mich als Mensch interessiert (er stellte mir nie Fragen, interessierte sich nicht für meine Hobbys, redete meistens nur über sich selbst...). Es gab immer triftige Gründe, das waren nie Kleinigkeiten, über die man eigentlich hätte hinwegsehen können...Trotzdem dachte ich damals lange über diese Theorie, die du angesprochen hast und die ich damals selbst in ähnlicher Form aufgestellt hatte, nach. Aber ich hätte nicht über diese Dinge, die nicht gepasst haben hinwegsehen können, weil sie für mich elementar wichtig in einer Beziehung sind.
 
  • #44
Liebe Melodie,

ich bin 32 Jahre alt und kann mich mit deiner Geschichte identifizieren. Es ist bei mir ganz ähnlich. Auch ich bin mit großen Unsicherheiten behaftet und war nie in einer richtigen Beziehung. Ich konnte lange nicht einschätzen welche Wirkung ich auf Männer habe bzw. ob ich gut genug bin.

Und ebenfalls ist es bei mir leider auch so, dass ich entweder jmd wirklich nett finde und ganz gut und mir das dann aber nicht für eine Beziehung reicht oder ich jmd unfassbar begehre und alles ist sehr leidenschaftlich aber er will nur was lockeres und er ist sehr schwer zu knacken.

Ich habe dann mal tatsächlich versucht, mich auf einen Mann einzulassen, den ich lediglich nett und ganz gut fand und der eine Beziehung mit mir wollte. Ich war sehr, sehr unglücklich in dieser Zeit und es hat mich sogar belastet. Mit anderen Worten, ich bin definitv lieber alleine als mit einem semi guten Mann zusammen. Andererseits muss man für sich überlegen woran es letztendlich hakt...
 
  • #45
Dann musst Du sehen, dass Du auch für einen anderen keineswegs perfekt sein wirst. Du brauchst auch Toleranz, damit Dich einer als Partnerin wählt.
Das ist mir natürlich klar! Ich bin aber der Meinung, dass wenn es grundsätzlich zwischen zwei Menschen passt, wenn die Basis stimmt, man sehr viel tolerieren kann, was einen bei unpassenden Menschen stören würde. Wenn das allgemeine Gefühl passt, dann kann man auch mit vielen Dingen, die jetzt nicht dem Ideal entsprechen, leben. Ich hab das z.B. bei einem Mann erlebt, der einen ziemlich großen Bauch hatte, was ich normalerweise bei Männern eher unattraktiv finde. Ich fand ihn aber insgesamt so toll, fand seine Ausstrahlung und seine Persönlichkeit so anziehend, dass mich das überhaupt nicht gestört hat (leider wohnte er in einem anderen Land). Ebenso ist es bei bestimmten Verhaltensweisen oder Lebensumständen (außer natürlich bei Sachen die Gewalt u.ä. einschließen oder Sachen, die die eigene Lebensqualität stark einschränken).

Und noch was: Verzichte doch einfach darauf, von irgendwem gemocht zu werden. Was macht das schon, wenn Du "nein" sagst, und sie Dich daraufhin blöd finden? Beim Partner geht das nicht, und gerade da wird man mit zu dienstfertigem Verhalten bewirken, dass der dadurch auch getäuscht wird und denkt, Du machst das gern oder Du wärst wirklich so, wie Du aus Nicht-nein-sagen-Können suggerierst und ihm damit als total passende Partnerin erscheinst.

Das ist ein wichtiger Hinweis und ein guter Rat, danke! Da gebe ich dir vollkommen recht. Man muss authentisch bleiben, zu sich selbst stehen und Grenzen setzen, wenn man sowohl in einer Beziehung, als auch allgemein im Leben, glücklich und gesund sein will.
 
  • #46
Liebe @Lea25 , es tut mir sehr leid, dass es dir ebenso geht wie mir und es ist interessant, dass wir da ähnliche Unsicherheiten haben. Vielleicht liegt es ja tatsächlich an dieser Unsicherheit? Meine jüngste Schwester hat ja dasselbe Problem und bei ihr ist es auch so, dass sie oft daran zweifelt, ob sie für einen Mann, den sie toll findet, gut genug ist und auch immer wieder Männer anzieht, die nur was Lockeres möchten. Bei meiner anderen Schwester ist das Gegenteil der Fall und sie hat schon früh ihren jetzigen Mann kennengelernt und bei ihr ist es so, dass sie immer total zufrieden mit sich selbst war, immer viel Bestätigung von außen bekommen hat und daher auch nie an sich selbst gezweifelt hat. Ich glaube, dass hier irgendwo ein Haken liegen könnte. Was da die genauen Mechanismen sind und wie man das Ganze verändern kann, damit auch andere Erfahrungen möglich sind, habe ich aber noch nicht herausgefunden. Vielleicht ist es aber auch einfacher und wir sind einfach noch nicht dem Richtigen begegnet, weil wir eben nach dem Gesamtpaket suchen. Es gibt tatsächlich nicht an jeder Ecke den passenden Mann. Vor allem dann nicht, wenn man etwas anders tickt, als der Mainstream.

Ich habe dann mal tatsächlich versucht, mich auf einen Mann einzulassen, den ich lediglich nett und ganz gut fand und der eine Beziehung mit mir wollte. Ich war sehr, sehr unglücklich in dieser Zeit und es hat mich sogar belastet. Mit anderen Worten, ich bin definitv lieber alleine als mit einem semi guten Mann zusammen.
Ich hab das Gleiche erlebt, als ich mich mit zwei Männern eingelassen habe, die ich zwar nett fand, aber nicht wirklich anziehend. Das war nicht schön, sowohl für mich nicht, als auch für den Mann nicht, der sich verliebt hatte und den ich dadurch verletzt habe. Letztendlich ist es so, dass wir uns selbst zu nichts zwingen können und es auch nicht sollten, das unser Verstand zwar vernünftig findet, wo aber der Körper/Bauch und das Herz Nein sagen. Es muss eben auf allen Ebenen, also Herz, Bauch, Körper und Kopf grünes Licht geben, meiner Meinung nach. Und ich bin auch überzeugt davon, dass es besser ist, allein zu bleiben, als stattdessen in einer Beziehung mit lauwarmen Gefühlen zu sein und sich dabei unglücklich und unerfüllt zu fühlen und dann auch nicht mehr frei dafür zu sein, möglicherweise doch noch dem Richtigen zu begegnen.
Ich glaube, dass es für uns unabhängig von der Partnersuche wichtig ist, mit uns selbst ins Reine zu kommen, uns selbst lieben zu lernen und Selbstvertrauen zu entwickeln und die Dinge zu machen, die uns guttun und glücklich machen. Und das eigene Glück nicht von einem Mann abhängig zu machen. Leichter gesagt, als getan, ich weiß...Aber das ist das Einzige, worauf wir wirklich Einfluss haben und das erleichtert glaube ich die ganze Angelegenheit sehr und man findet seinen inneren Frieden wieder.
 
  • #47
Aber ich frage mich, ob man sich selbst innerlich tatsächlich so sehr sabotieren kann bzw. dieser Schutzmechanismus so stark sein kann, dass man jemanden, der eigentlich super passen würde, dann körperlich nicht anziehend findet und auch nicht riechen kann?
Das glaube ich eigentlich nicht. Ich denke auch, dass wenn Du Männer findest, mit denen Du Sex haben willst und die Dich auch wollen (! Ansonsten könnte es "der Unerreichbare" sein, der eben dadurch, dass er Dich nicht will, Dir nicht gefährlich wird), hier nichts blockiert ist. Der eine Mann hatte ja keinen intellektuellen Draht zu Dir bzw. war unsozial. Wenn das nicht gewesen wäre, klingt das ja so, als sei er DEIN Partner gewesen.

Kann man sich sowas tatsächlich einreden, weil man unbewusst Angst vor eine Beziehung mit all ihren "Gefahren" hat?
Das, was Du aufzählst, halte ich für normale und gesunde Ausschlusskriterien. Ohne sexuelle Anziehung - was sollte das, wenn Du und auch der Mann jetzt keine sexlose Beziehung wollen. Und mit einem, der Dein Leben insgesamt nur anstrengender und frustrierender macht, wäre das auch unsinnig, eine Beziehung einzugehen.

Die Frage könnte man aber noch tiefer betrachten. Wovon hängt die sexuelle Anziehung wirklich von Geruch usw. ab oder doch vom Aussehen.
Dass Du zu viel willst beim gegenseitigen Verstehen, glaube ich nicht. Ein Partner sollte sich auch für Dich interessieren. Manche Frauen wollen ja hier Widersprüchliches in EINEM Mann (den Karrieremann, der aber für SIE seine Karriere auf einmal nicht mehr an erster Stelle sieht, sondern die Beziehung).

Also ist Dir einfach noch nicht der richtige Mann begegnet oder Du guckst die, die AUCH reizvoll für Dich wären, nicht so richtig an, weil sie Dir zu klein sind vielleicht oder nicht "männlich genug" aussehen? Musst Du mal rausfinden.
Ich bin aber der Meinung, dass wenn es grundsätzlich zwischen zwei Menschen passt, wenn die Basis stimmt, man sehr viel tolerieren kann, was einen bei unpassenden Menschen stören würde.
Würde ich auch so sehen. Zumindest denkt man, dass es sich lohnt, sich nicht gleich wieder zurückzuziehen, sondern sich Mühe gibt zum Kompromissefinden und den Stress aushalten, wenn man sagt, was einen stört. "Fertig" wirst Du den Mann vielleicht nicht finden. Daher mal gefragt: Hast Du dem Mann, den Du sexy fandst, die Chance gegeben, sich für Dich zu ändern? Also hast Du es ihm gesagt?
 
  • #48
Das glaube ich eigentlich nicht. Ich denke auch, dass wenn Du Männer findest, mit denen Du Sex haben willst und die Dich auch wollen (! Ansonsten könnte es "der Unerreichbare" sein, der eben dadurch, dass er Dich nicht will, Dir nicht gefährlich wird), hier nichts blockiert ist.
Naja, das ist schon ein Thema, das mir immer wieder mal begegnet ist. Vor allem in jüngeren Jahren war ich immer wieder mal in unerreichbare Männer verknallt, die sich entweder nicht für mich interessiert haben oder vergeben waren oder zu weit weg gewohnt haben (wobei das nicht viele waren). Bei mir war es auch nicht so wie bei Lea oder meiner kleinen Schwester, dass ich mit Männern zusammen war, die ich total toll fand und mit denen ich gern eine Beziehung gehabt hätte, es aber dann nur daran gescheitert ist, dass sie nichts Festes wollten. Bei mir haben dann bei diesen Männern auch andere Sachen nicht gepasst, was auch von meiner Seite aus eine Beziehung unmöglich gemacht hätte, weil diese Männer nicht zu mir gepasst hätten, weil z.B. die gleiche Wellenlänge gefehlt hat oder es andere NoGos gab. Nicht einmal das habe ich leider bis jetzt erlebt, dass ich zumindest Sex mit einem Mann hatte, den ich rundum richtig toll fand und mit dem ich mir eine Beziehung hätte vorstellen können. Das spricht dann wieder für deine Theorie, fürchte ich...

Die Frage könnte man aber noch tiefer betrachten. Wovon hängt die sexuelle Anziehung wirklich von Geruch usw. ab oder doch vom Aussehen.
Das war unterschiedlich, manchmal fand ich beides nicht so gut, in zwei Fällen war tatsächlich nur der Geruch schuld, da ich die Männer sowohl rein optisch, als auch von der Ausstrahlung her attraktiv und anziehend fand, der Körpergeruch aber so seltsam war, dass ich mir keinen Sex hätte vorstellen können. In beiden Fällen kam es beim Date auch zum Kuss (von den Männern initiiert), was sich megafalsch und unangenehm anfühlte und wo ich dann abbrechen musste. Da hat dann wirklich die Körperchemie nicht gestimmt. Wobei mich immer wundert, wieso das Männer nicht genauso wahrnehmen. Das hab ich schon so oft beobachtet. Sind die Männer dann einfach nicht aufmerksam genug, ist es ihnen egal oder kann sowas tatsächlich nur einseitig sein? Weiß da jemand mehr darüber? Das frage ich mich schon lang...
 
  • #49
Also ist Dir einfach noch nicht der richtige Mann begegnet oder Du guckst die, die AUCH reizvoll für Dich wären, nicht so richtig an, weil sie Dir zu klein sind vielleicht oder nicht "männlich genug" aussehen? Musst Du mal rausfinden.
Mir haben tatsächlich auch schon kleinere Männer gefallen, obwohl ich normalerweise eher auf größere Männer stehe, weil ich sie gutaussehend fand und ich die Ausstrahlung toll fand. Also ich mache das glaube ich (hoffe ich) nicht an solchen Kriterien fest. Wobei "nicht männlich genug" schon etwas ist, was ich dann nicht so sexy finde, was aber (meistens) weniger mit dem Aussehen, als mit der Ausstrahlung zu tun hat. Da bevorzuge ich einfach einen Gegensatz bzw. eine Ergänzung zu mir selbst. Und das ist auch etwas, was unbewusst passiert und was man schwer steuern kann, meiner Meinung nach.

Daher mal gefragt: Hast Du dem Mann, den Du sexy fandst, die Chance gegeben, sich für Dich zu ändern? Also hast Du es ihm gesagt?
Ja, bei dem erwähnten Mann habe ich sogar mehrmals angesprochen, was mich stört und irritiert. Das Wichtigste, nämlich dass er mehr Interesse zeigt, hat er aber nie wirklich umgesetzt. Wahrscheinlich, weil es tatsächlich so war. Ich glaube, dass er da auch ein Defizit hatte, wenn ich an seine Familiengeschichte und manche Verhaltensweisen denke. Trotzdem war es ein richtig blödes Gefühl und im Nachhinein betrachtet hätte das ein Grund sein müssen, das Ganze gleich zu Beginn zu beenden. Aber mit diesem Mann habe ich tatsächlich geübt, Dinge anzusprechen, die mich stören und zumindest beim Sex hat es dazu geführt, dass aus anfänglich schlechtem Sex (er legte immer gleich los, ohne jegliches Vorspiel), richtig guter Sex wurde. Ich finde es auf jeden Fall wichtig, dass man Dinge anspricht, die einen stören und dem anderen eine Chance gibt, wenn da Potenzial da ist.
 
  • #50
Lass das!
Alleine die Einstellung, man könne einen Mann "knacken" ist schon grundfalsch und führt zu immer weitern Konflikten.

Meine Ex (und auch ihre Freundinnen) denken auch so ähnlich.
Bekommen ist das allen bisher nicht so gut.

Es ist so wie viele hier immer wieder schreiben.
Es muss im Grunde "von selbst" passen...geht einfach nicht anders.
 
  • #51
Da hat dann wirklich die Körperchemie nicht gestimmt. Wobei mich immer wundert, wieso das Männer nicht genauso wahrnehmen. Das hab ich schon so oft beobachtet. Sind die Männer dann einfach nicht aufmerksam genug, ist es ihnen egal oder kann sowas tatsächlich nur einseitig sein? Weiß da jemand mehr darüber? Das frage ich mich schon lang...
Die gleiche Beobachtung habe ich auch schon gemacht und mir dieselbe Frage gestellt! Soweit ich weiß, zeigt der Geruch ja an, wie gut das Erbgut des Gegenübers zum eigenen passt. Rein von der Logik her müsste diese (nicht-)Kompatibilität dann doch immer beidseitig wahrgenommen werden.

Vielleicht kann @mokuyobi als Biologin mehr dazu sagen?
 
  • #52
Da hat dann wirklich die Körperchemie nicht gestimmt. Wobei mich immer wundert, wieso das Männer nicht genauso wahrnehmen. Das hab ich schon so oft beobachtet. Sind die Männer dann einfach nicht aufmerksam genug, ist es ihnen egal oder kann sowas tatsächlich nur einseitig sein? Weiß da jemand mehr darüber? Das frage ich mich schon lang...
Nein, das haben mir glaubhaft und nachvollziehbar schon zwei Männer berichtet. Das Sensorium ist bestimmt da, bei jüngeren Männern mit einem gewissen Druck (sorry!) würde es vielleicht für einen ONS eher mal ignoriert?
 
  • #53
Ich glaube, dass man überall die Augen offen halten sollte, glaube aber auch, dass die Onlinesuche größere Chancen birgt, weil man da erstens einmal Menschen begegnet, denen man sonst nicht begegnet wäre (was gut oder schlecht sein kann;-)) und man schon vorher (in den meisten Fällen) weiß, wie die Person tickt, ob sie Single ist, ob es Gemeinsamkeiten und ähnliche Werte gibt usw. Das Kennenlernen im realen Leben ist dagegen oft natürlicher bzw. entspannter, weil man einen Menschen einfach so nebenbei kennenlernt, gleich spürt, ob eine Anziehung da ist und man den anderen näher kennenlernen möchte und es glaube ich auch etwas weniger Erwartungen am Anfang gibt.

Und es ist sicher so, wie du geschrieben hast, dass je höher die Ansprüche sind, desto schwieriger und seltener findet man einen Menschen, der wirklich passt.
Der Thread ist ja schon etwas älter, aber ich kann bestätigen, dass es mir ähnlich geht: Mitte 30, zwar schon in Beziehungen gewesen, aber seit Jahren Single und ich hab das selbe Problem: die, die mir gefallen würden, wollen mich nicht und umgekehrt, oder sie suchen nichts ernsthaftes. In den meisten Fällen fehlt mir aber die sexuelle Anziehung.

Und das ist aber genau das Problem beim Online Dating: man sieht Fotos, schreibt eine Zeit lang und trifft sich dann: und merkt recht schnell, der ist nett, attraktiv, nicht unintelligent und trotzdem: es kommt nichts rüber. Ich hab das ständig. Wenn ich aber am Wochenende unterwegs bin, sehe ich dauernd Männer, bei denen ich mir denke: Wow, mit dem könnte ich es mir vorstellen. Da kenn ich natürlich den Charakter nicht, weiß nicht, ob er Single ist und viel schlimmer: wie ansprechen?

Trotzdem denke ich mittlerweile., dass man im realen Leben mehr Erfolg hat: man sieht die Person gleich, wie sie rüberkommt, oft auch die Ausstrahlung, hört die Stimme. Das fällt beim Online Dating alles weg.
 
  • #54
Trotzdem denke ich mittlerweile., dass man im realen Leben mehr Erfolg hat: man sieht die Person gleich, wie sie rüberkommt, oft auch die Ausstrahlung, hört die Stimme. Das fällt beim Online Dating alles weg.
Hmja, allerdings kann man sich beim OD doch im Vorfeld gut über allgemeine „Passung“ (Politik, Hobbys, Lebensweise etc) austauschen, das ist der Vorteil.
Vielleicht ist dieses „Chemie“- bzw „Ausstrahlungs“-Ding für Frauen einfach viel schwieriger zu erreichen bzw zu finden als für Männer. Ganz simpel gesagt: Als „Chemie“ genügt mir meistens, dass sie hübsch ist.
 
  • #55
Daher schläft bei vielen Paaren irgendwann das Begehren ein, weil sie sich mit zunehmender Zeit immer ähnlicher werden in ihren Ansichten und Gewohnheiten.
Finde ich interessant. Meinst du damit, dass man zu sehr aufeinander hängt unf sein eigenes Leben nicht mehr lebt? Was ist dein Tipp dagegen? Auch mal alleine wegfahren, eigenen Job/Freundeskreis/Hobby pflegen?
 
  • #56
Wenn ich aber am Wochenende unterwegs bin, sehe ich dauernd Männer, bei denen ich mir denke: Wow, mit dem könnte ich es mir vorstellen. Da kenn ich natürlich den Charakter nicht, weiß nicht, ob er Single ist und viel schlimmer: wie ansprechen?
Der einzige Unterschied zum OD ist, dass Du den Mann nicht mehr ansprechen musst. Wie sein Charakter ist, ob er Single ist weißt Du auch nicht mit Sicherheit.

Aber ich bin auch nur in Ausnahmefällen eine Befürworterin von PB. Allerdings würde ich weg vom Wochenende und Clubs etc gehen, sondern an anderen Orten nach schnuckeligen Männern Ausschau halten. Signale geben und ansprechen lassen. Vielleicht wird gar nichts draus, vielleicht ein gemeinsamer Besuch im Café, vielleicht mehr.

Meiner Ansicht nach und das liest man hier immer wieder, ist der Fokus viel zu sehr auf das ständige Abchecken ob ein Mann für einen als Partner in Frage kommt gerichtet. Einfach mal unverbindlicher an die Sache rangehen und abwarten was passiert.
 
  • #57
Ganz ehrlich:

1) Du warst krank. Okay. Wichtig ist, dass du diese Krankheit genau angeschaut hast und an den Wurzeln gepackt hast. Daran kannst du auch immens gewachsen sein.

2) Krank warst du. Es ist im Nachhinein egal wie lange. Akzeptier es so, es ist Teil der Genesung, die Krankheit zu akzeptieren. Sieh es nicht als vergeudete Zeit sondern Teil deines Lebens. Das ist sehr wichtig.

3) Aufgrund deiner Krankheit ist es logisch dass dir niemand über den Weg lief. Du hattest ganz andere Sorgen.

4) Es ist normal. Es gibt sehr viele Leute, die alle paar Monate oder jedes Jahr gleich wieder einen Partner haben. Unverständlich für mich! Warum? Ich mag grosse Männer, bin selber fast 1.80m. Zudem Körperpflege und nicht viele und grosse Tattoos etc. Ein paar optische Ansprüche habe ich also. Aber 100x mehr Ansprüche habe ich an den Charakter. Ich möchte nur einen feinfühligen, ehrlichen Mann, der Manieren hat, gute Hobbies, eigenes Leben, keine Angst vor dem Alleinesein hat, gewisse Lebenserfahrung, Ziele, gewisse Dinge erreicht hat. Das gibt es!

Wenn du allerdings wie ich gewisse Ansprüche an einen Partner hast, dann ist es SEHR SEHR SCHWIERIG! Stell dir vor diese 80/20 stimmen...selbst wenn es 75/25 sind oder 70/30! Trotzdem! Da siehst du! Maximal jeder 3-5 Mann/Frau kommt in Frage! Und viele sind schon vergeben etc.

Aber es ist doch auch wahr: Geh mal auf die Strasse und unterhalte dich. Niemals kommt jeder 2. Mensch als Partner in Frage! Niemals! Nicht mal jeder 3.! Eher jeder 4-5! Also stimmt diese 80/20!
 
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  • #58
@Briana
Es tut mir leid, dass es dir auch so geht wie mir und tatsächlich auch vielen anderen Frauen in unserem Alter, wie ich vor Kurzem dank einer Facebook Gruppe erfahren habe, die mir sehr geholfen hat, mich damit nicht mehr so allein zu fühlen. Ich dachte früher, ich wäre damit in der Minderheit, da es so schien, als würden alle in meinem Umkreis mit Leichtigkeit einen Partner finden. Aber ob es wirklich die Richtigen für die jeweiligen Menschen sind, ist eine andere Frage. Mir war es immer sehr, sehr wichtig, dass es mit einem Mann wirklich gut passt und alle mir wichtigen Dinge wie gleiche Wellenlänge inklusive Humor, sexuelle Anziehung, Empathie, gemeinsame Interessen und ähnliche Vorstellungen vom Leben vorhanden sind. So jemanden findet man eben nur selten und ich zweifle bei mir manchmal, ob es so jemanden überhaupt für mich gibt, da ich nicht so ticke wie die Mehrheit in meinem Umfeld. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und bekomme jedes Mal das Vertrauen zurück, dass es doch noch klappen kann, wenn ich Menschen begegne, in denen ich Gleichgesinnte erkenne und die gibt es zwar nicht in großer Häufigkeit, aber ich begegne ihnen immer wieder. Und es müsste dann nur noch der beidseitige Funke überspringen und derjenige Single sein.;-)

Ich finde, dass Online Dating sowohl Vor- als auch Nachteile hat, genauso wie das Kennenlernen im RL, wobei man für OD schon starke Nerven und eine große Frustrationstoleranz braucht, außer man hat ganz Viel Glück und lernt zufällig schnell jemanden kennen, der gut passt.
Der Vorteil vom OD ist, dass man wie @Verwirrt1111 geschrieben hat, schon im Vorhinein wichtige Eckdaten über die Person bekommt, z.B. ob er Single ist, was er sucht, wie er ungefähr tickt (ich gehe mal von Personen aus, die bei ihren Angaben ehrlich sind). Dafür kann all das unwichtig werden, wenn man die Person dann trifft und diese z.B. nicht riechen kann oder die Ausstrahlung oder etwas anderes unattraktiv findet. Im RL dagegen kriegt man diese Sachen schnell mit, weiß aber nicht gleich, wie dieser Mensch tickt, ob er grad einen Partner sucht, was für Einstellungen zu bestimmten wichtigen Themen er hat usw. Letztendlich sind die Chancen jemand Passenden im RL oder OD zu finden, m.M.n. ähnlich.

Meiner Wahrnehmung nach sind es eher 90/10, wobei die 10% oft vergeben sind...Man muss einfach weiterhin geduldig sein, Gelegenheiten zum Kennenlernen schaffen und auf den richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort hoffen.
 
  • #59
Krank warst du. Es ist im Nachhinein egal wie lange. Akzeptier es so, es ist Teil der Genesung, die Krankheit zu akzeptieren. Sieh es nicht als vergeudete Zeit sondern Teil deines Lebens. Das ist sehr wichtig.
@Anastasia23 Vielen Dank für deine lieben und hilfreichen Worte! Besonders dieser Absatz hat mich berührt und es ist absolut wahr, was du schreibst! Ich habe das mit der Akzeptanz inzwischen schon ganz gut hinbekommen und es als Teil meines Lebens angenommen. Es gibt nur mehr ab und zu Momente, in denen ich mir wünsche, es wäre anders gelaufen (was sowieso nicht möglich war und daher vergeudete Gedankenenergie ist). Um an diesen Punkt zu kommen, habe ich lange gebraucht und bin sehr dankbar, dass ich nun immer zufriedener mit mir selbst werde und meine Schwächen und wunden Punkte besser annehmen und lieben kann.

Aber 100x mehr Ansprüche habe ich an den Charakter. Ich möchte nur einen feinfühligen, ehrlichen Mann, der Manieren hat, gute Hobbies, eigenes Leben, keine Angst vor dem Alleinesein hat, gewisse Lebenserfahrung, Ziele, gewisse Dinge erreicht hat. Das gibt es!
Finde ich eine super Einstellung und sehe ich genauso! Gerade bei diesen Dingen fiel es mir immer schwer, Abstriche zu machen. Und da ich gut allein sein kann, bin ich bereit auf den Mann zu warten, mit dem ich mich wirklich wohl fühle, wo Herz, Kopf, Körper und Bauch alle Ja sagen.

Meiner Ansicht nach und das liest man hier immer wieder, ist der Fokus viel zu sehr auf das ständige Abchecken ob ein Mann für einen als Partner in Frage kommt gerichtet. Einfach mal unverbindlicher an die Sache rangehen und abwarten was passiert.
@Thanis Das ist ganz sicher ein Problem und ich bin da durchs lange OD bzw. die lange Suche diesbezüglich etwas geschädigt und ich merke, dass mir hier die Lockerheit fehlt, was ich schade finde. Nur, wie stellt man das ab? V.a. wenn man jemanden trifft, bei dem man das Gefühl hat, dass es passen könnte? Aber ideal wäre eine lockere Vorgehensweise ohne Erwartungen auf jeden Fall!
 
  • #60
Das ist ganz sicher ein Problem und ich bin da durchs lange OD bzw. die lange Suche diesbezüglich etwas geschädigt und ich merke, dass mir hier die Lockerheit fehlt, was ich schade finde. Nur, wie stellt man das ab? V.a. wenn man jemanden trifft, bei dem man das Gefühl hat, dass es passen könnte? Aber ideal wäre eine lockere Vorgehensweise ohne Erwartungen auf jeden Fall!
Kann ich Dir nicht sagen, wie man das abstellt. Meine Blickrichtung ist einfach eine andere gewesen. Ich hab keinen Partner gesucht, nur nach für mich attraktiven Männern geschaut. Wenn es einen gab und der Single war, auf senden gehen und warten. Wenn dann nichts kam, weitergehen. Neues Spiel, neues Glück. Am wichtigsten war wohl, ich hab das alles als Bereicherung gesehen, nicht als verlorene Zeit.

Unter dem Gesichtspunkt könnte ich OD vielleicht auch anders sehen.
 
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