• #1

Neuer Partner mischt sich in Kindererziehung ein

Guten Tag,
Ich (w,39) bin seit 3 Monaten mit meinem Partner (m,49) zusammen. Er hat 2 Kinder (14 u.16 J.) die er circa 1x/Monat sieht. Ich habe 2 Kinder (6 u.9 J.).Dies ist meine 1.ernsthafte Beziehung seit meiner Trennung und von daher auch die 1. Beziehung die meine Kinder so richtig miterleben. Wir wohnen nicht zusammen.
Wir hatten schon 3. Auseinandersetzungen betreffend die Kindererziehung. Er findet dass ich nicht streng genug bin, nicht konsequent bin. Er hat meine Kinder sogar 1x als „Schweinekinder“ bezeichnet. Die Kinder sind nach den Papa-Wochenenden ziemlich „aufgedreht“. Ich kann verstehen dass das nicht einfach ist für jemanden der keine Kinder mehr in dem Alter hat.
Mittlerweile fühle ich mich allerdings sehr „beobachtet“. Er erzieht „mit“, aber unter dem Deckmantel dass er mich „schützen“ wolle; er mischt sich oft ein. Doch ich habe das Gefühl, dass es eigentlich darum geht, dass er seinen Erziehungsstil durchsetzt. Dieses Wochenende dann, hat er einfach quasi „die Erzieherrolle“ übernommen, ohne das abzusprechen : ich hatte den Kindern gesagt sie dürften noch etwas TV kucken ehe sie ins Bett müssten, doch er hat dann gesagt die bräuchten kein TV mehr zu kucken es wären schon zu spät, bzw, wenn, dann keine Kindersendung, eher etwas was die Erwachsenen interessiert. Die Kinder waren nicht einverstanden, daraufhin schaltete er den Fernseher sofort aus. Ich war wie versteinert, und sagte ihm dass ich das jetzt nicht verstünde. Er verstand nicht, dass die Grosse sofort weinte als sie die Spannung zwischen mir und ihm spürte (sie hat sehr viel Streit mitbekommen in der Ehe).Später habe ich ihm klargemacht, dass er mir Kritik mitteilen kann, aber unter 4 Augen. Ich sagte ihm auch dass die Kinder Zeit brauchen um ihn als Person aber auch um mich innerhalb dieser neuen Partnerschaft „kennenzulernen“, da die Kinder viel Negatives erlebt haben. Ich sagte ihm er gäbe mir das Gefühl „unfähig“ zu sein, da er sofort die Erzieherrolle übernimmt wenn etwas nicht nach seiner „Methode“ läuft. Ich fragte ihn ob ihm das „zu viel“ wird mit so jungen Kindern.Er hörte mir zu, räumte ein, und sagte schlussendlich auch dass er probieren würde sich „zurückzuhalten“ mit seinen Einwänden.Er wäre halt kein "Diplomat".
Ich komme aus einer sehr schwierigen Ehe, wo emotionale Gewalt oft Thema war, und ich lange brauchte um mich zu trennen. Von daher bin ich vorsichtig, und schnell alarmiert bei Problemen.Meine Frage: Wie seht ihr die Chancen für diese Beziehung? Danke!
 
  • #2
Ich finde es sehr bedenklich, wie der Mann sich verhält. Als Du geschrieben hattest, dass Du auf sowas schon gestoßen bist in Deiner Ehe, dass jemand übergriffig wird, habe ich mich vorurteilsmäßig gefragt, ob Du noch auf sowas "stehst" im Sinne von "anziehst". Ich finde gut, wie Du reagiert hast und er hat ja auch eingelenkt. Aber das bleibt weiter genau zu beobachten, wie er sich verhält. Ich finde es nicht falsch, wenn ein neuer Partner sagt, dass ihn was daran stört, wie sich die Kinder verhalten, aber das muss er mit Dir beredet, statt sich wie ein Diktator aufzuführen und vor allem - was Deine Kinder anscheinend schon hatten - vor den Kindern auszutragen, als sei man noch im Buddelkasten und spielte seine Macht ohne Nachzudenken aus, statt mal darüber nachzudenken, in welcher Situation man sich befindet und was man mit solchen Handlungen anrichtet.
Ich habe den Verdacht, dass sein Einlenken bedeutet, dass er nun bei so einem Problem mit Dir redet und aber trotzdem erwartet, dass Du machst, was er sagt.

hat meine Kinder sogar 1x als „Schweinekinder“ bezeichnet
Da kannst Du sehen, wie er Deine Kinder sieht. Auch wenn einem sowas nur rausrutscht, zeigt es doch die unterschwellige Haltung. Die wird er auch nicht ändern und ich denke, es passt ihm einfach nur nicht, dass Du Deine Aufmerksamkeit noch mit anderen Menschen teilst und emotional noch bei anderen Menschen beteiligt bist.

Ich weiß nicht. Mir wäre es an Deiner Stelle wichtig, erstens: Wie geht es den Kindern mit dem Mann, und ich denke, nicht gut. Er hat sich schon geäußert als übergriffig. Ich denke, das Vertrauen, dass es ein guter Mensch für die Kinder ist, ist weg. Nicht nur wegen seiner Bezeichnung, sondern die Kinder werden es auch spüren, wie er sie sieht und empfindet. Würde ich ihnen nicht antun wollen. Zweitens: Bist Du sicher, dass Du Dein Beuteschema geändert hast? Mir kommt es so vor, als könntest Du ähnliche Probleme bekommen, die Du schon hattest: Der Mann will über Dich bestimmen.
 
  • #3
Ich antworte auf deine Frage, die du ganz zum Schluss stellst:
ich sehe keine Chancen für die Beziehung, denn der Mann scheint ziemlich unempathisch zu sein. Seine Einmischung ist dominantes Verhalten, Rechthaberei, Ungeduld. Und er zeigt sein Gesicht schon nach 3 Monaten. Wie denkst du wird sich das weiter entwickeln, wenn die letzten Hemmungen gefallen sind?
Hast du ihn schon einmal mit seinen eigenen Kinder erlebt?
Warum sehen sie sich nur 1 x pro Monat?
Dein Bauchgefühl ist schon aktiviert, du stellst hier deine Fragen, ganz geheuer ist dir das alles nicht. lass ihn nicht zu sehr in dein Leben. Halte Abstand und bringe ihn und die Kinder vorläufig nur wenig zusammen.
Und ganz offen gesagt: ich würde ihm den Laufpass geben.
 
  • #4
Liebe FS,

mir schiessen viele Fragen durch den Kopf, die ich dir hier einfach schreiben muss? Mir geht es darum, dir neue Blickwinkel zu zeigen, denn eine Antwort, wie das Verhalten dieses Mannes, denn ich nicht als Frau nie als einen/meinen Partner bezeichnen würde, warum machst du das überhaupt, nach so kurzer Zeit der Bekanntschaft?

Da du schon ein gebranntes Kind aus deiner Ehe bist, frage ich mich auch, warum du dir nicht genug Zeit gelassen hast, um in Ruhe diesen Mann kennen zu lernen, bevor! du ihn deinen Kindern vorstellt und nicht gleich einen auf heile Familienwelt machst?

Ich war jahrelang AE-Mutter und ich habe immer darauf geachtet, dass ich mein Kind aus dem Kennenlernen komplett rausgehalten habe, gerade um solche Situationen, wie du sie beschrieben hast, zu vermeiden, da Frau sich schon Zeit nehmen sollte, den Mann in Ruhe kennen zu lernen, um das/die Kinder zu schützen.

Schon gar nicht würde ich mir einen Mann mit zwei Teenies ans Bein binden, wäre mir viel zu anstrengend, da wäre viel zu wenig Zeit und Energie für eine halbwegs gesunde Zeit zu zweit.

Warum denkst du da anders?

Den Gedanken von void stimme ich 100 % zu. Bitte teile dem Forum mit, was unsere Gedanken bei dir auslösen.

Finge weg von solchen Männern/Menschen, ich hoffe, du hattest in der Vergangenheit prof. Hilfe um dich aus der Ehe zu befreien.

Vielleicht wäre es auch im Interesse von dir und deinen Kindern erstmal Single zu bleiben, an dir weiterhin zu arbeiten, oder dich notfalls mit ihm oder anderen Männern nur ausserhalb der Wohnung und nicht mit Einbeziehung der Kinder zu treffen. Das bekommen andere Frauen ja auch hin.

w
 
  • #5
Ich würde auch sehr vorsichtig sein.Ich bin der Meinung, daß dein Partner sich zu früh einmischt, ihr seid erst kurze Zeit zusammen. Außerdem kann ich in meinen eigenen 4 Wänden bestimmen, ob meine Kinder noch fernsehen dürfen oder nicht.
Ich finde auch, daß solch eine Bezeichnung deiner Kinder (Schweinekinder )schon ziemlich daneben ist.Ich hätte nicht mehr viel Vertrauen.
Ich bin auch AE, ich habe meinem damaligen Freund am Anfang unserer Beziehung gesagt, das die Erziehung meiner Kinder (damals waren meine Kids 7 und 11 Jahre alt)erstmal meine Angelegenheit ist.Er hat es akzeptiert und mir, wenn die Kids im Bett waren, den einen oder anderen Hinweis gegeben, was ich vielleicht verbessern könnte.Was ich ok fand.Vielleicht könntet ihr auch so eine ähnliche Regelung finden.Ich würde auch schauen, wie deine Kinder sich ihm gegenüber verhalten, freuen sie sich, wenn er da ist?Oder ziehen sie sich vor ihm zurück?
 
  • #6
Ich komme aus einer sehr schwierigen Ehe, wo emotionale Gewalt oft Thema war, und ich lange brauchte um mich zu trennen.
Du bist bereits wieder in einer Situation mit verbaler Gewalt, und auch emotionaler.
Was für ein Bild zeigst du denn deinen Kindern, wenn du demonstrierst, daß es akzeptabel ist, daß ein noch wildfremder Mensch sie so behandelt.
"Ich bin halt kein Diplomat." Sagen alle Männer, die sich nicht unter Kontrolle haben.
Nicht einen Tag länger. Trenne dich bitte sofort. Deine Kinder sollten dir wichtiger sein als dieser, sorry, Totalschaden.
 
  • #7
3 Auseinandersetzungen in 3 Monaten? Ich würde an deiner Stelle mal eine ganz klare Grenze setzen. Er ist dein Partner aber nicht der Kindsvater oder Erziehungsberechtigte. Er soll sich um seine Kinder kümmern und du dich um deine. Man(n) kann schon gescheit daher reden wenn man die eigenen Kinder nur einmal im Monat sieht und dann wieder bei der Mutter abgibt. Er braucht sich auch nicht "zurückhalten" sondern soll sich vielmehr "raushalten". Ich persönlich könnte mit einem solchen Partner nichts anfangen, würde mich klar vor die Kinder stellen und ebenso klare Worte ihm gegenüber finden und wenn er sich daran nicht halten kann würde ich ihm die Tür zeigen. Nach 3 Monaten schon so ein Theater, was denkst du was da erst in 2-3 Jahren los ist. Dann hast du bei deinen Kindern gar nichts mehr zu sagen und stehst noch selbst unterm Pantoffel.
 
  • #8
1) Wenn es Deine Kinder sind, bist Du die letzte Instanz. Das respektiert er nicht.

2) Was ist denn der Grund für sein Verhalten ? Schwierige Schulabschlüsse, Studien- und Berufsexamen erreicht man nicht einfach so. Kann es sein daß er diese Erfahrungen im Leben gemacht hat, Du aber nicht und daß er - ausgehend von seinem Erfolgsblickwinkel im Leben -. den Kindern die Konsequenz fürs Leben und fürs Lernen beibringen will die Du ihnen nicht geben kannst ?
 
  • #9
Liebe thinlizzy,

Die Vorposterinnen haben es schon gesagt, kann mich nur vollständig anschließen.
Die Szene, die Du beschreibst, der Ton, die Bezeichnung Deiner Kinder als "Schweinekinder", das ist übergriffig, unangemessen.
Dein Bauchgefühl schlägt zurecht Alarm.

Nein, nicht nur das diese Beziehung keine Chance hat - es ist keine, auf jeden Fall eine ungesunde Variante.
Schütze Dich und Deine Kinder, Ihr seid wichtig. So einen Mann brauchst Du nicht wieder, sein Verhalten wird nicht besser.

Nur, auch mein Vorschlag an Dich - hattest Du bei / nach Deiner Trennung eine gute therapeutische Aufarbeitung?
Denn - es ist wohl wieder ein ähnlicher Typ Mann. Vielleicht wäre es wichtig, noch mal hinzuschauen.
Und evtl. auch mal bei Deinen Kindern. Die Reaktion Deiner Tochter sagt etwas über die Spuren, die die Vergangenheit bei ihr hinterlassen hat.

Pass gut auf Dich auf und auf Deine Beiden,
Alles Liebe.
 
  • #10
Hallo ....
Vielen Dank für eure Einschätzungen und Meinungen. Es ist erstaunlich wie treffend diese teilweise sind.
Ich sehe das ähnlich wie ihr.
Es ist die 1. Beziehung in die ich die Kinder so sehr einbeziehe. Die Beziehung vorher lief viel langsamer an und da haben die Kinder ihn nur 2x gesehen in 6 monaten.
Ich hatte mir nach der Trennung Zeit gelassen und habe bis jetzt professionnelle Betreuung. (Weniger intensiv als noch vor 3 jahren aber trotzdem)
Es ist wahr und das alleine soll entscheidend sein : meine Alarmglocken schrillen... ich sollte sie nicht überhören. Das Vertrauen ist gebrochen und ich fühle mich nicht mehr wohl.
Ich hatte mir geschworen als ich mich damals trennte : höre auf dein Bauchgefühl und vertraue dir selbst. Und noch was : meine Kinder vor allen Dingen.!
DANKE euch allen.
 
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  • #11
Von welcher Uhrzeit sprechen wir denn? Wann fand der TV Vorfall statt?
Wenn du sagst, nach der Papazeit sind sie sehr aufgedreht? Warum? Was heißt das? Dürfen sie beim Papa alles?
Wir sehen nur deine Seite: willst du neben dem Papa nicht die böse Spielverderberin sein und erlaubst wirklich (zu) viel?
Das wissen wir hier nicht - aber das ist ein nicht seltenes Problem bei solchen Konstellationen: weil keiner der/die böse sein will, dürfen die Kinder dann überall alles und werden verwöhnte Gören hoch 3!
Ob das so ist und dein Partner sinnvoll eingreift oder ob er übergriffig ist, wissen wir nicht, weil wir nur deine Seite kennen.
Was würde er sagen?
Wenn du davon überzeugt wärst, dass du im Recht bist: dann würdest du hier nicht fragen, sondern ihn rauswerfen. Also bist du doch nicht so überzeugt: überleg mal, warum! Die Antwort kennst nur du.
 
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W

wahlmünchner

  • #12
Oh man du Arme, scheinst diesen Typ Mann wohl magisch anzuziehen.
Eine Freundin von mir hatte lange einen Freund, der sie im Streit richtig rund gemacht hat. Abwertungen, Schreien, Beschimpfungen....ich bin da zweimal zufallig dazugestossen und war völlig geschockt ob dieser Aggressivität und ihrem Schweigen.
Als sie sich trennten, war ich fast froh... Nun was soll ich sagen..sie ist mittlerweile verheiratet und hat mit ihrem neuen Partner 2 Kinder...und er ist fast genauso wie ihr Vorheriger im Falle eines Streites.
Ich empfinde es als sehr unverschämt sich nach 3 Monaten derart einzumischen, wie er es tut.
Der Ausdruck " schweinekinder" ist ebenfalls unmöglich.
Ich weiß nicht was ich dir raten soll, gut anhören tut sich das finde ich nicht
 
  • #13
Wenn du davon überzeugt wärst, dass du im Recht bist: dann würdest du hier nicht fragen, sondern ihn rauswerfen. Also bist du doch nicht so überzeugt: überleg mal, warum! Die Antwort kennst nur du.
Der Grund für meine Frage hier liegt eindeutig in meiner Vergangenheit : durch meine Ehe weiss ich teilweise wirklich nicht mehr ob verschiedene Verhaltensweisen angebracht sind oder nicht. Mein Exmann hat sehr oft Grenzen überschritten was mir erst viel später klar wurde.
 
  • #14
Liebe Thinlizzy,
ich denke nicht dass du unsicher bist (wie jemand hier schrieb), ich glaube eher du möchtest ihn nicht verlieren, weil du weiß dass es mit Kindern nicht einfach ist eine Beziehung mit einem fremden Mann zu führen. Du dachtest es wäre gut dass er auch Kinder hat, ich finde dass passt besser wenn diese im gleichen alter sind wie deine, denn dann könnt ihr eure Kinder zusammen spielen lassen und mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, aber das ist schwierig ich hab das auch mal versucht, immerhin hatte ich eine nette Bekanntschaft und die Kinder mochten sich, das war extrem schön. Mit Teenies geht das nicht mehr, mit 39 Jahren hast du gute Chancen noch andere kennen zulernen, nutze das, als dich mit diesem weiter rum zuquälen. Treffe nur Männer ohne Kindern (die haben keine Ahnung von Erziehung) oder sortiere Männer mit Teenies gleich aus, wenn sie etwas jünger als deine sind könnte es auch noch gut klappen. Höchstens bis 12, 13. Versuche vorher rauszufinden, ob der Mann sich dominant verhält, bei 10 Jahre älter läuten mir da auch die Glocken, auch wenn du nicht mehr 20 bist - stelle dir den Mann in 20 Jahren vor und nutze JETZT deinen biologischen Vorteil, noch findest du Gleichaltrige. Höheres Alter bei Männer muss nicht immer mehr Sicherheit bedeuten, ein jüngerer - z.b bis 5 Jahre ohne Kinder- würde sich in deiner Situation auch gut machen. Auch die gibt es, ein bißchen Familie spielen so kann dieser das kennen lernen und wird viel zurückhaltender sein bei deinen Kindern.
 
  • #15
Der Grund für meine Frage hier liegt eindeutig in meiner Vergangenheit : durch meine Ehe weiss ich teilweise wirklich nicht mehr ob verschiedene Verhaltensweisen angebracht sind oder nicht. Mein Exmann hat sehr oft Grenzen überschritten was mir erst viel später klar wurde.
Solange du nicht auf ein gesundes Bauchgefühl vertrauen kannst, halte dich von Männern fern. Die momentane Situation ist schon sehr bedenklich, was du offenbar nicht klar sehen kannst.
Alle Alarmglocken läuten bei mir!
Du mußt erst selbst gesunden, und dann erkennst du schädliche Männer auch wesentlich schneller und läßt sie nicht mehr in dein Leben, und vor allen Dingen nicht mehr ins Leben deiner Kinder.
 
  • #16
Liebe thinlizzy,

Höre auf Dein Bauchgefühl - alles, was sich für Dich nicht richtig anfühlt, ist es nicht.
Das hat außer Dir niemand zu beurteilen.

Du kannst hier unsere Reflexionen abholen, wie andere fühlen und handeln würden.

Dass Du unsicher bist, ist sehr gut nachvollziehbar. Dass Du versuchst, Dich zu sortieren, und ein objektives Bild zu bekommen, ist ein großer Schritt auf einem positiven Weg. Du bist dabei, die alten Muster anzuschauen, zu verändern. Da ist viel Stärke bei Dir.

Vertraue Dir bitte, und Deinen Gefühlen - und ganz alleine bist Du nicht, Deine Therapeutin scheint Dich gut begleiten zu können.
Wie sieht es ansonsten mit Familie und Freunden aus - hast Du da Ankerpunkte?

Was zusätzlich Halt geben kann in Deinem speziellen Fall, sind Selbsthilfegruppen - die Erfahrung, dass man nicht alleine ist, dass es anderen ähnlich geht, der Austausch auch über mögliche Lösungswege.

Grundsätzlich aber auch Treffpunkte für AEs, andere Mütter, andere Kinder...

Der Aufbau und die Pflege eines guten sozialen Netzwerkes für stabile Beziehungen, Unternehmungen, Rückhalt.
Viel wichtiger als die Konzentration auf einen potentiellen Partner, das kann sich irgendwann zusätzlich finden.
 
  • #17
Er verstand nicht, dass die Grosse sofort weinte als sie die Spannung zwischen mir und ihm spürte (sie hat sehr viel Streit mitbekommen in der Ehe).
Liebe TE, mir persönlich tut es in der Seele weh, diese 3 Zeilen zu lesen. Ich frage mich immer, was man den Kindern damit antut mit sogenannten Patchworkfamilien.

Ich denke, wenn er jetzt schon so rigoros ist und keinerlei Feingefühl den Kindern gegenüber entwickelt, dann wird es später nur noch schlimmer.

Tu das bitte den Kindern nicht an. Es sind nicht seine Kinder. Er wird auch niemals diese Liebe zu ihnen fühlen. Im wahrscheinlichsten Fall ist er genervt von den Kids. Du erzählst, Deine Kinder haben schon so viel miterlebt aus der ersten Ehe. Deine Kids haben es nicht verdient, einen Mann im Haus zu haben, der sie nicht wie seine leiblichen Kinder liebt und der genervt von ihnen ist. Kein Kind hat das verdient.

Ich kann nur von mir sagen: Ich würde niemals mehr mit einem Mann zusammen ziehen. Sollte er sich noch so gut mit meinem Kind verstehen, solange mein Kind nicht mindestens 16 oder besser noch 18 ist, kommt bei uns kein Mann in´s Haus. Ich möchte das meinem Kind nicht antun nach meiner ebenfalls sehr schlimmen Trennung, wo mein Kind auch so einiges miterleben musste.

Es tut mir sagenhaft weh, das von Dir zu lesen. Jetzt weiß ich wieder, warum ich mit meiner Tochter alleine leben möchte.

LG und Alles Gute!
 
  • #18
Wenn man einen festen Partner hat und man zusammen lebt, finde ich es o.k., wenn der Partner mit-erzieht! Dann SOLL er es sogar, selbst wenn der Erziehungsstil nicht immer dem eigenen entspricht -das ist in einer Ehe auch nicht immer der Fall, aber: !
Dein neuer Freund muss erst einmal den Respekt und die Freundschaft der Kinder erlangen, ehe er sie erziehen darf.
Das Problem ist, dass er deine Kinder ja nicht liebt wie du es tust.
So gesehen ist eine strenge konsequente Erziehung für ihn natürlich einfach, aber man erzieht auch mit Liebe - und dann ist man eben mal nicht konsequent... weil man die Kinder versteht, dass sie noch ein bisschen TV gucken wollen, weil man weiß, wie sehr sie sich freuen, dass sie es noch dürfen, weil man sich freut, wie sie dann ganz lieb sind und diese besondere Extra-Zeit genießen... Und man freut sich insgeheim mit ihnen, selbst wenn man weiß, dass es vielleicht schon zu spät ist ;-) Aber man liebt die 2 Süßen eben und gönnt ihnen ihre Freude....
Der neue Partner sieht nur 2 aufgedrehte in seinen Augen verwöhnte Kinder, die endlich ins Bett sollen, damit er Zeit für seine Freundin alleine hat. Die Kinder nerven ihn und sollen zumindest jetzt am Abend ins Bett - er hat sie ja lange genug ausgehalten...

Das Herz einer Frau mit Kindern kann man aber nur gewinnen, wenn man auch die Herzen der Kinder für sich gewinnt.
Ein neuer Partner darf die Kinder nur erziehen, wenn er sie auch lieben lernt oder zumindest sehr mag. Und nur dann lassen sich die Kinder auch etwas vom neuen Mann sagen - er muss sich seinen Platz in der Familie erst mal verdienen.

Einfach so drauf loserziehen geht nicht. Mein Exfreund hätte das niemals gemacht - der hat die Kids total gemocht und war immer das größte Kind. Vielleicht ist er aber auch einfach zu alt!?
 
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  • #19
Hallo an alle..
Ich habe bewusst dieses Forum angeschrieben weil ich die Meinung von neutralen Personen hören wollte.
Ich habe einige sehre gute Freundinnen die mich schon jahrelang unterstützen und demnach sehr gut kennen. Ihr Fazit nach dieser Aktion ist ebenfalls dass ich virsichtig sein soll und den Vorfall, meine Bedenken, meine Erfahrungen aus der Vergangenheit nochmals klar aussprechen soll mit meinem Partner und ihm dann klipp und klar sagen, dass ich solche Aktionen nicht weiter tolerieren werde und gegebenenfalls mich trenne falls dass nochmal vorkommt.
Ich habe keine Angst Single zu sein; denn ich weiss dass ich sehr stark bin und keinen Mann "brauche" um klarzukommen. Ich werde mich sicher nicht mehr abhängig von jemanden machen lassen.

LG thinlizzy
 
  • #20
Ich habe niemals schon nach drei Monaten meinen Kindern einen neuen Partner präsentiert. Ich finde das ganz schön früh. Ich habe damit 8-12 Monate gewartet bis ich mir sicher war, es ist etwas langfristiges. Und in die Kindererziehung hat sich keiner einzumischen, da wäre die Beziehung sofort vorbei. w54
 
  • #21
Ich bin in etwa der gleichen Meinung wie Post 17 von THini.

Möglicherweise hat der Mann recht und deine Kinder sind wirklich unerzogen und vielleicht unerträglich für deinen neuen Freund. Dazu schreibst du zu wenig wie deine Kinder tatsächlich sind.
Aber der springende Punkt ist das selbst wenn dem so ist,der Mann und du jetzt feststellen könnt ob es passt oder nicht mit euch allen.
Und so wie es aussieht wird das nix mit euch.
Du brauchst einen Mann der mit dir und den ,von mir aus auch unmöglichen Kindern, auf einer Welle schwimmt. Einer der es nicht so eng sieht und gleiche Werte hat.
Wenn dein Gefühl sagt das dir der Typ nicht passt wegen den Kinder,egal ob an seinen Argumenten was dran ist oder nicht,dann lass lieber die Finger von ihm.
Der passende hat so die Chance in euer Leben zu kommen.
 
  • #22
Möglicherweise hat der Mann recht und deine Kinder sind wirklich unerzogen und vielleicht unerträglich für deinen neuen Freund.
Meine Kinder sind nicht die einfachsten das gebe ich zu. Sie zappeln, und quengeln, und sind teilweise auch verwöhnt. Sie sind aber auch nicht verhaltensauffällig. Meistens genügt es wenn ich 2-3 Wochen wieder strenger bin, sie bei der kleinsten Kleinigkeit zurecht weise,...etc... und dann klappt das auch wieder gut. Solche Phasen (2-3x/im Jahr) hatten wir immer : noch damals in der Ehe und immer wieder seit der Trennung.
Mein Partner hat so gesehen also nicht total unrecht.

Aber wie du sagst : das ist nicht der springende Punkt.
Selbst wenn die Kinder die schrecklichsten überhaupt wären, dürfte er mir nicht auf die Art in den Rücken fallen.
Ich habe ihm schon vorgeschlagen dass ich Kritik annehme und kucken was ich ändern kann, denn ich weiss dass man als AE im Alltag ja sicher nicht immer die Distanz hat um seinen Erziehungsstil auch mal kritisch zu betrachten. Aber er sollte es nicht auf die Art tun. Sondern in einem ruhigen Moment unter 4 Augen.
 
  • #23
Ich habe niemals schon nach drei Monaten meinen Kindern einen neuen Partner präsentiert. Ich finde das ganz schön früh.
Est stimmt dass er die Kinder sehr früh kennegelernt hat.
Und ich kann deine Kritik nachvollziehen. Denn eigentlich habe ich bisher auch immer so überlegt. Bei diesem Mann war ich mir allerdigs von Anfang an sehr sicher dass es was Ernstes wird.
Wäre ich kinderlos, sähe ich auch bisweilen keinen Grund zur Beunruhigung in meiner Beziehung. Er ist nett, aufgeschlossen, unternehmungslustig, wir haben gleiche Interessen,...
Da ich nun aber Kinder habe, hat sich nun doch schnell gezeigt ob er mit den Kindern "kann" oder nicht. Die Problematik wurde schnell "aufgedeckt", sagen wir es mal so.
Natürlich geht das jetzt teilweise auf Kosten meiner Kinder, was nicht richtig ist. Aber da kann ich sie nach siesem Vorfall besser schützen. Indem ich die Grenzen für meine Partner nochmals klar ziehe und falls das wiederholt nicht klappt, meine Konsequenzen ziehe.

Aber was ich eingetlich sagen möchte : man kann einen Mann auch 6 - 8 - 10 Monate kennen und weiss "das funktionniert gut als Paar" und stellt ihm die Kinder vor.
Doch dann stellt sich dann nach einigen Treffen mit den Kindern dann doch raus, dass er ganz anders ist also vorher und der Kinderstress lockt eine ganz andere Seite an ihm hervor, als die die man die Monate vorher kennengelernt hatte.
Sogesehen hat man dann auch die Monaten vorher nur eine Facette von dem gesehen, was wirklich "ist".
 
  • #24
Wer lange eine destruktive Beziehung geführt hat und verbale Gewalt erlebt hat, hat oft kein gesundes Gefühl für Grenzen.
Und wie schön es ist, eine gute Freundin zu haben....Auch Deine ist nicht radikal genug.
Kein Mann sollte so schnell so nah an Deine Kinder ran!
Hier fehlt Dir neben Selbstschutz auch der Löwenmutterinstinkt!
Für Männer die in der kurzen Zeit, solche Beleidigungen über die Kinder machen, hat der Schreiner ein großes Loch gelassen...mit Freiflug!

Ich bin die letzte, die nicht versteht, wie sehr Deine Seele gelitten hat!
Aber hier geht nur....schmeiß ihn raus und hole Dir Hilfe.
Erst danach ist Platz für einen Mann und dann suchst Du Dir auch einen Guten!
 
  • #25
Hier fehlt Dir neben Selbstschutz auch der Löwenmutterinstinkt!
Nein da bin ich anderer Meinung : ich merke mittlerweile wenn was nicht stimmt und kann es klar ansprechen. In der Vergangenheit suchte ich in so Fällen den Fehler bei mir.
Ich habe grosse Fortschritte gemacht; aber vor Fehlentscheidungen ist keiner sicher. Irren ist menschlich. Es geht jetzt eher darum wie ich die Situation "handele" und dass ich nicht in Schuldgefühlen versinke und erstarre und die Situation hinnehme.
 
  • #26
Thinlizzi,
Ich habe das Gefühl das du gut reflektiert bist und die richtige Entscheidung treffen wirst.
Und ich gebe dir auch recht das es nicht immer das sicherste ist monatelang als heimliches Paar zu bändeln um dann am Ende festzustellen das es mit den Kindern zusammen dann doch nicht klappt... Eine Lösung wäre bevor der Typ in das Alltägliche Wohnungsleben quasi eingeweiht ist,außerhalb mit den Kindern viele Male was zu unternehmen ,damit du oder andere Betroffene das Gänze mal beobachten könnt.Und der Neue weiß dann was auf ihn ungefähr zukommt...
Ich persönlich bin hochsensitiv und darf deshalb mal für dich in die hier verpönte Glaskugel schauen......Es wird immer mit ihm Stress geben wegen den Kindern.
 
  • #27
Hallo liebe thinlizzy,

ich habe zuerst nur bis zu dem Wort "Schweinekinder" gelesen und das reichte mir schon.
Ein Mann, der meine Kinder so bezeichnet, hat in meinem Leben und in dem meiner Kinder nichts, aber auch gar nichts mehr verloren.
Ich weiss aus eigener, mehrfacher Erfahrung nur zu gut, wie schwer es fallen kann, sich aus einer ungesunden, nervenaufreibenden Beziehung zu lösen und möchte Dir nur eins sagen:
Verschone Deine Kinder vor diesem Menschen bitte. Und verschone Dich selbst. Gerade weil Du schreibst, Deine Kinder hätten viel Streit in der Ehe mitbekommen.
Ich rate Dir wirklich sehr, Deine Kinder nicht einer "Partnerschaft" zu opfern, die Dich selbst auch nur fertig macht (Dein Zitat: "Ich fühle mich sehr "beobachtet"). Das kenne ich so gut. das Einzige, was da hilft, ist wirklich, den Beobachter (eine Rolle, die ihm in keiner Weise zusteht, solle er sich mal lieber um seine beiden Kinder kümmern, statt seine Freundin zu beobachten, wie sie mit ihren Kindern umgeht!) rauszuwerfen.
Entschuldige bitte die radikale Ansage. Aber gerade als Mensch, der lange in Beziehungen ausharrt, die ihm nicht gut tun, läufst Du Gefahr, auch diesmal wieder zu lange solch ein krankmachendes Theater auszuhalten.
Wofür?
Du brauchst keinen Beobachter, keinen "Partner", der Deine Kinder als "Schweinekinder" betitelt.
Du bist als ihre Mutter genau so, wie sie es brauchen, lass den Typen bloss da raus.
Er ist halt "kein Diplomat"? Ha ha ha. Und Du bist nicht Mutter Theresa.

Ganz liebe Grüße, pass auf Dich und Deine Kinder auf!
 
  • #28
Nein da bin ich anderer Meinung : ich merke mittlerweile wenn was nicht stimmt und kann es klar ansprechen. In der Vergangenheit suchte ich in so Fällen den Fehler bei mir.
Ich habe grosse Fortschritte gemacht; aber vor Fehlentscheidungen ist keiner sicher. Irren ist menschlich. Es geht jetzt eher darum wie ich die Situation "handele" und dass ich nicht in Schuldgefühlen versinke und erstarre und die Situation hinnehme.
Ja, Irren ist menschlich und Fehlentscheidungen gehören zum Leben dazu. Auf jeden Fall. Du bist auf einem guten Weg. Bedenke immer, dass Deine Kinder Deinen Schutz brauchen, sie sind auf Dich angewiesen.

Und Schuldgefühle brauchst Du nicht zu haben! Du bist auch nur ein Mensch.

Alles Gute!
 
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  • #29
Liebe Nora2,

Danke für deine Worte!

"Er ist halt "kein Diplomat"? Ha ha ha. Und Du bist nicht Mutter Theresa."
Da musste ich lachen! Genauso ist es!!
War in der vergangenheit auch mein Problem: mutter-Theresa-syndrom
Ich werde bei der 1. gelegengeit alles noch mal mit ihm besprechen.

LG!
 
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