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Gast

  • #1

Neuer Partner kommt nie beim Sex

Hallo zusammen,
Ich habe ein für mich sehr grosses Problem,mein neuer Partner und ich haben eine wundervolle Zeit miteinander. Wir kennen uns seit ca. einem halben Jahr, wir sind uns schon bevor wir fest zusammen waren näher gekommen. Was mich nun sehr traurig macht ist, dass er nie wirklich bis zum Ende kommt. Wir haben zwar tollen, leidenschaftlichen Sex, aber nach einer Zeit lässt seine Erektion nach und wir hören dann auf. Es geht bei ihm auch allgemein sehr schnell, das seine Erektion wieder weg ist, obwohl er den Anschein macht, dass er körperlich sonst sehr erregt ist. Nun habe ich grosse Angst, dass es an mir liegt. Bevor wir fest zusammen waren, hat er mal geäussert, dass die Lust im Moment bei ihm einfach nicht so da wäre. Ich weiss einfach nicht, ob das was mit mir zu tun hat oder nicht. Da es auch länger gedauert hat, bis wir ein paar wurden. Wenn ich ihn darauf anspreche, meint er, ich solle mir keinen Kopf machen für ihn wäre es auch so wunderschön. Anfangs dachte ich, es liege an der Tatsache, dass wir mit Kondomen verhüten, aber mittlerweile schlafen wir ohne Kondome miteinander. Ich weiss wirklich nicht mehr weiter, ich möchte ihn auch nicht andauernd darauf ansprechen, weil ich ihm auch keinen Druck machen will. Aber ich möchte einfach, dass er es auch geniessen kann und auf seine Kosten kommt.
Was denkt ihr, vor allem männliche Forum- Besucher? Wie soll ich mich ihm gegenüber
verhalten?

Danke für eure Antworten.
 
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Gast

  • #2
Du magst uns das Alter Deines Partners nicht verraten - ist er also älter? Noch direkter gefragt: kann er denn "kommen", wenn er sich selbst dazu verhilft? Wenn er letzteres kann, und es "nur" bei/mit Dir nicht klappt, dann wird das Problem zu einem weiten Feld. Und dennoch kann es für ihn wunderschön sein, mit Dir zusammen zu sein.
Mann60+
 
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Gast

  • #3
Wie wäre es denn, wenn er sich Rat bei einem Urologen holen würde? Ihr könntet dann mal vorübergehend mit Viagra o.Ä. experimentieren. Manchmal (selbst erlebt) gibt das einen Impuls, so dass man es nachher gar nicht mehr braucht und alles von selbst klappt.
Hast du ihn schon gefragt, ob du ihm sonst irgendwie "helfen" kannst? Vielleicht mag er etwas, was er dir nicht zu sagen traut?

Viele Grüße und euch alles Gute!

w
 
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  • #4
Mein Partner ist erst 36, also noch "im besten Saft" eigentlich. Das ist eine gute Frage, ob er kommen kann, wenn er sich selbstbefriedigt. Hab ich ihn bisher noch nie gefragt, habe aber auch schon daran gedacht, dass er das vielleicht zu oft tut, und daher Probleme hat beim Sex? Ich möchte es einfach nicht zu einem Problem machen irgendwie, weil ich denke, dass es dann für ihn noch schwieriger ist, da er denkt, dass ich eine gewisse Erwartungshaltung habe. Er meinte auch mal, nur weil er keinen Samenerguss habe, bedeute das nicht, dass er keinen Orgasmus erlebe.
Nun ja, ich kannte bisher noch keinen Mann, mit dem das so war. Sicher gibt es Männer, die es bewusst heraus zögern, um damit die Lust zu steigern...Ich habe ihn auch bereits gefragt, ob es denn etwas gibt, was ihm nicht gefällt, aber er hat gemeint, dass alles schön wäre so. Ich weiss allerdings, dass er schon auf Analverkehr steht. Darüber haben wir mal gesprochen. Davon bin ich jedoch nicht wirklich Fan. Ich hoffe jetzt aber nicht, dass dies die einzige Möglichkeit wäre.

FS, 29
 
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  • #5
liebe fs,

eins ist sicher, mit dir hat das nichts zu tun.
wenn er auf analverkehr steht, kann es sein, dass er diesen viel stärkeren reiz braucht, weil er sich dran gewöhnt hat?? wenn dir das nicht gefällt, mache es nicht seinetwegen...

du könntes versuchen, die abstände zu verlängern zwischen denen ihr sex habt, tabletten können tatsächlich helfen, auch eine sexualtherapie.

das beste, das du tun kannst, ist dir - so schwer es ist - mal eine zeitlang dir gar keinen kopf darüber zu machen....

w
 
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Gast

  • #6
Natürlich können Erektionsprobleme schon im Alter von 36 Jahren anfangen. Das kommt auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand und Fitness an. Der Mann soll zu einem guten Urologen gehen, also zu einem, der sich dieses Problems auch ernsthaft annimmt, Untersuchungen durchführt und unterschiedliche Therapieansätze in Betracht zieht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das macht nicht jeder Urologe so konsequent. Der Mann soll den Gang zum Arzt nicht so lange rauszögern, damit er weiß was Sache ist und sich das Problem nicht noch mehr verschlimmert.

Kein Samenerguss beim Orgasmus, das passiert vielleicht, wenn man zum dritten oder viertem Mal hintereinander kommt. Beim ersten, zweiten Mal kommt immer was. Der Mann redet die Sache schön. Du musst es in seinem Interesse zu einem Problem machen.
 
  • #7
Frag ihn. Es kann viele Erklärungen dafür geben.
Ich kannte beispielsweise einen Mann, der als Erwachsener beschnitten wurde und seither so unempfindlich war, dass er zwar stundenlang Sex haben aber nicht kommen konnte. Das funktionierte nur durch Handanlegen. Trotzdem konnte er Sex sehr genießen. Er hat das schon frühzeitig so kommuniziert, so dass ich das typisch weibliche Gedankenkarussell (oje, bin ich nicht reizvoll genug?) gar nicht erst anwerfen konnte.
 
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  • #8
Ich schätze, ich habe einfach im Moment auch ein wenig Verlustängste, da ich diesen Mann sehr sehr liebe, und das Gefühl habe endlich angekommen zu sein- und ich musste auch sehr um ihn kämpfen, deshalb mach ich mir wahrscheinlich umso mehr Gedanken darüber.
Ich denke auch, dass ich das einfach mal eine Weile beobachten sollte. In einer neuen Beziehung ist es ja anfangs immer schwierig, bis man sich dem neuen Partner ganz hingeben kann etc. Er ist halt auch ein Mann, der ganz und gar darin aufgeht, wenn er die Frau verwöhnen kann, deshalb macht es mich umso trauriger, dass ich ihm quasi nicht das gleiche schenken kann..

FS
 
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  • #9
"eins ist sicher, mit dir hat das nichts zu tun."

Sehe ich überhaupt nicht so. Woher diese "Sicherheit". wenn es nichts mit Ihr zu tun hat, mit wem sonnst? Verstehe diese Aussage überhaupt nicht. Wenn das so schon immer so bei Ihm gewesen wäre, also es NICHTs mit der FS zu tun hätte, dann würde Er Ihr einfach sagen, Liebling, es war schon immer so, ich finde es nach wie vor toll, keine Ahnung wieso diese ganzen Männer in den Pornos immer ein Orgasmus kriegen und ich möchte jetzt mit Dir schlafen, punkt aus.

Die FS ist schlecht beraten wenn Ihr gesagt wird, dass es mit Ihr nichts zu tun hat.

Nicht zu verwechseln mit, dass es Ihre Schuld ist, oder, dass Sie daran etwas ändern kann oder soll. Das ist was ganz anderes.
 
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  • #10
Liebe FS,

ich kann dich nur allzu gut verstehen, da ich mit derselben Situation konfrontiert bin.

Mein Partner, 42, den ich seit 1/2 Jahr kenne, setzt alles daran, dass ich zum Orgasmus, noch besser zu mehreren Orgasmen komme.
Ich habe den Eindruck, dass er nur an mich dabei denkt und selbst überhaupt nicht genießen kann.
Aber auch ich will, dass es für ihn sehr schön ist.
Bitte nicht lachen: ich gehe an meine körperlichen Grenzen, weil nur durch extrem schnelle Stimulation schaffe ich es meistens, ihn zum Orgasmus zu bringen. Aber auch dies dauert ziemlich lange.

So etwas kannte ich noch nicht. Da ich ziemlich eng gebaut bin und eine gute Scheidenmuskulatur habe, war eher ein frühzeitiger Samenerguss die Folge.

Auch ich bin ratlos.
 
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  • #11
Liebe FS,

ich hatte am Anfang meiner Beziehung das gleiche Problem. Ich habe mit meinem Freund darüber geredet und es hat sich herrausgestellt das er sich selbst unter sehr hohen Druck gesetzt hatte um mich zu befriedigen und darüber seine Lust irgendwie aus den Augen verlore.
Inzwischen haben wir das ziemlich gut im Griff und von 10 mal kommt er ungefähr 8-9 mal zum Orgasmus.
Reden hilf, ansonsten einen guten Urologen um Rat fragen aber meist sagen die so wie so das es ein mentales Problem ist und kein Physisches.

Gruss w27
 
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  • #12
Ich bin in einer ähnlichen Beziehung der männliche Part und habe auch diese Probleme.
Da ich aber bisher immer ausgezeichnet funktioniert habe und meine Partnerin die tollste Frau ist, die ich mir nur wünschen kann, liegt es m.E. einfach an der Spannung der neuen Beziehung; ich gebe zu, ich fühle mich dabei schon sehr unter Leistungsdruck.

Also mach Dir keinen unnötigen Kopf und auf alle Fälle keinen Druck; ich denke dass wird sich schon alles ebnen.

m53
 
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  • #13
Danke für eure Antworten,

Ich konnte erst gestern, als wir miteinander Sex hatten wieder feststellen , wie schnell die Erektion bei ihm ab- und zu nimmt. Beispielsweise wenn wir uns gegenseitig gleichzeitig verwöhnen und er mich am Po berührt, dann geht es eine Millisekunde und er ist wieder total erregt, genau so schnell gehts dann aber auch wieder Bergab, wenn es z.B. einen kurzen Unterbruch gibt durch Positionswechsel o.ä. Mir hängt der Satz, "Die Lust fehlt mir irgendwie" einfach so sehr noch in den Ohren, das sagte er vor zwei Monaten ungefähr zu mir, da waren wir noch nicht fest zusammen und hatten dann einen Monat Auszeit, bis er wir dann kurz nach Weihnachten fest zusammen gekommen sind. Jetzt leb ich einfach immer noch mit dieser Angst in mir, dass er die Beziehung vielleicht nicht wirklich will und das mit dem Sex darum nicht richtig klappt. Ich muss einfach dieses Grundvertrauen auch wieder aufbauen, da wir gewisse Anlaufschwierigkeiten hatten Beziehungstechnisch. (Erst wollte er und ich nicht, und dann umgekehrt:-/) Wobei ich sagen muss, dass er anfangs, als er mich unbedingt wollte und ich nicht, seine Lust ja auch da war, es aber trotzdem die selben Schwierigkeiten gab beim Sex...

FS
 
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  • #14
Das ist seltsam, FS! Wenn der (körperlich-mechanische?!) Reiz ausfällt, verliert er sofort die Erektion, wenn der (körperlich-mechanische?!) Reiz wieder da ist, ist auch die Erektion wieder da. Und dazu der Satz: "Die Lust fehlt mir irgendwie". Könnte es sich um eine Form von Asexualität handeln? D.h., die Biologie funktionert, aber im Kopf ist "nichts" - keine Lust, keine sexuelle Begierde (völlig unabhängig von Dir!). Nur mal so eine Hypothese! Und woran erkennst Du seine "sonstige körperliche Erregung", von der Du im Eingangspost geschrieben hast? m43.
 
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  • #15
Von Erregung sprichst Du, wenn er Dich am Po berührt und von Eurem Gespräch über AV.
Kann es sein, daß er sehr verrückt nach Deinem Po ist, Dich hemmungslos auch dort verwöhnen und das genießen will? Ich hatte mal einen Geliebten, mit dem es ähnlich war, als der Damm gebrochen war und ich es auch wahnsinnig genossen habe - weg waren die Probleme, er fühlte sich sexuell voll angenommen.
 
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  • #16
Die sonstige körperliche Erregung bemerke ich an seiner Atmung, seiner Mimik, Seinen Berührungen etc. Ich merke auch, dass er oft kurz davor zu sein scheint aber dann passiert irgendwas mit ihm (was auch immer) dass die Erregung eben plötzlich weg ist. Ich denke schon auch, dass er sehr auf AV steht, und vielleicht auch diese Art von Reiz braucht, um zum Samenerguss zu kommen. Nur kann ich im Moment noch nicht so ganz dafür offen sein, ich lasse zwar die orale Befriedigung zu aber für AV brauch ich sehr viel Vertrauen und Sicherheit, sonst könnte ich das wieder nicht geniessen. Es ist ja auch nicht so, dass er danach fragt, oder es einfach versucht aber wir haben ganz am Anfang mal darüber gesprochen und ich weiss, dass er schon drauf steht. Er fragt mich aber auch immer, ob ich es schön fände und ob alles so ok wäre sonst müsse ich es ihm sagen, wenn er was mache, was mir nicht gefalle- Dasselbe sage ich ihm natürlich und er sagt dann ja auch immer, dass alles schön wäre und er dann "schon kommen würde, früher oder später"...
Ich denke, dass bei ihm einfach auch ganz viel mit dem Kopf zu tun hat, sobald er aufhört zu denken und sich hingibt, klappt es auch mit der Erektion, nur wenn halt zwischendurch irgendwie ein äusserer Reiz kommt, der ihn ablenkt, dann beginnt es glaub ich wieder zu Kreisen in seinem Kopf. Und er merkt glaube ich auch, dass ich halt jedes Mal irgendwie drauf hoffe, das setzt ihn wahrscheinlich zusätzlich unter Druck.
 
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  • #17
Mir kommt deine Schilderung sehr bekannt vor. Ich hatte längere Zeit sexuellen Kontakt mit einem Mann dessen Erektion ebenfalls leicht "abzulenken" war. Seine Sexualität erschien mir sehr kopflastig, was er von Typ grundsätzlich war. Er konnte sich nur schwer fallen lassen, seine Lust war oft zurückhaltend.

Ausbleibende Orgasmen (die nicht gesundheitlich bedingt sind) haben fast immer etwas mit "sich nicht fallen lassen können" zu tun, zu kontrolliern. Ein Orgasmus ist ja nichts schweres- am Ende muss man ihn einfach zulassen, sich gehen lassen, loslassen.
Wenn er so keine großen Probleme oder anhaltende Stresssituationen hat, dann hat er in der Vergangenheit vielleicht eine negative Erfahrung gemacht die ihn nun hemmt sich gehen zu lassen, Angst vor Zurückweisung, Verletzung oder aber Selbstzweifel. Vielleicht hat er auch ausergewöhnlichere Wünsche und fürchtet deine Ablehnung. Da er ja anscheinend selbst schon erkannt hat, dass da was nicht so ist wie es sein sollte, liegt der Verdacht nahe, dass es nicht an deiner Person liegt.

Ich würde ihm zum einen dazu einladen seine sexullen Wünsche zu schildern, ihm diesbezüglich Sicherheit vermitteln (und nicht gleich das Gesicht verziehen wenn er etwas sagt was einem nicht gefällt) und zum anderen fragen, ob du etwas tun kannst damit er sich besser fallen lassen kann. Lass dir vielleicht einfach mal -zeigen- was er so für Vorstellungen hat und vertraue darauf, dass er dir nichts ungutes tut. Wenn dieses Vertrauen denn da ist.
Mir scheint hier herrscht auf beiden Seiten Unsicherheit.
 
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  • #18
Ich kenne die Situation der Fragestellerin sehr gut, allerdings in der männlichen Role. Aus meiner Sicht ist die Beschreibung im Beitrag 16 die beste Erklärung für die Situation. Ich, wie vielleicht auch der Freund der Fragestellerin, wurde in meiner letzten langjährigen Beziehung von meiner Partnerin sehr verletzt. Nach dem Ende dieser Beziehung lebte ich fast 9 Monate lang freiwillig ohne Sex, weil ich einfach überhaupt keine Lust dazu hatte. Obwohl die Lust zwischenzeitlich zurück kam, fehlte mir am Anfang meiner aktuellen Beziehung einfach noch das notwendige Vertrauen in meiner Partnerin, um mich ihr ganz und gar hingeben zu können.

Zum Glück haben wir offen darüber gesprochen, und sie zeigte viel Verständnis. Anstatt sich aufzuregen, ihre Qualität als Frau oder Liebhaberin zu hinterfragen, oder mich unter Druck zu setzen, "hilfte" sie hin und wieder sehr einfühlsam mit OV oder gelegentlich mit AV nach (was einfach mechanisch gesehen sehr hilfreich ist, eine Erektion zu halten). Mit Zeit und Vertrauen löste sich dann das "Problem" von alleine.