• #1

Neue Fernbeziehung - Probleme

Hallo zusammen!
Ich (m30) habe vor 4 Monaten eine Frau (auch 30) im Internet kennengelernt. Wir haben uns sofort sehr gut verstanden und "waren" beide sehr verliebt. Ich hatte bisher drei längere Beziehungen (3, 5 und 3 Jahre) und sie hatte vor langer Zeit eine Beziehung die ein 3/4 Jahr hielt.
Wir wohnen eine gute Stunde auseinander.
Problematisch für mich ist, dass ich sie am liebsten jedes Wochenende sehen will. Ich bin sehr verliebt und mich zieht es zu ihr hin. Für mich ist ein regelmäßiges Sehen (auch mal nur für einen Tag) wichtiger als sich im Urlaub eine Woche zu sehen und dann zwei Wochen gar nicht mehr.
Wir hatten von Anfang an das Problem, dass sie auf die Bremse gedrückt hat und ich immer das Gefühl hatte, dass ich ich sie überfordere.
Sie hat sehr schlechte Männererfahrungen gemacht und hat bei mir schon sehr viel an Nähe zugelassen.
Trotzdem weiß ich z.B. bis heute nicht ob wir eigentlich zusammen sind. Wir haben uns beide schon unseren Freunden und der Familie vorgestellt, aber sie möchte trotzdem nicht die Wörter "zusammen" oder "Paar" in den Mund nehmen.
Jetzt zu den aktuellen Problemen:
1. Wir haben uns bisher fast jedes Wochenende gesehen und jetzt hat sie gesagt, dass sie das runterfahren möchte. Mich macht das sehr(!) traurig und ich fühle mich von ihr extrem abgelehnt. Wir kennen uns jetzt 4 Monate und ich fühle mich in einem andauernden Auf und Ab von Nähe und Distanz. Ticke ich nicht richtig, dass ich sie jedes Wochenende sehen will? Ich bin verliebt.
Bevor dieser Ratschlag kommt: Ja, ich habe zahlreiche eigene Freunde, einen Job und mache viel Sport.
2. Sie ist, aus meiner Sicht, wahnsinnig verkopft. Für mich ist sie einfach toll wie sie ist; vom Gefühl und Verstand her. Sie denkt andauernd darüber nach was ihr fehlen könnte bzw. wie das zwischen uns läuft. Sie ist nicht in der Lage sich fallen zu lassen bzw. die Verliebtheit auch zu leben. Es bedeutet ja nicht, dass ich mir Wünsche, dass sie ihren Kopf ganz abschaltet.
3. Der Sex ist großartig, aber viel zu selten. Sie sagt selbst, dass der Sex einfach gigantisch ist. Ich frage mich, was das bedeutet, wenn man schon in der Verliebtheitsphase so wenig Sex hat (max 1x pro Woche, manchmal auch 2 gar nicht). Für mich ist Sex ein Gefühlsausdruck und sehr eng mit meinem Herz verbunden.
Generell frage ich mich, ob ich einfach entspannen und abwarten soll wie es/sie sich entwickelt oder ob ich einfach spinne und viel zuviel will.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Aus meiner Sicht willst du nicht zu viel.
Die Entfernung machts natürlich kompliziert, aber sie scheint auf dem Rückzug zu sein. Mach dich nicht damit fertig, ob sie verkopft ist oder nicht - ändern kannst dus sowieso nciht.
Ich würde sagen, aus ihrer Sicht reichts nicht, so schmerzlich das auch für dich ist.
"Zu viel" wollen ist nur dort problematisch, wo es krankhaft oder strafbar wird. Sonst ist es nicht zu viel, sondern eben genau das, was du willst, und dazu solltest du in jedem Fall stehen. Normal ist was für dich normal ist. Wessen Leben willst du denn leben wenn nicht deines?
 
  • #3
Hallo Lily. Du sprichst das an was ein Teil von mir denkt. Wenn schon in der ersten Phase zu wenig Nähe für mich da ist, sieht das für die Zukunft ja nicht gerade rosig aus.

Danke für deine Antwort.
 
  • #4
Vielleicht würde dir ein klärendes Gespräch helfen: Was genau fühlt sie und was möchte sie? Bedenke auch, dass du dich vielleicht auf eine negative Aussage einstellen solltest. Schütze dich selbst und gehe ein bisschen auf Distanz. Weniger melden. Vielleicht muss sie spüren, ob sie dich vermisst. Wenn nicht: dann weißt du wenigstens, woran du bist. Alles Gute!
 
  • #5
Hallo FS,
dass dich die Situation verwirrt und verletzt ist verständlich. Ich kann dich nur in so fern trösten, als dass es bei meinem Freund und mir am Anfang genau so war. Allerdings hat sich das nach ca. einem Monat gelegt, vielleicht benötigt deine Freundin halt etwas mehr Zeit als ich.
Mein Freund wollte damals auch dass wir uns jeden Tag sehen. Ich brauchte zwischendurch mal einen Tag für mich. Das hatte gar nichts mit meinen Gefühlen zu tun, mir war sofort klar, dass er mein Traummann ist. Allerdings wurde ich davor in Beziehungen sehr verletzt und konnte dadurch nur sehr schlecht Nähe zulassen. Ich brauchte ein paar Wochen, bis ich mich vollkommen öffnen konnte. Auch beim Sex war ich teilweise wie blockiert. Nach ein paar Wochen habe ich mich dann an die Situation langsam gewöhnt und inzwischen haben wir einen ganz normalen Paar-Alltag.

Allerdings sollte man so etwas auch offen kommunizieren. Weil ich meinen Freund von Anfang an sehr geliebt habe und ihn durch mein Verhalten nicht verlieren wollte, habe ich mich zusammengerissen und ihm auch gesagt was in mir vorgeht. Du bist auch ganz sicher nicht unnormal, weil du sie oft sehen und oft Sex willst.
Ich kann mir denken, dass sie ähnliche Probleme wie ich hat und diese nur leider nicht so schnell in den Griff bekommt. Rede mit ihr über vergangene Beziehungen, vllt liegt da die Ursache. Aber ich würde dennoch voraussetzen, dass auch sie einen Schritt auf dich zugeht und wenn sie sich gar nicht öffnen kann, ist sie wohl leider nicht die richtige für dich.
 
  • #6
Trotzdem weiß ich z.B. bis heute nicht ob wir eigentlich zusammen sind.
Brauchst Du es schriftlich? Vielleicht gar notariell beurkundet? Zusammen ist man, wenn man nach außen (also gegenüber Dritten) als Paar auftritt und nach innen (also wenn man zu zweit allein ist) miteinander tut, was Paare eben so tun: Sex, Zärtlichkeiten, Kuscheln, gemeinsame Aktivitäten, kleine Geschenke (z.B. Blumen). Was dann vielleicht noch fehlt sind Zukunfts- und Urlaubspläne, die einem das Gefühl geben, daß der andere längerfristig mit einem rechnet. Kommt aber sicher noch. Bitte nichts überstürzt definieren wollen, das wäre kontraproduktiv!
 
  • #7
Wir hatten von Anfang an das Problem, dass sie auf die Bremse gedrückt hat und ich immer das Gefühl hatte, dass ich ich sie überfordere.
Sie hat sehr schlechte Männererfahrungen gemacht und hat bei mir schon sehr viel an Nähe zugelassen.
Trotzdem weiß ich z.B. bis heute nicht ob wir eigentlich zusammen sind. Wir haben uns beide schon unseren Freunden und der Familie vorgestellt, aber sie möchte trotzdem nicht die Wörter "zusammen" oder "Paar" in den Mund nehmen.
Wahrscheinlich hat sie für ihr Gefühl inzwischen schon zuviel Nähe zugelassen, so dass sie jetzt wieder ganz massiv auf die Bremse drückt und dich noch seltener sehen will; der seltene Sex - und zwar gerade, weil er mit dir so gigantisch ist - ist ebenso ein Anzeichen dafür, dass sie nicht mehr Nähe möchte/aushalten kann. Dafür spricht auch, dass sie mit 30 Jahren bisher erst eine kurze Beziehung hatte, sie scheint Angst vor weiteren Verletzungen zu haben, wenn sie sich gefühlsmässig zu sehr einem Mann öffnet.

Auch scheint sie tief in ihrem Inneren zu glauben, dass sie es nicht wert ist, um ihrer selbst willen geliebt zu werden, also mangelndes Selbstwertgefühl, wenn sie andauernd darüber nachdenkt, was ihr fehlen könnte. Wenn ihr eigentlich eine feste Beziehung zu dir wichtig ist, kann sie versuchen, an ihrem Selbstwert zu arbeiten, dazu könnten z.B. die Übungen im Kapitel "Wie kann ich meine Bindungsangst loswerden?" im Buch "Vom Jein zum Ja!" von Stefanie Stahl eine Hilfe sein. Ansonsten ist für sie wohl nicht mehr als eine exklusive "Freundschaft Plus" mit dir lebbar, aber das macht dich ja eher unglücklich - dein Bedürfnis nach mehr Nähe ist vollkommen normal und nachvollziehbar.

w 51
 
G

Ga_ui

  • #8
Ich denke, du passt typmäßig nicht zu dieser recht unabhängigen Frau. Und solche Menschen muss man lassen und sie nicht zerstreuen, indem man ihnen ein anderes Konzept aufdrängen will, indem man sich ihnen selbst aufdrängt.

Als Frau in diesem Alter kann ich sagen, brauch ich keinen Mann mehr jede Woche mehr um mich zu haben. Ich muss mich das Vorankommen meines Jobs kümmern, will nicht nur ständig in einer Unterposition oder Verkäuferposition "abhängen", habe zahlreiche Hobbys, will am Wochenende mal ein gutes, dickes Buch lesen, und auch wenn Verliebtsein schön ist, möchte ich nicht gleich daran denken, wie ich ab sofort für den Mann dauerhaft zur Verfügung stehe und ihm den Haushalt mache.

Übrigens: Mit 30 hat jede Frau massiv schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht. Und ab 30 werden Männer dann nur noch zickig zu einem, weil sie denken, sie können sich jetzt vollständig alles herausnehmen und einem herumarrangieren, wie sie es möchten. Bei mir ist da schnell der Ofen aus mit Männern.

Verstehe jetzt auch dein Problem nicht. Wenn du einer dieser konservativen Familien-Beziehungs-Typen bist, suche dir besser eine Frau, die gleiche Ziele hat. Ansonsten wirst du sie immer bedrängen und ihr macht euch beide unglücklich, weil sie Freiraum will, und du Nähe.

Willst du mit dieser Frau zusammenbleiben, musst DU dich ihrem Rythmus anpassen! Ich sehe gar keine andere Möglichkeit. Alles andere ist Maßregelung und an ihr herumbasteln und sie nicht so akzeptieren und respektieren wie sie ist und sein will.
Überlege dir gut, was DU mit dieser Frau willst, und warum DU dich nicht umändern willst! Die Frau ist 30, also pfusch ihr nicht in ihr bodenständiges Leben rein, das scheinbar sehr gut ohne dich läuft, sonst bist du die nächste "schlechte Erfahrung" für sie.
 
G

Ga_ui

  • #9
e, sie scheint Angst vor weiteren Verletzungen zu haben, wenn sie sich gefühlsmässig zu sehr einem Mann öffnet.

Auch scheint sie tief in ihrem Inneren zu glauben, dass sie es nicht wert ist, um ihrer selbst willen geliebt zu werden, also mangelndes Selbstwertgefühl, wenn sie andauernd darüber nachdenkt, was ihr fehlen könnte.
Ich halte nichts davon, der nicht beteiligten Person irgendwas anzudichten. Die Frau hat doch klar gesagt, was sie möchte und was nicht. Nicht jeder möchte eine Partner jeden Tag oder jede Woche um sich haben. Sorry, dass ich damit jetzt das Weltbild einiger Menschen zerstöre, aber so ist das nun mal.

Hart gesagt, will die Frau nicht mit ihm zusammensein, sonst würde sie eben Nähe suchen. Lass sie doch in Ruhe! Ich verstehe nicht, warum man manche Menschen so derart quälen muss, wenn sie nicht wirklich wollen?!

Auch du als Mann hast einen Mund zum Reden. Wenn du deinen Beziehungsstatus wissen willst, frage klar nach den Tatsachen. Druckst sie rum, will sich Zeit lassen oder schiebt Gründe vor, seid ihr nicht zusammen.

Ein Mann mit Selbstbewusstsein müsste seinen Status nicht über eine andere Frau auskundschaften, er definiert seinen Status selbst. Nämlich Status: Single, wenn eine Frau nicht entsprechend auf ihn zu kommt. Vor allem quängelt ein Mann mit Selbstwert nicht herum. Er akzeptiert es so, oder er sucht sich was besseres für seinen Geschmack. Sie ist ja nicht die einzige Frau auf diesem Planeten.
 
N

nachdenkliche

  • #10
Dann passt diese Frau einfach nicht zu Dir, ohne dass ich ihr diese von Dir positiven Eigenschaften absprechen möchte. Sie hat ein anderes Nähebedürfnis wie Du oder ist einfach nicht in diesem Maße verliebt, wie Du es bist. Für mich ist eine Std. Entfernung keine Fernbeziehung! Und warum muss Sex immer gigantisch sein? Das macht unguten Erwartungsdruck, das gigantische hört eh auf, nur mal so nebenbei. Du willst auf jeden Fall nicht zu viel.
 
  • #11
Lieber FS,
ich kann es sehr gut verstehen, dass eine Frau die ein eigenes Leben hat, nicht jedes Wochenende sich ihr Zeitschema von den Bedürfnissen eines neuen Mannes in ihrem Leben vorgeben lassen will - gerade wenn sie eine Frau mit was im Kopf ist. Sie hat eigene Bedürfnisse, die nicht deckungsgleich mit Deinen sind.

Für viele Frauen ab 30 sind Männer nicht mehr der Nabel der Welt. Das müssen Männer im Hinblick auf einen bestimmten Frauentyp lernen. Die Frauen haben ausreichend (schlechte) Erfahrungen gemacht, einen abgeklärten Blick auf ihr Umfeld und können auch gut ohne Mann leben.
Gerade wenn sie lange Single war, hat sie sich ein Leben eingerichtet, wie es ihrem Naturell entspricht. Sie hat sich offensichtlich öfter mit Dir getroffen, als sie wollte - nicht weil sie Dich nicht mag, sondern wie viele verkopfte Menschen Zeit für sich braucht - daher die Aussage, dass sie nicht jedes Wochenende sich dem Beziehungsdiktat unterwerfen will.
Die Freiheiten, die sie für sich selber wünscht, gibt sie Dir ja auch.

Mir geht es ähnlich. Eine Fernbeziehung in der alles auf dem Wochenende liegt und ich ein mir fremdes Zeitschema leben muss, kommt für mich daher nicht mehr infrage. Ich arbeite viel, gehe natürlich auch gern mit Freunden aus, treibe Sport, nehme am Kulturleben teil, bin ehrenamtlich tätig und habe ein Hobby. Darüber hinaus liebe ich es zu lesen. Letzteres braucht Zeit und Ruhe. Wann habe ich diese? - richtig, am Wochenende. Ich hätte auch keine Lust, auf meine Relaxphasen zu verzichten (die ich brauche), weil ein Mann in mein Leben platzt und mich nun jedes Wochenende sehen will.
Du wohnst eine Stunde entfernt - das ist keine Entfernung. Wenn beide es wollen, kann man sich nach der Arbeit treffen und was zusammen unternehmen, vielleicht auch die Nacht zusammen verbringen und dann startet jeder am nächsten Morgen in seinen tag. Es muss nicht immer jedes Wochenende als einzige Gelegenheit sien, sich zu sehen.

Mit so einer Frau als Partnerin kannst Du Dich darauf verlassen, wenn Deine akute Verliebtheit nachlässt und Du wieder Deine Freiheiten und Zeiten für Dich haben willst, wird sie Dich gern machen lassen, was Du willst, solange Du nicht das Falsche tust. Hast Du hingegen eine Partnerin, die genauso anhänglich ist, wie Du es jetzt bist, dann kannst Du davon ausgehen, dass sie Dir auch keinen Freiraum gibt, wenn Du ihn willst. - Deine Wahl, was Du Dir langfristig von einer Partnerin wünschst.
 
  • #12
FS, ich kann in dem von Dir beschriebenen Fall keine "Fernbeziehung" erkennen.

Was Du als "Fern" bezeichnest, fahren viele Menschen fünf oder auch sechs Tage die Woche wie selbstverständlich zu ihrem Arbeitsplatz.

Von daher ist auch sich gerade mal vier Tage im Monat zu sehen, eher ein schlechter Witz als eine Beziehung. Erst recht in der normalen rosarot verliebten Anfangsphase, was bei Deiner "Freundin" unter Fehlanzeige zu verbuchen ist.

Ich kann als Mann durchaus akzeptieren, daß für viele Frauen "Männer nicht mehr der Nabel der Welt sind und und auch gut ohne Mann leben können". Dann sollten sie auch bitteschön zu letzterem stehen und sich fairerweise konsequent der Beziehungswelt fernhalten . Erst recht, wenn in ihrem "ausgefüllen Leben" für eine Beziehung sowieso kein angemessener Platz für Beziehungszeit mehr ist - ein Partner ist dafür kein Anhängsel nach Belieben! Alles andere ist egoistische Inanspruchnahme von Vorteilen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Ich persönlich würde keine Funktion als Bespaßungs-Musikbox übernehmen, die nur dann zu spielen hat, wenn es Madam genehm ist, eine Münze einzuwerfen.

Ich rate Dir, für Dich schnellstmöglich emotionale Distanz zu dieser Frau aufzubauen und Dich auf das gleiche Gleichgültigkeitslevel zu begeben. Und wie oben schon erwähnt, gibt es genug Frauen die eine Beziehung ernsthaft und mit Verantwortungsbewusstsein angehen.
 
  • #13
FS, ich kann in dem von Dir beschriebenen Fall keine "Fernbeziehung" erkennen.

Was Du als "Fern" bezeichnest, fahren viele Menschen fünf oder auch sechs Tage die Woche wie selbstverständlich zu ihrem Arbeitsplatz.

Von daher ist auch sich gerade mal vier Tage im Monat zu sehen, eher ein schlechter Witz als eine Beziehung. Erst recht in der normalen rosarot verliebten Anfangsphase, was bei Deiner "Freundin" unter Fehlanzeige zu verbuchen ist.

Ich kann als Mann durchaus akzeptieren, daß für viele Frauen "Männer nicht mehr der Nabel der Welt sind und und auch gut ohne Mann leben können". Dann sollten sie auch bitteschön zu letzterem stehen und sich fairerweise konsequent der Beziehungswelt fernhalten . Erst recht, wenn in ihrem "ausgefüllen Leben" für eine Beziehung sowieso kein angemessener Platz für Beziehungszeit mehr ist - ein Partner ist dafür kein Anhängsel nach Belieben! Alles andere ist egoistische Inanspruchnahme von Vorteilen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Ich persönlich würde keine Funktion als Bespaßungs-Musikbox übernehmen, die nur dann zu spielen hat, wenn es Madam genehm ist, eine Münze einzuwerfen.

Ich rate Dir, für Dich schnellstmöglich emotionale Distanz zu dieser Frau aufzubauen und Dich auf das gleiche Gleichgültigkeitslevel zu begeben. Und wie oben schon erwähnt, gibt es genug Frauen die eine Beziehung ernsthaft und mit Verantwortungsbewusstsein angehen.
=> ehrlich gesagt ist das exakt mein Eindruck aus Sicht einer Frau, 1 STunde Entfernung ist ein Klacks und so wenig sehen, würde mich voll traurig machen, Ich denke nicht das es passt, der junge Mann hat eine andere Dame mehr als verdient.
 
  • #14
Lieber FS, ich bin da so wie du gestrickt - du willst aus meiner Sicht daher absolut nicht zu viel. Ich finde, wenn man verliebt ist und sich nach u nach weiter kennen lernen will, dann ist es das Minimum, sich jedes Wochenende zu sehen. Ideal finde ich, wenn man sich zusätzlich 1-2mal unter der Woche sehen kann. Geht das nicht, ersatzweise Telefonieren. Sie scheint - warum auch immer - auf Abstand bleiben zu wollen. Jetzt will sie sogar, dass ihr euch noch seltener seht. Also ich verstehe ein derartiges Verhalten nicht, weil ich sehr klar bin und entschieden in meinem Gefühlsleben: Entweder finde ich jemanden toll und will ihn richtig kennen lernen, oder eben nicht; dazwischen gibt es nichts. Du klingst sehr nett. Sie sollte froh sein, einen Mann mit Herz gefunden zu haben. Sag ihr was dich stört. Ändert sich nichts, schau halt, wie lange du das aushalten kannst. Geht es nicht mehr, mach rigoros Schluss. Als Selbstschutz. Was nützen wenige Highlights im Jahr, wenn man all die Wochen/ Monate zwischen den seltenen Treffen Sehnsucht leidet? Da ist man unterm Strich unglücklicher als ganz allein. Ich wünsche dir alles Gute!
 
E

EarlyWinter

  • #15
FS, ich kann in dem von Dir beschriebenen Fall keine "Fernbeziehung" erkennen.

Was Du als "Fern" bezeichnest, fahren viele Menschen fünf oder auch sechs Tage die Woche wie selbstverständlich zu ihrem Arbeitsplatz.

Von daher ist auch sich gerade mal vier Tage im Monat zu sehen, eher ein schlechter Witz als eine Beziehung. Erst recht in der normalen rosarot verliebten Anfangsphase, was bei Deiner "Freundin" unter Fehlanzeige zu verbuchen ist.

Ich kann als Mann durchaus akzeptieren, daß für viele Frauen "Männer nicht mehr der Nabel der Welt sind und und auch gut ohne Mann leben können". Dann sollten sie auch bitteschön zu letzterem stehen und sich fairerweise konsequent der Beziehungswelt fernhalten . Erst recht, wenn in ihrem "ausgefüllen Leben" für eine Beziehung sowieso kein angemessener Platz für Beziehungszeit mehr ist - ein Partner ist dafür kein Anhängsel nach Belieben! Alles andere ist egoistische Inanspruchnahme von Vorteilen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Ich persönlich würde keine Funktion als Bespaßungs-Musikbox übernehmen, die nur dann zu spielen hat, wenn es Madam genehm ist, eine Münze einzuwerfen.

Ich rate Dir, für Dich schnellstmöglich emotionale Distanz zu dieser Frau aufzubauen und Dich auf das gleiche Gleichgültigkeitslevel zu begeben. Und wie oben schon erwähnt, gibt es genug Frauen die eine Beziehung ernsthaft und mit Verantwortungsbewusstsein angehen.
Dieser Beitrag trifft den Nagel so auf den Kopf, dass man dem absolut nichts mehr hinzufügen muss. Und in Vertretung für Inspirationmaster sage ich noch, hab Selbstwert und lass dich nicht zur Marionette einer Frau machen, die offenbar keine Beziehung will. Oder höchstwahrscheinlich nicht mit DIR denn was lernen wir hier tagtäglich in jedem Thread? Dass für Menschen, die wirklich verliebt sind, kein Berg zu hoch ist. Dann hat man Zeit denn es gibt nichts Schöneres als mit dem Menschen zusammen zu sein, den man liebt. Und 1(!!!) Stunde? Nicht dein Ernst? Das ist ein Witz, das ist gar nichts. Wenn man nicht verliebt ist dann ist auch schon über die Straße gehen zu viel.
Und übrigens: ein Partner, der einen liebt und den man selbst liebt feels like home. Er ist nicht zusätzlicher Stress, sondern die Wohlfühloase vom Stress "da draußen". Wenn eine Beziehung zusätzlicher oder noch größerer Stress ist dann kann man es vergessen.
 
  • #16
Ich versuche dir das Ganze aus einem anderen Blickwinkel zu schildern, da ich mich momentan in der komplett gleichen Situation wie du befinde - nur das ich der Rolle der "Näheverweigerin" bin.

Auch ich und mein neuer Freund leben ungefähr eine Stunde voneinander entfernt. Wir sehen uns meistens jedes Wochenende und wechseln uns mit dem Besuch immer ab. Ich habe allerdings einen sehr anspruchsvollen und zeitintensiven Beruf, studiere berufsbegleitend und habe auch so ein ausgefülltes Privatleben mit Freunden, Hobbies usw. - manchmal kommt es vor, dass sich nicht alles unter der Woche vereinbaren lässt und ich das Wochenende (oder zumindest einen Tag davon) für mein Leben abseits der Beziehung brauche - sei es um Freundinnen zu treffen, zur Kosmetik zu gehen oder einfach einmal von allem abzuschalten. Brauche ich diese Zeit, ist es jedes Mal eine Diskussion mit meinem Freund, die in einen Streit ausartet, da er für dieses Bedürfnis kein Verständnis hat und daraufhin immer meine Liebe anzweifelt.

Weniger Kontakt bedeutet für mich jedoch nicht automatisch, dass ich meinen Partner weniger liebe. Für mein Leben brauche ich aber hin und wieder Auszeiten, die ich meinem Partner auch jederzeit zugestehen würde, wenn er sie braucht. Ein gezwungenes Zusammensein am Wochenende ist für beide Partner dann nicht entspannend und komplett kontraproduktiv.

Ich würde dir raten, mit deiner Freundin nicht so streng ins Gericht zu gehen und stattdessen ihre Autonomie zu bewundern und dich über deine zu freuen. Schließlich kannst du dir sicher sein, dass sie dir auch die Freiheiten lässt und dich nicht kontrollierend einengt.