• #1

Neue Beziehung im reiferen Alter

Hallo liebe Leser und Schreiber,
ich möchte gern eure Meinungen zu folgendem Thema wissen:
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es kaum noch möglich ist, so richtig Schmetterlinge im Bauch zu spüren. Gleichzeitig habe ich einen Mann kennen gelernt, bei dem ich mich total wohl fühle, allein seine Anwesenheit und stundenlange Gespräche sowie sehr viele gleiche Ansichten und Lebenseinstellungen geben mir ein Gefühl der Geborgenheit. Ich bin nicht zu 100% verliebt, und doch sage ich, es ist die berühmte Nadel im Heuhaufen.
Wenn man mehrere gescheiterte Beziehungen hinter sich hat, wünscht man sich, endlich anzukommen. Dieses Gefühl baut sich in mir immer mehr auf.
Eine ältere Dame um die 80 sagte mal zu mir, dass es im mittleren Alter nicht mehr darauf ankommt, ständig "aneinander rum zu fummeln", sondern vielmehr um Vertrauen und partnerschaftliche Gemeinsamkeiten.

Wie geht es euch? Was habt ihr für Erfahrungen mit der neuen Liebe um die 50? Was erwartet ihr von einer neuen Beziehung in dieser Altersklasse?

Bin gespannt.
w54
 
  • #2
Also ich (damals zur Zeit meiner Suche 46 bis 50) war sicherlich eher zurückhaltend mit meinen Ansprüchen.

Ein Mann, der in Frage kam, musste sehr (selbst-)reflektiert sein, souverän, selbstsicheres Auftreten, auf eine lockere, selbstironische Art erfolgreich, in Punkto Eloquenz und Intelligenz sollte er bitte mit mir mithalten können, sportlich, faul und genießerisch sein, sehr sanft und ziemlich verrückt und macho sein, zudem musste ich ihn natürlich sexy finden. Außerdem sollte er bitte verrückt sein nach mir.

Da ich davon ausging, dass es das nicht geben würde, war ich mir ziemlich sicher, dass ich alleine bleiben würde - auch ok, es ging mir ausgezeichnet.

Inzwischen habe ich geheiratet, mein Mann toppt meine Ansprüche noch und ich bin tatsächlich bereit für ein gemeinsames Leben. Gibt es. Selten.
 
  • #3
Ich glaube, das Thema Verliebtheit ist in jedem Alter das Gleiche. Das Herzklopfen, die Schmetterlinge.
Was anders ist, ist die Beziehungsperspektive. Lebensplanungen wie Kinder gibt es nicht mehr, wahrscheinlich auch kein Hausbau, vielleicht nicht einmal zusammenziehen.
Einerseits weniger formal Verbindendes, andererseits mehr Freiheit und weniger Kompromissbereitschaft, aus meiner Sicht.
 
  • #4
Ich bin etwas älter als Du und hatte nach mehrjähriger Singlezeit im letzten Jahr auch so eine Nadel im Heuhaufen gefunden. Er ist wirklich großartig, ich bin gern mit ihm zusammen, aber ich bin nicht verliebt. Dabei entspricht er, wie sein Vorgänger in allen Kategorien meinem Wunschbild an einen Mann.
Wir haben uns auch lange genug Zeit gelassen, damit sich bei mir noch was entwickeln könnte - ist aber nicht passiert. Wir treffen uns immer noch häufig - freundschaftlich.

Es tut mir Leid, aber es ist wie es ist und nicht zu ändern. Ich gehe keine Vernunftbeziehung mehr ein, die sich im Alltag abnutzt und nervig wird, genausowenig Suche ich eine affaerenhafte LAT.

Ich habe ausgiebig Ursachenforschung betrieben. Erst dachte ich, ich bin zu alt, zu lange allein und habe mich in der Komfortzone eines wohlgeordneten Singlelebens rein nach meinen Bedürfnissen eingerichtet.
Mittlerweile scheint es wahrscheinlicher, dass ich eine Jahre zuvor beendete Fernbeziehung wohl doch nicht abgeschlossen habe. Auch das war eine Vernunftentscheidung, weil die Fahrerei jede Woche einmal längs durch Deutschland nach 2 Jahren meine Energien auffrass und mein sonstiges soziales Leben zerstörte. In den Mann war ich richtig verliebt, auch als ich mich trennte. Mein Herz ist wohl bei ihm geblieben, aber ohne großen Leidensdruck. Ich führe auch ohne Mann ein gutes Leben und es ist mir nur aufgefallen, als ein andere Mann da war und den Platz nicht einnehmen konnte.

Mit den seltenen Schmetterlingen hast Du Recht. Ich habe sie in exakt 10 Jahren einmal richtig und einmal etwas gespürt. Das etwas ist zuwenig, es fühlte sich falsch an, daraus eine Beziehung zu beginnen.
Ich bin froh, dass ich in diesen Dingen eine gute Selbstwahrnehmung habe, die mich von Irrwegen abhält.
 
  • #5
Was Liebe und Schmetterlinge im Bauch betreffen, so gibt es für mich keine Altersbegrenzung. Liebe kennt keine Grenzen, kein Alter etc. pp. Wo Liebe ist, gibt es Schmetterlinge! Wo sich nichts tut, kann keine Liebe sein, meine Meinung!
 
  • #6
Hallo!

Ich bin 49 Jahre alt und möchte bei meiner nächsten Beziehung schon Schmetterlinge fühlen, und wie ich die fühlen will! Natürlich ist das "Sich-Verstehen" und Geborgenheit genauso wichtig, aber ob es dir und euch ausreicht? Das mußt Du entscheiden und evtl auch den Partner mit einbinden, oder hat er Schmetterlinge im Bauch? Wie fühlt er sich dann wenn Du keine hast? Denk mal drüber nach...
 
  • #7
Hmmm,
also bis zu den 50 hab ich noch ein wenig, allerdings hab ich das mit den "Schmetterlingen" oder "Kribbeln" oder auch "Herzrasen" das letzte mal gehabt, als ich 17 war oder so...
Vielleicht kommt das ja nochmal bis zu den 50.
Scheint auch wohl sehr individuell zu sein.

Ansonsten geht's mir wie einer Vorrednerin - nur umgekehrt. Für mich passend wäre auch eine Frau welche körperlich und im Geiste mit mir mithält - oder gerne auch etwas vorgeht, hätt ich keine Probleme mit. Scheint aber gar nicht so einfach zu sein auf solche zu treffen irgendwie.

m40
 
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N

nachdenkliche

  • #8
Was Liebe und Schmetterlinge im Bauch betreffen, so gibt es für mich keine Altersbegrenzung. Liebe kennt keine Grenzen, kein Alter etc. pp. Wo Liebe ist, gibt es Schmetterlinge! Wo sich nichts tut, kann keine Liebe sein, meine Meinung!
Da bin ich der gleichen Meinung! Ich bin jetzt 61 und habe mich das letzte Mal mit 52 verliebt. Das volle Programm..mit Schmetterlingen und allem was dazu gehört. Das dauerte dann bis vor 2,5 Jahren..Jetzt denke ich, habe ich ganz stark daraus gelernt, möchte aber damit sagen, dass mir das, das Verlieben, auch noch mit 80 passieren kann. Für Liebe ist es nie zu spät, die Ansprüche steigen, aber Schmetterlinge gibt es auch bei älteren Menschen!
 
  • #9
Eine ältere Dame um die 80 sagte mal zu mir, dass es im mittleren Alter nicht mehr darauf ankommt, ständig "aneinander rum zu fummeln", sondern vielmehr um Vertrauen und partnerschaftliche Gemeinsamkeiten.
Ich habe meinen jetzigen Partner mit 50 kennengelernt, er war damals 44. Es sollte eigentlich nur ein ONS sein aber er hat danach nicht mehr locker gelassen. Nun wohnen wir auch zusammen. Und was das „Fummeln“ angeht…viel mehr als mit 30.
w54
 
  • #10
Hallo, ich (w) spüre auch noch im fortgeschrittenen Alter von 46 Jahren die Schmetterlinge im Bauch, wenn ich meinen neuen Partner sehe. Es ist fast noch schöner als in jungen Jahren.

Zuvor war ich auch eine Zeit lang als Single unterwegs und habe mein Leben sortiert. Danach wusste ich ungefähr, was ich suche und dann kam ER in mein Leben und wir sind nun schon ein halbes Jahr zusammen und immer noch glücklich.

Verlieben geht also auch noch im fortgeschrittenen Alter, wenn man sich darauf einlässt und nicht zu kopflastig an das ganze herangeht. Klar haben wir beide unsere Päckchen zu tragen, wir gehen aber vernünftig damit um und wachsen gemeinsam daran.
 
  • #11
Ich habe mich mit 48 in meinen jetzigen Mann verliebt,und zwar richtig, über beide Ohren .Wir haben uns anfangs wunderschöne Briefe und e-mails geschrieben und wenn wir uns sahen waren jede Menge Schmetterlinge dabei.
Die gibt es jetzt , nach fast 5 Jahren immer noch, hinzu kam aber ein wunderbar warmes und wohliges Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Vertrauens.
Wenn wir uns anschauen ,funkt's immer noch und sexuell passt es wunderbar.
Inwzischen leben wir zusammen und haben vor einigen Monaten geheiratet.
 
  • #12
Mein Partner ist jetzt 51 und ich 42. Wir haben uns vor einem Jahr ineinander verliebt und zwar mit vollem Programm. Schmetterlinge, Sehnsucht die fast weh tat, großes Kribbeln, Finger nicht voneinander lassen - wie zwei Magneten zogen wir uns an, bis heute. Nie zuvor hatte ich das in dieser Intensität erlebt, er auch nicht. Also ein schönes Beispiel dafür, dass auch "im hohen Alter" noch alles möglich ist, sogar intensiver als je zuvor. Ich bin dankbar dafür. Hätte ich ihn nicht getroffen, hätte ich vielleicht nie diese Erfahrung gemacht. Und mir wäre diese Ebene menschlicher Empfindungen verborgen geblieben.
 
  • #13
Also ich (damals zur Zeit meiner Suche 46 bis 50) war sicherlich eher zurückhaltend mit meinen Ansprüchen.

Ein Mann, der in Frage kam, musste sehr (selbst-)reflektiert sein, souverän, selbstsicheres Auftreten, auf eine lockere, selbstironische Art erfolgreich, in Punkto Eloquenz und Intelligenz sollte er bitte mit mir mithalten können, sportlich, faul und genießerisch sein, sehr sanft und ziemlich verrückt und macho sein, zudem musste ich ihn natürlich sexy finden. Außerdem sollte er bitte verrückt sein nach mir.

Da ich davon ausging, dass es das nicht geben würde, war ich mir ziemlich sicher, dass ich alleine bleiben würde - auch ok, es ging mir ausgezeichnet.

Inzwischen habe ich geheiratet, mein Mann toppt meine Ansprüche noch und ich bin tatsächlich bereit für ein gemeinsames Leben. Gibt es. Selten.
Da kann ich Dich nur begückwünschen.
Falls Du ein Geheimnis haben solltest, dann vermute ich es darin, dass Du Deine Erwartungen insgeheim abgesenkt hattest. Nur so könnten sie anschließend (drastisch-dramatisch) für Dich übertroffen werden.
 
  • #14
Hi FS,

ich führe momentan eine Beziehung mit allem Drum und Dran ohne verliebt zu sein, aber mit sehr viel Guttuen, Wahrnehmen und Geben sowie Nehmen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Liebe kein Alter kennt und fühle mich als stiller Beobachter bis es mich wieder erwischt. Dann sicher heftig und ich freue mich darauf. Vielleicht passiert es auch in der jetzigen Beziehung. Bis dahin kümmere ich mich um meine "Baustellen".
 
  • #15
Da kann ich Dich nur begückwünschen.
Falls Du ein Geheimnis haben solltest, dann vermute ich es darin, dass Du Deine Erwartungen insgeheim abgesenkt hattest. Nur so könnten sie anschließend (drastisch-dramatisch) für Dich übertroffen werden.
Ganz klar nein.
Ich musste zwei Beziehungsanbahnungen nach etwa neun und nach etwa 14 Monaten beenden, weil ich bemerkte, dass für mich sehr wichtige Dinge fehlten. Das war ziemlich schlimm für mich, weil die sehr netten Männer mir überhaupt Nichts getan hatten und ich aber dennoch einfach nicht weiter konnte. Die Enttäuschung der beiden Männer, die sich eine dauerhafte Perspektive gewünscht hatten, hat richtig weh getan und ich habe mir geschworen, dass ich keinerlei Kompromisse mehr machen würde.

Nein, der Meinige ist eine extrem seltene Mischung, die in ungewöhnlichem Maße zu mir passt. Man kann nicht erwarten, dass man im Leben so jemanden trifft und muss sich schon äußerst glücklich schätzen, wenn es dennoch geschieht.
 
  • #16
Ich, 54, habe letztes Jahr versucht, ob sich Schmetterlinge entwickeln könnten. Ich fühlte mich wohl mit ihm, es war Alles gut, aber ich spürte kein Verliebt-Sein. Da habe ich gemerkt, dass ich mir das schon wünsche. Und nun hoffe ich, dass ich das noch einmal erleben darf. Wenn nicht, dann bleibe ich lieber alleine und treffe mich halt weiterhin mit Freunden/innen.
 
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  • #17
Also ich glaube an Schmetterlinge beim verlieben im Alter ab 50 nicht mehr. Beziehungen gehe ich mehr rational als gefühlsbetont an, will sagen, bei mir muss Verstand und Herz ja sagen, wenn ein Attribut überschwappt fühl ich mich nicht wohl.

Ein Mann muss mich vor allem geistig und intellektuell fordern, kommunikativ und vor allem nicht mainstream sein. Einen solchen Mann zu finden hat schon Seltenheitswert.

Zudem sollte er keine Altlasten haben, habe ich auch nicht, entweder ist man innerlich und äußerlich frei und offen oder nicht, dann sollte man den "alten Mist" aber nicht in neue Bindungen tragen.

Eine Liebe im Alter noch zu finden hängt meines Erachtens auch viel mit Ansprüchen oder Nicht-Ansprüchen zusammen. Je weniger ich erwarte umso schneller werde ich fündig, logisch und viele stapeln tief, sei es mental oder optisch.

Da ich zu tiefstapeln nicht neige, werde ich wohl Single bleiben, somit gebe ich einer neuen Liebe im reifen Alter im Grunde keine Chance, aber mir geht es nicht schlecht dabei.
 
  • #18
Hallo liebe FS,
ich habe gute Erfahrungen mit der Liebe um 50 gemacht und gebe alles dafür, dass das mit meinem Partner (er ist auch Anfang 50 wie ich) auch so bleibt. In jungen Jahren habe ich die falsche Wahl für eine Partnerschaft auf immer & ewig getroffen und hatte in meiner Ehe genügend Zeit, über meine Wünsche, Bedürfnisse und Ansprüche an Partnerschaft und Mann an meiner Seite nachzudenken. Und die sind mit der Zeit nicht weniger geworden, im Gegenteil.
Als ich mit Ende 40 nochmal auf die Suche gegangen bin, wollte ich nicht weniger als das volle Programm, endlich jemanden, mit dem ich Liebe richtig leben kann und der auch vergleichbar hohe Ansprüche an Liebe und Beziehungsleben hat. Jemand, der mir in den wesentlichen Punkten sehr ähnlich ist. Ohne unverarbeitete Altlasten, frei und optimistisch für einen schönen, leichten neuen Start. Und natürlich auch mit viel Leidenschaft und vielen, vielen Schmetterlingen. Hätte ich ihn nicht getroffen, wäre ich solo geblieben, denn ich wollte keinen zweiten Kompromiss. Dazu ist das Leben auch zu kurz.
Den Partner, den ich heute an meiner Seite habe, habe ich mir immer gewünscht. Und ich war mir sicher, dass ich ihn eines Tages finden werde.
Mach' in so einer wichtigen Lebensentscheidung keine für Dich fragwürdigen Kompromisse, wirklich keine, die Du später bereuen könntest. Wenn es wirklich passt, dann stellen sich m.E. solche Fragen auch gar nicht... viel Glück!
 
  • #19
Hallo zusammen,
hier nochmal die FS.
Es ist nicht so, dass ich nicht verliebt wäre. Aber eben nicht so, wie in jungen Jahren, wo die Welt vor Verliebtheit Purzelbäume machte. Die vielen Übereinstimmungen, die wir haben, sind mir sehr viel wichtiger, denn man hat ja doch schon so einige Macken entwickelt und diverse Erfahrungen gemacht. Hinzu kommt, dass dieser Mann nicht die Körperlichkeit und den Sex in den Vordergrund stellt. Er ist 1,90, schlank und sportlich, noch dazu fünf Jahre jünger. Ich 1,60 und schlank.
Ich vermisse nichts bei dieser Begegnung.
 
  • #20
Ich habe mich auf dritte Dates eingelassen...Weil man älter und reifer ist.
Und nicht unbedingt dieses kribbeln in der Magengegend braucht wie früher.
Obwohl es mit 15...18...24...und 41 so war.
Und ich noch nie Schmetterlinge bekommen hatte ohne dieses Kribbeln.
Letztes Jahr habe ich ein paar Wochen einige Treffen, mit jemandem, der nett aufmerksam etc. war.
Ich sprang nicht an....und ich genieße ohne keine Küsse.

Ich habe schon mit mir geschimpft....dass ich kindisch bin.

Und jetzt mit 49j hatte ich Herzklopfen, von Treffen zu Treffen mehr.
Ich bin nicht schneller gewesen oder behaupte auch nach knapp 2 Monaten nicht, einen Traumann zu lieben.
Aber es ist alles da, inklusive Flügelschlägel im Bauch.

Bisher läuft es schön unkompliziert und wenn nicht, werde ich es überleben.
Den Liebeskummer nähme ich aber in Kauf...

Weil ich verknallt/ verliebt bin und es ohne auch nicht will.
 
  • #21
Das Kribbeln gibt es bei mir vermutlich bis der Sensenmann kommt, wenn auch in Phasen. Zwischendurch war es mal ganz weg. Ich habe mich vor Jahren von meinem Partner aus einer langjährigen Beziehung gelöst und hatte, bedingt durch eine langjährige Einnahme von bestimmten Medikamenten, einen mehr oder weniger totalen Libidoverlust. Das hat mich wenig gestört, es gab nur ab und an ein kleines Defizitgefühl, aber genug zu tun mit Kind und Elternabsprache und einem spannenden Beruf. Dann waren vor knapp zwei Jahren die Medikamente schon länger nicht mehr nötig und viel Stress aus meinem Leben verschwunden – und das Kribbeln kam wieder - völlig unerwartet. Das war sehr schön, aber ich musste mich erst einmal orientieren, fand auf einmal Männer wieder extrem betörend und habe auch angefangen, dieses Forum zu lesen.
Bei der FS kann ich schon diese Betonung der Vernunft in einer doch schönen Beziehung nicht verstehen. Er ist dir doch angenehm. Steig doch einfach mal ein in die Geschichte mit dem Mann und lass es laufen ohne zu grübeln. Die Vorstellung für den Rest des Lebens bei jemandem „anzukommen“ widerspricht für mich der Offenheit des Lebens. Ich gehe davon aus, dass ich immer selbst die Verantwortung für mein Leben behalte.
Ich fühle mich völlig frei, habe keine Rachegedanken an alte Beziehungen mehr - und lerne nun, dass ich – generationsbedingt – viel Zeit mit einem sehr feministisch-rebellischen Verhalten verbracht habe, bei dem ich den Mann zum bekämpfenden Gegner geschrumpft habe. Heute muss ich mein Gefühlsleben nicht mehr ständig kontrollieren, geschweige denn mein Verhalten auf Vernunft und Konsequenz abklopfen.
Ich bin mir ganz sicher, dass mich das Kribbeln auch im Altersheim noch überfallen wird – wenn da ein leichtfüßiger Turnschuh-Opa das RocknRoll-Gen in mir aktiviert… Ob dann da eine langjährige Beziehung draus wird, ist mir herzlich egal. Denn wenn der Sensenmann kommt, gibt’s keinen Nachschlag mehr.