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Gast

  • #1

Nachwuchswissenschaftlerin und Single. Bleibt das so?

Liebes Forum,

dass es falsch war, Geisteswissenschaften zu studieren und eine Promotion anzufangen, weiß ich heute selbst, das muss mir hier niemand mehr erklären! Denn von dem wenigen, was Nachwuchswissenschaftler auch mit Stelle an der Uni verdienen, kann man allein nur auf Basisniveau und auch das stets nur befristet leben. Einsicht hin oder her, für ein Zweitstudium fehlt mir das Geld und der einzige Weg in die Berufstätigkeit ist, die Doktorarbeit nun fertigzuschreiben.

Aber wie sieht es solange mit der Partnersuche aus? Von der Bildung, von den Leistungen, von
Geschmack etc. mag ich vielleicht "Elite" sein; nur meine finanzielle Situation sieht man mir zu meinem großen Bedauern an (Kleidung, Schuhe, Gebrauchsgegenstände, Friseur etc.) und es fehlt auch das Geld, abends auszugehen (Getränke, Eintritt etc.). Sowohl das Kennenlernen als auch spätere gemeinsame Unternehmungen, was man also soziale Teilhabe nennt, sind quasi nicht möglich. Es schlägt mir auch massiv auf Stimmung und Selbstbewusstsein, wenn normalste Dinge (etwa eine Fahrt zu einer Familienfeier mit der Deutschen Bahn) immer gleich ein Problem sind und ich ständig auf Billigheimer und Aktionen umsteigen muss.

An die Leser: Sehe ich es richtig, dass ich für Euch nicht in Betracht käme, solange ich nicht ebenfalls gut verdiene, und ihr nur Angst vor Versorgermentalität hättet?

An die Leserinnen: Würdet ihr Euch darauf einstellen, dass es die nächsten Jahre mit der Partnersuche ohnehin nichts wird?

Oder habt ihr Ideen, wo man nette und kultivierte Leute treffen kann, ohne dass es viel kostet? Letzteres erscheint mir schwierig, denn normalerweise sind Einkommen und Bildung ja gekoppelt...

Ich wäre dankbar für den Verzicht auf <Mod.> Vorwürfe. Die mache ich mir ohnehin an jedem einsamen Abend und Wochenende selbst.

29 w
 
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Gast

  • #2
Hallo FS,

warum machst du es denn, wenn es so falsch ist? Du bist noch jung genug, um noch ein zweites Studium oder eine besser bezahlte Ausbildung anzufangen. Eine Promotion muss doch nicht unbedingt sein, wenn sie dir nichts bringt. Jetzt mal unabhängig von den Männern ist es doch auch für dich nicht schön, wenig Geld zu haben, obwohl du lange studiert hast.
Den deutschen Männern ist das eher egal. Die suchen sowieso keine Wissenschaftlerin, sondern eine Hausfrau, die daheim bei den Kindern bleibt.

w28
 
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Gast

  • #3
Hmm...sehe ich schwierig. Menschen mit Geld stört es, wenn stets ein "Quertreiber" dabei ist oder du bewegst dich unter Gleichgesinnten. Ich bin Juristin und genauso arm dran. Jura ist genauso finanziell unbefriedigend wie Germanistik, es sei denn man gehört zu den oberen 10 %. Versuch doch den Seiteneinstieg ins Lehramt, bewirb dich im öffentlichen Dienst oder gebe Nachhilfe, um wenigstens so dein Taschengeld auf zu bessern. Vielleicht auch Bedienen, um Kontakte zu knüpfen oder als Hostess arbeiten - muss ja nicht jeden Tag sein, aber so lernst du Leute kennen und verdienst etwas dazu. VHS Kurse sind günstig oder Vereine und man lernt schnell viele Leute kennen.

Ich würde den Kopf nicht in den Sand stecken. Auf Dauer ist das "Verständnis" haben aber eher belastend. Ich arbeite auch ab und zu nebenei. Mach die Partnersuche nicht am Geld aus. Männer sind gerne in der Rolle des besser verdienenden. Kopf hoch. Bist erst 29.
 
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Gast

  • #4
m40

Es mag Leute geben, die darauf achten, dass der andere sehr gut verdient. Aber nicht jeder ist so, da kann ich dich beruhigen.
Es kann durchaus Vorteile haben jemanden zu treffen, der in jungen Jahren nicht Geld im Überfluss hatte, man lernt Dinge zu schätzen, die für andere selbstverständlich sind, man hebt auch nicht so schnell ab.
 
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Gast

  • #5
He, bitte nicht so negativ, das macht Dich nicht attraktiv! Ich finde es gut, dass Du Deinen Interessen nachgegangen bist und auch das Doktorat machst. Du kannst stolz auf Dich sein! Geld ist nicht alles. Mir wäre das egal, wenn Du wenig verdienst. Ganz andere Dinge sind wichtig, vor allem das Herz am richtigen Fleck!

Was die Partnersuche betrifft, so ist es in der heißen Doktoartsphase sicher nicht einfach und Du weißt auch nicht, wo es Dich nach Abschluss hinverschlagen wird. Also würde ich jetzt gar nicht intensiv suchen (was auch nur ablenkt), aber wenns jetzt "passiert", dann soll es passieren.

Alles Gute! m43.
 
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  • #6
dass es falsch war, Geisteswissenschaften zu studieren und eine Promotion anzufangen, weiß ich heute selbst, das muss mir hier niemand mehr erklären! Denn von dem wenigen, was Nachwuchswissenschaftler auch mit Stelle an der Uni verdienen, kann man allein nur auf Basisniveau und auch das stets nur befristet leben. Einsicht hin oder her, für ein Zweitstudium fehlt mir das Geld und der einzige Weg in die Berufstätigkeit ist, die Doktorarbeit nun fertigzuschreiben.
29 w
Mich würde an dir nur eins stören:
Deine Einstellung zu dem, was du machst und dir mal ausgesucht hast, weil es dich interessiert hat.

Hast du dein Interesse verloren oder hast du einfach nur gemerkt, dass man als
Geisteswissenschaftlerin normalerweise keine Reichtümer scheffeln kann?
Geht es dir vor allem darum, viel Geld zu verdienen?

Lass mich dir sagen: die meisten Männer legen nicht so viel Wert darauf, dass eine Frau viel verdient.
Aber fast alle bevorzugen eine Frau, die mit sich selbst im Reinen ist und ihre Arbeit liebt.

w, Geisteswissenschaftlerin, nicht reich, aber zufrieden
und glücklich verheiratet.
 
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Gast

  • #7
liebe fs,

nein, keinesfalls würde ich mich darauf einstellen, dass es keinen passenden partner gibt.
die unpassenden sind alle die, die eine partnerin mit viel geld und treuren klamotten wollen, die sind verzichtbar....
ich denke, das wichtigste ist, dass du fröhlich bleibst/ wieder wirst, damit du eine gute authentische ausstrahlung bekommst, die machsts, auch ohne viel geld.
wie lange brauchst du denn noch bis du fertig bist? Ich denke im bereich der geisteswissenschaften ist eine promotion von erheblicher bedeutung, wenn es nicht noch jahre dauert und du eigentlich gar keine lust darauf hast, würde ich sie auf jeden fall fertig machen.

du bist noch so jung - bei mir lebt eine 28jährige, die ein komplettes studium fertig hat, deren abschlüsse aber nichts wert sind, sie studiert seit dem ws erneut...und ist dabei nicht unglücklich, lacht viel und gewinnt leicht freunde.

weißt du, im rückblick zähl nur deine gefühlte lebensqualität und die hängt nicht am geld, ich finde sehr respektabe, was du über dich schreibst, steh zu dir, sei stolz auf deine leistung, dann kriegst du eine ausstrahlung.... und exakt die brauchst du bei der partnersuche, sonst hast du alles, was du benötigst.

dir alles liebe,

w
 
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Gast

  • #8
Ich denke nicht dass deine finanzielle Situation ausschlaggebend für die Suche ist, vor allem als Frau - viele klassische Männer gehen sowieso nicht davon aus, dass Frauen viel Geld haben. (OK, der war böse) Du musst nur einen Mann finden, der sich für deine Person interessiert und nicht für dein Geld, das kann ja sogar schon jemand im gleichen Alter sein der einfach schon arbeitet. Ich hatte selbst die letzten 3 Jahre eine derartige Beziehung in der ich quasi alles gezahlt hatte, hier war allerdings am Ende das Problem dass das Selbstvertrauen der Frau in einer solchen Situation konstant sinkt und aus diesem Grund würde ich dir wärmstens empfehlen nicht alle Einnahmen zu beenden ;)

Mein Bruder und seine Freundin z.B. promovieren beide im Moment und haben entsprechend wenig Geld, sie hat nun tatsächlich den Sprung ins Lehramt gewagt. Hier ist allerdings auch oft davon auszugehen, dass sich die finanzielle Situation in ein paar Jahren schlagartig umkehren wird.

ps. Es gibt ja auch viele Bereiche in denen man gezwungen ist zu promovieren, Biologie z.B.

Gruß, M/28
 
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Gast

  • #9
Ich musste mein Geisteswissenschaftliches Studium abbrechen aus finanziellen und familiären Gründen. Hatte aber bereits einen guten Ausbildungsberuf gelernt, in welchem ich mittlerweile erfolgreich bin, auch will gewisse Fertigkeiten, die man im Studium lernt, immer gebraucht werden: den Inhalt eines Textes erfassen, Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden, Referate halten, Sachverhalte darstellen etc.

Beruflich hast du zwar nicht die besten Chancen, aber du hast welche. Zuallererst würde ich an deiner Stelle versuchen, die Affinität zum Fach und den Stolz auf das Geleistete wiederzufinden. Es spricht z.B. nichts dagegen, dass aus dir z.B. noch eine erfolgreiche Journalistin wird. Alle großen Unternehmen haben eine Abteilung "Unternehmenskommunikation" o.ä. Da werden interne und externe Publikationen erstellt und Fachtagungen, Pressekonferenzen etc. durchgeführt. Die können Geisteswissenschaftler gebrauchen.

Zum privaten
was ich nicht verstehe mit der Kleidung: normale Sachen reichen doch völlig aus. Ob die Jeans und die Bluse nun neu oder second hand sind, sieht doch keiner. Und die Frisur ist doch auch bei den meisten Studentinnen schick ohne teuren Friseur.

Zur Angst vor Versorgermentalität: wie kommst du denn darauf? Wenn man sich das Forum hier durchliest, liest man jede Menge Ängste vor allem möglichen. Das ist aber nicht repräsentativ.
Die meisten Leute sind m.E. mehr oder weniger normal. Es geht doch erstmal nur darum, jemanden nett zu finden, sich gut zu unterhalten, etwas zusammen zu unternehmen (geht auch ohne Geld oder der Mann läd ein) und evtl. kommt man sich näher.

Alles Gute!

m
 
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Gast

  • #10
Vor Frauen, die mit wenig Geld auskommen können, haben Männer keine Angst. Entgegen dem, was hier ständig kolportiert wird, suchen Männer auch keine dummen Frauen ohne eigene Meinung. Und wenigstens mich schreckt es nicht ab, wenn sich eine Frau als Doktorandin mit befristeten Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiterin durchschlägt. Suspekt sind mir Frauen (bzw. überhaupt Menschen), die ihr Leben schon mit 18 so einzurichten versuchen, dass sie bis zu ihrer Rente sicher planen können.

m, 35, Dr. iur.
 
  • #11
Für mich wäre die Frage, wie Deine Ansprüche ans Leben sind?
Käme ein ebenso gering verdienender Partner für dich inFrage, oder muss er der Mann mit Geld sein, damit Du evtl. Luxusträume verwirklichen kannst?

Wer wenig hat, sollte meiner Meinung nach keine großen finanziellen Ansprüche haben.
 
  • #12
Es kommt darauf an, wen du suchst. In deinem Alter sind eine ganze Menge Männer genauso dran wie du. Sind gerade fertig mit der Diss, hangeln sich noch durch Nebenqualifikationen oder verdienen sich mäßig bezahlt die ersten Sporen im Job. Vielleicht siehst du diese Männer einfach nicht. Ich würde nicht unbedingt in Richtung der beruflich und finanziell etablierten Männer suchen.
Es ist schöner und nachhaltiger, sich gemeinsam etwas aufzubauen.
Ich kenne dieses Lebens-Gefühl von "allen gehts besser, nur ich bin arm" von mir zu Ende des Studiums. Um mich herum die Frauen mit deren Kindern meine Tochter zu Schule ging: Zahnarztgattin, Arztgattin, Beamtin, Richterin. Die hatten etwas Sorgloses, Entspanntes das ich nicht hatte. Auch meinen Kommilitonen ging es ähnlich. Was willst du mit einem geisteswissenschaftlichen Diplom und einer Diss über Botho Strauss anfangen?
Es dauert ungefähr 5 Jahre, die man intensiv nutzen sollte zum netzwerken und produzieren, bis man sich beruflich einigermaßen etabliert hat. Es ist ein Irrtum, daß man so viel weniger verdient, wenn man Geisteswissenschaftler ist. Wenn man etwas macht, auf dem man zu 100% liegt und gute Ideen hat, kann man sehr viel Geld verdienen. Es ist nur nicht leicht und man sollte nicht warten, bis der Arbeitgeber kommt, der einen sorgenfrei stellt.. Alle Leute, die ich kenne, sind aus dem universitären Bereich rausgegangen, weil er eine Sackgasse war. Die Auslese ist hart, letztlich haben von 50-80 Leuten, die es versuchen, 1 oder 2 eine Chance.
Auch in dem Bereich, in dem man bei irgendwasmitmedien oder irgendwasmitmarketing macht, tummeln sich so viele Frauen, die prima labern können und nett aussehen und eigentlich den nächsten Mann zum Heiraten suchen, dass die Jobs mies bezahlt sind. Ich habe auf meine Diss verzichtet und 3 Jahre nach dem geisteswissenschaftlichen Studium eine Firma gegründet, kann man auch machen, war erfolgreich. Was riskieren ist immer gut. Heute, 17 Jahre nach Studienende, gehört mein kleiner Abschlußjahrgang von 15 Leuten zum größten Teil zur kulturellen Elite. Das war aber ein harter Weg und er dauert seine Zeit.
Komischerweise hat mein gesamtes Umfeld (zu 80% Geisteswissenschftler) in dieser harten Jobetablierungszeit seinen Partner gefunden. Aber eben nicht beim Schielen nach den ohnehin etablierten Leuten, sondern beim Partymachen, bei Kongressen über digitale Veränderungen, bei Kunstaktionen. Alles Leute wie sie.
 
  • #13
Liebe FS

Vieles wurde ja schon gesagt. Ich musste auch mal ein Studium abbrechen und Jobben gehen. Später habe ich dann sogar noch drei Studiengänge abgeschlossen.

Ich würde dir empfehlen erst mal zu schauen, dass du dir wieder besser vorkommst und dich attraktiver für dich selbst fühlst. Beim C&A gibt es schöne Kleidung für kleines Geld. Es reichen ja erst mal wenige Teile. Damit fühlt man sich gleich besser. Frisur: es gibt doch diese Cut and Go Friseure. Vielleicht könntest du dir durch einen kleinen Job ein paar Hundert Euro verdienen und dich mal ausstatten. (Private Nachhilfestunden oder so, ich hab damit immer sehr gut verdient, Vorteil, Geld gibts Bar auf die Kralle :)

In einem Kulturverein lernst du sicher nette Leute kennen, dafür brauchst du dann auch kein Geld wenn du dich dort ehrenamtlich engagierst.

Wenn du die Dissertation weiter machst, kannst du doch Stipendien oder einen Bildungskredit beantragen, so dass mal Miete und Krankenkasse gesichert sind.

Vielleicht lernst du ja in der Kulturszene einen netten Mann kennen. Ich denke nicht, dass es eine Rolle spielt, wenn man für eine zeitlang weniger Geld hat. Klar, ein Partner, der ständig essen gehen will und in der Freizeit viel Geld ausgibt, wäre nicht Ideal.

Wichtig ist einfach, dass du dich wieder magst und auch attraktiv findest. Nicht das fehlende Geld vorschieben, das zählt nicht ;-)


Viel Glück und alles Liebe
w/39
 
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  • #14
Liebe FS,

nein es muss nicht so sein. Entscheidend ist wer du bist und was du aus deiner Situation machst. Mir wären Momente in Zweisamkeit viel wichtiger als teure Unternehmungen. Die kleine Dinge im Leben sind viel wertvoller! Es zählt der Mensch, der du in deinem Herzen bist, nichts anderes.
Mach dir keine Vorwürfe wie dein Leben bis jetzt gewesen ist. Wir haben hier in Dtl so viele Möglichkeiten.
Es gibt genug Männer mit Tiefgründigkeit und Herz da draußen - halte nur die Augen auf und verschließe nicht vorschnell irgendwelche Türen.

Viel Erfolg und alles Liebe!

m, 30
 
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Gast

  • #15
Wäre es nicht schlimmer wenn Dich ein Mann nur nimmt weil Du Dir mit einem hohen Einkommen ein materielles Prestige ausstrahlst ?
 
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Gast

  • #16
Eigentlich schade, die Kombination "Geisteswissenschaften und Basisniveau" könnten ein gute Voraussetzung für ein kreatives und ambitioniertes Leben sein - ohne materielle Höhenflüge, aber zweifelsone auch ohne rigiden Konsumverzicht, aber dafür mit viel Fantasie, Lebensfreude und Einfallsreichtum. Allein, das was du da schreibst, klingt eher so, als ob du den verpassten Möglichkeiten einer Juristen- oder Betriebswirtschafts-Existenz nach- oder eigentlich eher vorwegtrauerst. Lass' es dir gesagt sein, das ist es nicht wert.

Ich bin gut doppelt so alt wie du, immer noch in recht freischwebenden Verhältnissen, aber wenn ich mir heute die Leute heute ansehe, die von 30 Jahren ihre Kompromisse nur um des schnöden Mammons wegen geschlossen haben - die sehen ungeachtet ihres zwischenzeitlichen Wohlstands deutlich älter aus als ich und ich möchte mit keinem tauschen.
 
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  • #17
Hallo Fragestellerin

entgegen der bisherigen Beiträge (und auch wenn ich mir dafür vielleicht Prügel einfange), es ist ein Problem! Ich schreibe hier aus Erfahrung, für kurze Zeit war ich mal mit einer Frau zusammen, die wie du, fast kein Einkommen hatte.

Du schreibst selbst, dass du unter der Situation leidest, dich deswegen schlecht fühlt. Bereits eine Bahnfahrkarte ist zu teuer, immer nur sparen und Schnäppchen. Jeder nur halbwegs verdienende Mann hätte für dich einen geradezu verschwenderischen Lebensstil. Auch sein Freundeskreis besteht dann voraussichtlich aus "normal" verdienenden Menschen. Beinahe alltägliche Dinge, mal ausgehen, sich mit den Freunden treffen, Kino, Theater, Urlaub, all das kannst du dir nicht leisten. Selbst wenn es ihm überhaupt nichts ausmacht, dir diese Dinge zu finanzieren, du wirst ein Problem damit haben. Du wirst dich schlecht fühlen, minderwertig, keinen Spaß an diesen Dingen haben. Das Thema Geld, deine Situation wird den Alltag beherrschen, weil einfach auch die kleinen Dinge Geld kosten. Auf Dauer hält das die stärkste Liebe nicht aus.

Zwar kann man Liebe und Partnerschaft nur bedingt planen, aber anstatt aktiv danach zu suchen, solltest du deine Energie besser dahingehend investieren, beruflich und finanziell auf festere Beine zu kommen. Einige Vorschläge mit Quereinstieg in andere Branchen wurden hier in einem Beitrag ja schon genannt.

m 45
 
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Gast

  • #18
Wenn dir einer Vorwürfe macht, dann ist er kleinkariert. Mir erscheint deine gesamte Argumentation konstruiert. Gerade so, als wäre mit deiner Entscheidung für dieses Fach dein Leben gelaufen. Mensch, du bist 29! Geh und nimm dein Leben in die Hand, statt hier rumzujammern.

Gute Jobs gibt´s auch für Leute mit "nutzloser" Ausbildung, außerdem wäre das erst noch zu checken, ob die so nutzlos ist. Das hängt doch alles sehr viel mehr von dir und deiner Persönlichkeit ab. Und mal ehrlich, welcher Mann hätte was dagegen, eine sympathische und hübsche (?) Frau einzuladen.

Dieses ganze "Geschrei auf Bestellung", "outet" man sich mit einem "Karrierefehler", zeigt mal wieder, wie armselig und bescheuert unsere Gesellschaft ist.

m 50
 
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Gast

  • #19
#7 noch mal, Ja das was #16 schreibt ist ziemlich genau das was mir ebenfalls passiert ist.

Die Frau wird in einer solchen Beziehung immer unglücklicher, fühlt sich mitgezerrt, verliert das eigene Selbstwertgefühl - hat evtl sogar den Eindruck "gekauft" zu werden. Das sind viele negative Dinge, die man vermeiden kann, wenn man sich etwas gleichwertiges sucht und man, wie bereits berichtet, gemeinsam etwas aufbauen kann!

Da die FS ja bereits in diese Richtung driftet, wäre das fatal.

m\28
 
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Gast

  • #20
da du 29 bist hätte dein partner vermutlich einen job und wäre normalverdiener. zum kino, abendessen etc kann er dich ja einladen, du kannst dich ja anders revanchieren. d.h. praktisch gesehen kein problem. aber, du scheinst mit dir zu hadern und dein partner wird nicht ewig (unbegründet) dir finnaziell helfen wollen. d.h. ist für mich eher die frage, wie sieht es bei dir in 1 oder 2 jahren aus .... m44
 
  • #21
Ich bin selbst Nachwuchswissenschaftler, allerdings im Naturwissenschaftlichen Bereich wo man von einer Doktorandenstelle sogar ganz gut leben kann.
Ich persönlich hätte kein Problem mit einer Frau die aufgrund von Aus- oder Weiterbildung oder eine Promotion momentan finanziell nicht so gut dasteht. Solange sie für sich selbst sorgen kann und nicht jemanden sucht der sie finanziert dürften die wenigsten Männer ein Problem damit haben und bei einer Frau die promoviert wird würde zumindest ich nicht glauben das sie einen Versorger sucht sondern so eine Konstellation auf gar keinen Fall möchte.

Wo man gebildete Männer kennenlernt ohne das es zu viel kostet: naja da wäre schon mal die Uni an der du promovierst. Zumindest an der TU München (und auch an der LMU) gibt es tausende Angebote für verschiedene Sachen wo man andere Doktoranden, PostDocs, Studenten oder andere Mitarbeiter der Universität und auch andere kennenlernen kann. Da gibt es diverse Kurse, Stammtische und Events man muss sich nur mal richtig informieren was es alles gibt. Der zentrale Hochschulsport wäre da auch zu nennen, für ein Semester zahlst du da ca. 20€ und darfst an vielen verschiedenen Kursen kostenlos teilnehmen.
Dann gibt es diverse Vereine die nicht wirklich was kosten, z.B. Amateurtheater und Gesangsvereine.
Auch die Stadt in der du wohnst kann so einiges bieten, wenn du uns diese noch mitteilst könnte man vll. da noch ganz konkrete Tipps geben.
 
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Gast

  • #22
Liebe FS,

ich habe den Eindruck, dass du das Geld brauchst, um Deiner nächsten Menschenumgebung (Familie, Freunde, etc) zu zeigen, dass du es zu etwas gebracht hast. Den Doktortitel kann man ja nicht sehen, ein Auto oder eine schöne Wohnung würde man aber sehr wohl sehen.

Wenn du keinen Spaß daran hast, Dich mit dem Thema deiner Promotionsarbeit auseinanderzusetzen, würde ich es abbrechen und eine Ausbildung anfangen, womit man später Dein liebes Geld verdienen kann.
 
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Gast

  • #23
An die Leser: Sehe ich es richtig, dass ich für Euch nicht in Betracht käme, solange ich nicht ebenfalls gut verdiene, und ihr nur Angst vor Versorgermentalität hättet?
Ich bin nicht deine Altersgruppe (m/51), aber da ich finanziell völlig unabhängig bin und nur Damen kennenlerne bzw. liiert war, die ähnlich finanziell aufgestellt sind wie du, kann ich aus meiner Sicht folgendes sagen:

Es gibt keinen Grund Trübsal zu blasen. Im Gegenteil, ich empfand es immer als sehr angenehm, regelmäßig geerdet zu werden. Will sagen: Ich passe mich den Gegebenheiten auch an. Eine Versorgermentalität bekommt man sehr schnell raus und in diese Kategorie fällst du nicht.

Jedoch pflichte ich den Vorrednerinnen bei, die meinten, dass es aus Sicht des finanziell schlechter gestellten schon eher eine Herausforderung ist. Stolz und Würde ist dann ein Thema. Mit viel Fingerspitzengefühl und großer Zuneigung auf beiden Seiten kann man das Problem aber lösen.

Ich glaube Seneca war das, der sagte:"Reichtum wird nur auf Widerruf gewährt". Und da ist wirklich was dran. Wenn man das verinnerlicht, dann sieht man das alles etwas entspannter.
 
  • #24
Persönlichkeit, Seele, Geist und Intelligenz sind -für mich- betörender an einer Frau, als jegliches Aussehen, oder ihrem Einkommen.

Lieber eine arme Studentin oder Wissenschaftlerin, die gelernt hat, wie man auch sparsam leben kann,
als eine finanziell vom Elternhaus verwöhnte Zicke, die das Geld nur so raus feuert.
(So ähnlich die Erfahrungen eines Freundes)

Wenn bei mir eine Frau alles neu und teuer verlangen würde, wäre sie schneller wieder draußen, als rein gekommen.
Das hat nicht nur mit Geld, sondern vor allem mit der Einstellung zu tun, die halt nicht kompatibel zu mir ist. Die sich auch mit einem Millionen-Vermögen nicht wesentlich ändern würde.
Selbst dann würde ich die kluge, sparsame Frau immer noch bevorzugen. Weil sie besser zu mir passt.
 
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Gast

  • #25
Liebe Nachwuchswissenschaftlerin

Du stehst kurz vor dem Resignieren, denn du siehst gar kein Ankommen. Macht dir deine Promotion denn gar keinen Spass? Ich denke gern daran zurück, selbst an die verzweifelten Momente wenn ein Tag über Akten nicht das Gewünschte zu Tage förderte. Ich wusste auch nie was "danach" kommt. Promovieren ist nicht wie ein Angestelltenberuf: es verlangt manche Opfer.
Wenn dir das alles nichts sagt lass es sein.

Was mich das Ganze ausser Fachlichem gelehrt hat: Eine ganze Menge. U.a. Bescheidenheit, Durchhaltevermögen, Projektmanagement, Selbstorganisation, Datenaufbereitung. Ich kann äusserst sparsam leben, teilweise habe ich es ohne Stelle schaffen müssen. 4 Jahre keinen Tag Urlaub. Ich musste viel jobben sobald die befristeten Verträge an der Uni mal wieder abliefen. Meine Familie war absolut unbegeistert über meine Berufswahl "Wissenschaftlerin".
1. Es gibt wenig Stellen. Ungefähr 3-4 passende Bewerbungsmöglichkeiten. Pro Jahr.
2. Verdienst: Oft haben Frauen in der Wissenschaft halbierte Stellen auf Zeit.
3. Männer Kennenlernen war kein Problem (ich bin hübsch) aber in der Regel wollen sie keine Beziehung mit einer Frau die trotz hochqualifizierter Ausbildung so bescheiden leben muss.Besonders hier bei EP wurde viel nach Lifestyle gefragt.
4. Die Lebensqualität hängt weniger am Luxus, sondern an geistigen Interessen, Kenntnissen (ich spreche vier Sprachen fliessend) und der Liebe zum Beruf.
 
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  • #26
Liebe FS, ich denke nicht dass das an deinem Beruf oder fehlendem Geld liegt. So etwas interessiert Männer bei einer Frau nicht. Es kommt einzig und allein darauf an was Du optisch hergibst, bist Du schlank, hübsch langhaarig? Aufgrund deines jungen Alters dürftest Du dann keinerlei Probleme haben jemanden zu finden, ich würde die Doktorarbeit auch ganz sein lassen, mir irgendeinen Job suchen und das Hauptaugenmerk auf die Optimierung der Optik legen. So eine Diss kostet nur einen Haufen wertvoller Zeit und Mühe die sich für eine Frau in den besten Jahren überhaupt nicht lohnt da man mit so einem Unsinn nur seine wertvolle junge Zeit verschenkt. So eine optische Optimierung muss auch nicht teuer sein, lass Dir einfach die Haare lang wachsen, mache sehr viel Sport und ggf eine Diät um einen Topkörper zu bekommen und kauf dir sexy figurbetonte Kleidung bei den bekannten günstigen Modeketten. Wenn deine Optik gut ist dann spielt es keine Rolle ob Du eigenes Geld hast oder nicht, denn dann laden einen die Männer ja sowieso ein und dann würde ich mir einfach einen Versorger suchen und ihm den Rücken freihalten.
 
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  • #27
An die Leser: Sehe ich es richtig, dass ich für Euch nicht in Betracht käme, solange ich nicht ebenfalls gut verdiene, und ihr nur Angst vor Versorgermentalität hättet?

Oder habt ihr Ideen, wo man nette und kultivierte Leute treffen kann, ohne dass es viel kostet?
Als Leser: Nein, Du bist sicher nicht generell uninteressant, warum? Versorgermentalität ja, aber sicher nicht pauschal. Es hängt sicher auch davon ab, was Du nach dem Studium machst. Da ist mir die erkennbare Bereitschaft, zu arbeiten, wichtiger als die Summe auf dem Lohnzettel. Bevor ich Dich heirate, würde ich allerdings aufgrund schlechter Erfahrungen (da war es nämlich die "Versorgermentalität" meiner Ex-Frau) finanziell für diesen Fall vorsorgen (Ehevertrag). Da ist leider die Gesetzgebung so, dass auch ohne Kinder der besser verdienende erstmal zahlt. Aber das zu regeln sollte heute für beide Seiten kein Problem mehr sein. In einer Beziehung ist für mich selbstverständlich, dass jeder nach Möglichkeit beiträgt, also in dem Fall ich mehr.

Du triffst sicher viele potentielle Partner an der Uni. Da hast Du die kostenfreie Singlebörse par excellence.

m, 46
 
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  • #28
Liebe FS,
ich bin dabei, ein geisteswissenschaftliches Studium zu Ende zu bringen. Grundsätzlich erfreuen mich die Berufsaussichten nicht. Aber ich habe bereits Beruf und Job, von welchem ich gut leben kann. Das Studium mache ich aus Interesse und Veränderungswunsch.
Meine Vorredner haben ja schon einige Vorschläge gemacht, wie Vereine etc. Vielleicht schaust Du mal in verwandte Berufsfelder. Gesucht werden oft Leute in der Sozialarbeit, Bildungsträgern... - da hättest Du durchaus Chancen mit einem abgeschlossenen Studium. Bzw. schau nach Sachen, die Dich interessieren, Kultur-vereine (wenn man ehrenamtlich was mit macht, darf man dabei sein und lernt vielleicht nette Leute kennen, Sport, Tierschutz).
Schicke Klamotten müssen nicht zwingend teuer sein - nicht alles, was teuer ist, ist auch schick!!!
Ich fände es einfach schade, wenn Du jetzt aufgibst. Denn den Weg hast Du wahrscheinlich mal gewählt, weil es Dich interessiert!

w39 (Kulturwissenschaftsstudentin).
 
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  • #29
Lieber Single

solche Verzweiflungsanfälle haben aber auch die Nachwuchswissenschaftler männlichen Geschlechts. Sie können einer Frau auch wenig bieten als ihre Belesenheit, ihren Charme, ihre Intelligenz und viele Improvisationen, die den Geldmangel ausgleichen.

Familien"planung":
Du wirst wohl allmählich panisch. Woher kommt der Druck sic anzupassen ? Sind es die Eltern ? Die Freundinnen ? Oder drückst du dich selbst runter ?

Isolation:
Du arbeitest nicht so gern allein vor dich hin, stimmt's ?
Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt musst du deine Arbeit an geselligere Plätze mit viel Menschen verlegen. Ich habe Teile meiner Habilitation in Zügen der deutschen Bahn und in Coffeshops verfasst.So hatte ich immer Menschen um mich herum und fühlte mich nicht allein.
Wenn du in einer Stadt lebst gibt es bestimmt solche Plätze.

Aufgeben oder Durchziehen ?
Sprich mit einem Fachberater.

Auf Männer als Problemlöser würde ich mich nicht verlassen.
 
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  • #30
FS,
du solltest selbstbewusst sein, immerhin hast du dann promoviert.
Ich bin auch promo. allerdings im Chemie und die Arbeit hat sich bis 34 Jahr meines Lebens hingezogen. Gut, dass kann passieren, wenn man theo. Themen hat.
Heute arbeite ich in den Niederlanden, sehr gut bezahlt.

Männersuche, wenn ein Studierter sein soll, versuch es doch mal im Maschinenbau, Chemie oder den Ing/TU . Dort gibt es noch genug Jungs/Männer, die einsam sind.

Job? Nun, Medienbereich, PR sind so typische Bereiche für Geisteswissenschaftler, die keinen regulären Job finden.

Viel Erfolg

M, 37