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Gast

  • #1

Muß man lieben um in einer Beziehung dauerhaft glücklich zu sein?

Hab vor 5j eine Frau (damals 20j) kennengelernt, wie ich sie mir erträumt hatte. Optisch & menschlich TOP. War in sie nicht verliebt. Sie in mich. Weil alles andere passte, ließ ich mich auf eine Beziehung ein. Sie dauerte 4j. Mir fehlte in der Beziehung nichts bis auf den Fakt, daß ich mich dazu zwingen mußte, Gefühle zuzugeben, die nicht vorhanden waren. Liebe ist einfach & schön. Wenn sie nicht vorhanden ist, ist alles, was mit Liebe zu tun hat, anstrengend. Ich mußte sie freigeben, damit sie eine erwiderte Liebe finden kann. Wir haben beide danach sehr gelitten. Sie hat sich in ihrer Einsamkeit von einem neuen Mann trösten lassen & wurde 3Mon. nach der Trennung von ihm schwanger. Sie sind heute eine glückliche Familie. Es ist genau das eingetreten, was ich mir für sie gewünscht hab. Aber ich kann mich nicht mehr für sie freuen, stattdessen tut es mir weh. Ich wünschte, ich hätte sie behalten & mit ihr eine Familie gegründet. Warum dieses Wirrwarr? Habe ich einen Fehler gemacht? m28
 
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Gast

  • #2
Den einzigen Fehler, den du gemacht hast, besteht darin, dass du mit einer Frau zusammen warst, die du nicht geliebt hast!

Ich frage mich, wie man vier Jahre seines Leben vergeuden kann? Wie kann man eine Beziehung führen, deren Fundament nicht "Liebe" ist!? Vielleicht hast du in den vier Jahren deiner Beziehung deine wahre Liebe verpasst, schade!
 
  • #3
Lieber FS,

vielleicht warst Du Dir sehr lange nicht über Deine Gefühle im Klaren und hast sie geliebt - und liebst sie noch - aber es ist Dir, als Du noch mit Deiner Freundin zusammen warst, nicht klar gewesen, wie es um Deine Gefühle bestellt ist? Oder was könnte sonst noch der Grund für Deinen Wunsch sein, dass Du sie am liebsten an Deiner Seite behalten hättest?

Nun ist Deine damalige Freundin anderweitig gebunden und offenbar glücklich. Es bleibt Dir nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren.

Du bist mit 28 Jahren noch sehr jung und wirst sicher eine Partnerin finden, die zu Dir passt. Mein Rat ist: Versuche, dieses Kapitel in Deinem Leben abzuschließen und daraus zu lernen, damit Du bei Deiner nächsten Freundin erkennst, wieviel sie Dir bedeutet.
 
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Gast

  • #4
man muss nicht verliebt sein, um glücklich zu sein. Aber man muss lieben.
Manchmal wird einem erst hinterher bewußt, was man durch eigene Schuld verloren hat. Nur leider kann man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Auch ich würde alles dafür geben, wenn ich manche Dinge ungeschehen machen könnte.
 
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Gast

  • #5
Nun Geborgenheit, Vertrauen geht auch in einer Beziehung in der man nicht liebt. Du hast eine Bindung zu ihr aufgebaut und der Verlust schmerzt jetzt.
 
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Gast

  • #6
Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber begehrst Du sie auf einmal so sehr, weil nun ein Anderer sie "hat"?
 
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Gast

  • #7
Du musst das Kapitel einfach abschließen! Sieh nach vorn und hoffentlich bist du seelisch bald bereit deiner Liebe zu begegnen.
Du bist noch blutjung und dir stehen alle Möglichkeiten offen. Lern neue Frauen kennen.
Halt die Augen auf. Liebe/ Verliebtsein auf beiden Seiten ist einfach wunderschön. Da draußen wartet vielleicht schon jemand auf dich :)
Viel Glück!
w 32
 
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Gast

  • #8
#3
"Manchmal wird einem erst hinterher bewußt, was man durch eigene Schuld verloren hat".......
hast Du denn versucht eine Klärung herbeizuführen? Du würdest alles dafür geben? Hast Du denn alles gegeben? Denn wer liebt, verzeiht auch.

Ich frage mich allerdings, wie der Mensch "LIebe" definiert. Wahrscheinlich muss jeden Tag ein Feuerwerk prasseln. Aber so ist es nicht!! LIEBE basiert auf Vertrauen, ZUsammengehörigkeit, Verlässlichkeit. Es gibt nichts schöneres, als sich auf jemanden uneingeschränkt verlassen zu können, angenommen zu werden, auch wenn es mal nicht so gut läuft und gemeinsam einen Weg zu finden. Stattdessen wird überwiegend nur noch nach Äußerlichkeiten und Status Ausschau gehalten, ja, und natürlich muss auch das Ego ständig gebauchpinselt werden. Jeder ERWARTET nur noch, selbst ungenügend bereit auch geben zu können. Vielleicht nimmt sich jeder mal nicht mehr so wichtig.

Lieber FS, ich könnte mir auch vorstellen, dass Du sie geliebt hast, aber wahrscheinlich immer der Annahme, das kann doch nicht alles gewesen sein. Reflektier dich mal, damit dir das bei deiner nächsten Freundin nicht wieder passiert. Denn wenn Du schreibst, mir fehlte es an nichts, frage ich mich, was wolltest Du denn noch?
 
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Gast

  • #9
Möglicherweise idealisierst du diese Frau auch zu sehr. Wenn Schluss ist, sage ich mir: "Was war ich bescheuert, mit dem Schluss zu machen?!?" In Gesprächen mit Freunden erinnern sie mich aber sehr schnell, dass die Beziehung einfach nicht stimmig war.
Vielleicht ist das bei dir jetzt auch der Fall, dass du sie auf ein Podest stellst. Du solltest einfach auch Erfahrungen sammeln, jetzt hast du die Möglichkeit.
 
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Gast

  • #10
Ich kann den FS verstehen: Ich empfinde das, was die meisten als Liebe bezeichnen als flatterhaft, und wenn ich Sätze höre wie Beziehung sollte man erst führen , wenn sie auf Liebe (nicht Verliebtheit) fusst, dann kriege ich immer eine Krise. Das ist für mich schlicht die falsche Reihenfolge. Scheinbar ist diese Einstellung aber auch eine Facette meiner Introvertiertheit.

3 Monate nach der Trennung ist sie schon schwanger. Da hat sie den Mann aber wirklich kennen gelernt. Diese Fakten widerspricht nicht unbedingt dem Bild der leicht vergebenen Liebe. Easy come and easy go. Und womöglich hast du gerade mit diesem Umstand Probleme, hätte ich auch.
 
  • #11
Nein, Du hast KEINEN Fehler gemacht. Doch einen schon: 4 Jahre Ihrer Zeit vergeudet!

Man kann nicht wirklich glücklich werden ohne Liebe. Man kann zufrieden sein, man kann sich damit arrangieren und vielleicht sogar ein Leben lang zusammen sein. Das alles taugt aber nicht ohne Liebe, es fehlt einfach was.

Natürlich schmerz auch der Verlust einer Freundschaft, der Verlust des Vertrauten und die Ungewissheit was kommen wird.

Das Leben geht weiter, nicht hinterhertrauern sondern nach vorne schauen! Dann klappts auch mal mit einer Beziehung mit Liebe.
 
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Gast

  • #12
Hallo FS,
es gibt in deinem Posting mehrere Sätze, die mich verwirren.

"...daß ich mich dazu zwingen mußte, Gefühle zuzugeben, die nicht vorhanden waren. Liebe ist einfach & schön. Wenn sie nicht vorhanden ist, ist alles, was mit Liebe zu tun hat, anstrengend."

Was genau ist denn das Anstrengende? Liebe ist nicht immer einfach und schön, davon abgesehen. Wenn ich liebe, dann muss ich Kompromisse eingehen, dann muss ich mein Leben nicht mehr nur nach mir sondern nach einem anderen Menschen ausrichten.
Wenn ich liebe, treten dennoch Meinungsverschiedenheiten auf usw.
Kann es sein, dass du da ein falsches Bild von Liebe hast oder beziehst du dich nur auf die berühmten drei Worte?

Dann noch die folgenden beiden Sätze:

"Ich mußte sie freigeben, damit sie eine erwiderte Liebe finden kann."
"Ich wünschte, ich hätte sie behalten"

So - du musstest sie "freigeben" aber du hättest sie gerne "behalten". Mag sein, dass das einfach sehr ungeschickt ausgedrückt ist von dir, aber ich "behalte" doch keinen Menschen.
Ein Mensch bleibt genauso freiwillig bei mir wie ich bei ihm - oder er geht, und auch mir steht es frei, zu gehen, mehr oder weniger zumindest, denn ich trage ja auch Verantwortung mit, für sein Herz. Mit dem "freigeben" verhält es sich ähnlich. Ich weiß nicht, wie eure Trennung war, aber es scheint mir, als würdest du dich als allein-Handelnden sehen und deine Ex-Freundin als willenlos.
Das gibt mir zu denken...

w25
 
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Gast

  • #13
Hier der FS.

@#1: Ich sehe es anders. Ich empfinde nicht die 4 Jahre als vergeudet, dafür waren sie einfach zu schön. Ich habe einfach gehofft, dass innige Liebe meinerseits sich einstellen kann. Irgendwann wurde der Druck ihrerseits zu groß und ich musste gehen.

@#2: Das bezweifle ich. Dafür war ich einfach zu leer. Ich hatte mich schon lange innerlich damit arrangiert, dass es irgendwann Schluss sein wird, weil einfach die Liebe fehlte. Um mich herum, in meinem Umfeld sah ich viel Liebe, nur in mir nicht. Im Nachhinein hätte ich sie gern behalten, weil ich einfach zufrieden war. Vielleicht hätte diese Zufriedenheit gereicht um ein erfülltes Leben zu leben, oder nicht? Und wenn wir eine Familie gegründet hätten, hätte vielleicht die Liebe zu den Kindern alles andere kompensiert?

@#3: Oh ja.

@#4: Es schmerzt so sehr, dass ich mich frage, wie ich mich freiwillig in diese Situation bringen konte

@#5: Auch das. Aber ich habe sie vorher schon begehrt. Vielleicht hinterher dadurch noch etwas mehr.

@#6: Danke, hoffe ich doch! Seelisch bin ich allerdings noch lange nicht so weit.

@#7: Ja habe ich. Ich habe die 2 ersten Trennungsmonate dazu genutzt die Beziehung und vor allem mich selbst zu reflektieren. Etwas über meine evtl. Form der Liebe zu erfahren. Ich habe sie zu sehr vermisst, dass mir klar wurde, dass ich viel lieber mein Leben mit ihr als ohne sie verbringen möchte. Mit oder ohne Liebe. Ich habe dann versucht sie zurück zu erobern. Ich habe ihr sogar einen Verlobungsantrag gemacht (war zuletzt ihr größter Wunsch). Damals hat sie nur den Kopf geschüttelt und gesagt, dass es zu spät sei. Im Nachhinein weiss ich, dass es zum einen an dem gebrochenen Vertrauen liegen musste und zum anderen und vor allem daran, dass zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon was mit dem Neuen lief. Ich habe aufgehört zu kämpfen als ich erfuhr dass sie schwanger ist.

Was ich noch wollte? Ich wollte sie einfach lieben! Und mich auch dementsprechend verhalten. Sie hat an meiner Liebe gezweifelt. Zurecht. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich nur nicht so gut Gefühle zeigen könne, sie dennoch liebe. Im Nachhinein tat es mir weh, denn ich wusste, dass es nicht stimmt.

@#8: Wahrscheinlich auch, denn der Trennungsgedanke hat mich eigentlich über die ganze Beziehung hinweg begleitet.

@#9: Das hinterlässt eine ordentliche seelische Wunde, deren Heilungsprozess nur ganz langsam voranschreitet. Man kommt sich so austauschbar vor. Sie ist doch diejenige, die mich bis zuletzt über alles geliebt haben will. Trotzdem konnte sie sich nach 2 Monaten schon neuorientieren. Es scheint so als hätte sie die Gefühle für mich auf den Neuen übertragen und das so gut dass sie prompt eine Familie gegründet hat! Und ich derjenige, der nicht geliebt hat, bin noch am verarbeiten. Total verrückt, oder?

@#10: Na ja, sie sagt, er waren die 4 schönsten Jahre ihres Lebens. Also ganz vergeudet habe ich ihre Zeit nicht. Lebenserfahrung ist auch etwas wert!

@#11: Wenn man 4 Jahre zusammen war und davon 3 zusammengelebt hat, will Frau einen Schritt weitergehen. Zurecht. Themen bei uns waren Eigenheim, Heirat, Nachwuchs. Da ich vor 30 heiraten und Kinder haben will, wusste sie. Also waren es super anstrengend sich rechtfertigen zu müssen, warum ich es doch nicht wollte. Ich wollte es nicht, weil mich all das gebunden hätte und ich hatte Angst, dass es ohne Liebe scheitern würde.
Im Gegensatz zu mir konnte ich in allem, was sie tat Liebe sehen. Mir fielen aber sogar kleine Liebeszeichen schwer, denn ich fühlte mich wie ein Lügner. Das war anstrengend!

Ja, ist etwas ungeschickt ausgedrückt. Sie hätte sich aber von mir nicht getrennt. Wäre ich Kompromisse eingegangen, dann wohl nie.
Dass sie nicht willenlos ist, hat sie mir spätestens als ich sie um eine 2. Chance gebeten hat, gezeigt.
 
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Gast

  • #14
Hier ist nochmal #11.

Ganz ehrlich, ich verstehe dich nicht. Kann nicht nachvollziehen, was du schreibst und denkst.
Hilfreich fände ich, für dich - aber auch, wenn du weiter hier posten willst - mal zu erläutern, was du unter Liebe verstehst und wie sich Liebe deiner Ansicht nach anfühlen sollte.
Hast du denn jemals geliebt - IN einer Beziehung?

WARUM hast du sie bzgl. Liebe angelogen? Ich kann es nicht verstehen. Wirklich nicht. Auf mich wirkst du anhand deiner AUssagen, als hättest du ein tiefer liegendes Problem. Das vermag ich nicht zu beurteilen, ich kann nur sagen, wie es wirkt. So unglaublich kalt.

Weshalb bist du dir sicher, dass sie sich nicht von dir getrennt hätte? Die Tatsache, dass es für sie nach deinem Schlussstrich vorbei war und sie sogar eine Familie gegründet hat weist für mich eher darauf hin, dass sie sich innerlich schon länger getrennt hat.

Wegen der Sache mit dem Verlobungsring - bist du derjenige, der das zu dem Zeitpunkt auch gepostet hat? Ich erinnere mich da an einen Thread...

w25
 
  • #15
ich finde du hast so ziemlich das schlimmste getan, was man einem anderen Menschen antun kann. Du hast ihm vorgespiel du würdest ihn lieben ohne dies so zu empfinden. Das finde ich das allerletzte und ich gönne dir allen Schmerz den du in dem Zusammenhang damit erlebst. Du hast charakterlos und respektlos gegenüber der Frau gehandelt. Du wusstest sie liebt dich und du nicht und du hast sie und ihre Liebe zu dir ausgenutzt. Jetzt vermisst du das Gefühl geliebt zu werden, dass ist wirklich traurig für dich.
Das ich wirklich fast das Schlimnmste an menschlichem Verhalten was ich seit langem hier gelesen habe