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  • #1

Muss ich Trennungsunterhalt zahlen?

Hallo, meine Frau und ich haben uns nach 9 Jahren Ehe getrennt, Sie bleibt mit unserem Sohn, 10 Jahre alt, im Haus wohnen. Ich ziehe aus. Sie arbeitet seit dem 3. Lebensjahr unseres Sohnes in Teilzeit ( 25 STD/Woche). Ich verdiene deutlich mehr als sie. Das Haus gehört uns zu gleichen Teilen.Hat sie Anspruch auf Trennungsunterhalt? Wird dieses über den Anwalt geregelt? Kann sie es nachfordern?
Bin dabei mir einen anwalt zu suchen...vorab frage ich hier.

[Mod.# Bitte beachten Sie, das hier Laienmeinungen geäußert werden, die keine Rechtsberatung ersetzen! ]
 
  • #2
Ich bin keine RA, aber ich kenne die Materie ein wenig aus dem Freundeskreis. Um Trennungsunterhalt wirst Du nicht herumkommen, der richtet sich nach Euren üblichen Lebensverhältnissen bis zur Trennung. Wahrscheinlich wird Euer Haushaltseinkommen summiert und durch zwei geteilt (so war es bei einer Freundin), dann müsstest Du ihr den entsprechenden Betrag auszahlen.

Nach der Scheidung und neuem Unterhaltsrecht wird ggf. befunden werden, dass ihr auch eine Vollzeitarbeit "zugemutet" werden kann, da das Kind älter als 3 Jahre ist.
Letztlich ist es aber immer eine Einzelfallentscheidung und da hört man mal solche und mal andere Urteile.
 
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  • #3
Das tut mir sehr leid für Euch und vor allem für den kleinen 10jährigen Jungen. Schade, dass ihr ihm die Scheidung/Trennung nicht ersparen könnt.

Du wirst für dein Kind und auch für deine Frau Unterhalt übernehmen. Sie arbeitet Teilzeit um euren Sohn betreuen zu können. Ihr werdet euch beide überlegen müssen, wie die Betreuung eures Kindes künftig aussehen soll. Falls deine Frau Vollzeit arbeiten wird, solltest du verläßlich und wohlwollend ebenfalls dein Kind mitbetreuen. Z.B. Von der Schule abholen, zum Sport/Arzt/Spielkameraden bringen und vieles mehr.

Du kannst aufhören der Ehemann deiner Frau zu sein, doch du solltest weiterhin aktiver, interessierter und liebevoller Papa deines Sohnes sein.

m
 
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  • #4
Definitiv ja, du wirst bis zur Rechtskraft der Scheidung Trennungsunterhalt an deine Frau zahlen, der nacheheliche Unterhalt wird nach dem neuen Scheidungsrecht entweder gleich Null oder zeitlich befristet sein.
Der Unterhalt für das Kind bleibt davon unberührt.
 
  • #5
Kennst Du Jim Knopf und den Scheinriesen Turtur? Der ist ein Scheinriese, weil, je näher man ihm kommt, desto kleiner wird er. Wenn man sich von ihm fernhält, wir er unendlich groß.
In mienem kurzen Leben hab ich eine Erfahrung gemacht: Probleme verhalten sich im Allgemeinen wie dieser Turtur: Geh näher ran, dann werden sie kleiner. Noch näher! In deinem Fal meine ich damit: Mach dir keine Sorgen, geh zu einem Anwalt. Der wird dein Problem auf die ihm zustehende Größe zusammenstutzen. In groben Zügen und von mir als Laien ausgedrückt: Dein Einkommen minus dem Kindesunterhalt minus der Tatsache (die ich hiermit vermute), dass du ihr ja schon das Haus finanzierst (und dem Kind auch, was seinen Unterhaltsbedarf kürzen könnte) gegen ihr Einkommen plus dem Wert des Wohnens im eigenen Haus plus der Tatsache, dass du es eh schon bezahlst, die Differenz davon wäre ein Trenungsunterhalt. Du wirst Dich wundern, oft kommt dabei raus, dass DU was von IHR bekommst. Deshalb: Fürchte dich nicht, g-e-h- z-u-m A-n-w-a-l-t!!!!!
 
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  • #6
Ein Tip: Solltest du ein Anwaltssschreiben bekommen, rate ich dir, dies ernst zu nehmen und schleunigst darauf zu antworten! Bzw. dir ebenso Rechtsbeistand zu besorgen, um dich zu beraten! Alleine wirst du da nicht weit kommen, wenn du keine Ahnung von der Materie hast oder dich nicht durchsetzen kannst. Mit anderen Worten: den Brief nicht einfach so weglegen, wie viele es scheinbar machen! Ein nicht missachteter Anwaltsbrief, kann dich noch teurer zu stehen kommen.
 
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  • #7
Natürlich wirst du ihr Trennungsunterhalt bezahlen müssen und Unterhalt für den Sohn. Du wirst auch ganz sicher zu nachehelichem Unterhalt (Aufstockungsunterhalt) verpflichtet werden, da sie ja bereits berufstätig ist, wenn auch nicht Vollzeit, wegen der Kindesbetreuung. Die Rechnung sieht folgendermassen aus: dein Einkommen abzüglich Kindesunterhalt, plus das Einkommen deiner Frau wird durch zwei geteilt. Das ergibt den eheangemessenen Bedarf. Davon widerum wird ihr Einkommen abgezogen. Verbleibt der Unterhalt den du zu zahlen hast. Da sie im Haus verbleibt würde noch der Wohnwert angerechnet werden. Dieser ist abhängig davon ob die Annuitätenrate von euch beiden gemeinsam getragen wird oder nur von einem Partner. Zum Elementarunterhalt hat deine Frau noch Anspruch auf den sogenannten Altersvorsorgeunterhalt der rund 19,1% vom Elementarunterhalt beträgt. Alles eine sehr komplizierte Berechnung weil dann der Elementarunterhalt in einem zweiten Schritt neu berechnet wird. Krankenvorsorgeunterhalt wirst du wohl nicht zu zahlen haben, da deine Frau durch ihre Berufstätigkeit wohl selbst pflichtversichert ist.
Ein Familienanwalt wird dir diese Berechnung weiter erläutern können.
 
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  • #8
Ammm... ein Moment bitte.

Die Frau lebt in dem gemeinsamen Haus, hat keine Mitkosten und da steht es ihr zu, dass es dann Halbe Halbe gemacht wird? Der Mann muss noch seine Wohnung zahlen... und das von der Hälfte die ihm bleibt?

Also ich würde an deiner Stelle auf ein 50:50 Sorgerechtbestehen, das Haus verkaufen und das Geld teilen.

Aber spare wirklich nicht am falschem Ende und besorge dir einen sehr guten Anwalt, der auf Scheidungsrecht spezialisiert ist und bei dir als Mann, ist eine Frau als Anwältin besser geeignet.
 
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  • #9
Ammm... ein Moment bitte.

Die Frau lebt in dem gemeinsamen Haus, hat keine Mitkosten und da steht es ihr zu, dass es dann Halbe Halbe gemacht wird? Der Mann muss noch seine Wohnung zahlen... und das von der Hälfte die ihm bleibt?

Also ich würde an deiner Stelle auf ein 50:50 Sorgerechtbestehen, das Haus verkaufen und das Geld teilen.

Aber spare wirklich nicht am falschem Ende und besorge dir einen sehr guten Anwalt, der auf Scheidungsrecht spezialisiert ist und bei dir als Mann, ist eine Frau als Anwältin besser geeignet.
Du würdest......! Du bist aber nicht in der Situation und kennt die Situation doch auch nicht. Warum immer mit Kanonen auf Spatzen schießen und schon gleich wieder raten, dass der Mann möglichst sofort etwas tun soll um auf jeden Fall der Frau zu schaden.
Es geht doch auch anders:
Erstmal ruhig bleiben, zum Anwalt gehen, eine Beratung kostet nicht die Welt und einen Anwalt braucht man später sowieso. Ein guter Anwalt ist aber nicht der, der möglichst viel klagt und der gegenpartei möglichst viel schadet, sondern der Anwalt, der seinem Mandanten auch mal erklärt, wo seine rechte zu Ende sind. Jede weitere, unnütze Klage bringt nur dem Anwalt Geld in die Tasche. Ein guter Anwalt rät zu einer Mediation und einer friedlichen Regelung.
Aber an dem Recht auf Trennugnsunterhalt kann kein Anwalt etwas ändern, er muss also nicht klagen. Sorgerecht hat jetzt sowieso noch nicht zu suchen, das kommt dann bei der Scheidung.
Haus verkaufen? Warum? Bringt für alle Parteien u.U. nur Nachteile. Ich besitze immer noch ein gemeinsames Haus mit meinem Exmann. Wir sind beide ausgezogen, haben das Haus vermietet und die Miete trägt die Hypothekenkosten. Wir wollten das Haus einfach unserem Sohn erhalten. Eine Freundin wohnt mit ihren beiden Kindern mietfrei im Haus, das ihr zusammen mit ihrem Ex gehört. Dafür hat sie keine Abfindung bekommen und keinen Unterhalt. Es gibt so viele Lösungen, die besser sind als verkaufen.
Ich finde den Ratschlag von Pépé le Moko gut - ruhig angehen lassen, dann sieht es bald viel weniger schlimm aus. Untere Einrechnung der Wohnkosten dürfte der Trennungsunterhalt nicht so schlimm sein und da das Kind schon 10 ist, dürfte wohl auch kein großer nacheheliger Aufstockungsunterhalt kommen. Das gilt nämlich in erster Linie für langjährige Ehen. Der Frau kann wahrscheinlich zugemutet werden, bald wieder vollzeit zu arbeiten und dann dürfte nur noch der Kindesunterhalt anstehen.
 
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  • #10
Hallo Sparfuchs, kann ich da nur sagen.
Ein Anwalt kostet Geld- richtig! Eine Familie auch!

Deine Frau hat also nicht auf der faulen Haut gelegen. Sie hat auch gearbeitet, Dein Kind erzogen, euer Haus wahrscheinlich sauber gehalten.
Du verdienst deutlich mehr als sie. Ja, vielleicht auch deshalb weil sie nicht beruflich durchstarten konnte, zu Gunsten Kind und Familie.

Fällst es wirklich so schwer eine faire Lösung zu finden? Tut es wirklcih so weh ein paar Euros abzugeben?
Wenn Du dann wieder auf der Suche bist, achte aber bitte schon beim ersten Date darauf das die
Frau ihren Kaffee selbst zahlt.
Mir fehlt das Verständnis!
 
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  • #11
Deine Frau hat ab dem Tag der Trennung, wenn sie es anwaltlich fordert Anspruch auf Trennungsunterhalt. Die Trennung muss aber über den Anwalt ausgesprochen werden.
Ab diesem Tag zählt dann der Anspruch auf Trennungsunterhalt und ab da kann er dann auch nachgefordert werden.
Wenn du überdurchschnittlich verdienst, wird der Unterhalt nach dem Bedarf deiner Frau der letzten Monate berechnet, ansonsten nach der 4/7tel Regelung - 4/7tel deines Gehaltes gehen an Deine Frau.
Dazu noch der Unterhalt fürs Kind nach Düsseldorfer Tabelle 583€, falls du mehr als 5100 netto verdienst, wird auch hier nach Bedarf gerechnet.
Sorgerecht ist geteilt, klar. Aber da die Frau Teilzeit arbeitet und du als FS Vollzeit, bleibt das Kind ja erst mal bei der Mutter. Ist auch wichtig, dass sich für Euer Kind nicht zu viel ändert am Anfang.

Wichtig ist, keine Panik zu bekommen. Erst mal zum Anwalt, Erstberatung ausmachen, Rechte und Pflichten erklären lassen. Dass deine Frau im Haus wohnen bleibt, wird ja irgendwie mit dem Unterhalt verrechnet werden. Ist bei mir auch so.

w,40
 
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  • #12
Du würdest......! Du bist aber nicht in der Situation und kennt die Situation doch auch nicht. Warum immer mit Kanonen auf Spatzen schießen und schon gleich wieder raten, dass der Mann möglichst sofort etwas tun soll um auf jeden Fall der Frau zu schaden.
Wo oder wie habe ich dazu geraten, dass der FS der Frau schade soll? Und ich bin eine Frau.

Ich kann nur beiden Seiten zu einem Anwalt raten.

Ich würde an der Stelle des FS auf den Verkauf des Hauses bestehen und auf eine 50:50 Regelung. Ein Junge, der 10 ist, ist kein Kleinkind mehr, er braucht keine Rundum -Betreuung. Die Ex sollte zu soviel Selbstständigkeit wie möglich gezwungen werden, sie sollte für ihren Lebenseinkommen ab der Trennung selber verantwortlich sein. Oder räum sie weiter ihrem Ex hinterher und bekocht ihn, so wie sie das in der Ehe gemacht hat? Also sollte sie nach der Trennung genauso verzichten, wie das auch der Mann tut. Das Sorgerecht wird 50:50 gemacht, so haben beide Seiten, die selben Pflichte und Rechte.

Wenn eine Frau nur Frisöse oder Verkäuferin gelernt hat und in dem Beruf auch jetzt arbeitet, dann kann man nicht davon reden, sie konnte nicht wegen Kind und Familie im Job durchstarten. Bei einigen Berufen gibt es nicht zum durchstarten. Also warum sollte sie so viel mehr Geld bekommen, als andere Frisösen oder Verkäuferin, weil sie einen dem entsprechenden Mann geheiratet hat? Ist das eine Leistung? Heiraten...
 
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  • #13
Die Sache mit dem Haus spielt natürlich eine Rolle: wenn sie kostenfrei darin wohnen bleibt und du ausziehst, obwohl das Haus beiden gemeinsam gehört, dann ist das bereits eine Form des Trennungsunterhaltes bzw. wäre zu verrechnen.

Grundsätzlich halte ich das Fordern von Trennungsunterhalt durch einen Anwalt für eine klare Kampfansage, dass es keine einvernehmliche Trennung/Scheidung geben wird.
Das ist alles sehr teuer.

Meine ex interessierte sich weder für Geld (kann nicht rechnen) noch für Juristerei (habe keine Ahnung davon) und ließ ihre Anwaltin machen. Das Problem: die Anwältin forderte und forderte und mit hohen Streitwerten, größtenteils unberechtigt. Die Anwälte schrieben hin und her und ich konnte die (unberechtigten) Forderungen zwar abwehren, die Anwaltskosten gehen aber nach dem Streitwert, auch wenn die Sachen nie vor Gericht gingen.

Manche Dinge hätte man eigentlich ziemlich schnell klären können, wenn man mal selbst im Gesetz nachgelesen hätte. Mein Anwalt hat mir die Paragraphen genannt, ich habe nachgelesen und fand die Sache klar. Nach einigen Schreiben die andere Seite dann auch, die Anwaltskosten fallen trotzdem an.

Viel Glück!

m
 
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  • #14
Ich würde an der Stelle des FS auf den Verkauf des Hauses bestehen und auf eine 50:50 Regelung.
Ja, du würdest - aber du hast keine Begründung, es ist also sehr subjektiv und was du würdest, nützt dem FS doch nichts.
Ich würde das Haus nicht verkaufen sondern mich einfach einigen.
Da wir aber nicht wissen, wie die genaue Situation des Paares ist, sollte man sich da etwas zurückhalten. Es gibt sehr viele Modelle.

Ein Junge, der 10 ist, ist kein Kleinkind mehr, er braucht keine Rundum -Betreuung. Die Ex sollte zu soviel Selbstständigkeit wie möglich gezwungen werden, sie sollte für ihren Lebenseinkommen ab der Trennung selber verantwortlich sein. Oder räum sie weiter ihrem Ex hinterher und bekocht ihn, so wie sie das in der Ehe gemacht hat? Also sollte sie nach der Trennung genauso verzichten, wie das auch der Mann tut. Das Sorgerecht wird 50:50 gemacht, so haben beide Seiten, die selben Pflichte und Rechte.
Wer sagt denn etwas von Rundumbetreuung? Hast du etwas gelesen, was nicht da ist? Der FS schreibt, dass die Ehefrau seit dem 3. Lj des Kindes zu mehr als 50 % Teilzeit arbeitet. Wenn du selbst ein Kind hast, dann dürfte dir klar sein, dass das gerade in den ersten Jahren sehr viel ist. Jetzt mit 10 Jahren kann sie sicher etwas aufstocken, aber auch ein 10jähriges Kind braucht noch Betreuung. Das muss alles noch geregelt werden und genau dafür gibt es eben den Trennungsunterhalt.
Stell dir vor, es gibt sogar Männer, die ihrer Ex lieber einen Aufstockungsunterhalt zahlen, nur um sicherzustellen, dass das Kind gut betreut wird und nicht nach der Schule fremdbetreut werden. Aber das kommt eben auch viel auf die Situation an.
Wenn eine Frau nur Frisöse oder Verkäuferin gelernt hat und in dem Beruf auch jetzt arbeitet, dann kann man nicht davon reden, sie konnte nicht wegen Kind und Familie im Job durchstarten. Bei einigen Berufen gibt es nicht zum durchstarten. Also warum sollte sie so viel mehr Geld bekommen, als andere Frisösen oder Verkäuferin, weil sie einen dem entsprechenden Mann geheiratet hat? Ist das eine Leistung? Heiraten...
Aha, sie ist also Frisöse - gut zu wissen, denn das habe ich wohl überlesen.
Nein, heiraten ist keine Leistung, wer sagt das? Aber was ist denn, wenn der Mann stirbt? Dann bist du sicher auch der Meinung, dass die Rentenversicherung ihr jegliche Witwenrente streicht, denn warum soll sie denn nach dem Tod des Mannes nicht wieder arbeiten und mit ihren Frisösenlohn leben.
Die Ehe ist nun mal auch zur gegenseitigen Versorgung da. Jeder Partner sorgt für den Anderen und es sollte nicht abgezählt werden, wer wann wieviel eingebracht hat. Im umgekehrten Fall wäre es genauso. Auch Männer können z.B. arbeitslos werden oder krank.

Also locker bleiben, du hast keine Ahnung über die Verhältnisse.
 
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  • #15
Ein Freund von mir - sehr gut verdienend - ist noch nach dem alten Scheidungsgesetz geschieden worden.
Seine Frau hat das gemeinsame Haus behalten, in dem sie mit den gemeinsamen Kindern wohnt.
Er hat selbstverständlich Unterhalt für die Kinder gezahlt , die damals noch zur Grundschule gingen.
Der Frau stand kein Unterhalt zu, da sie das Haus bekommen hat.Die Tatsache, dass sie weniger verdiente, spielte dabei keine Rolle.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach dem neuen Scheidungsrecht anders verfahren wird.
Das Haus zu behalten und zusätzlich Unterhält für sich zu verlangen, halte ich für unangemessen.
Eine Frau mit einem schon großen Kind kann für sich selber sorgen.

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  • #16
Im Zuge einer Trennung ist es üblich, dass jeder seine Forderungen ausspricht und auch schriftlich formuliert. Das ist keine Kampfansage sondern eine völlig normale Vorgehensweise. Dazu gehört auch ein Antrag auf Zuweisung der Ehewohnung. Diesen Antrag können beide stellen, für gewöhnlich wird zugunsten der Kinder entschieden. Die schriftliche Forderung von Unterhalt ist ebenfalls üblich. Dabei kann sie erst einmal einen vorläufigen Betrag fordern, die genaue Berechnung folgt dann später.

Meine Erfahrung ist die: je mehr man untereinander regeln kann, desto günstiger wird das Verfahren, deshalb ist eine einvernehmliche Scheidung erstrebenswert. Dann habt ihr nämlich die Möglichkeit, euch außergerichtlich (bei einem Anwalt) zu einigen. Nur wenn keine einvernehmliche Regelung gefunden wird, treten die gesetzlichen Regelungen in Kraft. Die Voraussetzungen kannst Du hier nachlesen: http://www.online-scheidung-anwalt.de/scheidung-online-informationen/scheidung-online-voraussetzungen/. So könntet ihr die Frage nach dem (nachehelichen) Unterhalt auch ohne Richter klären.