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  • #1

Muss eine Frau fuer das Haushaltfuehren verantwortlich sein?

Ich bin geschieden, Mitte 30, habe einen Sohn im Kindergartenalter und bin beruflich selbstaendig erfolgreich. Aus beruflichen Gruenden arbeite ich oft am abend, pflege meine Hobbys und den Freundeskreis und unternehme mit dem Sohn auch viel. Deshalb habe ich keine Zeit und auch keine Lust im Haushalt etwas zu machen, ausser Waesche in die Waschmaschine geben und den Geschirrspueler einschalten. Ich habe eine Putzfrau, die die Wohnung sauber macht und fuer uns kocht und auch eine Kinderfrau, die fuer uns auch kocht, wenn ich mich mit meinem Sohn beschaeftige. Wenn ich arbeite oder meine Hobbys pflege, betreut sie meinen Sohn. Ich bin eine miserable Koechin und ich denke, es ist besser, alles was nicht meine "Kernkompetenz" ist, soll ich "auslagern".
Das Problem dabei, dass die Maenner, die ich kennenlerne, kein Verstaendnis haben, dass ich gar nichts mit dem Haushaltfuehren am Hut habe. Es war auch einer der Gruende, warum die Beziehung zu meinem Ex-mann in Brueche gegangen ist. Er wollte auf keinen Fall jemanden Fremden in der Wohnung.
Ich halte nichts von halbe/halbe im Haushalt. Ich will auch gar nicht, dass (m)ein Mann die Wohnung putzt. Ich bin nur der Meinung, wenn beide gut verdienen, sollen sie qualitativ wertvolle Zeit miteinander, mit den Kindern, Hobbys und anderen schoenen Dingen im Leben verbringen. Nur die Maenner, die ich bisher kennengelernt habe, teilen meine Ansicht diesbezueglich nicht. Wollen Maenner wirklich eine haeusliche Frau, die kocht, putzt, buegelt, etc?.
 
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  • #2
Du hast die falschen Männer kennengelernt. Ein Mann, der das Gegenteil gehabt hat - nämlich eine Frau, die außer der Haushaltsführung (wenn überhaupt) gar nichts konnte und machen wollte und dem Mann dadurch Jahre und Jahrzehnte auf der Tasche gelegen hat, wird nicht nur Deine viel größeren und wichtigeren Fähigkeiten zu schätzen wissen, sondern auch die gemeinsame Zeit. In erster Ehe konnte ich es nicht verhindern, eine "Haushaltsführerin" (furchtbar, bis ich eine Haushälterin eingestellt habe) durchzufüttern und als Alleinverdiener sechzig Stunden in der Woche alles zu bezahlen. Meine zweite Frau und ich erledigen zwar den Haushalt allein, durch unseren beiderseitigen beruflichen Erfolg können wir aber viel weniger arbeiten als das in einer "Hausfrauen- oder Hausmännerehe" möglich wäre und haben viel mehr Zeit für uns und unsere Kinder.
 
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  • #3
Ich bin auch eine Frau und 34 Jahre alt. Ich finde es sehr wichtig, dass eine Frau von der Haushaltsführung Ahnung haben muss . Ich habe alles von meiner Mutter gelernt und sie von ihrer usw.. Ich koche 7 Tag die Woche, stets frisch, ich kann den kompletten Haushalt in Schuss halten, ich kann nähen, stricken und häkeln. Eine Frau ist für mich keine Frau, die nur Party machen kann. Ich kame mir schäbig vor, wenn ich nur mit meinen Händen Geld ausgeben kann aber haushaltstechnisch nichts kann. Natürlich muss eine Frau wissen, wie der Haushalt zu führen ist. Ich bin so erzogen worden und das ist kein Nachteil, sondern sehr förderlich, wenn man Kinder haben will. Ich möchte meine Kinder dazu erziehen, selbstständig zu sein, zu wissen, wie man einen Haushalt führt, zu wissen wie man eine ordentliche Mahlzeit zubereitet, zu wissen, wie man ein Loch in einer Sock richtig anständig zunähnt usw.. Eine Frau, die nur Zeit und Kosten in ihr Äußeres investiert und nur außerhalb speist und trinkt und ihren Hobbies nachgeht, wäre für mich keine optimale Frau, denn wenn ich ein Mann wäre, wäre so eine Frau für eine unverbindliche Beziehung ok aber wenn es um Familiengründung geht wäre so eine Frau absolut untauglich.
Auch möchte nicht stets fremde Menschen in meiner Wohnung haben. ich möchte mein Essen selber zubereiten, selber einkaufen, selber organisieren.

w, 34
 
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  • #4
FS, du hast absolut recht und wenn du alles finanzierst kannst du es doch lösen wie du möchtest.
Ich bin w, 41 und habe mal sehr viel und mal sehr wenig zu tun - und je nachdem eine Hilfe im Haushalt oder eben auch nicht.
Wäsche wird auch nur von mir gewaschen und dann lasse ich es bügeln.
Der einzige Unterscheid zu dir ist dass ich sehr gut kochen kann!
Ich finde es schon fast witzig dass Frauen sich auf das alte Bild berufen und dann jammern wenn sie daheim beim putzen und allem vertrocknen und wenn die Männer sie dann verlassen,jammern (ich ahbe ihm doch immer den Rücken frei gehalten).
Keine normal denkende Frau kann sich heutzutage mehr auf die "Versorgtsein-Rolle" verlassen und ich finde das richtig.
Ausserdem erfrischt Arbeit den Geist was man ja vom Stundenlangen bügeln nicht behaupten kann.

FS, es passt alles wie s ist, die Mänenr haben wohl eher ein Problem damit dass sie Konkurrenz haben.
 
  • #5
Natürlich muss eine Frau NICHT wissen wie ein Haushalt zu führen ist.

Liebe FS ich finde es völlig in Ordnung, wie Du Dein Leben organisierst.

Genau richtig, die Aufgaben "outzusourcen", die man als lästig empfindet, wenn man
es sich leisten kann.

Ich habe das mit meiner Ex auch immer so gehandhabt.

Es gibt genügend Männer, die sich freuen die so erschaffene Freiräume
mit Dir zu genießen.
Du hattest bisher einfach Pech.

Wenn Du auf einer Partnerbörse unterwegs bist, schreibt das deutlich
in Deinem Profil.

m, 53
 
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  • #6
Liebe FS,

deine Gründe sind doch nachvollziehbar.
Allerdings sollte man als Frau schon den Eindruck erwecken, dass man diese häuslichen Tätigkeiten locker selber erledigen könnte, wenn man denn wolle.
 
  • #7
Ich würde auch sagen, suche einfach weiter und deine Planung, der Freizeit ist doch perfekt, wenn Du dir das leisten kannst und auch mal mit deinem Kind auf den Spielplatz gehst. Aber wenn Du mal den Richtigen gefunden hast, kannst Du mit ihm mal versuchen, etwas Schönes zu kochen. Das kann auch richtig Spaß machen und sehr sinnlich sein ;)
M42
 
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  • #8
Interessante Frage, die ich mir nie gestellt hätte. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich sofort jemanden einstellen, der mir mindestens einmal die Woche den Boden wischt, und wenn nötig Fenster putzt und bügelt. Das sind drei Haushaltsarbeiten, die ich persönlich gar nicht mag. Nun ja, ich mags auch nicht dreckig, also bin ich sozusagen gezwungen diese Arbeiten auch zu erledigen.

Ich koche ganz gerne und deshalb sehe ich das auch nicht gerade als "Aufgabe", aber wenn ich es hassen würde, dann würde ich mir wahrscheinlich öfters etwas bestellen... hin und wieder mach ich das auch jetzt.

Und.. liebe FS, wenn ein Mann es nicht schätzt, dass du lieber die Zeit mit ihm bzw. mit dem Kind (bzw. den Kindern) verbringst, als mit putzen usw; dann verstehe ich seine Haltung nicht. Der sollte doch froh sein.

Ich kann ihn zwar irgendwie verstehen, wenn er sagt, eine fremde Person möchte er nicht im Haus haben, aber wenn man mal jemand vertrauenswürdigen gefunden hat, dann hat man dabei kein Problem....das größte Problem ist eher, dass man erst jemand finden muss, den man vertrauen kann. :)
 
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  • #9
Nur die Maenner, die ich bisher kennengelernt habe, teilen meine Ansicht diesbezueglich nicht. Wollen Maenner wirklich eine haeusliche Frau, die kocht, putzt, buegelt, etc?.
Dann lerne andere Männer kennen. Zum Beispiel solche, die finden, daß das Outsorcing der Hausarbeit jede Diskussion über die Mit-Zuständigkeit des Mannes fürs Kochen, Putzen, Bügeln überflüssig macht – Zeiten, die man sinnvoller nutzen kann, insbesondere wenn man einem anstrengenden Beruf nachgeht. Bleibe bei Deiner Einstellung, meinen Segen hast Du. (m)
 
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  • #10
Ich glaube nicht, dass Angela Merkel und ihr Mann, oder Brad Pitt und die Jolie ihre Häuser selber putzen.
Wozu auch?
Wenn ich genug Geld hätte um mir eine Hilfe zu holen, würde ich kochen und reinigen lassen, denn nichts hasse ich mehr als einkaufen gehen und kochen.
W45
 
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  • #11
Ich habe auch eine Putzfrau - warum sollte ich mir den Stress selbst antun. Ich hasse putzen. Diese Zeit kann ich sinnvoller nutzen. Im Gegensatz zu dir koche ich jedoch gerne - aber ganz ehrlich, ich genieße es danach, wenn mein LG die Küche wieder aufräumt - fällt in die Kategorie putzen. s.o.
 
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  • #12
In erster Ehe konnte ich es nicht verhindern, eine "Haushaltsführerin" (furchtbar, bis ich eine Haushälterin eingestellt habe) durchzufüttern.
Wie bitte? Die Haushälterin wird sicher gearbeitet haben für ihr Geld, und da handelt es sich weiß Gott nicht um die verlockendste Arbeit. Von daher ist das Wort "durchfüttern" eine echte Frechheit.
 
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  • #13
Liebe FS,

ich find das super, wie Du das machst.

Es muss sich um sehr unsichere Männer handeln, die sich nur als Mann fühlen, wenn die Frau das sorgende Hausmütterchen gibt.
Das Frauen sorgende und mütterliche Qualitäten haben muss nicht in der Haushaltsführung zum Ausdruck kommen. Und wenn sich unter Deinen Kindern ein kochinteressiertes befindet wird es alles durch Deine Köchinnen lernen können.

Weiter gucken, es wird sicher Männer geben, die souverän sind und es schätzen werden, dass du so mehr Zeit für ihn hast.

Guten Gelingen!
w / 55
 
  • #14
Also ich kann irgendwo beide Seiten verstehen. Ich selber habe seit vielen Jahren eine Haushaltshilfe, die mir so ziemlich alles abnimmt, was ich nicht gerne mache. Als ich das auf der anderen Seite meinen Kumpels erzählt habe, haben sie aber doch ein wenig verwundert reagiert und gefragt, warum ich das nicht meine damalige Freundin machen lasse. Sie hatten sogar regelrecht Befürchtungen, dass wenn ihre Frauen davon erfahren würden, sie auch eine einstellen müssten. Aber sie sehen das ähnlich wie die von der FS beschriebenen Männer: Sie wollen keine fremden Personen in ihren Häusern - auch mein Vater sieht das (und sah es immer) ähnlich.

Für mich bietet es aber die Chance neben meiner Arbeit noch meine Freizeit zu genießen. Ich habe oft das Gefühl, dass ich mehr echte Freizeit habe als die meisten meiner Freunde (Obwohl ich bestimmt nicht weniger arbeite). Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass der Umstand, dass ich eine Putzfrau habe auch in so manchen Beziehungen gerade am Anfang zu komischen Situationen geführt hat - z.B. bin ich mit manch einer aneinander geraten, weil sie den Umstand, dass ich eine Haushaltshilfe habe als Einladung begriffen haben, einfach die Beine hoch zulegen, alles vor Ort stehen und liegen zu lassen und meine Wohnung dann Zimmer für Zimmer im Chaos versunken ist. Kommentar war dann meist in der Richtung, dass ich mich doch nicht aufregen bräuchte, da meine Putzfrau doch sowieso in 1-3 Tagen kommt und sie das dann macht.

Ich lege aber selber schon sehr viel Wert darauf, dass man auch wenn man sich für bestimmte unbeliebte Aufgaben eine Hilfe holt, man immer noch eine gewisse Lebenseinstellung haben sollte. Star-Allüren gehen z.B. überhaupt nicht - überhaupt nicht, wenn die Frau selber noch Studentin war und dann meint die Haushaltshilfe von oben herab herumkommandieren zu müssen.

Kurz gesagt: Haushaltshilfe gerne und super Sache aber man darf nicht anfangen sich einzubilden, dass man deswegen etwas besseres sei. Man sollte immer noch in der Lage sein das Leben "ohne" zu meistern.
 
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  • #15
Ich empfinde die Haltung der FS als etwas schwierig. Denn sie macht sich komplett abhängig von der Hilfe anderer. Solange sie es sich leisten kann, ok. Was macht sie aber, wenn das Geld mal knapp wird? Wenn die Kinderfrau durch Krankheit plötzlich ausfällt? Ich würde mich nicht in eine solche Abhängigkeit begeben wollen. Zumindest die einfachen Grundkenntnisse der Haushaltsführung sollten vorhanden sein. Und Hausarbeit ist eine durchaus anerkennenswerte Arbeit, wenn sie gut gemacht ist. Warum wird hier schon wieder so überheblich darüber geschrieben?

w, 30
 
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  • #16
Wie bitte? Die Haushälterin wird sicher gearbeitet haben für ihr Geld, und da handelt es sich weiß Gott nicht um die verlockendste Arbeit. Von daher ist das Wort "durchfüttern" eine echte Frechheit.
Woher willst Du das wissen? Die von mir später eingestellte Haushälterin hat tatsächlich mit drei Stunden am Werktag absolut alles - Wäsche, Haus, Hof, Vorkochen - tipp top gemacht, meine Exfrau hat aber NULL gemacht, sondern das nur behauptet, weil sie schlicht gar nichts tun wollte. Das nenne ich sehr wohl "durchfüttern" auf höchstem Niveau - beste Wohnverhältnisse, reichlich Geld auf dem eigenen Konto, dreimal im Jahr Urlaub (wovon?), Anteil an meinen Rentenanwartschaften. Jetzt erledige ich mit meiner zweiten Frau ja auch alles, ohne dass sich einer von uns darauf zurückzieht, dass das ein Vollzeitjob ist. Wir machen die geistlosen Arbeiten übrlgens beide ganz gern, weil wir anspruchsvolle Berufe haben. Gerade, weil ich kein unwissender Idiot mehr bin, dem man einreden kann, dass der Haushalt eine Menge Arbeit macht, finde ich die Einstellung der offensichtlich leistungsbereiten und zur Leistung fähigen Fragestellerin nicht nur liebenswert, sondern auch vernünftig. Meine Exfrau fand das übrigens auch wunderschön, denn sie hat nach unserer Scheidung wieder einen Mann gesucht, dem sie "den Rücken freihalten und den Haushalt führen" darf - leider vergeblich.
 
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  • #17
Zu w 30
Eine Frau wie die FS, die ihr Leben und auch den Beruf so organisieren kann wird wegen wegen Krankheit einer Angestellten nicht direkt ins Chaos verfallen.
Als Arbeitgeber hat man das teilweise täglich und muss auch damit zurecht kommen.
Dann gibt es mal Restaurantessen oder ein Sandwich, ich habe eine Agentur und davon eine feste Zugehfrau - wenn sie ausfällt, muss die Agentur für Ersatz sorgen.
Das du dich nicht in die Abhängigkeit einer Kinderfrau begeben willst mit der du einen Vertrag hast sondern dich lieber in Abhängigkeit eines Mannes begibst der nur "bis das der Tod Euch scheidet" schwört, ist sehr einfach gedacht.
Da vertraue ich lieber der Agentur fürs Wesentliche und kann mich um Hausaufgaben und ähnliches selbst sorgen. Ich glaube, es bringt dem Kind mehr wenn ich es dabei unterstütze statt Böden zu wischen.
nochmals w, 41
 
  • #18
Eine Frau ist nicht automatisch auch eine Hausfrau. Sonder das bilden sich die meisten Männer ein.

Wer von seiner Partnerin stur Hausfrau-Qualitäten und -leistung erwartet, ggf. diskriminiert und mißbraucht sie als seine Haushälterin. (Es gibt aber auch Frauen, die gerne Hausfrau sind.)

Das wird dann keine Partnerschaft, sondern Ausbeutung. Die Frau soll dem Manne dienen.
Als seine Köchin, Haushälterin, Prostituierte, usw.
Dafür zahlt er ggf. ihren Lebensunterhalt sowie ggf. ihren Kinderwunsch - oder nicht mal das.

Ein Mann muß akzeptieren können, wenn seine Partnerin nicht Hausfrau sein kann oder will.
Und das dann, wie in einer Firma, den Leuten übertragen wird, die es -besser- können.
Ansonsten wäre er der falsche Partner für die FS.

Ich schätze, ich würde es als Frau genauso machen, wie die FS wenn ich ihn ihrer Situation wäre.
Und jeden Mann davon schicken, der das nicht versteht und akzeptiert. Der soll sich dann eine andere "Dumme" suchen, die den Haushalt und seinen Kram macht.

Vielleicht fühlen sich solche Männer als "männlich", mächtig und überlegen, wenn sie ihre eigene Partnerin zur Hausarbeit zwingen können ? So kommts mir bei vielen Paaren vor.

Auch ein Mann kann im Haushalt mithelfen, und das ist nicht "unmännlich".
Wer einen Computer bedienen kann, der sollte auch ne Waschmaschine kapieren. Und wie man Wäsche sortiert, Waschmittel dosiert, usw. - Spülmaschine dito.
Ein Staubsauger ist ganz simpel.

Wenn aber Eine/r oder Beide extrem im Beruf eingespannt sind, z.B. 10 - 12 Stunden/Tag, dann kann man abends keine große Hausarbeit verlangen/erwarten. Auch nicht von einer Frau.
Schuhe aus - Füße hoch - und entspannen. Wer Hunger hat, kann sich selber was machen.

Vielleicht sollten die Mütter ihre Söhne zur Hausarbeit erziehen ? Damit diese Pascha-Denkweise unter den (späteren) Männern aufhört ?
Ich habe als Kind und Jugendlicher, soweit möglich und altersgerecht, immer im Haushalt mitgeholfen. Und später in der Schule den Hauswirtschaftsunterricht gewählt, anstatt (schon wieder) werken.
Ich kann Haushalt, Kinderversorgung und Handwerker.

Als meine Partnerin sich ihr Handgelenk brach, habe ich Haushalt und Kind (3) mit versorgt.
Sowas sollte man als Partner können - denn dann wird die Partnerschaft besonders gebraucht.
Die Krankenkasse hätte eine Haushaltshilfe oder eine Tagesmutter bezahlt - aber nicht Beides.
(Wir entschieden uns für die Tagesmutter)

Haushalt kann auch ein Mann machen. Wenn er es kann, und richtig macht.
An die Männer: Keine Sorge - dabei wachsen Euch keine Brüste.

Das ist meine Meinung als Mann - schon mein ganzes Leben lang. (m,52)
 
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  • #19
Liebe FS,

ich habe ähnliche Probleme wie du! Bin erfolgreich und verdiene genügend Geld, um mir Zeit für meine Tochter zu kaufen und den Haushalt jemand anderes zu überlassen.
Moderne Frauen haben in Deutschland leider immer noch Probleme. Männer wollen die steinzeitliche Rollenverteilung auf unsere Kosten durchsetzen. Mit deutschen Männern ist dein Lebensmodell nicht zu realisieren, also such dir lieber einen aus einer modernen Gesellschaft / Kultur, z.B. skandinavische Männer.
 
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  • #20
Natürlich hast Du Recht. Es ist Deine freie Entscheidung, alles, was mit Haushaltsführung zu tun hat, zu delegieren.
Ob Du einen passenden Mann findest, das ist allerdings etwas völlig anderes.
Mir würde es definitiv nicht gefallen, solch ein Leben zu führen. Ich will meine Kinder soweit es geht selber erziehen. Ich mag es nicht, wenn Fremde in meinem Haus rumwuseln und ein gemeinsames Kochen (oder ein Kochen für Partnerin/Freunde) will ich nicht missen. Irgendwie will ich meinen Kindern ja auch die Liebe zum Essen und Kochen vermitteln
Für mich ist eben diese Arbeit Teil der (wie Du sie nennst) "qualitativ hochwertigen Zeit", weit mehr, als gemeinsame Unternehmungen allein.
 
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  • #21
Haushalt kann auch ein Mann machen. Wenn er es kann, und richtig macht.
An die Männer: Keine Sorge - dabei wachsen Euch keine Brüste.

Das ist meine Meinung als Mann - schon mein ganzes Leben lang. (m,52)
Ich kenn dich 52ger männlich zwar nicht. Aber du bist mir sympathisch! Super Kommentar :)

Ich hab mich eh schon immer gewundert, wie ein Mann zwar jeden Videorecorder etc versteht, aber vor Geschirrspülern und Waschmaschinen da steht, als wäre alles in chinesisch und absolut unverständlich!
 
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  • #22
Um auf deine Hauptfrage zu antworten: Nein, eine Frau muss nicht alleine für das Haushaltsführen verantwortlich sein. Und da du ja alles delegieren kannst und es so gut funktioniert, ist es für dich ja auch gut.
Allerdings finde ich es ein wenig traurig und schäbig, wenn man als erwachsener Mensch, egal ob Mann oder Frau, nicht kochen kann und auch keine Lust hat, es zu lernen.
Ich will auch einen Mann, der mich ab und zu bekocht. Und ich finde es auch schade für Dein Kind, dass du nicht mit ihm zusammen kochst, denn so wird dein Kind später auch nicht kochen können und das ist doch ein ganz entscheidender Punkt - zumindest in meinem Leben. essen ist sinnlich und nicht nur Nahrungsaufnahme und das einkaufen und Zubereiten von Speisen sollte man können. Zumindest ein paar Gerichte.
Ich mag auch keine Männer, die keine Ahnung vom Wäsche waschen haben, vom Aufräumen, Einkaufen, Betten machen usw.
Als Frau muss man heutzutage sicher keine kleine perfekte Hausfrau mehr sein, aber ich weiß, dass es ALLE (!!) Männer schätzen, wenn eine Frau was Anständiges auf den Tisch stellt!
Ich dekoriere die Wohnung, bepflanze den Balkon/Garten, ich kann kochen und alles was sonst noch zum Haushalt gehört.
Deswegen bin ich trotzdem beruflich erfolgreich, habe 2 Kinder, bin schlank, kann mich stylen, mache Sport und habe meistens zumindest einen Lover, mit dem ich koche. Ich finde, das hat was Liebevoll-Erotisches, wenn ein Mann mich bekocht.
Ne Putzfrau und ne Nanny hab ich auch.
Aber ich finde Männer, die nicht kochen können total lebensuntüchtig. Und bei Frauen find ich´s genauso traurig - zumindest in einer Partnerschaft.

w,40
 
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  • #23
Ich bin von Beruf Hauswirtschaftsleiterin und führe einen Großhaushalt (Seniorenheim). Der Beruf der Hauswirtschafterin ist ein Lehrberuf und ebenso anspruchsvoll wie andere Berufe auch.
Mal eben nebenbei den Haushalt führen, das mag klappen, wenn man es gerne macht und ein Gespür dafür hat.
Früher war es normal, dass der Mann auswärts arbeiten ging und das Geld nach Hause brachte, die Frau hat im Haus gearbeitet und die Erziehung übernommen. Sie hat bereits im Kindesalter diese Arbeiten von ihrer Mutter gelernt. Sie hat das Geld verwaltet und hatte somit ebenso ihren Beitrag am Wohlstand. In jedem Wirtschftsbetrieb ist der Gewinn eine Kombination aus Einnahmen und Ausgaben. Wenn eine Frau nicht wirtschaften kann, dann kann der Mann noch so viel Geld verdienen.
Soviel nur mal dazu, ob Haushaltsführung eine wertvolle Arbeit ist oder nicht. Für viele Männer zählt das heute leider nichts mehr, sie sehen nur, dass sie Geld verdienen und die Frau es ausgibt - so ist es aber nun mal nicht.
Heute gehen viele Frauen auch auswärts arbeiten und bringen Geld nach Hause. Warum sollten sie dann trotzdem noch den häuslichen Part übernehmen? Warum muss sie die Doppelbelastung haben? Ich bin voll und ganz der Meinung, dass man sich einige Leistungen auch erkaufen kann.
Ich persönlich kann alle Hausarbeiten gut und rationell erledigen, ich habe es gelernt (nicht nur von der Mama). Aber manche Arbeiten mag ich nicht und daher lasse ich sie machen. Warum auch nicht. Ich gehe manchmal auch Essen. Ich habe eine Putzfrau, die lästige Arbeiten erledigt, andere Arbeiten (Kochen, Bügeln) mache ich recht gerne und daher mach ich sie selsbt.
Ich hatte mit meinem Exmann auch immer das Streitthema, dass ich eine Putzfrau möchte. Er wollte, dass ich eine halbe Stelle nehme und zu Hause den kompletten Haushalt mache. Ich war der Meinung, dass ich lieber eine 3/4 Stelle nehme und für das zusätzlich verdiente Geld eine Putzfrau für ein paar Stunden einstelle. Warum soll ich eine ungeliebte Arbeit machen, nur weil ich eine Frau bin.
 
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  • #24
Warum wird hier schon wieder so überheblich darüber geschrieben?

w, 30
Ich bin erstaunt, dass eine junge Frau, anscheinend noch ohne Kind, fragt bzw. festlegt, dass überheblich geschrieben wird.

Ich kann allen Frauen, die Hilfe im Haushalt ablehnen nur empfehlen nicht über die zu lästern, die es sich zum Glück leisten können, sich eine Hilfe zu holen.

Wenn ich ausreichend Geld hätte, würde ich sofort mir eine Perle für meinen Haushalt für täglich 2 Stunden holen. Damit mache ich eine ältere Dame die gut putzen und kochen kann glücklich und mich und mein Kind auch. Keiner hat davon einen Nachteil.

Ich bin mir sicher, wenn das Geld dann nicht mehr da wäre, dann geht es auch ohne Putz-Koch-Perle.

w 49
 
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Gast

  • #25
Woher willst Du das wissen? Die von mir später eingestellte Haushälterin hat tatsächlich mit drei Stunden am Werktag absolut alles - Wäsche, Haus, Hof, Vorkochen - tipp top gemacht, meine Exfrau hat aber NULL gemacht ...
Entschuldige, das ist etwas anderes. Es las sich so, als meintest Du, eine Haushälterin "durchgefüttert" zu haben, obwohl die ja offensichtlich top gearbeitet hat. Also alles gut ...
 
G

Gast

  • #26
Hallo FS,

ich finde es wunderbar wie du das machst! Es ist toll, dass du dir etwas eigenes aufgebaut hast und über genug finanzielle Mittel verfügst, dir Hilfe zu holen und so mehr Zeit mit deinem Kind zu verbringen. Toll finde ich auch, dass du dich nicht von deinem Ex verunsichern hast lassen und dich für ein organisiertes (!) Leben allein mit Kind entschieden hast.

Ich hoffe ich habe nach meinem Studium auch die finanziellen Mittel um es so zu machen wie du :)

Einen Mann, der von dir erwartet, dass du am Herd stehst und die Wohnung schrubbst willst du eh nicht.

LG w,28
 
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Gast

  • #27
Mit deutschen Männern ist dein Lebensmodell nicht zu realisieren, also such dir lieber einen aus einer modernen Gesellschaft / Kultur, z.B. skandinavische Männer.
Auch die skandinavischen Männer sind nicht so emanzipiert, wie wir es in Deutschland glauben. Ich habe einen näher kennengelernt und der war einem deutschen Mann sehr ähnlich. Und Tschüss...

w
 
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  • #28
Ich bin nur der Meinung, wenn beide gut verdienen, sollen sie qualitativ wertvolle Zeit miteinander, mit den Kindern, Hobbys und anderen schoenen Dingen im Leben verbringen. Nur die Maenner, die ich bisher kennengelernt habe, teilen meine Ansicht diesbezueglich nicht. Wollen Maenner wirklich eine haeusliche Frau, die kocht, putzt, buegelt, etc?.
Liebe FS,
ist es nicht egal, was die Männer wollen? Würdest Du wirklich, nur um einen Mann zu haben, auf gemeinsame Qualitytime mit Mann und Kind verzichten und den Putzteufel geben?
Lass' Dich auch von Frauen nicht irritieren, die meinen, frau muss das alles machen, um Frau zu sein. Das sind Frauen, die eher von einem gewissen Neid gekennzeichnet sind, weil sie sich diesen Lebensstil nicht leisten können. Es ist eine einfache Rechenübung: ich verdiene 280 €/Stunde, wenn ich arbeite, die Haushaltshilfe bekommt 20 €/Stunde. Was ist da wohl sinnvoller, selber putzen, oder lieber die Zeit im Job verbringen und richtig Kohle verdienen?
Such' einfach einen Mann, der die gleiche Lebenseinstellung hat, wie Du.

Ich bin, der Meinung, man (Mann, Frau, Kind) sollte ein paar grundsätzliche Fähigkeiten haben, einen Haushalt eigenständig zu führen, d.h. es theoretisch könnte, wenn es denn sein müsste. Und Du solltest soviel davon verstehen, um zu sehen, das Haus ist sauber, das Essen mit frischen Zutaten gemacht, kein Dosenfutter.
Das kann die Putz-Koch-Perle in Grundzügen auch einem Kind vermitteln, damit es später in der Studentenwohnung nicht komplett verwahrlost und auch mal in der Lage ist, eine partnerchaftliche Beziehung zu führen, ohne dass Mama die Putzfrau bezahlt. Das musst Du nicht täglich vorleben. Im Gegenteil, Du darfst ihm gern zeigen, wie das Leben sein kann, wenn frau erfolgreich durch Arbeit ist - sehr komfortabel.

w, 55
 
  • #29
Ich hätte die Titelfrage klar min Nein beantwortet. Die Weiterführung, dann du auch 50/50 nicht gut findest, sondern alles an eine Haushaltshilfe delegieren würdest, braucht halt ein adäquates Einkommen beider Partner. Damit ist das dann sogar eine positive Sache, denn du verhilfst anderen Menschen zu einem Einkommen.
Mir mussten damals erst Freundinnen auf die Sprünge helfen, wenn ich nach einer 60 Stunden-Woche noch todmüde mit dem Staubsauger durch die Wohnung schlich. Sie haben mir anhand meines Stundensatzes vorgerechnet, was eine Putz- und Bügelaktion von mir kostet und dass ich diese Zeit doch besser in Regenerierung und Familie investieren sollte - und in eine Haushaltshilfe. Sie hatten sehr recht und ich fühlte mich extrem entlastet.
Ich kann sehr gut kochen und haushalten, aber ich kann durch Fähigkeiten, Qualifikation und Erfahrung eben auch anders agieren und das Geld erarbeiten, um mir Unterstützung zu bezahlen. Männer denken da meist gar nicht lange nach. Warum sollte jemand mit einem Stundensatz von 300 € Fußböden feudeln?
Das ist jenseits von Arroganz. Ich war in dieser Woche auf einer Unternehmerinnenveranstaltung, bei der eine Amerikanerin sprach, deren Unternehmen familiennahe Dienstleistungen vermittelt. Die Menschen, die sie vermittelt, haben ansonsten wenig Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Für mich ist das eine win-win-Situation. (mit der wir uns aber gerne schwer haben, ich weiß)
Zur Zeit verdiene ich wenig Geld, habe selbst gewünscht viel Zeit zur Verfügung und damit bricht mir auch kein Zacken aus der Krone, den Haushalt selbst zu schmeißen. Alles zu seiner Zeit.
 
  • #30
Ich hab mich eh schon immer gewundert, wie ein Mann zwar jeden Videorecorder etc versteht, aber vor Geschirrspülern und Waschmaschinen da steht, als wäre alles in chinesisch und absolut unverständlich!
Purer Egoismus: SEIN "Spielzeug" will er spielen, aber IHRE Geräte mag er nicht = innere Ablehnung.

Aber ich erlebte es auch umgekehrt. Ich interessierte mich für Spülmaschinen, aber bekam eine sehr krasse Abfuhr von den Frauen = Gehe mich gar nichts an.
Bei Waschmaschinen könnte den Männern jegliche Kompetenz abgesprochen werden:
"Finger weg - ihr habt keine Ahnung - sonst geht die Waschmaschine kaputt - " usw.