• #1

Muss der "Marktwert" möglichst gleich sein?

Guten Abend,

eine recht simple Frage, will es scheinen:

Ich habe zunehmend den Eindruck, dass es für das Entstehen einer gelingenden Beziehung wichtig ist, dass beide Seiten den Eindruck haben, etwa denselben "Marktwert" (das ist kein schöner Begriff, aber er bezeichnet recht treffend, was ich meine - ein Mix, das "Produkt" aus Faktoren wie Alter, Bildung, Einkommen, Aussehen, Altlasten etc.) wie der Partner zu besitzen.

Ich frage das vor allem deswegen, weil ich selbst beim Kennenlernen einen genaueren Abgleich oft eher "vernachlässige" bzw. dazu tendiere, verschiedene Faktoren gegeneinander aufzurechnen, alle Faktoren (oder auch der letztliche "Gesamtwert") müssen für mich nicht passen, damit ich mich verlieben kann. Manchmal scheine ich dadurch an Frauen zu geraten, die ihren eigenen "Marktwert" (sorry noch mal für dieses hässliche Wort... "Attraktivitätslevel" trifft aber nicht ganz, was ich meine) geringer/zu gering einschätzen, was dann einem weiteren Kennenlernen von ihrer Seite aus im Wege steht. Gespräche etc. helfen da kaum.

Eine Konsequenz für mich wäre, eine stärkere Orientierung, ein schärferer Abgleich am "Marktwert" möglichst im Vorfeld, viel mehr, als mir eigentlich gefühlsmäßig entsprechen würde. Habt ihr in dieser Richtung auch Erfahrungen gemacht (also mal nicht das klassische "zu hoch greifen", sondern eher das Gegenteil...?)

manchmal
 
  • #2
Ganz einfach: Männer daten problemlos nach unten und (je nach Typ, jedenfalls keine Alpahtiere) auch nach oben.
Frauen daten so guit wie nicht nach unten und selten (wie in deinem Fall) haben sie auch Skrupel weit nach oben zu daten (z.B, Putzfrau dated Standortleiter oder sowas).
Ja. Ist so.
 
  • #3
Ich würde dir empfehlen, die Martwert-Geschichte außen vor zu lassen. Mach dir keinen Kopf deswegen. Warum? Weil das Thema sowieso automatisch im Hintergrund abläuft, lt. einer Studie wählt man ganz von selbst entsprechende Partner.
Wie stellst du dir die Suche unter Einbeziehung von Marktwert-Aspekten vor? Das kommt mir ziemlich verkrampft und stressig vor. Und wer bitte soll deinen Marktwert benennen? Du darfst nicht vergessen, dass der Marktwert, den du dir selbst zuteilst noch lange nicht jener ist, den dir jemand anderer beimisst.

D. h. die Frauen mögen sich vielleicht nicht für hübsch oder bedeutsam genug gehalten haben um an deiner Seite verweilen zu können. Vielleicht hatten sie aber auch den Eindruck, dass du einigen Faktoren zuviel Bedeutung gibst und du hast ihnen nicht das Gegenteil vermitteln können. Vielleicht sind auch ganz andere Eindrücke schuld, dass es nicht geklappt hat. Wir wissen es nicht.
Wie auch immer, es ist interessant, denn daran kannst du die automatische Auswahl hinsichtlich des Marktwertes bereits erkennen. Diese Frauen suchten bedauerlicherweise einfach etwas anderes, als du angeboten hast.
 
  • #4
Ich übersetze deine Frage für mich mal so:
Du hast in jüngster Vergangenheit Frauen gedatet, die sich nicht getraut haben, mit dir weitere Schritte zu gehen, weil du drei Ligen höher spielst, als sie (sorry, ich mag es, mich salopp auszudrücken)?

Verzeih mir die Frage, aber hast du einen hochqualifizierten Job, der dir wahnsinnig viel Geld einbringt (dann wäre das ja eine soziale Frage), oder bist super gebildet, so dass die Frauen wegen deiner Intellektualität eingeschüchtert sind, und glauben, sie könnten nicht mithalten?
Meiner Ansicht nach solltest du dieses BWL-Sprech sofort wieder ablegen, ich finde der Begriff "Marktwert" trifft hier den Kern des Problemes überhaupt nicht, da man ja erstmal die Gründe der Ablehnung weiter ausdifferenzieren müsste. Außerdem impliziert der Begriff ja auch immer ein "Auf- oder Abwerten". Das widerum bringt dich ja erst in die Lage, Menschen überhaupt zu "bewerten". Und da denke ich, liegt der Hase im Pfeffer: eine Bewertung von Menschen hat meines Erachtens sowieso keine Berechtigung und bei der Partnersuche nichts zu suchen.

Wie du es bisher gemacht hast, war sicher nicht falsch. Du hast die Frauen als Gesamtpaket betrachtet, hast einzelne Attribute nicht überbewertet (deiner Beschreibung nach), und somit den einzelnen Menschen als Individuum betrachtet. Bitte mach weiter so, macht zwar mehr Arbeit, aber lohnt sich vielleicht auch mehr.

Wenn du allerdings an dem "Marktwert" festhalten möchtest, dann musst du trotzdem erstmal für dich definieren, um welchen Markt es sich denn eigentlich drehen soll. Geht es um den Markt der unter 30jährigen Kinderlosen, um den Markt der Blondinen, um den Markt der Geschiedenen mit erwachsenen Kindern, oder, oder, oder. Du siehst, es ist schon mal gar nicht so einfach, überhaupt den Begriff klar abzugrenzen und innerhalb dieser steifen Grenzen nur in einem Becken zu fischen.

Bitte teile mir mit, wenn ich dich falsch verstanden haben sollte. Viel Erfolg weiterhin.
 
  • #5
Das ist nur im Internet so, auf der Straße oder im Club kann auch ein hässlicher Mann der Arbeitslos ist sich eine Prinzessin abschleppen da dort der Charakter der Person viel stärker zum tragen kommt. Ob daraus eine Beziehung entsteht weiß man nicht aber ich habe viele Paare kennengelernt wo sich die Frau tatsächlich nach "unten" gebunden hat. Aber da muss natürlich auch ein starker männlicher Charakter am Werke sein.
 
  • #6
Tja, ich fürchte, dass Du da nicht ganz falsch liegst.

Mein Mann hatte nach seiner Trennung zwei Beziehungen zu Damen, die auch in dieses Raster fielen. De facto scheiterten die Beziehungen dann nach seiner Analyse, da die Damen auf die Dauer einfach nicht mithalten konnten, er anfing den ganzen Laden zu "schmeißen", da es nur so seinen Ansprüchen entsprechend lief, er langsam den Respekt verlor und die Damen sich deshalb - seiner Meinung nach zu Recht - emotional zurück zogen.

Er hatte das Muster erkannt und sich fest vorgenommen, nun so lange zu suchen, bis es nach seinem Gefühl wirklich passend sein würde. Zwischen uns läuft es.
 
  • #7
Manchmal scheine ich dadurch an Frauen zu geraten, die ihren eigenen "Marktwert" (sorry noch mal für dieses hässliche Wort... "Attraktivitätslevel" trifft aber nicht ganz, was ich meine) geringer/zu gering einschätzen, was dann einem weiteren Kennenlernen von ihrer Seite aus im Wege steht.

Eine Konsequenz für mich wäre, eine stärkere Orientierung, ein schärferer Abgleich am "Marktwert" möglichst im Vorfeld, viel mehr, als mir eigentlich gefühlsmäßig entsprechen würde.

Nach dem, was Du schreibst, müsstest Du Dich allerdings nicht nur am "tatsächlichen" Marktwert der potenziellen Zielpersonen stärker orientieren, sondern auch noch am perzipierten Marktwert.

Die Frage ist nur: Wie willst Du das denn machen, wenn Du Dich in irgendjemanden verguckst? Das ist doch ein biologischer bzw. emotionaler Prozess, den man gar nicht wirklich rational steuern kann. — Wobei mich schon irritiert, wenn Du schreibst:

Ich frage das vor allem deswegen, weil ich selbst beim Kennenlernen einen genaueren Abgleich oft eher "vernachlässige" bzw. dazu tendiere, verschiedene Faktoren gegeneinander aufzurechnen, alle Faktoren (oder auch der letztliche "Gesamtwert") müssen für mich nicht passen, damit ich mich verlieben kann.

Das klingt allerdings so, als ob das Verlieben bei Dir Endergebnis eines Abwägungs- und Entscheidungsprozesses wäre, und das erscheint mir reichlich strange, muss ich zugeben. Ist das bei Dir tatsächlich so?
 
  • #8
Ganz einfach: Männer daten problemlos nach unten und (je nach Typ, jedenfalls keine Alpahtiere) auch nach oben.
Frauen daten so guit wie nicht nach unten und selten (wie in deinem Fall) haben sie auch Skrupel weit nach oben zu daten (z.B, Putzfrau dated Standortleiter oder sowas).
Ja. Ist so.
Laut Männeraussage bemisst sich der Marktwart einer Frau doch primär in ihrem Aussehen und ihrer Jugend, kann man von den Männern hier doch immer wieder lesen. Gleichzeitig hat auch der deutlich ältere, unattraktive Mann keine Hemmungen, die junge, attraktive Frau anzusprechen, also datet er doch sogar ganz unverschämt nach oben, oder versucht es zumindest.
Dass er meist weder Status noch Geld hat und der Frau nicht mal einen Kaffee spendieren möchte- das ist dann wider ein anderes Kapitel.
Ich werde jedenfalls nie wieder unter meinem Marktwert daten und das Problem des FS besteht wohl eher darin, dass ER als einziger seinen Marktwert als für "zu hoch" erachtet. Den entsprechenden Frauen ist er dagegen einfach nicht gut genug, sorry, denn sonst würden sie ihn ganz sicher mit Feuden widerdaten.
 
G

Ga_ui

Gast
  • #9
Ich spreche jetzt nur von mir als Mittdreißigerfrau. Ich möchte mittlerweile nur noch einen gleichaltrigen Mann. Ich habe genug Erfahrung mit 10, 15 oder gar 20 Jahre älteren Männern. Genauso mit mit sehr viel jüngeren Männer. Ich kenne also die ganzen Extremen und Tücken.

Das liegt daran, dass mir wichtig ist, dass der Mann in gleichem Lebensstadium ist, ähnliche Jugend erlebt hat, weiß, wovon ich rede, sich beruflich im gleichen Entwicklungslevel befindet, ähnliche Modernität wie ich lebt. Übertragen also auch aufs Einkommen, Bedürfnisse im Leben, Altlasten, usw. Ich kann weder etwas mit einem Millionär anfangen, noch mit einem Harz4-Fernsehgucker. Schon allein, weil ich hobbymäßig diesen Leuten nicht gerecht werden würde.

Je reifer eine Frau wird, desto eher achtet sie darauf. Man sieht die Dinge sachlicher und unkomplizierter. Man träumt nicht mehr von seinem Märchenschloss, sondern sieht die Dinge, wie sie wirklich sind.

Aussehen ist genauso wichtig: Ähnlicher Stil, Geschmack, Haltung.
 
  • #10
Gute Morgen,

die Liebe fragt nicht nach einem Marktwert und man sollte unterscheiden, ob man eine Liebesbeziehung, oder ein Handelsabkommen sucht.
Im Vorfeld ist höchstens abzuklären, was man denn überhaupt und welche Beziehungsformen man sucht. Da das aber die wenigsten wirklich wissen und lieber ihr *Alleskannnichtsmußgedusel* verfolgen, ist es schwer, ein Meßlattenkonstrukt zu erschaffen, an dem man sich orientiert.

Bleibe lieber bei deiner Variante, dann hast du größere Chancen, eine Frau kennen zu lernen, die dich meint.
Wenn du dir erst überlegen musst, ob du rauf- oder gar runterdatest, hast du schon verloren. Die Liebe fällt dahin, wo es ihr passt und man muss gehörig aufpassen, dass sie einem nicht unwissentlich vor die Füße fällt.
 
  • #11
Hallo manchmal,

Ich entnehme deinem Text dass du in letzter Zeit (oder vielleicht schon etwas länger) Probleme mit Frauen hast, bzw. die Richtige für dich einfach noch nicht dabei war.

Was bringt dich zu der skurrilen Annahme dass der unterschiedliche Marktwert des Rätsels Lösung ist? Ich denke du hast dir da eine Idee zusammengeschustert, die so nicht ganz passt. Zu einer Partnerschaft gehört eben mehr dazu, als nur passender Marktwert. Die Frauen werden generell an dir als Mensch wenig Interesse gehabt haben. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine eingeschüchterte Frau das ernsthaft zugeben würde. Also: Wie kommst du darauf?

Verhältst du dich vielleicht den Damen gegenüber etwas lehrmeisterhaft? Vielleicht angeberisch, besserwisserisch? Das kommt nie gut an.

Ich als Frau würde nicht mehr nach unten daten. Das habe ich einmal durch und war unglücklich damit, weil man(n) irgendwann Selbstwertprobleme bekommt und in einer Tour stichelt. Hingegen bin ich von Männern, die Marktwert-technisch mehr zu bieten hatten als ich, viel respektvoller behandelt worden.

w(28)
 
  • #12
Du hast in jüngster Vergangenheit Frauen gedatet, die sich nicht getraut haben, mit dir weitere Schritte zu gehen, weil du drei Ligen höher spielst, als sie (sorry, ich mag es, mich salopp auszudrücken)?
Genauer lesen.
Das hat er nicht gesagt. Im Gegenteil. Er sprach nicht davon, dass der "Marktwert" der Frauen die er kennenlernt tatsächlich niedriger als seiner ist, sondern, dass die Frauen ihren eigenen Marktwert als zu gering einschätzen.
Und diese Problematik gibt es tatsächlich. Hatte ich auch schon mal in der Vergangenheit erlebt, und das war eine Katastrophe. Von daher hat der FS schon Recht. Wenn ein Partner sich als zu niedrig einschätzt (muss nicht stimmen), dann gibt es Probleme.
 
  • #13
Gleichzeitig hat auch der deutlich ältere, unattraktive Mann keine Hemmungen, die junge, attraktive Frau anzusprechen

Das kann man so nicht generalisieren. Es gibt sogar viele junge und in den Augen der Frauen auch durchaus nicht unattraktive Männer, die ihren Marktwert sehr niedrig einschätzen und sich deshalb an Frauen nicht herantrauen - siehe den aktuellen Parallelthread "Warten Frauen auf die initiative des Mannes?"
 
  • #14
Wer seine Partnersuche nach Marktwert-Kriterien führt, der macht den Eindruck, als ob er Personal sucht. Also den "Job" an seiner Seite zu vergeben hat. Dates (Treffen) = "Bewerbungsgespräch"

Wenn die Frauen einen eingeschüchterten Eindruck machen, dann vielleicht, weil sie sich für diesen "Job" und die Erwartungen an sie, für nicht gut genug halten ?

Besser wäre, das Ganze zu entkrampfen. Nicht nach gleichem Marktwert peilen, sondern sich zuerst zwanglos kennenlernen, ohne gleich große Erwartungen zu stellen. Man muß sich nicht gleich beim ersten Date entscheiden. Sondern das ergibt sich im Laufe mehrerer Treffen, wenn man sich näher kennengelernt hat.
 
  • #15
Jeder fragt ja erstmal das Beste an was er bekommen kann. ( Oder zu bekommen erhofft ) Wenn man dann dort abblitzt oder er sich nach dem Sex eine andere sucht, dann geht man halt eine Etage runter.

Wenn die junge attraktive Toilettenfrau einen Manager kriegen kann, dann wird sie zuerst diesen daten. Was du beschreibst ist die latente Angst der Frau, du könntest dir eine bessere Partie suchen und sie dabei verletzen / verlassen.

Einer hier im Forum hatte das selbe Problem, er hat ihr dann erklärt, dass er wohl schon Auswahl hätte, aber die gleich attraktive oder attraktivere Frau hätte ihn mit der Zeit immer betrogen und / oder verlassen. Daher müsse sie sich keine Sorgen machen denn er wüsste was er an ihr hat. ( Sehr doofe Aussage... )
 
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  • #16
Was du vielleicht eigentlich sagen willst (?) Du hast Frauen gedatet von denen Du denkst, die müssten ja jetzt echt froh sein, Dich abzubekommen. Du fühlst Dich selbst in irgendeiner Weise überlegen, aber würdest das sozusagen in Kauf nehmen um endlich "fündig" zu werden. Das Problem dabei ist, dass der Andere genau das spürt und sich dann nicht genug wertgeschätzt fühlt.
 
  • #17
Nach oben daten, nach unten daten, Marktwert - merkwürdige Begriffe, aber eine Diskussion wert. Meine jetzige Beziehung ist sicherlich "nach unten gedatet", wenn man Einkommen und Beruf nimmt. Mein Freund verdient weit weniger als ich, darüber hinaus durch Selbstständigkeit auch noch sehr unregelmäßig. Er ist handwerklich-künstlerisch tätig, und zwar mit Leidenschaft und Leib und Seele. Er lebt sehr einfach. Aber es gibt keine Unterschiede bei uns hinsichtlich Intelligenz und Attraktivität. Also, ist unser Marktwert jetzt gleich oder unterschiedlich?
Er ist der liebevollste und zuverlässigste Mensch, den ich je kennengelernt habe. Außerdem ist er seelisch stabil, das findet man heutzutage auch nicht an der jeder Ecke. Ich wäre dumm gewesen, wenn ich ihn nur wegen seiner finanziellen/beruflichen Situation abgelehnt hätte.
Was ich sagen will: Ignoriere die Marktwert-Frage. Schau auf den Menschen. Seid ihr geistig auf Augenhöhe? Ist er verlässlich, zugewandt, stabil? Liebt er dich ohne irgendwelche Animositäten, die man hier in jeder zweiten Frage liest? Ist er in deinen Augen anziehend und attraktiv? Wenn ja, dann erübrigt sich jede Marktwert-Überlegung.
There is more than meets the eye.
 
  • #18
ein Mix, das "Produkt" aus Faktoren wie Alter, Bildung, Einkommen, Aussehen, Altlasten etc
Kommt ganz darauf an, was Du unter "Marktwert" verstehst und was Du bereit bist, in einer Beziehung zu geben, falls ein Ungleichgewicht besteht. Für mich z.B. ist es selbstverständlich, dass ich bei mehr Einkommen mehr bezahle, nachdem meine Kosten und die Vorsorgemaßnahmen abgezogen sind. Voraussetzung ist immer, dass man akzeptieren kann, dass der andere das Geld vielleicht anders ausgibt. Mir z.B. ist gutes Essen wichtig, dh. gesund und vielleicht mal Delikatessen. Ich muss niemals in ein Restaurant gehen, weil ich das selber koche. Wenn mir nun einer die Oliven vorrechnen will, dann nervt mich das. Mein Ex saß gern in Cafés, was für mich völlig unverständlich war. Außerdem rauchte er. Auch sinnlose Geldausgabe für mich. Seine Sache.

Bei der Bildung finde ich es schon gut, wenn gemeinsame Interessen aufeinander treffen und einer dem anderen auch was geben kann. Auf keinen Fall einseitig, Lehrer und Schülerin, (auch wenn Männer sowas mitunter möchten und sich zunächst mit einer Partnerin unter ihrem Niveau glücklich fühlen. Das rächt sich irgendwann)

Ja, ich habe geldmäßig zweimal tiefergegriffen in Geldsachen. Das erste war ein Geizhals, der bildungsmäßig nicht auf meinem Niveau war, das zweite, der Café-Ex, ein sehr großzügiger Mensch, der aber nicht mit Geld umgehen konnte (zig Schulden, Leute einladen, der Mutter Geld geben, die es gar nicht nötig hatte, nur um den Macker zu machen), allerdings waren wir selbstreflexionsmäßig und bzgl. "Chaos im Leben" damals gleich und das war das Ausschlaggebende.
Über den ersten mag ich nicht reden, der zweite wollte gern die Versorgerrolle spielen, ohne das zu können, und mir dementsprechend meine Frauenpflichten aufdrücken. Da er dafür aber nichts bieten konnte, stand die Frage für mich nie im Raum, für ihn aber schon. Insofern bin ich darauf bedacht, einen Mann als Partner zu haben, der gleich gesinnt ist wie ich in Sachen Geld, Emanzipation, Selbstreflexion, Wünsche in der Beziehung.

Optisch klärt sich das gleich, weil man sich entweder schön findet oder nicht. Altlasten - das ist ein Punkt, bei dem ich denke, dass es nur Verständnis braucht. Ich muss keine eigenen Kinder haben, um zu verstehen, dass die wichtig sind für das Elternteil. Probleme gibt es nur, wenn keine klaren Grenzen gesetzt werden.
 
  • #19
Ich habe mir gerade mal dein Profil angesehen.
Du bist groß und hast eine gute Figur.
Leider kein Foto, aber du sagst, du seist attraktiv.
Du bist promovierter Biologe. Ok, ganz gut, jedenfalls würde mir das statusmäßig reichen, obwohl ich wenn ich die Wahl hätte, lieber einen ebenbürtigen, besser mir überlegenen Partner hätte.
Dein Profil ist leider total leer, deswegen würde ich dir nicht antworten.

Aber egal.
Wahrscheinlich hast du einiges zu bieten und triffst Frauen, die vom Alter und Status her zu dir passen.
Sollte es sich um Frauen handeln, die jünger sind als du oder eine bessere Ausbildung haben, würden die sich ja nicht minderwertig dir gegenüber fühlen.

Könntest du mal ein paar Eckdaten nennen ?
Was sind das für Frauen und vor allem, wie haben sie es geäußert, dass sie denken, dass sie um Ligen unter dir spielen ?
Vielleicht hast du da auch was falsch verstanden.
Aber das können wir ja gar nicht beurteilen, wenn wir den möglichst genauen Wortlaut nicht kennen.

Ich jedenfalls würde sehr gerne einen Mann haben, dessen Status höher ist als meiner, oder ähnlich wie meiner und hätte damit folglich gar kein Problem.
Ich hätte auch gar kein Problem damit, wenn der Mann sehr gebildet wäre, auch gerne mir überlegen und mich mit interessanter Unterhaltung entzücken könnte.
Ich möchte aber keinen Mann haben, der sehr viel schöner ist als ich, denn dann hätte ich immer Angst, dass er mich ansieht und 'OMG' denkt.
Aber dass er sehr viel schöner ist als ich, würde ich spätestens beim ersten date merken und mich dann zurückziehen.
Bin sehr gespannt, in welcher Hinsicht die Frauen sich dir unterlegen fühlen.

w 48
 
  • #20
Ich würde den FS nicht in die berechnende Ecke stellen, nur weil er diese - ehrlichen - Überlegungen anstellt. Auch wenn die Partnersuche eine hochgradig emotionale Geschichte ist, laufen im Hintergrund automatisch solche 'Abgleichungsprozesse' ab --- ganz unwillkürlich, ohne dass man deswegen die böse Ratio einschalten müsste... Und klar, dann sind vielleicht auf der Seite derjenigen, die sich im 'Marktwert' unter dem des potentiellen Partner fühlen, Ängste nicht zu genügen, Ängste schnell wieder verlassen zu werden.
 
  • #21
Gleich und gleich gesellt sich gern - auch Soziologen sprechen davon, dass die Paare eine stabilere und langjährige Beziehung hätten, welche sich in fast allen Belangen des Lebens ähneln, sogar von Größe und Aussehen her - diese Paare wären seelenverwandt.

Ich muss zugeben, dass ich ein oder zwei Paare kenne, wo dies genau der Fall ist, beide beruflich erfolgreich, beide sind optische Hingucker, nett, aufgeschlossen, optimistisch und schon seit Jugendzeiten (Mitte 20) verheiratet, heute um die 50.

Paare, welche unterschiedliche Lebensansichten hatten und auch körperlich irgendwie nicht harmonisierten, kenne ich auch, entweder Ofen aus, geschieden, getrennt oder noch zusammen aber wie?

Der FS hat recht, man sollte nie unter sein Level gehn - nie.
 
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  • #22
Die Bestimmung von Marktwerten ist recht schwierig, weil jeder ja Aussehen anders bewertet, auch wenn dieses Forum das vermutlich bestreiten will und einen Mann mit 179.5 dann ins Nirvana schicken würde.
Weiterhin ist der Abschluss unter den Fächern einfach anders.
Während die Ärztin mit 26 promoviert ist, (im Niveau einer naturwissenschaftlichen Hausarbeit sensu Wissenschaftsrat) hat ein Physiker dafür 3 Jahre zu tun bis Ende 20.
Vor diesem Hintergrund ist das hier oft (grundlos) kommunizierte Anspruchsdenken zB von Ärztinnen ex ante nichtig.
 
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  • #23
Dieses Thema ist vielleicht doch etwas zu komplex.. oder zu subtil, um es so ganz abgehoben, theoretisch zu diskutieren. Die Antworten geben natürlich zum Teil das wieder, was ich auch schon zu spüren vermeinte.

Klar, das auch Kommentare wie der von Nyssa dabei waren... dazu kann ich nur sagen, dass zumindest viele Männer einfach nicht so primitiv "ticken". Gefühle, die ich eventuell entwickle, machen sich einfach kaum am hier besprochenen "Marktwert" fest, und das kann dann zu den erwähnten Problemen führen.

Beim genannten Beispiel Toliettenfrau/Filialleiter wäre ich mir z.B. nicht so sicher, wer dann letztlich den Korb bekommt... und mag die Zuneigung auch noch so echt sein.

manchmal
 
  • #24
Wenn ich dich richtig verstanden habe, meinst Du, Frauen wollten Dich nicht kennenlernen, weil die Frauen dächten, dein "Marktwert" wäre zu hoch. Kurz Frauen wollen Dich nicht, weil Du ihnen zu gut bist...

Dieses Argument kommt hier normal von Frauen, die nur nicht angesprochen werden, weil Männer ob ihrer Attraktivität und ihres Superseins eingeschüchtert sind.

Nee, Du, Frauen wollen traditionell nach oben daten. Wenn die Absage nach dem 1. Treffen erfolgt, liegt es sicher nicht daran.

Das Marktwert-Screening nach den von Dir genannten Faktoren passiert doch schon anfangs innerhalb weniger Sekunden und Minuten. Ist sie im passenden Flirtalter, spricht sie endkrass wie Erkan und Stefan, sieht sie aus wie Cindy aus Marzahn. Sammelt sie Pfandflaschen im Park, riecht sie ungepflegt? So unabhängig von diesen Eindrücken bist du nicht
 
  • #25
Liebe ist kein chemischer Prozess, verlieben ist es. Liebe entsteht aus der Verliebtheit und das, was sich DABEI und DANACH entwickelt! Wenn man geistig auf einer Linie fährt, körperlich sowie beruflich, dann würde sich nach meiner Meinung eine gleichwertige Partnerschaft entwickeln.
Wenn es eine intellektuelle Dissonanz gäbe, so würde der eine sich irgendwann langweilen, den Respekt verlieren oder der weniger Intelligente würde sich auch nicht wohl fühlen. Große Vermögens- oder Einkommensunterschiede führen mit sicherheit auch irgendwann zu Frust.
Ich habe beide gedatet. mit sozial schwächeren waren es teils tolle Erlebnisse, leider bleibt oft das Gesprächsthema einseitig und es folgte irgendwann Desinteresse. Von den mir sozial-gleichwertigen (Elternhaus, Erziehung, Bildung, Interesse, berufliche Stellung, Status) habe ich mich angezogener gefühlt. Intelligenz verführt mich mehr als ein Modeltyp, der nichts im Hirn hat, wobei es hier auch Ausnahmen gibt.
w/39
 
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G

Ga_ui

Gast
  • #26
Wenn jemand schon 2 J. oder länger Single ist, dann ist sein Marktwert nicht besonders hoch. Wäre er nämlich besonders hoch, dann wäre ja die betreffende Person schon längst vom Markt. Die Person ist einfach nicht so begehrenswert, wie sie immer denkt oder behauptet.

Die meisten sind Single, weil andere ihnen schlichtweg nicht das Wasser reichen können. Ich war jahrelang Single und von Jahr zu Jahr wurden es mehr Verehrer. Keiner ließ sich abwimmeln. Mit der Zeit kamen dann sogar Heiratsanträge dazu. Mit dem Alter dann auch immer jüngere und damit aggressiv baggernde Männer. Ein paar Männer entwickelten nach einigen Jahren Stalker-Tendenzen und auch die Ex-Männer kamen wieder zurück und entwickelten auch wieder Liebhaberei. Als Single hat man es wirklich nicht einfach, sich die Verehrer vom Hals zu halten.

Warum ich nicht zugegriffen habe? Ich wollte einfach kein Mann, dessen Lifestyle aus Fernsehen, Fussball, Pc, Biertrinken, Kneipen, Essen, Schlagermusik und Kino besteht. Die Männer haben das irgendwie durch die Bank durch nicht gecheckt.

Demzufolge: Viele Jahre Single und fühle mich sehr begehrenswert damit. Die Resonanz von außen gibt mir Recht.
 
  • #27
Eigentlich kann man ja den Marktwert schon an der Dauer des Singlestatus erkennen. Wenn jemand schon 2 J. oder länger Single ist, dann ist sein Marktwert nicht besonders hoch. Wäre er nämlich besonders hoch, dann wäre ja die betreffende Person schon längst vom Markt.
Das würde ja bedeuten, dass jeder Single denkt "Hauptsache, irgendwen", allgemein nur danach trachtet, wieder in eine Beziehung zu kommen, und sucht bis zur Verzweiflung.
Es ist ja nicht so, dass Singles nicht gewollt werden. Manche sind eben lieber allein als in einer unpassenden Beziehung.
 
  • #28
Ich wollte einfach kein Mann, dessen Lifestyle aus Fernsehen, Fussball, Pc, Biertrinken, Kneipen, Essen, Schlagermusik und Kino besteht.
Wo triffst du denn solche Männer, bzw. warum stehen nur gerade solche Männer auf dich ?
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, kann es sein, dass du gewisse Signale aussendest, die gerade solche Männer anziehen ?
Ich kenne solche Typen natürlich auch, aber angebaggert hat mich so einer noch nie ( uff :) ).

Auch dass du von jungen Männern aggressiv angebaggert wirst, finde ich seltsam.
Die Milf-Nummer, die, ich kann es aus eigenem Erleben bestätigen, offenbar en vogue ist, impliziert eher unterwürfiges Verhalten, und das haben die jungen Männer, die mich flachlegen wollten, erwartungsgemäß gezeigt.

Gestalkt worden bin ich auch höchst selten und dann nur kurz, weil ich mich bei Desinteresse sehr eindeutig positioniere, auf dass der Stalker es schnell akzeptieren kann, dass aus uns nichts wird.
Auch Exen haben es bei mir kein zweites Mal versucht aus dem gleichen Grund.

Sorry, aber wenn du dich vor ungebetenen Verehrern nicht schützen kannst, fürchte ich, solltest du deine Strategien überdenken.
Bitte komm aus der Dulderinnen-Ecke heraus, trete für deine Interessen ein und sei stark und aktiv.
Lasse dich nicht belästigen, das ist nichts für toughe Frauen.
Schwach und passiv zu sein war das Modell unserer Vormütter.

w 48
 
  • #29
Wenn es eine intellektuelle Dissonanz gäbe, so würde der eine sich irgendwann langweilen, den Respekt verlieren oder der weniger Intelligente würde sich auch nicht wohl fühlen.

"Dissonanz" geht wohl doch ziemlich in die Richtung dessen, was ich in diesen Fällen verspürt habe.

Nehmen wir mal die zwei Kriterien "Bildung" und "Sportlichkeit". Es ist zwar eigentlich ziemlich klar, was als "besser" gelten sollte (gebildet, sportlich). Aber in der Praxis wird sich der etwas einfacher gestrickte und/oder moppelige Partner nicht unbedingt darüber freuen, dass er so ein schlaue Sportskanone getroffen hat, sondern sich tendenziell unwohl fühlen und seinerseits die ganze Sache in Frage stellen... und zwar (jetzt kommts) eher unabhängig davon, ob das für den anderen tatsächlich ein Thema, Ausschlusskriterium etc. ist.

manchmal
 
O

oh ja

Gast
  • #30
Tja - was ist Marktwert...

Wenn wir eine Liste dessen machen, auf was wir zuerst schauen, dann ist dies sicher sehr individuell...

Ich suche neben einem passenden Altersfenster nach Charaktereigenschaften, Wesenszügen, Hobbys, Leidenschaften, Neigungen, ... um den Hauch einer Idee zu bekommen, was ich für sie sein kann... und was sie für mich sein kann...

Was ist das auf dem Markt wert?
 
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