• #31
Meine Erfahrung, Jahre lang, war ich aktiv, war Mann von Anfang an passiv, war ich desinteressiert, sind mir die Kerle hinter her gelaufen.
Natürlich. Eine typisch subjektive Interpretation der Tatsache, daß eben nicht jeder Wunschkandidat auch „ansprech- und eroberbar” ist. Mit anderen Worten: wenn der Mann nicht will, weil er halt entweder gebunden ist oder die Frau nicht sein Beuteschema, dann bleibt er freilich passiv. Er bliebe es aber auch, wenn die Frau kein Interesse zeigte. Dann sogar erst recht. Das hat aber nichts, wirklich gar nichts mit dem Verhalten der Männer zu tun, auf die das alles gar nicht zutrifft.
 
  • #32
Die Frage ist ja vielmehr, warum ist der deutsche Mann so passiv geworden?
Die Antwort ist offensichtlich: die deutsche Frau hat sich in den letzten Jahrzehnten emanzipiert, der deutsche Mann hatte das zu akzeptieren und eine Reihe von Männern erwarten eben Emanzipation auch beim Flirten. Da möchte aber die Frau nach wie vor "als Frau behandelt" werden. Eine Frau, die als "emanzipierte Frau" auftritt, behandle ich selbstverständlich gleichberechtigt, womit für mich auch ein guter Teil Romantik durch Sachlichkeit ersetzt wird. Auf Flirten habe ich bei solchen Frauen einfach keine Lust mehr. Ich erwarte da eine sachliche statt einer romantischen Beziehungsanbahnung.
Wie ist es parallel so schön formuliert: "Frau verlangt klare Spielregeln". Kann sie haben, wenn sie möchte. Alles ausdiskutiert und festgelegt. Aber bitte dann nicht ankommen und "Flirten" einfordern.
 
  • #33
Lach, was hat denn die Emazipation der Frau mit dem Flirten an sich zu tun? Gar nichts. Es gibt gewisse biologische Gegebenheiten, an der auch die Emanzipation nichts ändern sollte und konnte.

Wenn Mann das Eine mit dem Anderen in einen Topf wirft, dann hat er seine eigene Rolle als Mann nicht verstanden. Im Gegenteil, er fühlt sich anscheinend durch die Emanzipation der Frau benachteiligt und "bestraft" Frau jetzt damit, dass er seiner vorgegebenen Rolle als Eroberer nicht mehr nachkommen will. Er bockt irgendwie, wie ein schmollender Bub. Soll er schmollen, aber so kommt man bei den Frauen erst recht nicht an. Welch wirklich erwachsener Mann will im Gegenzug eine schmollende Frau?

w
 
  • #34
Sowas kenne ich im Umfeld garnicht.
Woher stammt das, aus der Jahrhundertwende?

Heute sind längst Frauen Jäger, fragen ab, wie sie ihn ansprechen sollen und lassen sich in Flirtdingen beraten, werden aktiv, simsen, mailen oder lauern sogar auf. Tun Dinge, welche FRÜHER mal Männer getan haben.

Die Zeit der Mauerblümchen ist vorbei, die heutige Frau wird aktiv wie einst die Männer und sieht auch noch obendrein so aus.

Dem Mann wird es leicht gemacht, er wird kontaktiert und hat gleichzeitig einen Kumpel der aussieht wie er.

Sofern ein Mann nicht unterirdisch aussieht braucht er nur abwarten, er wird angesprochen werden, zwar nicht von einem Model, aber immerhin, Männer sind eh wenig wählerisch, das praktische zählt.
 
  • #35
Also ich als Frau sehe es gar nicht ein, dekorativ in der Ecke zu sitzen und darauf zu warten, dass mich endlich mal ein Mann anspricht, der mir gefällt. Auf diese glückliche Fügung könnte ich nämlich lange warten. Lieber nehme ich mein Schicksal selbst in die Hand. Und wenn ich dabei noch hundert Abfuhren bekomme - ich versuche es trotzdem weiter bei Männern, die MIR gefallen.

Männern, die mich angesprochen haben, habe ich fast immer eine Chance gegeben; in dem Sinne, dass man sich halt ein paar Mal getroffen hat. Da ist aber nie was draus geworden. Ich gehöre wohl nicht zu den Frauen, die langsam Gefühle entwickeln. Entweder der Mann gefällt mir gleich oder es bleibt bei lauwarmer Sympathie. Ich hab mich zwar schon in Männer verliebt, mit denen ich vorher schon länger zu tun hatte - aber das waren bis zu dem Zeitpunkt, wo es funkte, flüchtige Bekannte gewesen. Dates hatte ich mit denen nicht.

Lange, tiefsinnige Gespräche, gemeinsame Unternehmungen und dergleichen bewirken bei mir nichts in Sachen Verliebtheit. Damit ich mich verliebe, muss der Mann in erster Linie sexy und charismatisch sein, und diese Qualitäten lassen sich ja sehr schnell "abchecken". Ich bin wohl oberflächlich. Aber dazu stehe ich. Warum sollen nur Männer das Recht auf Oberflächlichkeit für sich gepachtet haben.
 
  • #36
Wie ist es parallel so schön formuliert: "Frau verlangt klare Spielregeln". Kann sie haben, wenn sie möchte. Alles ausdiskutiert und festgelegt. Aber bitte dann nicht ankommen und "Flirten" einfordern.
Also meiner Erfahrung nach gibt es mehrere Länder, wo Frauen und Männer gleichberechtigt sind, aber dennoch geflirtet wird. Ich denke da beispielsweise an Frankreich.
Für die Flirt- und - Ansprech-Prüderie muss also eine andere Begründung herhalten und ich vermute, sie liegt in der Passivität beider Geschlechter. Die anti-emanzipatorische Keule ist da aber meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig. Sie macht auch nicht attraktiver.
 
  • #37
dass er seiner vorgegebenen Rolle als Eroberer nicht mehr nachkommen will.
Ja klar, weil das dann auch nicht mehr passt.

Wenn ich als Mann davon ausgehen kann (und auch will!) , dass eine Frau auf jeden Fall ein selbstbestimmtes, voll eigenverantwortliches Leben führen kann (so haben es sich ja auch unsere Gründungsväter und -frauen gedacht) und einen Mann für ihr Leben prinzipiell nicht brauchen, dann weiß ich nicht, wieso sie nicht auch zu gleichen Anteilen den Mann erobern, wie auch derjenige sie erobert.

Es machte früher sicherlich Sinn, Frauen zu erobern, da sie ja infolge einseitiger Abhängigkeiten auch ungleich mehr und besser wählen mussten als der Mann und deswegen seine Qualitäten und vor allem seine Zuwendung ihr gegenüber gründlich testen mussten.
.Diese einseitige Notwendigkeit ist schon länger entfallen.

Man könnte denken, das da unterschiedliche Interessen im Spiel wären. Sind sie aber tatsächlich nicht.

Beide Seite haben ein Interesse daran einen geeigneten Partner für ihr Leben zu finden ; keine Seite muss besser oder schlechter als die andere wählen; deswegen sollten sie sich beim Kennenlernenen auch so verhalten.

Ein Stück weit komm ich mir als Mann sonst verarscht vor.
 
A

Arcturus

  • #38
Lach, was hat denn die Emazipation der Frau mit dem Flirten an sich zu tun? Gar nichts. Es gibt gewisse biologische Gegebenheiten, an der auch die Emanzipation nichts ändern sollte und konnte.

Wenn Mann das Eine mit dem Anderen in einen Topf wirft, dann hat er seine eigene Rolle als Mann nicht verstanden. ....... Soll er schmollen, aber so kommt man bei den Frauen erst recht nicht an. Welch wirklich erwachsener Mann will im Gegenzug eine schmollende Frau?

w
"Rolle als Mann"?
"Emanzipation der Frau"?

Jetzt lach ich aber mal.
War es nicht das Ziel der Emanzipation alle Rollenbilder abzuschaffen und die Gleichberechtigung und damit Chancengleichheit (Achtung: nicht Gleichstellung - also keine Gleichmacherei) in allen Bereichen einzuführen?

Ich sehe es nämlich ganz entspannt. Jetzt nehme ich (wie viele Männer auch) meine "Rolle" in der Emanzipationsbewegung sehr ernst. D.h. Frau muß sich auch schonmal aus ihrer Komfortzone bewegen, wenn sie bei mir punkten will.

Erstaunlicherweise machen das "emanzipierte" Frauen auch und eine von denen beginnt mit mir gerade eine Beziehung.

Diejenigen Frauen, die sich nicht bewegen wollten und auf der "traditionellen Rolle" des Mannes beharrten, warten sicher heute noch - ich weiß es nicht, weil ich sie nicht weiter beachtet habe, das Interesse war bei mir einfach weg. Eine Frau, die sich nicht um mich bemüht, ist es eben nicht wert, beachtet zu werden.

Gibt es denn nach Deiner Meinung noch weitere Lebensbereiche wo der Mann seine Rolle weiter spielen soll?

mit lachenden m47-Augen
 
  • #39
Wenn der Mann Interesse hat wird er Dich finden - halten und nötigerweise zurück holen.
Alles andere ist zumindest nicht das Wahre!
 
  • #40
@Ariel
Wenn die Frau Interesse hat wird sie ihn finden - halten und nötigerweise zurück holen. Alles andere ist zumindest nicht das Wahre!

Oder es ist Romatik mit unerfreulichen Konsequenzen.

Alleine leben kann aber auch schön sein.
 
  • #41
Meine hübsche junge Kollegin ist gerade betrübt, da ihr attraktiver Flirtpartner (soviel ich weiß Single, in Ihrem Alter)nicht mehr so oft Ihre Nähe am Arbeitsplatz sucht, auch wenn er länger sehr interessiert wirkte.
Nur: sie hat einen Freund (das müsste er mitbekommen haben). Und ihr ist es unangenehm, mehr Farbe zu bekennen.
Was soll da also von seiner Seite die Idee sein? Mit einer Frau 1. am Arbeitsplatz liiert sein zu wollen, die 2.vergeben ist und 3. selbst nicht wirklich aus der Reserve kommt?
Zum Thema Initiative könnten hier die evolutionsbiologisch Interessierten hier doch mal den höheren Testosteronspiegel der Männer erwähnen, der auch die Libido stärker antreibt und dadurch die männliche Initiative "nötiger" macht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #42
"Rolle als Mann"?
"Emanzipation der Frau"?

Jetzt lach ich aber mal.
War es nicht das Ziel der Emanzipation alle Rollenbilder abzuschaffen und die Gleichberechtigung und damit Chancengleichheit (Achtung: nicht Gleichstellung - also keine Gleichmacherei) in allen Bereichen einzuführen?

Gibt es denn nach Deiner Meinung noch weitere Lebensbereiche wo der Mann seine Rolle weiter spielen soll?

mit lachenden m47-Augen

Nur verunsicherte Männer lachen, sorry.

Wir können es drehen wie wir es wollen, es gibt gewisse biologische Dinge, da kann keine Emanzipation was ändern. Frauen können immer noch nur selber Kinder gebären. Es gibt biologische Vorgänge, da kann kein Mensch groß was daran ändern. Hormone steuern uns teilweise, manchmal sogar nur. Das erklärt auch, warum nicht wenige Männer sich lieber dumme attraktive Frauen als Ehefrau nehmen, die im Leben wenig gebacken bekommt, als Akademiker, die oft dazu noch sehr attraktiv sind.

Dazu gehört auch, dass der Mann aktiv beim Flirten ist und nicht den Spiess umdreht, sich auf die Emanzipation der Frauen beruft und jetzt die Frau machen lässt. Bringt es dem Mann was?

Was soll Frau von einem Mann denken, wenn Mann seine Macht als Eroberer nicht ausnützen will, seine Chancen seine Männlichkeit, sein Selbstbewusstsein, seine Souverenität sich Problemen zu stellen, sie anzupacken. es der Frau nicht zeigen will, kann, weil er sich auf die Emanzipation beruft? Sind wir hier im Kindergarten?

Wenn er all das beim Flirten, Daten nicht auf die Reihe bekommt, wie will er dann später in der Beziehung mit einer Frau gemeinsam mit Frau Probleme lösen. Wartet er dann auch darauf, bis Frau aktiv wird? Anscheinend, nicht umsonst, werden die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht. Nicht umsonst, sind die meisten Obdachlosen Männer.

Der Mann soll keine Rolle spielen, sondern aktiv erwachsen handeln, in vielen Bereichen, privat wie beruflich. Er soll sich selber gesund präsentieren, sich zeigen, der Frau damit entgegen kommen.

Vielleicht ist es auch eine Generationsfrage. Ich arbeite mit jüngeren Männern zusammen. Die sind aktiv, männlich, passen auf, hören zu, sind höflich, entspannt, ihre Kommunikation ist schon ganz anders, achten auf sich usw., haben damit viel Erfolg, beruflich wie privat, weil sie halt anders sind und viel männlicher, als die vorherige Generation meines Alters.

w Ü50
 
  • #43
Zur Emanzipation kann ich nur sagen, Gleichberechtigung für alle Seiten, damit jeder fair so leben kann, wie er mag!

Ein Mann wollte ich dennoch nie werden!

Anders ist es aber bei dem Erlernten....Wie man in einem halben Jahrhundert, die Dinge erlebt hat!

Wenn ein Mann an mir interessiert war, ist er den ersten Schritt gegangen....Selbst wenn ich Ich kein Problem gehabt hätte es zu tun!
Mann war einfach schneller!

Auch mit dem Essen gehen....Bis auf einen, der sich in seinem kompletten Leben als Geizhals erwies....Wollte der interessierte Mann bezahlen!
Ich schlage deshalb nie von mir aus ein erstes Essen vor.
Ich zücke immer mein Portemonnaie und da ist auch genug drin....Ich könnte, ich würde....aber Mann wollte sagen: Du bist eingeladen.
Nur aus den Erfahrungen, lasse ich Mann den ersten Schritt tun.....
Doch ab dann sitze ich nicht mehr auf dem Thron um mich noch ewig tatenlos umwerben zu lassen!
Vor 2 Monaten hatte ich ein schönes treffen....Zuhause angekommen, hatte ich bereits eine Nachricht, dass man mich gerne wiedersehen möchte.
Es wurde nett geschrieben...aber ich habe dann konkret nach dem nächsten Treffen gefragt.
Ich habe da zb die Getränke übernommen...
Auch das nächste Treffen, kam auf meine Nachfrage...Es folgte eine Einladung zum essen.....etc.
Er hat mir ganz bewusst, dass wann überlassen, weil ich andere Job Zeiten habe und Kinder.
Hätte ich nichts gesagt und nur gewartet, hätte auch er geglaubt, ich hätte kein Interesse....
 
  • #44
Vielleicht ist es auch eine Generationsfrage. Ich arbeite mit jüngeren Männern zusammen. Die sind aktiv, männlich, passen auf, hören zu, sind höflich, entspannt, ihre Kommunikation ist schon ganz anders, achten auf sich usw., haben damit viel Erfolg, beruflich wie privat, weil sie halt anders sind und viel männlicher, als die vorherige Generation meines Alters.
Glaube auch, dass es ein Stück weit Generationsfrage ist. Alices Enkel kommen gar nicht mehr auf die Idee, dass eine Frau weniger wert sein könnte. Sie sind ja auch zu Zeiten aufgewachsen, wo Frauen ganz besonders gefördert wurden und von Müttern erzogen, die mit ein bißchen Glück auch schon von emanzipierten Frauen und emanzipierten Vätern erzogen wurden.

Diese Männer haben auch überhaupt kein Problem, ihre weiblichen Seiten zuzulassen.

Ich finde das wunderbar, denn meiner Meinung nach zeichnen sich sowohl die perfekte Frau als auch der perfekte Mann dadurch aus, dass sie sowohl die eher männlichen als auch die eher weiblichen positiven Eigenschaften in sich vereinen.

Und trotzdem wird auch in diesem Alter meistens klassisch geworben: Frau gibt Zeichen, Mann wirbt, Frau kommt ihm entgegen.

Es wundert mich, dass in all den Geschlechterdebatten hier gar nicht zur Sprache kommt, dass das Frauenbild in der DDR ganz ohne Schwanzab-Geschrei ein anderes war und die in der DDR sozialisierten Männer deswegen auch noch einmal einen anderen Umgang mit Frauen haben. Oder etwa nicht?
 
  • #45
Stell dir doch einfach mal die Frage, ob es dir gefallen würde, wenn die Frau den Anfang macht. Wenn dich eine Frau mal eben so aufreißt. Es gibt Frauen die das machen aber die sind im allgemeinen nicht sonderlich treu, daher solltest du froh sein, dass bei der Mehrzahl der Frauen die Rollenverteilung klar ist.
Ist übrigens gerade KEIN Naturphänomen da in Schweden, aufgrund der Passivität vieler Männer, Frauen genau das oft machen.
Tja, (auch) das deckt sich mit meiner Erfahrung. Die extrovertierte, flirtaktive Aufreißerin ... hat das "Aufreißen" gut eingeübt, hat eine entsprechende Persönlichkeit, fällt früher oder später gerne in ihre erlernten (und "bewährten"?) Verhaltensmuster zurück und landet dann halt auch gerne mal "einfach nur so" in einem fremden Bett. Ist nicht so extrem häufig, gibt es aber, ganz klar.
 
  • #46
Es wundert mich, dass in all den Geschlechterdebatten hier gar nicht zur Sprache kommt, dass das Frauenbild in der DDR ganz ohne Schwanzab-Geschrei ein anderes war und die in der DDR sozialisierten Männer deswegen auch noch einmal einen anderen Umgang mit Frauen haben. Oder etwa nicht?
Hm, auch da gibt es solche und solche, obwohl ich denke, komme ja daher, dass die Ostmänner meiner Generation mehr als die West-Männer wirklich emanzipiert sind.
 
A

Arcturus

  • #47
Nur verunsicherte Männer lachen, sorry.

Wir können es drehen wie wir es wollen, es gibt gewisse biologische Dinge, da kann keine Emanzipation was ändern. Frauen können immer noch nur selber Kinder gebären.
w Ü50

Tut mir leid, wen Du das falsch verstanden hast.
Ich habe Dich nicht angelacht.

Außerdem scheint diese vorgetragene Ansicht so gar nicht mit der modernen Auffasssung des sozial gebildeten Geschlechtes zusammenzupassen.

Also mich hat man schon erfolgreich "gegendert" - nur eben nicht so, wie es unsere (Gender- bzw.) Frauenministerium geplant hatte.

Ich lasse mir mittlerweile nix mehr erzählen darüber, welche Rolle ich spielen muß, was die Gesellschaft von mir erwartet, wie ein Mann sein sollte.
Ich mache das, was meiner Natur entspricht und lasse mir weder von den Gender-Beauftragten einreden, daß ich meine Jungs als Neutrum erziehen soll, noch, wie ich mich als Mann sehen soll.

Auch lasse ich mir nicht mehr von emanzipierten Frauen erklären, daß ich zwar immer noch den Ernährer spielen soll, im Falle einer Scheidung die Kinder gefälligst bei der Mutter zu lassen habe, dann Zahlvater sein soll und dann auch noch immer den ersten Schritt beim Flirten machen soll, gleichzeitig aber Erziehungszeit nehmen soll, die Hälfte des Haushaltes übernehmen und trotzdem noch der traditionelle Mann sein soll.

Sorry, aus die Maus.

Ich mache nur noch, was mir entspricht. Ich flirte aktiv, wenn ich Lust dazu habe. Und wenn ich Lust dazu habe, erwarte ich von der Frau, daß sie den ersten Schritt macht.
Ist den Frauen zu unsicher? - tja, die Zeiten sind eben andere geworden.

Frauen haben jetzt über 30 Jahre ihr Verständnis von neuen Rollenbildern in den Wald hineingerufen......

m47
 
  • #48
Dazu gehört auch, dass der Mann aktiv beim Flirten ist und nicht den Spiess umdreht, sich auf die Emanzipation der Frauen beruft und jetzt die Frau machen lässt. Bringt es dem Mann was?
Na klar bringt das dem Mann etwas. Stichwort "Augenhöhe".
Er bändelt mit einer "erfolgreichen" (stärker emanzipierten, alles natürlich selbstredend) Frau an und durch ihr wesentlich stärkeres Mittun (als bei er wenig emanzipierten) , hat er eine positive Rückmeldung und darf sich stärker wertgeschätzt fühlen.

Darauf kam es doch früher (aus männlicher Sicht) gar nicht an, da die Gesellschaft den Mann schon von vorneherein in eine stärkere Stellung (ab-)geschoben hatte.
Diese gibt es aber schon lange nicht mehr. Deswegen braucht es beim Kennenlernen, aber auch schon beim Ansprechen, diesbezüglich mehr Abstimmung und aktive Rollen. Passivsein (und hinterher mehr wollen) führt zu den bekannten Problemen, die wir hier tagtäglich diskutiueren.
 
M

Mooseba

  • #49
Es gibt gewisse biologische Gegebenheiten, an der auch die Emanzipation nichts ändern sollte und konnte.
Das ist eine zu simple Ausrede. Was haben wir Menschen nicht schon alles geschafft, um uns von den Launen und Nachteilen der Natur zu befreien (nichts anderes ist wissenschaftlicher und technischer Fortschritt, was Ökos nicht begreifen können). Und es gibt auch genügend Frauen, die das bei diesem Thema lockerer sehen. Dass eine Frau gern "gefunden" werden möchte, ist völlig verständlich. Welche will das nicht? Aber sich darauf zu versteifen, ist mindestens albern. Auch schlechte Erfahrungen als Begründung für diese Versteifung finde ich suboptimal. Ohne Risiko sollte man nicht viel erwarten. Wenn die Männer plötzlich passiv werden, waren es stets die falschen Männer. Viele Frauen haben so viele NoGos, aber diese Zurückhaltung des Mannes hier ist auf einmal keines? Nur weil sie den Anfang gemacht hat? Neeneenee, das ist zu einfach.

(m,34)
 
  • #50
Bei mir mussten Männer immer den Anfang machen. Ich kenne es gar nicht anders.
Als Teenager hat man ja immer einen Schwarm "Verehrer" um sich herum, das hält sich so bis Mitte 20. Dann habe ich geheiratet.
Auch heute noch machen Männer, welche mich kennenlernen wollen, den ersten Schritt.
Um ehrlich zu sein habe ich da nie drüber nachgedacht, vielleicht weil ich noch nie einen Mann sah, der durch seine bloße Existenz in mir den Wunsch auslöste, ihm näher zu kommen. Männer waren für mich immer die Wesen, die was von mir wollten, mir helfen wollten, mir einen Gefallen tun wollten, mich in die Disco, ins Restaurant oder in den Urlaub mitnehmen wollten.
Klar auch Sex wollten sie, aber in dieser Position begeben sie sich ja endgültig in die Bittstellerrolle. Nicht sooooo sexy.
Vielleicht empfinden es daher auch viele Frauen es so, dass sie den Sex 'geben'
 
  • #51
Tut mir leid, wen Du das falsch verstanden hast.
Ich habe Dich nicht angelacht.

Auch lasse ich mir nicht mehr von emanzipierten Frauen erklären, daß ich zwar immer noch den Ernährer spielen soll, im Falle einer Scheidung die Kinder gefälligst bei der Mutter zu lassen habe, dann Zahlvater sein soll und dann auch noch immer den ersten Schritt beim Flirten machen soll, gleichzeitig aber Erziehungszeit nehmen soll, die Hälfte des Haushaltes übernehmen und trotzdem noch der traditionelle Mann sein soll.

Sorry, aus die Maus.
m47
Ich fühlte mich nicht angelacht. Hee?

Gerade die Generation, die bald 50 wird, gehört noch zur alten Generation und ich habe mit solchen Männern, die so ticken, wie beschrieben, sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Weil die nicht entspannt sind, weil sie ihre Männlichkeit nicht verstanden haben, weil sie von der gescheiterten Ehe mit den Nachfolgen gefrustet sind und all diesen Frust usw. jetzt in einen Topf mit dem Daten schmeissen.

Die Next soll alles heilen, was die Ex angeblich kaputt gemacht hat. Mann stellt sich jetzt mit verschrenkten Armen hin, schmollt ein bissle, fühlst sich von der Next ausgenommen und missbraucht so offene und interessierte Frauen, um seine noch nicht geschlossenen Wunden heilen zu lassen. Jetzt hat gefälligst die Frau anzukommen. Die Weiber wollten ja die Emanzipation... (Ironie-Modus aus)

Ich frage mich, ob Frau, selbst wenn sie die Initiative bei so einem Mann ergreifen würde, auf eine ausgeglichenen, mit sich in reinem Mann trifft und eine halbwegs entspanntes Kennenlernen erhoffen kann, den da liest sich ja noch ne Menge Frust auf die Ex? Ich denke eher nein.

Letztendlich hat doch dann das Eine mit dem Anderen nichts zu tun. Wie soll eine angenehme entspannte Anflirt-Situation entstehen, wenn Mann so eine gefrustete Ausstrahlung hat? Ist ja bei Frauen auch so. Wirkt abschreckend, unsexy, macht nicht interessant.

Schlussendlich wird Mann, selbst wenn er auf eine Frau trifft, die ihn anspricht, die ihn anbaggert, also das macht, was Mann will/einfordert, diese Frau über kurz oder lang nicht akzeptieren und wertschätzen können.

Warum? Es ist allzu menschlich, geht mir als Frau ja auch so, dass man nur das wirklich schätzt, was man nicht so leicht bekommen hat .-). Daran hat die Emanzipation nichts ändern können.

w
 
  • #52
N
Vielleicht ist es auch eine Generationsfrage....haben damit viel Erfolg, beruflich wie privat, weil sie halt anders sind und viel männlicher, als die vorherige Generation meines Alters.
Könnte sein. Dagegen spricht, dass sich gerade Frauen unter 30 hier immer wieder beklagen, dass sie kaum noch Männer finden, die sich verbindlich und verantwortungsvoll auf eine Familiengründung einlassen. Du arbeitest mit den jüngeren Männern, Du flirtest nicht mit ihnen.

..., es gibt gewisse biologische Dinge, ...Das erklärt auch, warum nicht wenige Männer sich lieber dumme attraktive Frauen als Ehefrau nehmen, ... auch, dass der Mann aktiv beim Flirten ist und nicht den Spiess umdreht,
Rosinenpickerei. Dass nur Frauen Kinder gebären können, ist (noch) so. Biologisch-hormonell zu begründen, warum Männer sich dumme, ungebildete Frauen nehmen sollten oder beim Flirten aktiv sein sollten, ist an den Haaren herbeigezogen. Welcher Mann will heute noch ein dummes, gutaussehendes Hausmütterchen? Ich kenne keinen.
Wenn Männern beim Flirten ihre "Macht als Eroberer" nutzen sollen, danach in der Beziehung aber wieder einpacken, dann ist das eine sehr eigenartige Sicht, nach der sich der Mann immer so verhalten soll, wie es der Frau gefällt. Selektives Cherry-Picking.

Das ist nun wiederum die Sicht auf Emanzipation, die Deine Generation hat, Alice Schwarzer lässt grüßen. Kein Wunder, dass die nie einen Mann abbekommen hat. Da sind zum Glück auch die jüngeren Frauen weiter in Richtung Gleichberechtigung unterwegs.
 
  • #53
Kein Wunder, dass die nie einen Mann abbekommen hat.
Du das wollte die nie. Sie weiß die Vorteile der Damenwelt zu schätzen.
Es ist allzu menschlich, geht mir als Frau ja auch so, dass man nur das wirklich schätzt, was man nicht so leicht bekommen hat .-)
Was die Männer angeht, geb ich Dir da recht...

Aber ganz ehrlich. Mir schmecken die geschenkten Pralinen von Pierre Marcolini 100 mal besser als mit Mühe selbst zusammengebrautes.
Meint: ich weiss durchaus zu schätzen was mir zugeflogen kommt.
Ein Mann den ich erobern müsste würde es über den Status "einmaliges Betthäschen" definitiv nicht hinaus schaffen.
 
  • #54
Auch lasse ich mir nicht mehr von emanzipierten Frauen erklären, daß ich zwar immer noch den Ernährer spielen soll, im Falle einer Scheidung die Kinder gefälligst bei der Mutter zu lassen habe, dann Zahlvater sein soll und dann auch noch immer den ersten Schritt beim Flirten machen soll, gleichzeitig aber Erziehungszeit nehmen soll, die Hälfte des Haushaltes übernehmen und trotzdem noch der traditionelle Mann sein soll.
Da ist was Wahres dran, theoretisch und manchmal auch in der Realität. Es gibt aber nicht "die Frauen" oder "die Männer".

Arcturus, du schreibst du hast Kinder, zwei Söhne, wenn ich das richtig behalten habe. Hast du tatsächlich hälftig Elternzeit genommen, auch danach die Betreuungs- und/ oder Haushaltspflichten geteilt? Dann Hut ab, da würde ich als Frau mich aber so was von ins Zeug schmeißen, um dich zu erobern, küss die Hand, schöner Mann (theoretisch): Dich mit Blumen überraschen, in die Oper ausführen oder zur Tulpenschau, dich zu dem von dir schon lange gewünschten Tanzkurs abholen und ihn monatelang mit dir besuchen. Ich führe dich beim Tanzen selbstverständlich und wirbel dich durch den Saal. So wie "Kleinröschen" ihren Prinzen im Kultmärchen mit den Haselnüssen...

Du trägst natürlich nicht nur außenrum was Schickes, nein auch drunter ist alles top, genauso, wie Nägel und Füße. Ich zahle dafür das Fünfgängemenü.

Mal ehrlich, das macht doch keinen Spaß...
 
A

Arcturus

  • #55
Das ist nun wiederum die Sicht auf Emanzipation, die Deine Generation hat, Alice Schwarzer lässt grüßen. Kein Wunder, dass die nie einen Mann abbekommen hat. Da sind zum Glück auch die jüngeren Frauen weiter in Richtung Gleichberechtigung unterwegs.
Ähmm, kurze Korrektur.

Alice Schwarzer hat keinen Mann "abbekommen" weil sie lesbisch ist.
Nach meiner Erfahrung, wollen lesbische Frauen gar keine Männer haben.
Warum sie aber als lesbische Frau so über Männer hergezogen ist und herzieht, kann sich sicher jeder denken.
Denn daran, daß sie in ihren Männerbeziehungen unter Männern gelitten haben soll, kann es ja mangels Männern nicht gelegen haben.

m47
 
A

Arcturus

  • #56
Ich fühlte mich nicht angelacht. Hee?

Gerade die Generation, die bald 50 wird, gehört noch zur alten Generation und ich habe mit solchen Männern, die so ticken, wie beschrieben, sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Weil die nicht entspannt sind, weil sie ihre Männlichkeit nicht verstanden haben, weil sie von der gescheiterten Ehe mit den Nachfolgen gefrustet sind und all diesen Frust usw. jetzt in einen Topf mit dem Daten schmeissen.

w
Schon wieder Sorry: das mit dem Lachen war ein Wortspiel.
Hier mal die Erklärung: Du kennst doch sicher die irritierte Frage: "Lachst Du mich an oder aus?"

Ansonsten: Du hast also schlechte Erfahrungen mit Männern, die bald 50 werden?
Also gehörst Du zur selben Altersgruppe und bist selber so sozialisiert.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, daß die Männer, die dir so schlechte Erfahrungen beschert haben, möglicherweise durch Dein mit der Zeit zu Tage getretenes Verhalten genau die Erinnerungen an die Ex-Frauen geweckt hast? Weil Du möglicherweise eben auch nicht aus Deiner Haut kannst und genau den Spiefel weiterlebst, der bei diesen Männer zur Trennung geführt hat?

Ich bin übrigens in derselben Altersklasse und doch tatsächlich auch auf eine Frau getroffen, die wie Du geschworen hat, nicht so zu sein. Trotzdem kam mit der Zeit durch, daß sie ihren Mann in die Wüste gschickt hatte, weil es ihr mit ihm zu langweilig wurde. Er war für ihre Unterhaltung zuständig und hatte darin versagt. Ich fing an, zu befürchten, daß mir ein ähnliches Schicksal blühen könnte, wenn ich sie nicht mehr mit Extravaganzen überraschen könnte. Meine Zurückhaltung muß sie gespürt haben und hat mich auf freundliche Weise per Whatsapp verabschiedet.

Jetzt befinde ich mich am Beziehungsanfang mit einer Frau, die wirklich anders ist. (kommt mir jetzt ja nicht mit dem AMIGA-Syndrom, das kenne ich, das ist es nicht)
Und da kommt auch wirklich Wertschätzung und nicht das unterhalten-werden-wollen zurück.
Und unter uns - im Bett ist sie die Erfüllung meiner Träume - nicht weil ich es so will, sondern weil sie so ist.
Also ja, es gibt sie, die Frauen, bei denen auch Männer mit schlechter Vorerfahrung wieder unbeschwert an eine Beziehung herangehen können.

Und nein - das sind nicht die Frauen, die über Männer schimpfen, weil diese nicht entspannt sind und ihre Männlichkeit (Sexualität?) nicht verstanden haben.

m47
 
  • #57
ich mit Blumen überraschen, in die Oper ausführen oder zur Tulpenschau, dich zu dem von dir schon lange gewünschten Tanzkurs abholen und ihn monatelang mit dir besuchen. Ich führe dich beim Tanzen selbstverständlich und wirbel dich durch den Saal. So wie "Kleinröschen" ihren Prinzen im Kultmärchen mit den Haselnüssen...
Warum so kompliziert? Für uns Männer genügt doch schon eine ntte
Einladung zum Lieblingslokal oder ins Casino
.
Es soll in diesem Falle ja etwas für den Herrn sein.
Und ja; klar wird von uns vieles von dem, was Du aufzählst, vom Mann verlangt. Auch die Wäsche drunter muss passen.

Was macht hier keinen Spaß? Ach; der Frau nicht ? Aufwachen !
 
  • #58
Das geschilderte Klischee "Küss die Hand schöne Frau bzw. schöner Mann" macht wohl keiner Seite Spaß. War eine Parodie zum Thema Emanzipation.

Mir gefällt nur nicht, wenn Männer, die das klassische Rollenmodell gelebt haben oder noch immer leben, sich beim Flirten auf einmal an die Emanzipation erinnern. Genauso daneben sind Frauen, die ständig den Ton angeben wollen, beim Kennenlernen aber die starke Initiative des Mannes einfordern. Wird in beiden Fällen auch nicht funktionieren.

Schön finde ich, wenn beide sich mit Neugier, Spaß, ein wenig "Muffensausen" entgegenkommen und keiner mit Wertschätzung geizt. Männern, die mir gefallen haben, zeigte ich das durch Aufmerksamkeit, Blicke, Lächeln, Scherze, Zuhören, gute Ideen, interessante Gespräche. Die Initiatve zum Wiedersehen habe ich trotzdem immer dem Mann überlassen.
 
  • #59
Wenn Männern beim Flirten ihre "Macht als Eroberer" nutzen sollen, danach in der Beziehung aber wieder einpacken, dann ist das eine sehr eigenartige Sicht, nach der sich der Mann immer so verhalten soll, wie es der Frau gefällt. Selektives Cherry-Picking.
Nein ist es nicht. Hier wird schwarz-weiss gedacht. Es geht definitv nur um das Daten, die Eroberung, wo Mann zeigen kann, dass er sich seiner selber ist, dass er "Macht" über sich selber hat, dass er kein Angsthase ist, seine gesunde Männlichkeit auch dadurch zeigen kann, dass er deutliche Signale, die er ja von einer Frau vorher erwünscht, dann auch so deutlich zeigen kann, indem er die Frau anspricht.

Ich erlebe eher, dass Mann den Vorwurf des selektiven Cherry-Picking selber erfunden hat und es selber lebt, aber das nicht wahrhaben will und daher der Frau geschickt die schwarze Peter Karte in die Schuhe schieben will.

w
 
A

Arcturus

  • #60
In Flirt-Dingen bin offensiv gewesen. Meine jetzige große Flamme ist es aber dadurch geworden, daß sie sich nicht hat stur nach Vorschrift erobert lassen(!), sondern mir Paroli geboten hat und dies noch immer tut.
Sie hat also erkannt, daß man sich für gute Dinge auch als Frau schon mal ins Zeug schmeißen muß und das macht mich an, weil es mir gut tut.
Alle vorherigen Bekanntschaften gingen immer noch mit Bedientwerden-Mentalität der Frauen einher und waren nicht soooo erfüllend, denn das hatte ich in der Ehe auch. Wohin das geführt hat, habe ich am eigenen Leib erfahren.


m47
 
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