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rosenmann

  • #31
Frauen testen die Männer doch ebenfalls und das ist doch auch klar, das muss garnicht so abwertend dargestellt werden, wir sind trotzdem noch Menschen ;-)

Ein Mann mit mini Penis wird von den meisten Frauen wieder verlassen, ob sofort oder etwas später, da gibt es genug Threads drüber. Ebenso sexuelle Grobiane oder chronische Schnellspritzer.

Ja, es mag Frauen geben, die da Geduld haben und verzichten, aber die Regel ist das definitv nicht.

sorry also rammeln ist doch immer das Gleiche egal wer es ist.
Bitte? Keine Ahnung, welche Erfahrungen du so gemacht hast: Zwischen gutem und schlechtem Sex liegen Welten. Wer das nicht weiß, hatte wohl noch keinen wirklich erfüllenden Sex. Bei unserer Eltern Generation war das dem Vernehmen nach leider häufiger der Fall, die taten sich oft schwer über solche Dinge zu reden. Aber die Zeiten ändern sich.

Ich weiß, wie schön es sein kann, das ist dann gewissermaßen der Maßstab für zukünftige Beziehungen.
 
  • #32
Nur ob es im Bett harmoniert weiss man zu 95 % auch vor dem ersten Sex.
Da gehöre ich dann offensichtlich zu den restlichen 5%. Mal ganz abgesehen davon, dass man natürlich auch nicht weiß, ob und wann das sexuelle Interesse "einschläft" (Gerüchten zufolge bei Frauen manchmal, sobald Kinder da sind).
Vielleicht merken Frauen das ja alles vorher, aber für mich ist das wesentliche Bestandteil der "Kennenlernphase". Aber vielleicht können die Frauen, die das hier so behaupten mir ja untrügliche "Signale" mitteilen? Bitte aber nichts vonwegen "man spürt doch...". Dafür bin ich offensichtlich nicht sensitiv genug. Ich interpretiere auch ungern irgendwelche "Signale".

Mit "Prüfer" oder "Prüflabor" hat das für mich wenig zu tun, aus meiner Sicht geht es auch nicht darum, am ersten Abend miteinander ins Bett zu gehen, um das schonmal "abhaken" zu können. So wie ich aber intellektuell oder von den Lebenseinstellungen her feststelle, ob es harmoniert oder nicht, tue ich das auf sexuellem Gebiet auch. Einfach als einen von mehreren Punkten, bei denen ich die Erfahrung gemacht habe, dass Beziehungen im Zweifel daran scheitern. Ob man das Performance nennt oder nicht, es gibt hier ja auch genügend Frauen, die sich z. B. über Impotenz bei Männern beklagen würden und für die das durchaus ein Grund sein könnte, eben keine Beziehung einzugehen.
 
  • #33
Ich möchte im übrigen anmerken dass ich diesen Thread nicht aus bloßer Neugier erstellt habe. Ich finde einfach das Thema hat eine ausführliche Diskussion verdient und kann vielen dienlich sein.

Natürlich nicht nach dem ersten oder zweiten Date (Das wäre für mich wie ONS, was ich nur als Triebabfuhr sehe und mir keinen wirklichen Spass macht) ; aber bitte doch nach etwa spätestes 1-2 Monaten und nicht mehr als 4-6 Dates.
Mal abgesehen davon dass solche (zeitlichen) Vorgaben nicht auf eine gesunde Haltung zur Liebe hindeuten, lassen sich hier auch "niedere Beweggründe" erkennen, denn; jedes Kennenlernen ist unterschiedlich. (auch wenn es je nach Person immer bestimmte Muster gibt) Es mag sein dass dies in etwa dein persönliches Tempo ist, das muss aber nicht bei jedem so sein. Du setzt hier voraus dass die Frau sich dir anpassen muss, sobald du dich aber selbst anpassen musst, heißt es; tja, dann passt es halt nicht. Das zeugt nicht gerade von Flexibilität, würde ich sagen.

Es sind wiederum andere Männer wie hier "Heiko" oder "Hannes", denen vorher eine enthaltsame Frau irgendwie besonders wichtig ist und eine eine sexuell gut laufende Beziehung (können nur erfahrene Beziehungspartner schaffen, wer etwas anders erzählt hat einfach keine Ahnung) wiederum nicht so wichtig. Das erden viele Frauen schätzen.
Wie es aussieht scheinst du eine ganz andere (pragmatischere) Wahrnehmung und Verständnis von Sexualität zu haben, als andere. Es wäre also bei einem Date (oder auch schon viel früher) theoretisch möglich, sehr schnell rauszufinden dass es in der Hinsicht nicht passt. Offenheit natürlich vorausgesetzt. (die zwar nicht zwingend auf Anhieb da sein muss, aber auch nicht erst nachdem man Sex hatte)
 
W

wahlmünchner

  • #34
Bitte? Keine Ahnung, welche Erfahrungen du so gemacht hast: Zwischen gutem und schlechtem Sex liegen Welten. .
Tatsächlich hab auch nie etwas anderes behauptet. Ich hatte schon viel guten Sex mit Männern ...aber..( im Übrigen ist es für mich völlig egal ob ein Mann einen kleinen oder großen Penis hat... Es gibt heutzutage genug Hilfsmittel, dass es mehr als albern und schäbig ist aus meiner Sicht einen wertvollen Menschen deswegen auszusortieren.)
Was ist denn bitte guter Sex für dich? Welche Information ob der Sex gut ist oder nicht fehlt dir bitte VOR dem Sex ( ausser wie eng die Vagina ist)? Guter Sex ist dann gegeben wenn sich die Partner selber spüren und den andern noch mitbekommen. Wer Fantasie und Einfühlungsvermögen hat, weiss was einem selbst gefällt und keine Angst hat neue Ufer zu betreten ist auch fähig guten Sex zu haben.
Wer beim Küssen variationsreich ist, seinen Körper einsetzen kann, bereit ist zu spielen, zu verführen..
All diese Informationen über den anderen bekomme ich über intensives Küssen, Kuscheln, Streicheln, Tanzen, Sprechen.. Das nennt sich für mich flirten.
Und ja : da fallen viele Leute vorher raus. Bei mir damals eigentlich 2/3 aller Männer, weil sie entweder weder küssen konnten, oder sich nicht bewegen, weil sie nicht spielen und flirten können. Die die es konnten waren fantastische Liebhaber (und meine Partner)
Lediglich die Frequenz ist für mich ein Problem in meiner jetzigen Beziehung (ich hätte gerne mehr..). Das ist aber auch schon meckern auf hohem Niveau.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #35
dass man natürlich auch nicht weiß, ob und wann das sexuelle Interesse "einschläft" (Gerüchten zufolge bei Frauen manchmal, sobald Kinder da sind).
Das halte ich für einen globalen Irrtum, dass das sexuelle Interesse einschläft, wenn Kinder da sind. Dass Frauen keine Kraft mehr für die sexuellen Bedürfnisse des Partners haben und wenig eigenes sexuelles Interesse direkt nach einer Geburt, solange sie stillen und jede Nacht x-mal aus dem Bett springen müssen, weil mit dem Kind was ist, finde ich nachvollziehbar.
Ein Mann, der das nicht versteht der ist nur tumb und partnerschaftsuntauglich, insbesondere, wenn er das Kind als Angelegenheit der Frau deklariert und wie die Mehrheit der Männer rein garnichts tut, um die Frau zu entlasten und Aufgaben am gemeinsamen Kind zu übernehmen.

Das Frauen kein sexuelles Interesse mehr haben, sobald Kinder da sind, halte ich für eine Märchen. Dass sie kein sexuelles Interesse mehr an einem Mann haben, der als Partner und Familienvater ein Komplettversager ist, weil er keine aktiven Anteile übernimmt finde ich nachvollziehbar und gerechtfertigt.
Genau das ist das, was ich aus Frauengesprächen kenne, warum es keinen oder wenig Sex gibt, wenn Kinder da sind. Der wenig unterstützende Mann ist für die Frau nicht mehr attraktiv sondern eine zusätzliche Belastung - noch einer, der ständig was von ihr will. Sie wird aversiv gegen ihn, seine emotionale/sexuelle Bedürftigkeit und seine körperlichen Annäherungen, in denen er genauos fordernd ist wie ein abhängiges Kleinkind. Leider ist er keine Kleinkind, sondern ein erwachsener Mann.
Bedürftigkeit und Gejammer um Sex ist nunmal nicht attraktiv. Attraktiv ist ein Mann, der die Dinge im Griff hat und Familie als gemeinsame Aufgabe auffasst.
 
  • #36
Aber vielleicht können die Frauen, die das hier so behaupten mir ja untrügliche "Signale" mitteilen?
Ich spüre einfach, ob ich seine Berührungen mag oder nicht - mein Körper signalisiert mir das, ich nehme diese Signale wahr und ernst, overrule sie nicht.

Ich mag keine Nassküsser, die bei mir Würgereflexe auslösen, ich mag keine Offensivgrabbler, die nicht wahrnehmen, wo ich gefühlsmäßg stehe, sondern wie ein Hund nach 2-wöchiger Diät auf meine Körper losgehen, nur ihren Hunger stillen wollen, Null Wahrnehmung für meine Bedürfnisse und meinen aktuellen Stand haben.
Da muss ich nichts weiteres ausprobieren und dann schlechten Sex erleben. Das kann ich mir anhand von Feinwahrnehmung und einem hohen Maß an persönlicher Unabhängigkeit ersparen.

Ich merke, ob ich einen Mann so hot finde, dass ich echtes sexuelles Interesse an ihm habe oder ob ich ihn nur ok finde. In letzterem Fall lasse ich mich auf eine weitere Annäherung nicht ein, weil das Interesse an Sex mit ihm nicht von Langfristigkeit ist. Es flaut ab - weiß ich aus Lebenserfahrung.
Wenn ich ihn hot finde, spukt mir in Verbindung mit seiner Person etwas anderes durch den Kopf als Blümchensex, d.h. muss ich nicht ausprobieren, ich nehme es wahr.
Ausprobieren, ob das mit ihm geht, kann ich es im späteren Verlauf, wenn ich das Bedürfnis danach habe. Auch da habe ich nie einen Irrtum erlebt, dass ich die niedrigschwelige körperliche Annäherung gut fand und beim Sex war mir der Mann dann unerträglich.

Weil bei mir nie ein genereller Beziehungswunsch im Vordergrund steht, sondern immer bezogen auf einen direkten Kontakt, wird diese Feinwahrnehmung nicht ausgeschaltet.
So bin ich noch nie mit einem Mann im Bett gelandet, mit dem ich da nicht sein wollte (wurde nie benutzt/ausgenutzt) und ich habe das Dilemma des schlechten, beziehungsverhindernden Sexes nie kennengelernt.
Das Interesse an Sex mit dem Mann ließ nur nach, wenn die Beziehung nicht mehr stimmt, nicht umgekehrt: kein Interesse an Sex und daraus resultierend geht die Beziehung kaputt.
 
  • #37
Aber vielleicht können die Frauen, die das hier so behaupten mir ja untrügliche "Signale" mitteilen?
Auch gerne von mir, auch wenn ich einen etwas von der Norm abweichenden Geschmack habe, wie vielleicht der ein oder andere Leser noch erinnert.

Ich mag süße, liebe, passive Männer.
Nerdigkeit, Tollpatschigkeit und ein Verhalten, das auf wenig sexuelle Erfahrung hindeuten, turnen mich, wie sicher die allermeisten anderen Frauen nicht ab, sondern an.
Wenn er sehr defensiv ist, mir kaum in die Augen sehen kann, zittert, wenn ich ihn berühre, bekomme ich gewisse Gefühle und dann will ich mehr.
Im Bett ist er dann ziemlich sicher genauso und dann bin ich glücklich.

Ich habe mal einen Mann kennengelernt, der inzwischen mein allerbester Kumpel ist. Er ist groß, sehr attraktiv ( sehr viel mehr als ich ), 10 Jahre jünger, Ingenieur, extrem hilfsbereit, extrem nett.
Der wollte was von mir, was ich kaum glauben konnte und weil ich so geschmeichelt war, habe ich es eine Weile versucht, ihn mir als Partner vorzustellen ( war hinrissig, ich weiß ).
Küssen konnte er unglaublich gut und auch zärtlich. Ansonsten war er eher ein Macher und sehr selbstbewußt.
Einmal hielt er meine Hände sanft auf den Rücken und drängte mich an die Wand, während er mich küssen wollte.
Da war es aus. Ich wußte, mit dem will ich nie ins Bett.
Das war ein Signal, nach dem ich wußte, das wird nix mit uns.
Um das zu wissen, muß ich ihn nicht 'probefahren'.

Dieses Beispiel paßt sicher nicht zu dir, du bist ja nicht devot, aber du kannst es auf dich adaptieren.

Ich schließe mich den Damen an: in aller Regel kann ich vorher erkennen, wie der Sex sein wird und muß das eben nicht austesten.

Übrigens @rosenmann, du brauchst dir um deine Penisgröße keine Sorgen zu machen. Die ist mir und wahrscheinlich den meisten Frauen völlig egal.
Wenn es eine Eigenschaft gibt, die ich als unangenehm empfinde, dann die, wenn er zu groß ist. Hatte ich schon und das ist nun wirklich kein Spaß. Aber verlassen würde ich den Mann deswegen natürlich auch nicht. Nur normaler GV ist dann eher nicht möglich, es gibt aber auch andere Möglichkeiten.

w 48
 
  • #38
Ich spüre einfach, ob ich seine Berührungen mag oder nicht - mein Körper signalisiert mir das, ich nehme diese Signale wahr und ernst, overrule sie nicht...

... Das Interesse an Sex mit dem Mann ließ nur nach, wenn die Beziehung nicht mehr stimmt, nicht umgekehrt: kein Interesse an Sex und daraus resultierend geht die Beziehung kaputt.
Das ist für mich insgesamt ein sehr treffender Post.
@Lebens_Lust, das zu den Signalen.
Es gibt einfach Stufen
Ich finde ihn als Gesamtpaket - Aussehen, Ausstrahlung...attraktiv.
Ich mag ihn gerne berühren, merke, wie es da harmoniert bzgl. Häufigkeit, Art.
Ich mag ihn - ganz wichtig - gerne riechen, nicht nur frisch geduscht. Wenn das nicht passt, wird es nie etwas.
Er kann gut küssen, in allen Varianten.

Wenn es bis dahin stimmig ist, sendet mir mein Körper ausreichend und sehr verlässliche Signale (die mein Gegenüber durchaus lesen kann). Bin noch nie enttäuscht worden. Den ultimativen Test hätte ich noch nie gebraucht.
Und ich finde, dass ein gewisser Spannungsaufbau etwas sehr schönes ist. Man kann gerade die Kennenlernphase so richtig genießen, statt im Eiltempo zu durchlaufen. Nachdem ich Ü40 bin, gibt es überhaupt keinen Zeitdruck mehr.
Es ist etwas ganz besonderes schönes, sich gegenseitig im stimmigen Tempo zu entdecken.
Gedrängt würde ich da nicht werden wollen - es ist wie eine wunderschönes Lied mit verschiedenen Tempi, Stimmungen.. Durchaus nicht immer einstimmig, sondern mit interessanten, ergänzenden Mehrstimmigkeiten.
Und auch später - die gemeinsame Sexualität entwickelt sich, da gibt es genauso ein Kennenlernen, Weiterentwickeln, Intensivieren.

Ich erlebe diese Kennenlernphase gerade - es ist atemberaubend, wunderschön, und sehr spannend. Wir nehmen und geben uns Zeit, wir möchten nämlich beide, dass da etwas Beständiges wächst. Raum für eine solide Basis.
Gerade weil es beidseitig :) mit einem Ersten-Blick-Wow angefangen hat.

Missverständnisse? Dafür gibt es offene, ehrliche Kommunikation, dann entstehen sie erst gar nicht. Und keine Spielchen.
 
  • #39
Zuallererst mal an @Arcturus: sehr gute Beiträge!

Das hier finde ich übrigens ein exzellentes Beispiel für z.B. Arcturus' Argumentation (was es wohl ursprünglich nicht sein sollte):
Ich habe mal einen Mann kennengelernt, der inzwischen mein allerbester Kumpel ist. [...] Der wollte was von mir, [...] habe ich es eine Weile versucht, ihn mir als Partner vorzustellen [...] Ich wußte, mit dem will ich nie ins Bett. [...] Um das zu wissen, muß ich ihn nicht 'probefahren'.
Man sollte sich auch mal in den Mann hineinversetzen. Wie lange musste er denn zappeln, bis dann "offiziell" feststand, dass er sich auf der Kumpelschiene einrichten darf?
Es geht dabei nicht ums "Probefahren", aber der Mann hätte - aus Stolz, aus Selbstschutz - möglichst bald herausfinden sollen, ob sich die Dame mit ihm überhaupt Intimität vorstellen kann. Aus dem Beitrag wird deutlich, dass das eigentlich nie der Fall war, und die Beziehung aus verschiedenen anderen Gründen von ihr weitergeführt wurde (seine Nettigkeit, Hilfsbereitschaft(!)). Hätte er hier frühzeitig auf "mehr" bestanden, wäre die Sache eben schnell zu Ende gegangen.

Die von den meisten Männern präferierte Option..

manchmal
 
  • #40
Es sind wiederum andere Männer wie hier "Heiko" oder "Hannes", denen vorher eine enthaltsame Frau irgendwie besonders wichtig ist und eine eine sexuell gut laufende Beziehung (können nur erfahrene Beziehungspartner schaffen, wer etwas anders erzählt hat einfach keine Ahnung) wiederum nicht so wichtig. Das werden viele Frauen schätzen.
Ich glaube nicht, dass es viele Frauen gibt, die es schätzen, wenn ein Mann eine "keusche" Frau will. Meines Erachtens sind das Männer, die nicht damit zurechtkommen, dass eine Frau eventuell auch schon früher Spaß am Sex und anderen Männern hatte, was wiederum auf ein sehr geringes männliches Selbstbewusstsein rückschließen lässt.

Dass Frauen kein sexuelles Interesse mehr haben, sobald Kinder da sind, halte ich für eine Märchen. Dass sie kein sexuelles Interesse mehr an einem Mann haben, der als Partner und Familienvater ein Komplettversager ist, weil er keine aktiven Anteile übernimmt finde ich nachvollziehbar und gerechtfertigt.
Genau das ist das, was ich aus Frauengesprächen kenne, warum es keinen oder wenig Sex gibt, wenn Kinder da sind. Der wenig unterstützende Mann ist für die Frau nicht mehr attraktiv sondern eine zusätzliche Belastung - noch einer, der ständig was von ihr will. ...Attraktiv ist ein Mann, der die Dinge im Griff hat und Familie als gemeinsame Aufgabe auffasst.
Großartig geschrieben Vikky! Kann ich zu 100% unterschreiben.
Nach meiner Ehe waren meine Kinder immer noch sehr klein (und sind es noch) und mit einem anderen Mann war das sexuelle Interesse wieder zu 100% da. Ich habe aber auch das Gefühl, dass bei vielen Männern das sexuelle Interesse schwindet, sobald ihre Frau ein Kind bekommen hat. Einige Männer verkraften das Geburtserlebnis nicht, andere kommen nicht damit klar, dass es nun noch einen anderen (kleinen) Menschen gibt, der die volle Aufmerksamkeit ihrer Frau bekommt und wieder andere sehen in der eigenen Frau kein sexuelles Wesen und keine "Frau" mehr, sondern nur noch Hausfrau (ganz egal, ob sie arbeitet oder nicht), Mutter, Krankenschwester, Köchin, Beraterin, aber nicht einfach nur FRAU.

Ich habe es damals sehr genossen, nach der Trennung einfach mal nur wieder Frau sein zu dürfen - schön gestylt zum Dinner eingeladen zu werden, Kerzen Champagner, schöne Musik, flirten, Komplimente.... das alles kannte ich gar nicht mehr.
 
W

wahlmünchner

  • #41
Zuallererst mal an @Arcturus: sehr gute Beiträge!

Das hier finde ich übrigens ein exzellentes Beispiel für z.B. Arcturus' Argumentation (was es wohl ursprünglich nicht sein sollte):

Man sollte sich auch mal in den Mann hineinversetzen. Wie lange musste er denn zappeln, bis dann "offiziell" feststand, dass er sich auf der Kumpelschiene einrichten darf?
manchmal
Die Männer können sich beruhigen. Wenn eine Frau immer mehr Berührungen in den Kontakten sucht. ..Eine Frau euch viele und tiefe Blicke bei den Dates sendet... es nicht nur bei einem Kuss bleibt, sondern es zunehmend ( ja vielleicht auch über mehrere Treffen) übergeht in langes Knutschen... Der Körperkontakt beim Küssen inniger wird..die Frau intime Gespräche führen will am besten während sie in euren Armen liegt... die Dates regelmässig ( ausser ev. unterbrochen von unverschiebbaren Terminen wie Geschäftsreisen, Familienfeiern, schon vorher geplante Urlaube, Krankheit) und länger werden (auch mit Übernachtung)...die Frau erreichbar für euch ist--> dann ist die Sache auf einem guten Weg.
Schwierig ist immer:
nach einem ersten Kuss kommt keine Initiative mehr von ihr. Sie meldet sich immer weniger statt mehr. ..Sie weicht immer mehr den Blicken aus..Sie vermeidet jeglichen Körperkontakt...Mehr Nähe wird wieder abgebaut, die Dates werden kürzer und seltener..
Also sooo geheimnisvoll sind Frauen doch oft auch nicht?!
 
  • #42
Wie lange musste er denn zappeln, bis dann "offiziell" feststand, dass er sich auf der Kumpelschiene einrichten darf?
Es geht dabei nicht ums "Probefahren", aber der Mann hätte - aus Stolz, aus Selbstschutz - möglichst bald herausfinden sollen, ob sich die Dame mit ihm überhaupt Intimität vorstellen kann
Er mußte zu keinem Zeitpunkt zappeln, denn es war immer klar, dass wir kein Paar werden würden. Vom ersten Tag an, denn er ist ein Dom und ich bin eine Domse, wir sind also nicht kompatibel.
Weil wir aber beide singles waren, haben wir uns ab und zu ein bißchen Wärme und Zärtlichkeit gegeben.
Ich stellte mir vor, wie es mit ihm als Partner wäre, weil ich ihn als Mensch einfach toll fand und er sah das genauso mit mir.
Wir redeten darüber ab und zu.

Wir trafen uns selten und unregelmäßig ( vielleicht 2x/ Monat ).
Ja, er hat sehr früh gesagt, dass wir doch zusammen schlafen können, auf herkömmliche Stino-Art. Und ich sagte direkt, dass ich das auf gar keinen Fall möchte.
Und so haben wir nur ab und zu geschmust und uns mal geküßt.
Auf normale Stino-Art.
Bei diesem an-die-Wand-Drängen ist dann der Dom mit ihm durchgegangen und dann wollte ich ihn nicht mehr küssen.

Keine Angst, ich lasse niemals einen Mann zappeln.
Und ich nutze niemals einen Mann aus.
Ich werde ausgenutzt.

Dass das Küssen mit dem tollen Mann vorbei sein würde, mußte ich ihm nicht erklären, das hat er ihn diesem Moment kapiert, denn ich bin sehr harsch geworden.
Bis heute sind wir gute Kumpel und halten uns trotzdem manchmal ein bißchen im Arm, obwohl er inzwischen verheiratet ist und ich mit meinem Freund glücklich.

w 48
 
  • #43
Ich mag keine einseitige Sichtweise, der ewig fiesen Männer und der ewig gutmütigen Frauen.

Wenn Frauen auf Männer hereinfallen, egal in welchen Lebenslagen, sind sie selbst Schuld und fertig. Aber sie wollen sich ihre eigene falsche Entscheidung nicht eingestehen und haken somit ewig auf einem Mann herum, der sie verlassen hat, sei es nach dem Sex oder nach einigen Jahren Ehe oder der sich nach dem ersten Date
nicht mehr meldet, er wird wissen warum.

Super einfach, die gute, liebevolle Frau war nie Schuld, sie hat alles richtig getan, schneller Sex, schnell verfügbar, schnell zu allem ja und amen, schnell langweilig und schnell ausgesourct.
Diese Frauen haben sich selbst schnell zur Austauschware degradiert und geradezu angebiedert, er nahm an und verschwand, bitte, danke, wiedersehen bzw. nicht wiedersehen.

Es gibt immer jemand der ausnutzt und jemand der sich ausnutzen lässt, leider lernen Frauen meist dadurch nicht, sie fallen wieder auf einen Mann herein, der alles richtig macht, er lässt es sich gut gehen mit bedürftiger Frau.

Im Gegenzug gibt es jede Menge Frauen, welche nicht auf Mister Fies hereinfallen, sondern umgekehrt, die männlichen Puppen tanzen lassen. Sie sagen nicht ja und amen, sie haben keinen schnellen Sex, sie wirken nicht bedürftig und machen sich keine falschen Hoffnungen, weil sie erst mal sich selbst und nicht irgendeinen Typen in den Fokus ihres Lebens stellen.
 
  • #44
Wenn Frauen auf Männer hereinfallen, egal in welchen Lebenslagen, sind sie selbst Schuld und fertig. Aber sie wollen sich ihre eigene falsche Entscheidung nicht eingestehen und haken somit ewig auf einem Mann herum, der sie verlassen hat, sei es nach dem Sex oder nach einigen Jahren Ehe oder der sich nach dem ersten Date
nicht mehr meldet, er wird wissen warum.
Ich stimme dir zu, soweit es um erfahrenere Frauen geht.

In meiner Ausbildungszeit habe ich allerdings krasse Fälle von "Missverständnis" mitbekommen.

Und mag man noch wohlwollend von Missverständnis sprechen, so erinnere ich mich an eine Freundin, die vor allem deswegen Rotz und Wasser heulte, weil ihr Kerl sie rüde rausgeworfen hat, als sie ihn ganz normal nach dem ersten Sex besuchen wollte. Hätte er ihr in schönen Worten (die er vorher ganz sicher hatte) erklärt, warum aus ihnen nichts wird, wäre es wahrscheinlich nur halb so schlimm gewesen.

Das Gute daran ist, so etwas passiert jeder im Normalfall genau einmal.

Oder anders ausgedrückt: Wem es häufiger passiert, der ist tatsächlich entweder grenzenlos naiv (im negativen Sinne) oder nimmt es billigend in Kauf.
 
  • #45
Männer und Frauen verlieben sich in unterschiedlicher Reihenfolge:

Frauen:

1. Geistiges und intellektuelles Abchecken des Mannes. Also: was macht ihn aus, was macht er in seinem Leben Interessantes.
2. Emotionales Abchecken. Ist er "ein Guter?". Hat er gute Eigenschaften, ist er herzlich, treu, liebevoll, kinderlieb?
3. Sexuelles Abchecken. Passen wir im Bett zusammen? Geht er auf mich ein, hat er die gleichen Vorlieben, kann er mich sexuell bereichern?

Männer:


1. Sexuelles Abchecken.
2. Emotionales Abchecken.
3. Geistiges Abchecken.

Erst wenn man alle drei Punkte mit einem klaren "Ja!" für sich beantworten kann, verlieb man sich.

Das Missverständnis einer Frau ist oft, dass sie denkt, der Mann müsste doch schon in der "Beziehungsphase" sein, wenn er Sex mit ihr will. Für einen Mann BEGINNT damit erst die ganze Sache.
 
  • #46
Männer und Frauen verlieben sich in unterschiedlicher Reihenfolge:...
Wow ! Vielen Dank @yellow bee.
Das erklärt ganz viele dieser Mißverständnisthreads hier im Forum und auch die Probleme, die wir wahrscheinlich alle schon in der ein oder anderen Art diesbezüglich hatten.

Ob das wirklich auf alle Leute zutrifft, darf man sicher anzweifeln, denn Ausnahmen bestätigen die Regel und niemand ist nur schwarz oder weiß, aber ich kann immerhin sagen, dass bei mir genau diese Reihenfolge beim Kennenlernen und Verlieben besteht, die du für Frauen nennst.
Und auch wenn ich nicht in alle anderen Frauen und erst recht nicht in Männer hineinsehen kann, erscheint mir auch die männerbezogene Reihenfolge plausibel. Zumindest für die weniger intelligenten Männer.
Aber wahrscheinlich auch für die anderen, denn das sind sicher archaische Mechanismen, die vom Intellekt gar nicht berührt werden.

Danke für diese Erkenntnis.
Ich liebe dieses Forum, ich werde hier noch richtig schlau.

w 48
 
  • #47
Männer und Frauen verlieben sich in unterschiedlicher Reihenfolge:
Dann wäre ich also ein Mann :D

Ich weiß nicht, auf wieviel Prozent der Frauen das zutrifft, was Du postuliert hast, vielleicht auf das Gros, aber ich verliebte mich früher zuerst in meine Projektion, dh. der Mann sah so aus, wie ich dachte, dass er "der Eine" ist, wo die Pheromone vermutlich auch schon eine Rolle, aber nicht DIE Rolle spielten. Mittlerweile verliebe ich mich, wenn der Mann sexy ist für mich und wenn ich spüre, dass ich ihn lieben kann, dann checke ich seine emotionalen Eigenschaften. Die Intelligenz fällt unter den ersten Punkt, weil ich Männer, die jetzt nicht meine Kragenweite sind, was das Intellektuelle angeht (das ist wertfrei gemeint und kein "nicht gut genug", nur ein "passt nicht"), nicht anziehend zum Verlieben finde, auch wenn sie körperlich sehr attraktiv sein können.

Vielleicht hast Du aber mit den Männern recht, obwohl sich mein Ex, mit dem ich eine sehr liebeerfüllte lange Beziehung hatte, in mich verliebt hat, weil wir uns so humorvoll geschrieben hatten (allerdings nicht auf Partnersuche, sondern neutral in einem anderen Forum). Gesehen hat er mich erst später und da fiel natürlich dann die eigentliche Entscheidung.
Aber ich kenne das auch so, dass der Mann erstmal schaut, ob die Frau ihn sexuell interessiert. Meist interessierte der Rest nicht mehr, also vor meiner Beziehung hatte ich den Eindruck, die Männer waren nicht wegen meiner Persönlichkeit an mir interessiert. Intellekt interessierte sie gar nicht, weil das Männersache war, über Politik oder Naturwissenschaften zu reden.
 
W

wahlmünchner

  • #48
Für einen Mann BEGINNT damit erst die ganze Sache.
Das ist einfach mal Blödsinn. Die meisten Männer die mir begegnet sind verlieben sich völlig unabhängig vom Sex. In meinem Bekanntenkreis ( und der ist groß) waren die meisten Paare vorher oder direkt nachdem erstem Sex zusammen. Dabei sind es oft die Männer die respektvoll die ersten Nächte noch nicht wollen!
Dagegen kenne ich viele Frauen ( und ja, ich war da auch auch dabei) die nach einem kurzen Kennenlernen mit den Männern Sex hatten, dieser nach Aussagen des Mannes "fantastisch " war und dann folgte bei jedem Treffen...
..na was wohl: Sex. Leider wurde dann das Kennenlernen etwas erschwert, weil die Herren zu jeder Tageszeit Lust hatten ..aber kaum etwas größeres unternehmen, geschweige denn etwas von sich erzählen wollten. Angeblich waren die Herren auf der Suche nach einer Beziehung, tatsächlich hangeln sich meine beiden Kandidaten von einer Affaire zur nächsten..( da es bei beiden Jahre her ist und ich losen Kontakt habe, weiss ich das bei beiden mittlerweile Frauen im 10stelligen Bereich folgten...Natürlich immer mit der Vorgabe auf der Suche nach der Richtigen zu sein.)
Vor diesem Männertyp kann man sich leider nur schützen, wenn man eben nicht zu schnell in die Kissen hüpft.
Ob das wirklich auf alle Leute zutrifft, darf man sicher anzweifeln
das kann man anzweifeln, sehe ich auch so.
 
A

Arcturus

  • #49
Das Missverständnis einer Frau ist oft, dass sie denkt, der Mann müsste doch schon in der "Beziehungsphase" sein, wenn er Sex mit ihr will. Für einen Mann BEGINNT damit erst die ganze Sache.
Meine drei Säulen, nur eben besser erklärt. Danke dafür.
Insbesondere für die Klarstellung der Reihenfolge. Dieser Fundamentalkonflikt ist von mir wegen seiner Offensichtlichkeit nicht beschrieben worden.

Das ist einfach mal Blödsinn. Die meisten Männer die mir begegnet sind verlieben sich völlig unabhängig vom Sex. In meinem Bekanntenkreis ( und der ist groß) waren die meisten Paare vorher oder direkt nachdem erstem Sex zusammen. Dabei sind es oft die Männer die respektvoll die ersten Nächte noch nicht wollen!
Wir Männer wissen eben zum größten Teil schon, was man von uns erwartet und benehmen uns entsprechend (ist reines Mimikry). Hast Du auch die Gedanken der Männer dabei gelesen? Nein? Na, dann weißt Du nichts, sondern vermutest ausgehend von Deiner (weiblichen) Gedankenwelt.

Ich persönlich liebe den intellektuellen Austausch in der Beziehungsanbahnung. Auch bringt er mich innerlich und emotional der Frau näher. Trotzdem beginnt für mich der Beziehungsmodus erst nach dem Sex. Der nämlich ist ein Ausschlußkriterium. Je früher die Ausschlußprüfung erfolgt, desto besser. Denn ich kann schneller weiter nach einer passenderen Partnerin suchen und werde nicht hingehalten.
Aus der Erfahrung meiner vergangenen Ehe werde ich nämlich nie wieder den Fehler machen, mit einer Frau zusammenzusein, die Sex als Pflichterfüllung und Machtmittel sieht und so handelt. Sowas erkennt man schon beim ersten Mal (mit der entsprechenden Lebenserfahrung).
Bei meiner Ex war es zwar auch schon damals zu erkennen, aber mir fehlte die Lebenserfahrung und ich hatte noch diese Illusion, daß Menschen sich (in ihrem Sexualverhalten) ändern und ich war verliebt (in weiblicher Reihenfolge).
Später bin ich nicht abgesprungen wegen des bis dahin geleisteten Beziehungsinvestes und weil dann Kinder da waren.
Heute prüfe ich, bevor ich mich wieder binde und nehme eben auch in Kauf mit einigen Schlaftabletten (oder Käfern auf dem Rücken) Sex zu haben, bevor ich wieder dem Irrtum aufsitze und in einer (sexuell) unbefriedigenden Beziehung lande.
Dafür ist mir meine Restlebenszeit zu kostbar.
 
A

Arcturus

  • #50
Wir Männer wissen eben zum größten Teil schon, was man von uns erwartet und benehmen uns entsprechend (ist reines Mimikry). Hast Du auch die Gedanken der Männer dabei gelesen? Nein? Na, dann weißt Du nichts, sondern vermutest ausgehend von Deiner (weiblichen) Gedankenwelt.
Vielleicht nochmal zur Klarstellung:
Einige (viele) Frauen erwarten ein Liebesbekenntnis, bevor es ins Bett geht. Männer sind da manchmal noch nicht soweit. Also gibt es das Bekenntnis, damit auch die körperliche Komponente zum Tragen kommt.
Klappt es dann, sieht es so aus, als ob sich der Mann erst verliebt hätte, bevor es zum Sex kommt.
Wird kein Paar daraus, erinnert man sich nicht mehr oder aber es ist an irgendwelchen Belanglosigkeiten gescheitert. z.B. "Seine Kumpels waren im plötzlich wichtiger. Aber ansonsten waren wir Seelenverwandte......."

Und was das Respektvolle betrifft: Schon mal drauf gekommen, daß es zum Genuß auch gehört, bewußt zu verzichten? (- wenn es eine Fortsetzung sicher gibt!)
Bei meinem letzten (ersten) Date habe ich bewußt auf einen Kuß verzichtet - eben weil er an dieser Stelle erwartet, folgerichtig und schön gewesen wäre. Aber hätte ich geküßt, wäre es (für sie und mich) so vorhersehbar und normal gewesen.

Und schöner Nebeneffekt: ich bin jetzt mit Sicherheit einer, "der warten kann und ein Gentlemen ist".
Natürlich habe ich es nicht gemacht, um diesen Eindruck hervorzurufen. Aber daß der Eindruck entsteht, liegt eben auch darin begründet, daß es viele Frauen gibt, die "Warten können" als wichtig/notwendig (und nicht wie ich als Genuß) ansehen und propagieren.

D.h. wir tun beide das Gleiche (Warten können als schön ansehen) aber aus unterschiedlichen Motiven:
typische Frau: "er will wirklich was Ernsthaftes und wartet, weil er mich als Mensch schätzt" -> Idealisierung
Mann (ich) "Hinauszögern erhöht den Genuß" -> Hedonismus

Ebend diesem Irrtum sitzt Du @wahlmünchner auch auf, wenn Du postulierst, die Männer hätten sich erst verliebt und wären dann intim geworden.
Das "verliebt" kannst Du nicht wissen. Du kennst nur den äußeren Ablauf.

m47
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #51
Meinen herzlichen Dank an @Arcturus, der hier sicher vielen Leuten die Augen geöffnet und ein Stück Naivität genommen hat, natürlich nur, sofern sie ihm glauben / glauben wollen.
Ich für meinen Teil, finde es immerhin plausibel, wenn wir auch nicht wissen können, ob es viele Männer, ob es überhaupt ein einziger weiterer Mann so sieht wie er.
Aber was weiß man schon sicher ?
Plausibilität reicht mir.

Im Übrigen schwingt hier mit, dass Männer berechnend sind, da paßt wieder die Probefahrt hinein und dass das per se schlecht oder verwerflich ist.
Ich finde es aber legitim. Arcturus hat sehr nachvollziehbar erklärt, was ihn zu solchem Tun und Denken treibt.

Darf ich mich revanchieren und dir im Gegenzug ein wenig deiner Naivität nehmen, lieber Arcturus ?
...die Sex als Pflichterfüllung und Machtmittel sieht und so handelt. Sowas erkennt man schon beim ersten Mal (mit der entsprechenden Lebenserfahrung).
Du hast offenbar schon Schlaftabletten und Käfer im Bett gehabt und ja, das wird dann sicher nichts in deinem Sinne, aber ganz sicher, so sicher wie das Amen in der Kirche, ist es leicht möglich, dass eine Sexbombe nach einigen Wochen oder Monaten zur Schlaftablette mutiert.
Ich weiß es !
Eine Garantie bringt dir auch die Probefahrt nicht.

w 48
 
  • #52
Tja, wenn man einen Menschen sucht, der viele Facetten hat, dann brauchts eben Zeit, umd davon einige kennen zu lernen.
Und beide können dann merken - Mist, aber es passt nicht. Das nennt man Leben.
Eine dieser Facetten ist Sex. Ich gebe zu, ich war nie der Mann, der auf Jungfrauen abfuhr. Ich wollte lieber etwas Erfahrung - weil ich eben immer schon der Meinung war, Sex gehört dazu. Und ich kann für mich trennen - Sex haben zu wollen ist etwas ganz anderes, als sich eine Frau über Jahre hinweg an meiner Seite vorzustellen.
Sinn oder Unsinn, moralische Betrachtungen etc erwartet von mir niemand, der mich eine Viertelstunde kennt.
Das Problem ist eher folgendes:
Es gibt wohl einige Frauen, die sich im Bett verlieben. Auch wenn sie dies gar nicht wollen. Das habe ich übrigens von einer Frau, die selber nicht wenige sexuelle Kontakte zu Männern hat.
 
  • #53
Auch ich bin eine dieser Frauen, die möchte, dass man nach spätestens zwei gemeinsamen Nächten auch fest zusammen ist.

Ich glaube nicht, dass man Sex überhaupt "testen" muss - man merkt auch beim Küssen und Kuscheln (wenn nicht sogar schon vorher), ob es körperlich harmoniert - ich habe da noch niemals eine "Enttäuschung" erlebt. In Ausnahmefällen könnte ich mir vorstellen, dass einer von beiden nach der ersten Nacht die Notbremse ziehen möchte. Wenn das aber vonseiten des Mannes erst nach mehreren gemeinsamen Nächten passiert, ist es aus meiner Sicht schlicht Ausnutzen und auf diesen Mann wäre ich auch sauer.

Das oben geschriebene gilt natürlich nicht für Fälle, in denen beide von vorn herein nichts Ernstes wollen und das auch klar kommuniziert haben, oder einer ist verheiratet etc.
 
  • #54
ja da hast du meine volle Zustimmung. Nur ob es im Bett harmoniert weiss man zu 95 % auch vor dem ersten Sex. Es ist gerade zu geheuchelt, das man das "testen" muss. Sorry
Oder willst du mir sagen, dass du das anders siehst?
Was ist denn mit Küssen, Kuscheln ect.. sich Fantasien erzählen ? Ist das für dich schon Sex ( dann würde ich es ja noch verstehen), oder muss man wirklich den Akt an sich " testen"
sorry also rammeln ist doch immer das Gleiche egal wer es ist.
Ich finde es GAR nicht das Gleiche.
Vom Prinzip her schon, logisch, aber das Faszinierende IST doch, dass eine Sache, die vom Prinzip her doch immer ähnlich abläuft, sich mit dem einen Menschen ganz anders anfühlt als mit einem Anderen.
Beim einen Mann fühle ich wenig und beim nächsten bin ich emotional total überwältigt - und dabei muss man nicht unbedingt das halbe Kamasutra durchgetanzt haben.
Trotzdem haben es manche Männer besser drauf als andere... das fängt schon beim Küssen an. Ich finde auch, dass man insgesamt beim Sex kompatibel sein muss. Und jeder Mensch hat andere Vorlieben.
Trotzdem ist es natürlich nicht der Sex alleine, aber dass "rammeln immer das Gleiche" ist, muss ich doch deutlich dementieren.
Wobei ich auch Männer bevorzuge, die nicht "rammeln". :)
 
  • #55
Sex haben zu wollen ist etwas ganz anderes, als sich eine Frau über Jahre hinweg an meiner Seite vorzustellen.
Nun ja, über "Jahre hinweg" vielleicht nicht - aber immer mal geriet ich (und diese Erfahrung fand ich beim Lesen weiblicher Forumseinträge bestätigt) in diese "Falle": Sex geht für eine Frau einher mit einer - wie auch immer gearteten - Erwartung an Bindung - oder auch an Verbindlichkeit. Besonders, wenn er gut war und das, was vor dem Sex war, doch Gemeinsamkeiten und Gefallen offenbarte. Ich fand mich dann doch wieder darin, mir einzugestehen, dass ich nun etwas erwartete. Ich will es kleiner halten als das Wort "Verlieben" zu benutzen....aber die emotionale Beteiligung beim Sex ist wohl doch bei Frauen größer - im Allgemeinen. Und daraus resultiert viel Missverständnis und viel Leid - leider.
 
  • #56
Nun, ob es sexuell wirklich harmoniert, weiß man erst, wenn man die letzten 5+x % kennt. In der Theorie ist alles möglich.

Ich dachte früher auch anders, die Erfahrung belehrt einen Besseres .
Vielleicht hat es auch mit dem Alter (der Männer) zu tun, das Thema erektile Dysfunktion wird häufiger. Nicht als gelegentlich, das wäre kein Problem, sondern als Regelzustand.
Und leider spielen biologische Faktoren durchaus eine Rolle, alles ist nicht auszugleichen, unter einer gewissen Mindestgröße wird es einfach schwierig. Ob das auch eine Entwicklung ist, die dem Alter Ü45+ geschuldet ist?
Beides war noch vor einigen Jahren kaum ein Thema.

So, und was dann?
Als Frau, weil man selbst Ü45 ist, künftig auf Sex verzichten? Oder nur in moderater Form - bißchen Kuscheln, so einmal die Woche, und vielleicht noch 5 min Zugabe?
Ich stelle fest, dass da 2 Dinge passieren - Frau weiß endlich, was sie mag und will, mag und will auch - und Mann? Kann nicht mehr.
Ich hoffe mal, dass diese Erfahrungen eher Zufall waren.

Mir ist heute eine stimmige Sexualität zu wichtig, als dass ich nochmal bereit wäre, Abstriche zu machen.
Die gab es schon früher viel zu sehr.
Und ich brauche es, wie alles andere um das Thema körperliche Nähe um längerfristig Bindung / Gefühle zu entwickeln.

Und jetzt mit weniger Empathie - ich bin es leid, immer wieder Typen zu begegnen, wo es einfach nicht geht, sie es nicht realisieren können/ wollen und sich dann noch als Mr. Superlover titulieren... Grrrrr...
 
  • #57
Beim vermeintlich "Richtigen" kann bzw. soll es den meisten Frauen gar nicht schnell genug in Richtung Kiste gehen, auch oder besonders gerade dann wenn sie vorher noch etwas anderes behaupteten, bzw. zu suggerieren versuchten.
Ich finde den Ton der Frage schulmeisterlich, darum muss ich sagen, dass es mir widerstrebt, hier eine ehrliche Antwort zu geben. Über Schwierigkeiten und Fehler zu berichten, bedürfte eines freundlicheren, wertfreieren Klimas.
Allgemein kann ich sagen, dass ich mich nicht ausgenutzt fühlen würde, wenn ein Mann "nur" Sex von mir wollte. Was es schmerzhaft macht, ist wenn der Mann sich einer romantischen Rhetorik bedient, um zu diesem Punkt zu gelangen und das Sexuelle hochstilisiert als leidenschaftlicher Beginn von etwas, das er ganz bald abzuklemmen versteht. Der typisch ent-täuschende Mann verführt nicht einfach mit Sex-Appeal, sondern fährt ziemliche emotionale Geschütze auf. Es ist schwer, im Nachhinein etwas beweisen zu wollen an Täuschung, sind ja alles Grauzonen gegenseitiger Hoffnungen und Wünsche.
Ich kenne einfach Männer, die ganz viele Beziehungen "anbahnen" und immer so nach 1,2 Monaten voller Wochenenden mit intensivem Sex der Frau sagen "irgendwie reichen meine Gefühle nicht" und zur nächsten schwirren. Wenn einem Mann das ein paar Mal passiert, okay. Wenn es aber zur Serie wird und er sich schon an die traurigen Schlussgespräche gewöhnt, diese auch gern in Kauf nimmt, geht es fliessend über in etwas Kalkuliertes und das ist eben ausnützen des anderen. Ich glaube allerdings, den Notorischsten ist die Hälfte ihrer Beweggründe gar nicht bewusst, sie sagen sich selbst auch, dass sie ja nur auf der Suche nach einer echten Beziehung wären und man müsse dem Ganzen eine Chance geben und leider hätt's halt nicht gepasst, wieder einmal. Insofern ist es doppelt schwierig, die Enttäuschung der Frau als Teilresultat des eigenen Verhaltens anzuerkennen, man kann ja nix dafür, emotional "verkorkst" zu sein.
Kurz: Ehrlichkeit wäre wichtig, beginnend mit sich selbst.
 
  • #58
Beim vermeintlich "Richtigen" kann bzw. soll es den meisten Frauen gar nicht schnell genug in Richtung Kiste gehen, auch oder besonders gerade dann wenn sie vorher noch etwas anderes behaupteten, bzw. zu suggerieren versuchten.
Ja, das kann ich aus eigener Erfahrung voll und ganz unterschreiben: von einem gewissen Alter an (oder auch bei Problemen mit dem Selbstwertgefühl) will eine Frau sicher sein, daß der Mann sie körperlich begehrt. Und es gibt eben nur diesen einen Weg, es definitiv herauszufinden. Die nagende Ungewißheit scheint hier wesentlich stärker zu sein als der Anspruch, sich nicht zu früh auf Intimitäten einzulassen.
 
  • #59
Du interpretierst ihre verhalten. Du vermutest. Du fantasierst. Du denkst, sie hielt dich für gebunden.

Ihr habt beide Spiele miteinander gespielt. Warum in aller Welt hätte sie fragen müssen? Warum kannst Du als intelligenter Mann nicht pro-aktiv die Situation erklären? Duu warst doch eigentlich in Erklärungsnot für die seltsame Situation!

Ihr habt Euch beide mit Eurem falsch verstandenem Stolz/Würde-Gedenke und dem wer-muss-fragen-wer-muss-aktiv-werden im Wege gestanden. Dumm gelaufen.

Mein Rat: Wenn Du in Zukunft Situationen hast, die für jemand anderen missverständlich sein könnten, dann erkläre die Situaiton einfach von Dir aus ehrlich, wahrhaftig und gerade heraus. Ganz egal ob im Beruf, Freundeskreis oder sonstwo. Einfach direkt und gerade heraus und keine Psychospielchen spielen.