• #1

Missverständnisse in Beziehungsanbahnungen

Tagtäglich liest man davon, dass Frauen sich nach einer gescheiterten Beziehungsanbahnung ausgenutzt fühlen. Manche von ihnen fangen an Groll gegen die Männerwelt zu hegen, andere nehmen es gelassener (diejenigen die daraus zu lernen scheinen). Gleichzeitig scheinen diese (traurigen) Fälle ein gemeinsames Muster zu haben: meistens scheint es an der allgemeinen Kommunikation zu hapern, man war recht früh intim miteinander, hat vorher gar nicht, oder nicht konkret über eine mögliche gemeinsame Zukunft gesprochen, und (wahrscheinlich?) zu viel hineininterpretiert, und die (eigenen) Gefühle waren oft (eigentlich) auch nicht stark genug.

Meine persönliche Erfahrung deckt sich mit diesen (wahrgenommenen) Verhaltensmustern bei (potentiellen) Partnerinnen, ebenso wie ich es auch im Freundes und Bekanntenkreis schon einige Male mitbekommen habe; Beim vermeintlich "Richtigen" kann bzw. soll es den meisten Frauen gar nicht schnell genug in Richtung Kiste gehen, auch oder besonders gerade dann wenn sie vorher noch etwas anderes behaupteten, bzw. zu suggerieren versuchten.

Da ich stets die offene Kommunikation bevorzuge, hat es da bei mir bisher kein großes Drama gegeben, allerdings kann ich gut verstehen dass die Verletzung bei demjenigen umso größer werden kann, je intimer man auch körperlich miteinander war. Dann aber wäre interessant zu wissen, wie man sich so sehr hineinsteigern kann dass man aus allen Wolken fällt, und den Mann für alles verantwortlich macht, wenn man sich hinterher nicht in der (weshalb auch immer) sicher geglaubten Beziehung wiederfindet.

Wie bewertet ihr das Thema grundsätzlich? Habt ihr ähnliche Feststellungen gemacht, oder meint ihr es sind wirklich (meistens) die Männer, die den Frauen das blaue vom Himmel vorlügen und schauspielern? Ich kann das ehrlich gesagt nicht so recht glauben.
 
  • #2
Wie bewertet ihr das Thema grundsätzlich? Habt ihr ähnliche Feststellungen gemacht, oder meint ihr es sind wirklich (meistens) die Männer, die den Frauen das blaue vom Himmel vorlügen und schauspielern? Ich kann das ehrlich gesagt nicht so recht glauben.
Das einzig wirklich Wahre ist: es gibt keine Wahrheit, nur Wahrnehmung. Es gibt keine allgemeingültigen Aussagen über diese Thematik, es gibt nicht einmal Statistiken.
Zu dem Thema kann ich dir Paul Watzlawik sehr empfehlen.
Es hilft aber nicht, verzweifelt im Leben nach allgemeingültigen Richtlinien zu suchen. Es ersetzt nicht, die Aufgabe anzunehmen, dein Leben selbst zu definieren, deine eigenen Werte zu leben. Alles andere ist ein fremdes Leben annehmen. Das rächt sich irgendwann, wenn man den Schritt zur Selbstwerdung, zur Menschwerdung versäumt hat.
Irgendwann mußt du den Schritt von deiner "ich will alles definiert und klar aufgebaut haben bevor ich mich auf andere Menschen und das Leben an sich einlasse" aufgeben, sonst ist es eines Tages zu spät. Dann erkennst du, was du versäumt hast.
Einfach nur schade.
Nicht denken, sondern leben. Trifft nicht auf alle zu, aber auf dich 100%.
 
  • #3
Also so ganz kann ich Deine Frage nicht verstehen?
Denke aber, dass du fragen willst, wieso Frauen verletzt oder beleidigt reagieren, wenn man(n) nach einer Affäre oder eben relativ schnellem Sex keine feste Beziehung will.... Männer sind da übrigens genauso verletzt, wenn es andersrum läuft... ;-)

Ich muss ja für mich sagen, dass ich gar keinen Sex haben will, wenn ich eine Beziehung ausschließe.
Und da ist es ganz egal, wann der Sex nun stattfindet... manchmal geht eine Beziehungsanbahnung langsam...kann sogar Monate dauernd und manchmal ist man ab dem ersten Zusammentreffen ein Paar - habe alles schon erlebt und auch in meinem Bekanntenkreis gesehen.

Ich finde, dass man nicht miteinander ins Bett sollte, wenn man weiß, dass es keine Beziehung werden kann - oder es muss klar vorher kommuniziert werden. Für mich wäre Sex dann aber sinnbefreit. Am Abend noch Leidenschaft und am nächsten tag so tun als wäre nichts passiert, obwohl man völlig hormonüberflutet ist!?
Männer wollen aber oft trotzdem den Sex mitnehmen und tun dann wahnsinnig überrascht, wenn eine Frau doch tatsächlich so ein Naivchen ist, dass sie nach mehreren wunderschönen Nächten davon ausgeht, dass es mehr werden könnte ... hahaha... wie dumm von ihr.... ich muss sagen, dass ich es schon schade finde, dass es heute oft so läuft.

Mir selber ist es ja auch schon passiert, dass ich nach 2-3 Monaten plötzlich bemerkt habe, dass es für mich doch nicht das Wahre ist und ich denke, dass die Männer sich dann auch nicht gut gefühlt haben, wenn ich es beendet habe.

Aber im Gegensatz zu Frauen denken Männer oft in der ersten Phase wenig nach und machen einfach... und während Frauen sich schon in einer beginnenden Beziehung wähnen, sind viele Männer immer noch im "es ist nur Sex-Modus"...

Ich fände es schön, wenn Männer wie auch Frauen aufhören würden, sich und anderen vorzuspielen, dass ja Sex keine Bedeutung hätte - die hat SEX IMMER! Für den einen mehr und für den anderen weniger, aber bedeutungslos ist es nie. Und es hat auch immer Konsequenzen - meistens verliebt sich einer... und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht immer nur die Frau ist. Nach dem Sex ist man verletzlich.

Ich fände es schön, wenn beide sich erst die Zeit für ein echtes Kennenlernen nehmen würden - so wie es früher oft üblich war -und man dann Sex hat.
 
  • #4
Guten Morgen lieber FS,

ein interessantes Thema, Danke dafür.

Es sind nicht nur die Männer, die das Beste von sich geben, (möchte nicht gleich von Lügen sprechen), sondern auch die Frauen nehmen sich da nichts. Der- oder Diejenige, der/die verlassen wird, ist immer das arme Opfer. Für mich gehören aber immer zwei dazu, die auf irgendeine Art und Weise etwas versäumt haben.
Mir scheint, dass die Kommunikation, so wie sie eigentlich zwischen zwei Menschen stattfinden sollte, völlig fehlt, oder sich nur auf Äußerlichkeiten reduziert. Für mich ist das Erfassen des Gedankengutes eines Menschen enorm wichtig und ausschlaggebend für das Gelingen einer guten und stabilen Beziehung inklusive gute sexuelle Kommunikation. Zu Beginn eines Kennenlernens gibt man nur das Beste von sich preis und man versäumt es nachzuhaken und sich zu interessieren. Verschweigt vieles, aus Angst jemanden zu verlieren und traut sich nicht offen über seine Belange und Bedürfnisse zu sprechen. Und dann ist da ja noch der Zeitdruck und das mangelnde Interesse und die vielen Optionen, die es nicht mehr erlauben sich auf etwas zu konzentrieren.Man möchte nicht mehr mit dem Alltagsgesicht eines Menschen konfrontiert werden und umgeht diesem geschickt und zelebriert Ausweichmannöver, die letztendlich nur dazu führen, dass Vertrauen gar nicht wachsen kann und sich schichtweise ein schales Gefühl einschleicht mit Verlust der Gefühle für einander. Wenn dann plötzlich ein paar Leichen, die jeder im Keller hat, auftauchen, dann gibt es das ganz große Theater und man fühlt sich verraten.
Ich bin immer wieder sprachlos über die mangelnde Kommunikation in unserer Gesellschaft, die in abgekürzter Form nur noch per Whatsveräppelung oder per Mail stattfindet. Kommunikation to go nenne ich das, weil man sich heute ja auch nicht einmal mehr anschaut, wenn man miteinander kurze Sätze austauscht und alles im Schnelldurchlauf und nebenbei erledigt.
Ich kann nur immer wieder sagen, Augen und Ohren auf, im Kopf gut gekoppelte Gehirnhälften und ein offenes Herz. Das bewahrt vor vielen unnötigen Entäuschungen.
 
  • #5
Mir ist es in jungen Jahren auch zweimal passiert, dass der jeweilige Mann mich nach einigen Wochen der Beziehungsanbahnung und erstem Sex nach ebendiesem verlassen hat und ja, das tat weh und zwar besonders, weil ich mit ihm geschlafen hatte.
Ich fühlte mich benutzt und weggeworfen.
Aber ich gebe dir recht, in beiden Fällen hatte der Mann vorher keine Worte wie 'du bist meine Freundin', 'wir sind ein Paar und dies hier ist meine Mutter' oder ' ich liebe dich und will eine Familie mit dir gründen' geäußert.
So gesehen war ich wohl selbst schuld, dass ich annahm, wir seien zusammen.

Ich hatte auch Beziehungsanbahnungen, die ich beendet habe und kann sagen, dass einige Männer genauso gelitten haben, wie du es nur von Frauen annimmst.
Ich denke nicht, dass es hier geschlechtsspezifische Unterschiede gibt, nur individuelle.

Ok, einen Unterschied sehe ich ( oder nehme an, dass es ihn gibt ):
Wenn ein Mann nach dem ersten Sex verlassen wird, ist er traurig und verletzt und sagt sich 'aber immerhin gab es Sex'.
Wenn eine Frau nach dem ersten Sex verlassen wird, ist sie traurig und verletzt und sagt sich 'Mist, und flachgelegt hat er mich auch noch'.

w 48
 
  • #6
Wie bewertet ihr das Thema grundsätzlich? Habt ihr ähnliche Feststellungen gemacht, oder meint ihr es sind wirklich (meistens) die Männer, die den Frauen das blaue vom Himmel vorlügen und schauspielern? Ich kann das ehrlich gesagt nicht so recht glauben.
Man kann das Thema vielfältig bewerten, denn es gibt so viele Konstellationen, die an der Oberfläche gleich aussehen, aber unterschiedliche Grundlagen haben, dass sich eine mehrteilige Buchreihe darüber schreiben lässt.

- Männer lügen unfassbar dreist und haben nicht den geringsten Anstand, wenn sie kostenlosen Sex wollen
- Frauen lügen genauso dreist, wenn sie einen für sie attraktiven Mann/seine Ressourcen wollen
- Bedürftige Frauen begehren wahllos Männer, Hauptsache, sie haben einen und springen sofort mit jedem in die kiste, in der Hoffnung das eine Lebensbeziehung draus wird
- einer von beiden kann nicht kommunizieren und versteht nicht, was grad läuft
- beide können nicht kommunizieren und verstehen nicht, was zwischen ihnen läuft
- über die Dauer erkennt einer von beiden, dass er sich geirrt hat und dass es keine Beziehung werden kann. Aus Sicht des anderen, kann das unschön aussehen, erst recht im Zusammenhang mit Kommunikationsproblemen
- usw., endlose Varianten unter der gleich aussehenden Oberfläche

Wichtig ist, sich selber, seine Wünsche und Motivationen zu kennen, Eigenverantwortung zu übernehmen sowie eine persönliche Unabhängigkeit zu entwickeln, aus Erfahrungen zu lernen, ein kritischer, distanzierter Beobachter im Leben zu sein und danach konsequent zu leben.

Wenn man mit anderen Menschen in Kontakt kommt, dann hilft nichts mehr als Lebenserfahrung und auch ein gewisses Maß an Sachlichkeit und innerem Abstand. Zum gewinnen von Lebenserfahrungen ist es unerlässlich, auch mal Fehler zu machen und dafür die Verantwortung zu übernehmen.
Noch wichtiger ist, daraus für die Zukunft zu lernen, denn dann macht man den gleichen Fehler nicht mehrfach und ein paar andere überhaupt nicht, weil man hinguckt und nachdenkt, bevor man handelt.
 
  • #7
...
Ich fühlte mich benutzt und weggeworfen.
Aber ich gebe dir recht, in beiden Fällen hatte der Mann vorher keine Worte wie 'du bist meine Freundin', 'wir sind ein Paar und dies hier ist meine Mutter' oder ' ich liebe dich und will eine Familie mit dir gründen' geäußert.
So gesehen war ich wohl selbst schuld, dass ich annahm, wir seien zusammen.

w 48
Wieso bist du deswegen selbst schuld... du bist in jungen Jahren gar nicht davon ausgegangen, dass der Mann, der dich ja angeblich begehrt und mit dem du wunderschöne Tage und Nächte verbringst, plötzlich wieder abspringt...
Die Frage ist doch eher, WER hier den fehler begangen hat?
Du, die du Sex mit einem Mann hattest, von welchen Du dachtest, er sie genau wie du an einer festen Beziehung interessiert oder er, weil er nicht klar gesagt hat, dass mehr als Sex nicht drin ist.

Ich finde es irgendwie schade, dass man gleich als dumm und naiv abgestempelt wird, nur weil man von anderen Voraussetzungen ausgegangen ist. Eigentlich sollte es klar sein, dass man Beziehungsabsichten hat, wenn man Tage udn Nächte miteinander verbringt, tagelang Nachrichten verschickt und ständig Kontakt miteinander hat...
mich hat es sehr verwirrt, als ich herausgefunden habe, dass das alles so gar nichts zu bedeuten haben soll....
inzwischen mit 40 weiß ich, dass man selbst etwas vorsichtiger sein sollte und auch selber fairererweise erst mal wissen sollte, was man eigentlich will, ehe man sich in eine Affäre stürzt, die zu nichts führen wird...

Aber in jungen Jahren (und wenn ich ganz ehrlich bin auch noch heute) bin ich davon ausgegangen, dass man nicht mehrfach Sex hat und romantische Nächte verbringen kann und dann bedeutet das alles plötzlich nichts mehr...
Allerdings war ich auch schon in der anderen Situation... und Männer leiden genauso, wenn sie eine Beziehung wollen und ich merkte, dass es für mich doch nicht passt... manche haben das nach über einem Jahr noch nicht verwunden...

Deswegen versuche ich, wie gesagt vorsichtiger zu sein... für mich und andere... aber das nimmt auch viel Leidenschaft und Spontaneität.

Mir wäre es lieber, wenn es angeblich bedeutungslosen Sex nicht gäbe :)
 
  • #8
Hallo Heiko,

Erstmal glaube ich, das das sowohl ein Frauen als auch ein Männer Thema ist. Und eine ziemlich komplexe Frage.

Natürlich gibt es die geschickten LügnerInnen, SchauspielerInnen, denke aber mal, dass das glücklicherweise die Minderheit ist.

Ich glaube für mich, dass die Ent-Täuschung um so größer ist, je mehr ich mich vorher selbst getäuscht habe.
Über mich selbst, meine Wünsche, Gefühle, Bedürfnisse.
Selbsttäuschung über die generellen Motive, die gefühlte Dringlichkeit der Partnersuche, evtl. einer gewissen Bedürftigkeit.
Da ist das Tor offen für Interpretationen, Projektionen, und leider auch für Handlungen, die man vermeintlich den anderen zu liebe tut, aber gegen das eigene Bedürfnis geht, die eigenen Grenzen überschreitet.
Gerade Sexualität ist das Beispiel - man will den anderen nicht verlieren, aber im Endeffekt, wenn man es nur dem anderen zuliebe tut, ist das der Anfang vom Ende.

Ich für mich bin inzwischen soweit, dass ich ganz und gar für mich entscheide, wann ich mich wie weit einlasse, was ich geben mag, usw. - wie es sich stimmig anfühlt im Moment und ohne Erwartungen. Mein Bauchgefühl ist inzwischen ganz vertrauenswürdig.
Der Ausblick in die Zukunft nur in Hinsicht darauf, ob ich mein Handeln auch morgen in Ordnung finden würde, ich wirklich zu mir stehen kann.
Ich wünsche mir auch eine längerfristige Partnerschaft, mag mich gerne entsprechend einbringen und meinen Beitrag leisten - ehrliche und offene Kommunikation ist dafür unerlässlich. Aber - es ist vor allem erst mal der Moment, das Jetzt, das zählt.

Und ich muss akzeptieren, dass der andere sein eigenes Tempo hat, seine eigene Wahrnehmung, etc. Darüber kann / sollte man kommunizieren.
Nur die Verantwortung für seine Täuschungen übernehme ich nicht, ich versuche nur achtsam mit dem anderen umzugehen.

Klingt wahrscheinlich ziemlich kompliziert, real ist es so, dass ich versuche, ganz und gar bei mir zu bleiben, so offen und entspannt wie möglich an Beziehungen heran zu gehen, und offen dafür, wie es sich entwickelt.
Und natürlich mit Inkaufnahme, dass es sich anders entwickelt als gewünscht, was dann durchaus Trauer / Schmerz auslöst, das darf dann auch sein.
Nur wenn es dann schöne Erinnerungen gibt, hat es sich doch gelohnt?!

Aber das ist jetzt eben meine Sicht, jede/r ist da sicherlich anders.
Eine allgemein gültige Antwort wirst Du nicht bekommen.
 
R

rosenmann

  • #9
Wenn ehrlich kommuniziert wird, ist der Rest zu vernachlässigen, es gehört zum Leben dazu.

Sprich, wenn ich zu einer Frau sage (ist mir selber so passiert), dass ich bald aus diesem Ort weit weg ziehe und es deshalb zwischen uns nichts Festes wird, wir dann ein paar mal Sex haben und es anschließend ein Riesendrama gibt, sie nicht mehr mit mir redet und und und... Dann ist das ihr Problem. Es gab eine klare Ansage und sie hat sich wohl versucht die Realität zu verbiegen, nach dem Motto, bestimmt wird es dann doch was mit ihm und mir.

Genau so passiert es öfter mal und natürlich ist beim Kaffeeklatsch in der Mädelsrunde dann der Mann der Böse.

Ich selbst sage dabei immer, wie ich es auch meine. Gleichwohl habe ich nichts gegen relativ frühen Sex und wenn es dann eben doch nicht passt für was Längeres, was sich dann erst später zeigt, dann ist das halt so. Wer lieben will, muss leiden, manchmal jedenfalls. Wer Verletzungen von vornerein ausschließen möchte aus Angst, hat aufgehört richtig zu leben.
 
  • #10
Der große Fehler vieler Frauen ist, dass sie hoffen, den Mann durch Sex binden bzw. Verliebtheitsgefühle bei ihm auslösen zu können. Nur dass die Männer häufig in erster Linie den kostenlosen Sex genießen und die Sache monatelang weiterlaufen lassen, während die Frau schon längst verliebt ist und auf mehr hofft. Er sieht in ihr aber nur das Betthäschen, das er ganz sicher nicht zur festen Partnerin machen möchte.
Ich verstehe sowieso nicht, warum so viele Frauen nach drei, vier Treffen gleich mit dem Mann ins Bett springen. Wie gut kennt man sich nach so kurzer Zeit? Und dann gleich das Intimste offenbaren! Und hinterher folgt dann der Katzenjammer.
 
A

Arcturus

  • #11
Ich verstehe sowieso nicht, warum so viele Frauen nach drei, vier Treffen gleich mit dem Mann ins Bett springen. Wie gut kennt man sich nach so kurzer Zeit? Und dann gleich das Intimste offenbaren! Und hinterher folgt dann der Katzenjammer.
Hmmmm....

Das liest sich so, als ob Sex bzw. die Zustimmung dazu eine Währung der Frau sei, mit der eine Beziehung bezahlt würde.
D.h. Sex von Seiten der Frau erst, wenn ihre Bedingung einer Beziehung erfüllt ist. Sex demnach weder (oder nur in Ansätzen) etwas mit Lust noch mit Begehren (einer Frau) zu tun.
Vielmehr ist Sex nach Deiner Aussage allerhöchstens ein Geschenk, daß eine Frau einem Mann (und nicht sich selbst) macht, meist aber ein Vorschuß....?
Soso...

Nehmen wir mal an, diese Frauen machen das, weil es in ihrem Gefühl gut und richtig ist. Stimmt dann mit den Gefühlen dieser Frauen etwas nicht?

Oder nehmen wir mal entsprechend Deines Postulates an, die Frauen machen das als Anzahlung auf eine zukünftige Beziehung. Ist es also das, was Frauen in körperlicher Nähe sehen - ein geschäftlicher Vorgang?

Wenn also demnächst mal wieder eine Frau mit mir Sex hat (nach dem dritten Treffen) heißt das dann nicht, daß sie mich gern hat, sondern ist das die körperlich ausgedrückte und vorweggenommene Transaktion auf eine Beziehung? Gut das zu wissen....... Sex aus Berechnung.

Und wie ist das mit Sex in der Beziehung? Keine Zuneigung, kein Begehren, keine Liebe sondern Erhalt der Beziehung durch "Zahlungsbereitschaft" mit der Währung Sex?

Hey, wieder etwas dazugelernt.

Und der "Katzenjammer" aus Deiner Antwort ist also jetzt so zu verstehen, daß sich die jammernden Frauen an der "Beziehungsbörse" sozusagen verspekuliert haben und darob klagen?

Aber ja, ich habe sie schon erlebt, die Frauen, die sagen: "Ich bin sooft mit ihm ins Bett gegangen und was ist der Dank dafür?"
Echt gruselig.
Meide ich.
Frauen, die Sex aus Berechnung haben - nichts wie weg.
 
  • #12
Frauen, die Sex aus Berechnung haben - nichts wie weg.
Vielleicht ist es nicht Berechnung, sondern eher das unausgesprochene Einverständnis für eine Beziehung!?
Wenn man sich mag und Sex miteinander hat, dann ist es doch nur natürlich, dass sich dann zumindest der Beziehungsversuch daraus ergibt. Und dass sich eine Frau dann vor den Kopf gestoßen fühlt, wenn ein Mann dann sagt, dass er nicht mehr will, ist doch auch klar.

Und auch wenn man vorher ganz klar abgesprochen hat, dass es NUR SEX sein sollte, ist es doch ganz oft so, dass einer von beiden sich irgendwann verliebt - nicht beim ersten Mal, aber beim 3., 4., 5. Mal vielleicht dann doch, denn wenn es gut und schön war, will man es ja wieder und wenn man es immer wieder macht, dann verändert man sich doch und die Beziehung zueinander auch. Und es ist nicht jedes Mal die Frau, die sich verliebt, es passiert genauso Männern.

Deswegen klappt das eben nicht mit dem mehrfachen unverbindlichen Sex!
One Night Stand vielleicht, aber alles andere wird irgendwann kompliziert, weil einer von beiden zumindest Gefühle entwickelt.
Das hat dann nichts mit Katzenjammer zu tun und auch nichts mit Berechnung.

Sobald man Sex mit jemandem hat, trägt man auch eine gewisse emotionale Verantwortung für diesen Menschen - egal was man abgesprochen hat. Hat auch etwas mit Respekt zu tun und die meisten lügen sich doch in die Tasche, wenn sie sagen, dass Sex ganz unkompliziert sein kann.... Wenn es toll ist und mehrfach stattfindet, ist es nie locker und unkompliziert.

Einer will immer mehr... und der Andere leidet....
deswegen bin ich gegen "was Lockeres" - weil einer von beiden es nicht gebacken bekommt ,locker zu bleiben....
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Habt ihr ähnliche Feststellungen gemacht, oder meint ihr es sind wirklich (meistens) die Männer, die den Frauen das blaue vom Himmel vorlügen und schauspielern?
Ich bin so einem Schauspieler auf den Leim gegangen in meinem ersten Beziehungsversuch. Es ist mangelnde Lebenserfahrung, ich war damals 20. Und ich habe 5 Jahre gebraucht, um meinen eigenen Schuldanteil daran zu sehen.
Es ging bei mir gar nicht darum, dass ich zu schnell Sex hatte und mich dann ausgenutzt fühlte. Es war die generelle Täuschung und meine Gutgläubigkeit, dass ich darauf reingefallen bin, weil ich so nicht rangehen würde an Beziehungen. Das Schlimme war, dass ich so verarscht wurde und das nicht durchschauen konnte. Und natürlich, dass jemand mich einfach so "losließ", der mir von Liebe gefaselt hatte. Es liegt daran, dass man nicht weiß, wie das aussieht, wenn es wirklich Liebe ist. Man glaubt dem geschriebenen/gesprochenen Wort mehr als den Taten und lässt sich von Täuschungen einwickeln, wenn man sich nicht sicher ist, wie Liebe sich anfühlt.

Ich denke, es ist normal, erstmal rumzuschreien, der andere sei schuld. Das machen doch alle. Ist auch einfacher, einem anderen die Schuld zu geben, als sich selbst. Ich finde das ganz angenehm, erstmal bei mir zu suchen, weil mir das Handlungsspielraum gibt, während das andere "ich bin ein Opfer" ruft. Will ich nicht sein, komme ich auch nicht mit klar, wenn ich es wirklich bin (hatte ich beruflich, dass Leute ihre Macht ausgelebt haben in schlechtester Weise und weil ich mein Ziel erreichen wollte, musste ich da durch).

Dann aber wäre interessant zu wissen, wie man sich so sehr hineinsteigern kann dass man aus allen Wolken fällt, und den Mann für alles verantwortlich macht, wenn man sich hinterher nicht in der (weshalb auch immer) sicher geglaubten Beziehung wiederfindet.
Es ist für mich unsinnig, andere Menschen zu BEWERTEN (nicht: zu erklären) in ihren Reaktionen. Du weißt doch nicht, wie es in ihnen aussieht. Es lehrt Dich auch nix, wenn Du so rangehst, dass Du es als "reinsteigern" negativ ansiehst. Und kann man Menschen vorwerfen, naiv zu sein? Oder keine Lebenserkenntnisse aus dem, was ihm passiert, zu ziehen? Ich sehe das nicht so, weil jeder anders tickt und was anderes aus der Kindheit mitgekriegt hat. Und weil niemand gern leidet, und deswegen das Reinsteigern und anderen die Schuld geben auch nicht schön und hilfreich ist für diese Menschen.
 
  • #14
Wie bewertet ihr das Thema grundsätzlich? Habt ihr ähnliche Feststellungen gemacht, oder meint ihr es sind wirklich (meistens) die Männer, die den Frauen das blaue vom Himmel vorlügen und schauspielern?.
Es sind immer "Menschen", die sich so verhalten. Du findest darunter sicher genauso viele Frauen wie Männer die so handeln . Der Kontext mag unterschiedlich sein, aber auch Frauen hängen Männern Kinder an, sie betrügen ebenso wie Männer, gehen fremd und lügen genauso. Wenn Du hier mitliest, stellst Du das immer wieder fest. Dass Du als Mann noch nie eine Frau erlebt hast, die schauspielert oder irgendwelche Geschichten erzählt, um zum Ziel zu kommen, kann ich kaum glauben.
Umgekehrt erleben Frauen natürlich auch kaum Frauen, die sich so verhalten, Frauen kommunizieren so ein Fehlverhalten von Männern eher und so wird wohl mehr über Männer berichtet, die sich fehlverhalten. Dass sich die Geschlechter da wirklich unterscheiden glaube ich nicht, dass Pauschalurteile weiterhelfen ebenso wenig.
 
W

wahlmünchner

  • #15
es gibt Männer (sicher auch Frauen, doch davon kenne ich keine) die jeder Frau, die ihnen gefällt sagen was sie (angeblich) suchen.
Eine Beziehung für immer, die Eine, die Mutter ihrer Kinder.
Doch leider , leider..bisher waren alle Frauen nicht die richtigen Partnerinnen, zu lieblos, zu karierreorientiert, zu sehr aufs Geld fixiert, nicht ehrenhaft genug usw.....
Tatsache ist: solche Männer suchen mit Nachdruck und sind ständig und immer am Daten (gerne auch mit Sex). Tatsächlich kenne ich nun 4 Männer, die das so machen, sie glauben auch daran, dass sie das ernst meinen..und doch:
nichts als verbrannte Erde, keine Partnerschaft in Zeiträumen von 10 Jahren! Dafür immer wieder Beziehungsanbahnung, Sex, Next..
Für mich sind diese Männer psychisch nicht mehr ganz gesund. Da stimmt ganz gewaltig was nicht und ja: besser man hat nicht mit ihnen geschlafen, denn sie sind gefährlich für Körper und Seele (man denke nur an die ganzen Geschlechtskrankheiten)
Ich habe selbst 3 von ihnen gedatet ohne mit ihnen zu schlafen (was natürlich dann gleich so ausgelegt wurde als wäre es nur daran gescheitert..ja, schade schade..denn sonst wäre ich ja sicher die
Richtige gewesen. Nein allein um diesen Männern zu entgehen ist es sinnvoll nicht mit jedem Probezufahren, der das unbedingt möchte.
Es gibt so viele Vorstufen zu Sex in denen man die Kompatibilität testen kann, es besteht keine Notwendigkeit die sexuelle Passung zu überprüfen bevor man zusammen ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
W

wahlmünchner

  • #16
Nehmen wir mal an, diese Frauen machen das, weil es in ihrem Gefühl gut und richtig ist. Stimmt dann mit den Gefühlen dieser Frauen etwas nicht?
nehmen wir dann mal an, einer Frau bricht es das Herz wenn sie mit einem Mann geschlafen hat und dieser sich abwendet: Stimmt dann was mit ihren Gefühlen nicht?
Wieso ist es für Männer so schwer zu begreifen, dass der kurze Spass von Sex mit massivem wochenlangen Liebeskummer gezahlt wird, wenn der Mann sich danach vom Acker macht? Warum: weil sich Frauen gerne beim Sex verlieben oder schon davor verliebt sind.
Mal abgesehen davon: Nein eine Frau hat nicht immer einen Orgasmus, nein viele Frauen sind beim Sex altruistisch und nehmen sich nicht was ihnen passt... Und wenn sie das tun, kannst wissen, das es Männern teilweise nicht gefällt was beim Sex passiert.
3 meiner Freundinnen haben ihren Liebhabern ( reine Sexabenteuer) mal das Zepter aus der Hand genommen, da war es den Männern gar nicht mehr so nach Sex, wenn es nicht ihr Tempo, ihr Spiel war.
Guter Sex ist viel komplizierter als Porno, eine Frau tatsächlich zu befriedigen viel komplexer als viele Männer denken. Und ja:
leider ist es die Sympathie für den Mann, die mittelmässigen Sex toll werden lässt, nicht der Sex selbst.
Wenn der Mann dann auch noch denkt man soll für den Sex dankbar sein: ÄH nein!
Ich habe mal eine Kurzbeziehung zu einem Mann gehabt und den Sex einfach mal nach meinem Orgasmus beendet mit freundlichem Lächeln. Tja mein lieber, so ging es mir schon öfters, fühlt sich doof an. Glaube mir. Ich habe daraus gelernt. Für mich nur Sex in Beziehungen, kein Sex in der Anbahnung nicht aus Boshaftigkeit sondern aus reinem Selbstschutz. In der Beziehung gerne viel und häufig Sex, nicht als Währung, sondern aus Liebe, Spass, Genuss
 
  • #17
D.h. Sex von Seiten der Frau erst, wenn ihre Bedingung einer Beziehung erfüllt ist. Sex demnach weder (oder nur in Ansätzen) etwas mit Lust noch mit Begehren (einer Frau) zu tun.
....... Sex aus Berechnung.
Obwohl wir das hier schon oft hatten, du auch regelmäßig mitliest und ich mich auch schon zu exakt dieser Sichtweise geäußert habe, möchte ich es doch noch mal, versprochen: ganz kurz, versuchen, dir zu erklären, weil ich glaube zu merken, dass bei dir viel an Verletzung und Bitterkeit vorhanden ist, was dieses Thema betrifft.
Vielleicht kann ich dir doch ein bißchen dieser Bitterkeit nehmen.

Menschen wollen Beziehungen, d.h. Liebe und Nähe. Frauen vielleicht etwas intensiver als Männer.
Menschen wollen Sex. Männer vielleicht etwas intensiver als Frauen.
Etwas mehr Frauen als Männer haben sehr gerne Sex, wenn sie den Partner lieben, ihm vertrauen und Sex vor allem dabei hilft, Nähe und Zärtlichkeit zu erleben.
Etwas mehr Männer als Frauen haben sehr gerne Sex, um Lust und Begehren zu erleben und sonst nichts.

Versuche, wenn du an die Frauen denkst, die du sicher konkret im Hinterkopf hast, wenn du solche Thesen wie oben aufstellst, anzunehmen, dass es solche waren, die dich sehr gern hatten UND deswegen eine Beziehung zu dir wollten.
Wenn dir diese Dinge nicht wichtig sind, findest du vielleicht Frauen, die auch auf pure-Sex stehen. Die mit dir nur ihre Lust erleben möchten und denen du als Mensch nichts bedeutest. Dann könnt ihr viel Spaß miteinander haben und alles ist gut.
Am besten sagst du das gleich zu Anfang in aller Deutlichkeit, denn daran werden nur einige wenige Gefallen finden und die anderen machen dir dann keine Probleme, wenn sie es von allein merken, was du möchtest.
Ich fürchte, es ist wie so oft, ein Mißverständnis.

Oha, ich wollte mich doch kurz fassen, das gehört nicht gerade zu meinen Stärken.
2. Versuch: du willst Sex, die Frauen wollen Nähe, das gibt Probleme. Also sage gleich zu Anfang, was du von ihnen willst, dann ist alles gut.

Viel Erfolg

w 48
 
  • #18
Das liest sich so, als ob Sex bzw. die Zustimmung dazu eine Währung der Frau sei, mit der eine Beziehung bezahlt würde.
Nein, damit ist gemeint, dass diese Frauen anders rangehen und nur Sex haben wollen/können, wenn sie Vertrauen haben können und sich gefühlsmäßig beim Sex öffnen wollen, dh. nicht nur körperliche Befriedigung. Berechnung ist das nicht, sondern die Frau kann nicht anders als Sex mit Geborgenheits-Sicherheits-Gefühlen zu verbinden. Allerdings gibt es auch berechnende, bloß Du scheinst das jeder Frau, die nicht einfach nur so Sex haben kann oder will, zu unterstellen.

Ich denke auch, dass hier manchmal greift, dass eine Frau, die schnell zu Sex bereit ist, allgemein immer noch abgewertet wird als nicht so partnerschaftstauglich, da nicht tugendhaft.
Ich hab mir nie Gedanken darum gemacht, weil ich nun auch nicht suche und unter der Prämisse, einen Partner finden zu müssen, Männer kennenlerne, die mich dann täuschen könnten. Wenn mir ein Mann begegnete, der mir als Partner gefällt, war das auch immer einer, der mehr wollte, also ne Beziehung. Bis auf den ersten, den ich schon beschrieben habe, aber da habe ich meinen Fehler ja gesehen. Und es lag nicht an Sex oder nicht-Sex.

Und wie ist das mit Sex in der Beziehung? Keine Zuneigung, kein Begehren, keine Liebe sondern Erhalt der Beziehung durch "Zahlungsbereitschaft" mit der Währung Sex?
Ja, da denke ich, dass das öfter passiert, dass die Frau eigentlich keine Lust hat, aber aus Mitgefühl, Beziehungserhalt oder "was soll's" Sex hat. Mich würde eine ehrliche Statistik interessieren. Ich bin schon geschockt, wieviele Frauen Orgasmen vortäuschen. Würde mir nicht im Traum einfallen. Wer weiß, wieviele Sex nur noch haben, weil sie Angst haben, dass der Mann fremdgeht.
 
  • #19
Ja, da denke ich, dass das öfter passiert, dass die Frau eigentlich keine Lust hat, aber aus Mitgefühl, Beziehungserhalt oder "was soll's" Sex hat. Mich würde eine ehrliche Statistik interessieren.
Ich kenne das auch umgekehrt. Kein Mensch ist eine Maschine, die "immer" Lust auf Sex hat. Wenn dann zwei Menschen aufeinandertreffen, wird es immer wieder mal passieren, dass einer will, der andere gerade nicht. Da wäre ich an einer ehrlichen Statistik auch interessiert, denn bei vielen Männern wird der Gedanke "ich muss immer können" auch eine Rolle spielen.
 
  • #20
Ja, da denke ich, dass das öfter passiert, dass die Frau eigentlich keine Lust hat, aber aus Mitgefühl, Beziehungserhalt oder "was soll's" Sex hat. Mich würde eine ehrliche Statistik interessieren.
Auja, das würde ich auch gerne wissen.
Ich war immer der Meinung, dass nahezu jede Frau schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht hat ( du hast einige mögliche Gründe genannt ) und es einige oft tun.

Da war mal ein Thread, in den das irgendwie reinpaßte und ich erzählte, dass ich bis ich 25 war, überhaupt nie einen Orgasmus hatte und daher immer gespielt habe.
Und ich nahm eben an, das was ich hier gerade sagte.
Da brach ein Sturm der Entrüstung los und nahezu alle Frauen hier sagten, ich solle nicht von mir auf andere schließen und sie hätten das ja noch nie gemacht.
Ok, ich nahm das zur Kenntnis, aber geglaubt habe ich es ehrlich gesagt nicht.

Nochmal zu Arcturus:
Ja, ich habe das gemacht und ja, dahinter stand eine bewußte Überlegung. Nämlich, dass ich den jeweiligen Mann lieb hatte und eine Beziehung zu ihm wollte. Und jeder darf wohl getrost davon ausgehen, dass eine Beziehung schnell endet, wenn es nie Sex gibt.
Ok, so gesehen war ich berechnend.
Finde ich jetzt aber nicht schlimm, nur das Wort ist ziemlich negativ besetzt.
Aber grundsätzlich tun wir doch den lieben langen Tag, egal in welchem Kontext Dinge, die wir mehr oder weniger nicht wirklich super finden, um gewisse Dinge zu ermöglichen.
Nur so können wir in einer sozialen Gemeinschaft überleben und auch Robinson allein auf einer Insel muß solche Dinge tun, um zu überleben.

Gut, ich bekenne mich also dazu, aus Berechnung Sex gehabt zu haben, um mit einem geliebten Mann eine Beziehung haben zu können.
Und ich bekenne mich dazu, meinem Freund ab und zu den Rücken zu kraulen, obwohl mir das völlig gleichgültig ist, weil ich ihn damit glücklich mache und weil er mich dann auch ein kleines bißchen lieber hat. Mann, wie berechnend !
Genauso, wie die allermeisten Männer ihren Blähungen eben NICHT freien Lauf lassen, obwohl sie das allein tun, weil sie die Beziehung zu der Frau ihres Herzens oder ihren Kollegen oder den Nachbarn nicht gefährden wollen.

w 48
 
  • #21
Einer will immer mehr... und der Andere leidet....
deswegen bin ich gegen "was Lockeres" - weil einer von beiden es nicht gebacken bekommt ,locker zu bleiben....
Demnach wäre im Umkehrschluss eine Beziehung bzw. das zusammenfinden von zwei Menschen also hauptsächlich durch mangelnde Gefühlskontrolle zu erklären? Ich bin eher der Meinung dass die anfängliche (hormonbedingte) Euphorie kein optimaler Geisteszustand ist um so eine Zukunftsentscheidung zu treffen. Die Impulsivität die hinter so einem Verhalten steht, führt oft auch in der Beziehung später zu vielen Problemen und Konflikten.

Gefühle im allgemeinen kontrollieren und sublimieren zu können, und sie nicht allzu ernst zu nehmen, ist für mich einer der Hauptindikatoren für Beziehungsfähigkeit. Dazu braucht es aber auch eine(n) hochentwickelte Seele/Geist.

Vielleicht haben das viele Männer, im Gegensatz zu (manchen) Frauen erkannt?
 
  • #22
Eigentlich sollte es klar sein, dass man Beziehungsabsichten hat, wenn man Tage udn Nächte miteinander verbringt, tagelang Nachrichten verschickt und ständig Kontakt miteinander hat...
Warum sollte das klar sein?
Ist es etwas , was man in der Schule lernt? Nein. Mit Sicherheit nicht.
Ist es etwas , was man von den Eltern lernt? Nein, nicht unbedingt (Darüber muss im Elternhaus nicht unbedingt gesprochen worden sein, außerdem gab und gibt es viele Fälle, in den ein oder beide Elterteile nicht vorhanden sind)

Ist es etwas, was man aus Erfahrung (mit dem anderen Geschlecht) lernt?
Ja sicherlich , aber diese Erfahrung muss man auch erstmal machen.

Ich find es immer wieder amüsant, was angeblich alles als Reife vorausgesetzt und erwartet wird, ohne dass klar ist, woher das Wissen daüber kommen soll...
 
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  • #23
Das liest sich so, als ob Sex bzw. die Zustimmung dazu eine Währung der Frau sei, mit der eine Beziehung bezahlt würde.
Ich glaube eher, dass ein bestimmter Frauentyp, der zu stark auf Mann als Lebensinhalt fixiert ist sich vom Mann in einer Beziehungsanbahnung Richtung zu frühem Sex unter Druck setzen lässt.
Du gehörst doch selber zu den Männern, die hier offensiv vertreten, dass sie beim daten aus der Kaltaquise heraus beim 3. Date mit der Frau im Bett landen müssen, sonst wird das nichts mehr, ihr ist Sex zu unwichtig.

D.h. Sex von Seiten der Frau erst, wenn ihre Bedingung einer Beziehung erfüllt ist.
Falsch verstanden. Sex erst, wenn klar ist, dass beide das gleiche Ziel des Kontakts haben (kann auch unverbindliche Affäre sein) und an dem Punkt sind, Sex miteinander haben zu wollen, d.h. nicht Druck oder Verlustängste antreiben.
Das wurde hier schon so oft geschrieben und erklärt und Du bist so ein Dauerposter und -leser, dass ich nur noch schlußfolgern kann: Du willst es nicht verstehen.
void hat alles dazu erklärt, auch zu Mitmach-Stressvermeidungs-Sex in Beziehungen, gegen den eine Frau irgendwann so aversiv wird, dass die Beziehung daran kaputt geht.

Die Ursache sind beiderseitige Kommunikationsprobleme:
- die Frau hat zu wenig Mumm zu sagen "für mich stimmt es noch nicht" und selbstbewusst dazu zu stehen, sich von Vorwürfen der Prüderie garnicht beschämen zu lassen
- der Mann belügt sie hinsichtlich der gewünschten Kontaktform.

Meine Feststellung ist, dass sehr viele Frauen die durchaus gern Sex haben UND sich eine Partnerschaft wünschen
- mittlerweile zu ihren Bedürfnissen stehen
- festgestellt haben, dass es ihnen nicht gut geht, wenn sei sich bedrängen lassen
- und dass diese Männer für eine Beziehung eh' nichts taugen
- sich infolge dessen aus dem Datinggeschäft zurückgezogen haben
und es dem Zufall des Alltags überlassen, ob sich nochmal eine Beziehung ergibt, die sie führen möchten. Sie setzen auf kennenlernen der persönlichen Eigenschaften im Alltag und daraus entsteht ggfs. der Wunsch nach mehr - zurück zum Klassiker des letzten Jahrhunderts.
Schnellen Sex findet eine Frau überall, dafür muss sie keine Interessenvermischung mit Beziehungsanbahnung betreiben - klare Sicht bis zum Horizont.
 
A

Arcturus

  • #24
Du gehörst doch selber zu den Männern, die hier offensiv vertreten, dass sie beim daten aus der Kaltaquise heraus beim 3. Date mit der Frau im Bett landen müssen, sonst wird das nichts mehr, ihr ist Sex zu unwichtig.
Naja, nicht so ganz. Ich bin eher der Meinung, daß man in der Beziehungsanbahnung doch schon frühzeitig auch körperlichen Kontakt haben sollte, denn nach meiner Meinung basiert eine funktionierende Beziehung auf emotionaler, intellektueller und körperlicher Kompatibilität. Es ist also für mich nicht schlüssig, warum nur emotional und intellektuell in die Beziehungstauglichkeitsprüfung mit einbezogen werden sollte, weil der körperliche Teil ja "sowieso irgendwann kommt".
Also ich für meinen Teil achte auf Ausgewogenheit der drei Säulen in der Beziehungsanbahnung. Wenn es dann z.B. letzendlich an schlechter körperlicher Übereinstimmung zum Beziehungsaufbau hapert, ist das Jammern über zu frühen Sex geradezu paradox.

Für mich ist Sex ein wesentlicher Bestandteil einer Beziehung (für Dich nach diesen Worten eher nicht). Wenn ein Paar dort nicht harmoniert, ist es bald Essig mit der Beziehung.
D.h. auch, daß eine (Paar-)Beziehung erst dann für mich beginnt, wenn auf allen drei Gebieten meine jeweilige "Komfortzone" getroffen wird. Oder anders: ohne Sex beginnt bei mir eine Beziehung gar nicht erst bzw. ist prä-Sex auch noch prä-Beziehung.

Scheitert es an schlechtem Sex, wird es also immer Jammern über zu frühen Sex sein, scheitert es vorher an Intellekt oder Emotionalität, ist es nie zum Sex gekommen.
 
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W

wahlmünchner

  • #25
Wenn es dann z.B. letzendlich an schlechter körperlicher Übereinstimmung zum Beziehungsaufbau hapert, ist das Jammern über zu frühen Sex geradezu paradox.
ja da hast du meine volle Zustimmung. Nur ob es im Bett harmoniert weiss man zu 95 % auch vor dem ersten Sex. Es ist gerade zu geheuchelt, das man das "testen" muss. Sorry
Oder willst du mir sagen, dass du das anders siehst?
Was ist denn mit Küssen, Kuscheln ect.. sich Fantasien erzählen ? Ist das für dich schon Sex ( dann würde ich es ja noch verstehen), oder muss man wirklich den Akt an sich " testen"
sorry also rammeln ist doch immer das Gleiche egal wer es ist.
 
  • #26
D.h. auch, daß eine (Paar-)Beziehung erst dann für mich beginnt, wenn auf allen drei Gebieten meine jeweilige "Komfortzone" getroffen wird.
Also ich hatte das schon so verstanden.
Daher ja auch meine Empfehlung, das unmißverständlich zu kommunizieren, dann musst du dich später nicht mit enttäuschten Frauen herumschlagen.

Es ist also für mich nicht schlüssig, warum nur emotional und intellektuell in die Beziehungstauglichkeitsprüfung mit einbezogen werden sollte
Du prüfst also Frauen wie eine Ware und hast dabei drei Parameter.
Anders als bei Sachwerten, die du wahrscheinlich meist mit Geld bezahlst, bist du bei diesem Deal auch selbst Ware.
Du bietest dich an, eine Frau prüft dich ( und hat dabei möglicherweise andere Parameter, von denen du möglicherweise nichts erfährst ), gleichzeitig prüfst du sie und wenn ihr beide mit der Ware zufrieden seid, werdet ihr euch handelseinig und es kommt zu einer Beziehung.

Liebe und Nähe sich nicht erforderlich.
Alles gut, lieber Arcturus.
Das ist eine saubere Sache und jeder ist frei, sich seinen Partner auf diese Weise zu beschaffen.
Fair wäre es allerdings, wenn die Frau wüßte, dass sie dabei ist, sich einen Mann zu beschaffen und selbst beschafft wird.
Dann kann sie entscheiden, ob sie so ein Geschäft eingehen möchte.

Du bist hier aber immer so glasklar, dass ich wohl davon ausgehen darf, dass du den Frauen nichts vormachst.
Ich darf davon ausgehen, dass du beim dritten Date klare Worte findest wie 'komm, laß uns mal Richtung Bett gehen. Das ist heute unser drittes Date und du verstehst sicher, dass ich jetzt langsam wissen muß, ob das mit uns eine Zukunft hat oder ich hier nur meine Zeit verschwende', so in etwa ?

Nur mal der Neugier halber: hast du schon mal eine Frau damit rumgekriegt ?
Sorry, das war polemisch. Ich komme wieder auf die Sachebene zurück: ich will damit sagen, dass ich annehme, dass du den Frauen doch auf eher klassische Art begreiflich machst, dass du Sex möchtest, also mit Komplimenten, Küssen, Zärtlichkeiten, vielleicht Wein, Musik und Kerzen.
Weil ich mir wirklich nicht vorstellen kann, dass sich eine Frau freiwillig ins Prüflabor begibt.
Willst du da rein ? Wie gesagt, du bist ja immer gleichzeitig auch die Ware.

w 48
 
  • #27
Ich wundere mich immer wieder über die mangelnde Logik der sexuellen "Prüfer"unter den Männern, die sich dann im Gegenzug entrüsten, wenn eine Frau ü30 mit mehr als 3 Männern Sex hatte. Wieviele Frauen kenne ich, die unfreiwillig Gegenstand solcher "Prüfung" wurden, obwohl der Mann ganz klar Beziehungsabsichten äußerte und dann nach Behebung eines sexuellen Notstands plötzlich entdeckt, dass es ja so gar nicht paßt..so rein mental gesehen schon nicht.und eigentlich seien sie ja im Moment gar nicht beziehungsfähig und so im Streß...usw..
Wo sollen denn die Partnerinnen herkommen, die keusch auf den Prinzen warten, wenn es nur Tester gibt?
 
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  • #28
Wo sollen denn die Partnerinnen herkommen, die keusch auf den Prinzen warten, wenn es nur Tester gibt?
Du vermengst verschiedene Meinungen; wirfst alles in eine Topf.
Ich denke, ich wäre so ein "Tester".
Ich würde wohl kaum nochmal eine Beziehung eingehen (Diesen Fehler habe ich bei meiner zweiten und Ditten Freundin gemacht , hat iun gewisser HInsicht, mehr als 10 Jahre Lebenszeit gekostet) , wenn ich nicht sicher bin , dass ich mit der Frau auch in sexueller Hiunsicht gut zusammenpasse.
Natürlich nicht nach dem ersten oder zweiten Date (Das wäre für mich wie ONS, was ich nur als Triebabfuhr sehe und mir keinen wirklichen Spass macht) ; aber bitte doch nach etwa spätestes 1-2 Monaten und nicht mehr als 4-6 Dates.

Diese "Tester" werden aber auch einer Fau nicht vorwerfen, dass sie in ihremLeben schon einige sexuelle Kontaklte hatte, etwa in dem Rahmen, wie selbst.

Es sind wiederum andere Männer wie hier "Heiko" oder "Hannes", denen vorher eine enthaltsame Frau irgendwie besonders wichtig ist und eine eine sexuell gut laufende Beziehung (können nur erfahrene Beziehungspartner schaffen, wer etwas anders erzählt hat einfach keine Ahnung) wiederum nicht so wichtig. Das erden viele Frauen schätzen.
 
  • #29
Es ist also für mich nicht schlüssig, warum nur emotional und intellektuell in die Beziehungstauglichkeitsprüfung mit einbezogen werden sollte, weil der körperliche Teil ja "sowieso irgendwann kommt".
Vermutlich hat es damit zu tun, dass Frauen die körperliche Beziehungstauglichkeit anders testen können als "probezufahren". Auch das wurde hier schon vielfach beschrieben, sodass es müßig ist, das ein weiteres Mal zu wiederholen.

Also ich für meinen Teil achte auf Ausgewogenheit der drei Säulen in der Beziehungsanbahnung. Wenn es dann z.B. letzendlich an schlechter körperlicher Übereinstimmung zum Beziehungsaufbau hapert, ist das Jammern über zu frühen Sex geradezu paradox.
Ich achte auch auf die Ausgewogenheit der 3 Säulen, muss aber mit einem Mann keinen Sex praktizieren, um zu merken, dass es nicht passt oder dass es passt. Weil ich alt genug bin und genug Lebenserfahrung habe, kann ich auch sagen, dass ich mich darin noch nie getäuscht habe.

Das hat im Wesentlichen etwas damit zu tun, dass eine Beziehung für mich nicht das Nonplusultra im Leben ist, d.h. ich mich von einem Beziehungswunsch nicht blenden lasse, sondern darauf achte, wie mein Körper und meine Gefühle auf niedrigschwellige körperliche Annäherung reagieren.

Guter Sex hat für mich weniger mit der Perfomance im Bett was zu tun um Passgenauigkeit erkennen zu können, sondern ist nur eine andere, körperbezogene Form von Kommunikation zwischen zwei Menschen. Ob das zueinander passt, lässt sich außerhalb des Bettes feststellen.
Dass ein Mann, der das nicht kann, zu tumb/zu wenig empfindsam für mich ist, kann ich ebenfalls ohne "probefahren" feststellen.
Genau diese Fähigkeit schützt vor dem späteren "Jammern vor zu frühem Sex" - es kommt nicht dazu. Die bedürftigen, "probefahrwilligen" Männer im sexuellen Notstand sind allesamt vorher aussortiert.
 
  • #30
Da ich stets die offene Kommunikation bevorzuge, hat es da bei mir bisher kein großes Drama gegeben
Davon würde ich jetzt mal ausgehen und postulieren, dass es verschiedene Fälle gibt:

- Frau hat rosa Brille auf, übersieht alle Anzeichen, fällt aus allen Wolken. Da hat der Mann es klar kommuniziert, dass er nicht will und die Frau sich eingeredet, wenn sie sich nur genug anstrengt...

- Mann lügt was vor und ist arglistiger Täuscher.

- Mann ist schlechterTäuscher, aber Frau hat keine Lebenserfahrung.

- Man hat nie drüber geredet, Thema wird vielleicht auch von beiden umgangen, weil beide wissen, dann ist es vielleicht vorbei. Anzeichen werden ignoriert.

Es nimmt sich irgendwie nichts, wer hinterher meint, er sei ausgenutzt worden. Das denkt auch der Mann mit der Bohrmaschine, weil er dachte, wenn er das Regal anbringt und den Computer wartet, verliebt sich die Frau in ihn.

Klare Kommunikation ist noch das beste und so viel Integrität, dass man, wenn man merkt, dass sich Mann/Frau auf dem Silbertablett serviert, um sich ausnutzen zu lassen, einfach geht.