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  • #61
Über diesen Satz hab ich jetzt länger nachgedacht, und ich will dir nun doch sagen, dass ich den nicht nett finde und in gewisser Weise auch übergriffig.
Ja, das kann ich verstehen. Der Bezug war ja:

Ich wundere mich immer sehr stark über das Frauenbild hier im Forum. Ich kann mich doch nicht auf eine Beziehung festlegen BEVOR ich die sexuelle Passung getestet habe? Denn was, wenn es nicht passt, wie komme ich dann aus dem Schlamassel wieder raus ohne gebrochene Herzen? Wie soll ich denn schon VOR dem Kennenlernen wissen können, dass ich mit diesem Mann denn dann auch eine Beziehung haben will? "Sehen was so passiert und wie es sich entwickelt" finde ich viel realistischer, für Männer und für Frauen.
Realistisch betrachtet möchtest Du aus meiner Sicht Verbindlichkeit an einer (frühen) Stelle, an der sie kaum jemand bereit ist zu geben. Und ich finde auch Verbindlichkeit an der Stelle sinnlos. Realistisch betrachtet lernt man sich kennen und durchläuft einen Prozess, der dann zu immer mehr Verbindlichkeit führt. Oder eben nicht. Und das lieft dann meist am Gegenüber und nicht an der eigenen Bindungsunwilligkeit. Wer wirklich bindungsunwillig ist, der beendet das nach einem ONS.
Übersetzt liest der sich für mich „mit dieser Einstellung wird dich nie ein Mann haben wollen“.
Dann betone ich das Wort "ziemlich" leicht einschränkend doch noch einmal. Wir schreiben aber aneinander vorbei.
Frauen da eher die Bindungswilligeren sind als die Männer, das ist sicher so.
Das halte ich so pauschal für falsch. Männer wie Frauen sind bindungswillig bei Partnerinnen oder Partnern, die passen.

Nicht wenige Frauen kommen überhaupt nicht damit klar, dass auch Männer an der Stelle eine Entscheidung treffen und wählen und dass die bittere Wahrheit oft ist: Ich will mit Dir keine Beziehung. Nicht: ich bin generell nicht bindungswillig.

Für mich entsteht der Eindruck, dass die "bindungsunwilligen" Männer schlicht gerne als Ausrede genommen werden, um nicht in den Spiegel schauen zu müssen. Ein bindungsunwilliger Mann ist in den meisten Fällen nicht bereit, sich genau an diese Frau zu binden. Die hält sich aber selbst für "deutlich jünger aussehend, attraktiv und persönlich einwandfrei"...
Aber ich kann dir aus Erfahrung sagen: es gibt sie, diese Männer, die den Wunsch nach einer festen Beziehung haben und auch nur dann etwas mit einer Frau anfangen, wenn sie dieses Potential mit ihr sehen.
Den Wunsch haben die meisten Männer. Aber sie schauen eben auch, welche Frau ihn erfüllen kann. So wie Frauen auch.
 
  • #62
Aus meiner Sicht geht es nicht darum, sich mit der bestimmten Person darauf sofort festzulegen, sondern um den grundsätzlichen Wunsch, eine dauerhafte, exklusive Beziehung zu haben. Solange ich dieses Potential mit einem Mann sehe, kann es weiter gehen. Dass das keine Garantie ist und sich beim weiteren Kennenlernen herausstellen kann, dass es aus welchen Gründen auch immer doch nicht passt, ist klar. Es ist dann auch nicht wesentlich, ob das sexuelle Gründe oder andere sind. Das Kennenlernen findet ja immer auf mehreren Ebenen statt.
Der Punkt ist für mich derjenige: sobald ich oder der Mann das oben genannte Potential nicht mehr sehe/sieht, möchte ich das Ganze nicht weiterführen.

Deshalb gefällt mir dieser Satz hier nicht. Denn das kann auch bedeuten: mal sehen, vielleicht reicht es mit uns nur zu einer Freundschaft plus, dann machen wir eben das.
Das ist aber nicht das, was ich möchte. Und ich möchte auch keinen Mann, der sich damit zufriedengibt.
w45

Sehe ich genauso

Auch 'Frauen' Daten heutzutage selbstbewusst und beenden Beziehungsanbahnungen wenn es einfach nicht passt

Ich hatte immer die Vorstellung gemeinsam alt werden zu wollen mit der großen Liebe.

Trotzdem bin ich aus Anbahnungen gegangen wenn sich grundsätzliche Dinge wie Lebensführung, Sexualität oder Familie/Freundeskreis innerhalb einiger Monate nicht vereinbaren ließen.
 
  • #63
Ich wundere mich immer sehr stark über das Frauenbild hier im Forum. Ich kann mich doch nicht auf eine Beziehung festlegen BEVOR ich die sexuelle Passung getestet habe? Denn was, wenn es nicht passt, wie komme ich dann aus dem Schlamassel wieder raus ohne gebrochene Herzen? Wie soll ich denn schon VOR dem Kennenlernen wissen können, dass ich mit diesem Mann denn dann auch eine Beziehung haben will? "Sehen was so passiert und wie es sich entwickelt" finde ich viel realistischer, für Männer und für Frauen.

W36
Es geht ja nicht um "diesen" Mann, sondern den Beziehungswunsch generell. Wenn ich weiß, ich will eine Beziehung, sortiere ich automatisch die Männer aus, die keine Beziehung wollen....und sie sortieren mich aus....bleiben die übrig, die eine Beziehung anstreben und keine F+ und Ähnliches. Aus diesen wird dann wieder gewählt - gegenseitig.
(Analogie: Wenn jemand homosexuell ist, kann er/ sie die ausfiltern, die heterosexuell sind - heißt nicht, dass er/sie mit jeder/m homosexuellen Frau/Mann etwas hat....ich nenne es mal "Vorauswahl". )
w,41
 
  • #64
Ich seh das weiterführend so: In der Beziehung haben sie dem Mann, der für Liebe leisten will, das Gefühl gegeben, er hätte die Macht, weil sie sich ja einließen auf sein Werben, er also gewonnen hatte, als die Beziehung wirklich "entstand". Aber er hat nie GANZ gewonnen, also es ist nie genug, was er tut oder wie er ist. Ein Großteil ja, aber er kriegt immer noch nur so viel, dass er ein kleines bisschen hungrig zurückbleibt (emotional). Also sie gibt ihm nie das Gefühl, sie würde ihn wirklich anhimmeln, er hätte sie wirklich "in der Tasche". Das will er aber erreichen

Ganz genau das habe ich auch beobachtet. Das erste Mal fiel es mir bei meiner Tante auf, sie war da schon weit über 60.

Sie war immer eine attraktive Frau, aber nicht im herkömmlichen Sinne schön oder sonderlich schlank. Aber immer nett zurecht gemacht, adrett und selbstsicher.
Selbst nach 20 J. Ehe merkte man noch eine gewisse Spannung zwischen ihr und ihrem Mann, sie gab ihm nie das Gefühl, dass er sie in der Tasche hat, sondern dass er abdanken kann, wenn er sich nicht anständig benimmt.

Ich empfehle hierzu immer wieder gern die Bücher von Sherry Argov.
Es geht nicht darum, nach einer Anleitung zu handeln oder zu manipulieren, sondern um zu verstehen und es aus innerer Überzeugung heraus leben zu können.
 
  • #65
@Lea25

Wenn es für dich sehr wichtig ist, mit einem sehr attraktiven Mann zusammen zu sein, solltest du weiterhin versuchen, bei so einem Mann zu "landen". Ich glaube aber einfach nicht, dass dich das wirklich glücklich machen wird. Schauen dich (attraktive) Männer denn nur an oder wirst du auch mal angesprochen?

Ich kann mich sehr sehr gut in deine Gedanken hinein versetzen. Wie du selbst schreibst, ist dein Selbstbewusstsein dein Manko.

Dir soll dein Beziehungspartner natürlich gefallen. Aber mir scheint es, als wenn es dir vor allem darum geht einen sehr gut aussehenden Mann zum Partner zu haben.

Und ja, das Thema Konkurrenz ist bei so einem Kandidaten natürlichen wesentlich präsenter. Vor allem dann, wenn er noch selbstbewusst, kommunikativ, etc. ist.

Was genau war eigentlich schlimm für dich in den Beziehungen, wo der Typ dir nicht 100 % optisch zu gesagt hat?

Die Crux ist halt die. Du legst selbst scheinbar sehr viel Wert auf Aussehen und darfst dich dann halt nicht beklagen, wenn die Männer dir gegenüber dann auch das Maßband auspacken. Du kannst dann ja nicht "erwarten", dass die geilen Kerle bei dir dann vorrangig auf den Charakter schauen. Und das wird unangenehm und stressig, wenn du kein Topmodel bist und/oder dazu sowieso schon Unsicherheiten hast.

Und ich sag es mal so... mit 32 okay. Aber in 5, 8 Jahren gehörst du dann sowieso nicht mehr zu der 1a Liga. Und die Zeit rennt. Überlege dir inwieweit du in diesem Fleischbeschau Zirkus mitmachen möchtest. Und ich meine mit all dem nicht, dass du jetzt jedem Mann eine Chance geben solltest. Ich z.B. würde nie unter einer bestimmten Körpergröße daten, etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #66
Und ich finde auch Verbindlichkeit an der Stelle sinnlos. Realistisch betrachtet lernt man sich kennen und durchläuft einen Prozess, der dann zu immer mehr Verbindlichkeit führt. Oder eben nicht. Und das lieft dann meist am Gegenüber und nicht an der eigenen Bindungsunwilligkeit.
100% Zustimmung. Wir sollten eventuell aufhören von Frauen und Männern zu reden, diese Verallgemeinerungen stören mich.

Vielleicht sehe ich das Daten und Kennenlernen auch so locker, weil ich ehrlicherweise noch nie im Leben eine Beziehung gesucht habe. Diesen Gedanken "so, jetzt möchte ich eine feste Bindung mit einem Mann haben" kenne ich so nicht. Ich war immer gerne mit mir selbst zusammen, mir hat nichts gefehlt.
Ich habe gerne Männer getroffen, die ich sympathisch und anziehend fand, aber ohne Hintergedanken und mit offenem Ausgang. Wenn ich ihn heiß fand, aber unpassend für eine Beziehung, hatte ich eine gute Zeit mit ihm.
Ist ein Mann sehr bedürftig und klammernd aufgetreten (ja es gibt sie, die Männer, die sich früh festlegen wollen), hat mich das abgeschreckt. Ich hatte immer das Gefühl, nicht die letzte Hoffnung/Rettung für einen Verzweifelten sein zu wollen. Das nicht leisten zu können ohne erstickt zu werden oder mich selbst verleumden zu müssen.
Meinen jetzigen Mann habe ich gefunden ohne nach ihm gesucht zu haben. Ich bin zufällig einem Menschen begegnet, der emotional und menschlich einfach passend war. Mit dem sich alles stimmig angefühlt hat. Den ich lieben gelernt habe. Mit ihm wollte ich dann gerne in eine Beziehung und feste Bindung reinwachsen, weil er einfach gepasst hat und ich gerne mit ihm zusammen war.

Daher denke ich wie @Lebens_Lust : Die meisten Menschen sind wohl grundsätzlich Beziehungswillig, aber eben nur mit der richtigen Person. Ob ob das Gegenüber die richtige Person ist, muss man zunächst durch Kennenlernen rausfinden. Macht einer zu schnell zu viel Druck, ist das abschreckend.

Vielleicht hilft die Einstellung, nicht um jeden Preis eine Beziehung suchen zu müssen, sondern Menschen kennen lernen. Wenn daraus zufällig eine Beziehung wächst, ist es ja schön.

W36
 
  • #67
Es ist dasselbe wie mit dem Kinderwunsch. Der kann (auch bei einem Mann) grundsätzlich bestehen, ganz unabhängig von einer bestimmten Frau.
Ja. Aber auch da wird er den nur realisieren, wenn er ihn mit dieser Frau realisieren möchte.
Aber WENN alles ideal läuft und es zwischen den beiden passt, dann würden sie auch (irgendwann) Kinder bekommen. Wenn nicht, würde man sich trennen. Aber man würde nicht ewig zusammenbleiben und KEINE Kinder bekommen.
Das richtig, aber idealisiert.
Analog bei der Beziehung: wenn der Mann grundsätzlich eine Beziehung möchte und nicht „nur Sex“ oder Freundschaft plus, dann wird er mit der Frau so lange beisammen bleiben, solange er das Potential mit ihr zu dieser Beziehung sieht. Sieht er das nicht mehr, dann wird er die Beziehung beenden und versuchen, seinen grundsätzlichen Beziehungswunsch mit einer anderen Frau zu verwirklichen.
Ebenfalls idealisiert. Wir lesen hier ständig Männer oder Frauen, die sich von außen betrachtet dann trennen müssten, aber es doch nicht tun. Da ist es dann bequemer, in der gemeinsamen Wohnung bleiben zu können oder anderweitig Vorteile noch mitzunehmen oder unbequeme Entscheidungen zu vermeiden. Auch von beiden Seiten.
(Der Vergleich hinkt jetzt ein wenig, weil beim Kinderwunsch noch solche Komplikationen hinzukommen können, dass es nicht klappt, aber diese Besonderheiten hab ich jetzt mal beiseite gelassen, um es nicht zu verkomplizieren.)
Letztlich möchten Männer wie Frauen sich in der Kennenlernphase vorbehalten, diese zu beenden. Und das ist auch berechtigt so. Es mag ein Recht auf Ehrlichkeit geben, aber es gibt keines auf Verbindlichkeit.
 
  • #68
Ich sag, jede Frau und jeder Mann ist beim richtigen Gegenüber bindungswillig. Ob dann eine Beziehung entsteht, weiß man aber auch nicht gleich, obwohl bei beiden grundsätzlich Bindungswilligkeit besteht. Damit eine Beziehung entsteht, muss man dem eben auch ein bisschen Zeit geben und da ist auch immer ein kleines Restrisiko dabei, denn es kann jeder jederzeit das Daten wieder beenden, weil es irgendwo nicht ganz passt. Entweder beim Mann oder bei der Frau.

Es entsteht ja beim daten eine Dynamik und wenn es eine gute ist, dann entstehen schnell Verbindlichkeiten, weil man sich so oft wie möglich sehen will. Man kann das als Frau schon auch selber gut beobachten, in welche Richtung es sich bewegt. Und wenn es in eine Richtung geht, die einem nicht zusagt aka Freundschaft+, braucht man einfach nur aussteigen. Next, please!
 
  • #69
Die meisten etwas erfahrenen Männer werden (wenn jetzt nicht wahnsinnige äußere Reize das gerade kompensieren) denken
"Wenn es schon so losgeht, kommt nicht viel"
Hm ... ich denke, das ist ein bestimmter Typus Mann, der so in eine Beziehung geht, und ja, der ist nicht gerade entwickelt, wenn er für Liebe was leisten will. Aber er ist auch erst höchstens 30.
Und für ihn kommt schon viel: Er hat ne Frau, die ihm vermittelt hat, dass sie ihm den Rücken freihält, was seine Familiengründung angeht. Dass sie das nicht wirklich will, stellt sich erst früher oder später raus. Z.B. wenn das Kind da ist und sie ganz überrascht ist, dass er, der auch Kinder wollte und deswegen ja so passend und verbindlich schien, das ganz als IHRE Aufgabe sieht.
Männer hier im Forum !
Habt ihr das so erlebt ?
Das würde mich wundern, wenn Dich einer bestätigen würde. Alle Männer, bei denen ich das Beschriebene sehe und vermute, sind noch verheiratet mit der Frau von vor 20 Jahren und kämpfen mitunter offen vor den Bekannten und Freunden um Anerkennung, die sie nicht kriegen. Ich war schon mehrfach Zeugin solcher Szenen. Könnte ich Dir jetzt beschreiben, aber mir ist noch was anderes eingefallen:

Diese Männer müssen die sein, die den Mythos in die Welt brachten, dass alle guten Männer schon vergeben seien. Denn das sind auch wirklich nette, aufmerksame Männer, die sich um Frauen bemühen und drauf geeicht sind, deren Bedürfnisse ZU SEHEN. (Sie wissen z.B., dass Frauen schneller kalt ist und wenn eine Frau sich in einem Zimmer zweimal nach dem offenen Fenster umsieht, stehen sie auf und machen es zu. Ohne Worte.) Und wenn die Ehefrau nicht die Erfüllung bringt, dann versuchen sie das bei anderen Frauen mehr oder weniger, indem sie für die dann aufmerksame, liebe Dinge tun. Die Singlefrau denkt, sie hat einen Traummann vor sich, verliebt sich und gibt die Bestätigung, die der Mann sucht, aber sie kann leider den Durst danach nicht wirklich stillen, denn er sucht das ja von seiner Frau.
Selbst wenn er sich verliebt, hat die Macht immer noch die Ehefrau, die er nicht verlassen will.
Die verknallte Singlefrau ist nur ein Pflaster für seine Seele und vielleicht der Katalysator für die Ehe, dass es mal einen Crash gibt und das Ehepaar sich auf eine höhere Beziehungsebene begeben kann, weil sie aufgrund des Crashes ihre Probleme auf den Tisch bringen und lösen.
Doof für die Singlefrau, insbesondere, wenn sie eine Affäre eingegangen ist. In dieser Affäre geht es dann mal um die Bedürfnisse des Mannes und dass eine Frau ihm die erfüllt, während sie sich zurücknimmt, um ihn ja nicht zu vergrätzen und weil sie ja weiß, wie schrecklich seine Fau ist und so fordernd und anstrengend bloß nicht sein will. Nur leider ist das Programm des Mannes eben geeicht drauf, eine fordernde Frau zu befriedigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #70
Mein größtes Problem ist vermutlich die Unsicherheit bezüglich meines Aussehens. Ich kann es partout nicht einschätzen. Ich bin definitiv eine Frau der Männer auf der Straße hinterher schauen, aber auch nicht immer. Wenn ich mich jetzt beschreiben würde , was ich nicht tue, würde man gleich denken passt doch alles. Das tut es vielleicht auch.
Ich finde, wenn man sich mit 17 extrem viel Gedanken über sein Aussehen macht und seinen Partner in erster Linie danach sucht, ist das (leider) recht normal. Aber mit 32? Ich finde, da sollte man sich langsam so akzeptiert haben, wie man ist und nicht mehr ständig einschätzen wollen, wie attraktiv man nun ist in Vergleich mit anderen. Ob man auf die wirkt, merkt man doch - wird man oft angesprochen, bekommt man viele Komplimente, oder eben nicht. Ich finde das jetzt nicht so schwierig. Eine sehr gutaussehende Freundin bekommt das halt schon oft gesagt, wird ständig angequatscht. Eine wirklich leider von der Natur nicht sehr begünstigte Bekannte eben nie. Die meisten liegen irgendwo dazwischen. Wenn die sehr gutaussehenden Männer dich nicht ansprechen und schauen, dann bist du eben, wie die meisten hier, eher Mittelfeld, und das ist auch nicht schlimm und kein Grund für Unsicherheit.
Wenn du wiederum bei Männern scheinbar so extrem aufs Aussehen schaust, ist das einfach auch etwas oberflächlich. Also, ich verstehe, dass der andere ja attraktiv für einen sein muss, aber warum so hohe Ansprüche ans Aussehen? Ein Freund von mir, der auch so seine Freundinnen ausgewählt hat, hat dann in der der Therapie begriffen, dass er Perfektionist ist, auch bei sich selbst und darunter leidet, und dieser dringende Wunsch nach der schönsten Freundin ein Problem war, nichts normales. Das möchte ich dir jetzt nicht unterstellen, aber es wäre vielleicht gut, mal die Gründe anzuschauen. Willst du dich vielleicht mit einem gutaussehenden Mann auch aufwerten? Woher kommt da diese hohe Erwartungshaltung?
Ich kann mich schlecht reinversetzen, weil ich Männer meist erst wirklich toll finde, wenn ich mit ihnen gesprochen habe. Dann waren sie oft vorher eher neutral für mich, einen hatte ich nicht mal bemerkt beim Studium, weil er so nach nichts aussah, und dann war ich so furchtbar in ihn verliebt, weil es so gut harmonierte mit ihm - und fand ihn wunderschön. Ich meine, klar kann ich unterscheiden, der sieht aus wie ein Model und der nicht, aber ich denke dann nicht, nur der kommt als Partner infrage.. Nur eben jemand, den ich gleich unattraktiv oder unsympathisch vom Aussehen finde, der ist raus, aber das betrifft vielleicht 20% der Männer und da spielen dann halt auch Outfit und Styling auch eine Rolle (Kapuzenpulli topp, ausrasierter Bart/Goldkette/Banker-Anzug flopp..), weil das auf die Wellenlänge hinweist.
 
  • #71
Aber ich denke, wie es hier bereits erwähnt wurde, dass ich vermutlich für den Typ Mann der mir gefällt, nicht hübsch genug bin
Das kann durchaus sein, denn es hängt ja davon ab, welchen Männertyp Du suchst. Wenn das ein Trophäenjäger ist, reicht es vielleicht nicht. Aber das ist dann nicht das eigentliche Problem. Das ist Dein Beuteschema.

Wenn ich so manchen Worten hier Glauben schenken mag, bin ich nicht hübsch genug für den Typ Mann der mir gefällt, bin aber unglücklich wenn ich mich auf einen weniger attraktiven Mann einlasse.
Das ginge dem Mann ja mit Dir dann genauso, wenn er Dich nicht hübsch genug findet.

Bei dem, was Du beschreibst, würde ich die Baustelle "Unsicherheit" bearbeiten.
Ich sage Dir auch mal was als Frau, die knapp 20 Jahre älter ist als Du. Die Zeit arbeitet gegen Dich, wenn Du Deine Haltung nicht änderst.
Es kann sein, dass Du das Geheimnis der - ich nenne es mal - glücklichen Partnerwahl erst mit Ü40 entdeckst, wenn Dir auffällt, dass Dir fast nur noch Männer um die 60 und älter hinterhergucken. Das bezieht sich zwar nicht aufs Flirten, das werden ab und an auch Jüngere mit Dir machen, wenn Du selbst es kannst, aber rein durch die Optik auffallen, das läuft nicht mehr wie jetzt.
Deine Ausrichtung auf die Optik ist eine sehr kurzlebige Sache, mit Mitte 30 fängt es meist an, dass man nicht mehr mithalten kann mit jungen Frauen. Bei einem Mann, dessen erstes Kriterium auch Optik ist, fällst Du dann schon mal durchs Raster. (Und seine Partnerin in einigen Jahren vielleicht auch.)

In der Midlifecrisis ändert sich, glaube ich, für jede Frau ihr Bild auf sich selbst. Man muss die Weiblichkeit irgendwie neu entwickeln, weil sie über die Optik nicht mehr die Resonanz wie früher bekommt. Deswegen fühlen sich auch oft Frauen dann viel freier, wenn sie sich davon befreit haben, dem Blick eines Mannes zu genügen. Und DANN kriegen sie eine andere anziehende Eigenschaft - sie werden locker, entspannter, haben mehr Selbstsicherheit.
 
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  • #72
Muss man erst in die Midlifecrisis dafür kommen?
Es gibt auch Frauen, die weit vorher selbstsicher sind. Die befassen sich nicht damit, ob sie hübsch genug sind. Sie wissen schon früh, dass Optik nicht ihr herausstechendstes Merkmal ist, wurden nie auf ihr Äußeres reduziert, haben sich selbst nie drauf reduziert, haben nicht gesehen, dass Männer ihnen hinterhergucken, aber sie haben früh eine verbindliche Beziehung gefunden. Die gucken auf anderes bei der Männerwahl, und ich vermute mal, dieses andere wäre DIR aber auch wichtig.

Deswegen - ich glaube, Dein Beuteschema ist nicht gut. Auch nicht gut ist, dass Du bei Männern genau das gleiche Beuteschema suchst und bedienen willst (was wohl Ausdruck dafür ist, dass SIE Dir Selbstsicherheit geben sollen durch Bestätigung = Beziehungführen mit Dir), Du aber nicht gut reinzupassen scheinst, da ja auch Selbstsicherheit einer Frau ein großes Attraktivitätsmerkmal ist.
Die große Frage wäre in diesem Fall: Wie ändert man sein Beuteschema, wenn man doch so drauf anspringt. Der Schlüssel liegt mE darin, sich um die eigene Unsicherheit zu kümmern, statt einen Mann zur Bestätigung zu suchen. Vielleicht bist Du auch eine Art Trophäenjägerin?
 
  • #73
Hey Lea, ich möcht dir noch was auf den Weg geben. Ich wollte es selbst Jahre lang nicht wahr haben. Aber mittlerweile sehe ich es auch so:

Die optisch extrem attraktiven Männer, die auch noch extrem selbstbewusst sind, sind nicht die, mit denen Frau auf Dauer extrem glücklich sein wird. Grund: Konkurrenz, Auswahl, du wirst dich ihm schnell unterlegen fühlen. Diese Männer nutzen ihre Machtposition oft aus und du wirst oft in Angst leben, ihn zu verlieren.

Die ganz normalen, unauffälligeren Männer hingegen, mit denen wird Frau auf Dauer oft glücklicher. Grund: Kein Druck, du kannst sein wie du bist usw. LG w31
 
  • #74
Du hattest es ja auch mal so beschrieben, wie ich es für mich auch rausgefunden habe (mit Ü40 leider erst): Kurz zusammengefasst - Männer machen lassen, was sie tun wollen für eine Frau.

Aber da auch manche Frauen gelernt haben in der Kindheit, dass sie für Liebe was leisten müssen, dauert es bei denen dann manchmal ne Weile, bis sie das begreifen. Ich glaube, gerade die mit kalten Müttern oder Vätern, die ihnen nicht vermitteln, dass sie "die Prinzessin" sind, werden das so erleben. (Die Frauen, die später immer noch denken, dass sie für Männer Prinzessinnen sind, kriegen allerdings andere Probleme.)

Bei den Paaren, die sich früh finden, wird das schon mal so sein, dass die gar nicht zusammen passen und der Mann deswegen schon nicht schaffen wird, so zu werden, wie sich die Frau den Traummann im WESEN vorstellt. Er tut zwar viel und das gefällt ihr auch, aber er ist trotzdem nicht der Richtige.
Das wird auch eine Spannung bis zum Ende, aber keine so schöne.
Anders, wenn die Menschen gut passen zueinander. Dann ist es wirklich die positive Spannung, die eine Beziehung lebendig hält. Aber die Voraussetzung dafür ist mE auch, dass der Mann zu sich stehen kann und sich selbst liebt, statt sich für seine Frau und ihre Anerkennung und Liebe verbiegen zu wollen.
 
  • #75
Es geht ja nicht um "diesen" Mann, sondern den Beziehungswunsch generell. Wenn ich weiß, ich will eine Beziehung, sortiere ich automatisch die Männer aus, die keine Beziehung wollen
Ich glaube so viele komplett beziehungsunwillige Männer, wie sie hier beschrieben werden, gibt es gar nicht. Die meisten Menschen werden beziehungswillig sein - aber nur mit der richtigen Person. Viele suchen aber nicht krampfhaft danach und werden deshalb dann als bindungsunfähig oder beziehungsunwillig beschimpft und aussortiert, obwohl sie grundsätzlich offen sind. Es hat für sie halt bisher einfach nicht gepasst und sie sind selbstbewusst und unabhängig auch mit sich selbst zufrieden. Kommt die richtige Frau (bzw der richtige Mann) steht einer Bindung nichts entgegen.
 
  • #76
@Lea25

Wie ich schon in meinem Thread geschrieben hatte, glaube ich, dass die Hauptursache für deine Erfahrungen, deine innere Unsicherheit und die Selbstzweifel sind und daraus folgend, (gerade weil du es immer so erfahren hast und es sicher schon unbewusst erwartest), verkrampfst du dich innerlich und kannst nicht mehr entspannt schauen, wie sich ein Kennenlernen entwickelt und ob es zwischen euch passt und ob du den Mann auch abseits seiner äußeren Attraktivität passend für dich findest. Ich bekam mal den Rat, nicht darauf zu achten, ob ich den Männern gefalle und gut genug für einen Mann bin, für den ich mich interessiere, sondern einzig darauf, ob dieser Mann MIR gefällt und ob er die Eigenschaften mitbringt, die mir wichtig sind.

Ich glaube, dass es wichtig ist zu lernen, sich selbst zu vertrauen und seine Einstellung zu bestimmten Dingen zu verändern. Entspannter zu werden. Wenn du das nächste Mal ein Date mit einem Mann hast, den du toll findest, würde ich an deiner Stelle versuchen, alle Gedanken an eine mögliche Beziehung beiseite zu schieben und dich allein darauf zu konzentrieren, wie du dich mit ihm fühlst und einfach die Zeit mit ihm genießt, ganz egal, was sich in Zukunft daraus entwickeln wird. Und es ist wichtig, dass du darauf vertraust, dass du gut genug bist. Denn das bist du erstens mal allgemein sowieso und zweitens hast du noch dazu das Glück, sehr hübsch zu sein, sonst hättest du nicht regelmäßig Dates mit attraktiven Männern. Ich mache auch immer wieder den Fehler, alles auf mein Äußeres zu reduzieren, an dem ich wie du regelmäßig zweifle, trotz positivem Feedback von außen und ich habe z.B. keine perfekte Figur wie du, weil ich eine kleine Oberweite hab und auch nicht zu den Frauen gehöre, der Männer auf der Straße automatisch hinterherschauen, allein schon, weil ich mich nicht auffällig herrichte. Du hast also wirklich keinen Grund, an deinem Aussehen zu zweifeln. Es ist allein eine Kopfsache mitsamt verzerrter Wahrnehmung, weil du dich selbst als nicht gut genug empfindest. Und genau deswegen machst du auch immer wieder diese Erfahrungen! Weil es schon in Richtung selbsterfüllende Prophezeiung geht und du unbewusst diese Erfahrungen anziehst. Du kannst dich nicht mehr entspannt auf ein Kennenlernen einlassen und einfach die Zeit mit dem Mann genießen, sondern im Hinterkopf lauert schon die Panik, ob das jetzt wieder so läuft wie immer und du schon wieder nicht gut genug für diesen Mann sein wirst. Diese Gedanken wirken sich auch auf deine Ausstrahlung aus und der Mann spürt das. Er spürt diesen Druck, den du dir machst und deine Unsicherheit. Vielleicht suchst du dir sogar unbewusst Männer aus, die dir genau diese Erfahrung bringen.

Deine Unsicherheit und deine Selbstzweifel sind dein einziges Hindernis. Wenn du es schaffst, diese Zweifel loszulassen, wirst du andere Erfahrungen machen, davon bin ich überzeugt.
 
  • #77
Das würde ich als Frau so unterschreiben, oder aber sie hat andere Vorzüge, die für den Mann von Vorteil sind bzw sie sich unersetzlich zu machen versteht.
"breitschlagen" lassen....
Also ich glaube, dass es durchaus Männer gibt, die zur Liebe fähig sind, ganz ohne "Gegenleistung". Der Rest ist uninteressant. Natürlich spielt die Attraktivität eine Rolle. Allerdings hat diese, wie @Kirovets schrieb, nicht zwingend gleichzeitig etwas mit dem gängigen Schönheitsideal zu tun. Attraktivität kann sich neben den Äußerlichkeiten z.B. auch auf eine faszinierende Persönlichkeit beziehen.
 
  • #78
Liebe @Ikigai, du bist immer so lieb.
Aber @Lea25 war vor sieben Jahren 25 und genauso lange stellt sie immer wieder Fragen ein mit dem Tenor, ob sie
Danke @Serenissima , für die netten Worte sowie den Hinweis auf Leas Alter. Ich hab wohl ein Herz für die sehr jungen, noch unbedarften Schreiber, die noch a weng auf dem Schlauch stehen...

Aber wenn Lea schon älter ist….dann ist da ja OK, wenn ich in meinem ersten Post doch mal etwas deutlicher war.

Gerade bei so sehr naiven Fragen bin ich mir nie so sicher, ob diese, eventuell von giggelnden Hühnern am anderen Ende der Leitung, eingestellt wurden, denen gerade langweilig war.

Insbesondere, wenn Fragen eine "Gesellschafts-Klassen-Shaming-Komponente" enthalten.

Dann denke ich, ist die Frage wohl echt?, - so seicht und unwissend kann man nicht sein, - aber wer weiß dass schon, es ist ja noch kein Wissender vom Himmel gefallen…

Und sieht - er soll an die Kette gelegt werden, die schöne Zeit ist um, jetzt kommt das Gefängnis. Und da will niemand freiwillig hin.
@ Tom. Wenn ich Deine Worte lese, dann lese ich auf jeden Fall das Freiheitsbedürfnis eines Mannes. Er nennt sich Tom.;)

Ob „die Männer“ so allgemein, nicht von sich aus in eine Beziehung wollen...., ach, ich persönlich habe das Gegenteil erleben dürfen. Mehrfach.

…und wenn es um die Kette geht…, damit kam ER dann.

Wenn ich Pech hatte, war sie breit und golden. Pech, weil nicht mein Stil.
Wenn ich Glück hatte, war sie fein und zart….

w46
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #79
Der Mann kann noch so weinen, dass er nach Status, Leistungen, Stärke,... selektiert wird und diese Dinge aufbauen muss, aktiv sein muss, die Daterechnung übernehmen muss, ... Aufwand betreiben muss, damit eine Frau Interesse hat. Macht er das nicht, wird er wenig Erfolg haben.

Frauen müssen verstehen, dass das Anstreben von Bindung kein „Muss“ für den Mann darstellt und die Frau hier überzeugen muss, ihn dafür zu begeistern. Macht sie das nicht, wird sie wenig Erfolg haben.
@xyz74 , mir hat Dein gesamter Beitrag gut gefallen, auch wenn ich hier nur einen Ausschnitt zitiere.
Aber ich möchte doch anmerken, dass sich die Auswahlkriterien je nach Lebensphase doch auch sehr ändern können. Hat SIE in einer Phase eher nach Status ausgewählt, wählt sie in einer anderen Phase auch nach "sozialen skills" oder wieder ganz anders. Das ist nicht starr, es kommt auf die individuelle Person an, einige wählen Status, andere wieder nach persönlichen Eigenschaften. Je nachdem, wie die Frau selbst "innerlich tickt":
 
  • #80
Selbst nach 20 J. Ehe merkte man noch eine gewisse Spannung zwischen ihr und ihrem Mann, sie gab ihm nie das Gefühl, dass er sie in der Tasche hat, sondern dass er abdanken kann, wenn er sich nicht anständig benimmt.
Ich möchte keine Beziehung führen, bei der ich ständig im Ungewissen bin, ob der andere nicht Ausschau hält nach was besserem, und ich möchte auch selbst nicht künstlich Spannung erzeugen müssen, damit mein Partner meinen Wert sieht. Wo ich zustimme: Wenn man das Gefühl bekommt, man kann den anderen behandeln wie man will, er würde einen nie verlassen, weil er Angst vorm Alleinsein hat oder so ein geringes Selbstwertgefühl, ist das auf jeden Fall abschreckend und man würde den Respekt verlieren. Aber ich bin glücklich mit einer Beziehung, wo ich nicht Angst haben muss, dass ich meinen Freund irgendwie nicht ganz in der Tasche habe und andersherum. So seh ich das auch nicht bei anderen langjährigen Beziehungen um mich herum. Die vertrauen sich blind, verlassen sich aufeinander und lieben sich einfach. Trotzdem bin ich der Meinung, mein Freund ist der tollste und ich kann mich glücklich schätzen und tue viel, damit die Beziehung gut bleibt, weil ich ihn halt liebe. Das ist für mich aber was anderes als ständige kleine Unsicherheit, ob man den anderen "sicher" hat. Ich möchte, dass der andere ein eigenständiger Mensch ist, der für sich selbst einsteht und der, wenn ich ihn beschimpfe oder schlage, geht. Klar. Aber nicht, dass ich beständig um ihn kämpfen muss. Und auch mein Freund fände das nicht so dolle.
 
  • #81
@Lea25

IDeine eigene Attraktivität ("Klasse") lässt sich am ehesten dadurch bemessen, welche Art von Männern bisher ernsthafte Beziehungen mit dir wollten. So attraktiv wie diese Männer waren bist du auch ungefähr.
Ach du meine Güte, dann müsste ich ja mörderattraktiv sein. Hihi hoho huhu, das glaub ich nicht. Ehrlich nicht. Aber egal.

Ich rate ja immer dazu, lieber ziemlich sehr hohe Ansprüche zu haben und länger zu suchen als sich an so halbwegs passenden Menschen abzuarbeiten und doch nicht so richtig glücklich und zufrieden zu sein.

Wie gesagt - ich halte mich wirklich nicht für sonderlich attraktiv, hatte aber immer sehr vorzeigbare Partner, die Himmel und Hölle für mich in Bewegung gesetzt haben und die Beziehung nicht beenden wollten. Sie wollten halt genau dieses schräge Frauenzimmer und kein anderes, wenn ich selbst auch immer mal wieder nicht so recht verstanden habe, weshalb sie sich diese Kratzbürste antun wollten.

Du. liebe FS, hörst Dich netter an - vielleicht ein bisschen zu nett? Zu anpassungsfähig? Zu bemüht? (Ich meine ja nur, denk mal darüber nach)
 
  • #82
Letztlich möchten Männer wie Frauen sich in der Kennenlernphase vorbehalten, diese zu beenden. Und das ist auch berechtigt so. Es mag ein Recht auf Ehrlichkeit geben, aber es gibt keines auf Verbindlichkeit.
Ja, schon klar. Das Recht zum Beenden gibt es ja auch noch nach der Kennenlernphase — wenn man nicht mehr will, will man eben nicht mehr, und dann sollte man es lassen.

Ich will auch gar kein Versprechen von Verbindlichkeit bis in alle Ewigkeit, sondern schlicht die Aussage: so wie ich dich jetzt kenne, kann ich mir vorstellen, mit dir zusammen zu bleiben. Stand heute. Also eine Art Willenserklärung zum jetzigen Zeitpunkt. Dass ich heute nicht weiß, was in fünf Wochen passiert und dass ich in sechs Wochen vielleicht anders darüber denke, ist ja klar. Ich bin ja kein Hellseher. Insofern: kein Versprechen, sondern ein zu diesem Zeitpunkt ehrlich ausgesprochener Wunsch, eine Willenserklärung.
w45
 
  • #83
Ich bekam mal den Rat, nicht darauf zu achten, ob ich den Männern gefalle und gut genug für einen Mann bin, für den ich mich interessiere, sondern einzig darauf, ob dieser Mann MIR gefällt und ob er die Eigenschaften mitbringt, die mir wichtig sind.

Ich glaube, dass es wichtig ist zu lernen, sich selbst zu vertrauen und seine Einstellung zu bestimmten Dingen zu verändern. Entspannter zu werden
. Wenn du das nächste Mal ein Date mit einem Mann hast, den du toll findest, würde ich an deiner Stelle versuchen, alle Gedanken an eine mögliche Beziehung beiseite zu schieben und dich allein darauf zu konzentrieren, wie du dich mit ihm fühlst und einfach die Zeit mit ihm genießt, ganz egal, was sich in Zukunft daraus entwickeln wird. Und es ist wichtig, dass du darauf vertraust, dass du gut genug bist.

Deine Unsicherheit und deine Selbstzweifel sind dein einziges Hindernis. Wenn du es schaffst, diese Zweifel loszulassen, wirst du andere Erfahrungen machen, davon bin ich überzeugt.
Das fett markierte möchte ich unterschreiben, denn sie decken sich auch mit meinen Erfahrungen. Ich lege Wert darauf, wie es MIR beim Daten geht - sprich: gefällt mir der Mann, will ich ihn küssen, möchte ich ihn wieder sehen? Wenn ja, dann: Kommt von ihm auch ein ebenbürtiges Interesse? Dann entsteht eine Beziehung fast von allein. Es ist das Schlüssel-Schloss-Prinzip. Da probiert man solange bis es eben passt. Wenn irgendwas nicht passt beim Daten, dann muss man eben weitersuchen. Das passiert und ist kein Grund für Unsicherheit.
 
  • #84
sofort am Anfang zu beantwortende die Frage, ob der Mann eine Beziehung mit dieser unbekannten Frau will, sodern ob er generell beziehungswillig und auch -fähig ist.
Die Antwort würde wahrscheinlich meistens lauten
(wenn sie ehrlich gegeben wird)
"Bin grundsätzlich nicht abgeneigt ...mal schauen...."

In einigen Fällen würde es auch lauten
"deswegen bin ich hier...."
In ein paar weniger Fällen wird auch klar gesagt werden:
"Will keine feste Beziehung zu einer Frau derzeit"
Aber:
Wahrscheinlich sagt nicht mal @Andreas so etwas so deutlich.

Glaube mir, es sind die wenigsten Männer, dies das so genau beim Date schon wissen,
auf jeden Fall viel weniger als Frauen glauben.

Ich merke schon, irgendwie gibt es wohl für Frauen kaum eine Möglichkeit, das zu realisieren.
Es liegt einfach außerhalb ihrer normalen Vorstellung.
 
  • #85
Nicht wenige Frauen kommen überhaupt nicht damit klar, dass auch Männer an der Stelle eine Entscheidung treffen und wählen und dass die bittere Wahrheit oft ist: Ich will mit Dir keine Beziehung. Nicht: ich bin generell nicht bindungswillig.
Ja auch eine wichtiger Aspekt.
Deswegen ist das Denkmodell vielen Foristinnen, ganz früh abkopfen zu wollen "Willst Du eine Beziehung" ja auch so problematisch.
Die Möglichkeit des Scheiterns des Kennelernens ist bei der Vorgehensweise nicht ordentlich implementiert; ebensowenig wie die Möglichkeit sich vielleicht ganz anders (also ganz gegen Beziehung) zu entscheiden.

Am Ende dient es im Grunde nur dazu eine Feindbild aufzubauen nach dem Motto "Er/Sie ist ein Lügner..."

Dating ist nunmal unverbindlich und das Risiko, dass einer von beiden es "nicht ernst meint" oder "nur Spaß haben will"
( welch blöde Ausdrucksweise) , lässt sich so nicht eleminieren.

Würde ich heute eine neue Beziehung suchen und mich mich heute eine Frau sowas ganz provokativ fragen, würde ich ebenso provokativ antworten "Natürlich will ich Spaß mit Dir haben, sonst wäre ich nicht hier"
Den Elfmeter würde ich reinsemmeln, egal ob es mit der Frau weitergeht, einfach, weil es so ein blöder Anwurf ist.
 
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N

Nordlicht444

Gast
  • #86
Aber ich denke, wie es hier bereits erwähnt wurde, dass ich vermutlich für den Typ Mann der mir gefällt, nicht hübsch genug bin und somit was die Optik betrifft meine Ansprüche herunter schrauben muss
Ich denke nicht, dass du nicht hübsch genug bist. Nehmen wir mal an, du wärst optisch eine 9 von 10 (nach Geschmack des Durchschnittsmanns) und dein Gegenüber wäre auch eine 9 von 10. Dann kann er viele andere 9en haben, wird sich aber die raussuchen, die selbstsicherer ist als du und noch in anderen Punkten (wie Humor, gleiche Werte) von den 9en raussticht.
 
  • #87
Ich möchte keine Beziehung führen, bei der ich ständig im Ungewissen bin, ob der andere nicht Ausschau hält nach was besserem, und ich möchte auch selbst nicht künstlich Spannung erzeugen müssen, damit mein Partner meinen Wert sieht.

da habe ich mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt. Die beiden sind ein Herz und eine Seele, da hält niemand nach wem anders Ausschau. Die sind jetzt beide um die 80 und necken sich immer noch. Aber nie böse. Er behandelt sie wie eine Königin und sie ist die Königin, die sich aber von niemanden respektlos behandeln lassen würde.
Ich denke, sie muss das auch nicht groß künstlich erzeugen. Das kommt von innen.
 
  • #88
Hm ... ich denke, das ist ein bestimmter Typus Mann, der so in eine Beziehung geht, und ja, der ist nicht gerade entwickelt, wenn er für Liebe was leisten will.
Für mich rein persönlich gilt: wenn eine Frau schon am Anfang kompliziert ist, irgendwelche Regeln aufstellt, komische Versprechungen für irgend eine "Gegenleistung" haben will, dann wird mir das zu kompliziert.
Und für ihn kommt schon viel: Er hat ne Frau, die ihm vermittelt hat, dass sie ihm den Rücken freihält, was seine Familiengründung angeht.
Frauen mit der Einstellung sind für mich völlig uninteressant. Ich möchte ja eine Partnerin mit einem eigenen Leben und eigenen Ideen. Dann schaue ich, ob die zu meinen passen. Für "Rücken freihalten" habe ich schon lange eine Putzfrau.
Diese Männer müssen die sein, die den Mythos in die Welt brachten, dass alle guten Männer schon vergeben seien.
Der Mythos wird von den Frauen in die Welt gesetzt, die keinen Mann finden, der sich auf sie einlassen möchte. Das würden "die Guten", die sie aus der Ferne anschmachten, wohl auch nicht tun.
 
  • #89
Und klar; große, sportliche Männer haben mit Sicherheit eine große Auswahl an Frauen.
Es gibt immer 2 Wege
- eigene Ansprüche zu senken - dann wichtig und gut, wenn die Ansprüche unrealistisch sind. Den Mann, der seriös 10 Mios im Jahr netto hat - den gibt es extrem selten und in jung, sportlich und gross noch seltener.
- seine eigene Attraktivität steigern
Dein Aussehen scheint ok zu sein .... ist es dein Auftreten, dein Stil, deine Art zu sprechen, deine liebenswerte Seite ..... auch ?

Was macht Lea aus? Wofür steht Lea ? Kann Lea unbeschwert Spass haben ? Kann Lea alle Fünfe gerade sein lassen ?

Ich habe den Eindruck, dass du unbedingt einen Mann suchst, damit du einen hast. Gross und sportlich und jung soll er sein. Und eine Beziehung mit dir wollen. Also bist du hinter diesen Jungs mit Verbissenheit her.
Tja, die begehrten Männer wollen aber wissen, wie ein Leben mit Lea wäre - bevor sie sich binden. Muss nur der Mann Wünsche erfüllen oder bekommt er auch seine Wünsche erfüllt ? In diesem Bereich sehe ich deine Defizite. Du konntest keinen dieser Männer auch annähernd faszinieren. Deswegen sind sie wieder weg und du weisst vermutlich gar nicht, warum sie nicht bleiben wollten.
Überleg mal, ob ein wenig Wahrheit in meinen Vermutungen steckt.
 
  • #90
Wenn ich Deine Worte lese, dann lese ich auf jeden Fall das Freiheitsbedürfnis eines Mannes. Er nennt sich Tom
Nein @Ikigai - viele Männer haben ein solches Freiheitsbedürfnis - nicht so ausgeprägt wie meines, aber doch vorhanden.

Für uns Männer - und hier spreche ich wirklich für die meisten - ist es eine sehr schöne Phase, eine tolle Frau kennen zu lernen. Wir überlegen uns gerne Dinge, die wir mit ihr machen können. Und damit meine ich nicht nur den Sex. Warum das so ist ? Weil in dieser Phase auch die Frau zeigt, Interesse daran zu haben, mit genau diesem Mann etwas zu unternehmen. Und was wird sehr oft daraus ? Ihr werden die Kosten für Friseur und Kosmetika, Kleidung und Schuhe vorgehalten - ihm das Fussballtraining, das Bier mit den Kumpels und das Auto, das jeden Samstag gepflegt wird. Dabei hat ihm doch gerade ihre aparte Erscheinung gefallen - und ihr der sportliche Mann, der bei seinen Kumpels beliebt ist und sie immer mit einem sauberen Auto abgeholt hat. So selten ist das nicht - lies doch all die Threads von all den eingeschlafenen Lieben .....

Schau dich um - wie wenige ältere Paare unternehmen noch gemeinsam etwas ? Wir haben bei den Oldtimertreffen genau ein Paar - beide sicherlich um die 80, beide lachen sich an, sie hakt sich bei ihm unter, wenn er fragt, ob sie einen Kaffee mag, er hält ihr die Türen auf ....... Beide erzählen gemeinsam von Wochenenden in Rom, von Picknick oder auch vom täglichen gemeinsamen Spaziergang in Corona Zeiten .... und die beiden haben die Goldene Hochzeit einige Jahre hinter sich.

Die beiden leben nicht im Gefängnis - die Jungs, die sich am Sonntag davonstehlen müssen, um ein Treffen zu besuchen, die jedes Bier in den Mund gezählt bekommen, die jeden Tag Streit mit ihrem Hausdrachen haben .... die schon.

Glaubst du immer noch, dass nur ich so denke ?
 
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