• #31
TE versteif dich nicht auf diese Diagnose, ADHS oder ADS. Und das sagt dir jemand, der diese Diagnose hat, es ist kein Allheilmittel.

Bei mir wurde die Diagnose erst als Erwachsene gestellt und ich hatte noch diverse andere gesundheitliche Probleme. Besorg deinem Kind und dir Hilfe aber hoffe auf keine Diagnose die dich als Mutter und dein Versagen in der Erziehung besser dastehen lässt, denn eine Diagnose wie ADS, die erfordert besondere Erziehung und die musst du dann auch leisten.
 
G

Gast

  • #32
Das Mädchen um das es hier geht ist 9 Jahre

Die Mutter wundert sich dass die ihr peinliche Tochter sie nicht tröstet wenn sie Streit mit dem Vater hat. Beide Texte dieser "Mutter"' zeugen von voelliger Überforderung mit ihrer eigenen Tochter und von sonst gar nichts. Ich kann dir TE nur Raten schleunigst selbst fuer dich Hilfe zu suchen um zu lernen wie man seinem eigenen Kind Liebe zeigt.

M48, Vater dreier Kinder
 
G

Gast

  • #33
Das Mädchen um das es hier geht ist 9 Jahre

Die Mutter wundert sich dass die ihr peinliche Tochter sie nicht tröstet wenn sie Streit mit dem Vater hat. Beide Texte dieser "Mutter"' zeugen von voelliger Überforderung mit ihrer eigenen Tochter und von sonst gar nichts. Ich kann dir TE nur Raten schleunigst selbst fuer dich Hilfe zu suchen um zu lernen wie man seinem eigenen Kind Liebe zeigt.

M48, Vater dreier Kinder
Die TE:

Ich weiß ja, dass ich mitschuldig bin an der Entwicklung und gebe auch zu, dass ich oft überfordert war und bin mit meiner Tochter.
Wir haben sie wahrscheinlich zu oft sich selbst überlassen, weil mein Mann und ich so stark mit der Lösung unserer eigenen Probleme beschäftigt waren.

Doch es ist auch frustrierend, wenn ein Kind heftige Wutanfälle bekommt, wenn es bei Spielen verliert.
Wenn es so unsportlich und ungeschickt ist und keinen Ball fangen kann.
Wenn man immer wieder bemerkt, wie sehr es mit seinem Verhalten auf die Ablehung bei anderen Kindern stößt.
Wenn es bei den Kindern von Bekannten einfach ein Spielzeug stielt, weil es sich nichts böses dabei denkt.
Wenn es von Bekannten attackiert wird, warum es sich so auffällig in der Wohnung umsieht und es noch vieles lernen müsse.
Wenn es vor lauter Tagträumerei vieles von seiner Umwelt gar nicht wahrnimmt.

Aber das wir professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen, das ist mir bewusst.
 
G

Gast

  • #34
Es steht mir nicht zu dich anzugreifen . Hier soll nicht gerichtet, sondern geholfen werden.

Du erkennst, was falsch gelaufen ist. Das ist gut, aber ruhe dich jetzt nicht darauf aus, sondern hol dir und deinem Kind Hilfe.
Weißt du an wen du dich wenden kannst ?
Kann dich jemand dabei unterstützen? eine Freundin, dein Partner, ein Verwandter ...etc.
Jetzt gilt es alles dafür zu tun , damit es deiner Tochter und auch dann dir besser geht. Kümmere dich drum . Deine Paarprobleme versuche für einen Moment zur Seite zu stellen, um die kannst du dich wieder kümmern, wenn die Problembehandlung deiner Tochter läuft.
Du schaffst es. Schon der Schritt , hier zu schreiben war richtig. Jetzt hast du viele Impulse- mach das Richtige draus!!!
Alles Gute dir und deiner Tochter.
überfordert zu sein ist kein Versagen. Versagen ist , sich dessen nicht bewusst werden und keine Hilfe holen wollen.
 
G

Gast

  • #35
Als mutter macht man sich oft vorwürfe. Kinder sollte man großziehen wollen. Du kannst ihr das ballaielen das ball fangen etc beibringen. Zeitinvestition zeigt aufmerksamkeit und liebe. Übrigens lernen kinder durch das ballspielen ordnung und regeln. Erst du dann nicht, anders funktioniert dieses spiel nicht, das ist erziehung und regelsetzung durch spiel und spaß und ganz ohne zurechtweisung.

Achte auf deine mimik. Strahle sie an, kinder lesen schon als baby dein gesicht. Ein kind, das hinfällt und nicht weiß, was es davon halten soll, wird zuerst dein gesicht beurteilen, bevor es sich entscheidet weiterzumachen oder zu heulen.

Nicht nur du hast ein problem, dein kind wurde auch beeinflusst und hat probleme. Wenn liebe fehlt, gehts im laufe der zeit in wut ueber. Ein kind, das mit liebe gefuellt ist, gibt es auch weiter an die eltern. Wenn sie nicht zum kuscheln kommt, dann kennt sie das nicht.
 
G

Gast

  • #36
Noch mal die TE

An #33 und #34:
Ihr glaubt also, dass die Verhaltensauffälligkeiten meiner Tochter rein psychischer Natur sind?
Weil sie bisher zu wenig Anerkennung und Liebe bekommen hat?

Ihr glaubt also nicht an die hier geäußerte Vermutung, es könnte sich um eine Form von Autismus handeln?

Es erleichtert mich natürlich, dass bei meiner Tochter dann wohl keine Behinderung vorliegt, aber es ist natürlich auch schwer sich so viele Erziehungsfehler einzugestehen.
 
G

Gast

  • #37
Noch mal die TE

An #33 und #34:

Es erleichtert mich natürlich, dass bei meiner Tochter dann wohl keine Behinderung vorliegt, aber es ist natürlich auch schwer sich so viele Erziehungsfehler einzugestehen.
Ich bin nicht die #33 und/oder 34, aber ich will dir trotzdem antworten.

Inzwischen sehe ich ein bisschen klarer. Familien- und Erziehungstherapeuten sagen oft, dass Probleme eines Kindes eigentlich immer systemisch zu sehen sind, also die Eltern und ihr Verhältnis zueinander einbezogen werden muss.

Bei euch ist das mittlerweile sehr deutlich. Lasst euch helfen - als ganze Familie.
Ob deine Tochter nun autistisch ist, an ADS leidet oder ob ihre Auffälligkeiten "rein psychischer Natur sind", kann hier niemand sagen.

Mach dir keine Schuldgefühle und lass dir keine machen!
Du hast IMMER dein BESTES gegeben, da bin ich ganz sicher.
Auch für dich war und ist nicht immer alles ganz einfach.
Deine Ehe scheint nicht ganz unkompliziert zu sein, euer Kind ist es auch nicht.

Mach dir keine Vorwürfe. So etwas kommt vor - oft.
Es geht nicht um Schuld, das kann ich gar nicht häufig genug wiederholen.

Die Verantwortung dir selbst, eurer Ehe, eurem Kind gegenüber ist, euch allen helfen zu lassen.
Lass dir nicht einreden, alles wäre ganz normal (ist es nicht), aber wirf dir kein Versagen vor.
Wir alle machen Fehler. Das ist bedauerlich, aber menschlich.
Es passiert, trotz aller guten Absichten, und es ist nicht rückgängig zu machen.
Schau nach vorn und überleg, was JETZT daraus zu machen ist.

Du bist auf dem richtigen Weg; geh ihn weiter.
Euch allen alles Gute! Ich bin sicher, ihr schafft das.
 
G

Gast

  • #38
Noch mal die TE

An #33 und #34:
Ihr glaubt also, dass die Verhaltensauffälligkeiten meiner Tochter rein psychischer Natur sind?
Weil sie bisher zu wenig Anerkennung und Liebe bekommen hat?

Ihr glaubt also nicht an die hier geäußerte Vermutung, es könnte sich um eine Form von Autismus handeln?

Es erleichtert mich natürlich, dass bei meiner Tochter dann wohl keine Behinderung vorliegt, aber es ist natürlich auch schwer sich so viele Erziehungsfehler einzugestehen.

Liebe FS,

ein Forum kann dir da nicht helfen. Du kannst doch noch gar nicht erleichtert sein, bevor du keine Diagnose hast. Geh bitte zu einem Fachmann oder einer Fachfrau für sowas. Das musst du unbedingt tun. Das ist deine Pflicht!
 
G

Gast

  • #39
Noch mal die TE

An #33 und #34:
Ihr glaubt also, dass die Verhaltensauffälligkeiten meiner Tochter rein psychischer Natur sind?
Weil sie bisher zu wenig Anerkennung und Liebe bekommen hat?

Ihr glaubt also nicht an die hier geäußerte Vermutung, es könnte sich um eine Form von Autismus handeln?

Es erleichtert mich natürlich, dass bei meiner Tochter dann wohl keine Behinderung vorliegt, aber es ist natürlich auch schwer sich so viele Erziehungsfehler einzugestehen.
Es wäre also für Dich leichter zu akzeptieren, dass Ihr "Schuld" am Verhalten Eurer Tochter seid, als dass sie "behindert" ist? Bist Du Dir da wirklich sicher? Es gibt nämlich keine Pille, die Deine Tochter einfach so "normal" macht und sie Eure offensichtlich grossen Partnerschaftsprobleme, die fehlend Nestwärme usw. vergessen lässt. Langsam frage ich mich auch, warum Du/Ihr so lange wartet, bis Eure Tochter einem Arzt vorgestellt wird, wenn Ihr doch das Beste für Euer Kind wollt. Entschuldige, wenn mein Beitrag nicht besonders freundlich formuliert ist, aber mir fehlt einfach das Verständnis für Eltern, die schon bei der Geburt des ungewollten Kindes merken, dass etwas nicht rund läuft zwischen ihnen und sich keine Hilfe suchen.
Noch etwas zum Thema "Autismus". Es gibt Studien, wonach Kinder, deren bakterielles Darmmilieu gestört ist (Antibiotika in früher Babyzeit z. B.), autistisch werden können. Eine Ernährungsumstellung kann helfen. Das nur als Zusatz für Interessierte.
 
G

Gast

  • #40
Kinder mit Autismus oder ADHS sind nicht behindert, sie sind anders als der Durchschnitt, haben oft aussergewöhnliche Fähigkeiten, bedürfen aber einer besonderen Förderung.
UND: es ist normal wenn Du als Mutter mit so einem Kind überfordert bist. Zumal man nie weiss, was genau los ist. Weder Familie noch Schule bieten idR eine grosse Hilfe, Du bist Tag und Nacht mit dem Kind zusammen, kannst Dich ja auch emotional nie davonmachen wie zb eine Lehrerin.
Durchschnittskinder erziehen ist schon nicht einfach, geschweige denn, Kinder die etwas anders sind als der Durchschnit
 
G

Gast

  • #41
Noch mal die TE

Es erleichtert mich natürlich, dass bei meiner Tochter dann wohl keine Behinderung vorliegt, aber es ist natürlich auch schwer sich so viele Erziehungsfehler einzugestehen.
Weißt du, das mit dem "Fehler eingestehen" kann man auch übertreiben, denn es bedeutet ja, nach hinten, in die Vergangenheit zu schauen. Das hat aber nur so lange Sinn, wie man daraus Schlüsse für Gegenwart und Zukunft zieht.

Mach dir klar, dass du die Vergangenheit nicht ändern kannst. Es ist Energieverschwendung, wenn du jetzt über Hätte und Wäre nachgrübelst. Deine Tochter IST wie sie ist.
Aber: Sie ist erst 9, es ist noch jede Menge Zeit, ihr zu helfen. Ob nun Therapie oder was auch immer, es ist nicht zu spät. Also such dir Beratung und Hilfe wie ja hier schon viele im Forum empfohlen haben.
Und egal was rauskommt, ob nun behindert oder was auch immer: Deine Tochter wird ihren Weg im Leben gehen, wie auch immer der aussehen wird. Deine Aufgabe ist es, sie zu begleiten, zu stützen und irgendwann auch loszulassen. Du musst nicht alles richtig machen, wer kann das schon.
Mach dir selbst immer wieder klar, was DU ändern kannst und was nicht. Deine Tochter als solches kannst du zum Beispiel NICHT ändern, genau so wenig wie irgendeinen anderen Menschen. Du kannst ihr nur helfen, sich zu ändern, wenn sie es denn wirklich will.

Und denk nicht nur über deine Tochter nach, sondern auch mal über dich: Bist du glücklich mit dir selbst?
 
G

Gast

  • #42
Zitat von Gast;480770Deine Paarprobleme versuche für einen Moment zur Seite zu stellen:
Nein, die Paarprobleme sollen eben NICHT zur Seite gestellt werden, denn die haben eine Menge mit den Problemem der Tochter zu tun - und umgekehrt.
Jeder Familien-/Erziehungstherapeut wird das bestätigen.