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Gast

  • #1

Meine Tochter 14 ist zum Vater gezogen

Liebe Mamas, meine Tochter ist 14 geworden und zum Vater gezogen. Wir sind geschieden, haben beide neue Partnerschaften und in meinem Haushalt lebt eine jüngeres leicht behindertes Kind. Meine Tochter ging zum Vater, nach massivem selbstverletztendem Verhalten, Suizidgedanken. Sie will nicht mehr nach Hause zu mir zurück. Beim Vater, der Musiker ist und bald wieder an jedem Wochenende unterwegs sein wird fühlt sie sich wohler. Dort ist sie mit dessen Lebensgefährtin dann allein. Leider hat sie dort alle Freiheiten und LEIDER hatte sie bei mir aus ihrer Sicht zu wenige. Ansonsten war es ihr daheim wegen dem Geschwisterkind zu stressig. Gymnasium verlassen, Riesenrealschule, in ihrer Klasse Anteil an türkischen Schülern ca. 50%, daheim Zimmer mit Lichtschacht also kein Fenster im Keller, also ein Kellerzimmer, im Internet ich sie Portale Smeet etc. mit Fotos, Wohnort... ich kann nichts machen und vermisse sie unendlich. Habt ihr Erfahrung?
 
  • #2
Was genau ist Deine Frage? Die Tochter hat ein Mitspracherecht und die Entscheidung ist gefallen. Sie fühlt sich wohler beim Vater und warum sollte sie eher bei Dir als beim Vater wohnen? Akzeptiere ihre Entscheidung und fertig.
 
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Gast

  • #3
Hallo FS,

Du solltest sie erstmal laufenlassen, Deine Tochter schien wohl überfordert mit der Situation bei Dir zuhause, daher auch Suizidgedanken, etc. Der Umzug zu ihrem Vater bringt jetzt vielleicht erstmal Beruhigung in die Lage. Deinen Zeilen entnehme ich Angst, dass sie abstürzen könnte. Die Gefahr besteht immer, aber mache Dich bitte nicht verrückt deswegen. Du kannst jetzt erstmal nichts machen und solltest auch nichts machen. Wenn sie den Kontakt zu Dir sucht, sei für sie da, aber unaufdringlich und gemässigt. Das mit dem "unendlich vermissen" kenne ich gut, aber das musst Du durch....

[Mod.= (trotzdem) überflüssig und gelöscht]

Viel Glück, FS.
m/42
 
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  • #4
Liebe FS:

Ich hatte mal das gleiche erlebt. Mit 15 wollte meine Tochter weg von mir; und ich habe ein ordentliches, normales Leben! Sie hatte sich im Laufe eines Jahres sehr geändert (Pubertät), und alles sollte anders sein.
Es ging ca. ein halbes Jahr gut bei meinem Ex und seiner neuen Frau - bis die Frau zu meinem Ex sagte: entweder die Tochter verschwindet oder die Frau. Mein Ex wählte die neue Frau, wodurch er sich selber disqualifizierte. Ich habe mir ins Fäustchen gelacht. Damit war der Fall erledigt!
Töchter in diesem Alter vermissen das männliche Elternteil, idealisieren den Vater, wollen der Mutter "eins auswischen", sehen die Welt schwarz/weiß.
Das beste, was du tun kannst, ist freundlich sein, deine Tür offen halten und dann den Dingen ihren Lauf lassen. Irgendwann muss man die Kinder ziehen lassen, und je mehr man festhält, desto mehr entfernen sie sich. Wenn du jetzt Souveränität zeigst, wird sie dich eines Tages bewundern.
Ich weiß, in der Situation tut es verdammt weh!!! Aber der Weg ist nach vorne schauen, Optimismus zeigen, dein eigenes Leben leben.

Viel Glück !!!
 
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  • #5
Verliere keine Zeit mehr mit einer anderen Idee. Taffe Tochter, hat alles schonfür sich geregelt.
Du hast sie nicht verloren, sie wird die Lösung auch für Dein Problem finden - und geniesse dann, wenn Du und sie Gemeinsamkeiten pflegt.
 
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  • #6
Vorab, ich kann Dich, aber auch deine Tochter verstehen. Bin selbst Mutter, habe derzeit einige Probleme mit meinem Kind und überlege sogar manchmal, ob es besser wäre, sie zöge zum Vater. Aber - wie bei dir - die Regeln sind weicher, der Einfluss noch geringer - Realschule könnte dann ebenso Thema werden.

Dass das behinderte Kind (ist es ein echtes Geschwichterkind oder ein Patchwork-Geschwisterkind?) für deine Tochter zu stressig ist, kann man verstehen, insbesondere weil sich sicherlich viel bis alles um das andere Kind dreht. Beim Vater hat sie Prinzessinnenstellung sowie Zeit und Platz für sich. Dann nimmt sie sogar das Kellerabteil in Kauf, nur um ihre Ruhe zu haben.

Lass sie ziehen und wenn du Glück hast, kommt sie zurück. Vielleicht nicht in Form von wieder einziehen, aber in Form von Freundschaft und Verständnis für dich als Mutter. Wenn du sie jetzt gängelst, ist sie weg. Sei froh, dass der Vater dem überhaupt zugestimmt hat, immerhin ist die Situation für ihn und seine LG nun auch eine kpl. andere.

Besinne dich deines Lebens, zahl nun für sie ordentlich den Unterhalt und finde neue Lebensinhalte für dich. Über kurz oder lang wäre deine Tochter sowieso flügge geworden. Dann nutze die Zeit jetzt schon. Wie gesagt, ich wäre manchmal froh, diese Freiheit schon zu haben...
 
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  • #7
<MOD: Angriffe gelöscht. Schreiben Sie sachlicher.>

@FS Trotzdem erst mal loslassen und darauf hoffen und daran arbeiten, daß sich die Zeiten wieder ändern. Eine 14jährige wird mal 16, 18 und 25 und dann sieht die Welt meistens wieder anders aus!
Alles Gute dabei! M/47
 
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Gast

  • #8
Als ich Teenie war, hätte ich das Kellerzimmer vermutlich total cool gefunden.
Lass sie los, die andere Umgebung tut ihr gut, vor allem, wenn sie sowieso psychische Probleme hat (ich hoffe, sie ist in Behandlung?). Die kommen ja nicht von ungefähr. Auch dass sie mit der Lebensgefährtin dann allein sein wird, muss ja nicht so schlimm sein. Klar, dass das Dir einen Stich gibt, aber ich wette, dass Deine Tochter es nicht so wie Du sieht.
Davon abgesehen, scheint es, als müsstest Du Dich sowieso mit der Situation abfinden - würdest Du sie wirklich zwingen wollen, dass sie bei Dir wohnt, wenn Du weisst, dass sie das partout nicht möchte? Wenn Du jetzt entspannt und "erwachsen" bleibst, wird sie vielleicht eines Tages bei Dir ihre Sorgen und Stress mit der neuen Familie besprechen.
Als Teenie habe ich ein Jahr lang freiwillig jeden Tag bei einer Frau in der Nachbarschaft verbracht. Ich fand es schön, dort etwas anderes zu sehen, erleben etc. Das war nie gegen meine Eltern gerichtet.
 
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  • #9
Schuldgefühle ist das sinnloseste was Du Dir nun machen kannst.
Schenke/Gebe Deiner Tochter LOB, dass sie wieder an ihre Fähigkeiten glaubt, für Schule, und was alles so ausserhalb der Schule an sie gelangt.
Meine Erfahrung ist, dass Jugendliche gerne die Stärke der väterlichen Hand brauchen, das ist absolut ein gesundes Verhältnis. Für Dich ist es leidlich, doch irgendwann kannst auch Du wieder zur Ruhe kommen.
 
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  • #10
Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist. Man hat das Gefühl, versagt zu haben, eine schlechte Mutter zu sein.
Aber so ist es nicht, du bist wahrscheinlich eine ganz normale, liebende Mutter.
Deine Tochter ist mitten in der Pubertät und muss sich ihren Weg ins Leben erkämpfen. Du warst immer diejenige, die sie geführt und geleitet hat und ihr Grenzen aufgezeigt hast. Nun ist es normal, dass sie sich gerade gegen dich auflehnt. Gegen wen auch sonst? Sie glaubt, dass sie es beim Papa und seiner Partnerin leichter hat, wird aber bald merken, dass ihr dort entweder der Reibungspunkt fehlt, an dem sie wachsen kann, oder dass es genauso anstrengend sein wird, wenn die beiden nämlich merken, dass es ohne Grenzen nicht geht.

Also sei mutig und lass sie zu ihrem Vater. Vertraue darauf, dass du alles richtig gemacht hast und dass sie ihren Weg finden wird. Der Weg muss nicht immer gerade sein, manche Jugendliche müssen Umwege gehen um zum Ziel zu kommen.

Mein Sohn ist auch mit 18 zu seinem Vater gezogen. Danach hat es eben mit seinem Vater häufig gekracht und ich musste vermitteln. Inzwischen habe ich ein besseres Verhältnis zu ihm als jemals zuvor.
 
  • #11
aslo deine Tochter zeigt ja ziemliche psychische Auffälligkeiten und daher ist doch der Umzug zum Vater scheinbar eine gute Lösung. Möglicherweise wird ihr dort mit mehr Verständnis und zuwendug begegnet. Deine Infos sind sehr verworren. Ist sie denn in therapeutischer Behandlung oder Betreuung? Das wäre ja nun das mindeste oder nicht? Da scheint mir viel im argen zu sein, vielleicht solltest du dich selber auch beraten lassen um zu analysieren, was da bei euch schief gegangen ist. Und letztlich kann der Vater ein genausoguter Erzieher sein wie die Mutter und die Einschätzung alles wäre beim Anderen viel lockerer und einvacher ist fast immer falsch. Der Fokus liegt nur bei allen Menschen woanders. Der andere Elternteil ist nur in anderen Bereichten strenger oder konsequenter
 
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  • #12
Das sehe ich etwas anders als die Mehrheit hier. Deine Tochter ist erst 14. Sie ist noch nicht erwachsen und kann daher aus gutem Grund ihren Aufenthaltsort nicht einfach selbst bestimmen. Sie ist zu jung, um eine solche Verantwortung zu tragen. Dieser Verantwortung müssen die Eltern sich stellen. Eine derartige Entscheidung eines Kindes einfach so zu akzeptieren, damit macht man es sich meines Erachtens zu einfach und wird seiner Verantwortung als Eltern nicht gerecht.

Ein Kellerzimmer und ein ständig abwesender Vater sind nicht gerade ideal für Deine Tochter, auch wenn sie selbst das vermutlich "cool" findet. Ein Schulwechsel vom Gymnasium auf die Realschule stellt Weichen für die Zukunft und ist keine Kleinigkeit. Suizidgedanken schon gar nicht. Ich bewundere Deine Stärke. Ein behindertes Kind und nun noch die Sorge um die ältere Tochter, das kann nicht einfach sein! Ich finde aber gut, dass Du Dir diese Gedanken machst, ich würde so etwas auch nicht einfach akzeptieren.

Hast Du mit dem Vater Deiner Tochter gesprochen? Wie sieht er das? Vielleicht kann Deine Tochter ja für einen gewissen Zeitraum bei ihm bleiben, unter der Bedingung, dass die schulischen Leistungen besser werden. Darauf sollte der Vater achten. Sicher ist ein behindertes Geschwister sehr schwer für Deine Tochter. Klar. Aber für Dich ist das auch nicht einfach. Vielleicht kannst Du ihr das erklären? Suizidgedanken dürfen natürlich nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Aber vielleicht geht es hier ja vor allem um Aufmerksamkeit, die Deine Tochter bekommen möchte?

Ich finde jedenfalls, Du solltest es nicht einfach "laufen" lassen. Auch wenn Du nichts erreichst, zeigen Deine Bemühungen Deiner Tochter, dass es Dir nicht nur um das behinderte Geschwisterchen geht, sondern auch um sie. Ich drück die Daumen, dass alles gut wird. w 34
 
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  • #13
@11. wenn die Eltern damit einverstanden sind, kann die Tochter in diesem Alter doch frei wählen, ob sie beim Vater oder bei der Mutter wohnen will. Vorausgesetzt, es ist grundsätzlich möglich. Und ein Mädel von 14 braucht keine 24 Std. Rundumbetreuung mehr, sie hängt vielmehr in ihrem Zimmer oder mit Freundinnen herum, chattet, schaut TV usw. Beim Schulwechsel gebe ich dir grundsätzlich Recht, aber wenn Kinder nichts lernen, da können Eltern sie auch nicht hinprügeln und schwupps sind sie eine Schule untendrunter. Die Konfliktherde auseinander zu ziehen, wird beiden gut gut. Wenn die Tochter erstmal den Alltag beim Vater kennen lernt, ist dieser ggf. auch nicht mehr so spannend.
 
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  • #14
@ 12 hier die 11. ja, wenn die Eltern einverstanden wären, dann hättest du völlig Recht. aber hier ist die Mutter ja gerade NICHT einverstanden. Natürlich kann man kein Kind zum Lernen zwingen. Aber man kann und sollte schon ein bisschen Druck ausüben und Schulversagen nicht einfach hinnehmen. Chatten, mit Freundinnen rumhängen und TV gibts halt nicht, wenn es in der Schule nicht stimmt. Man muss Kinder (auch mit 14 sind es noch Kinder) schon auch anleiten und zumindest versuchen, sie in die richtige Richtung zu drängen. Es müssen ja keine Topnoten sein und eine Ehrenrunde ist auch kein Drama. Aber eine dauerhafte Leistungsverweigerung und ein Schulwechsel, der eigentlich nicht notwendig wäre, das muss doch nicht sein. Wenn die Eltern hier keinen Druck ausüben, dann badet es letztlich das Kind aus. Irgendwann wird es seine jugendliche Bocklosigkeit nämlich bereuen. Allerdings stimme ich Dir zu, dass der Vater im Alltag sicher nicht so spannend ist, wie aus der Ferne. Vielleicht löst sich damit wirklich einiges an Problemen.
 
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  • #15
@11 von 12 - sorry, aber ohne dir zu nahe treten zu wollen, mit 34 wirst du kein Teenagerkind dein eigen nennen - daher ist es für dich nicht nachvollziehbar, wie die Kids hier ticken und agieren bzw. nicht agieren. Man redet sich den Mund fusselig und es passiert: NICHTS. Wenn sie die Schule innerlich verweigern, da kommst du auch mit Strenge und Verboten nicht weiter. Du kannst kein Kind zum Lernen zwingen, wenn es nicht selbst erkennt, was es und für wen es das tut.

Zudem ist die Mutter/FS traurig darüber - aber sie kann das Mädel auch nicht zwingen, bei ihr zu bleiben, insbesondere, wenn der Vater zustimmt, dass sie zum ihm kommt. Umkehrschluss: die Tochter haut einfach ab und taucht unter - dann doch lieber bewusst beim Vater.

Solltest du selbst Kinder haben, genieß die Zeit bis 9 Jahre - danach wird es schwierig, frustrierend und ein Eiertanz ohne Gleichen. Habe mich gerade gestern mit einer Freundin über unsere Töchter unterhalten...
 
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  • #16
Hallo FS,

bei dir und deiner Tochter scheint einiges im argen zu liegen. Ich kann nicht nachvollziehen, dass du dich mit deinem doch nicht einfachen Problem an ein Single-Forum wendest, anstatt dir professionelle Beratung zu holen. Die gibt es in meiner Stadt kostenlos und annonym.

Wieso kannst du nichts machen?????

Du kannst zum Jugendamt gehen, dir Erziehungshilfe holen, du kannst für dich selber Hilfe holen, denn mein Eindruck ist, dass du hilflos dastehst und schon früher hilflos warst, denn wenn ein Kind sich selbt verletzt und die anderen von dir geschriebenen Symptome zeigt, muss schon viel früher einiges bei euch in der Familie schief gelaufen sein.

Also wach auf, handle, such dir die passende Hilfe (auch im Interesse des anderen Kindes) und zwar sofort, es ist bei deiner Tochter und auch bei dir "5 vor 12".

w 47, die in der Familie die gleiche Problematik hatte
 
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  • #17
Ich danke euch für die vielen Antworten. Bei #11 fühle ich mich sehr angesprochen.
Wir werden auf jeden Fall eine Familientherapie beginnen und ich hoffe, dass wir die Vergangenheit damit ein wenig beleuchten können.
Natürlich wäre sie irgendwann in den nächsten Jahren flügge geworden und trotzdem habe ich mir für sie eine andere Zukúnft gewünscht und sie gern länger behütet ABER ohne wie eine Glucke zu sein. Das geht gar nicht, ich arbeite 30 Stunden und habe für meine kleine Tochter (Diagnose: Frühkindlicher Autismus) eine Nachmittagsbetreuung an 3 Tagen/Woche. Auf meine Arbeit bin ich angewiesen, froh, dass ich in einem sehr familiären Klima arbeiten kann und konnte meinen Kindern damit unseren normalen guten Lebensstandard, der aber nicht von Luxus geprägt ist erhalten. Ein Freund (Jurist) hat gesagt "(..) hättest du lieber deinen Intellekt verwandt, alle Mittel vom Staat zu kassieren und Harz IV bezogen und wärest daheim geblieben". Ich kann so nicht denken, ich bin kein Schmarotzer und war trotz Arbeit für meine Kinder da und sie waren in geborgener Umgebung. Wer nicht da war, das war der Vater, der unsere austistische Tochter so wenig herausgenommen hat, sodass nur selten Zeit für mich und die größere Tochter blieb. Meine Tochter hat mit aller Kraft ihren Vater bewegt sich um sie zu kümmern. Das tut mir mehr weh als ihr selbst die Schnittwunden, die sie sich zufügte.
 
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  • #18
Deine Tochter ist mit 14 schon sehr Erwachsen.
Pupertät ist prutal für alle beteiligten.
Wenn sie das Gynasium geschmissen hat, hat sie die nötige Reife noch nicht.
Da muss sie selber durch.
Lass sie gehen.
Spüre aber in Deinen Worten noch anderes.
Du bist verletzt, weil sie sich von Dir abgewendet hat. Aber eigentlich meinst Du immernoch Deinen ex Partner, der ja in Deinen Augen ( nur Musiker) ist.
Du fandest das mal ganz toll.
Bitte trage die Trennung von Deinem Ex nich auf dem Rücken deiner Tochter aus.
Du hast Dir Mühe gegeben, sie will das nicht. Deine Tochter ist alt genug, um langsam Konsequenzen zu tragen.
Ich denke sie wird es schon merken und kommt zurück
 
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  • #19
zu#17

Bei allem Respekt, deine Gedanken sind naiv. Ein 14jähriges Mädel, was sich selbst verletzt etc. hat m. E. eine psychische Erkrankung und braucht schnellstens therapeutische Hilfe. Sie ist gar nicht in der Lage, von alleine zu merken, dass ihr Entschluss zum Vater zu gehen, falsch ist.

So geborgen kann die Umgebung der Tochter nicht gewesen sein, wie die FS zu meinen scheint, ansonsten hätte sich ihre Tochter nicht zu einem Mädchen entwickelt, was sie selber Schaden zufügt. Ihr könnt ja mal im Internet googlen, was die Ursachen für solch ein Verhalten ist.

Die Vergangenheit muss nicht nur ein wenig beleuchtet werden, da muss richtig aufgeräumt werden, damit das Mädchen geheilt wird, die Mutter endlich aufwacht, auch im Interesse der kleinen Tochter.

Ich habe inzwischen von drei anderen ähnlichen Fällen gehört bzw. gelesen, dass Mädels die am Anfang der Pupertät stehen, so mit 11 Jahren, und dann noch ein Geschwisterchen bekommen, oft am Rad drehen und psychische Probleme bekommen. Für mich als Mutter ist es nicht nachvollziehbar, warum einige Mütter nicht daran denken, dass es manchmal ungünstige Zeiträume gibt, wo es im Interesse des ersten Kindes, nicht günstig ist, ein weiteres Kind zu bekommen.

Ich verstehe auch nicht, warum die FS sich nicht schon viel früher Hilfe geholt hat. Ihr hätte m.E. bewußst sein müssen, dass der späte Nachkömmling und die leichte Behinderung negatie Auswirkungen auf die weitere Entwicklung ihres ersten Kindes haben kann.
 
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  • #20
Einmal eine andere Perspektive dazu:

Im späten Teenager-Alter (und später), habe ich mich auch selbst verletzt, allerdings ohne Suizidgedanken. Es hatte meist mit einem Gefühl des Alleinseins und der Ablehnung durch geliebte Menschen zu tun. Die Trennung der Eltern ist ein klassischer Auslöser. Das allerwichtigste in einer solchen Situation ist es meiner Meinung nach, dem jungen Menschen den Rücken zu stärken, Liebe zu zeigen und den Raum zu lassen, sich selbst kennen zu lernen. Eltern versuchen oft, durch Einfluss auf äußere Umstände (Schule, Wohnsituation, Freizeit etc...) das Innenleben ihrer Kinder zu "behandeln". Die Tochter sucht sich intuitiv den Ort, an dem sie sich am meisten akzeptiert fühlt, also in ihren Augen am wenigsten an ihr "rumerzogen" wird. Mit 14 hat man seinen eigenen Kopf. Man vergisst oft, wie wahnsinning unsicher, verletzlich und emotional, aber auch wie unglaublich durchsetzungsfähig pubertierende Jugendliche sind. Jeder geht anders mit Herausforderungen des Erwachsenwerdens und mit seelischen Schmerzen um. In jedem Fall sind Druck und Vorwürfe kontraproduktiv. Sein Kind spüren zu lassen, "ich vertraue Dir, ich weiß, es geht Dir gerade nicht gut, Du kannst immer zu mir kommen" ist der bessere Weg. Das bedeutet nicht, es einfach "laufen zu lassen" und sich nicht für das Umfeld des Kindes zu interessieren, aber mit Zwang kommt man bei einer 14-jährigen wohl kaum weiter. Durch das "Rumdoktern" und gut gemeinte Ratschläge meiner Eltern ohne eine vorherige Analyse, was in mir vorging, habe ich mich seinerzeit sehr unverstanden und abgewertet gefühlt. Man denkt mit 14 einfach noch nicht wie ein Erwachsener, ist aber definitiv auch kein Kind mehr. Professionelle Hilfe ist ist vorliegenden Fall sicherlich erforderlich, um dem Teenager die Unterstützung bei ihren Problemen zu geben, die sie braucht. Letzlich geht es um das Wohlergehen der Tochter.
w(auch 34)
 
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  • #21
Liebe #19 vielen Dank für Ihre ehrlichen Worte. Wir bekommen hoffentlich die Möglichkeit eine Familientherapie zu machen und ich hoffe sehr, dass unsere Tochter wieder Licht sehen kann. Ich habe das Gefühl so vieles falsch gemacht zu haben, dabei wollte ich nur das Beste, wie vermutlich alle Eltern. Ich habe meiner Tochter ein Bild gegeben: Vater und Mutter gehen mit einem 2,5 jährigen Kind auf einen Spielplatz und das Kind rennt direkt zum Klettergerüst und klettert los. Wer wird wohl was tun....Nur bei einem getrennten Paar findet LEIDER der Ausgleich nicht mehr statt und dann kann es viel leichter passieren, dass man im Glauben alles richtig zu machen, das Falsch tut. So fühle ich es bei mir. Aber auch die stressige Situation mit der Kleinsten hätte ich selbst einfach gar nicht noch mehr verändern können als ich es ohnehin schon getan habe.
 
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  • #22
Bei allem Verständnis gibts trotzdem auch noch meine Seite, die ich gar nicht leben oder denken darf, ich empfinde es als Riesenungerechtigkeit, dass der Vater sich all die Jahre nur um seine kreative künstlerische Selbständigkeit und seine Freundin gekümmert hat, die sich nun mit unserer Tochter betraut ist und seine Verantwortung auch noch übernimmt. Ob sie das gut macht kann ich nicht beurteilen, aber mit Zungenpiercing und Tattoo, abgebrochener Schulbildung ist sie sicher im absolut coolen Fokus meiner Tochter. Das macht mir einfach Sorgen. Das wollte ich auch nicht bieten. Ich hatte diese Phase ohne Tattoos und Piercings schon ein paar Jahre her... Meine Tochter war kaum aus der Psychiatrie entlassen, da waren ihre Haare 3x umgefärbt. Ich habs nichts gemacht, hab ich gedacht, Mensch warum eigentlich... ich hatte Sorge, dass sie auf dem Gymnasium von dem sie nun geflogen ist noch mehr aneckt. Dabei habe ich ihr trotzdem immer gezeigt, dass ein Realschulweg eine sinnvolle Alternative sein kann, sie also nie in etwas gezwungen, das sie nicht wollte. Und zu guter Letzt fehlen von Heute auf Morgen nicht nur Kindergeld und Unterhalt, nein der löst sich nich nur auf sondern muss und will gezahlt sein. Bei mir entsteht ein fast 1000 Euro Loch..huchh. Ad hoc Wohnung aufgeben und Sozialwohnung suchen. 2Zimmer-Whg, mit Kind gerade noch bezahlbar, und was, wenn sie zurückkommt. Das Schlimmste aber, sie fehlt mir, so unendlich. Ich hoffe, dass sich das für sie alles lohnt und dass es eine echte Chance ist und ich den Vater wirklich unterschätze. Dann stehe ich zwar da wie der Depp, aber dem Kind gehts gut. Das ist das Wichtigste und wir bekommen irgendwann wieder eine Basis. Im Moment weiß ich nicht, wie ich sie treffen kann, weil mir immer die Tränen kommen.
 
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  • #23
@21: oh, also doch auch eine Geldsache - Kindergeld fehlt dir nur zur Hälfte, 50 % stehen dir zu. Aber bei euch liegt viel mehr im Argen, als du uns in der Frage kund tatest.
 
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  • #24
Liebe #18
ich habe meine Kinder bekommen, weil ich Kinderwunsch hatte. Die Diagnose ergab sich erst 2 jahre nach der Geburt des 2. Kindes, das außerdem noch einen gutartigen Tumor hatte und wir deshalb viel bei Ärzten unterwegs waren und sie mit 9 Wochen notoperiert wurde.
Als meine Tochter auffällig wurde, habe ich sofort Schritte eingeleitet und sie kam zu einer guten Kinder- udn Jugendtherapeutin. Sie hat bei einem Freund unzählige Horrorfilme gesehen über das Internet und seitdem war sie völlig verändert, da fing das alles an.
Ich selbst bin aufgrund der Situation meiner behinderten Tochter mit ihr selbst in einer Verhaltenstherapie, ich glaube sagen zu können, dass ich sehr engagiert für meine Kinder bin.
Ihren Kommentarklingt abwertend. Wir leben hier nicht in China in der Einkindehe und mit Mann sollten 2 Kinder durchaus machbar sein oder? Was machen denn 8köpfige Familien, sind die Kinder dann alle psychisch gestört nur weil die Mutterliebe durch 6 Kinder geht?
ABER wir haben keine Großeltern gehabt und gewusst, dass wir allein auf uns gestellt sein werden und wir haben es immerhin 11 Jahre geschafft. Das ist eine lange Zeit. Trotzdem sind wir an einen Punkt gekommen, der mehr als nachdenklich macht. Und meine Tochter vermisse ich einfach so sehr, dass ich selbst nicht weiß, wie ich den Schmerz aushalten soll. Natürlich ist etwas im Argen, wenn ein Kind sich die Haut verletzt und meint von Dämonen besessen zu sein. Wer so etwas bei seinem Kind beobachtet lässt sie nicht ohne Sorge ins Netz, die Kinder empfinden das anders.
 
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  • #25
FS,

du hast uns von Anfang an nicht alles gesagt. Deine Tochter war schon in der Psychatrie gut, aber was willst du hier in einem Single-Forum? Du hast doch schon alles gemacht, was du tun konntest.

Oder suchst du hier nur jemand zum "reden" oder willst dich ausheulene, oder suchst Anteilnahme oder Mitleid?

Was versprichst du dir hier, wenn du hier fragst....?

w 47
 
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Gast

  • #26
#24 ist das ein Single Forum?
Ich habe ausgeholt, um die Situation besser zu erklären.
Anteilnahme und Mitleid zu erhaschen sind nicht der Grund meiner Fargestellung. Ich suche Meinungen von Menschen, denen es ähnlich ergangen ist oder die sich einfühlen können in so eine Situation und es interessiert mich, welche Erfahrungen sie gemacht haben.
#19 hat einen sehr interessanten Beitrag geschrieben, da es die Sichtweise aus der Sicht des Kindes beschreibt.

Ich habe Sorge meine Tochter mental zu verlieren und versuche einen gesunden Weg zu gehen, ein derzeit seelisch krankes Kind zu begleiten und zu schützen, wo es sich gar nicht schützen lassen will.
Unsere Kinder werden in einem System und in einer Gesellschaft groß, die sehr rauh und ungeschützt ist. Das habe ich erleben müssen, denn meine Tochter hat massiv Horrorfilme im Internet bei einem Freund gesehen und danach trat diese Wesensveränderung ein, die ihren Ursprung aber bestimmt schon viel früher gefunden hat, möglicherweise in der Trennungssituation und des Umgangs ihrer Eltern miteinander.

Doch wie geht man damit um, mit dem augenblicklichen Verlust. Wie viel Loslassen ist richtig? Wie viel Schutz notwendig, wenn du sie im Internet ungeschützt findest...
Soll ich auf regelmäßigen Umgang bestehen, wenn sie nicht will.
Mama ist blöd da will ich nicht mehr hin, erzählt sie ihrer Schwester. Ist das tolerabel?
Sie meldet sich gar nicht, soll ich sie trotzdem anrufen. Das sind meine Fragen, für die mir die Antworten fehlen, weil das Pro und Kontra sich gegeneinander aufhebt.
Nein ich suche kein Mitleid.

FS
 
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  • #27
"...Und zu guter Letzt fehlen von Heute auf Morgen nicht nur Kindergeld und Unterhalt, nein der löst sich nich nur auf sondern muss und will gezahlt sein. Bei mir entsteht ein fast 1000 Euro Loch..huchh. Ad hoc Wohnung aufgeben und Sozialwohnung suchen...."

So geht es zig tausend Vätern in diesem Lande und keinen Menschen interesiert es.

sorry, aber das musste ich jetzt mal loswerden

@FS

Mein Sohn ist mit 16 zu mir gezogen, da er die "achsotolle Familienidylle" mit dem Trennungsgrund nicht mehr ausgehalten hat. Meine Ex hat auf dem Jugendamt auch solche Behauptungen aufgestellt wie: zu viele Freiheiten, keine Grenzen, etc. Die Krönung: Ich habe schlechten Einfluß, denn sonst käme er ja wohl nicht auf die Idee aus einem tollen EFH in mein 2-Zimmer-Wohnclo (siehe oben) zu ziehen.

Jetzt nach gut einem Jahr sieht es so aus, dass sich seine schulischen Leistungen verbessert haben, sich seine Beziehung zu seiner Mutter deutlich entspannt hat - er geht regelmäßig hin, allerdings verweigert mir meine Ex nach wie vor den Umgang mit meiner Tochter. Vermutlich hat sie Angst, dass ihr diese Einnahmequelle auch noch wegbricht (siehe oben).

Fazit: Wenn es Dir ernsthaft (!) mehr um das Wohl Deiner Tochter geht, dann lass sie ihre eigenen Erfahrungen mit dem Leben beim Vater sammeln. Eigentlich kannst Du nur gewinnen. Entweder es läuft gut wie bei mir, dann gehts Deiner Tochter gut und Euer Verhältnis bessert sich. Oder es läuft beim Vater nicht so toll, dann kommt Deine Tochter wieder zu Dir, weiß was sie dort hat und ihr fehlt das Totschlagargument "dann gehe ich eben zu meinem Vater".

(m/44)
 
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  • #28
Liebe FS

Sei Nicht enttaeuscht über Deine Tochter.
Erklaere, - Betrachte Dich - Warum Du-Enttaeuscht- bist- Ueber- Dich-Selbst ?

Entleere erst mal Deinen eigenen inneren Müll, bevor zu beginnst Deine Tochter zu heilen.
Ich kann Dein Gefühl sehr gut verstehen, wenn Du jetzt getrennt sein musst von Deiner Tochter.
Die (kompromisslose) GESUNDHEIT Deiner Tochter sollte Dir über alles gehen.!
 
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  • #29
zu#25

Meines Erachtes bist du tatsächlich falsch hier. Elite Partner ist eine Single-Börse, wo man sicherlich auch Fragen zu Familie stellen kann, aber in Zusammenhang mit den Single-Dasein.

Deine Problematik gehört in Fachhände bzw. es gibt andere Foren, wo du dich kostenlos anmelden kannst und wo du genau richtig wärst und dich mit anderen Betroffenen austauschen kannst.

Ich kann dir immer wieder nur empfehlen, hole dir proffessionelle Hilfe und nicht Ratschläge oder Tipps von wildfremden Menschen. Die können deine Geschichte und deine Probleme aufgrund der paar Zeilen von dir nur sehr subjektiv betrachten und von daher kann dir hier m.E. keiner helfen.

Warum holst du dir keine Hilfe bei einer geschulten Sozialpädagogin etc? Dir kann dir genau auf dich abgestimmt sagen, ob es was bringen würde, deine Tochter anzurufen oder nicht.

Bei allem Respekt, deine Zeilen wirken auf mich etwas naiv oder unreif.

w 47
 
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  • #30
Zu 18#
Du hast natürlich recht. eigentlich braucht das Mädchen Hilfe.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, glaube ich nicht so recht an profesionelle Hilfe.
Die Eltern brauchen Hilfe. Vater und Mutter brauchen Hilfe, damit sie die Tochter verstehen lernen. Es ist nicht die Tochter, ich befürchte es ist die Mutter.

Liebe FS lass Dir helfen!
 
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