• #1

Meine Freundin will noch in der Nähe ihrer Eltern bleiben. Versteht ihr, dass ich unsicher bin?

Hallo (M, 30), ich hab eine Fernbeziehung mit meiner Freundin (28).
Bisher war alles ok. Nun möchte meine Freundin, dass wir in eine Wohnung zusammenziehen. Wir sind mittlerweile 2 Jahre zusammen. Grundsätzlich hab ich kein Problem damit. Das eigentliche Problem ist, dass ich meinen jetzigen Job kündigen und einen neuen Job in der Nähe von ihrer Stadt suchen muss. Der Grund ist, sie möchte noch in der Nähe von ihren Eltern leben. Ich denke, sie ist emotional abhängig von ihren Eltern. Ihr Vater macht alles für sie. Letztes Mal hat er ihr beim Autokauf und Versicherung geholfen. Naja... Eigentlich hat sie für das Auto nur bezahlt. Der Vater hat sich um alles gekümmert. Wenn sie zu mir fährt, packt ihr Vater ihre Sachen in den Autokofferraum ein. Der Grund ist, sie hat dann ein Gefühl von Sicherheit.
Jetzt bin ich hin und hergerissen, ob ich meinen jetzigen Job kündige, da ich sehr zufrieden mit meinem Job bin und dort gute Karriere machen kann.
Meine Freundin sagte, sie möchte nur dann heiraten, nachdem wir mindestens 1 Jahr zusammenleben. Ich hab damit kein Problem. Aber das könnte anders laufen. Man weißt ja nie.
Wenn ich später unzufrieden mit dem neuen Job wäre, würde ich mir Sorge machen, da ich dann meiner Freundin dir Schuld gebe.

Ich würde mich auf eure Ratschläge sehr freunden. Danke im Voraus!
 
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  • #2
Habt ihr über deine These der "Abhängigkeit" gesprochen?

Das mit dem Autokauf und den Versicherungen finde ich nicht so dramatisch, denn das klingt mir, als hätte sie etwas ausgesourced von dem sie vielleicht keine Ahnung hat bzw. mit dem sie sich nicht beschäftigen will und der Vater ist dann der
Fachmann. Schwierig fände ich das nur, wenn sie quasi blind dem Vater folgt, nur was er sagt, macht sie etc. Das mit dem Auto packen hingegen, klingt für mich nach Petra-Pan. Wie ist dein Verhältnis zu ihren Eltern?

Manche deiner Formulierungen (bitte nicht falsch verstehen) klingen für mich, als seist du OK mit ziemlich Vielen, aber so 100% ist es diese Beziehung auch nicht. Z. B. "Grundsätzlich hab ich kein Problem damit"

Was hält dich sonst zurück? Außer der Job (das ist natürlich ein wichtiger Faktor)? Ist ein Kompromiss möglich? Zum Beispiel, dass sie zunächst zu dir zieht, die Perspektive/das Ziel ist, zurück in ihre Heimat zu ziehen?
 
  • #3
Was mir dazu durch den Kopf geht:
1.) Eure Fernbeziehung läuft über welche Distanz in etwa? Wie oft habt ihr euch bisher gesehen und waren die Besuche abwechsenld, einseitig?
2.) Wie stehen die Jobchancen für in deiner jetzigen bzw. in ihrer Region? Wenn es dir bei einem neuen Arbeitgeber nicht gefällt, findest du dann mit großer Wahrscheinlichkeit schnell etwas anderes?
3.) Ein Beispiel aus meinem Umfeld: mein Kollege war zwei Jahre aus dem Job draußen, wegen einer Fernbeziehungsfrau - es hat nicht geklappt und nun ist er zurück. (also schlag die Tür dort nicht zu sondern versuche, dir hier eine Option offen zu lassen)
 
  • #4
Lieber FS,
Du willst, dass ausgerechnet Deine als unsicher und von ihren Eltern emotional abhängige Freundin das volle Risiko auf sich nimmt, welches Du scheust? Meinst Du das ernst?

Wenn ich später unzufrieden mit dem neuen Job wäre, würde ich mir Sorge machen, da ich dann meiner Freundin dir Schuld gebe.
Ja, und wenn es Deiner Freundin genauso geht, dann bist Du Schuld, aber das ist Dir ja egal, Hauptsache Du riskierst nichts - sehr partnerschaftlich.

Grundsätzlich sollte m.E. derjenige umziehen, der in seinem Umfeld weniger gut integriert ist, der anpassungsfähiger und belastbarer ist und das wäre nun nicht Deine recht unselbstständige Freundin.

Jetzt bin ich hin und hergerissen, ob ich meinen jetzigen Job kündige, da ich sehr zufrieden mit meinem Job bin und dort gute Karriere machen kann.
Bei mir waren alle Wechsel die ich gemacht habe genutzte Aufstiegschancen. Dich treibt ja keiner, einen x-beliebigen Job in ihrer Region anzunehmen.
Offensichtliich hast Du in den 2 Jahren eures Zusammensein nicht einmal daran gedacht, dass der saure Apfel des Wechsels auch auf Deinem Teller liegen könnte (vorausgesetzt, dass sie umzieht) und hast ihre Region garnicht für Dich beruflich evaluiert. Das solltest Du jetzt nachholen oder sofort klarstellen, dass Du nicht umziehst.

Grundsätzlich würde ich darüber nachdenken, ob jemand der mit 28 Jahren derart unselbstständig ist und in den Klauen der Familie bleiben will der richtige Partner für eine Familiengründung ist.
Meine Antwort würde "nein" lauten, weil die Familie ständig in eurem Leben präsent wäre und alles regeln wollte, sie nie selbstständig wird.
Sie muss umziehen, um erwachsen zu werden und eine eigene Familie zu gründen, aber sie willl nicht und damit wäre für mich das Ende erreicht.

Wie oft habt ihr euch bisher gesehen und waren die Besuche abwechsenld, einseitig?
Guter Punkt. Kennt sie Dein Umfeld? Weiß sie worauf sie sich einlässt?
 
  • #5
Das eigentliche Problem ist, dass ich meinen jetzigen Job kündigen und einen neuen Job in der Nähe von ihrer Stadt suchen muss. Der Grund ist, sie möchte noch in der Nähe von ihren Eltern leben. Ich denke, sie ist emotional abhängig von ihren Eltern. Ihr Vater macht alles für sie.
Du machst den allergrößten Fehler deines Lebens, was scbon sehr viele vor dir getan haben, für sie den Job kündigen! Sie soll erst einmal erwachsen werden, bevor sie an das zusammenziehen denkt, ihre emotionale Abhängigkeit zu ihren Eltern, wird dich in dieser Beziehung nicht glücklich machen!
Der Vater hat sich um alles gekümmert. Wenn sie zu mir fährt, packt ihr Vater ihre Sachen in den Autokofferraum ein. Der Grund ist, sie hat dann ein Gefühl von Sicherheit.
Wow, du bist mit einem Vaterkind zusammen!
Jetzt bin ich hin und hergerissen, ob ich meinen jetzigen Job kündige, da ich sehr zufrieden mit meinem Job bin und dort gute Karriere machen kann.
Du machst den allergrößten Fehler, wenn du für eine Frau deinen Job kündigst, wäre der Fall umgekehrt, alle Frauen würden der Frau sagen, mach den großen Fehler nicht!
Meine Freundin sagte, sie möchte nur dann heiraten, nachdem wir mindestens 1 Jahr zusammenleben. Ich hab damit kein Problem. Aber das könnte anders laufen. Man weißt ja nie. Wenn ich später unzufrieden mit dem neuen Job wäre, würde ich mir Sorge machen, da ich dann meiner Freundin dir Schuld gebe.
Mann du bist erst 30, du hast doch noch lange Zeit zum Heiraten, diese Frau muss es doch nicht sein, sie möchte ja jetzt schon über dich bestimmen, mit umziehen und in einem Jahr heiraten, das geht garantiert schief, was komnt da noch, was wird das noch werden?
 
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  • #6
Hey, folgende Punkte dazu:

- Ich nehme beim Autokauf auch gerne Hilfe von anderen an, da ich mich mit Autos nicht auskenne. Beim letzten Kauf haben mein Cousin und mein Vater mir Rat gegeben. Ich finde es normal, dass man da die Hilfe eines mit Autos erfahrenen Mannes annimmt! Warum hast du sie nicht dabei unterstützt? Ich finde es normal, dass der Partner mich beim Autokauf berät und unterstützt.

- Ich finde es auch normal, dass man erst heiratet, wenn man mal zusammen gelebt hat.

- Ich finde es ziemlich unfair, dass sie erwartet, dass du alles aufgibst und sie macht nichts. Warum zieht ihr nicht in die Mitte? Warum sucht sie sich keinen anderen Job? Wie weit ist die Entfernung?

- Ich würde nur umziehen, wenn der neue Job vergleichbar mit dem alten ist. Wenn ihr mal ne Familie gründet, dann seid ihr vor allem von deinem Job abhängig. Oder verdient sie genug, die Familie dann alleine mit Kind zu ernähren, auch in der Elternzeit?

Fazit: Klärt noch andere Optionen, zb dass sie umzieht, ihr aber regelmäßig zu ihren Eltern fährt. Schau, welche Jobs du dort bekommen würdest, und dann überlegt ihr weiter. Vielleicht findest du ja dort nen besseren Job? W30
 
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  • #7
Nun möchte meine Freundin, dass wir in eine Wohnung zusammenziehen.

Bei einer Fernbeziehung bedeutet das immer, dass einer von beiden umziehen muss. Wie sehen Deine beruflichen Pläne auf Dauer aus? Wie ihre? Wie sind die Chancen in welcher Region für beide?
Wie weit weg ist die Wohnung von ihren Eltern? Wie sieht es mit Deinem Umfeld aus? Fühlst Du Dich in ihrem Umfeld wohl?

Ich bin im Leben ein paar mal beruflich bedingt über größere Strecken umgezogen. Je nach Job ist räumliche Flexibilität heute relativ selbstverständlich. Aktuell habe ich eine Bewerbung 300 km weit weg laufen, wobei meine Berufs-, Lebens- und Beziehungsphase eine andere ist als Deine. Wenn Du in Deinem Job "überall" etwas bekommst und das problemlos, dann kannst Du problemlos umziehen. Bei ihr analog.

Ich finde, man muss das Gesamtpaket betrachten. Wenn ihr Kinder plant, seid ihr vielleicht froh um die Eltern.
 
  • #8
Ich verstehe dein Dilemma. Du bist mir ihr noch nicht lange zusammen und ihr führt eine Fernbeziehung. Ich habe mich damals für den Beruf entscheiden und bin nicht umgezogen.
Welche Entscheidung du treffen sollst, kannst nur du wissen. Du musst ehrlich zu dir sein und sagen können: "Ich müsste meinen tollen Job kündigen, aber ich liebe sie und unsere Liebe wird dadurch noch stärker." Allerdings schreibst du, dass ihr noch sehr mit ihrer Familie verbunden ist und das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Ich persönlich könnte keine Fernbeziehung führen und würde niemals wegen der Liebe, die bei auch noch nie so stark ausgeprägt ist, meinen Beruf aufgeben. Dir kann ich nur raten mit ihr darüber zu sprechen und wie sich das vorstellt. Alles andere müsst du/ihr entscheiden. Viel Glück.
 
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  • #9
Ich schließe mich dem @INSPIRATIONMASTER an. Sie ist nicht erwachsen und hängt noch am Rockzipfel ihres Vaters. Sollte sie sich von dort abnabeln, wird sie sich an Deinen Rockzipfel hängen. Dann musst Du sie betüteln in dieser intensiven Art, in der sie das gewohnt ist. Willst Du das?

Job behalten, nicht zusammenziehen - mein Rat!

Im Zweifelsfall sie lieber ziehen lassen.
 
  • #10
Bei einer Fernbeziehung bedeutet das immer, dass einer von beiden umziehen muss.
Das stimmt so nicht, man kann in die Mitte ziehen, dann werden beide umziehen, das dürfte meistens die bessere Lösung sein!
Wenn ihr Kinder plant, seid ihr vielleicht froh um die Eltern.
Das kann auch große Probleme geben, wenn die Eltern zu viel Einfluss auf die Enkel haben und überhaupt auf das gesamte eigene Familienleben!
 
  • #11
Ich würde meinen guten Job, den ich mag und wo ich mich mit den Kollegen verstehe und gute Aufstiegschancen habe, nicht leichtfertig, sondern nur für die Liebe meines Lebens aufgeben. Ist sie das? Ihr sprecht schon über Heiraten? Eine Arbeit und ein berufliches Umfeld, das einem gefällt, ist viel wert und nicht so leicht erneut zu finden. Ich würde von meinem Partner nie verlangen, dass er seinen unbefristeten, tollen Job kündigt. Aber ich bin auch kein Typ für Fernbeziehungen.

Ansonsten kenne ich viele Leute um die 30, die einen guten Kontakt zu ihren Eltern haben, wichtige Entscheidungen besprechen und sich beraten und unterstützen lassen, mache ich auch. Das ist oft so, wenn man noch in derselben Stadt wie die Eltern wohnt. Wer dagegen mit 16 auszieht und durch die Weltgeschichte turnt, hat vielleicht ein distanzierteres Verhältnis zu den Eltern. Magst du denn ihre Eltern?
w26
 
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  • #12
Wenn sie zu mir fährt, packt ihr Vater ihre Sachen in den Autokofferraum ein.
Sich beim Autokauf beraten zu lassen, finde ich normal, würde ich auch machen. Aber er packt ihre Sachen ein? Meine Frage: Wohnen die denn im selben Haus oder direkt nebeneinander? Oder ruft sie ihren Vater extra an, wenn sie zu dir fahren will, er fährt dann zu ihr und hilft beim Packen? Wie muss ich mir das vorstellen? 🤔 Wohnt sie noch bei den Eltern oder hat sie eine eigene Wohnung? Sehen sie sich täglich?
 
  • #13
Ich habe immer einen Grundsatz....in einer Beziehung werden Dinge nicht gemacht, die jemand gar nicht will!

Und da habt ihr ein Problem...streicht man...weg von den Eltern und weg vom Job, schließt es fast alles aus.

Es sei denn die Mitte ist machbar
Und das hängt von eurer Entfernung ab.
Oder von den Jobmöglichkeiten...wenn ein Wechsel zb für Dich ein Sprung nach oben ist.

Wichtig wären mir aber auch die Argumente von der Gegenseite
Ja ich möchte zb auch nicht mehr weiter als eine Stunde von meinen Eltern weg.
Ich bin aber schon älter und meine Eltern sind alt, als einzelne möchte ich die Chance haben ihnen zu helfen, wenn es nicht mehr alleine geht.
Aber nicht mehr ums verwöhnt werden meinerseits.

Und so sehe ich eine unterschiedliche Punktezahl....in dem Alter finde ich Job gewichtiger als verwöhnt werden.

Wie sieht es denn mit Ihrem Job aus?

Muss sie Eltern und Job aufgeben, wäre die Gewichtigkeit bei ihr wieder höher.

Bei großen Entscheidungen ist eine Vergabe von Punkten nach Wichtigkeit immer sehr hilfreich.
 
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  • #14
Also erstmal finde ich es etwas krass, dass die Dame hier als unselbständig und unreif tituliert wird, nur weil sie beim Autokauf den Vater mit ins Boot nimmt, und weil sie nicht wegziehen will?! Nah!

So. Also ich führte auch eine Fernbeziehung über 2 Jahre, über etwa 1000 km. Also, von Anfang an steht die Frage im Raum: wer ist bereit umzuziehen, damit die Bindung eine Zukunft hat? Nun, sie hat sich klar positioniert. Nun liegt es an dir. Wenn keiner von euch sich annähern möchte, wird das alles nix.

Ich bin umgezogen nach Deutschland. Bin nun von meiner Familie weit entfernt, und ich kann dir sagen, es ist meistens nicht schön. Ich kann deine Freundin verstehen. Jedoch war es bei uns von Anfang an klar, dass ich komme: mein Partner spricht nicht die Sprache meines Ursprungslandes. Ich führte die Beziehung von Anfang an mit dem Gedanken: wenn es gut läuft, Ziehe ich um.

Ihr müsst also sprechen und die Fakten sammeln. Wie ist der Berufsmarkt bei ihr? Wo würdet ihr wohnen, kannst du die Nähe ihrer Eltern akzeptieren? Magst du sie? Ist es für sie wirklich unmöglich, in der Mitte eine Wohnung zu mieten und ihr beide seid etwa gleich weit von Job und Familie?

Wenn es keinen Konsens gibt, werdet ihr euch leider trennen. Ich wünsche euch einen ehrlichen und erfolgreichen Austausch. Und bitte ohne Anschuldigungen. Ihr beide seid normal. Auch sie, wenn sie in der Nähe der Eltern bleiben möchte (ist sie vielleicht sogar Einzelkind, dass sie sich auch bisschen verantwortlich fühlt für ihre Eltern?). Auch Du, wenn du weniger Nähe zur Familie möchtest.
 
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  • #15
Ich denke, sie ist emotional abhängig von ihren Eltern. Ihr Vater macht alles für sie. Letztes Mal hat er ihr beim Autokauf und Versicherung geholfen. Naja... Eigentlich hat sie für das Auto nur bezahlt. Der Vater hat sich um alles gekümmert. Wenn sie zu mir fährt, packt ihr Vater ihre Sachen in den Autokofferraum ein. Der Grund ist, sie hat dann ein Gefühl von Sicherheit.
Dann weißt du, was auf dich zukommen wird.

Werde dir bewusst, ob du so eine Partnerin wirklich fürs Leben willst und ob dein Zögern nicht eher damit zusammenhängt.

Ich habe Männer erlebt, die unter so einer Frau später sehr gelitten haben, weil ihr Verhalten zunehmend zur Belastung wurde. Vor allem als Kinder ins Spiel kamen und die Ehemänner neben Job auch noch ihr ständig das Händchen halten mussten, in allen anderen Lebensbereichen.

Mit Sicherheit hat sowas doch nichts zu tun. Eher damit keine Verantwortung tragen zu wollen. Wenn andere für einen die Entscheidungen treffen, kann man diese auch für die Konsequenzen heranziehen. Funktioniert natürlich nicht, wenn man es selbst macht.

Wenn ich keine Ahnung von einer Thematik habe, dann lese ich mich in die Thematik ein. Das Internet macht es möglich...

Ich würde ihr an deiner Stelle klar machen, dass du eine erwachsene Frau willst und kein kleines Mädchen, um das du dich später dann auch nich kümmern musst. Du wirst es sonst irgendwann bereuen ...
 
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  • #16
Also erstmal finde ich es etwas krass, dass die Dame hier als unselbständig und unreif tituliert wird, nur weil sie beim Autokauf den Vater mit ins boot nimmt, und weil sie nicht wegziehen will?! Nah!
Na jemanden ins Boot holen, ist etwas anderes, als jemanden die komplette Entscheidungsgewalt zu überlassen.

Erwachsen zu werden, bedeutet eben auch, dass sichere Nest zu verlassen und auf sich allein gestellt zu sein. Ansonsten landet man in der absoluten Naivität, wo man ständig andere braucht, weil man nicht in der Lage ist sich selbst einigermaßen zu vertrauen. Nennt sich in der Psychologie Selbstwirksamkeit = ich selbst bin in der Lage etwas zu bewirken.

Es hat schon seine Gründe, warum in unseren Breitengraden, Menschen selbst im höheren Alter, innerlich noch unselbständige Kinder sind. Weil der harte Cut fehlt, der den Übergang von einem Lebensabschnitt in einen anderen darstellt.

Mit einer Überbehütung geht auch immer suggestiv einher, dass die eigenen Eltern einen für schwach und unfähig halten und einem daher alles abzunehmen glauben.

Ich könnte mir eine Partnerschaft mit einem solchen Menschen null vorstellen. Dann reden bei allen möglichen Dingen indirekt immer ihre Eltern mit? Na gute Nacht ....wenn das kein Konfliktpotenzial beherbergt. Das geht nur mit jemanden gut, der ebenso am Nabel von Mami und Papi hängt...
 
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  • #17
Lieber Fs,
ich verstehe die Unsicherheit.

Habt ihr schon mal zusammen gewohnt? Das enge Verhältnis zu den Eltern, das zu Konflikten in der Beziehung führen kann. Wo würdet ihr wohnen?
Du gibst dafür Dein jetziges Leben auf samt Wohnung und Job.
Macht sie auch irgendetwas für Eure gemeinsame Beziehung?

Wenn Du tatsächlich zu ihr ziehst, überlege Dir, was Du von ihr erwartest (z.B. welche konkreten Grenzen muss sie setzen gegenüber ihren Eltern; regelmäßige gemeinsame Besuche bei Deinen Eltern ).
Du darfst schon auch etwas fordern.

Sie scheint familiär zu sein. Das wird sich nicht ändern.
 
  • #18
Ich finde es echt schräg, wie hier anhand zweier Umstände (Autokauf und Kofferraum) Schlüsse auf die angebliche Unselbständigkeit der Freundin gezogen werden. Meine Güte, bei uns packt auch mein Mann die schweren Taschen in den Kofferraum und wenn er schon stapelt, die leichten Sachen natürlich gleich mit. Vom Vater ist es einfach eine nette Geste.
Ums Auto kümmert sich ebenfalls mein Mann. Er hat davon mehr Ahnung als ich. Ich wette, diese klassische Rollenverteilung gibt es in den meisten Familien, auch wenn wir Frauen uns als emanzipiert bezeichnen. Ob die Freundin emotional abhängig ist, kann ich anhand dieser zwei Umstände nicht beurteilen, mir fehlen dazu eine Menge anderer Fakten.

Wenn ihr zusammenziehen wollt, wird immer einer von euch beiden den kürzeren ziehen. Das ist DAS Kernproblem von Fernbeziehungen. Wir lesen hier im Forum in regelmäßigen Abständen von Problemen dieser Art. Der eine will seine Arbeit und sein Umfeld nicht aufgeben, der andere ebensowenig. Unverständnis auf beiden Seiten. Meistens sind es die Männer, die erwarten, dass Frau sich bewegt.

Ich bin aus diesen Gründen bewusst nie eine Fernbeziehung eingegangen. Wäre es aber so gewesen, hätte ich glaube ich eine Pro- und Contra-Liste erstellt. Wer findet wo leichter wieder einen Job/zu welchem Gehalt/wer ist familiär mehr eingebunden usw. Warum macht ihr das nicht auch?

Und liebe Männer: kommt mal vom hohen Ross herunter, dass euer Job und eure Gründe wichtiger wären, als die der Frau. Die 50er sind lange vorbei.

W35
 
  • #19
Bei einem Umzug hast du viele Risikofaktoren. Erstens musst du deinen jetzigen Job kündigen und einen neuen Job finden und bei dem neuen Job auch durch die Probezeit gehen. Beim Zusammenziehen mit deiner Freundin gibt es auch eine einjährige Probezeit und dann noch die sehr starke Bindung von deiner Freundin zu ihrem Vater belastet dich auch noch. Alles in allem musst du viel investieren und es kann gut sein, dass nach einem Jahr alles aus ist. Persönlich würde ich solche Risiken nur aus einem einzigen Grund für einen anderen Menschen in Kauf nehmen und das wäre nur aus uneingeschränkter und bedingungsloser Liebe.
Bei euch ist aber vieles kopflastig und es wird viel kalkuliert und pro und Kontras auf geschrieben. Es ist für mich ein Zeichen dafür, dass Ihr es beide nicht so ganz wollt.
Ich würde erst die Zusammenwohnen unter die Lupe nehmen. Im Moment können viele in Home Office arbeiten. Kannst Du auch in HO gehen? Wenn ja, nutze die Gelegenheit und verbringe viel Zeit bei ihr und schaue, ob es klappt. Erst wenn diese Kompatibilität vorhanden ist, würde ich über weitere Maßnahmen nachdenken.
 
  • #20
Ja, es ist immer die beste Lösung, wenn Beide alles aufgeben - Freunde, Familie, Beruf. Und wer wirklich liebt, tut es mit Freude. Ironie off.

Man kann eine Liste machen.
Mag man den jeweils anderen Wohnort.
Wie sieht es mit Job aus, soziales Netzwerk. Pixi67s Punktevorschlag ist gut.

Inwieweit ist die Bindung zu den Eltern nur eng, oder ist sie wirklich unselbständig?
Wie alt ist sie?
Autoversicherung - bei meinem Partner und mir laufen die Versicherungen über uns, aufgrund der Prozente.
Auto packen, ist der Vater hilfsbereit oder...
FS, ist es am Ende nur eine enge Bindung, die Du nicht gewohnt bist?

Aber vor allen Überlegungen solltest Du die Partnerschaft anschauen, bist Du zufrieden? Ist es für Dich die Frau, mit der Du zusammen leben möchtest?
Du klingst nicht überzeugt. Dann würde ich nicht umziehen.
Sondern die Partnerschaft auf den Prüfstand stellen, und ggf. meine Konsequenzen ziehen.

Und grundsätzlich,, wenn ich nicht bereit bin, umzuziehen, der andere auch gebunden ist, dann lasse ich mich nicht auf eine Fernbeziehung ein. Sinnlos.

W, 51
 
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  • #21
Ich muss jetzt mal eine Lanze für die Frau brechen. Ich bin 42, verheiratet und Mutter und würde nie weit weg von meiner eigenen Mutter ziehen (mein Vater ist leider schon verstorben). Ich möchte in ihrer Nähe sein, wenn sie mich braucht und auch ich brauche sie oft. Wir haben ein inniges Verhältnis und sie ist meine engste Vertraute, mein Mann hat mich schon oft enttäuscht, meine Mutter niemals!. Mein Vater hat mir vor Jahren auch beim Autokauf etc. geholfen, das finde ich nicht schlimm.
Abgesehen davon würde ich mich in der Ferne unwohl fühlen und hätte Heimweh.
Ich finde es nicht unnormal, in der Nähe der Eltern zu sein.
 
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  • #22
Wir haben ein inniges Verhältnis und sie ist meine engste Vertraute, mein Mann hat mich schon oft enttäuscht, meine Mutter niemals!. Mein Vater hat mir vor Jahren auch beim Autokauf etc. geholfen, das finde ich nicht schlimm.
Abgesehen davon würde ich mich in der Ferne unwohl fühlen und hätte Heimweh.
Ich finde es nicht unnormal, in der Nähe der Eltern zu sein.

Törtchen, ich finde es schön. Vielleicht weil ich es nicht hatte - und ich freue mich, wenn sich unsere Familie nicht zu sehr verstreut.
(Meinem Sohn habe ich auch geholfen😉)
In welchem Maß die Freundin nicht abgenabelt ist, kann man mE aus den Infos nicht heraus lesen.

Ich denke, es ist auch eher nun der Denkanstoß um die Partnerschaft zu prüfen.
Der nächste Schritt wäre nun logisch, und jetzt kommen die Aber...

Da sollte der FS hinfühlen, und schauen, ob es diese Frau für ihn überhaupt noch ist.
Wen nicht, ist es der Zeitpunkt für Konsequenzen.

W, 51
 
  • #23
Lass mich raten: Du möchtest, dass sie zu dir zieht? So läuft das aber heutzutage nicht mehr. Frauen arbeiten und auch sie müssten sich einen neuen Job suchen. Der Kompromiss ist, dass ihr BEIDE umzieht. Wollt ihr das beide nicht, passt es nicht.
 
  • #24
Also erstmal finde ich es etwas krass, dass die Dame hier als unselbständig und unreif tituliert wird, nur weil sie beim Autokauf den Vater mit ins Boot nimmt, und weil sie nicht wegziehen will?! Nah!
NEIN, nicht weil der Vater ihr beim Autokauf hilft, sondern weil der Vater ihre Sachen in den Kofferraum macht, damit sie ein sicheres Gefühl hat und weil sie nicht wegziehen will!
Wenn sie zu mir fährt, packt ihr Vater ihre Sachen in den Autokofferraum ein. Der Grund ist, sie hat dann ein Gefühl von Sicherheit.
Was sind denn das für Unsicherheiten und Ängste?
 
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  • #25
Nun möchte meine Freundin, dass wir in eine Wohnung zusammenziehen. Wir sind mittlerweile 2 Jahre zusammen. Grundsätzlich hab ich kein Problem damit.
Meine Freundin sagte, sie möchte nur dann heiraten, nachdem wir mindestens 1 Jahr zusammenleben. Ich hab damit kein Problem. Aber das könnte anders laufen. Man weißt ja nie.
Klingt beides nicht gerade enthusiastisch und nicht nach einem Partner, auf den sie 100% bauen kann, oder? Vielleicht ist sie deswegen auch nicht so angetan von der Idee, alles aufzugeben?! Ich denke, was Du fühlst, strahlst du auch, für den Partner bemerkbar, aus. Vielleicht hast Du Dich aber auch nur unglücklich ausgedrückt und es ist Quatsch, was ich schreibe.
W32
 
  • #26
Irgendwie klingst du mir sehr passiv.

"Meine Freundin möchte, dass wir zusammenziehen."
-> "Ich hab kein Problem damit."

"Meine Freundin möchte, dass wir nach 1 Jahr heiraten."
-> "Ich hab kein Problem damit."

Aha, und was willst eigentlich DU, aus tiefstem Herzen heraus?
 
  • #27
Ich muss jetzt mal eine Lanze für die Frau brechen. Ich bin 42, verheiratet und Mutter und würde nie weit weg von meiner eigenen Mutter ziehen (mein Vater ist leider schon verstorben). Ich möchte in ihrer Nähe sein, wenn sie mich braucht und auch ich brauche sie oft. Wir haben ein inniges Verhältnis und sie ist meine engste Vertraute, mein Mann hat mich schon oft enttäuscht, meine Mutter niemals!. Mein Vater hat mir vor Jahren auch beim Autokauf etc. geholfen, das finde ich nicht schlimm.
Abgesehen davon würde ich mich in der Ferne unwohl fühlen und hätte Heimweh.
Ich finde es nicht unnormal, in der Nähe der Eltern zu sein.
Und genau so wird es dem FS gehen. Mama und Papa sind die Helden, toll, zuverlässig und der Partner enttäuscht.
Ich glaube dass der Autokauf nur exemplarisch ist, sich hier Hilfe zuholen ist ok. Aber Papa kümmert sich um alles, sogar um das richtige einladen damit Töchterchen nicht von fliegenden Taschen erschlagen wird.
Wäre es ein weiblicheres Thema, hätte es vermutlich Mami gemacht.
Ich kenne solche Fälle, wenn das Kind krank ist, wird erst Mama gerufen weil er als Mann eh keine Ahnung hat, seine Meinung wird völlig ignoriert, egal was er macht, Papa und Mama wissen es besser. Die Eltern haben einen Schlüssel und stehen auch mal ungefragt in der Küche usw. Absurd und ätzend!
Der FS scheint eh nicht richtig überzeugt, daher soll er es beenden..
Er will eine Frau und nicht die ganze Familie, daher bringt das nichts.
 
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  • #28
Wie sieht es denn bei deiner Freundin mit dem Job aus, wie sind da ihre Perspektiven?

Wie weit wohnt ihr auseinander?Vielleicht kann man sich eine gemeinsame Wohnung in der Mitte suchen, deine Freundin kann doch trotzdem regelmäßig ihre Eltern besuchen.
Hin und wieder seine Eltern um Rat zu fragen ist doch nicht verkehrt, sie haben schon Erfahrung die man in jungen Jahren einfach noch nicht hat.

Ich finde solche ganz genauen Zeitpläne in Beziehungen irgendwie unromantisch..

„mindestens 4 Dates dann das und das“
„ein Jahr gemeinsam zusammen gewohnt haben dann darfst du mir einen Antrag machen“

Ich finde, manche „Fortschritte“/ „Meilensteine“ wie Heiraten zb. ergeben sich von selber, irgendwann hat man einfach das Gefühl, es passt alles und man kann sich auch in Zukunft ein Zusammenleben nur mit der Person vorstellen.

Im Job sehe ich solche zeitlich strukturierten Ziele wichtig und gut.

Für mich würde es auch nicht in Frage kommen, einen Mann zu heiraten, ohne vorher zusammengelebt zu haben, einen gemeinsamen Alltag erlebt zu haben, sich noch mal ein bisschen besser kennengelernt zu haben (aber genaue zeitliche Angaben habe ich da keine, dann wann es passt und sich beide der Sache sicher sind, das kann schnell gehen oder aber auch länger dauern).

Wie schon vorher geschrieben ist keiner deiner Wünsche in eurer Beziehung ersichtlich (nur, dass du deinen Arbeitsplatz nicht aufgeben möchtest - das kann ich gut nachvollziehen, denn es scheinen da einige Türen für dich offen zu stehen und Chancen zu bieten).

Ich denke, wenn man sich dazu entscheidet, weiter wegzuziehen, dann sollte man ganz realistisch auch damit rechnen, dass es in gewissen Punkten scheitern könnte (Job/ Beziehung). Man weiß doch gar nicht, ob eine Beziehung dem Alltag stand hält. Man sollte einfach darauf gefasst sein und dann damit „cool“ sein, darauf vorbereitet sein.. das scheinst du nicht, denn du gehst schon davon aus, deiner Freundin dann die Schuld für ein mögliches Scheitern in einem neuen Job zu geben.
Du möchtest deinen Job nicht aufgeben.

W 26
 
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  • #29
In welchem Maß die Freundin nicht abgenabelt ist, kann man mE aus den Infos nicht heraus lesen.

Ich denke, es ist auch eher nun der Denkanstoß um die Partnerschaft zu prüfen.
Der nächste Schritt wäre nun logisch, und jetzt kommen die Aber...

Sehe ich auch so. Ist eine Frau von der Familie abhängig, weil der Vater sich ums Auto kümmert? Da kenne ich aus eigener Erfahrung Mütter, die ganz anders einwirken... Informationen dazu fehlen.

Wie ist denn die Beziehung? Dazu kommt auch auf Nachfrage hier mal wieder nichts. Das würde ich zuerst betrachten. ist die Beziehung tragfähig. Dann stellt sich die Frage nach beiderseitigen beruflichen Möglichkeiten, dann die Frage danach, wo man hinzieht.
5 km Entfernung können ausreichen, um genügend Abstand zu haben. !000 km können zu wenig sein, wenn die Schwiegerfamilie übergriffig ist.
 
  • #30
Wir haben ein inniges Verhältnis und sie ist meine engste Vertraute, mein Mann hat mich schon oft enttäuscht, meine Mutter niemals!. Me
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen, die ein zu enges Verhältnis zu ihrer Mutter pflegen, immer Probleme mit Männern haben.
Es ist schön, dass du ein inniges Verhältnis zu deiner Mama hast, aber du bist nicht mal in der Lage, dich von einem Mann zu trennen, der dich schon so oft enttäuscht hat. Das wirst du auch nie tun, solange du Mama als Airbag im Hintergrund hast. Deine Mutter ist das Gleiche, was die Geliebte für den Mann ist - sie hilft, die Ehe zu stabilisieren, obwohl dort vieles kaputt ist.
Egal wie gut das Verhältnis zu Mutter ist - sie ist nicht deine Freundin, die Hierarchie ist anders, sie wird immer über dir stehen.
Meine Mutter war immer kontrollierend, im Haus meines Exes und später in meiner Wohnung nach der Trennung. Es hat mehrere handfeste Streits bedurft, bis ich meine Grenzen aufgezeigt hatte. Resultat - sie hat aufgehört, mich zu kontrollieren und mir Ratschläge zu erteilen. Mehr noch, seitdem hat sie sich selber verändert, ist entspannter und gelassener geworden, als ob eine Last von ihr abgefallen ist. Sie konnte endlich loslassen, weil sie gesehen hat, dass ich tatsächlich für mich einstehen kann und selbstständig geworden bin. Und wer sich nicht gegen eigene Eltern behaupten kann, der wird auch nicht im realen Leben zurecht kommen.
Heute habe ich gutes Verhältnis zu meiner Mutter, ich vermisse sie sogar und freue mich, wenn sie kommt - da darf ich wieder ein kleines Mädchen sein. Aber ich bin auch in der Lage, selbstständig zu leben und wenn meine Mama mal in ihre alten Muster verfällt, dann bin ich in der Lage, ihr wieder Paroli zu bieten. Da lacht sie auch "ich vergesse ab und zu, dass du schon gross bist".
 
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