• #1

Meine Frau wird immer dicker, was kann ich tun, um Sie zu motivieren?

Meine Frau (Mitte Zwanzig) habe ich vor 6 Jahren online kennen gelernt und wir hatten tolle Gespräche, hatten die selben Werte und Vorstellungen von Beziehung und der Zukunft, so dass schnell eine tolle Beziehung daraus entstanden ist. Allerdings musste ich anfangs noch mein „Beuteschema“ hinterfragen und mich moralisch korrigieren, da sie damals schon sehr, sehr dick war (~110kg bei 1,75m), mir aber unter Tränen hoch und heilig versprach, sie würde das Gewichtsproblem angehen und etwas ändern..
Und da ich im Alter mit Plauze schließlich auch geliebt werden will, und kein Depp sein wollte, der in zwei Jahren seiner wunderschönen und schlanken Fast-Frau über den Weg läuft, die er in die Wüste geschickt hat, weil die Optik nicht gepasst hat, hab ich uns eine Chance gegeben.
Jetzt sind wir seit 6 Jahren zusammen, seit zwei sogar verheiratet und sie wiegt mittlerweile 140kg mit Tendenz nach oben.
Ich dagegen bin sportlich, habe aus Verzweiflung sie mit meinem Ehrgeiz anstecken wollen, oder mit gutem Vorbild voranzugehen vor drei Jahren mit Kraftsport angefangen und mich ihr angenähert und fast 30kg Muskulatur zugenommen (97kg, bei 1,80m).. Ich gehe regelmäßig ins Gym, morgens mit unserem Hund laufen und sie hat Phasen, da hängt sie sich an mic und trainiert bis zu 4/5 mal die Woche.. und dann wieder wochenlang nicht, weil wieder irgendwas dazwischen kam (Krankheit/ Rücken-/Fußschmerzen)
... Ich versuche manchmal mit ihr darüber zu sprechen dass ich mir wünschen würde dass sie da (allein schon wegen den gesundheitlichen Beschwerden) an Ihrem Gewicht arbeitet.. aber dann bin ich für sie ein Arsch und sie ist sehr verletzt und zieht sich zurück..
Dabei gehts mir auch echt nicht gut damit.. wir haben keinen Sex (über Monate) weil sie sich in Ihrer Haut nicht wohlfühlt.. aber um was zu ändern, fehlt dennoch der Leidensdruck..
Alles was für sie irgendwie Priorität hat ist der Kinderwunsch.. der (so mies das klingt) Gott sei Dank biologisch gerade nicht möglich ist, weil sie PCO hat. Aber ich will keine Frau und Ihre Kinder wollen sicher keine Mutter, die dann 150kg oder mehr wiegt und mit 40 Jahren schon ein Pflegefall ist...
Ich liebe sie , aber da muss sich etwas verändern. Was kann ich dazu beitragen?

Ach so, Ernährung ist auch ein Thema, Sie weiß ganz genau worauf zu achten wäre und wir ernähren uns ausgewogen und gesund...aber sie schafft es halt nicht konsequent mal auf den Schokoriegel hier oder den Saft da zu verzichten.. und verliert dann den Überblick.
Wenn sie es tracken würde (was ihr auf Dauer zu viel Arbeit ist) und die Kalorienbilanz im Auge behalten würde, müsste Sie noch nicht mal auf irgendwas verzichten..
 
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  • #2
weil sie sich in Ihrer Haut nicht wohlfühlt.. aber um was zu ändern, fehlt dennoch der Leidensdruck..
Natürlich fühlt sie sich nicht wohl in ihrer Haut. Sie wird wissen, wie unzufrieden du bist.

Beschreibe doch bitte mal, wie eure Kommunikation aussieht. Du bist unglücklich. Aber sie ist es auch.

Mit der Kalorienbilanz hast du sicher recht. Es gehört eine Menge Disziplin dazu, denn 2000 Kalorien/Tag sind schnell erreicht.

Aber: Du hast sie so kennengelernt, du hast sie so geheiratet. Das ist nun mal Fakt.
 
  • #3
Also, ich wiege bei weitem nicht so viel wie deine Frau. Aber ich hatte auch ein leichtes ÜG, und mache jetzt ein sehr großes, bekanntes Abnehmprogramm, bei dem man bloß Punkte zählen muss (ich glaube, jeder weiß, wovon ich rede). Ich habe in 6 Wochen 11kg verloren, ohne dass es mich irgendeine Mühe gekostet hätte oder dass ich hätte hungern müssen. Das kann sie auch machen, es ist wirklich sehr leicht, gerade für Leute in ihrem Gewichtsbereich ist das total effektiv, sie wird relativ schnell Erfolge erzielen, wenn sie sich ans Programm hält.
Fakt ist nun mal, dass 140kg bei 1,70m ziemlich fett sind. Das ist weder schön, noch gesundheitlich in irgendnem Maße gut für sie selbst.
Dass sie Schmerzen hat nach dem Training, ist bei ihrem Gewicht völlig normal, wahrscheinlich müsste sie sich erstmal vom Mediziner checken lassen, welche Sportarten für sie aktuell überhaupt sinnvoll sind. Außerdem wäre es vielleicht gut, wenn der ihr eine Kur verschreibt, wo sie unter medizinischer Aufsicht erstma die Anfänge der Ernährungsumstellung und des effizienten Trainings lernen wird.
Du als Partner kannst sie da meiner Meinung nach nur unterstützen, aber mit Druck erreichst du gar nichts, außer dass sie dich wieder Arsch nennt. Es ist ein Dilemma. Sie hat ein Problem mit sich und der Selbstdisziplin, wer weiß, welches Problem da noch zu Grunde liegt. Je dicker man wird - ich hab es am eigenen Leib gemerkt - , desto mehr resigniert man und lässt sich immer mehr gehen. Ein schleichender Prozess. Wenn dann beim Laufen schon die Innenschenken aneinander blutig gerieben sind und bei jeder Anstrengung Schweißausbrüche und Atemnot kommen, naja, das ist nicht schön. Aber das muss sie halt selbst in Angriff nehmen. Auf Druck passiert gar nichts, Druck nervt nur. Es dauert halt solange wie es dauert.
 
  • #4
Natürlich fühlt sie sich nicht wohl in ihrer Haut. Sie wird wissen, wie unzufrieden du bist.

Beschreibe doch bitte mal, wie eure Kommunikation aussieht. Du bist unglücklich. Aber sie ist es auch.

Mit der Kalorienbilanz hast du sicher recht. Es gehört eine Menge Disziplin dazu, denn 2000 Kalorien/Tag sind schnell erreicht.

Aber: Du hast sie so kennengelernt, du hast sie so geheiratet. Das ist nun mal Fakt.
Das sehe ich ganz genauso. Aber dieses Gewicht birgt ein großes Gesundheitsrisiko! Dazu noch eine Schwangerschaft ? Ich denke, da sagt jede Gynäkologin stopp, erstmal kräftig abnehmen.
Was ist eigentlich mit ihrer Eigenverantwortung?
 
  • #5
Du musst ihr sagen, dass du so nicht weitermachen willst. Sag ihr genau das, du willst keine Frau, die mit 40 ein Pflegefall ist. Sie hat in 6 Jahren 30 kg zugelegt, wie soll das weitergehen? Und wo steht sie nach ein bis zwei Schwangerschaften, falls es doch klappen sollte mit dem Kinderwunsch?

Du schreibst schon ganz richtig, bei ihr ist der Leidensdruck nicht groß genug, denn irgendwie läuft's ja weiter. Für dich sehe ich nur eine Chance: Ihr sagen, dass du dich trennst, wenn sie nichts ändert. Dass du mit ihr zusammen keine Familie gründen willst, weil sie irgendwann körperlich kaum noch in der Lage ist, sich um die Kinder zu kümmern. Und das dann auch durchziehen.

Ich nehme an, es ist wahnsinnig schwer für sie, überhaupt anzufangen. Sie hat fast doppeltes Normalgewicht und wäre auch nach 50 kg Gewichtsabnahme noch mollig. Das sind mehrere Jahre Arbeit und Disziplin, viele schaffen das nur durch eine Magen-OP. Und schon gar nicht völlig planlos alleine.

Allerdings musste ich anfangs noch mein „Beuteschema“ hinterfragen und mich moralisch korrigieren, da sie damals schon sehr, sehr dick war (~110kg bei 1,75m), mir aber unter Tränen hoch und heilig versprach, sie würde das Gewichtsproblem angehen und etwas ändern..
Das mit der "moralischen Korrektur" finde ich ja interessant. Ich hoffe nicht, dass du sie sexuell völlig unattraktiv findest (oder damals fandest), denn das sind nicht die besten Voraussetzungen für jemanden, der sich in seinem Körper nicht wohlfühlt. Und dass sie trotz Verliebtsein noch draufgelegt hat statt abgenommen ..... naja.
 
  • #6
Hallo T.H.,

ich denke, dass du deine Frau am ehesten über den Kinderwunsch erreichen kannst. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie abnimmt, wenn sie versteht, dass sie so leichter schwanger wird ist vielleicht ein nötiger Anreiz. Ich kann nur sagen in dieser Gewichtsklasse sind die einzigen sinnvollen Sportarten, die keine Veretzungen nach sich ziehen und dauerhaft durchzuführen sind, Nordic Walking und Aqua Gymnastik. Vielleicht kannst du eine Rundstrecke aussuchen und gehst mit ihr jeden Tag eine Runde. Frag sie einfach, ob sie dich begleitet. Nach einiger Zeit ist es Routine und sie wird von alleine gehen wollen. Ansonsten sollte sie sich mal auf hypoglykämie untersuchen lassen. Wenn ihr Stoffwechsel nicht in Ordnung ist , kann sie machen was sie will und wird nicht viel abnehmen. Ansonsten hilft am besten bei dem Gewicht, die Ernährung zumindest abends auf Low Carb umzustellen. Du solltest ihr auch bitterstoffe empfehlen (Chicorree, 99% Schokolade etc). Die Bremsen die süsslust und steigern die Disziplin. Ich spreche aus eigener Erfahrung und habe so im letzten Jahr 25 kg abgenommen.
Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe, dass deine Frau den Schalter findet.
Leider habe ich momentan das gleiche Problem, in den Maße, in dem ich abgenommen habe, hat mein Mann zugenommen. Ich versuche ihn wo es geht zu Sport zu animieren und koche gesund. Was ihn killt ist sein Bedürfnis abends nochmal reinzuhauen. Ich mache mir echt sorgen um seine Gesundheit. Leider hat er sich den Fuß umgeschlagen, so dass ich ihn momentan nicht mit zum laufen nehmen kann. Ich hoffe auch, dass er den berühmten Klick Moment hat.
Viele Grüsse

Flying Horse
 
  • #7
Zuallererst muss man es dir hoch anrechnen, dass du noch bei ihr bist. Und ihr helfen möchtest. Die allermeisten Männer wären wohl weg, was man auch irgendwo verstehen könnte. Sie ist ja nicht nur etwas mollig, sondern sehr stark übergewichtig.

Wie hier schon erwähnt wurde, am besten einen Termin bei einem (Ernährungs) Mediziner vereinbaren. Der wird auch beraten, wie es weitergehen könnte. Ich denke nicht, dass sie es alleine mit irgendwelchen Diäten schaffen wird. Bedenke auch den jojo Effekt. Es gibt ja zum Beispiel auch solche Kliniken, in denen man stationär unter ärztlicher Aufsicht abnimmt. Lasst euch mal von Fachleuten beraten. Ich würde nicht mehr allzu lange warten, bei ihr es ja schon lebensbedrohlich.
 
  • #8
mir aber unter Tränen hoch und heilig versprach, sie würde das Gewichtsproblem angehen und etwas ändern..
Wie kommt es dazu, dass sie Dir weinend verspricht abzunehmen? Hatst Du ihr gesagt wie fett und unansehnlich sie ist und Du das Licht ausmachen musst weil Du sie sonst nicht ohne Kleidung anschauen kannst? Ich sag das jetzt mal so hart, weil etwas muss sie zum heulen gebracht haben.

Ich kenne eine umgekehrte Geschichte, ein wirkliches Bild von einem Mann verliebt sich in die sehr dicke und auch mittlerweile unbewegliche Frau. Mittlerweile sind sie seit zwei Jahren zusammen und sie hat bestimmt 50kg abgenommen, sie ist immer noch pummelig, schätze sie wiegt etwa 80kg bei 1,65, nur flitzt sie wieder durch die Gegend, fährt Fahrrad und sieht wie eine glückliche Frau aus. Ach mittlerweile auch verheiratet.

Was ich damit sagen will, so hohes Gewicht hat eine Ursache, außer vielleicht krankhafte Wassereinlagerungen, die immer mit einer falschen Energiebilanz verbunden ist. Selbst appetitanregende Medikamente führen nur zu einer Zuname wenn man dem Appetit nachgibt.

Deine Frau wird betimmt seit ihrer Kindheit essgestört sein und das hat einen Grund und solange es bei ihr nicht Klick macht, wird sich da gar nichts dran ändern. Da kannst Du pumpen gehen und sie mit zum Sport ziehen versuchen wie Du willst. Deine Frau wird auch nicht blöd sein, sie wird Ernährungsspezialistin sein, nur ihre Seele steht ihr im Weg.

Deine Frau ist Suchtkrank.

Aber ich will keine Frau und Ihre Kinder wollen sicher keine Mutter, die dann 150kg oder mehr wiegt und mit 40 Jahren schon ein Pflegefall ist...
Wie läuft denn im Moment Eurer Leben ab? Geht Ihr bis auf Eure Wohnung getrennte Wege? Weil zwischen 140 und 150kg ist es ja kein großer Unterschied, ich glaub den sieht man in so einer Gewichtsklasse noch nicht mal.
 
  • #9
In meiner Wahrnehmung hat Übergewicht eine starke psychische Komponente. Menschen, die mit Übergewicht keine Probleme haben, die einen annähernd gesunden Metabolismus haben, sollte sich in ihrer Beurteilung mal etwas zurück nehmen.
Es ist nämlich nicht so einfach, wie viele Menschen gerne glauben wollen.
Lieber T.H es ist ein bisschen fragwürdig, warum du eine dicke Frau geheiratet hast, wenn dir ihre Figur quasi von Anfang an nicht gefallen hat. Es ehrt dich zwar, dass du nicht oberflächlich sein wolltest aber das führt genau nirgends hin. Die Quittung liegt gerade offen vor dir. Du warst nämlich nicht ehrlich zu dir selber. Deine Frau, die sicher mit selber nicht glücklich ist, hat sich einen Mann ins Leben gezogen, der sie in dieser latent ablehnenden Haltung bestärkt. Dafür musst du nicht mal aussprechen, was du wirklich denkst. Alleine die Energie reicht. Damit bestätigt sie ihre Opferhaltung und das Gefühl nicht attraktiv zu sein. Ihr Körper zieht entsprechend nach.
Mir ist das selber so ergangen. Ich habe in meiner sehr unglücklichen Ehe sehr viel zugenommen. Nach Außen hin war eine postoperative Erkrankung verantwortlich. Innerlich wusste ich, ich habe mir einen Schutzpanzer zugelegt. Ähnlich wie deine Frau habe ich an meiner Ernährung nichts verändert. Ich nasche nicht, trinke keine Softdrinks und ernähre mich gesund und ausgewogen. Aber vor der OP war ich sehr sportlich und schlank. Das ich keinen Sport mehr machen konnte hat viel mit mir gemach auch psychisch. Aber! Ich hatte mit meinem Körper immer ein Problem auch mit Größe 36 war ich für meinen Geschmack viel zu dick. Als ich es dann wirklich wurde, habe ich mich nicht schlimmer gefühlt als vorher. Mein Körper hat gespiegelt, wie ich mich innerlich fühlte. Da habe ich erkannt, es hat weniger mit dem Gewicht zu tun als mehr mit meiner Psyche. Nach der Trennung habe ich bei ebenfalls gleichbleibender Ernährung viel Gewicht wieder abgeworfen. Ich brauchte den Schutzpanzer nicht mehr. ABER so schlank wie zu meinen sportlichen Zeiten werde ich ohne Sport eben auch nicht mehr. Mittlerweile habe ich meinen Frieden gemacht.
Lange Rede kurzer Sinn.......du kannst gar nichts tun! Es ist ihr Thema und sie (ob liebevoll oder nachdrücklich) motivieren zu wollen bringt gar nichts! Es muss aus ihr heraus kommen, sonst wird es nicht funktionieren.
Das sie sich von dir ungeliebt fühlt, hilft ihr nicht in die Selbstliebe. Es ist nicht dein Job, sie dahin zu zwingen. Du kannst nur eines tun: Entweder du liebst sie (wie sie ist) oder du ziehst deine Konsequenzen und trennst dich. Das wäre dann fair ihr gegenüber und du könntest anfangen ehrlich mit dir selber zu sein. Aus ihr die Frau zu machen, die du dir wünscht, steht nicht in deiner Macht. Mal davon abgesehen, würden sich eure Beziehungsthemen dann sicher anderweitig wieder manifestieren.
 
  • #10
Da hilft wohl körperlich nur ein spezialisierter Arzt, eine Bekannte versucht es jetzt mit 50 mit einer Magenverkleinerung. Ich glau nicht, dass man so enormes Übergewicht mit Kalorienzählen und Nordic Walking wegbekommt.

“Moralische Korrekturen“ sind zwar insgesamt gerade groß in Mode, helfen in einer Beziehung wenig weiter, das merkst Du ja gerade.
Dass Du Dich angleichst, finde ichbedenklich.

Aus meiner Sicht hilft nur klare Unterstützung, aber auch verbunden mit Druck...
 
  • #11
Ich bin sicher, dass die Frau des FS Expertin in Sachen Abnehmen ist.
Dass sie ganz genau weiß, dass Sport hilfreich und gesund ist, was gesundes Essen ist, dass sie alle Diäten kennt einschließlich der Weight Watchers.
Ja, auch ich habe schon oft gehört, dass Leute damit erfolgreich abgenommen haben, aber auch dazu gehört Disziplin und ich fürchte, genau das ist ihr Problem.
Sie weiß all das und kann es dennoch nicht umsetzen.
Wie ein Süchtiger.
Wie ein trockener Alkoholiker müßte die Frau des FS für ihr ganzes weiteres Leben Disziplin zeigen.
Hier geht es nicht um jemanden, der sich mal ein bisschen entspannt und deswegen 10 oder 20 kg zugenommen hat, sondern um jemanden mit krankhafter Adipositas.

Ich kenne viele Frauen, die immer mal wieder ein paar Kilo, vielleicht 10 abnehmen, aber später nehmen sie dann doch wieder zu, weil sie es einfach nicht schaffen, immer weiter, also ihr ganzes Leben diszipliniert zu sein.
Wie soll das eine Frau schaffen, bei der es um sehr viel mehr Übergewicht geht und sicher auch um ein erhebliches psychisches Problem, denn schon mit 20 Jahren 110 kg zu wiegen, kommt nicht einfach so.
Ich kenne eine Frau, die so ist, meine Schwägerin, inzwischen 40 Jahre alt und lebt übrigens immer noch. Sie heiratete meinen Bruder mit 19 Jahren und 120 kg bei 160 cm Größe. Inzwischen wiegt sie 180 kg.
Ich sehe, dass sie insgesamt sehr undiszipliniert ist. Auch bei Dingen, die keine körperliche Fitness erfordern, wie z.B. dem Erlernen eines Instruments, das sie sich für 2.000 € kaufte und dann niemals benutzte.
Sie ist seit ca. 5 Jahren verrentet.

Ich mag sie nicht besonders, was aber nichts mit ihrer Optik zu tun hat, eher schon mit der Disziplinlosigkeit.
Ihre Erwartungshaltung, das Einfordern von Hilfe und Verständnis, ihr Jammern und Wehklagen turnen mich sehr ab, ich kann ihr Selbstmitleid nicht ertragen und auch nicht, dass ich ihre Rente bezahlen muss. Wenn sie 'mein Geld' sagt, möchte ich rufen 'nein, das ist MEIN Geld, ich arbeite dafür !'

Lieber FS, deine Frau wird nicht schlank, niemals.
Und sie wird auch nicht dauerhaft wenigstens ein bisschen abnehmen.
Vielleicht wird sie mal am Ende einer Diät oder wenn sie sich den Magen verkleinern läßt, wieder 100 kg wiegen, aber sie wird das nicht bis zum Ende ihres Lebens durchhalten, sondern wieder zulegen.

der in zwei Jahren seiner wunderschönen und schlanken Fast-Frau über den Weg läuft, die er in die Wüste geschickt hat, weil die Optik nicht gepasst hat, hab ich uns eine Chance gegeben.
Du hast sie genommen, weil du dachtest, sie würde zwei Jahre später schlank sein ?
Du hättest sie lieber nur nehmen sollen, wenn du sie auch übergewichtig anziehend gefunden hättest.
Was machst du denn jetzt nun ?
Dir ist dein Körper sehr wichtig, ich kenne viele Männer wie dich aus meinem Fitnessstudio. Kommst du damit klar, dass deine Frau sehr wahrscheinlich sehr dick bleiben wird ?
Wenn nicht, solltest du dich trennen.

w 53
 
  • #12
Du solltest Dich moralisch dahingehend korrigieren, zu Deinen eigenen Bedürfnissen und Präferenzen hinsichtlich der Partnerin zu stehen. Wenn Du auf schlanke und sportliche Frauen stehst, solltest Du dieses Ziel verfolgend und nicht an jemand unpassendes verschwenden.

Du bist mit wahrscheinlich Mitte 20 noch in der Pubertät und solltest Dich ausleben. Deine jetzige Misfit hast Du mit um die 18 kennen gelernt. In Deinem Alter tobt man sich aus. Du aber verschwendest Dich.

... Ich versuche manchmal mit ihr darüber zu sprechen dass ich mir wünschen würde dass sie da (allein schon wegen den gesundheitlichen Beschwerden) an Ihrem Gewicht arbeitet.. aber dann bin ich für sie ein Arsch und sie ist sehr verletzt und zieht sich zurück..
Anmaßend ist sie auch noch. Sie negiert Deine Bedürfnisse und wertet Dich ab. Warum tust Du Dir das an?

Du bist sportlich. Auf dem Partnermarkt hättest Du gute Chancen. Ihre Chancen sind null. Du bist der Einzige, der das nicht zu realisieren scheint.

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, welche Gene gemeinsame Kinder hätten? Diese würden ebenfalls zum Übergewicht neigen. Willst Du Deine Gene damit verbunden sehen?!

Schieß sie in den Wind!
 
  • #13
Meine allgemeinen Erfahrungen die ich im Leben gewonnen habe, sagen mir, je mehr du dieses Thema angehst, umso mehr wird sie sich dagegen stellen, ich glaube nicht dass von außen ein Mensch einen solchen Mensch motivieren kann, wenn er es selber nicht möchte, weil er es für sich nicht braucht, da kannst du dich auf den Kopf stellen, da tut sich nix, ich könnte bei einer 140 kg Frau nicht sein, ich hätte sie aber auch damals mit ihrem Gewicht von 110 kg nicht genommen, wo das hinführt siehst du ja!
Solche Menschen verhalten sich wie Drogenabhängige oder anders Abhängige, dick werden ist eine Frage der Freßsucht. Ich würde mit ihr reden im positiven Sinne, wenn sie nichts annimmt, nichts dagegen permanent unternimmt, würde ich mich trennen, was willst du mit einem solchen Menschen aufbauen, womöglich noch mit Kindern, kein Sex usw. Auch wenn du sie so dick schon kennengelernt hast und du sie so geheiratet hast, heißt das noch lange nicht, dass man bis zum Tod bleiben soll!! Was sagt uns das, dass jede zweite Ehe in Trennung geht, aber nicht aus Gewichtsgründen? Über den Kinderwunsch sie zu motivieren, zur Gewichtsreduzierung, ist nicht klug, es muss über ihre Schmerzgrenze von ihr selbst kommen!!
 
  • #14
Da hilft wohl körperlich nur ein spezialisierter Arzt, eine Bekannte versucht es jetzt mit 50 mit einer Magenverkleinerung.
Das wollte ich auch schreiben.
Lieber FS, deine Freundin hast du schon übergewichtig kennengelernt. Sie hat wahrscheinlich genetisch bedingt diese Veranlagung und alleine wird sie es nicht schaffen. Magenverkleinerung ist eine gute Möglichkeit. Es kann euch wirklich helfen. Ich kenne auch eine junge Frau, die so eine OP gemacht hat. Sie hat enorm abgenommen und konnte dadurch ihre Ehe retten. Sie wollte es aber selber. Sie hat zu ihren Eltern gesagt, entweder sie helfen ihr dabei oder sie bringt sich um. So schlimm ging es ihr dabei. Gott sei Dank hatten die Eltern ihr geholfen und ihr die OP ermöglicht. Sie hat innerhalb von einem Jahr 60 Kilo abgenommen und heute ist sie wirklich eine sehr schöne Frau.
 
  • #15
Wie kommt es dazu, dass sie Dir weinend verspricht abzunehmen? Hatst Du ihr gesagt wie fett und unansehnlich sie ist und Du das Licht ausmachen musst weil Du sie sonst nicht ohne Kleidung anschauen kannst? Ich sag das jetzt mal so hart, weil etwas muss sie zum heulen gebracht haben.
Richtig, sie hat geweint weil ich Ihr gesagt habe dass es bei mir nicht richtig gefunkt hat, weil ich sie etwas zu dick für mich finde (ich war ja schließlich genau das Gegenteil). Ich hab es nicht so taktlos rübergebracht, wie du vermutest, und ich ekle mich sicher nicht davor, aber ich habe durchaus einen Sinn für Ästethik und finde immer noch normal gebaute Frauen am Attraktivsten..
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #16
aber ich habe durchaus einen Sinn für Ästethik und finde immer noch normal gebaute Frauen am Attraktivsten..
Dann beantworte bitte diese eine Frage: Warum hast du sie geheiratet?

Dass sie Raubbau mit ihrem Körper betreibt, ist das eine (und ja, es ist schlimm, denn ihr Übergewicht gefährdet ihre Gesundheit massiv). Aber zusätzlich (!) deine Unzufriedenheit jeden Tag miterleben zu müssen, macht es nur noch schlimmer.

Sie weiß, dass sie nicht deinem Schönheitsideal entspricht. Jeden Tag weiß sie das. Vermutlich fragt sie sich auch: Warum hat er mich geheiratet ...
 
  • #17
Das sie sich von dir ungeliebt fühlt, hilft ihr nicht in die Selbstliebe. Es ist nicht dein Job, sie dahin zu zwingen. Du kannst nur eines tun: Entweder du liebst sie (wie sie ist) oder du ziehst deine Konsequenzen und trennst dich.
Vielen Dank für deine Antwort! Dass Sie sich ungeliebt fühlt würde ich nichtmal unterschreiben.. Sie kommuniziert mir zwar immer wieder, dass sie da verbale Zusicherung wünscht (in Form von mehrfachen „Ich liebe dich“-Bekundungen) aber ich ordne dass eher in das klassische Kommunikationsproblem Mann-Frau in einer langjährigen Beziehung ein.
Ich zeige Ihr dass ich sie liebe mit so vielen Gesten und dem was ich tue, dass Sie im Alltag im Grunde nie das Gefühl vermittelt bekommt dass sie nicht gut genug sei oder so..
Aber wenn das Thema Kinderwunsch oder Ihre eigene Unzufriedenheit über ihr Gewicht zur Sprache kommt dann versuche ich ihr klar zu machen dass ich mir wünschen würde Sie kümmere sich erst um sich, bevor noch ein Kind in Ihrer Prioritätenliste vor Ihrem Körper landet...
 
  • #18
Dann beantworte bitte diese eine Frage: Warum hast du sie geheiratet?

Dass sie Raubbau mit ihrem Körper betreibt, ist das eine (und ja, es ist schlimm, denn ihr Übergewicht gefährdet ihre Gesundheit massiv). Aber zusätzlich (!) deine Unzufriedenheit jeden Tag miterleben zu müssen, macht es nur noch schlimmer.

Sie weiß, dass sie nicht deinem Schönheitsideal entspricht. Jeden Tag weiß sie das. Vermutlich fragt sie sich auch: Warum hat er mich geheiratet ...
Naja, ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich diese Diskussion aufgreifen will, denn scheinbar kennen einige hier außer dem Grund, dass eine Frau sexy aussieht, keinen anderen Grund, um Sie zu heiraten. Ich hab mich einfach am Anfang gefragt, was wenn ich blind wäre und es nur auf das ankäme was man nicht sehen kann? Ich meine, wir sehen alle irgendwann nicht mehr schön aus..
 
  • #19
Richtig, sie hat geweint weil ich Ihr gesagt habe dass es bei mir nicht richtig gefunkt hat, weil ich sie etwas zu dick für mich finde
Das hast Du so gesagt? Ehrlich?

Damit hast Du ihr, sorry, ganz direkt gesagt, dass Du sie nicht liebst. Keine Frau würde diese Aussage anders interpretieren.

Da passen die Posts zum Thema Schutzpanzer.
Ja, und soviel Übergewicht hat immer auch eine psychische Komponente.
Sie muss es aus sich heraus wollen, und dann wird sie es ohne ärztliche Begleitung kaum schaffen.

Wobei mir mal eine Frau erklärte, dass sie sich im Spiegel anders wahrnimmt, sie sieht sich als die normalgewichtige Frau - es sind sichtbar Welten zwischen Realität und Wahrnehmung. Sie weiß es.

Es ist wie umgekehrt, dass sich manche im Spiegel für fett halten und in Wirklichkeit sind sie schlank (bis im Extremfall dürr).

. Ich hab mich einfach am Anfang gefragt, was wenn ich blind wäre und es nur auf das ankäme was man nicht sehen kann? Ich meine, wir sehen alle irgendwann nicht mehr schön aus..
OK, da magst Du irgendwie recht haben, aber eine Beziehung mit jemanden anfangen, den ich nicht auch äußerlich anziehend finde?
Den ich auch(!) sexy finde?
Und jetzt die Hoffnung, sie verändert sich, damit es dann endlich funkt?
So ganz klappte es mit der Theorie dann doch nicht.

Mir tut die Frau leid.

W, 51
 
  • #20
Du hast sie genommen, weil du dachtest, sie würde zwei Jahre später schlank sein ?
Du hättest sie lieber nur nehmen sollen, wenn du sie auch übergewichtig anziehend gefunden hättest.

w 53

hallo, vielen Dank für die Antwort!
Ich habe Sie nicht genommen weil ich vorausgesetzt habe sie würde irgendwann schlank sein, sondern weil ich mir darüber klar geworden bin dass ich absolut kein perfektes Gesamtpaket bin (ich hatte damals schlechte Haut, Schulden und ein schlechtes Verhältnis zu meiner Familie) und sie ja auch Kompromisse eingehen muss.. und dass ich keine Frau brauche die wie ein Model aussieht um glücklich zu sein..
Mit Ihrer Unterstützung und dem Rückhalt dass Sie mich auch mit meinen Lastern liebt, konnte ich einfach ein viel besserer Mensch werden. Die Schulden habe ich abbezahlt, meine Haut ist besser und zu meiner Familie habe ich ein besseres Verhältnis denn je..
Da wird es doch wohl möglich sein dass ich meine Frau dazu befähige sich um ihr Gewicht zu kümmern und zumindest 40 -50 kg abzunehmen.. einfach um nichtmehr ständig Rückenschmerzen u.Ä. Zu haben
 
  • #21
Lieber FS,

ich kann deine damalige Entscheidung für die Beziehung nicht falsch finden. Ihr wart jung, verliebt, hoffnungsvoll, passtet zueinander – das Gewicht schien das einzige Problem zu sein. Aber sie beteuerte ja, sie würde es ändern, und meinte es sicherlich auch so. Woher hättet ihr beide mit 19 die Lebenserfahrung haben sollen, zu wissen, dass das so ohne Weiteres nicht klappen würde?

Vier Jahre später, also bei der Entscheidung zur Hochzeit, war aber doch eindeutig, dass sie eher immer weiter zu- als abnehmen würde. Da finde ich dann schon, dass die Heirat auch ein billigendes Inkaufnehmen dieser Situation war und der Leidensdruck für euch beide nicht hoch genug, sie zu ändern.

Situation jetzt: Das Gewicht wird immer mehr zum Problem, für den Kinderwunsch und die Beziehung. Es ist zwar schön, dass du sie unterstützen und zum Sport motivieren willst, aber wahre Veränderung kann nur aus einem selbst kommen. Auch ich (die selbst jahrelang unter einer Essstörung gelitten hat) vermute psychische Ursachen, für die das Zunehmen nur ein Symptom ist. Hier solltest du ansetzen mit deiner Unterstützung: Sie vielleicht, mit ganz viel Fingerspitzengefühl, ermutigen, über eine Therapie nachzudenken. Und, vor allem, ihr zeigen, dass du sie liebst!

Das hier hat bei mir die Alarmglocken läuten lassen:
Dass Sie sich ungeliebt fühlt würde ich nichtmal unterschreiben.. Sie kommuniziert mir zwar immer wieder, dass sie da verbale Zusicherung wünscht (in Form von mehrfachen „Ich liebe dich“-Bekundungen) aber ich ordne dass eher in das klassische Kommunikationsproblem Mann-Frau in einer langjährigen Beziehung ein.
Ich zeige Ihr dass ich sie liebe mit so vielen Gesten und dem was ich tue, dass Sie im Alltag im Grunde nie das Gefühl vermittelt bekommt dass sie nicht gut genug sei oder so..
Doch, sie fühlt sich ungeliebt! Hier im Forum wird öfter mal das Buch "Die fünf Sprachen der Liebe" empfohlen, das aufzeigt, worin dieses Kommunikationsproblem besteht: Ihre Sprache der Liebe ist verbal, deine sind Gesten. Damit sie sich geliebt fühlt, musst du es ihr in ihrer Sprache sagen, nicht (nur) in deiner. Und nicht ihr Bedürfnis damit abtun, dass das garnicht sein kann, dass sie sich nicht gut genug fühlt. Das ist ehrlichgesagt ein wenig herablassend von dir, nichts für ungut. Wir haben hier im Forum oft die Situation, dass Männer aus allen Wolken fallen, wenn die Frau sich "ganz plötzlich" trennt. Und dann kommt raus, sie hat ihr Problem oft genug angesprochen, der Mann hat es nur aus seiner Warte heraus als unwichtig abgetan. Also, wenn sie dir "immer wieder" kommuniziert, dass sie ein "lch liebe dich" hören muss, um sich geliebt zu fühlen, nimm es ernst! Es ist dann sehr wichtig für sie.

Möglicherweise rührt auch ihr Kinderwunsch daher: Endlich jemanden zu haben, dem ihr Aussehen egal sein und der sie vollkommen unabhängig davon lieben wird...

W, 27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
Hallo T.H.
ich finde die Posts von @Dingens und @Lionne69 sehr passend.
Ich denke auch, dass ihr euch da in einer Negativspirale wiederfindet, sie es als konstanten Druck erlebt, abnehmen zu müssen, und im Endeffekt erst Recht zunimmt.
Durch diesen latenten Druck sind meistens die Cortisollevel stark erhöht, welche dazu führen, dass sie gar nicht abnehmen kann.
Ich hatte übrigens auch lange eine Beziehung, in der mir von meinem Freund und seiner Familie immer klar gemacht wurde, dass ich zu dick sei...Dabei wog ich 65kg bei 165cm. Aber es führte dazu, dass ich wahnsinnig unglücklich war, da helfen auch keine kleinen "Liebesgesten", denn man fühlt sich ungeliebt und ist es ja auch.
Der Grossteil ist logischerweise die Ernährung, esst ihr denn gemeinsam? Dann könntest du für das Kochen verantwortlich sein, und rigoros sämtliche Dickmacher aus dem Haus verbannen, ausser vielleicht am Cheat Day Sonntag Abend auf der Couch oder so.

Bei mir hat das mit dem Sport übrigens geholfen, indem ich mir Ziele setzte. Sie wird bei dem Gewicht kaum Joggen gehen dürfen, aber ich habe mir den ersten 5km Lauf vorgenommen, dann 10km etc. Später hatte ich noch einen Coach der mir Trainingspläne schreibt, was hilft dran zu bleiben.

Abgesehen davon würde ich mir an eurer Stelle auch nicht zu viele Hoffnungen machen, dass sie auf Dauer schlank bleibt.
Ich bin zwar aktuell auch wieder sehr schlank, ich weiss aber auch, dass mein Körper das nicht lange durchhalten wird. Da reicht es nur, wenn ich mal wieder eine stressige Phase habe, oder der Winter kommt :D
 
  • #23
Lieber T.H,
du scheinst dir aufrichtig Gedanken zu machen und wenn ich deine Antworten lese, habe ich das Gefühl, es geht dir aufrichtig um deine Frau.
Das ist Wundervoll und eine tragfähige Basis. Aber bitte:
Da wird es doch wohl möglich sein dass ich meine Frau dazu befähige sich um ihr Gewicht zu kümmern und zumindest 40 -50 kg abzunehmen
Das stimmt nach meiner Erfahrung so eben nicht! Du bist nicht befähigt ihr zu helfen. Du kannst emotional an ihrer Seite sein. Du kannst sie mit zum Sport nehmen, ihr Gemüse schneiden und hinstellen, sie emotional Unterstützen etc. ABER: Du kannst das Pferd nur zu Tränke führen, trinken muss es alleine!
Dass Sie sich ungeliebt fühlt würde ich nichtmal unterschreiben.. Sie kommuniziert mir zwar immer wieder, dass sie da verbale Zusicherung wünscht (in Form von mehrfachen „Ich liebe dich“-Bekundungen) aber ich ordne dass eher in das klassische Kommunikationsproblem Mann-Frau in einer langjährigen Beziehung ein.Aber wenn das Thema Kinderwunsch oder Ihre eigene Unzufriedenheit über ihr Gewicht zur Sprache kommt dann versuche ich ihr klar zu machen dass ich mir wünschen würde Sie kümmere sich erst um sich, bevor noch ein Kind in Ihrer Prioritätenliste vor Ihrem Körper landet...
Nein, es ist nicht das typische Mann- Frau Ding. Es ist die Crux in all unseren Zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir erwarten vom anderen, dass er uns das gibt, wozu wir selber nicht in der Lage sind. Selbstliebe! Anerkennung, das tiefe Gefühl mit all unseren Schwächen und Unvollkommenheiten trotzdem völlig richtig zu sein und bedingungslos geliebt zu werden. DAS finden wir aber weder im Außen (Dinge und Lebensumständen) noch in der Liebe des anderen, wenn es in uns selber nicht aufrichtig vorhanden ist.
Wenn man so will, erwartet sie deine bedingungslose Liebe obwohl sie dick ist. Die Liebe, die sie für sich selber nicht übrig hat. Da kannst du ihr 100 Mal am Tag sagen das du sie liebst.....es ist dann nur ein schwacher Trost und eine kleine Form der Beruhigung für ihre Seele......ändert aber, wie du selber merkst rein gar nichts.
Sie muss an ihre Kernpunkte. Das vermeidet sie aber augenscheinlich.
Du hast dein Leben in den Griff bekommen, dich geändert weil du es wolltest. Ihre Liebe war sicher Unterstützung aber nicht die Triebfeder. Die warst du selber. Das selbe ist jetzt ihr Job!
Möglicherweise rührt auch ihr Kinderwunsch daher: Endlich jemanden zu haben, dem ihr Aussehen egal sein und der sie vollkommen unabhängig davon lieben wird...
Das ist sehr oft der Grund für einen Kinderwunsch! Die Verantwortung für Kinder (oder eben einen Partner) lenkt nicht selten davon ab, erstmal Verantwortung für sich selber zu übernehmen.
 
  • #24
Es ist sehr psychologisch .....
Ich weiß nicht, was als nächstes passieren wird ... aber seid ihr beide sehr jung ... Mitte der 20er Jahre ...
Wenn du mit dem Fett deiner Frau nicht wirklich zufrieden bist ... sag mir oder sag mir nicht , wie es aussieht ... wenn du unterwegs bist und schlanke Frauen auf der Straße siehst,träumst du nicht und findest du sie nicht so schön als deine Frau im Kopf ??? ... stellst du dich nicht mit schönen Frauen sexuell schön vor ...?
Du müsst selbst entscheiden und es ist deine Entscheidung und deine Zukunft ...
Ich weiß sehr gut über meinen besten Onkel und meinen besten Kumpel ... beide sind mit übergewichtigen Frauen verheiratet, sie treffen sich heimlich mit sexy Frauen ... Mitte der 80er Jahre schaute mein Onkel in seinem Pornomagazin an und traf Frauen....erlaubt mir, seine Lieblingsfrauen zu sehen . ... bis jetzt weiß meine Tante nicht .......auch die Frau von meinen beste kumpel :)
 
  • #25
Konkrete Tipps zum Gewichtsreduktion zu geben, finde ich in Anbetracht der Erkrankung deiner Frau schwierig. In meinen Augen wäre es Aufgabe des behandelndes Facharztes, zum Abnehmen zu motivieren und Unterstützung anzubieten, auch psychologischer Natur. Ich denke, allein wird sie es kaum schaffen.

Abgesehen vom Gewicht; gibt es etwas an deiner Frau, was dich körperlich anzieht oder zumindest in der Anfangszeit angezogen hat? Findest du ihr Gesicht hübsch? Geht dir bei ihrem Lächeln/Lachen das Herz auf? Schmilzt du beim Klang ihrer Stimme dahin? Liebst du ihren Duft? Die Art, wie sie sich bewegt?

Hattest du zumindest in der Anfangszeit den Drang, sie zu berühren, zu küssen, Händchen zu halten? Hat sie dich trotz Übergewicht sexuell angemacht?

Oder war das wirklich eine komplette Kopfgeburt, bei der du ausschließlich nach charakterlicher Kompatibilität entschieden hast?

Ich meine, wir sehen alle irgendwann nicht mehr schön aus..
Ja, das ist leider so, dass es mit der Optik im Laufe des Lebens ziemlich steil bergab geht. Wobei ich denke, dass wenn ein Mensch für einen selbst das "gewisse Etwas" hat vom Gesicht/Ausdruck her, das auch noch im hohen Alter Bestand haben kann, falls derjenige gut altert i.d.S. dass er zwar älter aussieht, aber immer noch nach sich selbst. Ich stelle mir vor, dass man in so einem Fall den Partner vielleicht nicht mehr "knackig" findet, aber immer noch schön.

Und selbst wenn mit dem Alter wirklich jeglicher optische Reiz verloren geht, heißt das trotzdem nicht, dass Äußerlichkeiten im Hier und Jetzt keine Rolle spielen dürfen. Du weißt auch, dass du irgendwann sterben wirst. Trotzdem legst du dich nicht jetzt schon in die Grube, weil du irgendwann ja eh da landen wirst.

Ich finde es natürlich und gesund, dass junge Menschen bei der Partnerwahl auch nach körperlicher Anziehung gehen. Wenn man diesen Aspekt völlig außen vor lässt, könnte man genausogut eine gute (gleichgeschlechtliche) Freundschaft eingehen, evtl. eine WG gründen. Wäre vermutlich deutlich unkomplizierter.

Zudem geht man davon aus, dass körperliche Anziehung zwischen zwei Menschen ein Zeichen für genetische Kompatibilität ist - ein weiterer Grund, sich gerade bei bestehendem Kinderwunsch NICHT nur vom Kopf und hehren moralischen Prinzipien leiten zu lassen.

Und schließlich denke ich, dass kaum eine Frau damit glücklich sein dürfte, schon in jungen Jahren vom Partner ausschließlich für ihre inneren Werte geschätzt zu werden.

Deswegen meine Frage, ob da zwischen euch überhaupt jemals irgendetwas war, das über gute Gespräche und geteilte Zukunftsvorstellungen hinausging.
 
  • #26
Ein Tipp, mit dem eine Freundin Gewicht minimiert und Beziehung gestärkt hat: ein Hund. 1. Hunde lieben ihr Frauchen egal wie sie aussieht 2. Sind beide jeden Abend eine Stunde mit dem Hund Gassi gegangen (also Bewegung) und haben sich dabei miteinander unterhalten (also Beziehung) 3. Schon mal eine Stunde am Tag, in der man nicht zur Schokolade oder Limonade greift
 
  • #27
Hallo T.H.,

in meinen Augen machst du 2 grosse Fehler
Der erste - du bist seit Jahren Sportler. Sie nicht. Nicht du solltest mit ihr trainieren, sondern jemand, der oder die auf einem ähnlichen Level wie sie ist. Ich weiss wovon ich rede. Einmal habe ich Zumba mit V gemacht ... au weia. Tapsiger Tom, der ständig aus dem Takt war . Daher mach V ihr Zumba - und ich biege ganz klassisch Eisen. Ein Nebenaspekt bei euch ist, dass sie mit dem Gewicht die Kraft und den Auftrieb des Wassers nutzen sollte - Schwimmen und Wassergymnastik. Alleine für ihre Gelenke .....

Der zweite Fehler - du vergisst die Belohnung. Lob, etwas Leckeres, neue Klamotten beim Erreichen eines Zieles ..... das motiviert wesentlich besser als Vorwürfe.

Und noch ein Rat : Medizinische Hilfe ist bei dem Gewicht deiner Frau absolut wichtig. Oder willst du, dass sie irgendwann mit Herzinfarkt o.ä. zusammen klappt ??
 
  • #28
Meine frühere Freundin aus dem Studium war immer sehr übergewichtig und hatte in ihren schlimmsten Zeiten sicherlich 140 kg bei 1,8 m. Nach dem Studium bzw. gegen Ende des Studiums hatte sie ihren Höchststand, vermutlich wegen des Stresses der Prüfungen und dann, weil sie knapp durchgefallen war. Zu ihren schlimmsten Zeiten war sie psychisch so angeschlagen, dass sie Selbstmordgedanken hatte.
Ich selbst habe früher Leistungssport gemacht und hatte bei 1,7 m 62 kg, was ich in meinen Zwanzigern halten konnte. Jetzt ist es etwas mehr, allerdings durch die gute Bemuskelung und gute Proportionen nicht krass sichtbar. Ich passe immer noch in Größe 40.
Das Ding ist, ich war genauso auf Essen fixiert wie sie, nur anders herum: Ich habe es mit der Essdisziplin teilweise so übertrieben, dass ich das Gedankenkarussel einer Magersüchtigen hatte. Ich habe mich selbst nicht geliebt und dazu kam obendrauf, dass ich mir Äußerungen von Männern zu meiner Äußerlichkeit sehr zu Herzen genommen hatte. Mit der Reflektion von heute und meinem reiferen Bewusstsein weiß ich, dass diese Äußerungen von Männern eine Art Kontrollinstrument waren, um mein Selbstbewusstsein klein halten und mich so bei sich halten zu können. Außerdem habe ich damals nach Liebe gegiert, die mir meine Eltern so nicht gezeigt haben, dass ich stets geleistet und geleistet habe.
Wenn ich mir Fotos von damals anschaue, dann sehe ich eine bildhübsche Frau mit einem Engelsgesicht und toller Figur. Was ich damals in mir gesehen habe, kann ich hier eigentlich gar nicht öffentlich schreiben - die Fotos zeigen aber eine hübsche 19-jährige Frau in Abendkleid, die z.B. einen Ball mit 2000 Gästen moderiert hat. Jetzt, wo ich mich selbst liebe, bemerke ich, wie Männer kurz ins Staunen verfallen, wenn sie mich wahrnehmen. Das letzte Mal letztes Wochenende bei einem Grillfest. Außerdem wird mir von Zeit zu Zeit gesagt, was ich für ein "brutal hübsches Gesicht" habe oder dass ich "hierher gekommen sei wie ein Engel" - ohne, dass ich nach Komplimenten fischen würde.
Lieber FS,
das Äußere hat immer etwas mit dem Inneren zu tun. Deine Freundin liebt sich nicht und Du haust da leider auch noch eine Kerbe rein mit dem, was Du zu ihr sagst. Zur Perspektive möchte ich Dir sagen, dass meine Freundin heute immer noch sehr dick ist und auch einen großen unerfüllten Kinderwunsch hat. Zwei Jahre lang hatte sie mal ca. nur hundert Kilogramm, nachdem sie eine Thrombose der tiefen Beinvene und eine Lungenembolie daraus erlitten hatte. Der Arzt hatte ihr gesagt, dass sie dringend abnehmen müsse. Ich weiß also nicht, was ich Dir raten soll, außer dass das Beispiel aus meiner Welt zeigt, dass sich auf Dauer da nicht großartig was drehen lässt.
 
  • #29
Ich finde, es macht einen großen Unterschied, ob man im Erwachsenen Alter dick wird (Medikamentenbedingt oder durch eine Schwangerschaft z.B.) oder ob man bereits als Kind dick war, und dieses Verhalten in einer wichtigen Phase im Leben erlernt hat. Du kannst eigentlich nur folgendes machen: ihr ehrlich sagen, dass du sie nicht mehr attraktiv findest und sie mal ganz ab von der Ästhetik ein sehr ungesundes Leben führt. Du kannst ihr nur ständig und ständig vorhalten, dass sie zu viel und ungesud isst und daran etwas ändern sollte. Wie bei einem Raucher, er weiß das alles selbst, hat das schon 1000 mal gehört, aber dennoch schallt jede Ermahnung noch ein bisschen nach. Das ist auf jeden Fall effektiver, als gar nichts zu sagen.

Aber natürlich wird das zu einem unguten Machtgefälle in eurer Beziehung kommen weil du in eine belehrende Rolle fällst. Ich glaube sogar, dass eine drastische Gewichtsreduktion bei ihr zwamgsläufig eine so starke (Persönlichkeits-)Wandlung annimmt, dass eure Beziehung diesem Wandel nicht stand halten würde. Denn sie würde viel neues über sich lernen, entdecken. Und so eine Transformation stellt auch vieles bisherige infrage, eben auch eine bestehende Beziehung. Ich fürchte fast, du kannst ihr nur noch den Weg aufzeigen für ein gesünderes, glücklicheres Leben ohne dich. Sie wäre dann eine fittere, attraktivere Frau für einen anderen Mann.

Sollte sie überhaupt ihr Gewicht reduzieren und dies vor allem auch dauerhaft halten. Du als Sportler weißt, wie viel Disziplin das voraussetzt. So eine seit der Kindheit bestehende Essstörung bleibt ein lebenslanger Kampf. Und du müsstest in jeder Stressphase wieder "Angst" davor haben, dass sie rückfällig wird.

Ich spreche als ehemalige Übergewichtige (Medikamentenbedingt im Erwachsenen Alter, 1,66m 88kg Maximum, Gewichtsreduktion um - 35 kg Maximum), der Körper wird sowieso nie wieder so, wie er mal ohne Übergewicht hätte sein können.

Die Tragik an der Sache mit der Optik ist die, dass diese auch an schlechten oder guten Tagen immer sichtbar ist. Anders als eine negative Charaktereigenschaft. Da ist man vielleicht mal ein paar Tage frei von (z.B. Eifersucht, Wut).

Ich glaube nicht, dass du in dieser Beziehung richtig glücklich werden kannst.
 
  • #30
Ich zeige Ihr dass ich sie liebe mit so vielen Gesten und dem was ich tue, dass Sie im Alltag im Grunde nie das Gefühl vermittelt bekommt dass sie nicht gut genug sei oder so..
Sie ist Dir aber doch nicht gut genug.
Und jemand hat hier geschrieben, dass wohl ihr Leidensdruck noch nicht groß genug ist. Und den versuchst Du bei ihr zu erzeugen.
Leidensdruck macht aber mE eher krank als einsichtig.
Dass Du ihr dann sagst, dass es vornehmlich um ihre Gesundheit geht und nicht um Attraktivität, das nimmt sie Dir nicht ab. Ich auch nicht, es ist nur so praktisch dass "Gesundheit" gleich mit angeführt werden kann.
Heißt nicht, dass ich Dich nicht verstehe!
Aber zu sagen "wenn Du abnimmst, dann... ist alles schöner, werden wir Kinder haben"... Ich würde sagen sie fühlt sich eher erpresst, weil es mehr um andere als um sie selbst geht (klingt blöd, ich kann es nicht anders ausdrücken).

Ab und zu hängt sie sich an Dich ran und sportet mit, hat dann aber Schmerzen. Logisch, Du bist auch kein geeigneter Trainingspartner. Es zeigt ihr nur umso mehr, dass sie schlapp ist. Sie gehört in eine fettleibige Frauengruppe oder sowas. Unter Leuten die sie verstehen. Es muss ihr dabei gut gehen!!

Ich würde mal bei ihren Beschwerden ansetzen und sie zu einer Reha wegen Rücken motivieren. Dort werden (langsam!) ihre Beschwerden angegangen. Mehrmals täglich für sie angemessene (!!) Sporteinheiten, Vorträge zu Ernährung, Kontakt mit neuen Menschen und und und.
Abends tut's dann zwar auch hier und da weh. Sie wird dort aber Ausgleich finden. Es gibt zahlreiche angenehme Anwendungen.
Und es geht dort um sie! Sie muss /kann sich dort mit sich selbst auseinandersetzen und zur Einsicht kommen. Ihr Gewicht wird dort thematisiert werden, und zwar von anderen!

Ich würde jedenfalls nicht gleich mit Therapievorschlägen anfangen weil psychische Ursachen vermutet werden. Es würde ihr den nächsten Stich versetzen. Sie wäre dann nicht mehr nur dick, sondern auch noch krank.
Das mag vll zutreffen, der Vorschlag muss aber von Dritten kommen.