• #1

Meine Frau macht sich nichts aus Sex

Hallo zusammen, folgendes Problem beschäftigt mich schon lange. Ich bin nun seit gut zehn Jahren mit meiner Frau zusammen und mittlerweile auch verheiratet. Oberflächlich ist auch alles soweit in Ordnung, zwei gute Berufe, ein Haus, keine Kinder. Wenn man aber ins Eingemachte blickt, stelle ich schon lange fest, dass wir zusammen nicht mehr viel unternehmen. Aber das (mittlerweile) leidige Thema Sex empfinde ich als noch viel schlimmer. Ich war und bin schon immer für alles offen gewesen, also schon die gängigen Praktiken und vielleicht auch noch mehr, was ich aber noch nicht probiert habe. Unser Sexleben war schon immer auf einem Minimalniveau, also am besten in der Missionarstellung und das wars. Oral nur kurz und nur mir zuliebe. Alles andere ist ausgeschlossen. Ich stehe eben nunmal auf Oral (von beiden Seiten her), auch gerne Anal. Und Sex kommt wenn überhaupt nur noch von mir aus. Als es mich mal überkam und sie unter der Dusche stand, wurde ich auch schon schreiend aus dem Bad verwiesen. Und das, nachdem wir 4 Monate keinen Sex mehr hatten. Ich habe schon mehrmals dieses Thema angesprochen, als Antwort kam eben nur, sie mache sich nicht viel aus Sex. Dieses Problem beschäftigt mich nun schon lange und dies wird immer schlimmer. So langsam denke ich darüber nach, mir für nebenbei etwas anderes zu suchen, diesen Schritt habe bisher nicht aber nicht gewagt. Wo ich mir zu 100 Prozent sicher bin ist, dass sie wohl mal etwas mit ihrem Exfreund während unserer Zeit hatte. Eine Trennung/Scheidung möchte ich eigentlich auch nicht, da wie schon wie schon gesagt der Rest soweit in Ordnung ist und dies auch ein finanzielles Desaster bedeuten würde. Dass sie mich liebt, zeigt sie mir auf andere Weise jeden Tag. Ich bin Ende 30 und möchte mit diesem verkappten Sexleben so aber auch nicht weiter machen in dieser Ehe.... Noch ist es vom Alter her nicht zu spät... Also, ich weiß so nicht weiter
 
  • #2
So wie du das beschreibst, gehst du aber auch sehr unsensibel und fordernd an das Thema ran.
Du willst, dass sie macht. das turnt sie natürlich nicht an, das verstehe ich. Auch dass du zu ihr in die Dusche springst, weil du gerade die Idee von Sex in deinem Kopf hast (!sie hatte diesen Gedanken in diesem Moment nicht und fühlte sich daher überrumpelt) zeigt das. Du musst sie geschickt auf die Idee bringen, dass sie Lust hat. Dann machst du, weil sie will (alias Lust hat)
 
  • #3
Ihr seid sexuell inkompatibel.
Kein Reden, keine Therapie, keine Tantraseminare ändern daran etwas.
Allerdings fehlt bei euch der übliche Grund zum Zusammenbleiben, nämlich Kinder.
Also bist du einfach nur zu träge, um etwas zu verändern. Betrügen als Option schließe ich aus, das ist unfair, feig, und führt sowieso nur zu Katastrophen mit der 3. Person.
Überlege was du wirklich willst. Wenn du kein finanzielles Desaster willst, obwohl ich nicht verstehe wo das plötzlich herkommen soll, dann bleibt eben alles wie es ist.
Werde nur nicht zu einem der unsäglichen Dauerfremdgeher, sondern beweise jetzt Charakter.
 
  • #4
Ich kann mir schon vorstellen, dass es sehr schwierig ist nach so einer langen und gemeinsamen Zeit, sich zu entscheiden. Es hat sich alles so eingespielt.

Doch eine Partnerschaft ohne regemässigen Sex käme für mich nicht in Frage. Ausnahmefälle sind: Wenn der Partner eine Krankheit überstehen muss, Todesfall in der Familie hat oder etwas gravierendes passiert ist wie ein Seitensprung.

Meistens (was ich aus meinem Bekanntenkreis höre) aber liegt es an den Kindern, dass sich Paare zuwenig für einander Zeit nehmen, während sie die Kinder erziehen. Doch das ist hier ja nicht der Fall. Deshalb denke ich, ist es hier nur noch eine Zweckbeziehung. Aus finanziellen/bequemlichen Gründen zusammenbleiben?

Ich würde Euch eine Paartherapie vorschlagen. Oder auf sanften Wege versuchen, ihr näherzukommen. Vielleicht nicht gerade unter der Dusche "überfallen". Einen romantischen Abend gestalten und dann behutsam vorgehen eher.

Dass Frau kein "Kamasutra" Fan ist, kann ich verstehen. Das wird in meinen Augen total hochgehypt. Warum muss man immer 50 verschiedene Stellungen machen? Klar, nur Missionar ist schon etwas wenig. Und nicht jede steht auf anal. Mein Ex wollte auch kein anal, obwohl ich das selber auch mag, aber das war nicht so schlimm. Deswegen gehe ich nicht fremd. Man kann eben nicht alles haben.
 
  • #5
Warum würde es ein finanzielles Desaster sein ? Beide gute Jobs, wie du sagst, keine Kids. Da kann es doch gar kein Desaster sein. Jeder würde einfach für sich alleine weitermachen, nachdem das Haus verkauft und geteilt wäre. Also dies mal zum einen Aspekt.
Ich möchte nicht mein restliches Leben verbringen mit Aussagen wie "soweit in Ordnung", "verkapptes Sexleben".
Aber bisschen Mut braucht es schon. Viel Glück
 
N

nachdenkliche

  • #6
Fremdgehen würde ich an Deiner Stelle nie, nie, nie, denn das ist aller unterste Schublade. Egal, wie schlimm es in einer Ehe/Beziehung aussieht. Sei ehrlich mit ihr, setze Dich mit ihr zusammen und Rede ehrlich wie es Dir damit geht. Ich würde auch eine Trennung vorschlagen oder eine offene Ehe.
Du wirst sehen, wie sie darauf regiert. Nur...lüge sie nicht an. Ich weiß, zu einem solchen Gespräch gehört Mut, aber das sollte Deine Frau Dir wert sein. Alles Gute Euch beiden.
 
  • #7
Ich denke, du hast dich innerlich schon von ihr getrennt, sonst würdest du nicht so verzweifelt hier schreiben?
Wie war es denn früher? War es schon immer so? Sagte sie schon immer, dass ihr das nicht wichtig ist?

Wenn sie dich lieben würde, dann würde sie dieses Thema wichtig nehmen, denn es belastet dich ja schon ziemlich arg.

Sexualität ist ein Bedürfnis wie essen und trinken, es gehört für mich existentiell zu meinem Leben und wenn ich einen Partner hätte, dem das nicht wichtig ist, würde ich mich trennen. Wenn es schon so in der Kennenlernphase laufen würde, wäre mein Desinteresse recht groß.
Natürlich gibt es mal asexuelle Phasen, Lebensumstände, in denen das Bedürfnis gerade nicht groß ist, aber wenn ich liebe, liebe ich diese Person mit Kopf UND Körper. Ich brauche dieses gegenseitige Begehren, es mach eine Liebe perfekt. Nebenher zu funktionieren und Haushalt, Freund und Arbeit zusammenzubringen würde mich nicht zufrieden stellen. Ein leidenschaftsloses Konstrukt, was ich nicht „Leben“ nennen würde.
Es ist wohl aber auch statistisch bewiesen, dass die Libido bei fast 50% der Frauen nicht ausgeprägt sind. Vielleicht sollte man hier umdenken, Frauen anders verführen, reizen, anschauen und necken. Sie langsam verführen, immer ein Stück geben und sich dann wieder zurücknehmen. Spannend machen.

Was ich die raten würde, hm, wenn sie dich wirklich liebt, dann werdet ihr einen Kompromiss finden. Natürlich soll sie Sex nicht als Pflichtprogramm sehen, denn es macht dir ja dann auch keinen spaß, denn eine Frau sexuell reizen und befriedigen zu können macht Mann ja auch glücklich. Trenn dich, oder mach eine offene Beziehung.
w/39
 
  • #8
Lieber FS,

der beste Weg ist das Gespräch und wenn nötig mit Hilfe und Unterstützung.
Überlegen musst du dir aber, was dich hält. Du nennst als Hauptgrund für eine Trennung, das finanzielle Desaster. Wie sieht es mit deinen Gefühlen für deine Liebste aus? Sie hat andere Vorstellungen von Sex, es könnte sein, dass ihr in diesem Bereich nicht zusammen passt. Auch deine Liebste wird sich nicht aus der Verantwortung schleichen können und sich den Dingen stellen müssen. Ich wünsche euch viel Glück!
 
  • #9
Was soll bei euch in Ordnung sein? Ihr unternehmt kaum etwas miteinander und habt keinen Sex. Und davor war euer Sexleben immer schon auf Minimalniveau.
Wahrscheinlich steht deine Frau sexuell überhaupt nicht auf dich und ihr ist deswegen der Sex mit dir lästig. Sie macht sich nichts aus dem Sex mit DIR. Das kann mit einem anderen Mann ganz anders aussehen. Es klingt danach, als habe sie ihre Sexualität noch gar nicht entdeckt. Sie weiß nur, dass es mit dir nicht geht. Wenn die Passung fehlt, helfen auch keine Gespräche, Techniken oder sonst was.
Wenn dich das stört, bleibt dir auf Dauer nur die Trennung. Weswegen diese ein finanzielles Desaster bedeuten soll, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich bei Kinderlosigkeit und zwei guten Berufen.
Von der Idee, dir nebenbei was anderes zu suchen, würde ich Abstand nehmen. Du machst damit unter Umständen mehrere Menschen unglücklich. Die Frau, die gerne mit dir Sex hat, weil sie nie mehr sein wird als ein Objekt zur Triebabfuhr. Deine Frau, weil es trotz allem ein Vertrauensbruch ist. Und nicht zuletzt dich selbst, weil du damit eine Ehe erträglicher machst, die gar nicht deinen Bedürfnissen entspricht.
Es geht mir nicht darum, zu moralisieren und dein verständliches Bedürfnis nach notgedrungen ausserehelichem Sex zu verurteilen.
Ich würde mir jedoch vorher klar machen, was deine wirklichen Wünsche an eine Beziehung sind und im Vorfeld danach handeln.
 
  • #10
Wo ist denn das Problem sich von ihr scheiden zu lassen, wo ihr doch keine Kinder habt? Deine Frau sagte dir selbst, sie mache sich nichts aus Sex.

Vielleicht ist sie von Natur aus ein wenig verklemmt oder sie wurde so erzogen, dass Körperlichkeit und Sexualität etwas schmutziges und unerlaubtes ist oder nur erlaubt, um Kinder zu zeugen? Ich denke die christliche Erziehung seit Jahrhunderten ist immer noch fest in den Köpfen der Menschen verankert und prägt unbewusst die Einstellung zur Sexualität. Insbesondere bei Frauen.

Es ist nicht allzu lange her so mussten auch die jungen Frauen jungfräulich in die Ehe gehen, wie heutzutage immer noch die muslimischen Frauen.

Hast du deiner Frau vorgeschlagen in eine Sauna zu gehen? Vermutlich wird sie das ablehnen aber das ist auch eine gute Möglichkeit und Gelegenheit für sie einen natürlichen Umgang mit sich selbst und mit ihrer Nacktheit zu erlernen. Wenn ihr in die gemischte Sauna geht, so wird sie dort auch andere Frauen sehen und natürlich auch Männer für die selbstverständlich ist, sich nackt zu zeigen.

Mit meinem Exfreund bin ich sehr gerne in die Sauna gegangen und da ich Rollstuhlfahrerin bin benutzte ich dort immer einen Duschrollstuhl. Mit ihm habe ich auch zusammen geduscht und sexuell haben wir sehr gut zusammen gepasst und waren experimentierfreudig und haben die Sexualität nicht nur im Schlafzimmer praktiziert. Es ist eine Lebensfreude pur und es ist sehr schade für deine Frau, dass sie das nicht zulässt und sich öffnet.

Mit Ende 30 bist du zu jung, um fast sexlos zu leben oder quasi nur eine kleine Bandbreite der Sexualität zu leben, die so viel Abwechslung zu bieten hat und so viel zu entdecken gibt.

An deiner Stelle würde ich nicht in der Ehe bleiben auch als Frau nicht, wenn ich einen sexuell desinteressierten man hätte. Dennoch musst du dir selbst Gedanken machen, wie du leben möchtest, denn du hast nur ein Leben! Du musst die Entscheidung treffen, die für dich die beste ist und dahinter stehen! Aber bitte gehe nicht fremd und verletze noch eine unbeteiligte Frau, zumal du dich in sie auch verlieben könntest, wenn sie sexuell viel besser drauf ist. Dann wirst du mit deiner Frau gar nicht mehr schlafen können und wollen!

Wie alt ist deine Frau und war sie immer gleich eingestellt gegenüber der Sexualität auch mit ihren Ex Freunden?
 
  • #11
Sex gehört für die meisten dazu, keine Frage, aber Du hast hier schon sehr ungewöhnliche Vorstellungen die wohl nicht jeder so haben wollte. Habt ihr das nicht vor der Ehe geklärt, ob solche Praktiken dazugehören?
 
  • #12
Als es mich mal überkam und sie unter der Dusche stand, wurde ich auch schon schreiend aus dem Bad verwiesen. Und das, nachdem wir 4 Monate keinen Sex mehr hatten. Ich habe schon mehrmals dieses Thema angesprochen, als Antwort kam eben nur, sie mache sich nicht viel aus Sex
Dann sag ihr doch genau das. Wenn sie sich nichts aus Sex macht dann darf sie logischerweise kein Problem damit haben, wenn Du Dir für Deine Bedürfnisse (die ja nicht ihre sind und auch nicht Bedürfnisse die in einer Beziehung zu befriedigen sind weil sie sich gerade nichts aus Sex macht) jemand anders suchst.

Frag sie doch ob sie z. B. mit kommt in einschlägige Clubs oder ob Du Dir auf Sexseiten im Internet ein Profil eintragen darfst und ob sie ggf. dabei sein oder es wenigstens (vorher) wissen will wenn du es mit ner andern treibst.

Wer A sagt muß auch B sagen.
 
  • #13
Meine Frau ist 4 Jahre jünger. Ich finde die Vorstellungen jetzt gar nicht sooo ungewöhnlich, da ich das auch schon in der Vergangenheit mit damaligen Freundinnen praktizieren konnte. So wirklich geklärt haben wir vorher dahingehend nichts, man ist da einfach hineingewachsen und ich habe mich aufgrund der restlichen Stimmigkeit damit abgefunden. Nur das Abfinden mit der Situation fällt mir immer, immer schwerer. Dazu kommt eben noch, dass sie sich beim gemeinsamen Sex überhaupt nicht gehen lassen kann. Es wirkt wie ein Pflichtprogramm für sie. Da scheint Loba schon recht mit den Ausführungen zu haben. Mit dem finanziellen Desaster meinte ich die ganzen Unanehmlichkeiten mit dem Hausverkauf, Scheidung, etc.
 
  • #14
Frage: Wie so hat der FS diese Frau geheiratet? Er sollte vorher lange genug mit ihr zusammengelebt haben, um zu wissen, auf waxs er sich einlässt.
Es gibt keine Kinder, also trenne er sich.
 
  • #15
Du hast hier schon sehr ungewöhnliche Vorstellungen die wohl nicht jeder so haben wollte. Habt ihr das nicht vor der Ehe geklärt, ob solche Praktiken dazugehören?
Welche ungewöhnlichen Vorstellungen hat der FS denn bitte schön? Oralsex sollte meines Erachtens dazugehören und über Analsex, Zustimmung oder Ablehnung, kann man zumindest diskutieren. Es scheint mir allerdings nicht, dass er verbohrt auf seinen Vorstellungen beharrt, sondern vielmehr, dass er ohne Sex verkommt - was ich sehr gut nachvollziehen kann. Ich würde Tacheles reden, eventuell mit einem Paartherapeuten als Mittler, jedenfalls aber meiner Frau klarmachen, dass es so nicht weitergeht. Wer nach 4 Monaten ohne Sex kreischend aus der Dusche flüchtet, wenn der Partner lüstern ankommt, ist nicht ganz bei Trost, denke ich mal.
Was mich interessiert: Was meinst du, FS, mit der Vermutung, sie hätte parallel zu dir etwas mit ihrem Ex gehabt? Gibt es Beweise oder nur vage Ängste? w, 48
 
  • #16
Vom Fremdgehen halte ich gar nichts, entweder du liebst deine Frau und bist ihr treu, oder du trennst dich und fängst etwas neues an.

Aber versuche doch einmal den Sex etwas entspannter anzugehen, halte dich etwas zurück, nimm sie öfter in dem Arm und zeig ihr das du auch Zärtlichkeiten geniessen kannst, ohne das es zum Sex kommt. Manchmal wird Sie dann die Initiative übernehmen und mehr wollen.

Ich weis aus eigener Erfahrung wie schwer es ist mit einer sehr begehrenswerten Frau zusammen zu sein, die plötzlich keinen Sex mehr will. Allerdings kann das auch hormonelle Gründe haben. Klärt mal ab, ob mit ihrer Schilddrüse alles OK ist. Bei Schilddrüsenkrebs kann es zu einer starken Einschränkung der Libido kommen.
 
E

endrana

  • #17
Dieselbe Frage stellt sich mir auch wie male36... du bist ja auch Ende 30 und ihr zehn Jahre zusammen, oft hat man doch bis Ende 20 seine Sexualität schon erkundigt und bevor man heiratet auch herausgefunden, ob es zusammen gut funktioniert.

Allerdings klingt dein Text teilweise etwas lieblos, sodass ich mich frage, ob du immer gleich ans Eingemachte gehst und ihr das eventuell widerstrebt.
Du schreibst nicht, ob ihr kuschelt (man kann das auch erotisch anstellen, z.B. bewusst das Becken bewegen und sich aneinander schmiegen in der Löffelchenstellung), euch leidenschaftlich küsst, Berührungen auch im Alltag von beiden Seiten kommen (mal mit der Hand über den Oberschenkel der/des anderen streicheln)etc. Du hast auch nicht geschrieben, dass du dir sowas wünschst, sondern kommst gleich auf Praktiken wie Oralsex oder Analverkehr, bestimmte Stellungen zu sprechen.
Zu Intimität und Sexualität gehört aber viel mehr.
 
  • #18
. Ich war und bin schon immer für alles offen gewesen, --- Unser Sexleben war schon immer auf einem Minimalniveau
Lieber Galaxy1976, hier fragt man sich zurecht, wie ihr denn dann zusammengekommen seid? Auf welche Weise ist denn die Liebe zu euch gekommen - mit Sex auf Minimalniveau?

Ich habe schon mehrmals dieses Thema angesprochen, als Antwort kam eben nur, sie mache sich nicht viel aus Sex.
"Ich mache mir nicht viel draus"....da klingt wie als ob jemand über Essen spricht. Wenn du "dieses Thema angesprochen" hast - wie hast du das dann gemacht? Ich denke, es ist nötig, dass du es ihr so drastisch sagst, wie es ist! Dass es dich nämlich unglücklich macht und belastet. (das werden einige sicher als "Druckmachen" bezeichnen, aber es gibt doch hier kaum einen anderen Ausweg!). Wenn sie schreit, weil sie deine Annäherung unter der Dusche als so schrecklich erlebt, dann nimmt sie deine Kränkung durch wiederholte Zurückweisung ja auch in kauf!

Wenn zwei so unterschiedliche Vorstellungen, Wünsche und Hoffnungen haben, was das Zusammensein angeht - dann lassen sich diese Differenzen irgendwann nicht mehr ausgleichen.

Dass sie mich liebt, zeigt sie mir auf andere Weise jeden Tag.
Auf welche Weise zeigt sie das denn?
 
  • #19
Ich kann es verstehen, dass sich eine gewisse Ungeduld und Frustration breit macht wenn sich das schon über so viele Jahre hinzieht. Das sie nicht möchte ist nur eine Seite der Medaille. Nun stehen aber in dieser Ehe nicht nur ihre Bedürfnisse im Fokus sondern auch deine und es wäre nur fair würde sie sich das bewusst machen und mit dir das Problem erörtern und mögliche Lösungsvorschläge bringen. Allerdings scheint da noch viel mehr im Argen zu liegen.

Für mich klingt das als wäre die ganze Beziehung vergiftet, da geht es nicht nur um das Sexualleben. Eure Probleme werden nur verstärkt in den einzelnen Bereichen sichtbar.... keine Sexualität, keine Unternehmungen und "der Rest ist soweit in Ordnung" klingt auch nicht gerade nach Liebe. Auch kann ich nicht verstehen, dass du ein fremdgehen bevorzugen würdest anstatt dich mit deiner Frau an einen Tisch zu setzen, eure Beziehung zu reflektieren und im Fall des Falles die Konsequenzen zu ziehen. So wie andere hier auch schon mehrfach angemerkt haben. Ihr habt beide einen guten Job und keine Kinder. Wo du da ein finanzielles Desaster siehst ist mir rätselhaft. Vielmehr denke ich, dass du deine Komfortzone nicht verlassen möchtest. Sich nicht trennen wollen, das Haus behalten, eventuell fremdgehen (viel schlechtes Gewissen scheint da nicht mitzuschwingen wenn ein "in bin mir sicher, dass sie während unserer Zeit etwas mit ihrem Ex hatte" entschuldigend hinterher geworfen wird).... Das hat nichts mehr mit "wir" zu tun sondern "ich, ich, ich"..... ich möchte mich nicht trennen, ich möchte im Haus bleiben, ich möchte wieder Sex haben, ich möchte mehr unternehmen. Das harmoniert zwischen euch (lange) nicht mehr. Vielleicht solltest du das in Angriff nehmen bevor du dich in amourösen Abenteuern verfängst. Besser wird die Beziehung dadurch nicht sondern schraubst weiter an der Abwärtsspirale.
 
  • #20
Schwierig. Oral/Anal kannst du finde ich nicht wirklich von ihr verlangen, wenn sie das nicht möchte und es nicht für dich einmal ausprobieren möchte. Aber "normalen" Sex? Da könnte sie eigentlich damit rechnen, dass du den willst, wie einfach die meisten Menschen, die keine körperlichen Probleme damit haben und nicht asexuell sind. Da finde ich es unverschämt von ihr, abzublocken. Wobei es für mich ehrlich gesagt auch irgendwie unverständlich ist, warum es dann noch zur Eheschließung kam, aber gut, ist jetzt nun einmal so. Ich würde die Ehe nicht gleich aufgeben oder fremdgehen. Erst einmal würde ich versuchen, dass ihr euch wieder näher kommt - und das meine ich nicht sexuell. Unternehmt an euren freien Tagen wieder was miteinander, geht schick essen. "Dated" euch quasi wieder. Vielleicht erblüht dann wieder was, auch in sexueller Hinsicht. Ich persönlich halte gar nichts vom Valentinstag, aber falls sie das tut, wäre das doch für dich eine gute Gelegenheit, irgendwas mit Romantik und Zweisamkeit zu organisieren.
 
  • #21
@10, Anal mag sicherlich nicht jeder. Aber ansonsten sind es ganz normale Dinge, so normal, das man es eigentlich nicht erwähnen müsste.
Allerdings frage ich mich ebenfalls, wie war das früher? Wenn das schon immer so ablief, warum bist du überhaupt eine Beziehung eingegangen?
 
  • #22
Es könnte daran liegen, dass du Vorlieben hast, die deine Frau nicht teilt und dass sie deswegen kaum Lust auf dich hat.
Nicht alle Frauen stehen auf oral (nicht mal alle Männer), und anal ist eine Variante, die nur sehr, sehr wenigen gefällt.
Ihr passt sexuell nicht besonders gut zusammen. Du bist experimentierfreudig und deine Frau konservativ, wie es scheint.
Ich kann aber auch nicht erkennen, dass du bereit bist, auf sie einzugehen.
 
  • #23
Wenn ich deine Frage durchlese, merke ich, dass Du weißt, dass Du etwas in deinem Leben ändern muß. Sexuell seid ihr nicht kompatibel und Du leidest natürlich wesentlich mehr darunter, da deine Frau - zumindest mit dir - keine Bedürfnisse in der Richtung hat.

Gesprochen hast Du über dieses Thema mit ihr und der nächste Schritt, wenn Du in dieser Ehe bleiben möchtest, wäre ihr vorzuschlagen, die Ehe in eine offene Ehe umzuwandeln. Letztendlich tut ihr euch beide keinen Gefallen, so weiterzuleben. Du, weil Du immer unzufriedener wirst und sie, weil sie merkt, dass Du mit ihr nicht glücklich wirst. Das wäre die faire Variante. Fremdgehen mit den ganzen Lügereien etc. würde ich sein lassen, weil das auf Dauer zu sehr vielen Problemen führt.

Das wäre für mich persönlich aber nur die zweite Variante. Ihr seid ohne Kinder, arbeitet beide und es gibt immer einen Weg, sich zu trennen. Das mit den finanziellen Einbußen hast Du nicht näher aufgeführt, von daher kann ich das nicht beurteilen. Aber trotzdem würde ich die Trennungsvariante wählen. Geld und sicherer Status ist durchaus wichtig, aber ein gesundes Seelenleben ist weitaus wichtiger. Nur wenn man mit sich und seiner Umwelt zufrieden ist, kann man ein gutes Leben führen. Dein Zustand ist eher ein Zweckleben mit der Unterdrückung deiner Bedürfnisse. Das würde ich für mich persönlich nicht wollen und mich recht schnell trennen. Das Leben geht weiter und es gibt nicht wenige Menschen, die so gut zu einem passen, das man viel Nähe erfahren kann und dadurch ein ausgeglichener und zufriedener Mensch wird und dies seiner Umwelt wiedergeben kann.
 
  • #24
Entweder Trennen, aber wenn du dich "nur" wegen Sex nicht trennen willst (ist auch eine verständliche Einstellung finde ich), dann würde ich ihr sagen dass du so auf keinen Fall weitermachen kannst und was sie von einer Öffnung der Beziehung halten würde. Das würde sie entlasten, sie hätte keinen Druck mehr mit dir Sex haben zu müssen. Wenn sie das nicht will, dann ist das höchst unfair. Aber leider scheint das die Regel zu sein in solchen Fällen, was man so hört. Meine Meinung ist, wenn einer von beiden keinen Bock mehr hat dann ist er zwar nicht "schuld", weil man dafür schließlich nichts kann, aber dann darf er nicht den anderen dazu zwingen, fortan im "Zölibat" zu leben. Meine persönliche Meinung. Ein rückhaltlos offenes und somit riskantes Gespräch ist eigentlich unumgänglich. Will man es doch umgehen dann schafft das nur eine Schein-Lösung, die mit ständigem Lügen und Betrügen einhergeht.
 
  • #25
Unser Sexleben war schon immer auf einem Minimalniveau, also am besten in der Missionarstellung und das wars. Oral nur kurz und nur mir zuliebe
Ok. Viele meinen ja, Sex sei nicht das wichtigste in einer Beziehung.
Wem er aber dennoch wichtig ist, sollte das auch ausleben können.
Gestattest du mir deshalb die Frage, warum du diese Frau geheiratet hast?
Doch sicher nicht in der Hoffnung, das sie auf absehbare Zeit zu einem Sexmonster mutiert,oder?!
 
  • #26
Ich war selber über 20 Jahre in einer Beziehung mit einem Mann, mit dem ich im Grunde gut verstand, der aber sexuell viel aktiver war als ich. Ich war lustlos, hätte gut und gerne komplett verzichten können, empfand den Bereich mehr als Pflichterfüllung, tat es nur ihm zuliebe. Die Beziehung zerbrach letztlich. Ich lernte meinen jetzigen Partner kennen und drehte mich im Bereich Sexualität um 180 Grad. Ich begehre, empfinde Lust, immer und überall, bin ungehemmt und offen, erlebe diesen Bereich nun mit über 40 lustvoll wie noch nie. Rückblickend kann man sagen, dass mein Partner davor zwar ein guter Freund war, aber niemals ein Liebhaber für mich. Es brauchte erst den richtigen Partner, bis ich diesen Bereich für mich entdecken konnte.
Entweder ist deine Frau wirklich sexuell gehemmt (vielleicht aufgrund ihrer Sozialisierung) oder sie hat nur nicht den richtigen Partner.
 
  • #27
Unser Sexleben war schon immer auf einem Minimalniveau
...
Ich war und bin schon immer für alles offen gewesen, also schon die gängigen Praktiken und vielleicht auch noch mehr,
Eine einzige Frage: Warum hast Du diese Frau auch noch geheiratet?
Ich versteh es nicht. Du WEISST, wie Du tickst. Du WEISST, wie sie tickt. Ich denke, ihr habt nicht gleich nach zwei Monaten geheiratet, also hast Du das schon einige Zeit erlebt, bevor ihr geheiratet habt.

Ich komme hier vermutlich ziemlich hart rüber, aber ich hatte in meiner Beziehung genau das gleiche Problem, wusste aber nicht vorher, dass man einfach sexuell total inkompatibel sein kann.
Was ich so bezeichnend finde ist, dass Sex immer so ausgeschlossen wird von "wichtig in einer Beziehung", und dann aber alles mögliche in Erwägung gezogen wird, guten Sex zu kriegen.

Du willst ernsthaft eine Frau, mit der Du eine phantastische Beziehung führst bis auf das Sexleben, BETRÜGEN? Das passt doch überhaupt nicht zu dem, was Du sonst sagst von wegen "ansonsten stimmt alles" und Liebe zeigen.

Mich wundert, dass sie was mit dem Ex hatte während eurer Zeit. Anscheinend schafft der es ja mehr auf ihrer Wellenlänge? Also entweder sollte sie Dir mal klare Worte sagen, was sie sich sexuell wünscht von Dir und es gibt noch eine Chance, oder aber, ihr solltet euch trennen und euch kompatible Partner suchen. Das finanzielle Desaster ist vermutlich nicht so groß, wie das Theater, wenn ein Betrug auffliegt und es dann trotzdem kommt.
Vielleicht solltest Du einfach auch das Thema "offene Beziehung" mal ansprechen. Vielleicht ist sie erleichtert. Dann könnt ihr auch so zusammenbleiben, vielleicht belebt es das gemeinsame Sexleben.

Aber lügen und betrügen würde ich auf keinen Fall und so weiterleben auch nicht.
 
E

Elissa

  • #28
Unser Sexleben war schon immer auf einem Minimalniveau
Warum bist du seit 10 Jahren mit dieser Frau zusammen und hast sie sogar geheiratet, wenn deine Aussage so stimmt. Das musst du uns erst mal erklären. Wenn das Sexleben nur auf Minimalniveau vor sich hin dümpelt, dann heiratet man doch nicht.
Ich denke, es bleibt euch nur die Trennung. Sexuell passt es einfach nicht zwischen euch. Da nützen auch keine Gespräche oder Therapeuten. Es kann dir auch egal sein, ob deine Frau generell keinen Sex mag oder nur mit dir nicht. Für dich kommt es doch aufs Gleiche raus.
 
  • #29
(...) aber Du hast hier schon sehr ungewöhnliche Vorstellungen die wohl nicht jeder so haben wollte. Habt ihr das nicht vor der Ehe geklärt, ob solche Praktiken dazugehören?
Ich finde deine Vorstellungen nicht ungewöhnlich - in keinster Weise. Du sehnst dich nach mehr Sex (4 sexlose Monate finde ich schon sehr lange), könntest dir auch mehr als nur die Missionarsstellung vorstellen und empfindest aber dein Sexleben als Minimalprogramm. Deine Frau dagegen macht sich nichts aus Sex, findet es so in Ordnung. So weit hat beides seine Berechtigung, nur leider passt ihr diesbezüglich nicht zusammen. Zudem verweigert sie ein ernsthaftes Gespräch über Lösungsmöglichkeiten (falls es die denn geben könnte), weil sie sich einfach nichts aus Sex macht. Obendrauf kommt noch, dass ihr kaum noch etwas unternehmt. Ich würde mich an deiner Stelle fragen, ob das in diesem noch recht jungen Alter alles gewesen sein soll. Die äußerlich passigen Umstände machen dich ja nicht glücklich...
 
  • #30
Sexualität ist NICHT wie essen und trinken.
Ohne Essen und Wasser stirbt man, ohne Sex nicht.
Nahrung und Wasser brauchen alle Menschen, Sexualität brauchen Kinder nicht und auch sehr alte oder sehr kranke Leute nicht.

Alle Menschen ähnlicher Art ( gleich groß und schwer, gleiches Alter, gleiches Geschlecht und gleiche körperliche Betätigung ) brauchen gleich viele Kalorien und Wasser. Diese Menschen ähnlicher Art können aber in Häufigkeit und Ausführung sehr verschiedene sexuelle Bedürfnisse haben und die sind alle normal ( wenige Ausnahmen ).

Bitte macht euch frei davon, anzunehmen, dass eine Frau, die keinen oder sehr wenig Sex will, krank ist und therapiert werden muss. Es muss auch keinen hormonellen Schieflage-Status geben.
Bitte macht euch frei davon, anzunehmen, dass so eine Frau verklemmt ist, dass sie in einem sexualfeindlichen Elternhaus aufgewachsen sein muss etc.
Es gibt keine Erklärung, genausowenig wie für das Zustandekommen von Homosexualität.

Ich habe mit der Sauna kein Problem, nicht mit dem blowjob und auch sonst mit fast nichts, was legal ist.
Und trotzdem habe ich null Lust auf den üblichen Sex, von dem ihr hier redet.

Keinen Sex zu wollen gehört zu den allerletzten Tabus unserer Gesellschaft.
Bitte akzeptiert die, die vom üblichen abweichen, ich bitte um Toleranz.

w 48