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  • #1

Meine Frau ist hasserfüllt. Sie hasst meinen Sohn aus erster Ehe.

Mein Sohn ist 17, lernt gut(abi), hat viele Freunde und wenig Lust zu Hause zu helfen. Ich möchte meiner Frau helfen den Hass aufzulösen doch das gelingt mir nicht. Scheidung wäre logisch, doch ich liebe meine Frau und ich liebe meinen Sohn.Ausserdem haben wir einen gemeinsamen Sohn.
 
G

Gast

  • #2
Hast du eine Idee, warum deine Frau deinen Sohn so sehr ablehnt. Was meinst du konkret mit "Sie hasst ihn". Wie äußert sich das? Tut er etwas, was sie total auf die Palme bringt? Dass er nicht hilft, kann es ja wohl nicht sein. Das tut kaum ein 17-jähriger. Du solltest mehr schreiben, wenn du eine guten Rat möchtest.
w, 45
 
G

Gast

  • #3
Bekommt Dein Sohn aus erster ggfs. mehr Zuwendung von Dir als Euer gemeinsamer Sohn? Werden ihm mehr (alle) Wünsche erfüllt, so dass für Euren gemeinsamen Sohn nichts bleibt? Hast Du ihm gegenüber vielleicht Schuldgefühle, weil Deine erste Ehe gescheitert ist oder bist Du Witwer? War Deine jetzige Frau ggfs. der Trennungsgrund und ziehst daher Deinen Sohn aus erster Ehe vor?

So mir nichts, Dir nichts hasst man doch als Frau kein Kind (keinen Jugendlichen). Spricht er vielleicht schlecht über sie und sie hat davon erfahren, möchte es Dir aber nicht erzählen?

Du siehst, Fragen über Fragen. Vielleicht kannst Du mal Dinge aufzählen/ uns mitteilen, die in der Vergangenheit liegen. Mit den wenigen, von Dir gemachten Angaben, wird Dir kaum jemand den Schlüssel zur Problemlösung geen können.
 
G

Gast

  • #4
Du solltest mit deiner Frau über das Thema in Ruhe einmal sprechen, warum sie diese Hassgefühle hat. Im Grunde müßtest Du schreiben, wie sich das äussert. Dein Sohn weiß sicher auch, dass seine Stiefmutter ihn nicht mag. Wenn er viele Freunde hat und gut in der Schule ist, scheint er selber recht stabil zu sein. Vielleicht wäre auch ein Gespräch zu dritt in Betracht zu ziehen. Es kann sein dass deinem Sohn manche Sachen an deiner Frau nicht passen (ist meist nicht einseitig) und wenn man drüber spricht und sich vornimmt, die Problempunkte zu verbessern, dass zumindest ein normales Zusammenleben möglich ist. Hassgefühle sind aber nicht schnell zu beseitigen.

Was mich irritiert, dass Du darüber nachdenkst, dich von deiner Frau zu trennen, obwohl Du sie liebst und mit ihr einen Sohn hast. Ich denke, dass mit Kommunikation einiges zu erreichen ist, gleiches gilt für die Hilfe des Ältesten im Haushalt. Was spricht gegen fest verteilten Verantwortungsbereichen, wofür jeder zuständig ist? Das muss nichts großes sein, würde aber sicher mehr Harmonie schaffen. Auch hier solltest Du mit deinem Sohn reden. Er ist 17 und wird sicher auch mal an das Ausziehen denken. Da muß er den ganzen Kram alleine machen und ein bisschen Vorkenntnisse schaden da nichts.
 
G

Gast

  • #5
Ja, das Patchworken macht das Zusammleben nicht einfacher.

Meine, deine, unsere Kinder, da kann es leicht zu Spannungen kommen.
 
  • #6
Glaub mir, auch eigene Söhne in diesem Alter würde man als Mutter gerne manchmal aus dem Haus werfen!

In diesem Alter sind die Jungs in einer ganz normalen, schwierigen Phase. Sie sind innerlich und äußerlich in Opposition. Die meisten Eltern können ein Lied davon singen und kriegen sich dann oft noch selber in die Wolle.

DURCHHALTEN, ist mein Rat! In 1 bis 2 Jahren sieht normalerweise alles wieder ganz anders aus.

In eurem Fall ist die Situation natürlich schwieriger, denn deine Frau wird jede provozierende Geste deines Sohnes auf die (verhasste?) Ex- Frau schieben. Nach dem Motto: "Kein Wunder, bei DER Mutter!"

Gute Nerven für dich!
 
G

Gast

  • #7
Ich stimme #5 völlig zu - in dem Alter kann auch ein eigener Sohn ein arroganter, besserwisserischer und fauler Stoffel sein, den man am liebsten ohne Rückfahrkarte zum Mond befördern möchte. Junge Leute in dem Alter können sehr sehr verletzend sein.

Du, Fragesteller solltest Deiner Frau in den Dingen zur Seite stehen, bei denen sie recht hat - mein Ältester hatte in der Zeit keine Chance sich vor seinem Anteil an Mithilfe zu drücken - hier mußt Du natürlich konsequent sein. Zeitweise gab es um jeden Handgriff ellenlange Diskussionen - das war natürlich anstrengend, dennoch, wir haben es durchgezogen und später hat sich das ausgezahlt.

Möglicherweise kann eine dritte, kompetente Person Euch helfen, miteinander ins Gespräch zu kommen!?

Dein Sohn wird über kurz oder lang eigene Wege gehen - in dem Zusammenhang kommt es mir schon mehr als seltsam vor, dass Du die Trennung von Deiner Frau auch nur erwägst.
 
G

Gast

  • #8
@FS: Wie äußert sich denn der Hass deinem Sohn gegenüber? Falls sie bspw. ihm gegenüber gewalttätig wird, könnte ich deinen Verbleib bei der Frau nicht verstehen. Ich finde, das Wort "Hass" ist schon sehr heftig.
 
  • #9
Ich (auch #5) denke erneut über den beschriebenen Konflikt nach.

Könnte es sein, dass auch dein Sohn deine Frau ablehnt, oder gar hasst? Vielleicht macht er sie verantwortlich dafür, dass seine Eltern geschieden wurden?
 
  • #10
Vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich muss nun ganz von vorne anfangen. Meine erste Frau verstarb als mein großer 8J. alt war. Nach ca. 2 Jahren hatte ich eine neue Partnerin. In den ersten Jahren verhielt sie sich etwas distanziert aber mir viel da nichts negatives auf. Doch in der letzten Zeit grenzte sie meinen Großen immer aus. Z:B. sie redete nicht mehr mit ihm, sie rief ihn nicht zum Essen, wenn sie und der kleine zu mittag gegessen haben, sie öffnete die Tür nicht wenn seine Freunde vorbeikamen, sie stellte Telefonate nicht durch...Ich habe oft versucht mit ihr darüber zu sprechen, doch dieses Thema führte immer zum Streit. Ich habe immer versucht ihr zu erklären,dass man erst lernen muß miteienander zu reden und sich gegenseitig zu akzeptieren, bevor man erwartet, dass er ihr im haushalt hilft. Ihr verhalten Ihm gegenüber könnte man auch als Mobbing bezeichnen. Meine Frau ist sehr emotional und bei jeder kleinigkeit geht sie auf die palme.
Ich liebe meine beiden Söhne gleichermaßen. Ich habe meiner Frau vorgeschlagen, mal zu dritt eine psych. Beratung aufzusuchen, sie lehnte ab.
 
  • #11
@#9, eschi:
Schade, dass deine Frau eine Beratung ablehnt. Was du hier weiter beschrieben hast, ist wirklich nicht normal.
 
  • #12
@FS:Leider schreibst du nicht wie alt sie ist. Hat sie auch Kinder? Könnte es nicht sein, dass sie sich immer eigene Kinder gewünscht hat, aber keine bekommen hat? Ich würde an deiner Stelle alles dran setzten, daß es deinem Sohn gut geht. Denn: Blut ist dicker als Wasser. Ich glaube dir das es eine schwierige Situation ist. Was sollst du jetzt machen? In einpaar Jahren wird er vermutlich ausziehen und du, du bist dann alleine, wenn du dich trennen solltest.Vorallem du liebst sie ja. Deine Idee, eine Beratung aufzusuchen finde ich super.

Bist du dir sicher, dass dein Sohn sie nie zutiefst gekränkt hat? Aber, auch wenn es so gewesen wäre,so ist es dennoch kein Grund sich so zuverhalten! Sie ist ja Erwachsen!
Leidet sie vielleicht an Depressionen oder hat zuviel Streß auf der Arbeit
?
Zur Not würde ich dir raten, vereinbare einen Termin ggf. nur für dich und deinen Sohn(wenn er mitkommen wollte). Es gibt soviele Beratungsstellen z.b. Pro Familia,Caritas,Diakonie ect. Unternehme aber etwas, bevor es noch schlimmer wird! Den Ersten Schritt hast du schon getan.Deine Frau kann stolz auf dich sein!
Viel Glück und Kraft
 
G

Gast

  • #13
Nein. Normal ist das sicher nicht - aber folgende Zeilen gaben mir zu denken:

"Ich habe immer versucht ihr zu erklären,dass man erst lernen muß miteienander zu reden und sich gegenseitig zu akzeptieren, bevor man erwartet, dass er ihr im haushalt hilft."

Ich interpretiere da jetzt mal bewusst und führe einfach ein paar Assoziationen an, die zum Nachdenken anregen könnten. Ich möchte dich damit nicht angreifen oder verletzen, nur einfach sagen, wie das auf mich wirkt oder welche Gedanken mir kommen.

1. Du schreibst, du versuchst ihr diese Dinge zu erklären. Im Endeffekt könnte ich mir vorstellen, dass sie - ja - eifersüchtig auf deinen Sohn ist, da er deine Loyalität hat, aber sie nicht. Verhätschelst du ihn? Hast du ihn früher verhätschelt oder besonders umsorgt, sie aber hintenan gestellt?
Ich verstehe, wenn das Kind an erster Stelle steht. Aber eine Partnerin darf und soll nicht den Eindruck gewinnen, dass sie für immer und ewig die zweite Geige spielt. Dass das verletzt und unterschwellige Wut entsteht, verstehe ich.

2. Natürlich fängt ein 17jähriger nicht "plötzlich" an, im Haushalt zu helfen! Wie war das denn früher? Musste er da nicht helfen?
Dann liegt der Hase ja auch da im Pfeffer. Und dann muss man anders rangehen. Ganz ehrlich - ich habe noch keine Kinder, aber ich weiß das noch sehr gut von zu Hause. Helfen war einfach Pflicht.

3. Die zitierten Zeilen wirken auf mich so, als würdest du ständig Verständnis von ihr fordern, sie aber nicht fragen, wie es ihr dabei geht - damit meine ich nicht, sie dazu zu drängen, zu sagen, warum sie sich verhält, wie sie sich verhält. Aber kann es nicht sein, dass sie sich einfach mal ein ehrlich gemeintes "Wie geht es dir damit?" wünscht? Anstatt einer (Auf-)Forderung, wie sie mit deinem/eurem Sohn umzugehen hat?

Wie gesagt - es nur nur Assoziationen. Vielleicht kannst du was damit anfangen.

Viel Erfolg!
 
  • #14
Lieber FS,

wie alt ist denn der gemeinsame Sohn, wie behandelt sie ihn? Wie hat sich das Verhältnis deiner jetztigen Frau zu deinem Sohn aus der erste Ehe, geändert, als sie selbst ein KInd bekommen ha?. Wie behandelt dein zweiter Sohn deinen ersten Sohn?

Viel Kraft und Glück
 
  • #15
ich finde es sehr bedenklich, dass du zuläßt das dein Sohn, der seine Mutter verlohren hat und dadurch auf deinen Schutz angewiesen ist, von einer neuen Partnerin derart gemobbt wird. Die Frage wäre ja auch, wie das für deinen Sohn ist, wie empfindet er das. Ich denke es gibt 2 Möglichkeiten wenn deine Frau sich einen Dreck um die Gefühle von Kind und dir kümmert und zwar, entweder zu führst eine räumliche Trennung herbei oder finanzierst, dass dein Sohn ausziehen kann. Die Situation scheint zu Hause ja so belastend zu sein, das es niemandem zuzumuten ist, dem ausgeliefert zu sein. Und die Situation ist bestimmt auch nicht von heute auf morgen gekommen. Ich würde mich schon fragen, was die Frau für mich fühlt, wenn sie mein Kind so behandelt.
 
G

Gast

  • #16
Warum hilft dein Sohn nicht im Haushalt mit?
Wie benimmt er sich seiner Stiefmutter gegenüber?
Wenn er nach dem Mittagessen nit einmal seinen eigenen Teller in die Küche bringen kann, und du das auch noch gut findest, dann kann ich nachvollziehen, wieso Konflikte entstanden sind.

Deine Frau kann nicht deinem 17Jahrigen Sohn nicht vorschreiben, was er zu tun hat, das ist deine Aufgabe! Sag deinem Sohn, dass er im Haushalt mit helfen muss, so wie alle anderen Menschen. Ich bin mir sicher, dass sich dadurch das Verhältins sehr schnell verbessern wird, denn andere Konfliktgründe hast du nicht angegeben.
Ich finde übrigens, dass es einem Jungen auch gut tut, wenn er lernt sich um sich selbst zu kümmern. Dazu gehört auch: eigene Wäsche selbst waschen, Spülen, Aufräumen, Einkaufen gehen, Müll wegbringen, etc. Wenn er schon 17 ist, wird er bald alleine wohnen, und wer soll dann alles für ihn erledigen? Stiefmutti?

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie ihn hasst. Es braucht sehr viel, um einen Menschen wirklich zu hassen. Ich denke, du stellst dich bei Konflikten auf die Seite deines Sohnes, und deshalb weigert sie sich auch zu einer Beratung zu gehen.

Die Argumentation: er ist gut in der Schule und hat viele Freunde, deshalb muss sie mit ihm klarkommen, irritiert mich ehrlich gesagt. Bist du so wenig im Familienleben integriert, dass du alles so oberflächlich betrachtest?
Und was sind das für Maßstäbe? Liebst du deine Frau auch nur deshalb, weil sie viele Freundinnen hat und ihre Aufgaben erfüllt?

Ich würde dir raten bei deiner Frau zu beliben. Wenn du dich trennst, nur weil du nicht vernünftig zwischen deiner Frau und deinem Sohn vermitteln kannst, dann schadest du deinem zweiten Sohn. Und du ladest die Schuld für das Scheitern eurer Beziehung, ganz automatisch, auf die Schultern deines 17 Jährigen Sohnes.

Vermittle zwischen den Beiden, oder schick deinen Sohn in die Freiheit - das tut den Jugendlichen auch immer gut.

Viel Glück.
 
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