• #1

Meine Beziehung steckt in der Krise und ich weiß nicht weiter

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und mir brennt was auf der Seele.
Ich bin seit gut einem Jahr mit meinem Partner zusammen und seit ein paar Wochen steckt unsere Beziehung in einer heftigen Krise, aus der wir irgendwie nicht rauskommen.
Er hat einen kleinen Sohn aus einer bisherigen Beziehung, was oft Streitereien zwischen uns darstellte, weil er wirklich jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag bei uns ist, wir deswegen nie Zeit für Unternehmungen haben und seine Ex mit ihrem neuen Partner die Zeit am Wochenende immer nutzen kann. Diese Kritik hat er aber überhaupt nicht angenommen, ganz im Gegenteil, er hat es sogar eher als Angriff gesehen. Mit der Erziehung seiner Ex bin ich auch nicht ganz einverstanden, was er auch eher falsch aufgefasst hat.
Seitdem ich meinen Unmut geäußert habe, läuft es nicht mehr so wirklich gut. Er sagt, er denkt das er mich nicht glücklich machen kann, weil mich die Situation ja irgendwie stört, es sich an der Situation aber auch nichts ändern wird. Hinzu kam, dass ich auch die ein oder andere Eifersuchtsszene gemacht habe, weil ich da Kontakt mit irgendeiner Bekannten mitbekommen habe, was er mir aber nicht von selbst erzählt hat. Alles in allem streiten wir uns doch relativ häufig die letzten Wochen deswegen, aber das sind doch alles Dinge an denen man arbeiten kann oder? Das sind doch keine Gründe eine Beziehung wegzuwerfen. Naja auf jeden Fall haben wir beschlossen, uns jetzt die kommenden Tage nicht zu sehen, weil jeder über Ostern zu seinen Familien fährt und wir danach nochmal sprechen. Ich habe jetzt echt irgendwie Angst, dass danach der Laufpass für mich kommt. Oder sollte ich nicht so sehr an dieser Beziehung festhalten? Kann sich was ändern und man kommt aus diesem Tief wieder raus oder wird es nur noch schlimmer? Eine Beziehungskrise wegen irgendwelchem Unmut hat doch jeder mal?
Schon mal danke für die Antworten :)
 
  • #2
Ich lese hier öfter solche Beziehungsmuster mit Männern, welche noch in Verantwortung stehen mit Kids oder irgendwelchen Ex.

Warum suchen sich Frauen nicht einen Partner, der dies alles schon hinter sich gelassen hat und welcher sich nicht mit Problemen solcher Art ewig herumschlagen muss?

Gerade wenn Frauen selbst mal Familie haben wollen oder ein ruhiges und genußvolles Zusammensein, ohne Dauerabo auf Dauersorgen. Soll dies etwa der Anfang einer Harmonie sein.???

Warum tun sich Frauen immer Problemmänner an??
Versteh es einfach nicht.

Es mag damit zusammenhängen, das Frauen gerne Probleme anderer Leute lösen wollen, nur dies geht meist schief, entweder lösen sie Probleme und er geht dankend dafür doch zur Ex zurück oder "frau" löst sie nicht und der Dauerkrach geht weiter.

Frauen, sucht euch reife Männer mit innerer Gelassenheit oder macht weiter so, aber bitte ohne Gejammer.
 
  • #3
Ich finde es überhaupt nicht in Ordnung von dir dass du dich in die Erziehung des Kindes einmischt und mit deinem Genörgel gegen das Kind wetterst und die Mutter kritisierst.

Du hättest wahrscheinlich am liebsten dass der Gute sein Kind für dich aufgibt, wie? Was soll das denn bitte! Das Kind gehört zu ihm und er macht klar, dass ER mit der Situation zufrieden ist und daran nichts ändern möchte! Als nächstes fängst du dann noch an zu behaupten, der Unterhalt, der er ihr zahlt wäre zu viel, sie würde ihn ausnutzten und und und.

So viele Frauen verhalten sich so - such dir einen Mann der keine Kinder hat, wenn du das nicht akzeptieren kannst!

w(28)
 
  • #4
Liebe FS
Ich kann ihn einerseits verstehen: Er hat ein kleines Kind und möchte nicht nur auf dem Papier Vater sein. Es ist verständlich, dass er es jedes Wochenende sehen will. Das Kind hat zudem schon zwei Eltern, die sich koordinieren müssen und eine Drittperson, die plötzlich ihren Senf zur Erziehung dazu gibt, stört.
Andererseits kann ich dich noch viel besser verstehen: Du wolltest einen Freund und eine funktionierende Beziehung, allerdings ist bereits ein Jahr danach alles Romantische verflogen. Jedes Wochenende mit einem Kleinkind zu verbringen, das nicht dein eigenes ist und zu dessen Erziehung du nichts beitragen darfst, ohne angeschnauzt zu werden, ist eigentlich nicht zumutbar. Man fragt sich, wo da die Liebe zu dir ist.
 
  • #5
Warum suchen sich Frauen nicht einen Partner, der dies alles schon hinter sich gelassen hat und welcher sich nicht mit Problemen solcher Art ewig herumschlagen muss?.
Also, zuerstmal ist nicht jeder getrennte Kindsvater ein Problemmann. Es gibt durchaus viele Männer, die sehr souverän mit der Tatsache umgehen, ein Kind aus einer früheren Beziehung zu haben und bleiben auch bei der Kindererziehung wunderbar geerdet.

Ob man nun einen solchen oder einen solchen Mann "erwischt" hat, steht den Männern leider nicht von Anfang an auf der Stirn geschrieben, daher lässt man sich ein und merkt manchmal erst ca. 1 Jahr später, dass sich nichts ändern wird.

Liebe FS, ich denke, dass du bei Erziehungsfragen kein Mitspracherecht hast, und der Mann wird nicht deinetwegen seine Grundsätze über den Haufen werfen. Er muss sich darüber mit dir auch nicht streiten, weil es einfach nicht deine Kinder sind und er tun und lassen kann, was er für richtig hält. Klingt blöd, ist aber so.
Wenn er sich zeitmäßig nicht auf dich zubewegen kann und dir auch noch deutlich mitteilt, dass das in der nächsten Zeit nicht anders wird, dann hat er dir klar seine Prioritäten mitgeteilt und du musst entscheiden, ob du so leben willst oder nicht.
Es gibt Männer, die sehen nur diesen Weg, er scheint dazuzugehören. Er sagt, es wird so weitergehen, du bist so unglücklich, entweder du passt dich an, oder du gehst. Er hat seine Entscheidung ja schon getroffen. Da brauchste auch nicht mehr rumstreiten.
 
  • #6
Ich denke es wird dir jetzt nicht gefallen, was ich dir schreibe. Aber ändern muss ich für mich vor allem dein Verhalten.

Du wusstest, worauf du dich einlässt (Kind mit der Ex), als du ihn kennengelernt hast. Ich denke mal, dass das Kind wochentags bei der Mutter lebt und er es nicht sieht. Klar, dass er dann das Wochenende mit seinem Kind verbringen will. Und das Kind braucht auch den Vater. Wie viele geschädigte Kinder und Väter es da draußen gibt, die sich aufgrund einer faktisch durchgesetzten Kontaktsperre durch die Mutter kaum sehen können, möchte ich mir gar nicht ausmalen. Sei froh, dass die Ex ihn diesbezüglich nicht leiden lässt und er zu seiner Verantwortung steht. Natürlich möchtet ihr euch auch einfach gerne mal mit Freunden am Samstag auf ein Glas Wein treffen oder einfach mal Essen gehen als Paar. Aber das lässt sich doch sicherlich auch mit Kind einrichten? Babysitter (Großeltern) für 2h? Urlaubstage?

Mit der Erziehung seiner Ex bin ich auch nicht ganz einverstanden, was er auch eher falsch aufgefasst hat.
Ich weiß, es ist schwierig die Füße still zu halten, wenn man gewisse Dinge sieht, die einem nicht so zusagen. Aber solange das Kind nicht einen wirklichen Schaden davonträgt oder sie den Kleinen gegen dich aufhetzt, hast du dich rauszuhalten.

Hinzu kam, dass ich auch die ein oder andere Eifersuchtsszene gemacht habe, weil ich da Kontakt mit irgendeiner Bekannten mitbekommen habe, was er mir aber nicht von selbst erzählt hat
Das könntest du noch genauer beschreiben. Vielleicht war es ja nur eine alte Freundin und sie führten nur ein ganz normales Gespräch. "Eifersuchtsszenen" sind aber meistens überzogen, man kann dann auch normal und ruhig das Gespräch suchen und fragen, weshalb er es nicht erwähnt hat.
 
  • #7
Ich weiß nicht, wie alt du bist und wieviele Kinder du selbst hast, aber sich in Konkurrenz mit dem Kind des Partners zu begeben, ist so ziemlich das dümmste, was man machen kann.
Ich rate dir, dem ganzen noch eins draufzusetzen, indem du die KM anrufst und ihr deine Ansichten über Kindererziehung mitteilst. Ironie off.
Such dir einen Mann ohne Kinder, in der Situation wie beschrieben hast du einfach nicht verloren, wenn du keinen positiven Beitrag leisten kannst.
 
N

nachdenkliche

  • #8
Ich lese hier öfter solche Beziehungsmuster mit Männern, welche noch in Verantwortung stehen mit Kids oder irgendwelchen Ex.
Warum tun sich Frauen immer Problemmänner an??
Versteh es einfach nicht.
Da schließe ich mich jetzt an, weil mir hier im Forum so langsam die "Puste ausgeht" und ich nicht mehr kann.
Liebe FS, das Forum ist übervoll mit diesen Problemen, wie Du es beschreibst. Du hast nun Angst, dass seine Abwesenheit über Ostern für Dich der Laufpass bedeutet. Ich rate Dir deshalb, gib ihm den Laufpass und tue Dir dieses nicht mehr an!
Er verschweigt Dir irgendeine Bekanntschaft..warum eigentlich, wenn alles ganz harmlos ist.
Er hat einen kleinen Sohn aus einer bisherigen Beziehung, was oft Streitereien zwischen uns darstellte, weil er wirklich jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag bei uns ist, wir deswegen nie Zeit für Unternehmungen haben und seine Ex mit ihrem neuen Partner die Zeit am Wochenende immer nutzen kann. Diese Kritik hat er aber überhaupt nicht angenommen, ganz im Gegenteil, er hat es sogar eher als Angriff gesehen. Mit der Erziehung seiner Ex bin ich auch nicht ganz einverstanden, was er auch eher falsch aufgefasst hat.
Das wird eine ewige Quelle des Verdrusses für Dich sein, wobei ich sagen muss, hänge Dich besser nicht in die Erziehungsmethoden seiner Ex. Allerdings ist das arme Kind jedes Wochenende mit ihm bei Dir...
Das bringt doch alles nichts! Und das seit nur einem Jahr...
Nutze die Zeit über Ostern und überlege Dir, ob Du das noch so weitermachen möchtest. Er sagt Dir ja schon, dass er nicht glaubt, Dich glücklich zu machen. Das ist deutlich..das passt nicht..Alles Gute!
 
E

EarlyWinter

  • #9
aber das sind doch alles Dinge an denen man arbeiten kann oder?
Richtig, aber er hat gesagt, dass sich an der Situation nichts änder wird. Im Klartext, friß oder stirb. Er zeigt nicht einen Milimeter Bereitschaft, in irgendeiner Form etwas zu ändern. An einer Beziehung müssen BEIDE arbeiten, nicht nur einer. Nach seiner Ansage dürfte eigentlich klar sein, dass es ihm total egal ist, ob die Beziehung fortgesetzt wird oder nicht. Du bist so eine Art "Gast" in dieser ganzen Konstellation und wenn es dir nicht passt dann kannst du gehen. Wichtig bist du ihm leider nicht.
 
  • #10
Diese Kritik hat er aber überhaupt nicht angenommen, ganz im Gegenteil, er hat es sogar eher als Angriff gesehen. ..Er sagt, er denkt das er mich nicht glücklich machen kann, weil mich die Situation ja irgendwie stört, es sich an der Situation aber auch nichts ändern wird.
Ja, das ist friss oder stirb. Wie auch immer Deine Ansprüche sind, also ob überzogen, unverständlich oder berechtigt (ich finde schon, dass auch Paarzeit da sein sollte ohne Kind, aber dann müsste er das Kind mal die Woche über haben und das geht anscheinend nicht), was auch immer Du Dir wünschst, kriegst Du mit dem Mann nicht, weil Du Dich in sein Leben integrieren musst, damit eine Beziehung stattfindet.

aber das sind doch alles Dinge an denen man arbeiten kann oder?
Nicht, wenn nur einer dran arbeiten will und der andere schon gemerkt hat, dass es nicht passt. Dein Freund arbeitet nicht an eurer Beziehung, das hat er Dir klar gesagt.

Ich habe jetzt echt irgendwie Angst, dass danach der Laufpass für mich kommt.
Dreh doch mal den Spieß um. Warum hat er nicht Angst, dass Du gehst? Wenn mir einer seine Bedingungen, die nicht verhandelbar sind, hinwirft, muss ich entscheiden, ob ich das so will. DU willst arbeiten, was bedeutet, er sollte sich ändern. Wie gesagt, er hat schon verkündet, dass er das nicht macht. Und Du bist doch auch keine Beziehungsbittstellerin, die Angst haben muss, dass sie nicht mehr gewollt wird von einem, der Anpassung 100% von ihr will.

An Deiner Stelle würde ich Schluss machen. Such Dir einen Mann, der Dir mehr Zeit zugesteht, entweder, weil er es zeitlich anders geregelt hat mit seinen Kindern oder weil er keine hat. Das ist doch nichts Böses, wenn man selber solche Bedingungen nicht möchte. Wäre vielleicht anders, wenn Du auch ein kleines Kind hättest, hast Du aber nicht.
Und ich sehe hier auch keine Beziehungskrise, das ist was grundsätzliches, das nicht passt bei euch. Er sagte, es wird sich nicht ändern, Du willst, dass er was ändert. Oder Du kannst bei ihm bleiben und lernen, das alles hinzunehmen und Dich verbiegen.
 
  • #11
Hallo Valeria,

Du solltest jetzt GANZ SCHNELL die Bremse ziehen IN DEINEM VERHALTEN IHM GEGENÜBER. Die Lage klingt ernst bei Euch.

Überrasche Deinen Freund, wenn er nach Ostern zu Dir zurückkommt, mit einer plötzlich GANZ ANDEREN, ja TIEFENENTSPANNTEN, für sich fröhlichen Valeria.

Entschuldige Dich mit den Worten: "Es tut mir leid, dass ich zuletzt so unentspannt war und Dich gestresst hatte!". Koche ihm ein leckeres Abendessen. Mach es Dir in der Badewanne gemütlich! Keine Beziehungsgespräche führen mehr (erstmal), keine Probleme besprechen wollen (die nächsten Wochen).

Versuche stattdessen, eine ganz neue Schiene zu fahren: Deinen Freund zu einem gemeinsamen Wochenende zu Zweit ZU LOCKEN, ja zu verführen, vielleicht ein Trip irgendwohin, wo er schon immer mal hinwollte (und wenn's zum Formel Eins-Rennen ist). Mit Übernachtung in einem Wellness-Hotel. Und viel Sex... ;-)

Du musst es zunächst schaffen, dass er sich mal wieder richtig wohl fühlt bei Dir und wieder in eine emotional positive Nähe geht mit Dir. Das ist die einzige Chance, die Du hast.

Bitte ZIEHE ihn eher "in die für Dich richtige Richtung" und pushe ihn nicht. Für mich klingen Deine Worte als seist Du täglich vor Zorn mit dem Messer auf seine Brust gerichtet hinter ihm her. Und er zieht sich immer mehr zurück.

Wenn Ihr das Erlebnis eines gemeinsamen schönen Wochenendes zu Zweit mal wieder hattet, lässt sich so eines bestimmt regelmäßig einrichten. Darauf lässt sich dann Schritt für Schritt aufbauen... Notfalls gibt es auch Babysitter!

ERST DANACH, wenn ihr wieder eine richtig gute emotionale Nähe zueinander habt, solltest Du alle Dir wichtigen Themen ansprechen und klären. In einem ruhigen, zuversichtlichen Ton. Vertraue darauf: ein Mann will seine Partnerin glücklich machen!
 
G

grünewelle

  • #12
weil er wirklich jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag bei uns ist, wir deswegen nie Zeit für Unternehmungen haben und seine Ex mit ihrem neuen Partner die Zeit am Wochenende immer nutzen kann.
Aus meinem persönlichen Empfinden heraus ist das eine Haltung, die für mich als Mutter so nicht stimmig ist. Natürlich bleibt Zeit für Unternehmungen , nur eben mit Kind. Man kann tausend Dinge mit einem Kind unternehmen und trotzdem mit dem Partner innig sein.
Die Ex hat das Kind wohl in der Woche, wie es sich raus liest. Sie kann dann ja die Zeit in der Woche nicht nutzen, wie Du es ausdrückst.
Nun ja, die beiden haben ein gutes Modell gefunden, mit der Situation umzugehen.
Mit der Erziehung seiner Ex bin ich auch nicht ganz einverstanden, was er auch eher falsch aufgefasst hat.
Zusammen mit Deiner Kritik an der Erziehung macht es wohl die Mischung aus, die er eher als Angriff angesehen hat. Die Erziehung seiner Ex geht Dich nichts an. Darüber kann man sich als Paar (Du und er)vielleicht austauschen, aber ob Du einverstanden bist oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle.
Hinzu kam, dass ich auch die ein oder andere Eifersuchtsszene gemacht habe, weil ich da Kontakt mit irgendeiner Bekannten mitbekommen habe, was er mir aber nicht von selbst erzählt hat
Das ist noch eine neue Baustelle. Ich kann nur aus meiner Sicht schreiben. Mir wäre das zu viel Drama. Man versucht als Elternteil, sein Kind einigermaßen psychisch gesund durch die Welt zu bringen. Man versteht sich mit der Ex ganz gut, die Einteilung läuft gut, sie in der Woche, er am Wochenende. Du bist nun der Meinung, bei der Ex läuft alles nicht so gut, die Erziehung ist schlecht und überhaupt....das Wochenende kann die Ex ohne das Kind verbringen, was Dich wurmt.
Er hat Dir schon gesagt, dass er Dich wohl nicht glücklich machen kann, er wird sein Leben mit Kind so weiterleben wollen wie bisher. Ich glaube, dass es ein so existentielles Thema im Leben von Eltern ist, dass man da nicht unbedingt lange verhandeln kann mit dem Partner , der Forderungen stellt.
Such Dir lieber einen Mann ohne Kinder, wenn Du ihn für Dich haben möchtest, was ja legitim ist, aber mit diesem Mann nicht geht.
W
 
  • #13
Es ist gut und richtig, dass dein Nochpartner sich so um sein Kind kümmert. Und natürlich ist nachzuvollziehen, dass dich frustriert, dass ihr kein Wochenende ohne Kind verbringen könnt. Allerdings ist das eine Tatsache an der du nichts ändern kannst. Du forderst ja, dass dein Partner sich zwischen dir und seinem Kind entscheidet. Das du da den kürzeren ziehst ist klar. Das bedeutet nicht, dass er dich nicht liebt, aber sein Kind liebt er eben auch und hat die Verantwortung sich um das Kind auch zu kümmern. Wenn du ein Kind mit ihm hättest, würdest du auch wollen, dass er seinen Pflichten als Vater nachkommt. Du solltest vielleicht vorschlagen, dass die Kindeszeiten sich auch in die Woche verlegt werden könnten. Er könnte das Kind jedes 2. Wochenende zu sich nehmen und zusätzlich ein Tag in der Woche. Dann würde er das Kind genauso oft sehen wie jetzt, aber ihr hättet auch mal zusammen ein WE frei. Oder wenigstens 1 freies Wochenende aber eben dafür müsste er es organisieren, dass er das Kind auch in der Woche betreut. Wenn das beruflich bedingt schwierig ist, könntest du deine Unterstützung anbieten. Und warum streitest du mit deinem Partner über die Erziehung der Kindesmutter? Das ist doch wirklich total sinnlos. Darauf hat dein Partner doch null Einfluss. Wenn du mit einem Mann mit Kind eine Beziehung führen willst, dann musst du akzeptieren das er auch Vater ist. Jeder Streit darüber ist sinnlos. Vor allem die Punkte über die du streitest. Ich denke dein Partner hat recht wenn er sagt, dass es keinen Sinn macht. Du willst nicht damit leben das er Vater ist und diese Vaterschaft auch lebt. Jedenfalls hast du nichts geschrieben von deinen Vorschlägen, wie ihr zu mehr Paarzeit am Wochenende kommt, ohne das er seine Vaterpflicht vernachlässigt. Seine Reaktion zu solchen Vorschlägen von dir würde mich mal interessieren. Aber du beklagst dich wohl nur darüber das das Kind immer da ist und schimpfst auf die Kindesmutter, wie gut sie es hat das sie am Wochenende immer frei hat und wie schlecht sie erzieht.
 
  • #14
Zum Thema "Erziehung seines Sohnes":

hier solltest Du Dich zurückhalten, die Mutter des Kindes zu kritisieren. Damit schadest Du Dir nur selbst.

Dass jedoch BEI EUCH, in Eurer Wohnung eigene, vielleicht auch ganz andere Regeln gelten als beim Kind Zuhause, dazu hast Du durchaus das Recht. Hier musst Du Dich natürlich aber auch mit Deinem Freund abstimmen, er ist schließlich der Vater.

Zum Beispiel: die Mutter des Sohnes lässt ihn stundenlang abends vor dem Fernseher sitzen. Du möchtest, dass das Kind bei Euch um acht schläft, um noch einen Abend mit Deinem Freund zu haben. Es ist ein riesiger Unterschied, ob Du nun schreist: "Deine Ex ist so unfähig und kann sich nicht durchsetzen!". Oder ob Du zu Deinem Partner flüsterst: "Ich habe es als Kind genossen, um acht noch eine Gute-Nacht-Geschichte im Bett vorgelesen zu bekommen. Morgens war ich dann erholt und ausgeschlafen. Und meine Eltern hatten abends noch Zeit für sich. Das würde ich auch gerne bei uns Dreien probieren. Was hältst Du denn für richtig? Wollen wir das mal testen?".
 
  • #15
Liebe Valeria,

ganz oft, wenn ich Beiträge von solch emotional bedürftigen Frauen im Forum lese, die jeden, aber wirklich jeden, noch so faulen Kompromiss eingehen, um eine Beziehung künstlich am Leben zu halten, obwohl da im Grunde GAR NICHTS paßt, und die gleichzeitig auch unter dieser Beziehung leiden, frage ich mich ernsthaft, was in Eurer Erziehung schiefgelaufen ist und was man Euch Frauen (es sind ja vor allem Frauen, die so drauf sind) vorgelebt hat. Es wäre sicherlich interessant, dazu auch mal ein eigenes Thema zu eröffnen, denn ich habe das Gefühl, dass es solche Forenschreiberinnen hier zunehmends gibt. Antworten darauf zu bekommen wäre sicherlich interessant, vor allem auch für die Frauen Deines Schlags selbst! Damit sie sich vielleicht auch mal besser selbst reflektieren können...

Hast Du es von Deinen Eltern so vorgelebt bekommen, dass man krampfhaft an einer Beziehung festhält, die einen unglücklich, respektive zumindest nicht glücklich macht und die ganz viele Wünsche, Sehnsüchte und Bedürfnisse offen läßt, Hauptsache man ist in einer Beziehung, und nicht allein? Oder woher kommt so ein Verhalten? Ich kann das einfach überhaupt nicht nachvollziehen... und ich bin sicherlich niemand, der eine gute, liebevolle Beziehung leichtfertig wegwirft, denn ich war über 20 Jahre mit meinem Mann zusammen, bis zu seinem Tod...

Liebes, Du hast keine "Beziehungskrise wegen irgendwelchem Unmut" (!) die freilich jeder mal in einer Beziehung hat. Du bist mit der Gesamtsituation unzufrieden, die sich auch nicht ändern wird. Da ist ja bereits das letzte Wort gefallen! Du solltest Dir mal klar machen, was Du überhaupt willst. Kannst Du mit der Situation, so wie sie ist (sie wird sich nicht ändern, hat Dein Freund klar zum Ausdruck gebracht) nun leben oder nicht. Und zwar wirklich längerfristig zufrieden, und dann aber auch ohne rumzunörgeln, oder kannst Du es NICHT?

Werde Dir erst mal selbst darüber klar. Dein Beitrag, bzw. Deine Frage ist ja bereits ein Widerspruch in sich...

Du hast geglaubt, Du kannst Deinen Freund ändern, und der Schuß ging voll nach hinten los... Fakt ist: er wird die Situation nicht ändern. Wenn Du so unglücklich damit bist, solltest Du froh sein, wenn er die Beziehung beendet. Dann brauchst Du das nicht selbst tun, denn das solltest Du, wenn Du mit den Gegebenheiten nicht glücklich werden kannst.

Ich kann Dich übrigens gut verstehen. Ein Mann mit Kind wäre (außer er ist Witwer) so ziemlich das einzige NO GO überhaupt für mich.
 
  • #16
Ich glaube auch, dass dein Freund die Prioritäten klar verteilt hat. Er verbingt jedes(!) Wochenende mit seinem Kind. Ich finde es sehr seltsam, dass erstens die Mutter kein Bedürfnis nach einem WE mit ihrem Kind hat und zweitens das Bedürfnis deines Freundes nach Paarwochenenden nicht vorhanden ist. Dann fährt jeder über Ostern zu seiner eigenen (!) Familie. Wo bleibt bei euch das WIR als Paar? Wenn du damit nicht leben kannst (was ich durchaus verstehe), dann trenne dich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #17
Wohnt ihr zusammen? Wenn ja, finde ich schon, dass du ein Mitspracherecht bezüglich der Erziehung hast...

Eine Beziehungskrise wegen irgendwelchem Unmut, hat wie du sagst jeder einmal. Aber bei dir ist der Unmut oder der Auslöser dazu ein Dauerzustand, der sich wahrscheinlich während langer Zeit nicht ändern wird. Meinst du, du kannst dies noch mindestens 10 Jahre und länger mitmachen/aushalten? Mir scheint's nicht...

Ich verstehe dich zwar, gebe aber zu, dass ich in solchen Fällen tendiere, mich auf die Seite der Väter, resp. Kinder zu schlagen. Ich fände es einfach traurig, wenn er deinetwegen Kompromisse eingehen müsste und nur noch jedes 2. WE sein Kind zu sich holen und auch sonst weniger Zeit mit ihm verbringen dürfte. Ich gehe mal davon aus oder hoffe, dass er die Zeit gerne mit seinem Kind verbringt, diese auch qualitativ nutzt, sich mit ihm beschäftigt und altersentsprechende Dinge unternimmt.

Auch wenn der Laufpass nach Ostern nicht kommt, würde ich mich schon fragen, warum und ob du noch weiter an dieser Beziehung festhalten willst. So wie es ist, ist es doch unbefriedigend für dich. Und woran willst du arbeiten, wenn das Problem die Anwesenheit des Kindes ist? Oder fühlst du dich von deinem Freund nicht verstanden oder geliebt? Nun, nach deinen Schilderungen, vermisse ich von seiner Seite auch etwas verständnisvolleres Eingehen auf dich. Es müsste ihm doch bewusst sein, dass du von der Situation ja selbst gar nichts hast. Irgendwie verhält er sich da dir gegenüber schon etwas abwehrend oder auch (resigniert) gleichgültig...?

Ach, weisst du was, bevor ich hier noch anfange kompliziert drumrum zu studieren, sage ich einfach mal spontan aus dem Bauchgefühl heraus, dass wenn dies nicht gerade der Mann und die Liebe deines Lebens ist, dann beende doch nach Ostern gleich selbst diese unbefriedigende Geschichte. Voilà!
 
  • #18
Zitat von Valeria1988:
Er sagt, er denkt das er mich nicht glücklich machen kann, weil mich die Situation ja irgendwie stört, es sich an der Situation aber auch nichts ändern wird.
Klare Aussage. Sein Kind geht vor und du kannst dich hintenanstellen und nehmen, was evtl. an Zeit übrigbleibt. Take it or leave it. Veränderungsbedarf irgendwelcher Art sieht er da nicht, obwohl ihm das Problem von dir ja offensichtlich bewusst ist.

Offenkundig fehlen ihm diese Wochenenden allein mit dir nicht wirklich. Ich habe zwar keine Kinder, aber ich wage mal zu behaupten, dass JEDES Wochenende so zu verbringen schon eher ungewöhnlich ist, wenn es zugleich eine Liebesbeziehung zu einer Frau gibt - und mit Sicherheit ist es nicht unumgänglich. Es gibt ja offenbar nicht mal den Versuch seinerseits, einen Kompromiss zu finden. Warum ist er überhaupt mit dir zusammen, was glaubst du? Als Lückenfüllerin unter der Woche vielleicht und fünftes Rad am Wagen am Wochenende? Erzähle mir keiner, dass sich hier nicht auch eine Lösung finden ließe, ohne gleich zum Rabenvater zu mutieren.
Zitat von Valeria1988:
...aber das sind doch alles Dinge an denen man arbeiten kann oder? Das sind doch keine Gründe eine Beziehung wegzuwerfen.
Können schon, aber wollen will er doch offenbar nicht? Frag dich mal bitte folgendes: Angenommen, es wird sich die nächsten 5-10 Jahre NICHTS WESENTLICHES ändern an der derzeitigen Situation, willst du die nächsten 5-10 Jahre trotzdem so eine Beziehung führen?
Zitat von Valeria1988:
Ich habe jetzt echt irgendwie Angst, dass danach der Laufpass für mich kommt. ... Eine Beziehungskrise wegen irgendwelchem Unmut hat doch jeder mal?
Du hängst schon an seinem Haken, keine Ahnung, was dich an so einem Beziehungsleben und so einem Mann fasziniert. Hast du wirklich Angst, DIESE Beziehung wegzuschmeißen, oder ist es nicht vielmehr die Angst, deinen Traum von einer anderen Art von Beziehung mit diesem Mann wegzuschmeißen? So, wie du es hier schilderst, ist dieser Traum aber bereits mausetot; bei dir liegt nur noch die Entscheidung, ob DU ihn auch begraben willst oder an einer völlig irrigen Hoffnung festhalten möchtest.
Wenn du aber natürlich tatsächlich meinen solltest, dass das, was dich stört/dir fehlt, eh nur "irgendwelcher Unmut" ist, dann bleib halt bei ihm und füge dich in die Situation.Kann ja auch gut gehen - oder aber du stellst eines Tages vielleicht fest, dass es vielleicht doch sehr viel mehr war als "irgendwelcher Unmut".
m/43
 
  • #19
Hallo Frau Valeria,
da ich nicht mit Dir persönlich reden kann, muss ich Deinen Text nehmen und bilde mir ein Urteil aufgrund Deiner Wortwahl.

Als erstes sieht es so aus, als ob Du eifersüchtig auf seine Ex-Frau bist, und zwar, dass sie Zeit für sich, ohne Kind hat. Jetzt wird es eine Haarspalterei eifersüchtig darfst Du sein, zeigen solltest Du es nicht. Denn dieser Vater liebt (wie eigentlich jedes Elternteil) seinen Sohn. Und möchte ihn bei sich haben.

Halt, nicht protestieren. Ja, Du hast ein Recht auf eine kinderfreie Zeit mit Deinem Freund. Auch wenn es in dieser Generation verpönt ist, jeder Erziehungsratgeber (von diesen ~150 Neuen pro Jahr) hat einen Passus, dass auch Eltern Zeit für sich brauchen. Das Problem, was ich in Deinen Zeilen lese, ist die Kommunikation. Du hast es ihm scheinbar vor die Füße geworfen als Kritik und er hat es aufgefasst als "Dein Sohn oder ich". So nicht. Du darfst Kinderliebe nicht kritisieren, sondern die Zeiteinteilung. Ich vermisse auch etwas den konstruktiven Aspekt. Hast Du einen Vorschlag gemacht, wieviel Zeit Du haben willst?

Wie oben geschrieben ist Erziehung absolute Elternsache. Als Vater weiß ich, wie schwer es ist. Und was man als Elternteil am wenigsten gebrauchen kann, ist eine nahestehende (!) Person, die glaubt es besser zu wissen (und im schlimmsten Fall kein eigenes Kind hat). Selbst die Omas/Opas haben sich aus der Erziehung heraus zu halten. Aber keine Angst, das machen alle falsch, da jeder es zwar gut meint, aber nicht weiter hilft. Denk einfach an die 150 Erziehungsratgeber, die pro Jahr rauskommen. Die wiedersprechen sich dann auch noch.

Ich hangel mich weiter an Deinem wording. Du sprichst von "Unmut", dies zeugt leider nicht von einem konstruktiven Gespräch. Und das ist nicht an Dich gerichtet, sondern an Euch beide. Es fehlt scheinbar eine grundlegende Kommunikation. Er hätte Dir klar machen müssen, dass Du in der Erziehung kein Wort mitzureden hast. Du wiederum hättest ihm klar machen müssen, dass Du nichts gegen seinen Sohn hast, sondern Zeit mit ihm alleine willst. Und das ist kein Frontenkrieg, das ist ein gemeinsamer Findungsprozess der z.B. auch so aussehen kann, dass ihr einen festen Tag in der Woche etwas zusammen macht. Such das Gespräch, arbeitet zusammen. Und keine Pistole auf die Brust mit "Dein Sohn oder ich".
 
  • #20
Ich verstehe dich sehr gut. Ich habe auch keine Lust, meine kompletten Wochenenden mit einem Kind zu verbringen, da würde ich mich vielleicht nur für den Sonntag einklinken und ansonsten meine Zeit sinnvoll nutzen.

Wenn dir das nicht reicht und du einen Mann haben möchtest, der sehr viel Zeit für dich hat, ist dieser Mann nicht der richtige, denn dass er weiterhin jedes WE sein Kind bei sich haben wird, scheint sicher.
Und ich finde es sehr toll, wirklich sehr bemerkenswert, dass dieser Mann sich so verantwortungsbewußt um sein Kind kümmert.
Da hast du einen wirklich guten Mann abgekriegt.
Nur leider bist du nicht die alleinige Nutznießerin.

Ich denke, du wirst mit ihm nicht glücklich. Natürlich kannst du es rational einsehen, dass er alles richtig macht, aber du wirst trotzdem immer unzufrieden sein und mehr wollen und dir vielleicht im stillen Kämmerlein sogar mal wünschen, dass das Kind nicht kommen könne oder auch nicht existiere ( das darfst du, falls du mit ihm zusammen bleiben willst, aber nie auch nur andeuten ).

Es ist das immer gleiche Dilemma mit Leuten, die aus früheren Beziehungen Kinder haben. Man kriegt sie nur im Paket.
Ich habe deshalb während meiner Datingphase Männer mit ( kleinen ) Kindern grundsätzlich nicht getroffen. Weil ich wußte, ich will das nicht nochmal.
Meine Tochter war da schon aus dem Gröbsten raus und das fand ich gut.

Ich rate dir also zur Trennung und dass du künftig nur Männer ohne Kinder triffst, denn du weißt jetzt ja, dass das nichts für dich ist und so ersparst du allen Beteiligten Ärger und Frust.

w 48
 
  • #21
Diese Kritik hat er aber überhaupt nicht angenommen, ganz im Gegenteil, er hat es sogar eher als Angriff gesehen.
Du hast noch kein Kind, richtig ?
Wenn du mal eins bekommst, wirst du merken, dass du zur Löwenmutter wirst, die jeden verbeißt, der ihren Jungen ans Leben will. Das hat die Natur so vorgesehen.
Äußere besser keine Kritik am Verhalten seines Kindes oder an seinem oder der Mutter Verhalten ihm gegenüber, denn da kannst du nur verlieren.

Und es steht dir auch wirklich NULL zu.
Naja, nicht ganz null. Hier kommt die einzige Ausnahme: das Kind beeinträchtigt dich und der Vater schreitet nicht ein.

Als meine Nichte klein war, war mein Bruder der Löwenvater, aber so was von !
Inzwischen ist sie 10 und nun rächt sich, dass sie ohne Rücksicht auf andere alles machen durfte, das sieht sogar inzwischen er ein.
Eine Geschichte, sie war etwa zwei Jahre alt:
Die Erwachsenen saßen auf niedrigen Sofas, das Kind sprang auf uns allen herum und tat uns weh, was alle verkniffen hinnahmen und meinen Bruder entzückte, weil sie so lebhaft war.
Ich sagte zu der Kleinen, dass sie das ( bei mir ) lassen solle und wurde zunehmend barscher.
Als sie mich erneut ansprang, hob ich leicht den Fuß, ich hatte die Beine übereinander geschlagen. Ich hatte Schuhe mit hohen Absätzen an und das Kind prallte dagegen, fiel auf den Po und plärrte.
Mein Bruder war stinksauer auf mich aber ich konnte das aushalten.

So handhabe ich das immer mit meiner Nichte und wir kommen bestens klar.

Wenn ein fremdes Kind mir wehtut und die Eltern es nicht daran hindern, wehre ich mich. Das ist mein gutes Recht. Ansonsten habe ich nicht das geringste Recht, ein Kind zu erziehen oder die Eltern bezüglich ihrer Erziehung zu kritisieren.
Ich empfehle, dir das auch zu verkneifen.

Das Dilemma von Stiefeltern ( aber soweit bist du ja noch lange nicht ), ist, dass alle von ihnen erwarten, dass sie sich um das Kind kümmern, aber Rechte habe sie nicht.
Für mich wäre das nichts, ich halte mich davon fern.

w 48
 
  • #22
[QUOTE="Valeria1988, post: 923686, member: 20689 Er sagt, er denkt das er mich nicht glücklich machen kann, weil mich die Situation ja irgendwie stört, es sich an der Situation aber auch nichts ändern wird. Hinzu kam, dass ich auch die ein oder andere Eifersuchtsszene gemacht habe, weil ich da Kontakt mit irgendeiner Bekannten mitbekommen habe, was er mir aber nicht von selbst erzählt hat. Alles in allem streiten wir uns doch relativ häufig die letzten Wochen deswegen, aber das sind doch alles Dinge an denen man arbeiten kann oder? Das sind doch keine Gründe eine Beziehung wegzuwerfen. [/QUOTE] Leider sieht das für mich nicht nur so aus, als bekämst du noch den Laufpass, du hast ihn schon bekommen. In dem Moment, wo du "Ich kann dich nicht glücklich machen", gerne auch: "ich kann dir nichts bieten", "ich bin nicht genug für dich", oder auch richtig klasse: "Du hast was besseres verdient" aufgezwungen bekommst, ob du das so siehst oder nicht, hat der Mann sich "eigentlich" getrennt. So irgendwie eigentlich, weil das eben die Art ist sich eine Hintertür aufzuhalten, um aber doch schon mal nachher drauf hinweisen zu können, das man das ja schon gesagt hatte. Er ist selber zu faul konsequent reinen Tisch zu schaffen und er setzt sich selbst in den Schonwaschgang. Da nun solches Geeiere gerne vom Betroffenen weggedrängt wird und du dich nun nicht bequem zurückziehst, wird es dann zum Krampf. Wenn du nicht gehst, wirst du nach und nach weggetrampelt. Tu dir das nicht an. Das ist deutlich schlimmer für dich. Erkenne lieber die Sachlage, das du tatsächlich ein nettes Add on bist, aber ersetzbar. Guter Cop, böser Cop: Die Ex hat ihr freies WE durchgesetzt, sicher will sie damit auch eine neue Beziehung für ihn verhindern. Er will der Gute sein, der am Kind hängt. Also völlig unangreifbar. Da ist für dich kein ernstgemeiner Platz. Das ist auch kein Wegwerfen. Sondern eben ein Beenden von einem Zustand der nicht passt und nicht zu ändern ist. Natürlich ist er dir auch kein Protokoll über sein Leben wenn du nicht dabei bist schuldig, das war nur ein Zeichen dafür dass du kein Vertrauen in dich hast. Und als Kinderlose kannst du nie einen Fuß auf die Erde kriegen. Alles was Kinder machen ist das Tollste. Du kannst dann halt nicht mit Kindern umgehen oder hasst sie angeblich gar. Aufschlussreich wäre noch zu erfahren, ob das Kind geplant war und wie es auseinanderging. Da sind auch immer Augenöffner zu finden.
 
L

Lisachen

  • #23
Ich gehe davon aus, dass er sein Kind jedes WE zu sich holt und im Gegenzug weniger oder gar keinen Unterhalt bezahlt. Er kann wahrscheinlich auch nichts da ändern können auch wenn er das wollte. Zusätzlich finde ich auch, dass man nicht mit kleinen Kindern konkurrieren darf. Soviel Souveränität sollte man als erwachsener Mensch haben. Du solltest für dich herausfinden, ob Du langfristig dieses Kind annehmen kannst oder nicht., Das Kind wird mit Sicherheit immer da sein und dein Freund kann und wird sein Kind nicht wegen dir aufgeben. Mein Gefühl ist aber, dass Du das nicht kannst und er das weißt und sich von dir trennen wird. Es ist wahrscheinlich besser so für euch alle.
 
  • #24
Möchtest du denn das Kind erziehen? Bist du diejenige, die Abends mit dem Kind ins Bad geht und es zum Zähneputzen überredet und dem Kind anschließend eine Gute-Nacht-Geschichte vorliest und bei ihm bleibst bis es eingeschlafen ist oder sitzt du in der Zeit genervt auf der Couch und schreist regelmäßig Richtung Kinderzimmer "Jetzt sorg endlich dafür, dass Ruhe ist"?
Nach einem Jahr könntest du längst einen festen Platz als Stiefmutter haben.

Warum stört dich eigentlich, dass die Mutter so oft "frei" hat? Sie kümmert sich 5 Tage ums Kind, der Vater nur 2 Tage. Macht doch einfach eure Pärchensachen an den 5 Tagen.

Ich würde mir auch nicht vorschreiben lassen, dass ich mein Kind am Wochenende nicht sehen darf. Wozu willst du überhaupt die Zeit nutzen? Um ihm ungestört Eifersuchtsszenen zu machen? Dann ist doch klar, dass er lieber mit seinem Kind zusammen ist.
 
  • #25
Liebe Valeria,

was mich sehr verwundert, ja sogar echt aufschrecken lässt, ist, dass Du anscheinend (noch) keinen positiven Bezug zu dem Kind aufgebaut hast.

Da ich Dich ja überhaupt nicht kenne, meine Fragen: Magst Du allgemein keine Kinder? Bist Du eifersüchtig auf seine Ex? Möchtest Du vielleicht lieber selbst ein Kind mit Deinem Freund haben? Und er vielleicht nicht? Wie alt ist das Kind eigentlich?

Ich erzähle Dir mal was von mir: meine letzte Beziehung dauerte vier Jahre. Mein Ex hat eine Tochter, die er sehr liebt. Sie war zu unserer Zeit 3 bis 7 Jahre alt. Und: ich habe auch sie, die Kleine, geliebt! Genau so geliebt wie ihn. Sie ist ihm so ähnlich! Ich konnte es kaum erwarten, dass sie Wochenende bei uns sein durfte. Wir haben unglaublich gut "zu Dritt" zusammenleben können, unglaublich viele schöne Sachen zusammen unternommen, gelacht zusammen.

Ich hatte das Gefühl, eine kleine Familie bekommen zu haben. Und wir hatten auch vor, noch ein eigenes dazu zu bekommen.

Wir waren EIN PAAR trotz seinem Kind. So spielte die Kleine beispielsweise am Spielplatz und wir saßen - uns küssend - am Spielplatzrand. Oder sie durfte Pony reiten und wir beide (zu zweit eng hintereinander) ritten auf einem großen hinter ihr her. Sie war von unseren Unternehmungen oft schon um sieben abends glücklich eingeschlafen und wir hatten dann heimlich (im Wohnzimmer, auf der Couch!, da sie in unserem Doppelbett mit schlafen durfte) leise prickelnden Sex. Gaaaanz leiiiise, damit sie nicht aufwacht.

Hach, meine Herren, das war so eine schöne Zeit! Leider ist mit uns aufgrund anderer Dinge auseinander gegangen. Er schreibt mir aber heute noch, dass es auch für ihn so schön war und bedankte sich mehrmals für alles.

Es ist so schade, dass das bei Euch so komisch und kühl abläuft. Entweder geht das von Deiner Seite aus nicht liebevoller oder es passt einfach zwischen Euch nicht.

Der Zeitfaktor spielt allerdings schon auch eine große Rolle: Die Tochter meines Ex war einmal 14 Tage am Stück bei uns, wir adrei waren Grippe-krank und ich musste auch noch arbeiten, weil ich wichtige Meetings hatte. Da habe ich gemerkt: das wird mir jetzt zu viel mit der Kleinen. Es war zum Glück die Ausnahme. Für mich kann ich sagen. Wenn mein Partner die Hälfte seiner Zeit sein Kind bei sich/ bei uns hat, ist das in Ordnung. Die andere Hälfte sollte es aber bei seiner Mutter sein.
 
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E

EarlyWinter

  • #26
Macht doch einfach eure Pärchensachen an den 5 Tagen.
Genau, fahrt einfach an den 5 Wochentagen mal eben für 2 Tage weg auf einen Kurztrip mit Übernachtung, nächtliche Fahrradtouren, macht Unternehmungen, die bis spät nachts dauern und schläft am nächsten Tag einfach aus, geht an einem der 5 Arbeitstage mal irgendwo ein paar Stunden frühstücken, paar Stunden zusammen shoppen und sonst alles, was Menschen so normalerweise nur am WE machen, haben eure Arbeitgeber bestimmt nichts gegen (Ironie Off).
Natürlich muss man zurückstecken wenn Kinder da sind. Aber hier steckt nur der Mann zurück während die Mutter genau dann Zeit für ihre neue Beziehung hat wenn sie diese auch sinnvoll nutzen kann.
Das liegt aber nicht an der Mutter, sondern an dem Mann. ER möchte ja nichts ändern denn IHM gefällt es so. Zumindest aber bist DU ihm nicht wichtig genug, als dass er auch nur darüber nachdenken würde, die Situation zu überdenken denn er hätte auch Sehnsucht nach Zweisamkeit mit dir. So ein Wunsch bzw. Gefühl entsteht automatisch. Oder eben nicht. Du bist ganz und gar unwichtig, merkst du das denn nicht?
Übrigens schließe ich mich denjenigen an, die sich darüber wundern, dass eine Mutter überhaupt nie auch nur ein Wochenende mit ihren Kindern verbringen möchte. Kommt so rüber als wäre sie froh darüber, sie nach der Woche loszuwerden. Krass, nicht ein einziges Wochenende in all den Monaten. Unglaublich.
 
  • #27
Und es steht dir auch wirklich NULL zu.
Naja, nicht ganz null. Hier kommt die einzige Ausnahme: das Kind beeinträchtigt dich und der Vater schreitet nicht ein.
Ich finde eben schon, dass sie ein Mitspracherecht in der Erziehung hat. Denn es gibt so viele Beispiele und Situationen, wo ein Kind, das nicht "gut" erzogen ist, Anlass zur Kritik geben kann. Z.b. es bedient sich selbst aus dem Kühlschrank oder aus den Schubladen, sorgt für Unordnung, nimmt sich keinen Teller, läuft mit dem Essen in der Wohnung herum und hinterlässt eine Spur... und, und, und...
Ich hatte/habe auch 2 Kinder, die auch nicht so "gut" von mir und meinem Mann erzogen wurden, deshalb kann ich mir lebhaft und bildlich vorstellen, was die alles so auf den Kopf stellen können, und man nonstop damit beschäftigt ist, ihnen hinterherzurennen und Dinge wieder gerade zu richten. Interessanterweise jedoch, wussten sie genau, was sich gehört und nicht, denn sobald sie auswärts waren, verhielten sie sich vorbildlich, umsomehr wenn wir nicht dabei waren...

Warum stört dich eigentlich, dass die Mutter so oft "frei" hat? Sie kümmert sich 5 Tage ums Kind, der Vater nur 2 Tage. Macht doch einfach eure Pärchensachen an den 5 Tagen.
Die Frage ist zwar nicht an mich gerichtet...
Wir wissen nicht, ob die Mutter sich diese 5 Tage selbst um das Kind kümmert, sie könnte ja auch arbeiten gehen. Die Fragestellerin und ihr Freund scheinen aber unter der Woche arbeiten zu gehen. Da ist man meistens müde und es bleibt auch nicht mehr viel Zeit übrig, um noch gross miteinander "Pärchensachen" zu machen.
Aber ob die Mutter nun arbeiten geht oder nicht, spielt keine Rolle. Für mich hat sie klar den Vorteil, dass sie jedes WE nach ihrem gusto planen kann; sie hat frei!
 
  • #28
Der Mann brauch keine Partnerin, der ist voll ausgelastet. Warum hast du dich darauf eingelassen? Der ist vielleicht in 20 Jahren wieder was, tu dir das doch nicht an.
 
  • #29
Erstmal danke für die vielen Antworten.
Zuerst, ich habe eine sehr gute Beziehung zu dem Jungen, er ist 6 und hängt sehr an mir. Er will zum Beispiel immer an meiner Hand gehen, wenn wir unterwegs sind, dass ich ihn ins Bett bringe, mit mir morgens den Frühstückstisch decken und wenn wir irgendwo essen gehen neben mir sitzen. Ich habe auch überhaupt nichts gegen den Jungen, ganz im Gegenteil, ich finde ihn toll. Aber das man 5 Wochenenenden komplett hintereinander nicht mal einen Tag hat was zu zweit zu unternehmen ist doch sehr frustrierend. Seine Mutter hat ihn in der Woche auch kaum, da ist er bis 17 Uhr im Kindergarten und Donnerstags ist er auch immer nach dem Kindergarten bei uns, wird nur abends abgeholt, also haben wir ihn im Grunde 4 Tage die Woche. Ich hätte einfach gerne das er mal sagt, komm dieses Wochenende hol ich ihn erst am Samstag, damit man am Freitag noch was unternehmen kann und auch mal zusammen ausschlafen und in den Tag starten kann, aber irgendwie wird da nicht so ganz auf mich eingegangen. Mich ärgert auch, dass ich sowas vorschlagen muss und es nicht von ihm selbst kommt. In der Woche hat man ja auch nicht viel Zeit für Zweisamkeiten, man ist ja berufstätig, übt noch Sport aus und will natürlich auch mal mit Freunden einen Kaffee trinken. Sehe ich das zu eng? Bin ich da egoistisch?
Ich habe noch keine Kinder, möchte aber unbedingt welche, Frage mich aber, ob die nicht zu kurz kommen, weil seine Aufmerksamkeit komplett auf seinem Sohn liegt.
Ich kann auch nicht sagen, warum ich nicht einfach einen Schlussstrich ziehe, irgendwie fällt es mir schwer. Ich war vor dieser Beziehung sehr lange single und glücklich damit, aber als ich ihn kennen gelernt habe, hat es mich einfach gepackt, vielleicht halte ich zu sehr an dem Gefühl vor einem Jahr fest...
Wenn man in einer Beziehung nur gibt und nichts bekommt ist es wahrscheinlich besser den Schlussstrich zu ziehen?
 
  • #30
Ich habe noch keine Kinder, möchte aber unbedingt welche, Frage mich aber, ob die nicht zu kurz kommen, weil seine Aufmerksamkeit komplett auf seinem Sohn liegt.
Wenn es jetzt schon so kompliziert ist, kann man dir nur abraten, mit diesem Mann noch ein Kind zu bekommen. Eventuell will er das selbst gar nicht, weil er ja schon genug ausgelastet ist?
Dieses Konfliktthema wird niemals verschwinden, und wenn du dich nicht damit anfreunden kannst, daß sein Kind an erster Stelle steht - ja, auch hinter Pärchenwochenenden und so weiter - dann solltest du weder dir noch ihm den Stress antun.
Abgesehen davon, daß er sich offenbar ohnehin schon entschieden hat.